Struwwelpeter-Apotheke

Skopje vom Berg  Vodno

Struga am Ohridsee

Praktikum Allgemein
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Platz 1 in der Kategorie "Mehr zum Thema Schule".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 (4.7 von 5)

Praktikum Allgemein Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 (4.7 von 5)
von 89% aller Autoren empfohlen (32/36).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Gute Erfahrung für spätere Jobwahl
  • Einblick in Arbeitswelt, Erfahrung sammeln, Berufswahl überdenken
  • Man kann mal in das Arbeitslöeben hinein schnuppern
  • freundliche Mitarbeiter, super Atmosphäre, sehr guter Praktikumsplatz
  • Mit Kindr zusammen sein
Nachteile/Kritik
  • Einseitige/ Wiederholende Tätigkeiten, Kein Kundenkontakt, In der Regel keine Bezahlung
  • Dagegen spricht nichts.
  • -------------------------
  • Sie können auch nerven *gg
  • lest selbst...
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Kleine125

Praktikumsberichte + Praktikum

ein Testbericht von 2002-07-09 14:09:22 vom 09.07.2002
Empfehlung: ja
Hi,
in der 9ten Klasse hatte ich 2 Wochen Praktikum, ich hab es im Kindergarten gemacht und es war einfach superschön.

Wie kommt man zu einem Praktikumsplatz?
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1. Man überlegt sich, was man den später machen will und was einem Spass macht
2. Man kann natürlich auch dorthin gehen, wo man Geld dafür bekommt
3. Dann geht man zu dem Betrieb und fragt freudnlich ob sie den Praktikanten nehmen, man kann auch anrufen
4. Wenn sie welche nehmen, hast du einen platz und kannst nun fragen wann du frühs anfängst

Wie können dich die Leute ausnutzen?
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1. Wenn du zum beispiel in ein Restaurant gehst und du dann nur die Toiletten putzen darfst, gib sofort deinem Lehrer bescheid
2. Wenn du über 7h und 5Tage die Woche arbeiten musst
3. Wenn du auf ner Baustelle z.B. viel zu schwere säcke rumtragen musst

Pracktikumsberichte
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Es gibt Hefte, in denen alles vorgedruckt steht, und wo man dann alles nur noch Stichpunktartig reinschreiben muss. Wenn du allerdings selbst einen Bericht schreiben musst, ist hier eine Volage:

Praktikum
Vom bis

Wo?

Unter der Betreuung von


Ein Kind braucht Nahrung und Schlaf,
Wärme und Licht, Liebe und Spiel,
Geborgenheit und Freiheit.
Es muss träumen dürfen,
und es braucht Stille dazu.
Es muss sich bewegen dürfen,
und es braucht Platz dazu.
Es muss schauen und fühlen und schmecken dürfen,
und es braucht Anregung dazu.
Es will neugierig sein und Neues ausprobieren,
und es braucht Material dazu.
Es will fragen,
und es hat ein Recht auf eine wahrhaftige Antwort.

(Gedanken von Anette von Bedecker)


Inhaltsverzeichnis



1. Überlegungen vor dem Praktikum

2. Angaben zum Praktikumsbetrieb

3. Angaben zum Berufsbild der eigenen Tätigkeit und der im
engeren Umfeld Beschäftigten


4. Tätigkeitsbericht

5. Gesamteinschätzung

6. Anlagen















1. Überlegungen vor dem Praktikum

1.1. Meine Erwartungen an das Praktikum


Ich erhoffe mir von der Zeit im Kindergarten, dass ich einen Einblick in die Arbeit einer Kindergärtnerin bekomme. Dadurch kann ich dann überlegen ob ich mir später einmal einen Beruf suche, der mit Kindern zu tun hat oder nicht.
Auch fände ich es gut, wenn ich lerne mit Kindern umzugehen, damit diese sich bei mir wohl fühlen. Dann erhoffe ich mir, dass ich etwas „Sinnvolles“ zu tun habe. Also das ich zum Beispiel nicht die ganze Zeit Liegen auf- und abbauen darf, sondern wirklich Bezug zu den Kinder habe, indem ich mit ihnen bastle oder spiele.
Ich hoffe, dass die Kinder auch Respekt vor mir haben und akzeptieren, was ich ihnen sage.
Ich wünsche mir auch, dass die Erzieherinnen nett und freundlich zu mir sind, mir auch mal etwas erklären und mit ein paar Tipps geben, wie ich etwas besser machen könnte.
Ich finde Praktikum ist eine gute Abwechslung von der normalen Schule, da man lernt, was man in einem bestimmten Beruf macht. In der Schule wird einem nicht gesagt, was man in bestimmten Berufen machen muss und durch das Praktikum hat man eine gute Orientierung.
Ansonsten hoffe ich, dass es schöne 2 Wochen werden und nicht so viele Ängste verwirklicht werden.


1.2. Meine Ängste vor dem Praktikum


Meine größte Angst ist, dass mich die Kinder nicht mögen. Kleine Kinder sind ziemlich eigen. Entweder sie mögen einen vom ersten Moment an oder sie können einen gar nicht leiden. Dann fürchte ich auch, dass mir die kleinen Kinder zu stressig sind. Wenn sie zum Beispiel spielen und 2 Minuten später rausgehen wollen. Auch hoffe ich, dass die Verantwortung, die man den Kindern gegenüber hat, nicht zu groß ist, dass den Kindern in meiner Gegenwart nichts zustoßen kann. Ebenso wäre es für mich schlimm, wenn die Kindergärtnerinnen nicht mit meiner Arbeit zufrieden sind und mir nichts zutrauen.


1.3. Auswählung des Praktikumsplatzes


Ich habe mir den Kindergarten Langburkersdorf ausgewählt, weil es nicht so weit weg von meinem Wohnort ist. Außerdem mag ich kleine Kinder und hätte bei anderen Einrichtungen (zum Beispiel im Hotel) Angst, dass ich den ganzen Tag Betten machen muss. Wenn man in den Kindergarten geht, denkt man schon, dass man dort Bezug zu den Kindern aufbauen kann. Eine Freundin von mir, Anja Wittkowski, hat letztes Jahr auch ihr Praktikum dort gemacht und hat mir gesagt, dass es dort sehr schön sein soll. Mir ist es eigentlich nicht wichtig, ob ich Geld bekomme oder nicht, ich finde wichtiger ist es, dass man auch Freude in den 2 Wochen hat.





2. Angaben zum Praktikumsbetrieb

2.1. Geschichtliche Daten des Kindergartens

bla bla bla


3. Angaben zum Berufsbild der eigenen Tätigkeit
und der im engeren Umfeld Beschäftigten

3.1. Aufgaben und Anforderungen, die an mich gestellt worden sind

Meine Aufgabe in den 2 Wochen war es hauptsächlich, mich um die Kinder zu kümmern, mit ihnen zu spielen, zu basteln oder zu malen. Wenn die Kinder dann im Bett waren, mussten wir, also Anja Puder (9N2) und ich, meistens basteln, oder andere Arbeiten verrichten, wie zum Beispiel Bettbezüge ausbürsten, oder Stühle umstellen.
Manchmal sollte ich ein Kind trösten oder mit einer Gruppe eine halbe Stunde allein bleiben. Mir wurde aber sehr viel beigebracht, zum Beispiel, wie man Windeln wechselt und das durfte ich dann auch machen.

