Kororinpa (Nintendo Wii Spiel) Testbericht


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- Grafik:
- Sound:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Viel Spaß mit der Schwerkraft
Pro:
- die Möglichkeiten der Konsole und des Eingabegeräts wiiMote werden voll ausgereizt - die Physik der Kororinpa-Welt ist 100%ig überzeugend - die grafische Gestaltung ist sehr ansprechend
Kontra:
- mehr als 30 Euro würde ich für Kororinpa bei aller Liebe dann doch nicht ausgeben (das gilt aber bei mir für so gut wie jedes andere Spiel auch).
Empfehlung:
Ja
Murmel, Schusser, Bucker, Klicker, Knicker, Marbel, Marmel - ein Blick ins Namensregister der Website murmelwelt.de verrät, dass allein im deutschsprachigen Raum Hunderte von Bezeichnungen für die kleinen Kugeln aus Glas oder Ton gebräuchlich sind. Seit Abertausenden von Jahren vergnügen sich kleine und manchmal auch große Kinder damit, Murmeln in Kuhlen zu schnippen (Kneipen-Fans kennen eine Murmelspiel-Variante, die sie Billard nennen, die ganz erwachsene Variante nennt sich Golf).
Kein Wunder, dass das Murmelspiel so beliebt ist - ist es doch ein Spiel, das nur ein Minimum an Zubehör erfordert, damit man sich unter so ziemlich allen Umständen und in allen Ecken und an allen Enden der Welt auf einfachste Weise vergnügen kann. Natürlich gibt es auch eine etwas luxuriösere Variante des Murmelspiels, und genau die haben sich die Entwickler von Kororinpa zum Vorbild erkoren: die gute alte Murmelbahn. Ich habe sie als ein Labyrinth aus Holz kennengelernt, das auf einer beweglichen Ebene angebracht war. Die Ebene wiederum war in einem flachen Holzkasten untergebracht, und an dessen Seiten befanden sich Drehknöpfe, mit denen sich die Murmelbahnebene in Längs- und Seitenrichtung bewegen ließ. Mit den richtigen Drehbewegungen sorgte man dafür, dass eine Stahlkugel auf einem vorgezeichneten Weg vom Start zum Ausgang des Labyrinths gelangte. Wer zu heftig an den Knöpfen drehte, beförderte die Kugel allerdings auch schon mal ziemlich flott und im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen in eines der zahlreichen Löcher - tja, ganz so einfach durfte die Aufgabe schließlich nicht sein, damit's nicht langweilig wurde.
Darum, Murmeln über Ebenen zu steuern, geht's auch bei Kororinpa; und wie im Murmel-Labyrinth aus Holz wartet am Ende jeder Wegstrecke eine Kuhle, in die es die Murmel zu befördern gilt. Erst wenn das geschafft ist, gelangt der Spieler in eine neue Ebene. Aber, halt - ganz so einfach ist das natürlich dann doch nicht.
Auf dem Weg wollen nämlich in jeder Ebene noch Kristalle eingesammelt werden. Typischerweise sind in jeder Ebene zwischen vier und zwölf der glitzernden, orangefarbenen Kristalle zu finden - und solange die nicht alle eingesammelt sind, bleibt das Tor in die nächste Ebene verschlossen.
