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Blutspende Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 (4.9 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (12/12).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Hilft Ihnen und anderen
  • einfach eine gute Sache
  • Etwas Gutes tun, netter Imbiss, kostenfreie Untersuchung, keine negativen Auswirkungen
  • man lernt mehr über sein eigenes Blut
  • Gesund für den Spender und man hilft kranken Menschen
Nachteile/Kritik
  • Sie können nicht, Sie wollen nicht
  • nichts
  • kleiner Pieks
  • Schwindelgefühl direkt nach der Spende möglich
  • absolut kein Kontra
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Thrombozytenspende

ein Testbericht von 2004-02-12 17:32:13 vom 12.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Hilft Ihnen und anderen...
Nachteile/Kritik: Sie können nicht, Sie wollen nicht
Hier geht es um eine besondere Form der Blutspende: die Thrombozyten-Spende.

Aus dem Inhalt:

- Was sind Thrombozyten (TH)?
- Gründe dagegen
- Gründe dafür
- Detaillierter Ablauf einer Thrombozyten-Spende


========================= ========
Achtung
=============================== ==

Obwohl ich kleineren Malheuren gern mit meinem "Ledermann Super-Werkzeug" , meiner Bosch Bohrmaschine und einer soliden Schraube beikomme, bin ich kein Medizinmann. Dieser Erfahrungsbericht kann daher keine Beratung/Diagnose durch einen Arzt ersetzen.


=================================
Was sind Thrombozyten (TH)?
=================================

Thromb ozyten, auch Blutplättchen genannt, unterstützen maßgeblich die Blutgerinnung. Sie lagern sich an Wunden ab, um dort den Wundverschluß einzuleiten. Fehlen TH oder sind nicht in ausreichender Menge vorhanden, ist die Folge - leicht verständlich - die Gefahr, zu verbluten.


=================================

Gründe dagegen
=================================

Eine Reihe von Gründen kann als Gegenargument zu einer Thrombozytenspende herangezogen werden. Allen gemeiensam ist, daß Sie entweder zur Kategorie

a) Sie sind kein geeigneter Spender oder
b) Sie wollen nicht spenden

gehören.

a) Trifft dann zu, wenn entweder Ihr Arzt so entscheidet oder Sie von vornherein die folgenden Kritereien nicht erfüllen, die denen einer Vollblutspende entsprechen:

- Sie wiegen mindestens 50 kg
- Sie sind volljährig, aber nicht älter als 68 Jahre
- Sie weisen keine (noch nicht ausgebrochenen) Infekte auf
- Sie sind generell bei guter Gesundheit und haben bisherige Spenden gut vertragen

b) ist ein wenig schwieriger zu begegnen. Zumeist werden Sie Ihren Einwand etwas galanter formulieren wollen als jener Mensch, der mir einmal mit wenig distinguierter Offenheit offeriert hat: "ich sehe gar nicht ein, wieso ich minderwertigen Menschen, die einfach nicht über die angeborenen Überlebensfähigkeiten verfügen, noch mit meinem Blut helfen soll". Der Einwand zeugte von wenig Sachkenntnis, sein brüsker Vortrag ließ auf Mißgünstigkeit schließen und konnte von mir auch trotz Vorbringung der folgenden Erläuterungen nicht umgebogen werden:


=================================
Gr ünde dafür
=================================

1) Wer Ihre Spende braucht, ist in einer schlimmen Situation, aus der Sie ihm mit wenig mehr als ein wenig Zeit heraushelfen können. Empfänger von TH-Spenden sind:

- Knochenmarktransplantations-Patienten
- Patienten mit schwerem Immundefekt
- Patienten in einer Hochdosis-Chemotherapie (mit oder ohne Ganzkörperbestrahlung) wegen Leukämie, Tumoren
- Frühgeborene (weniger als 37 Schwangerschaftswochen)

2) Die Spende ist für Sie noch unkomplizierter als eine Vollblutspende es ohnehin ist

Bei einer Vollblutspende entnimmt man Ihnen gut einen halben Liter Blut. Da das fehlende Volumen nicht durch eine Pufferlösung ersetzt wird, wird ein Mindestgewicht von 50 kg gefordert.
500 ml stellen durchaus eine beträchtliche Menge im Vergleich zur Gesamtmenge des vorhandenen Blutes dar. Die Gesamtmenge an Blut wiederum wird auch von Ihrem Körpergewicht bestimmt, daher die Forderung nach einem Mindestgewicht.

Nehmen wir rein hypothetisch an, Sie würden trotz niedrigeren Gewichts spenden, so würde Ihr Blutdruck nach der Spende sehr stark abfallen. Der menschliche Körper benötigt eine Mindestmenge an Blut, die von seinem Gesamtgewicht abhängt. Ist sie nicht gegeben, reagiert er mit Ohnmacht bzw. längerwährendem Unwohlsein anheim fallen würden. Sinn und Zweck der Übung dürfte sein, Sie in einen horizontalen Zustand zu zwingen, in dem der Blutkreislauf weniger belastend aufrechterhalten werden kann.

Sie können also die Entnahme rund eines Zehntels Ihres verfügbaren Blutes bei einer Vollblutspende gut verkraften.

Bei einer TH-Spende will man allerdings nur an bestimmte Bestandteile Ihres Blutes. Deren Konzentration im Blut macht es notwendig, weitaus mehr als das vorgenannte Zehntel zu entnehmen. Das geschieht rundenweise: je Runde erfolgt eine Entnahme, dann eine Trennung des entnommenen Blutes in seine Bestandteile - und schließlich eine Rückgabe des größten Teils dieser Stoffe. Um dabei die ohnehin durch die Rückgabe ohnehin geringere Belastung noch weiter zu minimieren, wird das nicht zurückgeführte Volumen auch noch durch eine Pufferlösung ersetzt.

Vielleicht werden Sie trotzdem, je nachdem, in welcher Phase einer Spende Sie sich befinden, einen mal erhöhten, dann wieder abklingenden Pulsschlag bei sich feststellen. Auf diesen Punkt angesprochen, sagte mir ein Arzt, das diese Symptome jedoch völlig normal und unbedenklich seien (es wäre eher schlecht, wenn Ihr Körper gar nicht auf die sich verändernde Blutmenge antworten würde).


=================================
Ab lauf einer Thrombozyten-Spende
============================= ====

Begleiten Sie mich jetzt auf eine Safari zu den letzten freilebenden amtlichen Blutsaugern, dem "amtlichen Blutspendedienst der Landeshauptstadt München", multimedial nacherlebbar unter muenchen.de/blutspende:

(Für eine TH-Spende bekommt man einen Termin, zumeist am Vormittag).

6:15 - Das Haus verlassen. Einmal im Monat finde ich mich rund eineinhalb Stunden früher vor der Haustür wieder als gewohnt. Regelmäßige Verwirrung stiftet die Tatsache, daß die Stadt ungewohnterweise um diese Zeit noch zu schlafen scheint. Die frische Luft tut gut, denn ich habe gerade vernünftig gefrühstückt, d. h. so gut wie fettfrei. Schon seit ein paar Tagen habe ich darauf geachtet, kaum noch Fett zu mir zu nehmen, da die Spende sonst nicht verwertet werden kann. Dazu gleich mehr.

Nur am Rande erwähnt sei, daß jeder Spender auf dem Weg zur Spende und während der Spende über die Gemeinde-Unfallversicherung abgesichert ist. Das fällt mir ein, weil es heute mal wieder besonders kalt und glatt ist.

6:40 - im Münchener Gesundheitsamt in der Dachauer Straße 90 hüpfe ich freudig an einem noch leeren Empfang vorbei (Handy aus!) und husche die Treppen hoch: der Blutspendedienst ist im ersten Stock beheimatet. Wieder hängen keine Fledermäuse unter der Decke. Noch mal Glück gehabt, denn ich bin morgens ulra-schallempfindlich (d. h. ich vertrage morgens keinen Lärm).
Ich schreie ein "Guten Morgen" in die verschlafenen Gesichter der Leseratten, die auf den Wartestühlen herumlungern, weiche den mir hinterhergeworfenen Büchern auch guter Autoren aus und setze mich an den Blutdruckmesser. Jacke aus, Hemdsärmel links hochgekrempelt, Arm in die Maschine gesteckt und auf "Start" gedrückt. "Brrr-RRR-RRR-rööt" Ein wenig Warten. "Nag-nag-nag-nag-nag" und der Zettel ist da, darauf meine katastrophalen Werte.

6:42 - Ich schließe meine Jacke weg, nehme aber mein Buch mit (Thomas Mann, "Jakob und seine Brüder", Band 1, genau das Richtige, um der unchristlichen Zeit zu begegnen). Dann entere ich die Herrentoilette und gebe mich der Gewißheit hin, die nächste Stunde sorgenfrei leben zu dürfen.

6:43 - Es gilt, den Fragebogen für Spender auszufüllen.

- "Sind (in der Familie) bekannt?"
- "Haben Sie sich in gefährdeten Regionen aufgehalten?"
- "Hatten Sie Risikokontakte durch Sex oder Drogen?"
- "Fühlen Sie sich heute gesund?"
- "Haben Sie in den letzten 7 Tagen ein Schmerzmittel eingenommen?"

Zu den Fragen: ich schreibe immer die Gegenfrage dazu, warum Sie denn nicht auch nach Rock 'n Roll fragen. Dennoch sind die Fragen sind sehr wichtig und die Beantwortung ernstzunehmen. Wenn Sie hier falsche Angaben machen, so belehrt Sie der Fragebogen darüber, daß Sie sich unter Umständen der fahrlässigen Körperverletzung strafbar machen. Ebenso darüber, daß eine Blut/sonstige Spende als HIV-Test nicht statthaft ist.
Wenn Sie sich nicht gesund fühlen, sollten Sie nicht spenden. Haben Sie Schmerzmittel genommen, so setzen diese meistens die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herab, was einem TH-Empfänger (s. o.) überhaupt nicht hilft.

Zuletzt müssen Sie außer zu unterschreiben noch ankreuzen, ob Sie selbst Ihr Blut für "freigabefähig" halten oder doch lieber "vernichtet" sehen wollen.
Ich kann Ihnen leider nicht sagen, was passiert, wenn man "Vernichten" ankreuzt, traue mich das auch nicht, denn manche Ärzte verstehen morgens recht wenig Spaß. Meine Rock 'n Roll-Frage verwirrt sie regelmäßig auch schon genug.

6:44 - Die mir immer noch etwas irritiert begegnenden Eselsohrenbesitzer von gerade haben den Arzt hinter sich, jetzt bin ich dran. "Guten Morgen" "Guten Morgen". Die Ärztin beäugt meinen Fragebogen kritisch. Ein paar Fragen wiederholt sie, besonders bei der Frage nach Schmerzmitteln hakt sie noch zweimal nach. Kontrolle meines Blutspenderausweises, Fiebermessen im Ohr. Alles in Ordnung, einmal noch meine persönlichen Daten durch eine weitere Unterschrift bestätigen und ab die Post in den Spenderaum.

6:47 - Ich bin auf der Brücke des Raumschiffs "Enterprise" angekommen. Alle Offiziere im Range von Literaten. Rund ein Dutzend roter Lederliegen Marke "Singapore Air Spacebed" laden ein, sich entweder den linken oder rechten Arm malträtieren zu lassen. Ich lege meine Unterlagen in den dafür vorgesehenen Korb und bitte um eine Liege für Rechtsgestochene. Die Gründe werde ich Ihnen in einem der folgenden Punkte nennen.

Von mir aus nun rechts gesehen befindet sich der Bordcomputer. Eine Maschine, die es in sich hat, denn hier wird vermittels einer Zentrifuge das Ihnen rundenweise abgenommene Blut in seine Bestandteile aufgespalten. Mit der Thrombozyten-Spende einher geht auch zumeist eine Plasmaspende, denn auch dieses liegt nach der Trennung praktischerweise vor.

