BioShock (Xbox 360 Spiel) Testbericht

Bioshock-xbox-360-spiel
ab 10,12
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Erfahrungsbericht von wakingtall2005

Anarchie und andere Katastrophen

Pro:

+ Sehr gruselige Atmosphäre + Mischung aus Ego-Shooter und Rollenspiel + Super Grafik + Klasse Sound + Spannende Story

Kontra:

- Kein Multiplayer

Empfehlung:

Ja

Hi liebe Yopi Gemeinde,

heute berichte ich euch über Bioshock und wünsche viel Spaß beim lesen und vielleicht selber testen.






Publisher 2K Games
System Xbox 360
Genre Ego-Shooter
Art Software
XBOX-LIVE Ja
Sprache Deutsch
Spieleranzahl 1
USK 18
Release erhältlich



Andrew Ryan hatte einen Traum. Der reiche Geschäftsmann wollte einen Ort schaffen, in dem die Wissenschaft nicht auf moralische, politische und gesellschaftliche Beschränkungen Rücksicht nehmen muss. In dem jeder arbeitende Mensch den Lohn seiner Arbeit einbehalten darf, ohne vom Staat durch Steuern ausgebeutet zu werden. Fernab von allen neugierigen Augen tauchte Ryan im wahrsten Sinne des Wortes unter und schuf sein Utopia auf dem Grund des Meeres. Die riesige Unterwasserstadt Rapture sollte ein Paradies werden – Doch es kam ganz anders.

Bioshock gehört zu den am meist erwarteten Spielen dieses Jahres, denn der Mix aus Ego-Shooter und Rollenspiel sorgte schon im Vorfeld durch sehr positive Presse für Aufsehen. Leider lehrte uns die Vergangenheit, dass allzu große Erwartungen meist enttäuscht werden – So auch bei Bioshock? Die Antwort auf diese Frage findet ihr nicht etwa im Meer, sondern in unserem ausführlichen Review:




Anarchie und andere Katastrophen

Flugzeuge sind das sicherste Verkehrsmittel der Welt - von wegen! Auf dem Flug über den Atlantik stürzt die Maschine des namenlosen Helden ab und nur mit Mühe kann er sich zu einem verlassenen Leuchtturm retten. Hätte er vorher gewusst was ihn erwartet, er hätte es sich wohl zweimal überlegt in den Aufzug zu steigen, der nach Rapture führt. Dort angekommen passiert vor seinen Augen der erste Mord. Eine entstellte Gestalt mit Haken an den Händen metzelt einen armen Bewohner nieder. Zum Glück kommt Atlas zu Hilfe und verscheucht das Ungetüm. Atlas, ein Einwohner von Rapture erzählt über Funk von seiner verschollenen Familie, bei deren Suche wir ihn unterstützen. Das Abenteuer kann beginnen.

Von der ersten Sekunde an merken wir, dass an diesem Ort etwas nicht stimmt. Es scheint so, als wären wir im Anschluss einer großen Katastrophe nach Rapture gekommen. Die Stadt wirkt gespenstisch leer. Lichter flackern, Kampfspuren und Blut sind an den Wänden zu sehen, an vielen Stellen tritt Wasser ein und verwesende Leichen laden nicht wirklich zu einem unbeschwerten Spaziergang ein. Aber nicht nur die Stadt ist sehr unheimlich, die Überlebenden, die durch Rapture ziehen, setzten noch eins drauf.




Große Väter und kleine Schwestern

Auf der Suche nach der Familie von Atlas, erkunden wir immer mehr von der Stadt und treffen auf die letzten Überlebenden. Auf Grund von Genveränderungen wurden die sogenannten „Splicer“ mit übermenschlichen Kräften ausgestattet. Diese Kräfte machen auch wir uns zu Nutze. Bei Bioshock stehen dem Spieler neben Schießprügeln wie Pistole, Schrotflinte oder einem Raketenwerfer noch die so genannten „Plasmide“ zur Verfügung. Durch diese Fähigkeiten können wir beispielsweise unsere Gegner in Brand setzten, oder ihnen per Telekinese Gegenstände entgegen schleudern. Energie für die Plasmide erhalten wir durch blaue Spritzen, die man entweder findet, oder an einem Automaten für erbeutetes Geld kauft. Dort gibt es auch Medipacks und Munition. Eure Waffen dürft ihr jeweils zwei Mal an „Alle Macht dem Volke“ Automaten verbessern.

Um auch euren Körper für den Kampf zu rüsten, könnt ihr durch „Tonikas“ eure Fitness, Stärke oder Ausdauer verbessern. Durch die Aufwertung eures Körpers erinnert Bioshock an klassische Rollenspiele. Jedoch nimmt die Verwaltung der Fähigkeiten nur wenig Zeit in Anspruch. Die Action steht klar im Vordergrund.

Neben den durchgeknallten Splicern trefft ihr in jedem Level auf die „Big Daddys“, die die „Little Sisters“ bewachen. Die kleinen Mädchen sind das Resultat eines fehlgeschlagenen Experiments und nun auf der Suche nach „Adam“, welches sie Leichen entnehmen. „Adam“ ist der wichtigste Rohstoff in Rapture, denn durch ihn werden neue Fähigkeiten freigeschaltet. Somit ist auch unser Held auf die begehrte Substanz angewiesen. Um eine Auseinandersetzung mit den großen Beschützern kommt ihr also nicht herum – Doch Vorsicht. Jeder Kampf will gut überlegt sein, denn die riesigen Ungetümer in Tauchanzügen halten einiges aus. Nach jedem gewonnenen Kampf werdet ihr noch vor die Wahl gestellt, ob ihr das Adam der Little Sisters erntet, was den Tod des Kindes zur Folge hat, oder ob ihr es laufen lasst und auf das Adam verzichtet. Das Kind ist danach von seinem Fluch befreit.

