Fach Philosophie
Abbildung vergrößern: Fach Philosophie
Fach Philosophie
Fach Philosophie
Fach Philosophie

Fach Philosophie

Platz 16 in der Kategorie "Schulfächer".
Bewertung: Kundenbewertung 4,10 / 5,00 (4.0 von 5)

Fach Philosophie Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,10 / 5,00 (4.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Arbeitsaufwand:  durchschnittlich
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:  mittelmäßig
Prüfungsanforderungen:  mittelmäßig
Vorteile
  • Hat nich so den "Schulfachcharakter", is wirklich interessant, nich sonderlich schwer
Nachteile/Kritik
  • Eben nichts für Dikustier - und Lesefaule
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

Vom Sinn des Lebens und anderen unlösbaren Fragen

ein Testbericht von 2006-01-22 13:11:11 vom 22.01.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Hat nich so den "Schulfachcharakter", is wirklich interessant, nich sonderlich schwer...
Nachteile/Kritik: Eben nichts für Dikustier - und Lesefaule
Hallöchen meine lieben Leser und Leserinnen, heut soll's mal wieder nen neuen Bericht meinerseits geben, der sich um ein schulisches Thema dreht. Was könnte auch besser in die derzeitige Abi-Stress-Phase passen? Aber ich will die letzten Schultage doch nutzen, um noch ein paar frische Eindrücke der Schule loszuwerden, bevor die Zeit dann vorbei ist und es ab in die Ausbildung geht. Das jetzige Thema ist Philosophie, ein Kurs, der zumindest bei uns an der Schule als Grundkurs angeboten wird.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Was muss ich wissen?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

So, da ist man vielleicht Ende der 10. Klasse und soll dann seine Fächer für die Oberstufe wählen. Da steht auf dem Wahlzettel dann ein ganz neues Fach dabei: Philosophie. Den Begriff hat jeder sicher schon irgendwann, irgendwo mal gehört, aber was genau dahinter steckt und vor allem was man da drei Jahre lang an diesem Thema behandeln soll, bleibt am Anfang noch ein Rätsel. Bei uns war das ne schöne Sache, denn alle neuen Fächer (also die man vorher noch nie hatte), wurden uns von den unterrichtenden Lehrern vor der Wahl einmal vorgestellt und beschrieben, so dass wir uns ein grobes Bild davon machen konnten. Aber vielleicht ist das nicht an jeder Schule der Fall und daher will ich euch diesen kleinen Einblick hier mit meinem Bericht geben.

Nun aber zu der Frage, was muss ich wissen? Und ganz blöd gesagt, eigentlich muss man gar nichts wissen. Denn die Philosophie ist dazu da, das Nichtwissen zu thematisieren. Hört sich komisch an, is aber irgendwie so ;) Nun aber der Reihe nach. In der Philosophie gibt es ein paar Grundfragen, die die Thematik der Philosophie schön beschrieben:
Was kann ich wissen?
Was soll ich tun?
Was darf ich hoffen?
Und daraus entsteht noch eine vierte Frage:
Was ist der Mensch?
So kann man sagen, dass Philosophie sich den Fragen rund um das Leben, Denken, Existenz und den Menschen widmet. Zum Beispiel die Frage nach dem Sinn des Lebens und ähnliche gehören in den großen bereich der Philosophie.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
W elche Themen werden behandelt?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Auch wenn Philosophie ein sagen wir abstraktes Fach ist, so hat auch dieses seinen Lehrplan und auch seine Themen, die in den drei Jahren Unterricht behandelt werden sollen. Und diese will ich euch an dieser Stelle einmal kurz vorstellen.

- Erkenntnistheorie
- Philosophische Ethik
- Sozial- und Staatsphilosophie
- Geschichtsphilosophie
- Einführung in die Metaphysik
- Zugänge zur Anthropologie

Ich denke im Rahmen umfassen diese Stichpunkte die Thematik gut, jedoch geht diese eigentlich noch viel mehr ins Detail. Ich will euch an dieser Stelle jedoch nur ein wenig näher erklären, worum es sich bei den einzelnen Themen genau handelt.

Die Erkenntnisphilosophie beschäftigt sich logischerweise mit dem Thema Erkenntnis. Woraus entsteht Erkenntnis? Ist sie seit der Geburt vorhanden oder erlernt der Mensch erst im Laufe seines Lebens zu erkennen? All diese Fragen werden in den verschiedenen Theorien des Naiven Realismus, Empirismus und Idealismus diskutiert.