Wir haben noch ein wenig Zeit, deswegen erzähle ich noch ein bißchen über diese Wunderwerk der Technik: Ihr Blut wird Ihnen, wie erwähnt, in Zyklen abgezogen. Soweit ich es bisher beobachtet habe, sind es nur jeweils ein paar hundert Mililiter. Sie bemerken normalerweise keinerlei Unannehmlichekeiten während der Abnahme.
Hat die Maschine ausreichend Blut gesammelt, um dieses abzuzentrifugieren, wird die Abnahme unterbrochen und das leise Surren der startenden Zentrifuge ist zu hören. Sie können dabei zusehen, wie sich langsam die TH- und Plasma-Beutel füllen.

Ist eine der Flüssigkeiten milchig, dann haben Sie zu viel Fett gegessen, was man Ihnen ankreiden wird, denn die Maschine ist aufgrund vielerlei optischer Sensoren dann nicht mehr in der Lage, schnellstmöglich und optimal zu arbeiten. Außerdem können verfettete Spenden nur im Notfall verwendet werden, nicht aber vom Blutspendedienst gewinnbringend verkauft werden.

Sobald die Zentrifuge gestoppt hat, werden Ihnen die zur Spende nicht benötigten Bestandteile samt einer Pufferlösung wieder zurückgeführt. Das können Sie auch daran erkennen, daß der Schlauch unterhalb der Kanüle auf einmal eine sehr hellrote, beinahe durchsichtige Flüssigkeit führt.
Obwohl ich bereits in der Einleitung darauf eingegangen bin, hier noch einmal die Erläuterung der Prufferlösung für Überflieger: die Pufferlösung dient dazu, Ihren Kreislauf weiter zu stabilisieren, denn Ihnen werden in zumeist 6 Runden je die genannte Menge von ein paar hundert ml entzogen. Dieses mehrfache auf und ab des verfügbaren Blutvolumens könnte Ihren Körper ohne Pufferung leicht verwirren.

Aha, jetzt geht's los:

6:55 - Eine Angestellte vom Blutspendedienst begrüßt mich. Wir kennen uns schon. Noch einmal muß ich meinen vollständigen Namen und mein Geburtsdatum angeben. Dann geht es ans Eingemachte: mein Oberarm bekommt eine Manschette verpaßt, über die die Maschine den Blutdruck unterhalb steuert. Warum das wichtig ist, werden Sie auch noch erfahren.
Dann wird die Einstichstelle gleich an der Armbeuge desinfiziert, noch einmal ein wenig gewartet und schließlich bekommt man eine Kanüle bzw. Braunüle in seine Lieblingsader gelegt. Viele Menschen mögen diesen Moment nicht. Mir hilft es, genau hinzusehen.
Übrigens legt man bei einer TH- und Plasma-Spende großen Wert auf sauber punktierbare Venen. Wenn Sie Ihre Adern also selbst kaum entdecken können, scheiden Sie vermutlich als Spender aus. Allerdings bin ich kein Mediziner, also lieber nachgefragt.

Bevor man mein kostbares Blut an die Maschine läßt, werden noch mehrere Proben genommen. Es sind dieselben Proben, wie sie auch bei einer Vollblutspende für Laboruntersuchungen genommen werden. Es geht um Krankheitserreger bzw. Antikörper. Wenn Sie von Ihrem Blutspendedienst keine Nachricht über Auffälligkeiten erhalten, dann können Sie sicher sein, daß mit Ihrem Blut soweit alles in Ordnung ist, daß man es auch anderen anvertrauen will.

Zuletzt werden Körpergewicht und Größe über das Diplay der Maschine eingegeben, um den Entnahmevorgang optimal einzustellen. Jetzt wird eine Klemme am Schlauchsystem unterhalb der Einstichstelle entfernt und es kann losgehen:

7:00 - Die Manschette um meinen Arm pumpt sich auf. Die Venen treten noch deutlicher hervor. Das erste Blut rinnt über ein furchtbar verzweigtes Schlauchsystem in die Maschine. Das geht so für etwa 7 bis Minuten. In der Zeit kommt (schon wieder) jemand vorbei und fragt nett nach, ob alles in Ordnung ist, ob ich denn etwas trinken möchte. Ich nehme einen Kaffee, schwarz.

7:09 - Die Manschette erschlafft. Auf dem Display kann ich lesen, daß jetzt die Zentrifuge Ihren Dienst tun wird. Die Aufsichthabende kommt vorbei und schiebt mir einen Zettel unter die Beine, auf dem meine Blutwerte stehen. Praktischerweise erhält man so jedesmal Auskunft über die Anzahl und Qualität der roten Blutkörperchen, die Anzahl der weißen und der Blutplättchen. Abweichungen von den Normalwerten sind hier durch ein Plus- oder Minuszeichen kenntlich gemacht.
Wer wissen will, in welchem Bereich seine Werte liegen sollte, wende sich an seinen Arzt oder gebe unter Google "blood normal lab values" ein oder schaut unter "netdoktor.de" nach.
Außerdem bekomme ich noch eine Spendenquittung, gegen die ich bei der Kasse des amtlichen Blutspendedienstes eine Entschädigung in Höhe von 50,- Euro ausgezahlt bekomme. Soweit mir bekannt ist, zahlt nicht jeder Blutspendedienst diese oder überhaupt eine Summe. Allerdings wird die Spende zu hohen Preisen (bei hohen Kosten) weiterverkauft - und man selbst opfert eineinhalb bis zwei Stunden seiner Zeit. Daher ist es vermutlich durchaus angemessen, einen Spender derart zu entschädigen.

7:11 - Erst ein "Zentrifuge bremst", dann ein "Rückgabe" auf dem Bildschirm. Jetzt fängt der lustige Teil an: die Rückgabe. Die hierbei mitgegebene Pufferlösung ist oft sehr kalt und scheint mir meinen ganzen Arm tiefgefrieren zu wollen. Aus eben diesem Grunde gefällt mir der Einstich rechts besser. Geht es mal nicht anders als links (weil nur noch Liegen frei sind, neben denen die Separatoren links stehen), kann ich immer spüren, wie die kühle Flüssigkeit in meinem Herz herumspaziert, bevor sie genügend erwärmt ist, um nicht mehr aufzufallen. Das ist nicht ganz mein Ding, da ich als Sportler extrem sensibel bin für jegliche Form von körperlicher Wahrnehmung.

Mit erst 120 ml pro Minute, dann abnehmend bis nur noch 50 ml/min, werden die übrigen Bestandteile meines Blutes wieder in meinen Blutkreislauf zurückgegeben.

7:16 - Die Manschette pumpt sich wieder auf und eine neue Runde beginnt.

...

7:30 - Jemand kommt mit einem Kalender auf einem monströsen Schiebewagen daher und fragt mich, ob ich für die nächste Spende bereits einen Termin haben will. Ich erkundige mich für Sie nach dem Schema der Terminvergabe und erfahre, daß es von Ihrer Blutgruppe und natürlich auch Ihrer freien Zeit abhängt, an welchem Tag und um welche Uhrzeit Sie zur Spende eingeladen werden können. Für meine Blutgruppe 0 sind das die ersten Tage der Woche und entweder 6:45 oder 8:00.

Sollten Ihnen während der Spende kalt werden, fragen Sie nach einer Decke. Es ist hier durchaus normal, flauschig eingepackt Gutes zu tun.
Manchmal kann es vorkommen, daß Sie ein Kribbeln bis feines Nadelstechen in Ihren Fingerspitzen oder an der Eintichstelle empfinden. Sagen Sie das der Ausicht, die für solche Fälle immer Magnesium bereit hält, das die Symptome rasch abstellen dürfte.
...

7:40 - Die beigegebene Pufferlösung treibt. Dazu der Kaffee. Ich muß auf die Toilette. Lieber mein Buch weiterlesen.

7:50 - Nach der 6ten Runde und Rückgabe ist es mal wieder vorbei für heute. Die Kanüle wird entfernt ("Schwester, Tupfer!") und der Arm mit einem Leukoplast-Klebeband vergewaltigt. Nehmen Sie es die nächste halbe Stunde nicht ab, sonst bluten Sie von innen ihre Kleidung voll.

7:55 - Ich sitze bei Keksen und Apfelschorle unter der Aufsicht des Personals. Aufmerksamerweise sollte man hier noch ein paar Minuten verweilen, damit man ihnen das sichere Gefühl gibt, nicht umzufallen. Das war's auch schon.

8:00 - Mein Geld habe ich bereits abgeholt, mein Handy ist wieder auf Empfang und der eigentliche Tag kann beginnen. Für ein paar Minuten wird mir noch etwas kühl sein, daher gehe ich einmal um den Block.


An dieser Stelle wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfolgreichen Tag
und sage

Auf Wiederlesen bis zum nächsten Mal
Christian

---
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Kleiner Imbiss oder "Spende Blut - rette Leben"

ein Testbericht von 2007-03-23 19:29:38 vom 23.03.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: Etwas Gutes tun, netter Imbiss, kostenfreie Untersuchung, keine negativen Auswirkungen...
Nachteile/Kritik: kleiner Pieks
Gestern war wieder einmal ein schon vorher angekündigter Termin zum Blutspenden an einer der Schulen in der Stadt angesagt. Also habe ich mir mal wieder ein bisschen Zeit genommen und bin zum Spendetermin des Bayrischen Roten Kreuzes (BRK) gegangen. Über die Erfahrungen heute deswegen hier ein kleiner Bericht. Um gleich vielleicht den Knüppel vorneweg zu nehmen:
- Blutspenden tut nicht weh
- Blutspenden bietet praktisch keinerlei Gefahr der Ansteckung und schadet nicht der Gesundheit, sondern fördert sie eher

Warum überhaupt Blutspenden ?
---
Die Antwort darauf ist ganz einfach und das sind sich alle einig. Blut ist ein lebendes Organ und ist durch nichts zu ersetzen - deswegen gibt es auch kein künstliches Blut oder eine andere Ersatzflüssigkeit. Blut besteht aus vielen kleinen Zellen und Teilchen und jedes für sich hat eine notwendige Funktion.
Als wichtigstes Beispiel sei der Transport von Sauerstoff genannt. Aber auch der Transport von Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern und die Gerinnung - also der Verschluss von Wunden durch Verkrustung soll genannt werden.

Vorbereitung
---
Wenn man sich entschließen sollte zur Blutspende zu gehen einfach ganz normal in den Tagesablauf einplanen. Man sollte grundsätzlich zuvor schon gegessen haben und genug getrunken. Außerdem sollte man mindestens eine freie Stunde einplanen und keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten vor Allem mit dem Arm von dem gespendet werden soll mehr vorhaben. Also nicht gleich nach einem fetten Schweinebraten sofort los zum Blutabnehmen rasen und hinterher noch ein Tennisturnier gewinnen wollen. Auf keinen Fall sollte man unter Druck oder aufgrund von Geldproblemen dort seinen Saft abgeben - aber das versteht sich ja von selbst. Für Erstspender wird ein Lichtbildausweis benötigt - also Personalausweis nicht vergessen. Wenn das nicht die erste Spende ist an den Blutspendepass denken.
Volljährigkeit und Gesundheit ist dann alles was noch mitzubringen ist. Aktive Spender dürfen maximal 68 Jahre alt sein und als Erstspender darf man nicht älter als Sechzig sein. Auch ein Körpergewicht unter 50 Kilogramm, ein kürzlich gemachtes Piercing, Stechen eines Tattoos oder eine Impfung oder intensive Zahnwurzelbehandlung sind Ausschlusskriterien für die Spende. In einem Zeitraum von 12 Monaten dürfen Frauen viermal und Männer höchstens sechsmal spenden.

Eine kostenlose Beratung gibt es Montag - Freitag von 7:30 - 18:00 Uhr unter folgenden Telefonnummer: 0800 / 11 949 11
oder im Internet unter http://www.spende-blut.com

Ablauf der Blutspende
---
Wer zum ersten Mal Blut spendet oder vorhat das einmal zu versuchen, möchte vorher gern wissen, was beim Spendetermin genau passiert. Deswegen beschreibe ich kurz was bei den Stationen heute alles so zu tun war.

