Erfahrungsbericht von Anonym114
Ein romantischer Abend?
Pro:
romantisch, aber mit Witz sehr gute Darsteller (Julia Roberts, Hugh Grant)
Kontra:
für manche vielleicht zu süß ...
Empfehlung:
Ja
Lust auf Romantik? Und Humor? Hm, denkt, jetzt wahrscheinlich mancher Mann. Das klingt gefährlich! Stimmt vielleicht sogar, denn es geht um eine romantische Komödie, die Fernsehmacher immer wieder gerne ins Programm nehmen, z.B. jetzt, in der vorösterlichen Zeit. Einer dieser für die TV-Stationen erfolgsversprechenden Streifen ist Notting Hill, nicht zu letzt wegen seiner Stars: Julia Roberts und Hugh Grant.
JULIA ROBERTS:
Sie ist sicher dann doch auch für viele Männer ein Grund einzuschalten, findet aber mit ihrem strahlenden Lachen und ihrer charmanten Art dann auch viele weibliche Befürworter. Als Pretty Woman wurde sie so richtig berühmt, spielte die Bordsteinschwalbe, die erst kurz, dann vielleicht doch auf Dauer bei dem reichen, aber irgendwie einsamen Richard Gere landet. Als Erin Brokowich zeigte sie ihr Talent für Tiefgang, wurde von der zunächst vielleicht dümmlich-sexy wirkenden Alleinerziehenden zur wichtigen Stütze ihres Chefs, eines Anwalts und brachte mit ihre bodenständigen Art dann einen riesigen Skandal zu Tage und ein Unternehmen vor Gericht zu Fall. Dafür gabs einen Oskar für die Roberts.
In Notting Hill spielt sie ein Stück weit sich selbst, den Tiefgang von Erin Brokowich kann man nicht ganz erwarten. Julia Roberts ist Anna Scott,, eine Hollywood-Diva. In London trifft sie auf den Buchhändler William Thacker (Hugh Grant). Auch hier zeigt sie einen Stück weit den typischen Julia-Roberts-Pretty-Woman-Charme und sorgt dafür, dass Hugh Grant sein Herz an sie verwirrt.
HUGH GRANT:
Auch bei ihm ist Charme meistens Trumpf. Ihn kennen viele spätestens seit dem Erfolgs-Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall, in dem er immer leicht zerstreut wirkt. Mit der Verfilmung des Nick-Hornby-Romans About a Boy machte er auch von sich reden.
Charmant und ein wenig geistesabwesend, so ist auch Grants Rolle in Notting Hill. Seine Welt als kleiner Buchhändler William Thacker ist eine ganz andere als die der berühmten Schauspielerin Anna Scott. So ist er auch völlig von der Rolle, als er sie plötzlich live und in Farbe in seinem Laden stehen hat.
DIE STORY:
Sie wurde schon aus der Vorstellung der beiden Hauptfiguren deutlich. Irgendwie ist Notting Hill eine Aschenputtel-Geschichte mit umgekehrten Vorzeichen. Sie ist die Berühmtheit, er der Durchschnittsmann. Nach der ersten Begegnung im Buchladen sehen sich die beiden auf der Straße wieder, der nervöse William schüttet dem Star Orangensaft über die Kleidung. Doch die Panne wird für ihn zum Glückstreffer, Anna kommt mit in seine Wohnung. Dort sorgt dann aber immer wieder Williams auf liebenswerte Art schmuddelig und trottelig wirkende Mitbewohner Spike (köstlich gespielt von Rhys Ifans) für peinliche wie lustige Situationen. Z.B., als er auf die Toilette will und fast zu spät merkt, wer da gerade im Badewannenschaum sitzt, Anna Scott nämlich. Manchmal ist der Mitbewohner zwar eine Nervensäge, wenn er mitten in der Nacht ins Zimmer kommt, das aber auf eine Art, die man ihm nicht wirklich übel nehmen kann. Gerade auch Spike sorgt dafür, dass Notting Hill mehr ist, als nur irgendeine beliebige romantische Komödie. Der Ausgang wird hier aber nicht verraten.
DER AUTOR:
Richard Curtis schrieb die Vorlage zu diesem Film. Richard Curtis? Moment, irgendwie sagte der mir was. Na klar, er war auch für den grade schon erwähnten Hugh-Grant-Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall verantwortlich. Und er ist derjenige, der die sonst vielleicht zu zuckrig wirkenden Romanze mit Skurilität und Humor würzt.