3.2. Aufgaben und Pflichten der Kindergärtnerinnen

Eine Kindergärtnerin sollte sich folgende Regel zum Maßstab setzen:

„Was wir dem Kind vorzeitig lehren, nehmen wir ihm die Chance, es selbst zu lernen.“

Die Erzieherinnen dürfen keine führende Rolle, sondern eine partnerschaftliche Rolle einnehmen. Das heißt, dass die Kindergärtnerin ihren Sprösslingen nicht vorschreiben soll, was sie zu tun haben, sondern dass die Kinder selber ausprobieren was ihnen gefällt. Wenn die Kinder zum Beispiel malen und die Erzieherin sagt ihnen: „Ihr malt jetzt ein Haus, und eine Wiese.“ Dann können die Kinder nicht lernen, wie man ein Baum malt und können ihre eigene Phantasie nicht frei entfalten.
Die Sprösslinge sollen durch Nachahmung, Versuch, Irrtum, Zusammenleben und Zusammenspiel alles erfassen. Die Kindergärtnerinnen müssen dafür sorgen, dass immer genug Spielsachen da sind, die sich die Kinder nehmen dürfen um mit ihnen zu spielen. Sie passt auf, dass die Kinder sich nicht verletzen und keine Kleinteile verschlucken. Sie beantwortet den Kindern ihre Fragen und sollte auch selbst etwas fragen, damit die Kinder etwas lernen. Jede Erzieherin trägt durch das Einbringen ihrer Erfahrungen und Kenntnisse, sowie einzelner Stärken zur Umsetzung der Konzeption bei. Eine Erzieherin hat die volle Verantwortung in der Gruppe, muss für ein gutes Gruppenklima sorgen und ist für die optimale Entwicklung eines jeden Kindes verantwortlich. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass die Eltern mit den Erzieherinnen über ihre Kinder reden.
Eine Kindergärtnerin ist nett zu ihren Sprösslingen sein, aber auch konsequent, wenn die Kinder Unsinn machen. Die Kinder müssen ihr vertrauen, aber ihr auch Respekt entgegenbringen.
Einmal im Monat findet in der Kindertagesstätte Langburkersdorf eine Dienstberatung statt und die Erzieherinnen können an Weiterbildungen, je nach Interesse und Notwendigkeit, teilnehmen.






3.3. Vorraussetzungen für den Beruf und Möglichkeiten der
Weiterentwicklung

Als Kindergärtnerin muss man natürlich Kindern mögen. Man sollte aber auch körperlich fit sein, da die Kinder auch oft gehoben oder getragen werden.
Für diesen Beruf ist auch viel Geduld erforderlich, da Kinder nicht alles so schnell lernen und auch immer viele Fragen stellen.
Für diesen Beruf gibt es vier Ausbildungsvarianten. Man kann zum Beispiel eine pädagogische Ausbildung machen, oder eine Ausbildung zum Kinderpfleger, die 2 Jahre dauert. Da ist aber das Problem, dass man nicht allein mit einer Gruppe sein darf, sondern es muss immer jemand anders mit da sein. Dann gibt es noch die Möglichkeit eine Ausbildung zum Erzieher zu machen. Diese umfasst ein zweijähriges Studium und 1 Jahr Arbeit in der Praxis. Mit dieser Lehre kann man Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren betreuen. Außerdem gibt es noch die Ausbildung zum Sozialpädagogen. Dann hat man die Wahl, ob man im Kindergarten oder Heim arbeiten, oder sich um junge Schwangere oder um Straßenkinder kümmern möchte. Ein Sozialpädagoge kann fast jeden Beruf ergreifen, der mit Menschen zu tun hat.
Weiterentwicklungen gibt es in diesem Sinne nicht, es sei denn man hat zum Beispiel eine Ausbildung zum Kinderpfleger, dann kann sich ein Studium noch anschließen.


4. Tätigkeitsbericht

4.1. Montag, den 15. April 2002
bla bla bla


5. Gesamteinschätzung

5.1. Mein Eindruck von dem Betrieb

Als ich am Montagmorgen in den Betrieb gekommen bin, hatte ich einen sehr guten Eindruck. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und mir wurde alles erklärt, was wichtig ist. Das Gebäude ist hell, freundlich, sauber und ordentlich. Außerdem ist es leicht, sich in ihm
zu recht zu finden. Auch die anderen Tage, bin ich immer sehr gerne in den Kindergarten gegangen, und habe mich dort sehr wohl gefühlt.
Die Mitarbeiter in dem Betrieb sind nett zu den Kindern, aber sie lassen auch nicht alles durchgehen. Die Kinder mögen ihre Erzieher, haben aber auch Respekt vor ihnen.
Ich fand es sehr schade, als die zwei Wochen vorüber waren.

5.2. Vergleich mit den Erwartungen

Meine Erwartungen haben sich voll erfüllt und es war sogar noch schöner, als ich es vorher gedacht habe. Die Kindergärtnerinnen waren nett und haben mir auch das eine oder andere erklärt, zum Beispiel wie man Windeln wechselt, oder wie man mit „Problemkindern“ umgeht. Manchmal war es zwar ziemlich stressig, wenn man zum Beispiel im Garten an jeder Seite 3-4 Kinder hat, die alle etwas anderes wollen, aber es war auch ein schönes Gefühl, so von den Kindern gemocht zu werden.
Die Kinder haben auch auf mich gehört, wenn ich ihnen gesagt habe, sie sollen jetzt beim Essen ruhig sein, oder sie sollen sich umziehen.


5.3. Vergleich mit Ängsten

Meine Ängste haben sich nicht bestätigt, worüber ich sehr froh bin. Die Kinder haben mich alle gemocht und wollten mit mir spielen und beim Essen neben mir sitzen. Die Verantwortung, die die Kindergärtnerinnen mir übertragen haben, war nicht zu groß, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass ich ihnen nicht lästig bin.
Manchmal waren die Kleinen ganz schön anstrengend, aber ich habe meistens mit Freude mit ihnen gespielt. Einmal, als Lisa angefangen hat zu weinen und einfach nicht aufhören wollte, empfand ich das schon als stressig. Die Kleine hat ungefähr eine viertel Stunde weinend in meinen Armen gelegen und nach ihrer Mama geschrieen. Ich habe ihr zwar gut zugeredet, dass ihre Mama sie dann abholt und so, aber es hat nichts Richtiges genutzt. Dann hab ich sie einfach abgesetzt und sie in Ruhe gelassen, da hat sie dann auch aufgehört zu weinen.