Die philosophische Ethik behandelt vor allem die Frage, was soll ich tun? Hier geht es fast mehr um die Ethik als um die Philosophie, wobei diese beiden Themen ja sowieso sehr eng verknüpft sind. In diesem bereich geht es vor allem darum, was als richtig und was als falsch angesehen wird, und was Wahrheit und was Lüge ist.

Die Sozial- und Staatsphilosophie beschäftigt sich mit der derzeitigen Situation des Menschen im Staat. Hier wird diskutiert, welche Staatsform welchen Zweck erfüllt, welche die sinnvollste ist und was sie jedem einzelnen von uns bringt oder auch nimmt.

Die Geschichtsphilosophie behandelt, wie der Name schon sagt, die Geschichte unter den Aspekten der Philosophie. Hier wird gefragt, ob man zum Beispiel auf ewigen Frieden hoffen kann, ob er das Ziel der Geschichte sei. So richtet sich die Geschichtsphilosophie vor allem in die Zukunft und lässt viele politische Aspekte einfließen. Was können wir als einzelner dort bewirken und vor allem hoffen?

Eigentlich kann man sich wundern, was die Metaphysik im bereich der Philosophie zu suchen hat. Sie behandelt ebenfalls das Thema, was darf ich hoffen? Jedoch zielt sie nicht auf die nahe, sondern viel mehr auf die fernere Zukunft ab. Sie behandelt nämlich die Thematik des Jenseits. Fragen wie z.B. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es Beweise für derartiges? werden hier aufs ausführlichste behandelt und diskutiert.

Der Bereich der Anthropologie behandelt die Frage: Was ist der Mensch? Hier geht man der Lehre von der menschlichen Natur auf den Grund und diskutiert sich durch die verschiedensten Ansichten aller möglichen Philosophen. Auch die Auffassung des Menschen als Subjekt wird mit einem ausführlichen Teil behandelt.


~~~~~~~~~~~~~
Der Unterricht
~~~~~~~~~~~~~

Wie euch sicherlich aufgefallen ist, habe ich bei der Erläuterung der einzelnen Themen sehr häufig das Wörtchen "diskutieren" verwendet. Ja, denn daraus besteht auch der aller größte Teil des Unterrichts. Man bekommt Texte oder nimmt welche aus dem wirklich dicken Philosophiebuch, liest sie durch und diskutiert sie danach im gesamten Kurs aus. Hier wird dann meist zuerst die Sicht des Autors herausgearbeitet und dann werden unsere eigenen Ideen und Vorstellungen gesammelt und besprochen.

Aber keine Panik, hier sitzt man normaler Weise nicht zu Tode gelangweilt im Unterricht und wartet bis die zwanzig anderen, die sich auch gemeldet haben, ihren ganzen Text gesagt haben, bis man endlich selbst an die Reihe kommt. Denn Philosophie-Kurse sind im Normalfall nicht sonderlich groß. Schätzungsweise 15 Leute besuchen so einen Philo-Kurs, so dass jeder auch genug Zeit und Gelegenheit bekommt, seine ganze Meinung breit und schön zu äußern.

Hört sich alles andere als sehr interessant an, ich weiß. Aber das kommt zum einen auf das jeweilige Thema an (ich fand Erkenntnisphilosophie ganz interessant). Natürlich hat auch der Schüler selbst darauf großen Einfluss, denn wer sich nicht gerne Gedanken um derartige Dinge macht oder auch nicht gerne diskutiert, der hat hier sicherlich den falschen Kurs gewählt!


~~~~~~~~~~
Der Lehrer
~~~~~~~~~~

Doch der Lehrer hat auch sehr großen Einfluss auf den Unterricht, hier sogar noch mehr als in manch anderen Fächern. An ihm liegt die Gestaltung der meist trockenen Themen. Hat man einen sturen "Texte-Durchkauer" so kann das schönste Philosophie-Thema hier zu Grunde gerichtet werden. Hat man jedoch einen wahren Philosophen als Lehrer, so wird der Unterricht sogar bedeutend interessanter als manch anderes Fach.

