Katzen transportieren Tipps & Tricks
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Katzen transportieren Tipps & Tricks Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Irias

Wenn Paulchen eine Reise macht …

ein Testbericht von 2003-04-15 06:34:25 vom 15.04.2003
Empfehlung: ja
Jeder Katzenhalter kommt zwangsläufig in die Situation, dass er seine Katze transportieren muss. Sei es nur eine kurze Fahrt zum Tierarzt, eine Fahrt zu einem Ort an dem die Katze wegen einer vorübergehenden Abwesenheit untergebracht werden muss, oder eine längere Fahrt in den Urlaub, in den die Katze mitgenommen wird.

Die meisten Transporte der Katzen werden sicher mit dem Auto durchgeführt. Es soll verwegene Autofahrer geben, die ihrem Beifahrer die Katze einfach in die Arme drücken und sich auf den Weg machen. Diese Möglichkeit des Transports halte ich für eine der schlechtesten. Auch wenn es immer heißt, die Strecke ist ja kurz und ich fahr ja ganz langsam und vorsichtig, muss man mit der Unaufmerksamkeit und auch Dummheit der anderen Autofahrer rechnen und bei einem Unfall kann die Katze vom Beifahrer kaum gehalten werden und fliegt bei einem Aufprall schlimmstenfalls gegen das Armaturenbrett oder die Scheibe. Selbst wenn es zu keinem Unfall kommt, kann es sein das der Beifahrer sich erschrickt, oder aus irgendwelchen Gründen kurz die Katze loslässt und das liebe Tier die Gelegenheit nutzt, sich selbständig macht und unter Umständen mal kurz zwischen die Füße des Fahrers hüpft. Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Fahrers dürfte nun kaum noch dem Verkehr gehören, sondern wohl eher dem Tierchen.

Sollte jener Katzenkorbunlustige Mensch keinen Beifahrer finden, der die Katze während des Transports festhält, habe ich auch schon gesehen, dass manche ihrem Tiere eine Leine umbinden und sie damit im Auto festbinden. Die Katzen kauern dann meist im Fußraum herum, versuchen sich zu verkriechen, verhaken dann vielleicht mit der Leine irgendwo und schnüren sich dabei unter Umständen die Luft ab. Für die Katzen dürfte diese Art des Transportes der pure Stress sein und ich würde meinem Paulchen diese Qual nie antun und sei die Strecke auch noch so kurz.

Wenn Paulchen zum Tierarzt muss, oder mit mir in den Urlaub fährt, dann kommt er natürlich in seinen Transportbehälter. Diese Behälter gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Paulchen hat einen Plastikbehälter, der sich als ausgesprochen zweckmäßig erwiesen hat. Rundherum sind zahlreiche Schlitze, sodass auch bei langen Fahrten eine gute Luftzufuhr gegeben ist. Der Behälter ist so groß, dass Paulchen sich selbst mit seiner Größe problemlos darin hinsetzen und drehen kann. Gerade bei längeren Fahrten soll mein Paulchen nicht stundenlang bewegungsunfähig in seinem Korb eingequetscht sein.

Anfangs war es eine einzige Katastrophe mit Paulchen auch nur 5 Minuten im Auto zu fahren. Er geschrieen wie am Spieß und ich hatte Befürchtungen dass er selbst auf der kurzen 20minütigen Fahrt zum Tierarzt völlig durchdreht. Zu dieser Zeit war es kaum denkbar Paulchen mit auf die lange Fahrt von Stuttgart nach Rendsburg zu nehmen.

Paulchen und ich haben dann das Autofahren ein wenig geübt. Ich habe Paulchen mit ins Auto genommen (natürlich bin ich nicht gefahren) und er konnte sich dort in aller Ruhe mal umsehen und alles beschnuppern. Eine Zeitlang verkroch sich Paule im Fußraum des Autos bis dann doch die Neugier siegte und er sich mit wild wackelnden Ohren das Auto genauer untersuchte. Bei unserer nächsten Übungseinheit ließ ich dann den Motor laufen, damit Paule sich auch an dieses Geräusch gewöhnen kann. Natürlich geriet er anfangs wieder in Panik, doch beim 4 oder 5 Versuch traute er sich dann doch mal aus dem Fenster zu schauen und auch das Radio wurde von ihm eingehend untersucht. Bei der folgenden Trainingseinheit kam er dann in seinem Korb ins Auto und Paulchen wurde nun immer ruhiger. Bei der nächsten Fahrt zum Tierarzt war Paulchen zwar nicht glücklich, aber er hatte nicht mehr soviel Angst und war während der Fahrt viel gelassener.