Was sich in den ersten Ebenen noch vergleichsweise einfach gestaltet, fordert dem Spieler in höheren Ebenen schon einiges an Geschick ab. Plötzlich passiert die Kugel die Kristall-Fundorte nicht mehr quasi-automatisch, sondern der Spieler muss die begehrten Objekte suchen. Vor allem aber gilt es natürlich, die Kugel sicher über die Bahn zu bugsieren - und allein das ist schon schwiertig genug, denn oft genug sind die Kororinpa-Murmelbahnen Achterbahnen viel ähnlicher als dem Murmel-Labyrinth aus Holz. Ausbalanciert werden die Ebenen natürlich mit den Standard-Steuergerät der wii-Konsole, der wiiMote genannten Fernbedienung. Und was das angeht, muss man den Entwicklern bei Nintendo großes Lob zollen: Kororinpa und die wiiMote-Steuerung passen zueinander wie die Faust aufs Auge. Je anspruchsvoller das Spiel-Level ist, in das man gelangt, desto komplizierter werden auch die unsichtbaren Muster, die der Spieler mit seiner Steuerung in die Luft schreibt - immer wieer fordern Level dem Spieler ab, die Murmelebene um Raumachsen zu drehen; oft muss die Ebene erstmal um 90° gekippt werden, damit klar wird, wie und wo der Weg weitergeht. Treppen wollen hinuntergehüft werden, oft muss die Kugel mit gehörig Schwung über Lücken in der Bahn befördert werden, und viele der Bahnen sind zwar holperig und schmal, haben aber nicht einmal ein Geländer oder eine andere Begrenzung.
Die Gefahr, die Kugel durch eine unachtsame Bewegung ins Bodenlose abstürzen zu lassen, ist ein stetiger Begleiter und macht die Murmelei à la Kororinpa zum wahren Nervenkitzel.
An dem dürften große wie kleine Spieler gleichermaßen Freude haben, denn das ab drei Jahren freigegebene Spiel bietet Spaß, gegen den sicher auch Pädagogen nichts einzuwenden haben. Die komplette Kororinpa-Welt ist ziemlich bunt und herzig gestaltet, und die einzigen Schüsse, die abgegeben werden, sind die von Mörserkanonen, welche die Murmelkugel des Spielers von einer auf die andere Etage schießen. Dazu plätschern im Hintergrund nette Melodien for MIDI-File-Freunde. Die lassen sich, glaube ich, zwar auch ausblenden, aber bislang habe ich die musikalische Untermalung eher als ganz unterhaltsam denn als nervig empfunden.
Zu Ende gespielt habe ich Kororinpa noch lange nicht, aber an den Ebenen, die ich bisher gemeistert habe (die Anzeige verrät mir, dass ich gerade mal 30% des Spiel gemeistert habe), hatte ich schon viel Spaß. Indem er die gestellten Aufgaben meistert, schaltet der Spieler übrigens immer wieder auch bestimmte Boni frei - darunter auch neue Murmelkugeln in Tierform. Wer mag, kann ein Hündchen, ein Schweinchen oder einen kleinen Pinguin über die Bahn rollen lassen; alle Kugeln haben übrigens spezielle Eigenschaften - von der reichlich trägen Anfängerkugel im Panda-Design bis zur schnellen Kugel in Form des Planeten Saturn werden verschiedenste Formen und Schwierigkeitsgrade geboten. Wie gesagt: Es ist alles sehr nett und herzig, was uns die japanischen Spiele-Entwickler da beschert haben.
Fazit: die 24,50 EUR, die ich im Online-Auktionshaus Ebay für ein flammneues, originalverpacktes Exemplar des Spiels bezahlt habe, finde ich gut angelegt. Bei amazon.de und Co. ist Kororinpa in diesen Tagen ab 37,95 EUR aufwärts zu haben - das war mir dann doch etws zu teuer für den Spaß, was allerdings sicher auch daran liegt, dass ich grundsätzlich kein großer Videospielfan bin und die Preise der meisten Spiele für PC und Konsole als sehr hoch empfinde.