1. Registratur
An der Registratur warten immer zwei oder mehr Damen darauf, die Daten des Blutspenders oder der Blutspenderin aufzunehmen. Dazu ist ein aktueller amtlicher Lichtbildausweis oder der Blutspendepass bei allen wiederkehrenden Spendern nötig. Auch wenn man den einmal vergessen sollte reicht wiederum der Personalausweis. Das Dokument das abgegeben wird läuft durch einen Kopierer und wird oben auf das Spendeblatt kopiert. Dort werden auch die weiteren Eintragungen vorgenommen. Neben dem Fragebogen der im nächsten Schritt gleich benötigt wird gab es heute auch den Hinweis auf die für mich neue "BioBank der Blutspender" und kostenlose Eintrittskarten für lokale Events in der näheren Umgebung.
Nach dem Registrieren kann man sich erstmal mit kostenlosen Getränken versorgen und in Ruhe an Schreibtischen den Fragebogen ausfüllen ...

2. Fragebogen
Der Fragebogen aus der Anmeldung anthält Fragen zur Gesundheit des Spenders. Dieser Fragebogen muss bei jeder Spende erneut sorgfältig ausgefüllt werden. Hier wird erfasst welche schweren Krankheiten die das Blut betreffen der Spender schon hatte und ob er zu irgendwelchen Risikogruppen gehört die ebenfalls von der Spende ausgeschlossen werden. Dazu gehören auch wenn das diskriminierend klingt:
- Drogenkonsumenten, Schwule, Menschen mit wechselnden Geschlechtskrankheiten, Menschen die längere Zeit in Grossbritannien verbracht haben (wegen der dortigen BSE Erstfälle), Menschen die vorher selbst fremde Bluttransfusionen erhalten haben und noch einige andere Fälle. Diese und noch weitere Fälle sind alle auf dem Fragebogen erfasst und werden bei der Beantwortung mit Ja auch später vom Arzt angesprochen und führen unter Umständen zum Ausschluss von der Spende.
Ganz unten ist auch noch einmal der Hinweis, dass bewusste Falschangaben im Falle einer Infektion des Empfängers einer solchen infizierten Blutspenden durchaus strafrechtlich verfolgt werden können.

3. Ärztliche Untersuchung und Bogen zum Selbstausschluss
Die ärztliche Untersuchung findet z.B. bei meine heutigen Termin in einer Schule häufig im Klassenzimmer statt in dem man einem Arzt unter vier Augen gegenübersitzt.
Vor jeder Blutspende entscheidet dieser Arzt des Blutspendedienstes über die Spendefähigkeit. Bei meiner Spende heute war das wieder die übliche Prozedur mit dem messen der Temperatur mit einem kurzen Messen im Ohr und einer Blutdruckmessung am Arm. Der Arzt geht danach noch einmal den Fragebogen durch und steht für Antworten bereit, wenn es noch Fragen zum Klären gibt. Die Entscheidung, ob jemand Blut spenden darf, fällt der Arzt im Interesse der Sicherheit des Empfängers und des Spenders.

Am Ende des Arztgespräches erhält der Spender einen Selbstausschlussbogen. Dieser dient dazu, dass ein Spender auch nach der Blutspende noch sein Blut selbst für die Weitergabe an Patienten "sperren" kann, wenn er zum Beispiel einen Grund hat, den er nicht offen nennen möchte. Dieser Bogen muss nach der Blutspende ausgefüllt und in einen bereitstehenden Kasten geworfen werden. Warum das nötig ist wurde mir auch erst nach einer Frage erklärt. Hierbei soll der Spender nach der Blutspende noch einmal in sich gehen und in einer "Wahlkabine" selbst entscheiden, ob er sein Blut freigeben möchte. Im Falle man z.B. von der Firma, Freunden, dem Chef oder einer anderen Organisation zur Blutspende gedrängt wurde, oder sich doch unsicher ist weil man zu einer der zahlreichen Risikogruppen gehört oder gehören könnte, kann man in der Wahlkabine selbst entscheiden dass die Blutspende vernichtet werden soll.

4. Labor
Das Labor und die Blutentnahme sind normalerweise im selben Raum, können aber auch örtlich getrennt stattfinden.
Mit einem Tropfen Blut, das eine BRK Mitarbeiterin hier aus dem Ohrläppchen entnimmt wird der Hämoglobingehalt bestimmt und man bekommt ein kleines Plaster aufs Ohrläppchen geklebt. Auch die Blutgruppe wird mit einem Schnelltest ermittelt. Im Anschluss erhält der Spender Blutbeutel und Teströhrchen für die Blutspende und auch der Selbstauschlusszettel verbleibt in diesem Trageteil das einem die nette Mitarbeiterin überreicht.

5. Blutentnahme
Dann geht es los zur eigentlich Blutspende und man sucht sich eine der freien grünen Liegen und legt sich erst einmal gemütlich hin, nachdem einem das Trageteil abgenommen hat. Die Wahl des Arms zur Spende wählte man selbst, denn eine geringe Beeinträchtigung nach der Spende hat man besser auf dem seltener genutzten Arm. Vor und während der Spende fragt einen der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin immer wieder nach dem Befinden. Dann noch kurz desinfizieren und die Spendeapparatur angeschlossen. Ein kleiner Pieks nach dem leichten Ballen einer Faust - und das Blut läuft in den Blutbeutel, der dann gemächlich hin und her wippt, damit das Blut nicht gerinnt. Während den meistens 10 Minuten der Spende kann man dann mit seinem Nachbarn plauschen, den Ausschlussbogen nochmals lesen oder in die Luft guggen. Wenn 500 ml Blut gespendet worden sind, ist die Spende beendet und nach dem Signalton kommt ein Mitarbeiter und entfernt die Nadel wieder unter einem Berg von Tupfern, der dann mit einem X förmigen elastischen Verband mit der Spendenummer verbunden wird. Diesen Verband soll man bis zu 4 Stunden nach der Spende noch am Arm lassen und erst danach entfernen.
Dann wird einem nochmals empfohlen, nach der Spende noch etwa 10 Minuten liegen zu bleiben, aber meistens mache ich mich früher aus dem Staub, nun nur noch mit dem Ausschlussbogen in der Hand.

6. Abgabe der Ausschlussbogens
Wieder aus dem Labor- und Spenderaum zurück kann man dann in einer Wahlkabine mit dem Zettel auf dem nur die Nummer klebt Ja, die Spende kann verwendet werden oder Nein, die Spende soll vernichtet werden ankreuzen und den Zettel ungefaltet in einer Urne stecken. Im Normalfall ist man die gesamte Prozedur ja willens und freiwillig durchlaufen und kreuzt hier Ja an. Bei einem Nein wird die Spende trotzdem untersucht und evtl. Rückmeldung an den Hausarzt gegeben, aber nachträglich nicht verwendet und anstatt dessen vernichtet.

7. Ruheraum und Imbiss
Jetzt geht es darum, sich etwas Ruhe zu gönnen und den Flüssigkeitsverlust nach der Spende durch reichliches Trinken und auch etwas Essbares wieder auszugleichen. Beim heutigen Spendetermin gab es wieder warme Wiener Würstchen mit Senf und Semmeln. Auch Kaffee und Kuchen vom nachmittag standen noch bereit und man wird freundlich ebenfalls von ehrenamtlichen Helfern bedient. Die Getränkeauswahl von Kaltgetränken aus Pulver, warmem Tee oder Kaffee ist ebenfalls ausreichend.

8. Dankeschön abholen
Die Blutspenden beim Roten Kreuz sind freiwillig und unentgeltlich. Wer sein Blut für andere gegeben hat, erhält aber als kleines Dankeschön ein Geschenk und diesmal gab es für mich eine Dschungelbuch DVD die ich sicher gut verschenken kann. Die kleinen Geschenke sind vermutlich ebenfalls Spenden und wechseln bei jeder Spende - da ist immer etwas Nützliches dabei und die Kleinen freuen sich sicher :-)

Was passiert danach
---
Also zunächst sollte man bis zu einer Stunde warten, bevor man sich wieder ans Steuer oder an den Drahtesel sitzt. Aber nach der guten Stunde die ich dort verbracht habe war ich wieder fit genug und bin dann nach Hause geradelt.

Bei der Spende oder auch unmittelbar danach kann es trotz aller Vorsorge in seltenen Fällen zu Kreislaufbeschwerden (Schwindel, Übelkeit, evtl. Ohnmacht) kommen. Manchmal entstehen Blutergüsse und ganz selten sind Nervenreizungen oder Entzündungen an der Einstichstelle.

Ein Erstspender bekommt einige Zeit nach der Blutspende per Post seinen persönlichen Blutspenderpass mit z.B.allen wichtigen Angaben zur Blutgruppe zugesandt und klebt dort dann ein Foto von sich ein. Bei ist das z.B. heute auch der Fall, da sich die Adresse geändert hatte. In so einem Fall bekommt man dann einen neuen Ausweis zugeschickt und übernimmt dann nur das Foto in den neuen Ausweis. Der alte Ausweis sollte dann zerrissen werden. Bei Blutspendern, sie schon mehr als 75, 100 und 125 Mal ihr Blut gegeben haben findet auch zu besonderen Zeitpunkten eine Spenderehrung statt.

BioBank der Blutspender ?
---
Am Eingang lag diesmal eine Erklärung zur Aufnahme der Daten in diese "BioBank der Blutspender" aus, die extra in einem freien Rückumschlag an das BRK gesendet werden konnte. Ich habe aus der Infomappe mal die folgenden Daten weiterzugeben:
Das ist eine neue Einrichtung die biologische Proben und dazugehörige Daten sammelt. Diese Sammlungen sind eine wichtige Grundlage für die medizinische Forschung, um Krankheiten besser verstehen, erkennen und behandeln zu können. Bei den Daten handelt es sich um Angaben zu Ihrer Person und zu Ihrem Gesundheitszustand und die Daten der Blutuntersuchung. Die Proben und Daten stehen dann anonymisiert Forschern und industriellen Partnern gegen Gebühr zur Verfügung. Mit der Teilnahme an diesem Programm hilft man also dem Roten Kreuz zu weiteren Einnahmen. Nach einer gesetzlichen Aufbewahrungsfrist werden die Proben und Daten gelöscht bzw. weggeworfen.
Die Teilnahme ist freiwillig und benötigt die schriftliche Einverständniserklärung und diese kann jederzeit widerrufen werden. Genetische Daten können aus den Plasmaproben nicht gewonnen werden und einer Teilnahme an genetischen Untersuchungen stimmt man damit auch nicht zu. Hier muss jeder selber wissen ob er damit wieder zum gläsernen Patienten wird, um das Rote Kreuz zu unterstützen - aber mit dem eigentlichen Sinn der Blutspende hat das nichts mehr zu tun.

Fazit
----
Nur eine Stunde Ihrer Zeit für eine gute Sache, die Leben retten kann. Wie schon oft geschrieben kann praktisch jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 65 Jahren Blutspenden. Bei manchen Aktionen gibt es auch für Erstspender Gutscheine für Burger King und eine Stecknadel oder Ähnliches. Die Leute dort sind nett und bieten auch immer wieder Neues und wenn man die Stunde freimachen kann, um etwas Gutes zu tun sollte man das nutzen. coprophiliac@yopi - banko@ciao
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Miamibeach-Mike
Miamibeach-Mike, 24.03.2007
Nicht nur der Bericht extrem hilfreich und wichtig - ganz wichtiges Thema allgemein!
pointofview
pointofview, 24.03.2007
SH und LG von PoV
Vicky
Vicky, 23.03.2007
Sehr hilfreich - Vic
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Pumpe69

Warum auch Egoisten Blut spenden sollten

ein Testbericht von 2006-05-17 09:01:36 vom 17.05.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: man lernt mehr über sein eigenes Blut...
Nachteile/Kritik: Schwindelgefühl direkt nach der Spende möglich
Um es vorweg zu nehmen: ich bin kein Mediziner und hab auch nie Latein in der Schule gehabt. Ich möchte daher über den Ablauf einer Blutspende berichten und warum ich keine Gelegenheit verpassen möchte.