Doch der Einfluss des Lehrers geht noch weiter. Ist der Kurs nämlich schnell genug im Bearbeiten der Themen, so kommt es vor, dass man sich noch ein oder zwei Wahlthemen heraussuchen kann. Bei uns war das der Fall und so haben wir uns für das Philosophie-Thema "Ästhetik" entschieden. Hier wird behandelt, was der Mensch als "schön" empfindet und was dieses kleine Wörtchen eigentlich bedeutend. Kann wirklich interessant sein!


~~~~~~
Fazit
~~~~~~

Tja, wie manche schon gemerkt haben, Philosophie ist eben Geschmackssache. So kommt es auch, dass bei so ziemlich jedem Philosophiekurs noch ein paar Leute abspringen, nachdem das erste Thema beendet wurde. Man muss eben gerne diskutieren, seine Meinung äußern wollen und einen gewissen hang zum Texte lesen haben. Ist das der Fall, so ergibt sich der Rest meist von selbst.

Ich selbst mag meinen Philokurs, wenn auch der Lehrer eine Eigenart für sich ist und damit den Philokurs so manches Mal durcheinander bringt. Aber davon abgesehen ist Philo ein wirklich interessantes Fach, in dem man wahrlich über Gott und die Welt diskutieren kann, so dass es fast einen Teil seines Schulfachcharakters verliert und eine viel schönere Unterrichts-Atmosphäre erstellt. Ein cooles Fach, das vier Sterne verdient hat!


© Jatzia alias Evolution bei Ciao
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Arbeitsaufwand:Arbeitsaufwand von Fach Philosophie : 3,0 durchschnittlich
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:Schwierigkeitsgrad der Ausbildung von Fach Philosophie : 3,0 mittelmäßig
Prüfungsanforderungen:Prüfungsanforderungen von Fach Philosophie : 3,0 mittelmäßig
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
Connector
Connector, 24.01.2006
Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!
DerPrinz
DerPrinz, 22.01.2006
sh
manu63
manu63, 03.02.2006
sh
Alle Kommentare anzeigen
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen
Leitfaden für Studierende
15,80 € ¹
versandkostenfrei
Leitfaden für Studierende
15,80 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 18,80 €
16,80 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 19,80 €
16,80 € ¹
versandkostenfrei
Play - Lehrwerk für Praktische Philosophie in Nordrhein-Westfalen: Fair Play 1. Schülerband. Das neue Lehrwerk für den Unterricht im Fach Praktische Philosophie. Nordrhein-Westfalen
21,65 € ¹
versandkostenfrei
Play - Lehrwerk für Praktische Philosophie in Nordrhein-Westfalen: Fair Play 1. Schülerband. Das neue Lehrwerk für den Unterricht im Fach Praktische Philosophie. Nordrhein-Westfalen
21,65 € ¹
Versand: 3,00 €
Gesamtpreis: 24,65 €
im Klassenzimmer: Didaktische Implikationen interkultureller Hermeneutik im Fach Praktische Philosophie
34,90 € ¹
versandkostenfrei
Georg Büchners Philosophie als Unterrichtsreihe im Fach Ethik / Elstner, geb. Spindler, Susanne
14,99 € ¹
Versand: ab 2,50 €
Gesamtpreis: 17,49 €
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

'Stuhl' - eine Bezeichnung oder das Wesen?

ein Testbericht von 2003-03-12 21:07:44 vom 12.03.2003
Empfehlung: ja
Was ist eigentlich ein Stuhl? Hat sich jemals jemand Gedanken darüber gemacht was eigentlich ein Stuhl wirklich ist? Woraus ein Stuhl besteht und welches Wesen dahinter steckt? Ich wage zu bezweifeln das die Hälfte der Leser sich jemals die Frage gestellt haben, was ein Stuhl eigentlich wirklich ist. Was hinter dieser Bezeichnung steckt und wie das Wesen eines Stuhles ist.

Habt ihr euch mal überlegt was euer Name eigentlich über euch aussagt? Eigentlich sagt euer Name über euch genau so viel aus, wie die Bezeichnung 'Stuhl' über einen Stuhl aussagt, nämlich nichts. Ich kann das Wesen eines Teiles nicht erkennen, wenn ich an der Oberfläche, an dem offen Sichtlichem bleibe.

Der Mensch hat eine Bezeichnung, einen Namen, um sich von anderen Menschen zu unterscheiden, aber braucht er dafür einen Namen? Der Name sagt nichts aus. Nicht alles was wir Stuhl nennen ist gleich. Ein Stuhl kann unterschiedliche Formen haben, unterschiedliche Farben und aus unterschiedlichem Material bestehen. Somit ist ein Stuhl mit einem Menschen vergleichbar. Allein das Wort sagt wenig über sein Wesen aus, aber wenn man anfängt die Bezeichnung zu hinterfragen und sich Gedanken macht, was das Wesen ist, dann kann man anfangen ein wenig zu wissen, was ein Stuhl wirklich ist.


