paybox.de Testbericht

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Erfahrungsbericht von seifertandreas

MACHT EUCH EURE EIGENEN GEDANKEN

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit einigen Jahren findet man immer häufiger beim Surfen im Internet in diversen Shops die Möglichkeit die Zahlungen für Einkäufe mit Paybox zu tätigen. Als ich vor ca. 2 Jahren auf dieses Angebot stieß, meldete ich mich bei Paybox an, da mir die Grundgebühr für 1 Mitgliedsjahr geschenkt wurde.

Ich war gespannt wie diese Möglichkeit des Zahlungsverkehres mein Leben verändern sollte. Zudem konnte ich mir in dieser Zeit ein Bild über den Anbieter und seine Möglichkeiten machen.

Nun sind 2 Jahre vergangen und meine Meinung zu diesem Anbieter stehen fest.

1.) Was ist eigentlich Paybox?

Hinter diesem Namen stecken große namhafte deutsche Firmen, die mit über 90% an Paybox beteiligt sind, aber auch ausländische Firmen sind in der Führungsriege zu finden. Der größte und stärkste Teilhaber ist die Deutsche Bank, die an diesem Projekt beteiligt ist.

Aus deutscher Sicht verfügt die Lufthansa als 2tes renomiertes Unternehmen über Anteile. Die Firma Hewlett Packard (HP) ist als ausländischer Investor an Paybox beteiligt. Paybox bietet den Mobilfunknutzer seine Geldtransaktionen, sei es für Einkäufe, Überweißungen, Rechnungsstellungen, über das Mobilfunknetz abzuschließen.

Hier werden die Daten über eine sichere SSL- Verschlüßelung versand. Ein Zahlungsmodus ist jedoch nur Möglich wenn beide Parteien über eine angemeldete Payboxmitgliedschaft verfügen.

2.)Anmeldung:

Eine direkte Anmeldung für die Payboxverwendung kann man über die Internetseite www.paybox. de tätigen. Aber auch im Fachhandel findet man Anmeldeformulare die Portofrei an Paybox versendet werden können. Für die Anmeldung benötigt man Vorname, Name, Geburtsdatum,Straße, PLZ, Handynummer, Netzanbieter, Festnetznummer, Fax, emailadresse, Nationalität, Familienstand, Berufsstand, Branche, Einkommensgrenzen, beschäftigt seit.., sowie die aktuelle Bankverbindung.

Eigentlich Daten die zu den Standartfragen gehöhren soweit es sich um Geldangelegenheiten handelt. Innerhalb einer Woche erhält man seine persönlichen Daten und seine Geheimnummer.

3.) Wie funktioniert Paybox?

Bei der Anmeldung erhält man eine persönliche Pin-Nummer, vergleichbar mit der Geheimnummer einer Geldkarte. Nachdem man sich beim Kauf für die Payboxzahlung entschieden hat, versendet der Verkäufer über das Mobilfunknetz die transaktion an Paybox. Nun wird der Käufer von Paybox angerufen, dies übernimmt eine computergesteuerte Person, bei der man bei der Anmeldung wählen kann ob es sich um eine männliche oder weibliche Stimme handelt.

Diese teilt den Rechnungsbetrag mit und wickelt die Transaktion ab. Der Käufer gibt über die Tastatur seines Mobilfunkgerätes seine Pin-Nummer ein und setzt die Transaktion durch ein Lastschriftverfahren in Gang. Der Rechnungsbetrag wird vom Konto abgebucht und leitet es an den Verkäufer weiter.

4.) Was kostet Paybox?

Jährlich fällt ein einmaliger Mitgliedsbeitrag in Höhe von 9,7 Euro an. Bei Paybox zu Paybox Transaktionen werden dem Käufer pro angefangene 25 Euro Umsatz 0,25 Euro an Gebühren berechnet. Bei Transaktionen aus dem Ausland werden 1,50 Euro fällig.

5.) Was benötige ich für das Payboxsystem?

Eigentlich nur 3 Dinge. Ein Mobilfungerät mit einer Simkarte, die persönliche Pinnummer von Paybox, sowie die Pinnummer des Handys.

5.) Wo kann ich Paybox nutzen?