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Eine Randbemerkung vorweg: es gibt eine Menge Leute, die einfach nicht Blut spenden dürfen oder deren Blut nicht akzeptiert wird. Ich möchte mit diesem Bericht diese personengruppe auf keinen Fall an den Pranger stellen, sondern diejenigen aufwecken, die noch nicht daran gedacht haben.
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Wo kann man Blut spenden ?
Ich spende meist über das Rote Kreuz. Das ist zwar ein riesengroßer von außen schwer durchschaubarer Haufen, und es gibt auch Berichte darüber, dass Blutkonserven verkauft werden. Mir ist es relativ egal, ob mit meinem Blut einem Verkehrsopfer in Deutschland oder im Kosovo geholfen wird. Denn ich sehe für mich entscheidende Vorteile.
Das Rote Kreuz hat eine Website www.blutspende.de eingerichtet, von der man zunächst zu den einzelnen Lanesverbänen hingelangt. Jeder dieser Verbände hat eine eigene Seite. Man kann vor Ort Argumente für das Blutspenden einsehen und – was ich viel wichtiger finde – die nächsten Termine abfragen. Man kann dort nach Orten sortiert die nächsten Blutspendetermine ansehen und sich dann entsprechend im Kalender markieren.

Ablauf der Blutspende
Zunächst wird man registriert. Dies geschieht dadurch, dass man im Empfangsbereich seinen Blutspendepass vorlegt. Wenn man keinen hat, genügt der Ausweis.
Als nächstes erhält man einen Fragebogen über das gesundheitliche Befinden. Es empfiehlt sich, diese Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, denn vielleicht werden auch gesundheitliche Risiken erkannt.
Danach wird Temperatur gemessen, aus einem Finger oder dem Ohr ein Tropfen Blut entnommen und der Hämoglobin-Gehalt gemessen. Bei einem zu geringen Wert wird man nicht zur Blutspende zugelassen, zum eigenen Schutz. Ferner wird auch noch der Blutdruck gemessen. Der obere Wert sollte über 100, der untere unter 100 liegen.
Dann geht’s zum Arzt. Hier sollte man unbedingt Unsicherheiten klären, wie z.B. „ich kann kein Blut sehen:“ oder „mir wird schnell schwarz vor Augen“ oder „ich habe gerade noch einen halben Liter Bier hinter die Binde gekippt.“
Schließlich geht es zur Vergabe der Utensilien, lauter Plastik-Kram. Ich habe davon keine Ahnung, warum welche Aufkleber worauf kommen. Das machen die vom Roten Kreuz aus dem Effeff.
Schließlich geht es auf ein Feldbett. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass die Blutentnahme auf meiner linken Seite unproblematisch ist, deshalb warte ich lieber ein Sekündchen, bis eine entsprechene Pritsche frei ist.
Ein ausgebildeter Krankenpfleger oder Arzt desinfiziert meinen Arm, und sticht eine Kanüle in meinen Ellbogen. Ich schau dabei lieber weg. Nachdem er die ersten Tropfen in mehrere kleinere Reagenzgläschen gepackt hat, kommt der Rest in einen Plastiksack. Die Pfleger geben hier Hilfestellung.
WICHTIG: wenn einem hier schlecht wird, Bescheid sagen. Die nehmen einem ½ Liter Blut ab. Das sollte nur bei guter Gesundheit erfolgen und nicht in einer Ohnmacht enden.
Die Blutentnahme dauert meist 10 bis 30 Minuten (bei mir meist sehr schnell). Danach wird die Wunde abgebunden und man ruht sich noch ein paar Minuten auf einer Pritsche aus.
WICHTIG: ruhig und langsam aufstehen, besonders als Erstspender. In der Ruhe liegt auch hier die Kraft.
Danach ist die Prozedur zu Ende und man kann zum Snack. Endlich mal satt essen ! Mein Tipp: auf Kaffee verzichten, der entzieht dem Körper Flüssigkeit. Lieber Saft oder Mineralwasser.

Vorteile der Blutspende:
• Man bekommt einen Blutspendepass. Darin ist die Blutgruppe enthalten. Das hilft besonders, wenn man mal selbst einen Unfall erleidet, denn aufgrund des Blutspendepasses können bei Blutverlust schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Blutgruppen-Tests können unterbleiben.
• Das Rote Kreuz honoriert Dauerspender mit Nadeln und Urkunden. Ist ganz nett.
• Durch die Blutentnahme wird das eigene Blut verdünnt, denn die Flüssigkeit ist nach kurzer Zeit wieder aufgebaut, während die weißen und roten Blutkörperchen erst nach Wochen wieder aufgebaut sind. Aderlässe sind bei Blutspendern wohl nicht erforderlich.
• Man erfährt viel über die Qualität des eigenen Blutes.

Nachteile:
• Wenn der Pfleger oder Arzt die Vene nicht findet, kann es schwierig werden. (Ist bei mir noch nicht vorgekommen)
• Man muss sich halt Zeit nehmen.
• In meinem Dorf kommen oft längere Wartezeiten vor.
• Leute mit schwachem Blutdruck vertragen die Blutspende manchmal nicht so gut, weil der Blutverlust zu einem noch geringerem Blutdruck führt. Die Rotkreuzler haben hier entsprechende Erfahrungen. Also ruhig fragen. Die haben nämlich keine Lust Ohnmächtige zu behandeln.

Fazit:
Ich hatte noch nie schlechte Erfahrungen mit der Blutspende gemacht und bin deshalb gern bereit, drei- bis viermal im Jahr ½l Blut abzugeben.


Bilder vom Piks gibt’s nicht.
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Kommentare
campimo
campimo, 17.05.2006
.. Du hast einen wunderschönen Bericht geschrieben. Es würde mich freuen, auch weiterhin in den Genuß zu kommen, so tolle Testberichte von dir zu lesen. Falls du auch mal über Yopi, und dessen jüngeren Veränderungen diskutieren möchtest, komme doc
jockel2001
jockel2001, 27.05.2006
Wirklich sehr hilfreich : Jo
mami_online
mami_online, 23.06.2006
Ich finde, Blutspende ist eine sehr wichtige Sache. Es kann schließlich jeden mal erwischen... dass man schnell Blut braucht. Ich durfte die letzten beiden Male leider nicht spenden, da mein Eisen-Wert zu niedrig war. LG, Nicole
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katze370

Stille Helden

ein Testbericht von 2006-04-21 19:17:33 vom 21.04.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Leben retten...
Nachteile/Kritik: -
Stell dir vor, du schlägst die Zeitung auf, und liest folgenden Bericht:

„In XXX verunglückte gestern ein Schulbus. 10 Schüler im Alter von 10 bis 18 Jahren wurden ins nahegelegene Krankenhaus gebracht. Leider erlag die 12jährige A. ihren schwersten inneren Verletzungen, da für die dringend notwendige Operation nicht genügend Blutkonserven zur Verfügung standen.“

Kannst du dir einen solchen Artikel vorstellen???

??? Kannst du dann mit gutem Gewissen sagen: „Ich hätte das nicht verhindern können, ich spende regelmäßig Blut“ ???

??? In Deutschland werden jährlich 5 Millionen (15.000 pro Tag/ 10,5 pro Minute )Blutspenden benötigt.???

??? Der Blutspendedienst des DRK in Sachsen gibt für das Jahr 2003 eine Zahl von 6,1 Blutspenden pro 100 Einwohner an. In anderen Bundesländern gibt es sicher ähnliche Zahlen. Ich selbst war 4 mal, was haben die anderen 99 gemacht???

??? Sind die alle zu alt oder zu jung oder schwanger ???

??? Oder ist unsere Gesellschaft so krank, dass wirklich nur 2 Prozent Blut spenden dürfen???

??? Oder interessieren sich viele Leute erst dann für das Thema, wenn sie selbst betroffen sind???


Der Bedarf an Spenderblut steigt ständig. Die Heilung von Herz- und Gefäßerkrankungen die früher als hoffnungslose Fälle galten, ständig zunehmende Gelenkoperationen sowie Herz-, Nieren- und Knochenmarktransplantationen sind nur durch eine große Zahl von Blutspenden möglich. Durch den Ausbau des Rettungswesens steigen die Chancen, bei einem Unfall zu überleben. Doch dies nur, wenn ständig genügend Blutkonserven zur Verfügung gestellt werden können. Für eine Operation unter Einsatz der Herz-Lungenmaschine werden z. B. vier oder mehr Blutkonserven benötigt. Ohne Blut ist auch das perfekteste medizinische Versorgungssystem bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Erkrankungen funktionsunfähig.
Durch ihre freiwilligen Blutspenden helfen tausende Blutspender mit, dass sich die Lebenserwartung und Lebensqualität vieler Menschen erheblich erhöht. Jeder von uns könnte schon Morgen auf solch eine Spende angewiesen sein.Da es bis heute noch nicht gelungen ist, einen gleichwertigen Ersatz, eine Art künstliches Blut, zu schaffen, werden immer mehr Menschen als regelmäßige Blutspender benötigt. Trotz Sicherheitsreserven entstehen in den Spitzenzeiten wie in den Schulferien immer wieder gefährliche Engpässe. Viele Blutspender sind im Urlaub, andererseits steigen die Unfallzahlen auf Grund des Urlaubsverkehrs.


Ich möchte deshalb mal einige Informationen zur Vollblutspende zusammenstellen.

Wo kann Blut gespendet werden?

Am häufigsten wird die Vollblutspende benötigt. Da sie schnell und ohne größere Apparaturen durchgeführt werden kann, sind Blutspendeaktionen nicht nur in den Instituten des Blutspendedienstes, sondern auch auf sogenannten "Außenterminen", das heißt in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden möglich. Termine und Orte erfährt man beim regionalen Blutspendeddienst oder unter www.drk.de/blutspendedienst


Wer darf Blut spenden?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, mit einem Mindestkörpergewicht von 50 kg, Blut spenden. Frauen können viermal in 12 Monaten, Männer sogar sechsmal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Für Erstspender liegt die Altersgrenze bei 60 Jahren. Schwangere und Stillende dürfen zur eigenen Sicherheit nicht spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 8 Wochen liegen. Über die Zulassung zur Blutspende entscheidet der zum Blutspendetermin anwesende Arzt.

Vor der Blutspende

Bevor man Blut spendet sollte man ordentlich essen und schon viel trinken, selbstverständlich keinen Alkohol. Auf das Raucchen sollte man einige Stunden verzichten.

Ablauf einer Blutspende

1. Spenderbegrüßung, Anmeldung
Dazu benötigen Erstspender ihren Personalausweis, alle anderen den Blutspende- und Unfallpass.


2. Blutfarbstoff-Bestimmung (Hämoglobin), Kontrolle der Körpertemperatur
Durch einen kleinen Piekser in den Finger oder ins Ohrläppchen wird ein Tropfen Blut entnommen, daraus wird der Hämoglobinwert bestimmt, die Körpertemperatur wird im Ohr gemessen, um beginnende Infektionen auszuschließen.


3. Ankreuzen des Spenderformulares (Anamnesebogen)
Hier werden eine Menge Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand gestellt, bei denen jeweils ja oder nein anzukreuzen ist, um mögliche Risiken für Spender und Empfänger auszuschließen.


4. Ärztliche Untersuchung, Klärung der aktuellen Spendetauglichkeit
Ein Arzt kontrolliert Blutdruck und Puls, sieht sich den Anamnesebogen an, klärt eventuelle Fragen dazu, und informiert den Spender über den weiteren Ablauf der Spende.


