Als ich mein erstes Auto gekauft habe, stand zwangsläufig auch die Frage an, bei welcher ersicherung ich dieses versichern soll. Direktversicherungen waren damals noch nicht so verbreitet, so dass sich die Debeka als die günstigste Wahl für mich herausstellte. Jedoch seii hier einmal dargestellt, dass das günstigste nicht immer das beste ist.
DAS UNTERNEHMEN
Gegründet wurde die Debeka 1905. Nach eigenen Angaben zählt sie zu den großen 10 Versicherungen Deutschlands. Wie eiggentlich jede Versicherung bietet sie inzwischen nicht mehr nur Versicherungen an, sondern hat ihr Portfolio sukzessive um andere Dienstleistungen, wie Aktienfonds, Bausparverträge und Kredite erweitert.
Wie bereits angedeutet handelt es sich nicht um eine Direktversicheruneg, sondern sie ist an vielen Orten Deutschlands mit eigenen Vertretungen vor Ort.
MEINE DAMALIGE ENTSCHEIDUNG
Damals spielten für mich zwei Fragestellungen eine entscheidende Rolle. Zum einen der Preis, zum anderen der persönliche Kontakt. Den Versicherungsvertreter kannte ich aus dem Verein und er hat mich auch gut beraten. Und auch preislich konnte die Debeka für meine spezielle Situation zur damligen Zeit keiner toppen. Hinzu kommt, dass die Debeka immer wieder bei Tests der Stiftung Warentest hervorragend abschneidet, was eigentlich für alle ihre Produkte gilt. Also entschied ich mich für die Debeka.
MEINE ERFAHRUNGEN
Diese fingen damit an, dass nach dem Neukauf meines Autos irgendwann die erste Abbuchung von meinem Konto erfolgte. Diese kam auch, wurde jedoch bei meinem Vater abgebucht. Genrell nichts gegen einzuwenden, aber für ne etablierte Versicherung schon ein echter Hammer.
Nach einem Jahr folgte dann eine weitere Abbuchung der Versicherungssumme von meinem Konto. Diesmal hatte man zwar das richtige Konto genommen, jedoch einen viel zu hohen Betrag abgebucht.
Auf meinen Anruf in der Zentrale, bei dem ich mal gewisse Dinge klar stellen wollte, musste ich dann feststellen, dass mein Name in den Systemen des Unternehmens nicht auffindbar war. Und das, obwohl ich noch zwei weitere Versicherungen bei dem Unternehmen abgeschlossen habe.
Und auch hinsichtlich des Service konnte mich die Debeka nicht überzeugen. Nachdem ich einen kleineren Unfall hatte, verwies mich mein zuständiger Versicherungsvertreter an eine Service-Nummer. Beim Anruf dieser Nummer musste ich enttäuscht feststellen, dass ich einen minderqualifizierte Call-Center-Mitarbeiter am Telefon hatte, der mir in keinster Weise Auskunft über die weitere Verfahrensweise Auskunft geben konnte. Meiner Bitte um Weiterleitung an einen qualifizierten Ansprechpartner wurde auch gefolgt. Aber bis dieser sich bei mir gemeldet hatte, waren ganze 2 Wochen ins Land gestrichen.
Ein weiterer Aspekt wurde mir bewußt, als ich nach dem Kauf eines neuen Autos hierfür ein Angebot der Debeka haben wollte. Der Vertreter rechnete sich die Finger wund, um mit den Angeboten der Direktversicherer konkurrieren zu können. Hierbei gewährte er alle möglichen Rabatte, also Garagenwagen und was es noch für Vergünstigungen gibt. Dieses Verhalten ist auch nur erklärbar, wird er schließlich nach seinen Abschlüssen bezahlt. Aber was ist, wenn mal wirklich was passiert, und es herauskommt, dass all die Angaben, die der Vertreter für mich gemacht hat, nicht unbedingt zutreffen. Vertreten muss ich diese Angaben und ich möchte doch mal in hohem Maße bezweifeln, dass die Zentrale dann nicht meine ‚Fehlangaben’ nutzt, um sich aus der Verantwortung
zu ziehen.
FAZIT
Nun, die Debeka ist sicherlich eine gute Versicherung. Dies belegen Tests der Stiftung Warentest immer wieder. Meine Erfahrungen sind jedoch mittelprächtig. Preislich war die Debeka vor einigen Jahren top. Heute kann sie nicht mit den Angeboten anderer Versicherer, zumeist Direktversicherer, konkurrieren. Und hinsichtlich des Service habe ich doch in zu kurzer Zeit zu viele schlechte Erfahrungen gesammelt. Empfehlenmöchte ich diese Versicherung daher nicht!
...