Wenn Paulchen und ich gemeinsam Autofahren, dann kommt Paulchen immer auf den Rücksitz. Ich habe ihn anfangs auf den Beifahrersitz gestellt und dann binnen kürzester Zeit festgestellt, das mein Paulchen einfach nicht verstehen konnte, warum ich auf dem „Sessel“ neben ihm sitze, aus dem Fenster gucke und mich überhaupt nicht um ihn kümmere. Er jammerte vor sich und schaute mich mit verzweifeltem Blick an. Als er dann noch die Pfötchen wie ein kleiner Knastbruder durch die Gitterstäbe der Tür des Transportbehälters steckte, konnte ich den Anblick nicht mehr ertragen und Paulchen kam auf den Rücksitz. Wenn Paulchen mich während der Fahrt nicht sieht, ist er ruhig und schläft die meiste Zeit. Zwischendurch rede ich oft mit ihm und er antwortet er dann auch regelmäßig und pennt dann weiter vor sich hin.

Wenn Paulchen und ich eine längere Reise machen, dann bekommt er natürlich nicht nur ein Handtuch auf den Plastikboden des Transportbehälters gelegt, sondern er hat auch immer seine aktuelle Lieblingsspielzeugmaus im Korb liegen. Während der Fahrt bettet er dann seinen Kopf darauf oder schnuppert einfach nur daran herum um seinen „heimischen“ Geruch zu haben.

Paulchen ist also sicher in seinem Transportbehälter untergebracht. Allerdings habe ich nun ein weiteres Problem. Wie sichere ich den Katzenbehälter im Auto, damit der Korb mitsamt meinem Paulchen bei einer Vollbremsung oder schlimmeren nicht durch die Gegend fliegt? Gerade wenn ich mit Paulchen 6 bis 8 Stunden auf der Autobahn gen Norden unterwegs bin, ist es mir doch sehr wichtig, dass sein Korb befestigt ist und mein Paulchen im Rahmen der machbaren Möglichkeiten gut gesichert ist. Auf meine Fragen im Fachhandel nach einer Vorrichtung mit der ich den Katzenkorb im Auto befestigen kann, erntete ich nur Schulterzucken. Mittlerweile haben wir uns selbst eine etwas eigenwillige Konstruktion aus Bändern und Karabinerhaken zusammen gebastelt, mit denen ich den Transportbehälter auf dem Rücksitz befestigen kann.

Paulchen ist in den letzten Jahren zu einem richtigen Reiseprofi geworden. In seinem Transportbehälter ist er auch bei langen Fahrten ruhig und gelassen. Das ihm die Fahrten nichts mehr ausmachen merke ich daran, dass er nach der langen Fahrt nach Rendsburg sofort aus seinem Behälter kommt, sich nicht verkriecht oder verstört ist, sondern sich umgehend auf die Couch bettet, laut vor sich hinschnurrt und sich von allen Seiten kraulen und bewundern lässt.

Mittlerweile darf man in festen Transportbehältern Hunde und Katzen sogar im Passagierraum von Flugzeugen mitnehmen. Das Tier muss natürlich vorher angemeldet sein und es werden maximal 4 Tiere mitgenommen. Paulchen hat seine ersten Flugreisen auch hinter sich gebracht und weder bei der Abfertigung am Flughafen, noch im Flugzeug hatten wir Probleme. Paulchen war auch während des Fluges ganz ruhig und machte auf mich einen ganz zufriedenen Eindruck.

Egal ob es sich eine lange Reise oder nur eine kurze Autofahrt handelt, der Transport in einem festen Tierbehälter ist für mich die beste Lösung. Das Tier kann relativ sicher transponiert werden und der Stress ist für die Katze relativ gering. Mit einigen Übungseinheiten kann man auch ängstliche Katzen an die ungewohnten Geräusche gewöhnen, sodass sie die Fahrten einigermaßen gelassen mitmachen.

Paulchen versteckt sich inzwischen nicht mehr wenn er seinen Katzenkorb sieht, sondern lässt sich hineinsetzen und bettet sich gemütlich. Angesichts Paulchens großer Reiseerfahrung machen wir uns morgen voller Freude und sorgenfrei wieder auf den Weg nach Rendsburg um dort unseren Osterurlaub zu verbringen.

Man liest sich in einer Woche ;-))
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Produktbeschreibung Katzen transportieren Tipps & Tricks

 
Allgemeine Informationen Katzen transportieren Tipps & Tricks
gelistet seit: 02.09.2003
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