5. Vorbereitung zur Blutspende, vertraulicher Spenderselbstausschluss
Vor der eigentlichen Blutspende werden die Unterlagen von einem Team-Mitarbeiter zusammengestellt. In dieser Zeit liest der Spender den Bogen zum Spender- Selbstausschluss durch. Jeder Spender soll dadurch die Möglichkeit erhalten, diskret zu entscheiden, ob ihm vielleicht nachträglich ein Risiko eingefallen ist, dass dem Blutempfänger schaden könnte.


6. Blutentnahme
Vor der Blutabnahme fragt die Schwester noch einmal nach Name und Geburtsdatum, um Verwechslungen auszuschließen. Man darf sich aussuchen, welchen Arm man für die Spende hergeben will. Manche Leute haben Venen, die sich schlecht anzapfen lassen, im Laufe der Zeit findet man heraus, welcher Arm der bessere ist. Wer solche Sorgen nicht hat, sollte überlegen, was er danach noch vor hat. Wer anschließend noch einen 10-seitigen Aufsatz schreiben muss oder zum Kegeln will, sollte als Rechtshänder besser den linken Arm hinhalten. Man legt sich auf eine Liege, darauf ist ein Nackenpolster, dass sollte man sich zurechtrücken um bequemer zu liegen. Und dann kommt das Schlimmste an der ganzen Sache: die Kanüle wird in die Vene eingeführt. Das ist genau so „schlimm“ wie bei einer ganz normalen Blutabnahme, es muss also keiner davor Angst haben. In den letzten Jahren wurde auch die Qualität der Nadeln deutlich verbessert, die Schwestern sind hochqualifiziert, es tut also nur ein ganz kleines bisschen weh. Und nun heißt es warten, ab und zu erkundigt sich die Schwestern nach dem Befinden, es ist auch Zeit für ein kleines nettes Schwätzchen. Durch Öffnen und Schließen der Faust lässt sich die Blutentnahme etwas verkürzen. Man kann sich dafür einen kleinen Gummiball geben lassen, das ist vor allem bei längeren Fingernägeln ganz günstig. Zwischendurch füllt die Schwester noch ein paar kleine Röhrchen für die Laboruntersuchung.


7. Versorgung der Punktionsstelle, Ruhephase
Nach dem Entfernen der Kanüle wird ein Druckverband zur Versorgung der Punktionsstelle angebracht. Der dient der Verhinderung von Nachblutungen und blauen Flecken und sollte mindestens 15 Minuten drauf bleiben.


8. Imbiss
Anschließend gibt es noch einen kleinen Imbiss, bei uns sind das nach Wunsch Würstchen mit Brötchen sowie Kuchen, dazu Kaffee, Tee und verschiedene alkoholfreie kalte Getränke. Hier sollte man auf alle Fälle etwas trinken um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen und sich ca 30 Minuten Ruhe gönnen, damit sich der Kreislauf wieder anpassen kann.


9. Geschenk
Am Ende gibt es noch ein kleines Geschenk. Das ist regional unterschiedlich, bei uns gibt es dann immer eine große Auswahl unter verschiedenen Wein- und Saftsorten sowie verschiedenen Duschgels.

Risiken bei der Spende

Für die komplette Blutspende wird Einwegmaterial verwendet, es besteht also keine Chance, dass irgendwelche Infektionen von einem Spender auf den anderen übertragen werden.
Ab und zu kommt es vor, dass der Kreislauf eines Spenders nicht so ricchtig mitspielt, doch dann steht ein erfahrenes Team bereit, dass alle notwendigen Maßnahmen einleitet, die wenigen Fälle, die ich bei über 40 Spenden erlebt habe waren nach 20-30 Minuten wieder putzmunter.


Nachteile für den Spender

Für jede Blutspende muss ich ca 1 Stunde Zeit opfern, das heißt, wenn ich als Frau im Jahr 4 mal im Jahr spenden gehe sind das 4 Stunden pro Jahr, Männer dürfen 6 mal spenden, da kommen dann sogar 6 Stunden zusammen. Und ich muss die Piekser in den Finger und in den Arm ertragen.

Vorteile für den Spender

Manche Menschen haben zu niedrige Eisenwerte. Diese werden gleich bei der Aufnahme kontrolliert. Als mein Wert mal etwas niedrig war (zum Spenden hat es aber noch gereicht) bekam ich von der Ärztin eine Packung Eisentabletten, als Nichtspender hätte ich erst mal beim Arzt 10 € Praxisgebühr und 3 € Zuzahlung in der Apotheke bezahlt.
Am Tag nach der Spende wird das Blut im Labor gründlichst untersucht. Treten dabei auffällige Befunde auf, wird der Spender umgehend informiert. Der Gesundheitszustand des regelmäßigen Spenders wird also kontinuierlich überwacht.
Nach ca 3 Wochen erhalten Erstspender einen Blutspende- und Unfallhilfepass zugesandt, in dem steht die Blutgruppe drin, er bietet aber auch Platz für besondere ärztliche Vermerke und aktive Schutzimpfungen.
Blutspender dürfen ihre Kinder zwischen 6 und 17 Jahren zur Blutgruppenbestimmung mitbringen, diese erhalten dann kostenlos den Unfallhilfepass.

Meine Erfahrungen mit der Blutspende

Das erste Mal war ich als Studentin mit 18 Jahren Blut spenden. Der Blutspendedienst kam damals 2 Mal im Jahr für 2-3 Tage zu uns an die Hochschule. Vorlesungen und Seminare waren ja damals Pflichtveranstaltungen (heute ist das ja meist nicht mehr so), und da war das immer eine ganz willkommene Gelegenheit,mal eine ungeliebte Vorlesung ausfallen zu lassen (wegen der langen Wartezeit wurdens auch manchmal 2, und freitags konnte man mitunter sogar einen Zug eher nach Hause fahren).
Nach dem Studium habe ich 2 Kinder bekommen, konnte also für längere Zeit nicht spenden. In dieser Zeit wurde mir öfters mal Blut abgenommen, die Nadeln waren nicht immer Spitzenqualität und bei den Schwestern wusste ich nach einiger Zeit auch schon vor dem Einstich, ob es einen blauen Fleck gibt oder nicht. Deshalb hatte ich nach der Geburt meiner Söhne die erste Zeit keine Lust, mir freiwillig Blut abnehmen zu lassen.
Aber irgendwann sagte mir mein soziales Gewissen, dass die Blutspende eine sehr wichtige Sache ist. Denn Blut kann nicht hergestellt werden. Und vielleicht braucht ja schon morgen einer in meiner Familie Blut. Ich kann dann nicht sagen: „Nehmt mein Blut für mein Kind oder meine Eltern.“ Denn es gibt viele verschiedene Blutgruppen, nicht jeder kann jedem Blut spenden. Und außerdem reicht im Ernstfall eine einzige Spende nicht aus. Also ist man immer darauf angewiesen, dass andere nette Spender die richtige Blutsorte „geliefert“ haben. Blut lässt sich nicht unbegrenzt lagern, ich kann mir also auch keinen „privaten Blutvorrat“ für den Ernstfall anlegen. Und der würde auch meiner Familie nichts nützen. Und so beschloss ich, wieder regelmäßig spenden zu gehen.
Die ersten Male gab es dabei ab und zu noch einen kleinen blauen Fleck, irgendwann habe ich auch mel zu einer Schwester gesagt: „Von Ihnen lasse ich mir kein Blut abnehmen, ich warte, bis bei der Nächsten ein Platz frei ist.“ Doch im Laufe der Jahre ist das Material besser geworden und die Schwestern sind alle sehr gut qualifiziert, den letzten blauen Fleck gab es vor vielen Spenden.
Inzwischen ist das Blutspenden für mich zu einem ganz festen Termin geworden.

Und das Schönste daran:




Es ist ein gutes Gefühl, anderen zu helfen!
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Kommentare
mami_online
mami_online, 19.05.2006
Bericht sehr sehr sehr sehr hilfreich! Ich hoffe, du kannst damit einige Leute wachrütteln. Ich gehe regelmäßig zum Blutspenden. Ich werde sogar oft noch telefonisch darauf hingewiesen, dass ich doch bitte kommen möchte. Ich weiß nicht, ob das an meiner Bl
MatthiasHuehr
MatthiasHuehr, 23.08.2006
Ciao Matthias
SeriousError
SeriousError, 21.04.2006
Ein quotsehr hilfreichquot von mir für diesen tollen Beitrag. :o Gruß SeriousError!
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HEIDIZ

es kann jeden mal treffen ....

ein Testbericht von 2006-02-20 14:47:24 vom 20.02.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Gesund für den Spender und man hilft kranken Menschen...
Nachteile/Kritik: nichts
Blutspende ist ein Thema über das man auch mal reden sollte.

Wenn es einigermassen möglich ist gehe ich Blutspenden.

Das Blutspende und Transfusionswesen in Suhl (Thüringen) führt alle ca. 3 Monate einen Blutspendetag in Heyerode durch, das ist für die Menschen, die hier wohnen sehr günstig, man braucht nicht mit dem Auto irgendwo umständlich hinfahren, um seinen Beitrag zu leisten.Ich spende seit mittlerweile vielen vielen Jahren und es sind bei mir fast 50 Spenden zusammengekommen. Mit einigen Unterbrechnungen, wo ich nicht spenden durfte, wo wir schon mitten im Thema sind.


Voraussetzungen, damit man als Spender infrage kommt:
__________________________________________ ___

Man sollte gesund sein, und genug Eisen muss man im Blut haben, d.h. der Hämoglobinwert sollte im empfohlenen Bereich liegen.

Ablauf einer Blutspende:
___________________
Anmeldung und notwendige Unterlagen
Untersuchung durch einen Arzt
Blutgruppenbestimmung und Hämoglobintest
Die Blutspende: Nur ein kleiner "Pieks"!
Ausspannen im Ruheraum und Verpflegung
der Blutspendepass


"Warum muss man überhaupt Blut spenden?"
__________________________________ __

Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges: es ist ein Organ, das aus vielen Zellen und Teilchen besteht. Jedes für sich hat eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport innerhalb des Körpers. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte zur Verfügung stellen.

Warum soll gerade ich spenden? Es gibt doch wohl schon genug." das werden sich sicher einige von euch sagen:
__________________________________________ ____

"Eben nicht! Man sollte es nicht meinen aber, in Deutschland reichen 15.000 Blutspenden gerade mal für einen Tag."ist das nicht wahnsinn ....?


Und in den Spitzenzeiten, zum Beispiel in den Ferienmonaten, sinkt obendrein die Zahl der Spender. Da kann es trotz eingeplanter Sicherheitsreserven zu gefährlichen Engpässen in der Blutversorgung kommen. Um das zu vermeiden, sollte möglichst jeder der gesund und zwischen 18 und 68 Jahren alt ist, regelmäßig Blut spenden.

ACHTUNG:
_________
Erstspender dürfen nicht älter als 60 Jahre sein.

Untersuchung vor der Spende:
________________________
Ob mit eurer Gesundheit alles bestens ist, stellen die Ärzte vor der Blutspende fest.

Sollten Sie im Vorfeld eines evtl. Blutspendetermins Fragen auftreten - zum Beispiel zu Medikamenten, Auslandsreisen, Impfungen oder Erkrankungen - könnt ihr euch gerne unter der kostenlosen Service-Hotline zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur melden Wählt die Rufnummer 0800 /11 949 11. Die Leute am Tel. sind sehr nett und beantworten gern eure Fragen.

Gern kann man auch bei den zuständigen Blutspendezentralen für die jeweilige Region vorsprechen und sich im vorfeld Infos einholen.


"Schadet Blutspenden denn nicht der Gesundheit?"
_________________________________________

&qu ot;Nein, keine Sorge. Ein Blutspender wird sogar 'im Gegenteil' sagen."

Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird. Die für die Abwehr von Krankheitskeimen besonders wichtigen weißen Blutkörperchen und die Blutflüssigkeit, das sogenannte "Plasma", werden schon innerhalb nur eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen dauert es etwas länger.