5.4. positive und negative Erfahrungen

Als sehr positiv habe ich empfunden, dass die Betreuerinnen uns sehr nett aufgenommen haben und uns auch viel erklärt haben. Auch das Verhalten der Kinder war zwar manchmal ungewohnt, aber doch sehr schön. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit den Kindern zu spielen und es war nie langweilig. Ich hatte immer etwas zu tun und damit sind die 2 Wochen auch viel zu schnell vorbei gewesen.
Ich fand es gut, dass ich nicht allein war, sondern dass Anja Puder auch ihr Praktikum im Kindergarten gemacht hat. Wir waren zwar in verschiedenen Gruppen eingeteilt, aber wenn die Kinder geschlafen und wir gebastelt haben, war es schön sich mit jemand zu unterhalten und seine Erfahrungen auszutauschen. Sehr positiv fand ich auch, dass ich in jeder Gruppen einmal war und damit die verschiedensten Kinder kennen gelernt habe.
Außerdem fand ich es von Frau Weißhampel nett, dass sie uns bei der Praktikumsarbeit so unterstützt hat und uns auch viele Informationen über die Kindertagesstätte gegeben hat.
Viele positive Erfahrungen habe ich schon in den anderen Texten mit aufgeschrieben, wie zum Beispiel, dass ich sehr viel gelernt habe.

So richtig schlecht fand ich eigentlich nichts, aber es gab schon etwas, was ich als schwierig empfunden habe.
Meistens wollen viele Kinder auf einmal was von einem, zum Beispiel draußen, ein Kind will, dass man es abschiebt, ein anderes, dass man mit ihm Verstecken spielt und ein drittes, dass man mit ihm in den Sandkasten kommt. Man kann aber nur ein was machen, und die Kinder, die man dann allein lässt, sind traurig darüber.
Bei mir war es so, ich hatte in jeder Gruppe ein bis zwei Lieblingskinder, mit denen ich mich auch öfter beschäftigt habe, als mit anderen. Manche Kinder mochte ich auch nicht, und mit denen habe ich mich dann kaum beschäftigt. Ich empfinde das als negative Erfahrung, weil man die meisten Kinder nicht gut kennt und sie wegen irgendeiner Kleinigkeit nicht mag, und für die Kinder ist es auch nicht schön.
Manche Kinder waren ein bisschen schwierig und ich wusste nicht, was ich mit ihnen anfangen sollte. Ein Mädchen, dass gerade neu war, saß immer nur in einer Ecke und lies niemanden an sich heran. Das empfand ich als sehr schwierige Situation, weil ich nicht wusste, was ich tun konnte um die Kleine in die Gruppe einzubinden. Oder ein anderer war aus Russland und beherrschte die deutsche Sprache noch nicht und so konnte er nicht mit den anderen Kindern reden. Ich selbst konnte mich auch nicht mit ihm unterhalten und hatte so ein Gefühl, dass ich ziemlich hilflos ihm gegenüber bin.


5.5. Bezüge zur Schulbildung

Ich finde, es waren nicht sehr viele Bezüge zur Schulbildung erkennbar. Man hat zwar in der Schule lesen gelernt, wodurch man den Kindern etwas vorlesen konnte.
Es war für mich an den ersten Tagen im Kindergarten sehr ungewohnt, weil ich gemerkt habe, wie anstrengend ein Beruf ist. In der Schule sitzt man die ganze Stunde auf seinem Platz, aber im Kindergarten hat man die ganze Zeit viel zu tun und wird sehr von den Kindern in Anspruch genommen.
Anja Puder konnte sich durch ihre Russischkenntnisse mit dem kleinen Russen unterhalten.



5.6. Schlusswort

Ich fand es insgesamt sehr schön, auch wenn es manchmal etwas gab, was ich nicht als positiv empfand. Es war am Anfang ziemlich anstrengend, ständig Kinder um mich zu haben, aber dann habe ich mich daran gewöhnt und fand es angenehm.
Vor dem Praktikum wollte ich keine Kindergärtnerin werden, aber jetzt, wo ich weis, wie schön es ist und das man auch viele Möglichkeiten hat, diesen Beruf zu ergreifen, finde ich, dass es doch eine schöne Tätigkeit ist. Wenn ich noch einmal die Chance hätte ein Praktikum zu machen, würde ich wieder in den Kindergarten gehen.


Fazit
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Ein Praktikum ist gut um einen Einblick ins berufsleben zu bekommen und es sollte einem trotzdem spaß machen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
hobbyverdiener

Betriebspraktikum Apotheke

ein Testbericht von 2008-01-03 11:47:26 vom 03.01.2008
Empfehlung:
Vorteile: Einblick in Arbeitswelt, Erfahrung sammeln, Berufswahl überdenken...
Nachteile/Kritik: Einseitige/ Wiederholende Tätigkeiten, Kein Kundenkontakt, In der Regel keine Bezahlung
Bericht über das Betriebspraktikum 2007

Verfasser: David Malek

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Inhaltsverzeichnis:

Meine Erwartungen an das Betriebspraktikum

Berichtsteil

1. Angaben zum Betrieb
2. Eindrücke des ersten Praktikumstages
3. Tätigkeitsbericht über die zweite Praktikumswoche
4. Ausbildungsberufe im Betrieb
5. Beschreibung eines Arbeitsvorgangs
6. Beschreibung des Arbeitsplatzes
7. Versuch eines Fazits

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Meine Erwartungen an das Betriebspraktikum

Aufgabe: Schildere deine Erwartungen an das Betriebspraktikum!
(Diese Aufgabe soll natürlich vor dem Praktikum bearbeitet werden. Neben deinen Erwartungen kannst du auch schildern, was du jetzt schon über den Betrieb weißt und was du während des Praktikums darüber erfahren willst.)

Das Landrat-Lucas-Gymnasium sieht für Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 ein Betriebspraktikum im Umfang von drei Wochen vor.
Somit sollen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, einen realen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen, Erfahrung zu sammeln, und gegebenenfalls ihre Berufswahl zu überdenken.
Von dem Betriebspraktikum allgemein erwarte ich einen Einblick in die alltägliche Berufswelt, die uns Schülern noch vorenthalten wird.
Ich möchte Tagesabläufe miterleben, das aber nicht als außenstehender Betrachter, sondern als Mitarbeiter, der anspruchsvolle und ansprechende Arbeit zugeteilt bekommt.

Mein Praktikum in der Struwwelpeter-Apotheke soll mir jedoch wegweisend nützlich sein, da die Fächer im naturwissenschaftlichen Bereich sowie die Entwicklung & Herstellung von Arzneimitteln mich schon seit längerem interessieren und ein Pharmaziestudium nach dem Abitur für mich in Frage kommt. Deswegen habe ich mich bereits im Voraus mit Pharmazien befasst, indem ich während der Schulferien als Aushilfe in der Pharmaindustrie tätig war und mich mit mehreren Angestellten über das Spektrum dieses Berufswegs unterhalten habe. Dieses Betriebspraktikum in einer Apotheke soll mir weitere Tätigkeiten offen legen und meine bisher gesammelten Erfahrungen erweitern.