So oder ähnlich fing mein Philosophieunterricht in der Schule an. Ich habe mich anfangs ein wenig gewundert was der Lehrer eigentlich von mir wollte, aber wenn man mal so überlegt sind die Gedanken gar nicht so falsch. Ich kann nichts nur wegen seiner Bezeichnung verurteilen, ohne drüber nachzudenken welches Wesen hinter der Sache steht, wieso es zu dem gemacht wurde, was es nun ist und wie es entstanden ist. Wenn man ein wenig weiter denkt, dann kommt man auch darauf, dass diese Fragen auch in der Pädagogik, bzw besonders in der Psychologie wichtig sind. Das Hinterfragen eines Menschens. Dies muss also nicht auf einen Menschen begrenzt bleiben, sondern ist auf alle Gegenstände und alle Sachverhallte übertragbar.

Wer mich kennt, der weiß das ich ab und an mal ganz gerne philosophiere, aber die Philosophie in der Schule weicht oft von dem ab, was man sich eigentlich darunter vorstellt. Ich weiß noch genau wie wir uns damals drüber lustig gemacht haben, als wir die Sache mit dem Stuhl erfahren haben. Für uns war ein Stuhl schon immer ein Stuhl und nichts anderes. Und da sollte man auf einmal einsehen, dass ein Stuhl nichts wäre, wenn er keine Lehne hätte, denn dann wäre es ein Hocker und all solche Dinge.

Obwohl ich die Schulphilosophie nicht immer sehr gut und angebracht finde (was vielleicht auch an meinem Lehrer, einem Alkoholiker) liegen kann, bin ich der Meinung das man sich einmal mit dem Fach vertraut machen sollte, um nachvollziehen zu können, womit dieses Fach sich wirklich und im Wesentlichen beschäftigt, damit man es nicht voreilig verurteilt.

Mittlerweile habe ich Philosophie schon das zweite Jahr und werde wohl auch mein Abi in dem Fach machen. Was die Philosophie aber wirklich ist, kann ich immer noch nicht sagen. Das wird mir wohl auch nie wirklich gut gelingen. Wenn man aber bedenkt, dass aus meinem Jahrgang nach einem Jahr sich von 80 Leuten 70 entschieden haben nicht mehr Religion zu machen, dann muss ich doch sagen, dass das Fach sehr beliebt ist. In der 11 hatten wir noch 2 Religionskurse. Nun haben wir nur noch einen, der eigentlich auf Grund der Schülerzahl nicht mehr existieren dürfte.


Also beschäftigt euch mit dem wahren Wesen von allem! Und verurteilt nichts ohne es zu hinterfragen ;)

liebe Grüße, Mary
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
ich88
ich88, 06.06.2006
schöner bericht, da bekommt man einen guten einblick. leider haben wir dieses fach nicht an der schule, ich interessiere mich sehr dafür.
MichiStephan
MichiStephan, 22.04.2006
sh lg
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
kerlimaus99

Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden

ein Testbericht von 2003-02-25 14:00:06 vom 25.02.2003
Empfehlung: ja
Nachdem ich nun schon viele Beiträge der von grantlsack und pantherhh ins Leben gerufenen Aktion gelesen habe, möchte ich mit diesem Beitrag auch meinen Senf dazu geben und ich hoffe er gefällt Euch ein wenig, aber ich werde wohl auch etwas von dieser Aktion abweichen und Euch nicht nur meinen einen Satz nennen, diesen natürlich auch, aber ich werde auch noch etwas dazu sagen, aber auch dies sollte ja im Rahmen eines solchen Beitrages erlaubt sein.

Worum geht es überhaupt ? Um dieses vor allen Dingen auch allen Usern zu verdeutlichen die zufällig auf diesen Beitrag stoßen ohne jedliches Wissen der Aktion werde ich mich meinen Vorgängern anschließen und die Einleitung des Aktionsstartbeitrages in diesen Kopieren:

Zitat:

Stelle Dir zunächst zwei Fragen:
Wie alt bist Du jetzt?
Wie alt möchtest Du werden ?