Aber auch während dieser Zeit könnt ihr sicher sein: Euer Wohlbefinden und Eure Leistungsfähigkeit sind durch die Blutspende nicht beeinträchtigt. ich würde sagen sogar das Gegenteil ist der Fall. Ich fühle mich nach dem Blutspenden pudelwohl und ich finde mein Körper braucht das regelrecht in Abständen mal das Blut loszuwerden und neu zu produzieren. Und neue Forschungsergebnisse weisen sogar darauf hin, dass regelmäßiges Blutspenden das Risiko für einen Herzinfarkt senken kann. Also deshalb würde ich immer nur positiv vom Blutspenden reden.

Menge des Blutes, die entnommen wird:
________________________________

500 ml

"Tut das Blutspenden weh?"
______________________

"Nein. Außer einem kleinen 'Pieks' spüren Sie nichts."

Blutspenden ist ganz anders, als viele Menschen sich das vorstellen: Zuerst einmal macht man es sich auf der Liege bequem. Ein Arzt oder eine ausgebildete Krankenschwester führt dann die Blutentnahme durch. Ein kleiner "Pieks" - dann geht alles wie von selbst. Wenn 500 ml Blut abgenommen worden sind, wird die Nadel schmerzlos wieder entfernt.

Nun kann man sich ausruhen. Nach einer kurzen Pause erhält Sie einen kleinen Imbiss. Das ist in Heyerode immer besonders gemütlich, es sind immer die gleichen Leute, die Blutspenden gehen und man trifft sich halt alle 3 Monate und das ist ganz schön so, das Personal, welches den Imbiß reicht, ist aus dem Ort und die machen das immer sehr lecker und appetitlich, das muss mal hier gesagt werden.




Alles in allem dauert das Blutspenden weniger als eine Stunde - Zeit, die Menschenleben rettet. Und das sollte sich doch jeder übelegen. Man kann schneller als man denkt in die Lage geraten, und selber mal Blut benötigen -





"Und was habe ich davon, wenn ich Blut spende?" - wäre vielleicht eine Frage, die auch viele interessiert
____________________________________ _________

Ich würde sagen aus eigener Erfahrung: " Eine ganze Menge."

Sehr von Vorteil ist, das man seine Blutgruppe mit dem Rhesusfaktor - eingetragen in Ihrem persönlichen Unfallhilfe- und Blutspender-Pass. - erfährt und das kostenlos. Außerdem durchläuft das Blut wichtige Laboruntersuchungen: Ein Antikörper-Suchtest spürt Substanzen auf, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können. Das Ergebnis dieses Tests ist dabei sowohl für den Spender als auch den Empfänger von Bedeutung. Getestet wird außerdem, ob eine entzündliche Lebererkrankung bzw. eine vorübergehende Leberfunktionsstörung oder die Geschlechtskrankheit Syphilis vorliegt.Ein weiterer wichtiger Test ist die Untersuchung auf Erreger der Immunschwäche AIDS (HIV) und auf entsprechende Antikörper. Ergeben sich auffällige Laborergebnisse, wird man vom Blutspendedienst unterrichtet, und auf Wunsch wird dem Hausarzt der Befund mitgeteilt. Dies ist natürlich in der heutigen Zeit auch ein Vorteil, das dies alle paar Monate durchgeführt wird. Wer geht schon freiwillig zum Arzt und läßt sich durchchecken, hier wird das gemacht und nochdazu kostenlos. Blutdruck wird gemessen und man kann mit einem Arzt sprechen.

Neben dem Unfallhilfe- und Blutspender-Pass hat man auch noch eine gewisse Kontrolle der eigenen Gesundheit. Und natürlich das gute Gefühl, einem kranken Mitmenschen geholfen zu haben.


"Wozu ist der 'anonyme Selbstausschluss' gut?
_____________________________________
"Jed er Blutspender sollte alleine für sich noch einmal sorgfältig überdenken,
ob er möglicherweise ein Risiko eingegangen ist, sich mit dem AIDS-Virus angesteckt zu haben."


Der Blutspender muss dann selbst entscheiden, ob seine Spende für die Übertragung freigegeben werden kann, oder ob sie gesperrt werden muss. Grund dafür ist, dass eine frische Infektion im Labor erst nach einigen Wochen erkennbar ist. In dieser Zeitspanne, die die Wissenschaft bisher nicht ausschalten kann, liegt das Restrisiko, das nur der Spender selbst durch seine Angabe einschränken kann. Wir appellieren deshalb an unsere Spender, bei nur dem geringsten Zweifel den anonymen Selbstausschluss zu wählen. So kann ein Höchstmaß an Sicherheit für den Empfänger sichergestellt werden.

Das finde ich auch ok, man soll ja auch an die Sicherheit denken, die gewährleistet werden soll.

"Warum gibt es beim Roten Kreuz kein Geld für die Blutspende?"
_______________________________ _________

"Blut darf nicht zur Handelsware werden." Das ist die Devise.

Blut ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb ist Blutspenden eine Hilfe auf Gegenseitigkeit, aus der niemand einen finanziellen Nutzen ziehen soll. Das finde ich auch gut so, sonst würden viele noch daran verdienen wollen. Es soll ein Dienst am Menschen sein. Ich tue dies aus Überzeugung und nicht weil ich damit "REICH" werden will.


"Ein Restrisiko für Infektionen besteht für den Empfänger immer noch. Wie groß ist das eigentlich?"
____________________________________________

auch dieser Punkt darf nicht unerwähnt bleiben

"Bei uns in Deutschland zum Glück sehr klein."


Eine absolute Sicherheit gibt es leider nicht. Bei jeder Viruserkrankung gibt es eine sogenannte "diagnostische Fenster", das heißt einen Zeitraum zwischen der frischen Ansteckung und der Nachweisbarkeit von Erregern oder Antikörpern im Labor.


Allerdings konnte mit der Einführung der PCR-Methode dieses Restrisiko inzwischen weiter reduziert werden: Bei der PCR-Methode (Polymerase chain reaction) werden die in geringen Spuren vorhandenen Viruspartikel direkt nachgewiesen. Die diagnostische Fenster ist damit verschwindend klein geworden.


Auch haben die DRK-Blutspendedienste das Risiko einer Infizierung durch intensive Aufklärung der Blutspender und zusätzliche organisatorische Maßnahmen auf ein Minimum reduziert. Experten geben das Restrisiko, in Deutschland durch Blutübertragungen mit HIV-Viren oder Hepatitis C-Viren infiziert zu werden, mit 1:15 Millionen an. Bei Hepatitis B Viren liegt das Risiko bei 1:500 000. Kein anderes Land auf der Welt erfüllt damit so hohe Sicherheitsstandards.



"Man hört immer wieder von AIDS: Kann man sich beim Blutspenden damit infizieren?"
_______________________________ ____________

"Nein, es besteht für den Blutspender keine Ansteckungsgefahr!"

Alle beim Blutspenden benutzten Geräte sind steril und werden nur einmal benutzt.

Wenn dies nicht so wäre, würde ich sagen, dann würde ich auch nicht mehr zum Blutspenden gehen, wenn ich damit rechnen müsste, das es für mich negative gesundheitliche Folgen haben könnte, dann wäre mir das Risiko zu hoch, aber ich vertraue da mal auf die Angaben vom DRK und denke, die werden schon so hohe Sicherheit walten lassen, das in der Richtung nichts passieren kann.

Ich denke, das könnten sie sich auch nicht nachsagen lassen, sonst wäre das gesamt System gefährdet.

Alles in allem muss ich sagen, das ich am Blutspenden nur positives sowohl für den Spender als auch für den Empfänger sehe und daher mit Überzeugung Blut spenden gehe, wenn ich darf.

Bei mir ist das Problem, das ich ab und zu zu wenig Eisen im Blut habe, das ist dann schade, ich muss unverrichteter Dinge wieder nach Haus gehen, aber untersucht werde ich trotzdem und gehe halt beim nächsten Termin wieder los.

Aber man muss halt einsehen von sich aus, das es wichtig ist, sonst bringt die ganze Sache nichts.

P.S. Bei der Blutspende vom Transfusionswesen Suhl bekommen wir im nachhinein nach Wahl als Dank für die Spende eine Kleinigkeit wie z.b. eine Packung Saft, eine Dose Obst und eine Tafel Schokolade oder einen Kino-Gutschein oder einen Gutschein für die Therme, dies finde ich sehr nett und das nehmen wir auch immer gern entgegen, das ist keine Bezahlung nur halt ein kleiner zusärzlicher Dank für die Bereitschaft
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Annna13
Annna13, 22.02.2006
Ist auch mein Verständnis, so spende ich auch gelegentlich. Liebe Grüße aus Sofia
Fernsteuerung
Fernsteuerung, 14.03.2006
Ich bin Blut- und Plasmaspender :-
hemasch
hemasch, 07.03.2006
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Dannyboy

Mein Termin alle acht Wochen

ein Testbericht von 2004-09-15 13:16:16 vom 15.09.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: s.o....
Nachteile/Kritik: Manche vertragen's nicht so gut. Kein Geld
1. Aufnahme: Hier werden bei Erstspendern die Daten aufgenommen, bei “Wiederholungstätern“ werden die Daten aus dem Blutspenderausweis übernommen und die Anwesenheit bei der Spende in den Spenderausweis eingetragen.

2. Ausfüllen des Fragebogens: In dem Fragebogen müssen diverse Fragen beantwortet werden. Hatten Sie in letzter Zeit Operationen, haben Sie sich piercen lassen, gehören Sie zu einer HIV-Risikogruppe....?

3. Blutfarbstoffbestimmung: Es wird geprüft, ob im Blut ausreichend Blutfarbstoff enthalten.

4. Arzt: Allgemeine Untersuchung, Körpertemperatur, Puls, Blutdruck

5. Ausschluß: Hier entscheidet der Spender, ob sein Blut für allles verwendet werden darf. An diesem Tresen erhält man auch ein Tablett mit einem “Beutel“ für das Blut und Proberöhrchen für Untersuchungen des Blutes.

6. Die Spende: Hier wird einem die Nadel, durch die das Blut fließt, in die Armbeuge gestochen und das Blut abgezapft (etwa ein halber Liter, +/- 10 %). Die Spende dauert etwa 10 – 15 Minuten.

7. Ruhe: Nach der Spende sollte man sich noch etwa 10 Minuten hinlegen, das DRK stellt Liegen dafür zur Verfügung.

8. Snack: Zum Abschluß gibt es als Dankeschön noch eine kleine Stärkung in Form eines Buffets mit belegten Brötchen, Keksen, Obst und Getränken.

Laut dem DRK entlastet eine Blutspende den Kreislauf. Wenn bei der Untersuchung des gespendeten Bluts Auffälligkeiten wie z. B. HIV, Hepatitis ans Tageslicht treten, wird der Spender vom DRK informiert.
Irgendwann kann man selbst auf Spenderblut angewiesen sein.
Frauen dürfen nur alle 12 Wochen spenden, Männer alle 8 Wochen.
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Onkel18
Onkel18, 15.09.2004
Also, wenn man das hier Bremerhaven im Krankenhaus machen laumlsst, bekommt man dafuumlr 25 Euro.
Auf jeden Fall ne gute Sache, man weiss nie wann man selbst drauf angewiesen sein koumlnnte.
rengert
rengert, 15.09.2004
Ich geh lieber zur Blutplasmaspende jede Woche, 40 Mal im Jahr. An deinem Text fehlt mir die konkrete Erfahrung, der Ablauf ist erklaumlrt aber wie stehts bei dir mit Vertraumlglichkeit, Schmerzen,... Gruszlig Thomas
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robreg

Ich habs getan

ein Testbericht von 2004-07-27 08:20:11 vom 27.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: gutes Gefühl...
Nachteile/Kritik: nixi
Seit über einem Jahr überleg ich schon hin und her was das mit dem Blut spenden auf sich hat, seit über einem Jahr hab ich mich noch nicht überwinden können, Blut zu spenden.
Letzte Woche hab ichs gemacht.

Eine Postkarte lag in unserem Briefkasten mit den neuen Terminen, diese Postkarte erstmal an der Pinnwand abgehängt.

