All the Boys Love Mandy Lane (DVD) Testbericht

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ab 6,71
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Erfahrungsbericht von LilithIbi

Dummgedrogt und niedergemetzelt.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ein paar Jugendliche alleine in einer abgelegenen Hütte im Wald ~ nicht nur das weitere Prozedere, sondern das gesamte Prinzip innerhalb des 87min Films

===“All the boys love Mandy Lane“=== ist binnen der ersten Minuten – und obendrein titelgebend – klar. So richtig nachvollziehen konnte ich die absolute Verherrlichung von Mandy (Amber Heart) zwar nicht, eben weil ihre vermeintlichen Freundinnen Chloe (Whitney Able) und Marlin (Melissa Price) ebenfalls alles andere als unhübsch daherkommen.

Nichtsdestominder buhlen die im Film auftretenden Jungs von Anfang an um Mandy's Aufmerksamkeit und schalten ihren gesamten Denkapparat aus, nur um diese möglichst spektakulär zu beeindrucken. Dylan ( Adam Powell) schießt hierbei ein wenig übers Ziel hinaus, die „Schuld“ hieran wird Mandy's bestem Freund Emmet (Michael Welch) zugeschrieben.

9 Monate später scheint Emmet immer noch um Mandy bemüht, diese jedoch lässt ihn links liegen, was von Chloe mit den Worten

_„Kein! Freund! Mehr! Spring doch vom Dach, Emmet!“_

kommentiert wird. Somit ist es kaum verwunderlich, dass jener nicht am geplanten Wochenende teilhaben soll ~ stattdessen jedoch für den Genreliebhaber ein wenig tragisch, dass von Anfang an klar ist, dass sich dieser förmlich selbst einlädt. Die erste blutig-fiese „Gewehrlauf im Mund“ Szene lässt hier nicht lange auf sich warten; und doch läuft diese anders ab, als man es an dieser Stelle erwartet hätte.
Weitere Überraschungen beinhaltet

===die Umsetzung=== jedoch leider nicht. Schnell machte sich in mir der Eindruck breit, dass das ganze Tamtam rund um Mandy viel zu extrem künstlich hochgepusht wurde, diese sich viel zu offensichtlich absichtlich dumm stellt. Natürlich mag es Weibchen geben, die so naiv-unschuldig-dümmlich agieren, doch Dank der nicht unbedeutenden Szene zwischen Mandy und ihrer Tante Jo (Peyton Hayslip), müsste der Großteil der Zuschauer eigentlich verstanden haben, dass Mandy sich eher über den Trupp Jugendlicher zu amüsieren versteht.

Gespickt mit dem typischen Teenagerhumor, der über bösartige Seitenhiebe, viel Alkohol, noch mehr Drogen und dem guten alten „Wahrheit oder Pflicht“ Spiel kaum hinaus geht, schafft es der Teenie-Slasher, sich trotz der Vorhersehbarkeit kein wenig in die Länge zu ziehen.

Generell wurde durchaus versucht, dem Rancharbeiter Garth (Anson Mount) etwas bedrohliches zu verleihen ~ doch Dank der viel zu verfrühten Offenbarung, wer hier der / die Täter/ in ist / sind.... baut sich meiner Ansicht nach kaum ein vernünftiges (An)Spannungsfeld auf.

So beängstigend die Worte

_„Ich bin morgen früh tot..... und du wirst das nicht einmal mehr mitbekommen“_

auch gewesen sein mögen ~ so sehr stört es mich unwiderruflich, dass _„All the boys love Mandy Lane“_ ein Schema verfolgt, welches meiner Meinung nach kaum funktionieren kann. Sicherlich gibt es mitunter Veröffentlichungen, in denen der Zuschauer bzw. Leser vom ersten Moment an weiß, wer der Täter ist, wie, wann und warum er etwas tut, zumal manche Geschichten überdies aus dessen Perspektive erzählt werden ~ doch irgendetwas hat Regisseur Jonathan Levine bzw. der Drehbuchautor Jacob Forman hier definitiv falsch gemacht.

