Need For Speed: Underground 2 (PS2 Spiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jahmakeya

Need for Speed Underground 2 Demo angespielt!

Pro:

frei befahrbare Stadt, viele Tuningmöglichkeiten, viele Rennmodi, Arcade Gameplay

Kontra:

im Vergleich zum PC eher altbackene Grafik, unklar ob Schadensmodell enthalten ist

Empfehlung:

Ja

Need for Speed Underground steht für schnelles Fahrgefühl, aufgetunte Karren, illegale Straßenrennen und gelungene Grafik. Deshalb habe ich die Demo des Nachfolgers, also Need for Speed Underground 2, mal angespielt und werde in diesem Preview auf diverse Stärken aber auch Schwächen des Spiels eingehen.

Die Demo startet und man fühlt sich in einer gewohnten Umgebung wiedergeboren, die Atmosphäre und auch die Musik stehen dem Vorgänger in Nichts nach. Doch wird man sofort mit der wohl gravierendsten Veränderung des Spiels konfrontiert. Es gibt kein Menü mehr in der man in den Underground Modus switched um dann die Rennen zu fahren. Nein, man befindet sich direkt im Explore Modus und kann die Stadt sofort im Grand Theft Auto III Style frei befahren.

Per SMS Benachrichtigungssystem (dem so bezeichneten Cingular System) werden einem erstmal die grundlegendsten Sachen des Spiels erklärt und auch über alle wichtigen Neuigkeiten wie Rennen und Tuningmöglichkeiten wird man hier informiert.

Neu ist die Minimap, die doch sehr an Grand Theft Auto III erinnert und wo alle wichtigen Punkte wie Automarkt (wo man sich neue Autos zulegen kann), Lackiererei (hier bekommt das Auto die Farbe deiner Träume), Tuning Shop (wenn es um mehr Power unter der Motorhaube geht, ist man hier richtig) , Karosserie Shop (für die richtigen Verbreitung der Kotflügel und Seitenschürzen ist man hier richtig), Interieur und Styling (wer schon immer mal ne fette 3000 Watt Basemachine und geile Sitze ala Pimp My Ride haben wollte, sollte hier hin cruisen), aber auch die Rennmöglichkeiten wie Rundenrennen (eine vorgegebene Anzahl von Runden in einem Stadtkurs bewältigen) und Street X (eine Art Parkhausrennen, erinnert an den Drift Mode aus Need for Speed Underground, diesmal allerdings mit Gegnern und es geht ums Gewinnen und nicht um maximale Style Punkte) markiert sind. Außerdem gibt es noch einen netten Gimmick Punkt, undzwar die Präsentation (man kann seinen Wagen vor einer coolen Kulisse für ein Magazin abknipsen lassen). Fährt man nun zu einem dieser Punkte und drückt die Aktionstaste, betritt man nun den Shop bzw. nimmt an diesem Rennen teil.

Ein paar Shops muss man übrigens erst finden. Der Automarkt bietet leider nur 2 Karren des selben Models an, undzwar den Lancer Evolution VIII, übrigens hat jeder Automarkt in den verschiedenen Stadtteilen andere Karren zur Auswahl. Die Lackiererei hat ein paar Grundfarben zur Auswahl und kann auch mit 3 Mettalicfarben auftrumpfen. Der Karosserie Shop war leider nicht sehr funktionell in der Demo. Diese 3 Shops sind übrigens gleich auf der Minimap eingezeichnet, doch den Tuning Shop (lediglich Preview der zukünftigen Features) und den Interieur plus Styling Shop (ebenfalls nur ne Preview) muss man erstmal in versteckten Gassen finden.

Kommen wir nun zu den verschiedenen Renn Modi. Im Explore Modus hat man die Gelegenheit andere Fahrer getunter Hightech Karren herauszufordern. Dazu fährt man ziemlich dicht an den gegnerischen Fahrer heran, drückt die Aktionstaste und nun kann die Hatz durch die Stadt im Outrun Modus losgehen. Hierbei muss man versuchen seinen Gegner zu überholen und dann in Führung liegend 300m Abstand herauszufahren. Das Besondere an diesem Modus ist, der Führende bestimmt wo es lang geht und so können unendlich lange Verfolgungsjagden durch die Stadt entstehen. Als Zweites gibt es dann das Street X Rennen. Hierzu muss man an den Punkt mit dem grauen Kreis fahren und die Aktionstaste drücken, dann öffnet sich der Ladebildschirm für das Street X Rennen. Dort befindet man sich in einem Parkhaus und muss eine rutschige Strecke mit sehr scharfen Kurven eine vorgegebene Anzahl an Runden abfahren und sich gegen 3 Opponenten durchzusetzen. Dieser Modus erinnert stark an den Drift Modus aus Need for Speed Underground, da die Strecken sich sehr ähneln, jedoch die Siegbedingungen geändert wurden. Der dritte Modus den man in der Demo anspielen konnte ist der altbekannte Rundenrennen Modus. Will man Rundkurse abfahren, so muss man zu dem Punkt mit dem lila Kreis fahren und die Aktionstaste drücken, damit sich der Ladebildschirm für das Rundrennen öffnet. Man fährt eine vorgegebene Anzahl an Runden in einem Kurs quer durch die Stadt ab. Die zwei gravierendsten Unterschiede zum Vorgänger in diesem Modus sind wohl zum einen die doch viel anspruchsvolleren Kurse (es gibt kaum eine Kurve bei der man nicht auf 80-100 km/h abbremsen muss) und gleichzeitig gibt es viel mehr sinnvolle Abkürzungen auf dem Rundkurs (allein in der Demo gibt es gut und gerne 4,5,6 Abkürzungen die man nutzen kann).