Tja, letzte Woche war es soweit und ich entschied mich dann mehr oder weniger spontan dort hinzugehen. Ich habs gemacht und es hat üüüüberhaupt nicht weh getan.

Erstmal hinfahren, aussteigen, ruhig bleiben, durch das Gebäude laufen und zur Anmeldung ins Zimmer rein. Dort werden die Personalien aufgenommen, man muß seinen Personalausweis herzeigen, es wird kontrolliert und schon bekommt man zwei Seiten, eine von seinen Daten und einen Fragebogen, zu dem wir später kommen.
Dann einmal vorgerückt, kommt man zur nächsten Person, diese nimmt am Finger Blut ab um den Eisenwert zu messen, denn unter 12,5 darf man kein Blut spenden, diese nette Frau hat mir erklärt, dass bei schwülem Wetter gerade Frauen anfällig dafür sind, einen unteren Eisenwert zu erlangen. Aber ICH doch nicht. Ich hatte 12,7 und durfte Blut spenden (freu). Diese Person misst noch schnell Fieber im Ohr und dann ab in die Schulbank um den Fragebogen auszufüllen.

Hab ich auch gleich gemacht, diverse Fragen über bestehende Krankheiten, Auslandsaufenthalte, Verträglichkeiten etc., ausgefüllt und dann ab zum Blutdruck messen. Dieser passt auch und dann ins Zimmer zur Frau Doktor. Huch, damit hab ich nicht gerechnet.
Nun gut, diese Frau Doktor sieht sich den Fragebogen an, Blutdruckwerte und erzählt dann noch vorm Blut spenden folgendes und jetzt aufgepasst:

Blut zu spenden kann einem den Kreislauf zusammenbrechen lassen, aber dann einfach auf der Liege liegenbleiben, es ist sofort jemand zur Stelle, der hilft und dieser Zusammenbruch soll angeblich auch nicht schlimm sein, nach 30 Minuten gehts schon wieder (zumindest aus erfahrener Seite der Ärztin und die war schon etwas älter!!). Kurze vorübergehene Schwindelanfälle sind möglich, müssen aber nicht sein. Direkt nach dem Abkapseln der Blutspende noch liegenbleiben, als Neuling (so wie ich) ung. 10 min., gleich viel trinken, da viel Blutverlust und noch ca. 10min. sitzenbleiben.
Wenn man meint, es ist alles gut sollte man möglichst zügig raus aus dem Zimmer und nirgendwo stehen bleiben sondern im raschen Schritt nach Hause gehen (oder zum Auto).
Am Tag der Blutspende sollte kein Sport mehr getrieben und Anstrengungen vermieden werden (auch nicht schlecht, brauch ich zu Hause wenigstens nicht mehr putzen!!!)

Vor der Blutspende sollte noch was getrunken werden und eine leichte Mahlzeit noch eingenommen werden.
So, das alles angehört und mir wurde immer mehr mulmiger zumute, verließ ich die Ärztin und ging direkt zum Zimmer der Blutspende.
Dort Zettel abgegeben und meinen Beutel und Nadeln samt Becher mitgenommen und hab mir eine Liege aussuchen dürfen, sogar welche Seite des Armes benutzt werden soll!! Wow, ich entschied mich für den rechten Arm und schon kam eine Blutabnehmefrau zu mir. Sie erklärte mir, was mit dem Blut geschieht, vier Ampullen werden untersucht auf Niere, Leber, Hepatitis und noch einiges, dann sticht sie auch gleich mit der Nadel in meine Vene ohne lange rumzusuchen. Sehr profesionell und hat wirklich (ich lüge nicht) überhaupt nicht weh getan, da hab ich beim Blutabnehmen schon mehrere Male die Stiche besser gespürt. So, jetzt bitte ein Fäustchen machen und danach immer wieder die Faust auf und zu machen, damit das Blut gleichmäßig rauslaufen kann durch die Kanüle direkt in den (ich glaube der heißt so:) Transfusionsbeutel (???!!!).

Momentan wurde mir tatsächlich etwas schwindlig aber ich hab dann gleich auf einen einzigen Punkt gestarrt und das Schwindelgefühl ging auch gleich wieder weg, dauerte ung. 3 Sekunden, 3 Sekunden in denen ich gemeint habe, jetzt ist alles aus und vorbei und verloren. Ein halber Liter Blut war bei mir nach ca. 7 Minuten abgezapft und durch das Piepsen kam die Schwester sofort zu mir, machte die Nadel raus und ich blieb liegen, bestimmt noch 30 min, weil es mir so gut gefallen hat ::))
Als ich mich dann hinsetzte konnte man sich an der Bar bedienen: Cola, Säfte, Wasser, alles da, außer Alkohol. Im Sitzen hab ich dann einen halben Liter Cola getrunken und dann abmarschiert.

Als ich aus dem Gebäude rausgehen wollte, war eine Erfrischungsecke aufgebaut, dort konnte man sich nochmal was zum Trinken holen und außerdem gab es noch ein Freßpaket für die Blutspende. Na super, das hab ich doch toll gefunden, dachte ich doch noch vorher, dass das abgeschafft worden ist.
So hat mir das Blut spenden gleich doppelt Spaß gemacht.

Medizinische Fachbegriffe und auch sonstiges kann ich hier leider nicht wiedergeben.
Dieser Bericht ist aus der Sicht einer ganz normalen Blutspenderin und soll kein Vortrag über Medizin sein.
Ich hab zumindest ein gutes Gefühl, mal was Soziales gemacht zu haben und mal gucken, vielleicht gehe ich heuer noch einmal.

Außerdem besagen ja alte Weisheiten, dass man zweimal im Jahr zum Aderlaß gehen solle, das würde das Blut reinigen.

Und gestern bekam ich den "Unfallhilfe- und Blutspender-Paß" per Post zugesandt.
...
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Kommentare
nintscha
nintscha, 27.07.2004
Ich finde es einfach groszligartig....nicht nur alleine deshalb, weil ich ohne meinen Blutspender gar nicht mehr am Leben waumlr :
Sarah_C_K_one
Sarah_C_K_one, 28.07.2004
... um ehrlich zu sein, ich war noch nie Blut spenden schaumlm
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xeniaII

Geht doch mal spenden!

ein Testbericht von 2003-06-26 10:31:57 vom 26.06.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: einfach eine gute Sache...
Nachteile/Kritik: nichts
Jeden Tag sehe ich Plakate vom deutschen Roten Kreuz mit dem Hinweis, man solle doch Blutspenden gehen. Ich finde es ja auch sehr wichtig, da man ja weiß: spätestens im Sommer, wenn die Motorradfahrer wieder unterwegs sind, gibt es massive Knappheiten auf den Blutbanken.


Aber ich tue es trotzdem nicht. Nicht, weil mir die Leute dann egal sind. Im Gegenteil, es tut mir sehr Leid, wenn ein Mensch stirbt, nur weil der Rohstoff Blut nicht vorhanden ist! Aber eines ist mir auch klar: Nur weil die Bundesregierung beschlossen hat, es sei gegen jede Ethik den Rohstoff Blut zu bezahlen .. ist es unsinnig. Klar gehen sie davon aus, dass die meisten Menschen dann nur Spenden gehen weil Sie pleite sind.. das stimmt ja auch, aber was ist schlimm daran?


Man kann nicht vom Volk verlangen, dass Sie sich anzapfen lassen, ohne dafür eine Anerkennung zu bekommen. Die Blutbanken und auch das Deutsche Rote Kreuz verkaufen das Blut sehr teuer an die Krankenhäuser, dass ist ein riesiges Geschäftsfeld. Leider wird sehr oft auch Blut verabreicht, obwohl es nicht wirklich nötig ist, aber da zählt wohl halt nur der Profit. Was aus meiner Sicht gerade in der heutigen Zeit sehr bedenklich ist, also ich möchte dann kein Blut haben bei einer OP, wenn es nicht ZWINGENSD notwendig. Aber ich würde eh meine 2 Schwestern holen, die haben die selbe Blutgruppe und sind ständige Plasmaspender.. das heißt unter ständiger medizinischer Kontrolle!


Und genau auf dieses Thema möchte ich eigentlich hinaus. Blutspenden beim Deutschen Roten Kreuz würde ich nie, weil es mich nervt, dass sie damit reichlich Geschäfte machen, es aber nicht bezahlen. Als Alternative habe ich die Möglichkeit: Plasmaspenden gefunden.


In Deutschland fehlen jährlich ca. 250.000 Liter Plasma, welches erforderlich ist, um z. B. Medikamente für Bluter herzustellen! Diese Fehlmenge wird zur Zeit größtenteils in den USA eingekauft! Aber unsere Pharmafirmen haben bundesweit bereits Spendeeinrichtungen aufgebaut, so dass man hofft den Eigenbedarf bald auch innerhalb des Landes decken zu können!


Ich persönlich spende bei:


Aventis Bio-Services GmbH

Plasma Center

Joachim-Friedrich-Str. 16

10711 Berlin


Für eine Plasmaspende in der Größenordnung von 600 ml erhält man immerhin 20 Euro bar auf die Hand. Eine Spende ist alle 3 Tage möglich; allerdings ist die jährliche Anzahl der Spenden auf 38 begrenzt. Aventis hat zur Zeit aber eine Studie in Arbeit, die auch dieses hoffentlich beenden wird. Denn Plasmaspenden belastet den Körper nicht, solange man Gesund ist und sich an die Regeln hält.


Ich möchte Euch nun die Regeln und den Ablauf erklären:


Grundregel Nr. 1, wer Plasmaspenden gehen will, sollte mind. 3 Liter in den vorangegangenen Stunden getrunken haben. Mehr ist natürlich besser, wobei es dann passieren kann, dass man dringend aufs Klo muß, wenn man an der Nadel hängt. Wer also eine schwache Blase hat.. sollte es dann bei 2 Litern belassen!


Grundregel Nr. 2: anders wie beim Blutabnehmen beim Arzt kommt man hier nicht nüchtern (das heißt OHNE GEGESSEN ZU HABEN) rein. Die letzte Mahlzeit darf nicht länger als 2 Stunden zurückliegen, dass wohl wichtig für den Kreislauf!


Grundregel Nr. 3: Der letzte Alkoholkonsum muß mind. 8 Stunden her sein!


Die anderen Regel kennt man von der Blutspende, kein sexueller Kontakt zu Aidskranken, keine längeren Reisen nach England, aber auch Länder wie Afrika stehen da auf der Liste, wenn man Kontakt zu Einheimischen hatte. Bedenklich finde ich den Punkt, dass man nicht Homosexuell sein darf, aber das wohl ein typisches deutsches Vorurteil.. grins .. aber mal ehrlich, es steht einem ja nicht auf der Stirn geschrieben!


So nun zum Ablauf:


Wenn man ins Center kommt, wirft man seinen Spenderausweis einfach in ein Fach und schreibt sich in die Liste ein. Nach kurzer Zeit wird man in die Kabine gerufen. Dort wird der Blutdruck und der Puls gemessen. Auch wird die Körpertemperatur ermittelt. Dann kommt das widerlichste: Sie stechen einem mit einer Nadel in den Finger und nehmen etwas Blut ab, um die Eiweißwerte des Blutes zu ermitteln. Hier gibt es strenge Richtlinien, wenn irgendein Wert nicht innerhalb der Richtlinien ist, darf man nicht spenden... ist mir aber nie passiert! Obwohl mein Puls war mal auf 111 und nur 110 erlaubt, da hatte ich mich aber im Vorzimmer mit so nen Deppen gestritten und die Schwester ging darüber hinweg ... lach


Nachdem nun alle Werte ermittelt sind, muß daß ganze noch von der Ärztin unterzeichnet werden und man darf spenden. Grins.. das nun der eher unangenehme Teil Als erstes muß man sich entscheiden, ob man nun am rechten oder linken Arm wie ein Fixer aussehen möchte, dann bekommt man die recht dicke Kanüle auch schon reingjagt.