Einen Zweispieler-Modus gibt es übrigens auch. In dem kommt dann nicht nur die wiiMote zum Einsatz, sondern auch das hoffentlich vorhandene Zusatzeingabegerät Nunchuk. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Spieler 1 dann offenbar verantwortlich für die seitliche Balance der Murmelbahnen, während Spieler 2 die Ebene vor und zurück kippen kann; gegeneinander anzutreten ist aber wohl auch möglich. Diesen Modus habe ich bisher nicht ausprobiert, und ehrlich gesagt erscheint er mir ein bisschen unübersichtlich. das ist aber sicher Geschmackssache; mit den richtigen Leutchen gibt's im Zwei-Spieler-Modus sicher ein großes Hallo. Was mir besonders gut gefällt: Die Frustrationserlebnisse halten sich in Grenzen, zumal es keine Begrenzung der Anläufe gibt, die man fürs Meistern der einzelnen Ebenen nimmt; Angst davor, immer wieder von vorn anfangen zu müssen und einfachere Level erneut durchspielen zu müssen, muss man hier auch nicht haben; und man kann sich wirklich alle Zeit der Welt damit lassen, die einzelnen Ebenen durchzuspielen. Wer angesichts der verwirrenden Architektur der komplizierteren Szenarien in "Kororinpa" den Überblick zu verlieren droht, kann sich übrigens frei dreh- und zoombare 3D-Übersichtskarten einblenden lassen und so die vor ihm liegende Strecke erst einmal genau in Augenschein nehmen.
Wer sich mit eigenen Augen ein Bild von Kororinpa machen möchte, macht's wie ich und gibt den Begriff ins Suchfeld der Online-Filmchensammlung
R e s ü m e e
Kororinpa transportiert ein ebenso einfaches wie geniales Spielprinzip in die Welt der wii-Konsole. Die Balanceakte, die nötig sind, um die Murmelkugel auf Kurs zu halten und vor dem Absturz ins Leere zu bewahren, sind ein toller Nervenkitzel, der dem Spieler Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand abverlangt. Die einzelnen Bahnen sind durch die Bank sehr phantasievooll konzipiert und grafisch ansprechend gestaltet. Zudem nutzt Kororinpa die Möglichkeiten der wii geradezu vorbildlich - ich kann das Spiel deshalb auch nur wärmstens empfehlen.
38 Bewertungen, 18 Kommentare
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27.06.2008, 09:54 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. LG Iris
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28.04.2008, 01:03 Uhr von hope1
Bewertung: sehr hilfreichaha. du spielst also gern mit murmeln. nun gut :)
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03.04.2008, 10:43 Uhr von campino
Bewertung: sehr hilfreichGruß, Andrea
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02.04.2008, 11:19 Uhr von Wegeno
Bewertung: sehr hilfreichGruß Werner
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01.04.2008, 18:40 Uhr von emanuels
Bewertung: sehr hilfreichlg Emanuel
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01.04.2008, 12:34 Uhr von Katja204
Bewertung: sehr hilfreichsh, lg kathy
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31.03.2008, 19:17 Uhr von Turbotisl1
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg
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31.03.2008, 18:30 Uhr von alge52
Bewertung: sehr hilfreichist ein super Bericht!
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31.03.2008, 14:11 Uhr von golfgirl
Bewertung: sehr hilfreichLg Dani
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31.03.2008, 13:24 Uhr von lueckingb
Bewertung: sehr hilfreichlieben Gruß
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31.03.2008, 10:12 Uhr von Puppekaa
Bewertung: sehr hilfreichlg Karsta
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31.03.2008, 02:09 Uhr von Elli-Spirelli
Bewertung: sehr hilfreichna das ist eindeutig was für mich
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31.03.2008, 00:29 Uhr von bea1502
Bewertung: sehr hilfreichlg bea
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30.03.2008, 23:04 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett und eine schöne Woche!
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30.03.2008, 20:08 Uhr von Marie_Johanna3972
Bewertung: sehr hilfreichIch sehe, Du hast ein passendes Geschenk gefunden :-)
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30.03.2008, 19:50 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichlg sabrina
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30.03.2008, 19:33 Uhr von Fabs91
Bewertung: sehr hilfreichSH. Wirklich toll. Schau mal bei mir vorbei. lg Fabs
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30.03.2008, 19:03 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichDas klingt äusserst interessant, LG pet
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