Da Andrew Ryan nicht allzu viel Vertrauen in seine Mitmenschen hatte, finden sich viele Überwachungskameras in Rapture. Wenn euch diese zu lange im Blick haben, werden kleine Helikopter losgeschickt, die euch unter Feuer nehmen. Ihr habt nun die Wahl: Zerstört ihr die lästigen Biester, oder setzt ihr sie durch einen Blitzschlag außer Gefecht und programmiert sie so um, dass sie euch folgen und im Kampf unterstützen. Das Hacken wird durch ein kleines Verschieberätsel durchgeführt, in dem Wasserrohre an die richtige Stelle platziert werden.




Stadt des Grauens

Je länger man in Rapture unterwegs ist, desto mehr erfährt man über das Zusammenleben und über die Arbeit der Wissenschaftler. Durch Tonbandgeräte und Durchsagen bekommt der Spieler einen Einblick über die Probleme der Stadt und erfährt mehr über die teils makaberen Experimente. Mit am interessantesten sind die Informationen über den Gründer von Rapture Andrew Ryan, der nicht der „Gutmensch“ war, für den er sich selber gehalten hat. Die Missionen und der Storyverlauf passen perfekt zusammen und Langeweile kommt nie auf.

Das ständige Gefühl der Unsicherheit, verstärkt durch das Grauen, das allgegenwärtig ist, lässt euch über die gesamte Spielzeit nicht los. Die Stadt selbst, mit ihrer Architektur und dem Design der 50 er Jahre, ist so gruselig, dass einem beim Betreten eines neuen Raumes der kalte Schweiß auf die Stirn tritt. Jeder Ort den der Spieler besucht, jedes noch so winzige Detail fügt sich perfekt in den Storyverlauf ein. Das frische, unverbrauchte Setting und die Mischung aus nahezu perfekter, gruseliger Spielwelt mit ihren krassen Bewohnern machen den Reiz von Bioshock aus. Eine so dichte Atmosphäre und eine so glaubwürdige Spielwelt hat man lange nicht gesehen.




Ein schaurig-schöner Augenschmaus

Grafisch ist Bioshock ein echter Hochgenuss und ohne Frage der zurzeit schönste Ego-Shooter. Die Unreal Engine 3 sorgt dafür, dass die Texturen besonders real und lebensecht aussehen. Oft steht man einfach nur in einem Raum und bewundert die wunderschöne Umgebung. Auch sind die Animationen der Gegner butterweich, wobei Bioshock dabei absolut flüssig über den Bildschirm flackert. An der Steuerung gibt es auch nichts auszusetzen. Der Wechsel von den Plasmiden zu den konventionellen Waffen funktioniert problemlos und sorgt somit für einiges an Abwechslung und taktischen Möglichkeiten.

Auch der Sound ist sehr gut gelungen. Jederzeit stimmige und gruselige Melodien wechseln sich mit typischer Musik der 50er Jahre ab. Ohne die nahezu perfekt musikalische Untermalung wäre Bioshock nur halb so gut geworden und ohne in absolute Jubelausbrüche zu verfallen, doch auch die deutsche Synchronisation ist großartig gelungen. Jede Stimme passt perfekt zum jeweiligen Darsteller und alle Texte werden mit viel Liebe und Hingabe gesprochen – Vorbildlich.

Die einzige Kritik, die sich Bioshock gefallen lassen muss, ist das Fehlen eines Multiplayer-Modus. Ein Kampf mit Plasmiden und aufrüstbaren Waffen wäre sicher spaßig geworden.




Fazit


Allzu große Erwartungen werden oft enttäuscht - nicht so bei Bioshock. Der Ego-Shooter ist eines der Highlights des Jahres und ein heißer Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres“. Jedes Element passt perfekt zusammen. Die gruselige und glaubwürdige Spielwelt Rapture, die Mischung aus packenden Kämpfen und Charakterentwicklung, der klasse Sound, die Hammergrafik und nicht zuletzt die spannende Story machen Bioshock so einzigartig. Jeder Shooter-Fan sollte sich Bioshock sofort zulegen, beim Spielen das Licht ausschalten und die Anlage voll aufdrehen. Bioshock muss man einfach gespielt haben.

Systeminfo
• 480p
• 720p
• 1080i
• Dolby 5.1 Surround


Features
• Plasmide (z.B Feuer, Eis, Blitze)
• Charakterentwicklung durch Tonikas ( z.B Verbesserung der Fitness)
• Big Daddys und Little Sisters
• Hacken von Sicherheitssystemen


Ich hoffe, ich konnte euch wiedergeben, was ihr gern wissen wolltet , also liebe Grüße euer Wakingtall2005

14 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Mondlicht1957

    07.11.2007, 21:11 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr informativ geschrieben ***LIEBE GRÜSSE***

  • TheLick

    06.11.2007, 22:06 Uhr von TheLick
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG TheLick

  • maerchenfee

    06.11.2007, 21:57 Uhr von maerchenfee
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße!

  • Madrianda

    06.11.2007, 21:34 Uhr von Madrianda
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich! VG Beate

  • namiti

    06.11.2007, 20:29 Uhr von namiti
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. Gruß Andrea