Im Durchschnitt sind es drei Durchgänge... etwa 200 ml Blut werden abgenommen. Das Plasma wird von den Blutkörperchen getrennt und man bekommt sie mit einer Ersatzflüssigkeit wieder in den Körper gejagt. Lustig ist, dass man dabei immer ne Gänsehaut bekommt, weil die Ersatzflüssigkeit sehr kalt ist.


Alles in allem dauert die reine Spende gerade mal 45 Min, wenn man gut getrunken hat. Wer das nicht tut, hängt da schon mal ne Stunde an der Nadel! Lästig ist nur, dass der ganze Verwaltungsaufwand dann dauert... in der Regel ist man eher 2 Stunden im Center!


Dennoch denke ich, dass es eine gute Sache ist. Ich mein ich bin da ehrlich, ich gehe da sicher nicht hin, weil ich die Menschheit vor irgendwas retten will! Lach.. das nen schöner Nebenaspekt! Nein ich gehe da immer hin, wenn wir wieder Pleite sind... und ich mein bei der ersten Spende in der Woche 20 Euro bei der zweiten schon 23 € (innerhalb einer Woche).


In der Regel bin ich aber mind. 1x die Woche da.. ab und zu auch öfters.. und hey das sind 100 Euro monatlich die ich einfach für mich und mein Kind habe.... und es tut wirklich nicht weh.. lach ok, wenn die mega-Nadel einen erwischt schon, aber das doch eher belanglos. Und nebenbei tut man auch noch was Gutes ...


Schaut es Euch doch einfach mal an... Aventis gibt es in fast allen Großstädten. Auch nachzulesen unter http://www.aventis.de
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Mr.Albie

Blutspenden beim DRK - Super Sache

ein Testbericht von 2003-04-01 19:54:22 vom 01.04.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: man hilft anderen...
Nachteile/Kritik: absolut kein Kontra
Update vom 01.04.2003
Heute war wieder Blutspenden. Es gab als kleines Dankeschöne eine neue CD. Diesmal war es eine CD mit dem Titel -Die Jungen Tenöre-.
Update Ende


Ich möchte an dieser Stelle über eine sehr wichtige Sache berichten. Es geht um das Blutspenden. Blutspenden ist eine wirklich gute Sache - es kostet nichts (außer vielleicht ein bischen Überwindung), es gibt einem das Gefühl etwas gutes zu tun, man trifft viele nette Leute, kommt ins Gespräch.

Blutspenden könnt Ihr fast in jeder Stadt und in jedem Dorf. Beim örtlichen DRK Ortsverein oder beim DRK Kreisverband (im Telefonbuch oder Internet) oder für den Bereich Blutspendedienst West, Institut Hagen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/1194911.

Was passiert bei einer Blutspende?


An der Anmeldung werden zuerst Eure persönlichen Daten überprüft. Hierfür benötigt Ihr entweder den bereits vorhandenen Blutspender- und Unfallhilfepass oder den Personalausweis. Die Daten werden auf einen Fragebogen kopiert.

Anschließend wird Eure Temperatur gemessen. Hierfür bekommt Ihr ein steriles, einzeln verpacktes Plastikteil, dass Ihr unter Eure Zunge legen müsst. Wenn hier alles in Ordnung ist, nehmt Ihr Euch den Fragebogen vor. In diesem Fragebogen geht es um die gesundheitliche Vorgeschichte, es wird nach Auslandsaufenthalten, Erkrankungen, Impfungen etc. gefragt.

Ein kurzer Check mit einem persönlichen Gespräch beim Arzt schließt sich an. Blutdruck und Puls werden gemessen und festgehalten.

Danach wird der Blutfarbstoffgehalt festgestellt. Hierzu müsst Ihr einen Tropfen Blut lassen (aus dem Finger oder dem Ohrläppchen). Diese Daten geben Aufschluss über Eure Spendefähigkeit.

Nun folgt die eigentliche Blutspende. Ihr legt Euch sich aufs Entnahmebett. Es wird nun nach Namen und Geburtsdatum gefragt, um Verwechslungen zu vermeiden. Nach einem kleinen Piks durch eine Person des Blutspendedienstes werden Euch ca. 500 ml Blut entnommen. Das dauert ungefähr 10 ? 12 Minuten. Der Einstich wird mit einem Pflaster oder einem kleinen Verband geschlossen.

Übrigens: Euer Körper ersetzt das entnommene Blut in wenigen Tagen. Trotzdem sollten zwischen zwei Blutspenden immer mind. 56 Tage liegen. Generell sagt man, dass zwischen zwei Spenden besser 80 Tage liegen sollten.

Nach weiteren 10 Minuten Ruhe trefft Ihr Euch mit den anderen Spendern bei einem Imbiss.

Als Dankeschön des Roten Kreuzes aus dem jeweiligen Ort, in dem Ihr spendet, erhaltet Ihr ein kleines Präsent.

Was habe ich davon?

Blutgruppe und Rhesusfaktor werden ermittelt. Durch die sich anschließenden Laboruntersuchungen werden eventuelle Erkrankungen festgestellt und mir bzw. dem Hausarzt mitgeteilt. Die Blutspende ist somit auch eine kleine Gesundheitskontrolle.

In dem Blutspenderausweis sind alle Angaben zur Blutgruppe und dem Rhesusfaktor. Weiterhin werden alle Blutspenden in diesem Dokument eingetragen.
Tragt diesen Blutspenderausweis bitte immer bei Euch, denn bei einem Unfall bedeutet er zusätzliche Sicherheit. Wenn Ihr einmal eine Bluttransfusion benötigt, z.B. nach Autounfall, muss nicht erst umständlich Eure Blutgruppe ermittelt werden.

Bei runden Spenden werdet Ihr hier bei uns nochmals extra eingeladen. Es gibt einen größeren Imbiss und Ihr bekommt noch ein besonderes Geschenk.

Mein Blutspendedienst hatte im letzten Jahr eine Superaktion. Es gab im Laufe des Jahres drei CD mit Klasse Titeln (ausgesucht wurden diese Titel von Mal Sandok - ältere Leser können mit diesem Namen noch was anfangen -. Außerdem wurden unter allen Spendern DVD-Player und eine Reise verlost
...
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Spendet BLUT! Es klingt schlimmer als es ist!!

ein Testbericht von 2002-09-05 19:50:40 vom 05.09.2002
Empfehlung: ja
Am Montag dieser Woche war ich beim Blutspenden. Es war insgesamt meine 5. Spende! Ich kam vor ca. 1 ½ Jahren durch meine Schwägerin dazu, die mich mitgeschleift hatte. Und seitdem bin ich immer wieder gerne bereit mein Blut abzugeben. Vor allem seit ich neulich gelesen habe, dass es in Deutschland einen großen Mangel an Blutkonserven gibt. Diese können Leben retten. Deshalb möchte ich hiermit alle aufrufen: SPENDET BLUT!!! Auch DU könntest mal drauf angewiesen sein


Der Ablauf
-------------
Jetzt möchte ich mal beschreiben wie das beim Blutspenden so abläuft (zumindest dort wo ich immer Spende). Vielleicht kann ich vielen dadurch die Angst nehmen. Es ist weniger schlimm als viele meinen.

1.Station:
Zuerst wird der Blutspendeausweis in auf einen Vordruck kopiert, auf dessen Rückseite verschiedene Fragen stehen. Es wird nach dem Hausarzt und Gewicht gefragt. Außerdem wird man noch nach verschiedenen Krankheiten befragt (ob man sie schon selber hatte beziehungsweise enge Verwandte) , ob man Medikamente nimmt, .....

2. Station:
Nach dem Ausfüllen des Fragebogens muss man zum Arzt. Der sieht sich die Antworten an und bewertet dann ob man Aufgrund dieser Antworten für eine Spende in Frage kommt. Danach wird der Blutdruck und die Temperatur gemessen. Wenn der Blutdruck zu niedrig ist oder die Temperatur nicht normal, dann darf man auch nicht Spenden. Der Arzt trägt die Werte in den Fragebogen ein.

3. Station:
Hier mit man kurz im Ohr gepiekt und ein Tropfen Blut zur Schnellbewertung entnommen. Hier wird der Eisengehalt, etc bestimmt (dauert nicht mal `ne Minute). Dann bekommt man seine Beutel und ein paar Röhrchen mit dem Strichcode drauf. (Um zu wissen was von wem gespendet wurde).

4. Station:
Jetzt wird’s ernst. Wenn man eine freie Liege gefunden hat, nimmt man drauf Platz. Ein freundlicher Herr bzw. freundliche Dame desinfiziert dann die Innenseite der Armbeuge. Dann wird einem eine Schlinge an den Oberarm angelegt und fest zugezogen (wie man es in Filmen immer von Drogesüchtigen sieht die sich grad was Spritzen). Dann wird ernst. Die sterile Nadel wird angesetzt und mit einem kleinen Stich in eine Ader eingeführt. Das war schon das schlimmste an der Sache. Jetzt wird einem ein halber Liter Blut entnommen.
Während dessen bekommt man einen Zettel auf dem man drauf hingewiesen wird dass HIV-positive, Prostituiert,... nicht Spenden dürfen. Und man soll ankreuzen ob sein Blut vernichtet werden muss oder verwendet werden darf.
Um die Spende etwas zu beschleunigen kann man mit der Hand eine Faust auf und zu machen, also das Blut raus pumpen. Wenn man die 500 ml im Beutel hat werden noch ein paar Proben in die Röhrchen abgefüllt. Ich denke mal sie dienen dazu um das Blut genauer zu Untersuchen. Jetzt darf die Nadel raus. Ein kleiner Verband kommt auf die Wunde (am besten 4 Stunden drauf behalten) und schon ist man fertig. Wenn man das erste mal spendet sollte man sich jetzt viel zeit lassen beim Aufstehen, da man ja noch nicht weiß wie sein Körper drauf reagiert. Auf Falls man zusammen bricht ist ja immer ein Arzt da.

5. Station:
So jetzt kommt der angenehme Teil. Jetzt bekommt man eine kleine Brotzeit. Wiener-Würstchen und eine Semmel und dazu wahlweise Kaffee oder Zitronentee. Das hat man sich jetzt ja schließlich auch verdient.

6. Station:
Zum Abschluss darf man sich noch ein kleines Geschenk aussuchen. Bei uns waren das letzte mal 2 Rotweingläser, ein Pizzateller, verschiedene Spielsachen, eine Tortenhaueb und anders im Angebot.


Wer darf Spenden?
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Es dürfen alle Menschen zwischen 18 und 60 Jahren spenden. Man sollte aber vollkommen gesund sein bei der Spende. Diabetiker, Hepatitis- und AIDS-Kranke, Prostituierte, Menschen die bestimmte Medikamente nehmen dürfen nicht Spenden. Man darf auch nicht spenden wenn man innerhalb des letzten halben Jahres in einem Land außerhalb Europas im urlaub war. Hier soll verhindert werden dass man keine Keime in sich trägt deren Krankheit noch nicht bemerkt worden ist.

Wie oft darf man Spenden?
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Männer dürfen 6x pro Jahr spenden im Abstand von mindestens 56 Tagen.
Frauen dürfen 4x pro Jahr spenden.

Die Organisation
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Bei uns wird das Blutspenden vom Bayerischen Blutspende Dienst des Bayerischen Roten Kreuzes veranstaltet. Es findet vierteljährlich in der örtlichen Hauptschule statt.

FAZIT
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Ich kann nur noch mal alle aufrufen: SPENDET BLUT!!! Es kann Leben retten und man hat ein gutes Gefühl danach. Was ich auch noch gut finde ist dass das Blut genau untersucht wird. So genau und kostenlos wird das blut nie untersucht, weil es ja absolut in Ordnung sein muss. Sollte irgendwas nicht stimmen wird man sofort benachrichtigt. Außerdem ist es gut wenn man mal einen Teil des „alten“ Blutes aus dem Körper bringt, damit dieser mal wieder neues und frischen produzieren kann. Also gebt euch einen Ruck und geht Blutspenden.
...
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