MEINE LIEBLINGSSZENE:
Ist sie ein besonders knisternder Moment zwischen Julia Roberts und Hugh Grant? Oder eine der verrückten Auftritte von Spike (z.B. als er vor der geifernden Pressemeute, die auf Anna Scott wartet, in Unterhose vor der Haustür posiert)? Auch nicht. Nein, ich finde die Szene am besten, in der William über den Markt von Notting Hill spaziert. Zunächst hat er seine Jacke über der Schulter, es ist wohl Sommer, er sieht melancholisch glückliche Paare. Es beginnt zu regnen, William zieht seine Jacke über, geht langsam, während sich die anderen mit schirmen schützen. Dann ist plätzulich Schnee da, die Leute tragen Weihnachtsbäume und William schlendert langsam weiter, verdeckt von den Marktständen ist der Schnee plötzlich verschwunden, die Sonne scheint und schließlich zieht William seine Jacke wieder aus. Dazu läuft Ain’t no sunshine when she’s gone. Die Zeit vergeht, der Buchhändler kann seine Anna nicht wieder sehen, denkt an sie. Die Szene ist erstklassig gemacht, man er kennt die Übergänge zwischen den Jahreszeiten nicht, weil sie durch die Statisten rund herum oder Stände mit Obst und Gemüse verdeckt sind. Toll gemacht, finde ich!
DIE DATEN ZUM FILM:
Die Notting-Hill-Unterhaltung ist nicht kurz, aber kurzweilig. Der Streifen dauert 116 Minuten. Wer sie mit Werbung guckt, muss etwas länger Geduld haben. Gedreht wurde er 1999 als britisch-amerikanische Produktion. Kein Wunder, denn der Hollywood-Streifen spielt ja im Londoner Viertel Notting Hill. Regisseur ist Roger Michell. Auch Kinder kann man durchaus mitgucken lassen, denn es besteht keine Altersbeschränkung.
MISCHUNG:
Mit Notting Hill hat man sehr viel Romantik, eine gute Portion Humor, einen Hauch Spannung und ein kleines bißchen Anspruch, also eine ganz gute Mixtur für einen gelungenen Fernsehabend.
FAZIT:
Auch wenn Notting Hill eine weitere romantische Komödie ist, Julia Roberts und Hugh Grant, aber auch Rhys Ifans und viele der anderen Darsteller machen Notting Hill zu einem sehr sehenswerten Film, auch, aber nicht nur für Frauen. Denn gerade der Humor gibt dem Streifen die richtige Würze und sorgt für eine sehr gelungene Unterhaltung. Ich würde den Film zwar nicht ständig sehen wollen, schauen ihn mir aber immer mal wieder gerne an.
P.S.: Die nächste Chance, Notting Hill zu sehen, ist am Sonntag, 13.04.03, 20.15 Uhr bei PRO7. Diesen Beitrag (in Bezug auf den nächsten Sendetermin) werde ich nicht aktualisieren, weil ich immer das Gefühl habe, dass viele ein Update nicht zu schätzen wissen und es mit schlechteren Bewertungen quittieren. Doch wer den Film an diesem Sonntag verpaßt: Ich bin mir sicher dass er spätestens im Herbst/Winter und insgesamt mindestens einmal pro Jahr wieder zu sehen ist.
Und wers gar nicht abwarten kann: Notting Hill lohnt auch als Video-Cassette bzw. DVD im Schrank, finde ich!
JULIA ROBERTS:
Sie ist sicher dann doch auch für viele Männer ein Grund einzuschalten, findet aber mit ihrem strahlenden Lachen und ihrer charmanten Art dann auch viele weibliche Befürworter. Als Pretty Woman wurde sie so richtig berühmt, spielte die Bordsteinschwalbe, die erst kurz, dann vielleicht doch auf Dauer bei dem reichen, aber irgendwie einsamen Richard Gere landet. Als Erin Brokowich zeigte sie ihr Talent für Tiefgang, wurde von der zunächst vielleicht dümmlich-sexy wirkenden Alleinerziehenden zur wichtigen Stütze ihres Chefs, eines Anwalts und brachte mit ihre bodenständigen Art dann einen riesigen Skandal zu Tage und ein Unternehmen vor Gericht zu Fall. Dafür gabs einen Oskar für die Roberts.
In Notting Hill spielt sie ein Stück weit sich selbst, den Tiefgang von Erin Brokowich kann man nicht ganz erwarten. Julia Roberts ist Anna Scott,, eine Hollywood-Diva. In London trifft sie auf den Buchhändler William Thacker (Hugh Grant). Auch hier zeigt sie einen Stück weit den typischen Julia-Roberts-Pretty-Woman-Charme und sorgt dafür, dass Hugh Grant sein Herz an sie verwirrt.
HUGH GRANT:
Auch bei ihm ist Charme meistens Trumpf. Ihn kennen viele spätestens seit dem Erfolgs-Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall, in dem er immer leicht zerstreut wirkt. Mit der Verfilmung des Nick-Hornby-Romans About a Boy machte er auch von sich reden.
Charmant und ein wenig geistesabwesend, so ist auch Grants Rolle in Notting Hill. Seine Welt als kleiner Buchhändler William Thacker ist eine ganz andere als die der berühmten Schauspielerin Anna Scott. So ist er auch völlig von der Rolle, als er sie plötzlich live und in Farbe in seinem Laden stehen hat.