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Berichtsteil


1. Angaben zum Betrieb

Name des Betriebs: Struwwelpeter-Apotheke

Anschrift: Kölner Straße 79-81
51379 Leverkusen-Opladen
Tel.: 02171/ 27100

Name des Betreuers im Betrieb: Tim Niephaus
Name des betreuenden Lehrers: Manfred Urbschat

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Aufgaben:

1. Beschreibe die Umgebung des Betriebs (Stadtviertel) und die Lage innerhalb des Stadtgebietes! Welche Bedeutung hat die Lage für den Betrieb?

Der Standort der Struwwelpeter-Apotheke ist eine Mischlage, es ist sowohl ein Gewerbegebiet als auch ein Wohngebiet.
In der Umgebung befinden sich Arztpraxen, öffentliche Einrichtungen, wie etwa eine Volksbank, Verkaufseinrichtungen, wie Discountmärkte und Fachmärkte, sowie eine Konkurrenzapotheke.
Zudem befinden sich am Standort eine Hauptstraße und ein öffentlicher Parkplatz.
Die Lage ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Umsatz des Betriebs, das heißt, der Umsatz der Apotheke ist abhängig vom Verschreibungsvolumen der Rezepte von den umliegenden Ärzten, von der Einwohnerzahl, deren Alters- sowie Einkommensstruktur, von der Passantenfrequenz und günstigen Verkehrseinrichtungen.
Öffentliche Einrichtungen sowie Verkaufseinrichtungen beeinflussen die Passantenfrequenz. Sie sind sogenannte Frequenzbringer, das heißt ein Anteil der dortigen Kassenkunden geht in die Apotheke und bestimmt die Kundenanzahl. Da sich jedoch in direkter Umgebung eine Konkurrenzapotheke befindet, muss das Angebot für den Neukunden und den Stammkunden nachhaltig verbessert werden und interessant bleiben.

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2. Jeder Betrieb übernimmt innerhalb einer Volkswirtschaft ganz bestimmte Aufgaben.
Beschreibe die von deinem Betrieb übernommenen Aufgaben näher!

Die Aufgabe einer Apotheke innerhalb einer Volkswirtschaft besteht darin, die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen. Die Apotheke ist in der Lage, vom Arzt individuell verordnete Arzneimittel, beispielsweise Salben, Kapseln und Lösungen, herzustellen.
Wichtigste Aufgabe jedoch liegt in der Betreuung des Patienten, die Beratung und Information zur Anwendung der vom Arzt verordneten Arzneimittel, das heißt zur richtigen Einnahme und Verwendung der Medikamente.
Die Apotheke leistet einen entscheidenden Beitrag zur Arzneimittelsicherheit und so zum Schutz des Patienten.

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3. Ordne deinen Betrieb den entsprechenden Wirtschaftsbereichen zu:
• Primärer Sektor (Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau)
• Sekundärer Sektor (Handwerk, Industrie)
• Tertiärer Sektor (Dienstleistung, Handel, Versicherung)
Begründe deine Zuordnung!

Die Apotheke ist in zwei Wirtschaftsbereichen einzuordnen:
Einerseits in den sekundären, andererseits in den tertiären Sektor.
Eine Aufgabe der Apotheke ist die Herstellung von Arzneimitteln, so dass die Labore ständig mit Reagenzien und Chemikalien versorgt werden, von Gütern aus dem Primärsektor.
Das heißt, der Betrieb ist ein produzierendes Gewerbe, welcher für die Verarbeitung von Rohstoffen zuständig ist, das umfasst der Sekundärsektor.
Hauptaufgabe der Apotheke ist es, die Bevölkerung mit Arzneimitteln zu versorgen, den Kunden zu beraten und zu betreuen. Auch gehören Dienstleistungen wie etwa die Zustellung von nicht vorrätigen Arzneimitteln per Bote oder auch die fachgerechte Entsorgung von Arzneimitteln zu den bestehenden Aufgaben.
Somit gehört der Betrieb auch dem Wirtschaftszweig des Dienstleistungssektors an, dem Tertiärsektor.

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4. Gib die Zahl der Beschäftigten im gesamten Unternehmen an!

5. Gib die Zahl der Beschäftigten in deiner Abteilung an! Welche Berufe werden in deiner Abteilung ausgeübt?

Meine Abteilung, und somit auch das gesamte Unternehmen umfasst zwei Apotheker, jeweils Chef und stellvertretender Chef, sowie acht Beschäftigte, bestehend aus fünf PTA (Pharmazeutisch Technische Assistentin) und drei PKA (Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte).

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6. Erkundige dich nach der Rechtsform deines Betriebes (z.B. AG, GmbH usw.)! Erkläre diese Rechtsform!

Der Apotheker gehört der Gruppe der Heilberufe an. Als Pharmazeut und Naturwissenschaftler zählt er zu den freien Berufen. Im Gegensatz zum freiberuflich tätigen Rechtsanwalt, Notar oder Arzt wird die Apotheke aber rechtlich als Gewerbebetrieb behandelt und unterliegt auch den Gewerbesteuerpflichten.
Neben dem Gewerbe- und Steuerecht muss der Apotheker auch strenge berufsspezifische Bestimmungen beachten. Die Apotheker tragen den staatlichen Auftrag, eine ordentliche Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die berufsrechtlichen Anforderungen schränken die Freiheitsgrade des Apothekers deutlich ein, wodurch sich für ihn im Wettbewerb mit anderen Vertrieben (Drogerien, Kaufhäuser, etc.) in bestimmten Bereichen Nachteile ergeben. Dies ist aber für eine Apotheke ertragbar, solange der Gesetzgeber den Apotheken eine Monopolstellung bei Arzneimitteln sichert.
Der Freiheitsgrad einer Apotheke und eines Apothekers ist im erheblichen Maße von dem Apothekenrecht und der Berufsordnung geregelt und eingeschränkt. Also muss der Apotheker genau abwägen, welches System langfristig seinen Interessen mehr dient:
Das bestehende, in vielen Bereichen zwar stark regulierte, aber einheitliches Apothekensystem, aber mit sehr guten Akzeptanzwerten in der Bevölkerung, oder ein rein wettbewerbsorientiertes System, das sich kaum mehr von anderen Betrieben unterscheidet.
Zum rechtlichen Rahmen eines Apothekenbetriebs zählen neben der apothekenspezifischen Gesetzgebung auch die generell für alle Rechtsgruppen maßgeblichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bzw. Handelsgesetzbuches (HGB).
§ 1 HGB weist den Apotheker als Vollkaufmann aus. Damit unterliegt er uneingeschränkt den Bestimmungen des HGB. Als Kaufmann hat der Apotheker auch bestimmte Rechte und Pflichten. Im wesentlichen lassen sich die Rechte aus dem HGB und BGB ableiten. Er muss im Handelsregister eingetragen sein (§ 8-16 HGB). Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis aller Vollkaufleute beim jeweiligen Amtsgericht.
Der Apotheker muss sein Unternehmen bei der Eröffnung oder Übernahme bei folgenden Institutionen anmelden: Kreisverwaltungsbehörde, Finanzamt, Apothekerkammer, Amtsgericht (Handelsgericht), Industrie- und Handelskammer, zuständige Berufsgenossenschaft und Träger der Sozialversicherung.
Es gibt zulässige und unzulässige Rechtsformen der Apotheke. Neben dem Einzelunternehmen lässt das Apothekenrecht nur noch die OHG zu. Offene Handelsgesellschaft (OHG) (§§ 105-160 HGB). So können zwei oder mehrere Apothekeninhaber, die gesamtschuldnerisch mit ihren Privatvermögen für die Schulden der Apotheke haften (also nicht nur mit ihrem Geschäftsguthaben), gleichberechtigt die Apotheke führen.
Alle Gesellschaften werden im Handelsbuch eingetragen. Ist ein Apotheker Mitglied einer OHG, kann er nicht noch zusätzlich eine eigene Apotheke aufmachen. Allerdings bringt die OHG gegenüber einem Einzelunternehmen steuerliche Nachteile mit sich. Die Rechtsform der Stillen Gesellschaft ist zum 1. Januar 1986 abgeschafft worden.
Die Kapitalgesellschaften, wie etwa GmbH und Aktiengesellschaften sind auch nicht mehr zulässig, da die Eigenverantwortlichkeit es Apothekers dadurch nicht mehr gewährleistet wird.
Mit Vertragsrecht hat der Apotheker tagtäglich zu tun, also ist es für den Apotheker sehr wichtig sich genauer über das Vertragsrecht zu informieren. In der Apotheke überwiegen zweiseitige Vertragsbeziehungen, die nur dann zu einem Vertragsabschluss führen, wenn beide Vertragssparteien übereinstimmende Einverständniserklärungen abgeben, gemäß dem BGB. Verträge unterliegen grundsätzlich keinen Formalschriften. Sie können schriftlich (z.B. Mietverträge), mündlich (z.B. Kaufverträge), oder auch durch schlüssiges Handeln zustande kommen. Immer, wenn wichtige Verträge abgeschlossen werden, sollte sich der Apotheker unbedingt der Schriftform bedienen. Besonderen Stellenwert erhalten neben dem Arbeits-, Miet, Pacht- und Darlehensverträgen die Kaufverträge in der Apotheke.