Beim Fahrgefühl haben sich bei mir die Geister etwas geschieden. Denn man beginnt die Demo mit ausgeschalteter Stabilitätskontrolle und da lenkt sich der Lancer einfach nur bescheiden. Kaum war die Stabilitätskontrolle angeschaltet, konnte es auch richtig losgehen. Durch den doch sehr anspruchsvollen Stadtteil, den man in der Demo abfahren kann (die andern 4 sind gesperrt mit Schildern die den wahrscheinlichen Releasetermin Oktober – November 2004 proklamieren), sind die Geschwindigkeiten die man erreicht nicht sehr hoch. Im Schnitt erreichte ich 160-200 km/h, jedoch kam mir dies nie langsam vor, denn das Geschwindigkeitsgefühl wird auch schon in diesem Tempo als relativ schnell vermittelt und so kommt zumindest beim Fahren immer der gewisse Speedkick. Was allerdings das Fahren sehr beeinflusst, ist ebenfalls eine Neuerung. Sie betrifft das Nitro, welches nun nicht mehr wie gewohnt begrenzt vorhanden ist, sondern durch Stylepunkte wieder aufgefüllt werden kann. Also wenn man gut am Powersliden ist, kann man gut und gerne sein Nitro wieder voll bekommen. Doch wurde dem Nitro noch eine weitere Neuerung spendiert. Undzwar kann man durch Stylepunkte sein Nitro über die 100% Marke hinaus auffüllen und so genanntes Race Breaker Nitro erhalten. Dieses Race Breaker Nitro ist noch einen Tick stärker als das Standard Nitro und dürfte seinem Namen wohl alle Ehre machen. Generell kam es mir beim Spielen so vor, als wäre das Nitro jetzt auf alle Fälle großzügiger vorhanden und es spielt auch eine wichtigere Rolle bei den Rennen. Man beginnt immer mit 100% Nitro, ob nun im Rundrennen oder im Explore Modus, sobald man wechselt, ist das Nitro auch schon wieder voll. Außer im Street X Modus, da gibt es kein Nitro. Was mir sehr Missfallen ist in der Demo waren die Bremsen, diese kamen mir doch sehr lasch vor und haben mich besonders im Street X Modus zur Weißglut gebracht. Aber auch im Rundenrennen konnte ich durch die sehr eigenwillige Bremsung nur mittelmäßig die Kurven schneiden. Entweder sind die Bremsen wirklich sehr schlecht an diesem Auto, oder die Fahrbahn ist einfach glitschig und demzufolge rutscht man einfach zu viel.

Beim Worte Fahrbahn fällt mir gleich das Thema Grafik ein. Diese wirkt auf der Playstation 2 doch sehr altbacken, wobei der Boden noch einen Tick besser aussieht wie in Need for Speed Underground. Die Umgebung wirkt viel bunter und interessanter als noch im ersten Teil. Man merkt auf alle Fälle das viel mehr Liebe in die Umgebung und den Hintergrund sowie dem Design der Stadt gegeben wurde. Aber zum Vorgänger ist es nicht unbedingt die grafische Sensation wie es Need for Speed Underground seinerzeit war. Ich erhoffe mir hier von der PC Version einiges mehr und auf den meisten Screenshots sah das Spiel auch einfach besser aus, als es in der Demo den Anschein hatte.

Bedingt durch den Explore Modus hat sich auch die Steuerung etwas geändert. Das linke Steuerkreuz ist nun mit der Aktionstaste, der SMS lesen Taste sowie der Minimap Erklärungstaste belegt und man lenkt das Auto über den linken Analog Stick. Wobei man die Steuerung auch switchen kann, indem man die Lenkung auf das Steuerkreuz legt und die eben beschriebenen Funktionen auf den linken Analog Stick gelegt werden. Ansonsten ist die Steuerung wie im ersten Teil. Bei den Ansichten hat sich allerdings etwas getan, neben den bereits bekannten wie der Stoßstangen Kamera, der Nah Dahinter Kamera und der Fern Dahinter Kamera, gibt es jetzt eine vierte Motorhauben Kamera. Das HUD hat sich auch verändert.

Fazit: Die Demo macht auf alle Fälle Lust auf mehr und der Nachfolger zu Need for Speed Underground bietet auf jeden Fall eine Fülle von Neuerungen, die das Spiel lohnenswert machen. In der Demo war noch kein Schadensmodell vorhanden, jedoch gab es einen nicht anwählbaren Menüpunkt der auf ein Schadensmodell im Hauptprogramm hoffen lässt. Die Atmosphäre stimmt auf alle Fälle und ich kann das Spiel aus dem jetzigen Standpunkt her nur vollstens empfehlen! Auch wenn die Grafik auf der Playstation 2 nicht so der Bringer ist.

20 Bewertungen