Überall dort wo ihr das Payboxzeichen findet. In Frankfurt kann man seine Taxifahrten mit Paybox begleichen, die Taxiunternehmen waren die ersten die an dieses System angeschloßen waren. Bei der Lufthansa kann man seine Flüge und seine Urlaubsbuchungen mit Paybox begleichen. Im Internet gibt es mittlerweile viele Shops die diese Zahlungsmöglichkeit anbieten, aber auch Händler bei Auktionshäusern, wie z.b.(bei Ebay) sind im Payboxzeitalter.

6.) Fazit:

Ich persönlich komme zu dem Entschluß, das Paybox noch nicht ausgereift ist. Sicherlich ist die IDEE einer Zahlungsabwicklung über das Mobilfunknetz, gigantisch und auch sicherer wie eine EC- Karte. Die Daten werden verschlüßelt übertragen und die mobile Übertragung ist sehr sicher, jedoch ist der Kreis derer Händler die Paybox im täglichen Leben akzeptieren, sehr gering.

Gerade Supermärkte, Bäckereien, Metzgereien, Tankstellen, kleinere Einzelhändler haben ihre Verkaufspräferenzen noch nicht auf dieses System umgestellt. Gerade diese Dienstleistungs-,Handwerks-, Fach-, betriebe begegnen den Otto- Normalverbraucher täglich.

Ein Nachteil liegt auch in der Möglichkeit bei Firmen im Ausland, evtl. im Urlaub, diese Zahlungsart zu nutzen, da sie momentan nur in Deutschland angeboten wird. Sollte es wirklich möglich sein bei einer Firma im Ausland, mit Paybox zu bezahlen, fallen hierfür sehr hohe Mobilfunkkosten an.

Auch der Jahresbeitrag ist zu hoch angesetzt. Während man vor 2 Jahren noch eine kostenlose 1jährige Mitgliedschaft erhielt und für die Folgejahre nur 5,-Euro/Jahr bezahlte, kostet die heute über 9,-Euro/Jahr bei einem Neuabschluß. Für eine Stornierung eines Auftrages (Überweißung) stellt Paybox 15,-Euro in Rechnung, damit fahre ich bei meiner Hausbank viel billiger.

Probleme sehe ich in der Netzabdeckung. Einige Anbieter (Mobilfunk) garantieren innerhalb von Deutschland mit einer 96% igen Abdeckung, was ist aber wenn ich mich beim bezahlen gerade in einem Gebiet aufhalte für das die restlichen 4 % in Frage kommen? Hier ist keine Zahlung an Ort und Stelle möglich.

Schlecht wenn man keine Geldbörse mit sich führt. Möchte man eine Zahlung zwischen zwei Paybonutzer durchführen die diesen Dienst privat führen finde ich die Gebühren von 0,25 Euro/Transaktion zu hoch. Diese können kräftig ind Geld gehen. Was passiert wenn ich mir eine Pizza bestelle und der Italiener ist nicht als Partner von Paybox eingetragen? So wird dies ein teueres Menue, bei den anfallenden Gebühren.

Bei den großen Firmen sehe ich kein Problem, jedoch muß ich meinen täglichen Bedarf, oder möchte/muß ich meinen täglichen Bedarf bei kleinen Betrieben durchführen, die leider noch nicht angeschloßen sind. Ich glaube Paxbox muß noch einiges tun um sich am Markt durchsetzen zu können. Soweit dies noch nicht geschehen ist, kann ich Paybox nicht empfehlen. Immerhin gibt es noch Verbrauchergruppen die noch nicht im Internetzeitalter angeschloßen sind und von der Händlergruppe, die sicherlich zu 80% dort vertretten ist, zu nutzen.

Bestimmt gibt es einige von euch die dies anders sehen, aber aus Sicht vom Verbraucher sehe ich momentan keinen akzeptablen Fortschritt durch Paxbox, gerade wenn man auf dem Land wohnt.

Freue mich schon auf Kommentare.

MFG (C) Seifert Andreas 22. März 2002.

21 Bewertungen, 2 Kommentare

  • deeperspace

    17.04.2002, 23:24 Uhr von deeperspace
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hatte mich mit dem Thema noch nie so richtig befasst, denn für mich stellt es keine Alternative dar. Gruß Deep

  • Netti1982

    22.03.2002, 22:41 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele nützliche Infos... MfG Netti