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7. Versuche im Gespräch mit deiner Betreuerin / deinem Betreuer zu erfahren, wie in deinem Betrieb mögliche Konflikte am Arbeitsplatz geregelt werden! Denke dabei an Konflikte zwischen Arbeitskolleginnen und -kollegen untereinander, zwischen Beschäftigten und Betriebsleitung, aber auch an Konflikte zwischen Betrieb und möglichen Kundinnen und Kunden! Berichte über das, was du erfahren konntest!

Der Betrieb führt sogenannte Lob- und Tadellisten, somit wird unterbunden, dass Konflikte, sei es zwischen Arbeitskollegen untereinander, zwischen Beschäftigten und Betriebsleitung oder zwischen Betrieb und Kunden, entstehen.
Bei den Lob- und Tadellisten wird zwischen zwei Ausführungen unterschieden, zum einem wird eine interne für ein internes Verfahren geführt, das heißt spezifisch für die Angestellten, für beispielsweise Anregungen zur Verbesserung von Arbeitsvorgängen, Hinweise auf fehlende Klarheit bezügliche Arbeitsvorgängen, Ideen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit oder auch Ärger über Kollegen oder Leiter. Eine entsprechende Sammelstelle in Form einer Box ist im Betrieb aufgestellt. Die Zettel können ausgezeichnet oder anonym eingeworfen werden, um Rücksprache kann aber auch gebeten werden. Die Zettel werden regelmäßig im 2 Monate-Rhythmus ausgewertet. Dennoch ist bei kurzfristigen Angelegenheiten die persönliche Ansprache sinnvoller.
Zudem gibt es die externe Lob- und Tadelliste, diese hängt im Betrieb am Kühlschrank und bezieht sich auf den Kunden. In dieser Liste sollte möglichst jede Reklamation, die der Kunde angibt, eingetragen werden. Desweiteren ist auf dieser Liste eine Spalte, in der die persönliche Meinung und Einschätzung eines Mitarbeiters eingetragen wird, ob der Tadel bzw. die Reklamation berechtigt ist. Zumindest bei berechtigten Fällen sollte in der Spalte ,,Anmerkung'' etwas Fehlererklärendes eingetragen werden. In der Lobspalte genügt gegebenenfalls ein Kreuz. Auch die externe Lob- und Tadelliste wird regelmäßig ausgewertet. Zusätzlich wird ein unzufriedener Kunde mit Werbegeschenken und/ oder Warengutscheinen besänftigt, auch in diesem Betrieb gilt ,,Der Kunde ist König''. Ziel ist es natürlich, das Verhältnis von Lob zu Tadel ständig zu verbessern.
Eine weitere Maßnahme zugunsten des Verhältnisses zwischen Arbeitskollegen sind regelmäßige Teambesprechungen. Diese Teambesprechungen finden im gemütlichen Rahmen statt, gegebenenfalls mit anschließendem Umtrunk. Eine solche Teambesprechung ist ein freundliches, offenes und fröhliches Miteinander, so ist die Möglichkeit gegeben auch über persönliche und private Dinge zu reden. Das Ziel ist es, die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern, denn in diesem Betrieb gilt: ,,Die Zufriedenheit der Mitarbeiter führt zu mehr Arbeitseifer, durch die positive Ausstrahlung des Mitarbeiters ist auch der Kunde zufrieden.''
Auch eine Mitarbeiterbefragung zu Beginn und am Ende eines bestimmten Zeitraumes wird in diesem Betrieb durchgeführt, dieser beträgt 18 Monate. Ausgewertet wird nach Schulnoten. Ziel ist die Verbesserung de Durchschnittswertes sowie die Verbesserung des Wertes für die sogenannte ,,Freude an der Arbeit''.

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8. Versuche im Gespräch mit deiner Betreuerin / deinem Betreuer zu erfahren, welche Maßnahmen dein Betrieb ergreift, um den Anliegen und Anforderungen des Umweltschutzes gerecht zu werden! Ergänze diese Angaben durch eigene Beobachtungen!