Und nun stelle Dir folgende Situation vor:

Drei Wochen vor dem Erreichen Deines „Wunsch“-Alters sitzt Du im Kreise Deiner Lieben, Du weißt ja, dass deine Tage gezählt sind...
Viele Erfahrungen hast Du gemacht in Deinem Leben. Viele glückliche, viele traurige Momente durchlebt, viele Erkenntnisse gewonnen.
Und doch, ich bin sicher es gibt einen Kern – ich nenne ihn hier einmal „Weisheit“ von dem Du unbedingt möchtest, dass sie ihn erfahren. So wichtig wie Dir dies ist, willst Du, dass ihn Deine Nächsten im Herzen tragen, auch wenn Du nicht mehr unter ihnen sein wirst. Ich sehe an Deinem Nicken, dass Du mir gefolgt bist und sage dann:

Gut, dann möchte ich Dich jetzt bitten, einen Satz zu formulieren, der maximal 15 Worte hat,
lass Dich einfach überraschen welche Bilder, welche Töne oder auch welche Gefühle in Dir auftauchen und in welche Worte Du sie gleich kleiden wirst. Scheue Dich nicht auch (zunächst vielleicht auch für Dich selbst) überraschende Worte zu formulieren, sondern sei einfach sicher:
Ein schöneres Geschenk als diesen Satz kannst Du kaum machen – Dir und Deinen Lieben!


Und dieser Satz soll beginnen mit den Worten:

Was ich Euch sagen möchte, wichtig im Leben ist
[DEIN TEXT]

Zitatende.

Zunächst zu den ersten beiden Fragen, also kerlimaus99 ist zur Zeit fast 40 jahre alt und wenn es körperliche und geistige Gesundheit erlauben würde ich gerne nochmals eine solche Spanne auf Erden verbringen, mal sehen, ob es klappt.


[MEIN TEXT]

Was ich Euch sagen möchte, wichtig im Leben ist andere so zu respektieren, wie man selbst respektiert werden möchte.


Und nun zu den schon angesprochenen Ausführungen hierzu. Vielleicht könnte man das ganze auch mit einem Satz umschreiben, der nicht von mir stammt, aber der sicherlich den meisten bekannt sein dürfte und ich schon in der Überschrift dieses Beitrages wiederfindet:

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden

, denn sobald Ihr die Freiheit eines anderen beschneidet, beschneidet Ihr im Grunde Eure eigene mit. Um dies mal auf eine Plattform wie diese zu übertragen, so lasst andere sich hier ausleben, wie Ihr es ja auch macht, das heißt, lasst sie schreiben über was sie wollen, respektiert deren Meinung, egal ob als Beitrag, Kommentar oder Gästebucheintrag, so wie Ihr ja auch wollt, daß Eure Meinung respektiert wird. Bewertet also einen Beitrag nicht schlecht, weil Euch das Produkt nicht zusagt, der Autor unsympatisch ist oder Ihr eine andere Einstellung zu dem Produkt oder Thema habt, denn all das hat mit der Qualität des zu bewertenden Beitrages nichts zu tun, solange dort keine Unwahrheiten oder falsche Informationen verbreitet werden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch eine schölne Zeit auf dieser Plattform und vielleicht erinnert Ihr Euch mal das eine oder andere mal an meine hier weitergegebene Lebensweisheit, wenn diese Bezeichnung für einen einzelnen kleinen Satz sicher auch etwas hochgegriffen ist.

Liebe Grüße und einen schönen Tag

Euer Gerd

© kerlimaus99 25.03.2003
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Sylviane

Hier lernte ich fürs Leben

ein Testbericht von 2002-06-30 09:37:00 vom 30.06.2002
Empfehlung: ja
Irgendwann kam für mich in meiner schulischen Laufbahn auf dem Gymnasium die Zeit der Entscheidung, ob ich weiterhin ab dem 11.Jahrgang Religion als Grundkurs belegen möchte oder aber mich auf einen neuen Weg mit dem Kurs Philosophie begeben wollte.
Nun die Überlegung an sich fiel mir nicht schwer. Sage und schreibe 10 Schuljahre Religionsunterricht, dann vor einigen Jahren noch zwei Jahre Konfirmandenunterricht hatten mich nicht sonderlich begeistern können und mit der christlichen Materie vertraut machen, so dass ich offen war für neue Dinge, die sich mir dann offenbaren sollten.
Ich kehrte wohlgemut der Religion den Rücken und begab mich auf den Weg der Denker.