DIE STORY:
Sie wurde schon aus der Vorstellung der beiden Hauptfiguren deutlich. Irgendwie ist Notting Hill eine Aschenputtel-Geschichte mit umgekehrten Vorzeichen. Sie ist die Berühmtheit, er der Durchschnittsmann. Nach der ersten Begegnung im Buchladen sehen sich die beiden auf der Straße wieder, der nervöse William schüttet dem Star Orangensaft über die Kleidung. Doch die Panne wird für ihn zum Glückstreffer, Anna kommt mit in seine Wohnung. Dort sorgt dann aber immer wieder Williams auf liebenswerte Art schmuddelig und trottelig wirkende Mitbewohner Spike (köstlich gespielt von Rhys Ifans) für peinliche wie lustige Situationen. Z.B., als er auf die Toilette will und fast zu spät merkt, wer da gerade im Badewannenschaum sitzt, Anna Scott nämlich. Manchmal ist der Mitbewohner zwar eine Nervensäge, wenn er mitten in der Nacht ins Zimmer kommt, das aber auf eine Art, die man ihm nicht wirklich übel nehmen kann. Gerade auch Spike sorgt dafür, dass Notting Hill mehr ist, als nur irgendeine beliebige romantische Komödie. Der Ausgang wird hier aber nicht verraten.
DER AUTOR:
Richard Curtis schrieb die Vorlage zu diesem Film. Richard Curtis? Moment, irgendwie sagte der mir was. Na klar, er war auch für den grade schon erwähnten Hugh-Grant-Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall verantwortlich. Und er ist derjenige, der die sonst vielleicht zu zuckrig wirkenden Romanze mit Skurilität und Humor würzt.
MEINE LIEBLINGSSZENE:
Ist sie ein besonders knisternder Moment zwischen Julia Roberts und Hugh Grant? Oder eine der verrückten Auftritte von Spike (z.B. als er vor der geifernden Pressemeute, die auf Anna Scott wartet, in Unterhose vor der Haustür posiert)? Auch nicht. Nein, ich finde die Szene am besten, in der William über den Markt von Notting Hill spaziert. Zunächst hat er seine Jacke über der Schulter, es ist wohl Sommer, er sieht melancholisch glückliche Paare. Es beginnt zu regnen, William zieht seine Jacke über, geht langsam, während sich die anderen mit schirmen schützen. Dann ist plätzulich Schnee da, die Leute tragen Weihnachtsbäume und William schlendert langsam weiter, verdeckt von den Marktständen ist der Schnee plötzlich verschwunden, die Sonne scheint und schließlich zieht William seine Jacke wieder aus. Dazu läuft Ain’t no sunshine when she’s gone. Die Zeit vergeht, der Buchhändler kann seine Anna nicht wieder sehen, denkt an sie. Die Szene ist erstklassig gemacht, man er kennt die Übergänge zwischen den Jahreszeiten nicht, weil sie durch die Statisten rund herum oder Stände mit Obst und Gemüse verdeckt sind. Toll gemacht, finde ich!
DIE DATEN ZUM FILM:
Die Notting-Hill-Unterhaltung ist nicht kurz, aber kurzweilig. Der Streifen dauert 116 Minuten. Wer sie mit Werbung guckt, muss etwas länger Geduld haben. Gedreht wurde er 1999 als britisch-amerikanische Produktion. Kein Wunder, denn der Hollywood-Streifen spielt ja im Londoner Viertel Notting Hill. Regisseur ist Roger Michell. Auch Kinder kann man durchaus mitgucken lassen, denn es besteht keine Altersbeschränkung.
MISCHUNG:
Mit Notting Hill hat man sehr viel Romantik, eine gute Portion Humor, einen Hauch Spannung und ein kleines bißchen Anspruch, also eine ganz gute Mixtur für einen gelungenen Fernsehabend.
FAZIT:
Auch wenn Notting Hill eine weitere romantische Komödie ist, Julia Roberts und Hugh Grant, aber auch Rhys Ifans und viele der anderen Darsteller machen Notting Hill zu einem sehr sehenswerten Film, auch, aber nicht nur für Frauen. Denn gerade der Humor gibt dem Streifen die richtige Würze und sorgt für eine sehr gelungene Unterhaltung. Ich würde den Film zwar nicht ständig sehen wollen, schauen ihn mir aber immer mal wieder gerne an.
P.S.: Die nächste Chance, Notting Hill zu sehen, ist am Sonntag, 13.04.03, 20.15 Uhr bei PRO7. Diesen Beitrag (in Bezug auf den nächsten Sendetermin) werde ich nicht aktualisieren, weil ich immer das Gefühl habe, dass viele ein Update nicht zu schätzen wissen und es mit schlechteren Bewertungen quittieren. Doch wer den Film an diesem Sonntag verpaßt: Ich bin mir sicher dass er spätestens im Herbst/Winter und insgesamt mindestens einmal pro Jahr wieder zu sehen ist.
Und wers gar nicht abwarten kann: Notting Hill lohnt auch als Video-Cassette bzw. DVD im Schrank, finde ich!
24 Bewertungen, 1 Kommentar
-
01.06.2008, 02:44 Uhr von campino
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße, Andrea
Bewerten / Kommentar schreiben