Die Apotheke trägt insofern zum Umweltschutz bei, dass sie Altmedikamente ordnungsgemäß entsorgt. Die Struwwelpeter-Apotheke sieht es als Verpflichtung auch Altmedikamente von Kunden/ Patienten und Ärzten anzunehmen.
Alte Medikamente sind in jedem Haushalt vorzufinden, ob alte Pillen, Salben oder Säfte. Grundsätzlich können nicht mehr benötigte Medikamente gemeinsam mit den Restabfällen entsorgt werden, das heißt, die Wirkstoffe in den Medikamenten sind so dosiert, dass die Beseitigung in Verbrennungsanlagen für Hausmüll erfolgen kann. Dieser Entsorgungsweg ist sowohl für feste als auch für flüssige Altmedikamente geeignet. Eine Entsorgung von Altmedikamenten ist also über den Restabfallbehälter (graue Tonne) möglich. Lediglich besondere Medikamente, die zum Beispiel erbgutveränderte Substanzen beinhalten, sind gesondert zu entsorgen, diese Medikamente werden allerdings (normalerweise) nicht an Patienten zur häuslichen Behandlung verschrieben (BtMG¹).
Ein mögliches Gefahrenpotenzial bei der Entsorgung von Altmedikamenten besteht in der Zeit zwischen dem Einwerfen in die graue Tonne und der Entleerung der Behälter ins Müllfahrzeug. Es ist nicht auszuschließen, dass ein auf dem Gehweg bereit gestellter Restabfallbehälter umfällt. Wenn nun alte Medikamente enthalten sind und die ,,schönen bunten Pillen'' auf dem Gehweg liegen, können Kinder diese als ,,Bonbons'' ansehen. Um dieses Risiko zu vermeiden, empfiehlt es sich für die Entsorgung von Altmedikamenten diese in der Apotheke abzugeben. Allerdings ist dies eine Freiwilligkeitsleistung dieser Apotheke, eine gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme gibt es nicht.
Die Altmedikamente sind in der Apotheke bei der Problemstoffsammlung bis zur Abholung sicher aufgehoben, ein unbefugter Zugriff durch Dritte ist dadurch ausgeschlossen.
Der Müll wird in drei Kategorien sortiert:
Altmedikamente, Papier, Pappe, Packungsbeilagen und restentleerte Primärverpackungen.
Die Schachteln und Beipackzettel sind demnach getrennt von den Altmedikamenten. Pillen und Tabletten werden nicht aus ihren direkten Verpackungen (Pillenträgerpapier, sogenannte Blister) herausgedrückt, um einen unmittelbaren Kontakt mit den Medikamenten zu vermeiden.

¹ Mit unter anderem diesen Substanzen befasst sich das Grundstoffüberwachungs-Gesetz. Diese können Substanzen sein, die selber noch keine Betäubungsmittel sind, aus denen aber sehr leicht solche herzustellen sind. Das erste Gesetz, das in Deutschland Regelungen bezüglich dem Handel, der Herstellung und dem Verbrauch von Betäubungsmitteln regelte, war das Opiumgesetz 1929. Dieses Gesetz wurde am 10. Januar 1972 durch das Betäubungsmittelgesetz (BtMG oder auch BTM) abgelöst. Bis heute wurde das Gesetzt über 30-mal geändert. Das Betäubungsmittelgesetz regelt alle im Zusammenhang mit Drogen auftretenden rechtlichen Fragen, wobei auch festgelegt wird, was als Droge nach diesem Gesetz zu gelten hat.

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2. Eindrücke des ersten Praktikumstages

Aufgabe: Schildere deine Eindrücke vom ersten Praktikumstag!

Morgens viel zu früh aufgestanden, eine Stunde später hätte es auch getan, und ich fühlte mich noch ein bisschen wie halbseitig gelähmt, was mir leichte Panik machte, doch ich war Praktikant: Erster Tag, da wollte ich gleich einen guten Eindruck machen. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne den Rest des Betriebs gemacht, das heißt die Apotheke öffnete zwar erst um 8.30 Uhr, aber ich stand bereits um 8.10 Uhr vor dem geschlossenen Eingang, bis eine andere verlorene Seele, die irgendwie den Weg aus dem Bett gefunden hatte, der stellvertretende Chefapotheker, Herr Niephaus (Die Person, die sich nun zu mindestens in der Anfangszeit um mich kümmern darf), die Türen öffnete, erst eine Tüte vom Bäcker in sein Büro brachte (daraus konnte ich schließen, dass er offenbar noch nicht gefrühstückt hatte), den Computer hochfuhr und mich mit der Umkleide vertraut machte. Also war quasi niemand da, den ich mit meiner übertriebenen Pünktlichkeit irgendwie hätte beeindrucken können.
In den Privatgesprächen von den Angestellten kriegte ich deren Wochenendsaktivitäten mit: es ging vornehmlich ums Saufen. Zu meiner Verwirrung gab es dann die Möglichkeit, während der Arbeitszeit am Computer Radio/ Musik zu hören. So genoss ich es natürlich, mich beim kreativen Gehirnsport von Musik beschallen zu lassen. Überhaupt genoss ich es auf Anhieb in diesem Betrieb zu sein, ich übernahm meine ersten Aufgaben sofort mit Eifer in Anspruch und stürzte mich kopfüber in die Arbeitswelt, ich amüsierte mich herrlich. Ich versuchte mir nach und nach alles zu merken, was bei den Namen schwerer fiel als bei Tatsachen wie etwa wer den Kaffee leer macht, muss neuen kochen.
Mittags wurde dann gleich die Gegend erkundet. Das Wichtigste: ,,Wo kann man was zu essen kaufen?''
Nach der Pause wurde dann auch angefangen zu arbeiten; gleich mitarbeiten, was wollte man mehr? Da fühlt man sich doch nicht wie der dumme Praktikant, der nichts kann. Nebenbei nahm mir das die restliche Angst, dass es doch nicht das ist, was man sich erhofft hatte; und so viel Spaß es am Anfang auch macht erst Mal zuzusehen, wird es dann doch irgendwann langweilig und man freut sich über die Arbeit, eigentlich erschreckend, aber Tatsache. Zwischendurch hab ich auf die Uhr geschaut und die Zeit bis zum Feierabend nachgerechnet. Alles in Allem ein guter erster Tag, einen positiven ersten Eindruck und der Gedanke: ,,Das ist es!''
Nun bin ich gespannt, wie die restlichen drei Wochen verlaufen werden. Vielleicht bin ich am Ende ja um die eine oder andere Lebenserfahrung reicher, immerhin ist das Einschlafen kein Problem mehr…

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3. Tätigkeitsbericht über die zweite Praktikumswoche

Aufgabe: Berichte ausführlich über deine zweite Praktikumswoche!
Leitfragen: Was hast du in dieser Woche getan? Was hast du gelernt? Mit welchen Leuten hast du zusammengearbeitet? Was ist dir besonders schwer gefallen? Was hast du besonders gerne getan? Was fällt dir bei einem Vergleich der zweiten Praktikumswoche mit einer Schulwoche besonders auf?

Montag, 3. September
Zu den Rahmenbedingungen meines Betriebs gehört unter anderem, dass ich in einer Woche nach meiner Wahl an einem Samstag arbeite. In dieser Woche, in der der Samstag gearbeitet wird, ist ein Tag meiner Wahl frei. Ich wählte den Montag.