Nun muß ich dazu sagen, dass ich kaum ein Fach so sehr geliebt habe wie meinen „Philounterricht“. Und zum Großteil liegt es daran, dass ich einen außerordentlichen Menschen als Lehrer in diesem Fach hatte. Ein Mann von Format und Charakter, dem ich auch heute noch 10 Jahre nach meinem Abitur alle Hochachtung zolle und wahnsinnig viel zu verdanken habe. Schon allein, als ich erfuhr, daß dieser Mann einen Philosophiekursus an meiner Schule leiten würde, war mir klar, dass ich nur diesen Studiengang wählen konnte.

Philosophie ist einfach mehr als das Aufnehmen von bestehenden Regeln, Grundsätzen und ähnlichem. In Philosophie lernst Du das Denken und das Hinterfragen, wenn Du einen vernünftigen, sprich guten Lehrer hast. Es gibt natürlich auch solche, die sich hinstellen und Dich als Schüler Texte und Ausarbeitungen von Kant, Nietsche und was weiß ich nicht alles lesen lassen, ohne, dass Du Dir selbst großartige Gedanken darüber machen musst.
Doch das ist meines Erachtens der falsche Weg. Es ist natürlich klar, dass einem in mindestens zwei Jahren (leider nur höchstens drei Jahren) auch Grundelemente vermittelt werden müssen, gewisse Grundsätze und Spielarten der Philosophie. Doch nur das alleine ist nicht Sinn und Zweck der Sache.
Wir haben das selbständige Denken und Interpretieren bei unserem Lehrer gelernt. Wir haben gelernt, aus vielen Dingen das Positive für uns zu ziehen und vielen Dingen, die einen festen Standpunkt in unserem Leben hatten, hat er mit einer Bravour umgeworfen, dass es eine Freude war.
Wir haben hitzige Diskussionen geführt und daraus konnte ich manches wahre Wort für mein jetziges Leben ziehen.

So wurde zum Beispiel, ich weiß es wie heute, die Frage der Freiheit erläutert. Klar, daß das bei einem Haufen 17 und 18 jähriger Schüler irgendwann in der Frage der Partnerschaft endet. Alle saßen da irgendwo mit den ersten Beziehungsproblemchen, dem sogenannten Verlust der Freiheit durch den Partner und wir sonnten uns in unserem ach so schweren Dasein, unverstanden, eingeengt und einfach ohne Freiheiten.
Da kam dann dieser Mann daher und stellte die These auf, dass man wirklich nur frei ist, wenn man in einer Beziehung (funktionierenden Beziehung ) steckt. Das war natürlich Wasser auf unseren Mühlen. Der Freund/in engt uns ein, wir müssen uns in einigen Punkten ändern, der Partner hat uns „umgekrempelt“. Alles Quatsch von der großen Freiheit.

Doch dann kamen Punkte, an die man als Schüler oder junger Mensch im Allgemeinen nie gedacht hat und die mich auch heute noch schwer beschäftigen und mit denen ich eigentlich auch im Hinterkopf meine Beziehungen nach der Schulzeit geführt habe, wohl weißlich wissend, daß nicht alle Männer, die meinen Weg begleitet haben, das Glück hatten, sich dessen bewusst zu sein, was die Freiheit ausmacht, wenn ich eine Beziehung habe. Es war auch erstaunlich zu hören, was uns unser damaliger Lehrer mit auf den Weg gab. Doch es ist eine These, die absolut stimmig ist, wenn man gewillt ist, sie zu begreifen.
Nur in einer( funktionierenden) Beziehung ist man wirklich frei. Man ist frei, weil man sich selbst keine Zwänge mehr auferlegen muß. Man kann vor seinem Partner so sein, wie man wirklich ist, wenn man in großer Vertrautheit zusammenlebt. Das Vertrauen ist der Punkt, der einen frei macht. Das Vertrauen und die Sicherheit, die einen die Partnerschaft geben soll. Habe ich keine feste Beziehung bin ich ständig auf der Suche nach einem möglichen Partner. Ich lege mir selbst Zwänge auf, versuche mich von meiner besten Seite zu zeigen und mache mich selbst unfrei durch diesen Aspekt der Partnersuche. Erst wenn ich begriffen habe, dass ich als Mensch einen Partner brauche und der mir als Gegenpol die Ruhe und Geborgenheit verschaffen kann, dann erfahre ich die absolute Freiheit vor mir selbst.
Ich bin nicht frei, wenn ich tun und lassen kann, was ich will, weil ich keinem Rechenschaft abzulegen brauche und von einem möglichen Partner zum nächsten flattere. Ich bin frei, weil ich meinen Hafen gefunden habe und die Suche ein Ende hat. Es ist ein Trugschluss, wenn meint, dass man nur außerhalb einer Partnerschaft die absolute Freiheit erlangen kann.
Eine Sache, über die ich im Laufe der Jahre viel nachgedacht und spekuliert habe. Dennoch kann ich meinem Lehrer nach fast 10 jähriger Ehe nur Recht geben. Es ist so, dass man in einer Partnerschaft frei ist. Die Zwänge legt man sich selbst auf, wenn man es nicht versteht, seinen Freiraum zu nutzen. Leider gibt es immer noch zu viele Menschen, die nach den alten Vorbehalten leben und sich gefangen fühlen in einer Beziehung. Ich denke, dass sie es , wenn sie Glück haben, auch irgendwann verstehen werden, dass gerade dieser Rückhalt durch die Beziehung /Familie, einen die Freiheiten erlaubt, die man sich wünscht und benötigt.