Versprochen hatte ich mir von dem Teenie-Horror so einiges, zumal ich mich nach wie vor stetig gerne dem Reiz von Filmen wie _„Scream“_ hingebe und im weiteren Zusammenhang bereits dem fünften Teil entgegenhibbele.

In diesem Fall jedoch regten mich vereinzelte Dialoge und nicht zuletzt Reaktionen der offenkundig durch und durch dummgedrogten Protagonisten absolut auf. Selbst die geplante Überraschung, die das Finale bereit hält, konnte mich hier nicht überzeugen oder gar vom Hocker hauen ~ eben weil ich derartiges bereits vorausgeahnt hatte. Ein Umstand, der nicht immer schlecht sein muss und trotzdem überzeugen kann ~ _kann; fürwahr... doch in diesem Fall... niente.

Ferner wird sich überdies der ein oder andere ebenfalls daran stören, dass die Macher sich nicht einmal die Mühe machten, das „warum“ großartig aufzubretzeln. Mit der persönlich gefundenen Erklärungsbegründung „Langeweile“ bin ich selbst nicht zufrieden; verspüre aber nach Abschluss des Filmes keinerlei Lust mehr, mich weiterhin mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Der kurze Blick auf die Extras (ein Interview mit der Hauptdarstellerin, in dem die Fragen nicht offenbart werden) hat mich rasch gelangweilt, eben weil sich Amber Heard gen unsympathisch monologisierte. Dass sie wahrhaftig etwas Großartiges in dem Film gesehen haben mag, kaufe ich ihr nur sehr bedingt ab ~ mit der Offenbarung, dass sie als Personifizierte Hübschheit kaum andere Rollen erhält, hat sie sich vermutlich auch keinen sonderlichen Gefallen getan.

Doch sei's drum ~ „All the boys love Mandy Lane“ involvierte durchaus einiges an Potential, welches meinem persönlichem Urteil nach großspurig verschenkt wurde. Die Mord-, Metzel- wie auch Blutszenen halten sich im grünen Bereich ~ ein Umstand, dem ich dem Werk durchaus anrechne. Bei einer anderen Gewichtung hätten die Charaktere noch blasser gewirkt, als sie es ohnehin schon taten; wobei es generell schwer fällt, auch nur für eine einzige Figur (mit Ausnahme von Mandy) eine Art Mitgefühl zu entwickeln.

Der Versuch, zumindest Mandy Lane eine Hintergrundstory zu verleihen, ist in meinen Augen etwas unausgereift, hätte dementgegen durchaus für ein runderes Bild sorgen können.

===Summa summarum=== bleibt mir schlussendlich nichts anderes, als weiterhin den Kopf über die verschenkte mögliche Aussage zu schütteln und mich nach einigem hin und her auf drei zu vergebende Sternchen zu einigen.

Für nen Abend, an dem man einfach mal abschalten will, taugt der Streifen sicherlich etwas ~ doch nach einmaligem Angucken ist sämtlicher Reiz definitiv verflogen.

Während man beim ersten Angucken noch hoffen kann, dass das Nicht-Geheimnis um den Täter sich als falsche Fährte offenbart, hat man beim wiederholten Anschauen eigentlich überhaupt keinen Grund mehr, zuzuhören. Die spärlich bekleideten Damen, die durchs Bild hüpfen, lassen sich bekanntlich durchaus auch tonlos genießen. Wer will, erfreut sich stattdessen an den z. T. recht unspektakulären Mordszenarien und / oder verdingt sich damit, das „warum“ seiner eigenen freien Interpretation zu überlassen.

Davon kann man natürlich halten, was man will ~ für mich bedeutet dies, dass ich trotz des „okay“-Gefühls keine gewissenhafte Empfehlung aussprechen kann.

25 Bewertungen, 2 Kommentare

  • sirikit06

    15.08.2011, 21:40 Uhr von sirikit06
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche Dir eine gute Woche! LG

  • morla

    15.08.2011, 18:43 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    einen guten wochenstart lg. petra