Dienstag, 4. September
Mein Arbeitstag begann um 09.00 Uhr. Täglich beginne ich damit, dass ich mir in der Umkleide einen Kittel anlege. Die Apotheke öffnet bereits um 08.30 Uhr, das heißt die ersten Wareneingänge waren schon eingetroffen. Meine Aufgabe war diese anhand von Lieferscheinen mit dem ROWA Speedcase einzulagern. Desöfteren werden Waren von Kunden/ Patienten storniert, das sind dann sogenannte Rückläufer, auch diese müssen mit dem ROWA Speedcase wieder eingelagert werden, auch das war eine von meinen zugeteilten Aufgaben. Nachdem dieser Arbeitsvorgang beendet war, ging ich zusammen mit Frau Herter, eine PKA (Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte), in die Sparkasse, um Wechselgeld für die Kassen zu holen. Wieder in der Apotheke, lagerte ich die Rückläufer ein und füllte die Sichtwahl der Offizin, bis ich gegen 12:00 Uhr bei einem Dr. Haag auf der Kölner Straße ein Rezept abholen durfte. Die übrige Zeit bis zur Mittagspause, die um 14:00 Uhr war, lagerte ich wiederholt die Rückläufer ein, füllte die Sichtwahl auf, und sortierte Wareneingänge in die sogenannten General-ABC- und Großschubladen ein, die sich hinter der Kasse befinden. Meine Mittagspause hatte den Umfang von zwei Stunden, so dass sich mein Arbeitstag um 16:00 Uhr fortsetzte. Meine Aufgabe bestand darin, anhand von Lieferscheinen die Sammelrechnungen zu überprüfen. Abschließend hatte ich ein Gespräch mit dem Chefapotheker, Herr Dr. Georg Helpenstein-Michels, in seinem Büro. So fragte er mich über meinen Eindruck der Apotheke sowie über Vorstellungen, die ich habe; des weiteren hatte ich die Möglichkeit Fragen zu stellen und hilfreiche Informationen zu erhalten.
Um 19:00 Uhr hatte ich dann Schluss, das entspricht der Spätschicht, um diese Uhrzeit schließt die Apotheke auch.

Mittwoch, 5. September
Der Arbeitstag begann um 09:00 Uhr mit dem Anlegen des Kittels. Der weitere Verlauf war einseitig, Einlagerung von Rückläufern, nachfüllen der Sichtwahl sowie der General-ABC-Schubladen, Wareneingänge einlagern, und das sortieren sämtlicher Rechnungen und Ausgaben der Monate Juli und August. Dann, um 14:30 Uhr, begann meine Mittagspause, die um 16:30 Uhr endete. Wieder lagerte ich die Rückläufer ein, bis ich die Finanzen und Belege sortierte. Danach brachte ich zusammen mit Frau Levermann, eine PTA (Pharmazeutisch Technische Assistentin), die Schaufenster-Deko in eine Garage. Dann machte ich die Geburtstagskarten für die Stammkunden zum Versand fertig und lagerte bis 19:00 Uhr Wareneingänge ein.

Donnerstag, 6. September
Im Unterschied zu den Tagen bisher, begann dieser Arbeitstag schon um 08:30 Uhr, das entspricht der Frühschicht. Ich legte mir einen Kittel an und überpünktlich besuchte mein Betreuunglehrer Herr Urbschat den Betrieb, so stellte ich ihm den Betrieb bzw. die Apotheke vor und führte zudem gemeinsam mit ihm und dem Chefapotheker im Büro ein Gespräch, dieser Vorgang bewegte sich in einem Zeitrahmen von einer Stunde. Nachdem Herr Ubschat den Betrieb verließ, sortierte ich die Wareneinkäufe der Monate Juni bis August und holte dann Rezepturen aus dem Kühlschrank und Labor. Bis zur Mittagspause um 13:30 Uhr füllte ich das General-ABC auf und lagerte Rückläufer ein. Die Pause endete um 15:30 Uhr, wieder lagerte ich Wareneingänge und Rückläufer mit dem ROWA Speedcase ein. Abschließend bis um 18:30 Uhr führte ich wieder ein Gespräch mit dem Chefapotheker.

Freitag, 7. September
Um 09:00 Uhr legte ich mir den Kittel an und sortierte die Finanzen/ Kosten von März 2007 bis Februar 2008. Danach füllte ich die Sichtwahl auf, bis ich einem Zahnarzt auf der Kölner Straße, Dr. Künkel, Arzneimittel überbrachte. Bis zur Mittagspause um 14:00 Uhr füllte ich die Sichtwahl und das Kinderregal auf, und lagerte Wareneingänge sowie Rückläufer ein. Die Mittagspause umfasste eine Stunde, so dass ich bereits um 15:00 Uhr wieder die Rückläufer einlagerte und das General-ABC auffüllte. Danach durfte ich Etiketten für die selbsthergestellten Salben ausfüllen, und dann mit Frau Levermann eine Hautlotion gegen Schuppenflechten herstellen. Bis um 18:00 Uhr füllte ich die Sichtwahl und Großschubladen auf, und lagerte Wareneingänge sowie Rückläufer ein.

Samstag, 8. September
Ich begann um 09:00 Uhr, legte den Kittel an, und hatte gleich danach ein Gespräch mit Herrn Dr. Helpenstein-Michels, in diesem konnte ich mir noch offene Fragen zum Thema Rechtsform stellen. Der restliche Arbeitstag bis 13:30 Uhr zeichnete sich dadurch aus, dass ich Wareneingänge und Rückläufer einlagerte und die Sichtwahl auffüllte.

In der zweiten Praktikumswoche habe ich überwiegend die gesamte Offizin aufgefüllt und die Waren eingelagert. Dabei habe ich die Einlagerungsregeln des ROWA Speedcase und den Umgang mit dem Visualisierungsrechner, wie etwa die Bedeutung der Funktionstasten gelernt; so etwa müssen die Packungen mit Lasche nach oben angelegt werden, um ein Aufziehen der Packung beim Greifvorgang zu verhindern. Um eine Einlagerung zu starten/ beenden, drückt man die Funktionstaste F3, mit F9 kann man eine Packung neu vermessen, mit F11 gibt man den Befehl zur manuellen Eingabe der PZN- bzw. EAN-Nummer, etc.Weiter habe ich die Wirkung und Anwendungsbereiche einiger Arzneimittel, insbesondere derer in der Sichtwahl, und das Ausschreiben eines Etiketts für selbsthergestellte Salben gelernt. Gearbeitet habe ich größtenteils alleine, ausgenommen bei der Herstellung der Hautlotion. Schwer gefallen ist mir anfangs das Auffüllen der Offizin, aufgrund der optischen Gleichheit der Packungen, dem jedoch verschiedenen Inhalt, wie etwa die Menge, hinzu kam die unterschiedlichen Standorte der Arzneimittel. Besonders gefallen hat mir die Herstellung der Hautlotion. Im Vergleich zu einer Schulwoche fiel mir auf, dass ich außerhalb der Arbeitszeit wenig bis keine Freizeit hatte, zudem kamen die ständig wechselnden Arbeitszeiten sowie unterschiedlichen Längen der Pausen, so dass ein geregelter Zeitplan wie der in der Schule nicht gegeben war.