Es ist noch nicht lange her, dass ich zum Beispiel mit meinem Mann über seinen Freiheitsverlust durch unsere Ehe gesprochen habe. Ein Punkt, der mir selbst sehr leid tut, da er mir zeigt, dass er es einfach nicht begriffen hat. Ich persönlich habe nie, in keiner Partnerschaft, einen Verlust meiner Freiheit verspürt. Im Gegenteil ich habe den Rückhalt, den mir eine Partnerschaft geben konnte, genossen. Doch diese Gedanken brauchen Zeit um zu reifen und ohne Hilfe eines so guten Lehrers weiß ich natürlich auch nicht, ob ich jemals mit meinen Beziehungen so gut klar gekommen wäre wie es eigentlich immer der Fall war.
Was ich mit diesem kleinen Exkurs in mein Leben und meinen Philosophieunterricht ausdrücken wollte, ist, dass man dort tatsächlich fürs Leben lernt. Daß es viele Dinge gibt, die einen für sein weiteres Leben bereichern können und daher bin ich sehr froh und dankbar, einen solchen Lehrer und ein solches Fach gehabt zu haben.

Ich könnte noch etliche andere Dinge aufzählen, die wir in Philosophie besprochen haben und die uns, wenn wir sie heute bedenken, einen Rat für unser jetziges Leben geben können. Es sind so grundlegende Fragen geklärt worden und wenn man die Antworten darauf in seinem Herzen bewegt, dann kann ich sagen, dass das ein Fach gewesen ist, wo man wirklich fürs Leben gelernt hat.
Alles Dank meines wunderbaren Lehrers.

:Wir haben in diesem Kurs viele Bücher gelesen und sie dann in Zusammenhang mit einigen grundlegenden Themen besprochen und interpretiert. Ein kleines Fazit daraus ist, dass man mit Büchern auf die Reise gehen kann, eine geistige Reise. Das Lesen kurbelt unsere Phantasie an und bringt uns fort an einen anderen Ort. Durch das Lesen bin ich frei und kann, auch wenn für richtige Reisen vielleicht kein Geld da ist, so mein momentanes Umfeld verlassen.
Auch ein Aspekt, der mir für mein jetziges Leben sehr zu gute gekommen ist. Ich habe begriffen, dass ich mir meine Auszeit mit einem guten Buch nehmen kann. Ich kann der momentanen Situation entfliehen und mich für eine Weile an einen anderen Ort zurückziehen.
Durch das Lesen verschaffe ich mir einen weiteren Horizont, nicht nur in Sachen Bildung.


So waren es viele Dinge, die einen so im Leben beschäftigten, die wir im Philosophieunterricht durchgesprochen haben. Ich kann sagen, dass es wirklich das einzige Fach war, in dem ich wirklich für das Leben gelernt habe. Das Leben schlechthin außerhalb der Schulmauern. Es wurden viele große Dinge erörtert, die danach so klein und nichtig waren und viele in meinen Augen zunächst kleine unbedeutende Dinge sind zu einer enormen Größe gewachsen.

Nun mag natürlich jemand ankommen und sagen, was erzählt sie denn hier? Mußten in dem Grundkurs keine Arbeiten geschrieben werden? Gab es keine Pflichtlektüre und haben sie nur diskutiert?

Nun ja, es gab natürlich auch Klausuren in Philosophie. Diese befassten sich auch immer mit dem gerade besprochenen Thema. Es gab dann Texte, die wir zu interpretieren hatten und genau daran konnte unser Lehrer sehen, ob wir in den Stunden zuvor, die wir mit lebhaften Diskussionen verbracht hatten, auch aufgepasst hatten oder einfach nur sinnlos vor uns hin lamentiert hatten.
Ein simples Frage und Antwortspiel wie in anderen Fächern gab es bei uns in Philosophie nie.
Pflichtlektüre waren so vielfältig, dass ich kaum alle Aufzählen könnte. So beschäftigten wir uns zum Beispiel mit Huxley.

Wer diesen Bericht nun recht ungewöhnlich für eine Beschreibung eines Grundkurses auf einem Gymnasium hält, der hat recht. Doch genauso ungewöhnlich war mein Philosophieunterricht. Und das wollte ich hier gerne (in immer noch großer Dankbarkeit) schildern. Es gibt tatsächlich Fächer, in denen man fürs Leben lernt, wenn man einen entsprechenden Lehrer vor die Nase gesetzt bekommt. In so mancher Situation denke ich an diesen Unterricht zurück und sammle Kraft aus den Eindrücken, die damals auf mich eingewirkt haben, aber nicht nur Kraft, sondern auch Verständnis für meine Mitmenschen, die sich mit einigen Dingen so unheimlich schwer tun. So schwer, wie es mir selber wohl auch ohne diese drei wundervollen Schuljahre gegangen wäre. Sie haben meine Denkweise stark geprägt und mir für manches die Augen geöffnet. Mehr kann man doch von einem Schulfach nicht erwarten.

Ich habe in Philosophie kurz auf den Punkt gebracht das Denken und das Leben gelernt. Ich habe viele Missstände in unseren Köpfen erkannt und versuche danach zu leben.
Ich habe gelernt, dass das Denken, den Menschen vom Tier unterscheidet. Eine der ersten Thesen, die im Philosophieunterricht bei uns bewiesen und besprochen werden mussten. Ich habe gelernt, daß die Sprache ein wichtiges Faktum ist und ich habe gelernt, dass man aus den Erfahrungen anderer ebenso lernen kann.
Ein rundum runder Exkurs in die Welt der Philosophen untermalt von Eindrücken und Erzählungen eines besonderen Mannes, begleitet von hitzigen Diskussionen und beendet in vielerlei Einsicht und Verständnis. So war mein Philosophiekurs. Ein Kurs fürs Leben.

Nicht für die Schule für das Leben lernen wir...

Ion diesem Sinne wünsche ich allen einen so bemerkenswerten Mann als Philosophielehrer wie ich ihn drei Jahre lang erleben durfte.
Im Übrigen finde ich, dass drei Jahre Philosophie am Gymnasium zu wenig sind. Man kann so viele grundlegende Themen nur anschneiden und nicht komplett durchdiskutieren. Es wäre schon lobenswert, wenn vielleicht ein Jahr früher mit dem Unterricht begonnen werden könnte. Ich denke, dass schon einige 10. Klässler die nötige Reife für dieses Fach besitzen können. Ansonsten ist ein so interessant gestalteter Philosophieunterricht zumindest ein Sprungbrett in ein eventuelles Studium, wo einen dann noch das nötige Handwerkzeug und mehr Wissen um die alten Denker zugetragen wird, um einen Schüler für ein Fach zu begeistern und ihn zum Denken zu animieren, ist nämlich der Weg, den mein Lehrer damals gewählt hat, viel besser, als das Füttern mit trockenen Textabschnitten, Phrasen und Fachbegriffen.

Ich vergebe dem Fach Philosophie einen Punkt in der Hoffnung, dass die Schüler, die es heutzutage wählen auch einen so großartigen Lehrer haben werden und ebenso viel daraus ziehen können für ihr künftiges Leben wie ich.
Meine klare Empfehlung.
Vorraussetzung wie bei allen anderen Fächern ist auch hier ein gewisser Fleiß und vor allem Aufmerksamkeit. Ohne ein Zuhören im Unterricht wird man auch keine Philoklausur schreiben können....
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-4 von 4  Schulfächer
Top Webtipps
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR

Produktbeschreibung Fach Philosophie

 
Allgemeine Informationen Fach Philosophie
gelistet seit: 26.08.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,10 / 5,00
Fach Philosophie im Vergleich
Home > Ausbildung & Karriere > Schule > Schulfächer > Fach Philosophie > Überblick