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4. Ausbildungsberufe im Betrieb

Aufgabe: Für welche Berufe wird in deinem Betrieb ausgebildet?
Falls in deinem Betrieb nicht ausgebildet wird, mache Angaben zu den ausgeübten Berufen!
Bearbeite die Aufgabe, indem du folgende Tabelle ausfüllst!
Ausbildungsberuf
Dauer der Ausbildung
Benötigter Schulabschluss
Tätigkeiten

Pharmazeutisch-kauf männische Angestellte (PKA)
3 Jahre
Hauptschulabschluss
- prüft Arzneimittelbestand
- gibt Bestellungen beim
Großhandel oder direkt beim
Hersteller auf
- achtet auf ordnungsgemäße
Lagerung der Arzneimittel
- bearbeitet Rechnungen und
Lieferscheine
- zuständig für Präsentation
der Waren im Verkaufsraum
- verkauft apothekenübliche
Waren
Pharmazeutisch Technische Assistentin (PTA)
½ Jahr
Realschul- oder anderer gleichwertiger Abschluss
- bearbeitet ärztliche
Verschreibungen
- beschafft Informationen
- berät Patienten zur
ordnungsgemäßen
Anwendung und
Aufbewahrung von
Arzneimitteln und
apothekenüblichen Waren
- prüft Arzneimittel, Arznei-
und Hilfsstoffe
- stellt Arzneimittel her
- berechnet Preise von
Arzneimitteln

Apotheker/ Apothekerin
1 Jahr
Hochschulzugangsberechtigung/ Abitur
- stellt individuell verordnete
Rezepturen her
- informiert und berät Patienten
- hält Apotheke wirtschaftlich
am Laufen

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5. Beschreibung eines Arbeitsvorgangs

Aufgabe: Wähle einen Arbeitsvorgang und beschreibe ihn ausführlich! Denke dabei an: Materialeinsatz, Verwendung von Fachausdrücken! Fertige evtl. Skizzen an, füge evtl. Informationsmaterial und Bilder bei, die sich auf den Arbeitsvorgang beziehen!

Herstellung einer Nasensalbe

Material:

Geräte Salbengrundlagen
Elektronische Analysenwaage Mentol Kristalle (0,035g)
Pistill Lanolin Vaseline (13,25g)
Mörser/ Reibschale Meglyol Lösung (1g)
Dreh-Dosier-Kruke (200g) Melissenöl (0,2g)
Spatel
Spatelmesser
Flügelrührer
Zubere itung:

Aus einem Vierkant-Becher werden die Mentol Kristalle mit einem Spatel entnommen und in einen Mörser gegeben. Die Mentol Kristalle werden mit einem Pistill soweit zerkleinert, bis man ein Pulver erhält. In eine Dreh-Dosier-Kruke wird aus einem Becher Lanolin Vaseline und darauf das Mentol Pulver gegeben. Zudem wird aus einer Weithalsflasche Meglyol Lösung sowie aus einer Tropfflasche Melissenöl, ein Gemisch aus Zitronellöl und Zitronenöl, hinzugegeben. Die Substanzen und Salbengrundlagen werden auf einer elektronischen Waage direkt in der Dreh-Dosier-Kruke eingewogen. Die Kruke wird nun mit einem Schraubdeckel mit Salbenkanüle verschraubt und in den Flügelrührer eingesetzt. Die Geschwindigkeit des Rührers wird mit einem Drehschalter geregelt. Das Gerät wird zwei Minuten in ansteigender Geschwindigkeit betrieben, bis es eine Leistung von 5000U/min. erreicht. Während des Vorgangs wird die Kruke aufwärts/abwärts bewegt, um eine vollständige Bindung der Salbengrundlagen zu gewährleisten. Ist der Herstellungsvorgang beendet, wird die Kruke aus dem Gerät ausgespannt und mit einem Schraubdeckel verschlossen.
Nun wird die Rezeptur im Computer taxiert, das heißt berechnet, und die Kruke etikettiert. Das Etikett wird per Hand ausgeschrieben; auf einem solchen Etikett gehört der Name des Patienten, das Herstellungsdatum, ein Hinweis auf begrenzte Haltbarkeit sowie Grundlagen und Mengenangaben der Grundlagen in der Salbe.

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6. Beschreibung des Arbeitsplatzes

Aufgabe: Fertige eine Zeichnung / Skizze deines Arbeitsplatzes an und erläutere sie! Gehe auch wertend auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes ein!

Mein Arbeitsplatz während der gesamten drei Wochen umfasste den ganzen Betrieb;
Beginnend im Eingangsbereich - er bildet den Schwellenbereich zwischen dem öffentlichen Raum (Straße) und dem halböffentlichen Raum, dem Verkaufs- und Präsentationsraum.
An ihm soll der Kunde empfangen, begrüßt, und sein Vertrauen geweckt werden.

Die Offizin ist der Mittelpunkt jeder Apotheke und dient der Beratung der Kunden und Abgabe von Arzneimitteln. Die Gestaltung der Offizin ist verkaufsstrategisch ausgerichtet. Einerseits ist der Konsum der Kunden von den Dienstleistungsstrategien durch Beratungen und Sonderleistungen, andererseits durch das Freiwahlangebot und ein geschicktes Präsentieren der Warensortimente abhängig.
Der Lagerraum oder Vorrat ist der Platzbedarf, der für die zu bevorratenden Waren vorgehalten ist. Dieser ist alphabetisch geordnet und verfügt zudem über eine maschinelle Einlagerungseinrichtung, das sogenannte ROWA Speedcase; dadurch ist die Möglichkeit gegeben, dass Arzneimittel anhand von Ausgabestellen an den HV- (Handverkaufs-) Tischen durch Computerbefehl auf direktem Weg vom Lager zum Verkauf befördert werden können.

Das Laboratorium und die Rezeptur sind Herstellungsräume für Arzneimittel, sie unterliegen einer Vielzahl von Anforderungen und Vorschriften, die in Zusammenhang mit dem dort durchgeführten Arbeiten zu sehen sind (z.B. spezielle Brandschutzordnung).
Der Personalraum besteht aus der Tee- und Kaffeeküche und dient den Mitarbeitern der Apotheke zum Verbringen der Pausen und zur Nahrungsaufnahme.
Dieser ist kein geschlossener Raum und ist kombiniert mit der Warenorganisation, dieser umfasst das Bestellen, das Empfangen, das Verteilen und das Kontrollieren der gesamten, in der Apotheke zu veräußernden Warensortiments.

Der Büroraum besteht aus zwei Funktionsbereichen, dieser ist ein kleiner separater Raum für die notwendigen Büro- und Verwaltungsaufgaben des Apothekenleiters sowie kurzfristige Rückzugsmöglichkeiten aus dem Apothekengeschehen.
Zugleich findet in diesem Raum die Intensivberatung statt. Die Intensivberatung ist ein Raum, in dem unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit, ein intimes Beratungsgespräch zwischen Kunde und Apotheker möglich ist.

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7. Versuch eines Fazits

Aufgabe: Formuliere über dein Betriebspraktikum ein zusammenfassendes und auch wertendes Referat, das du z.B. an einem Elternabend halten könntest!

Auch wenn meine Erwartungen groß waren, wurden sie dennoch erfüllt. Ich habe eine Menge gelernt, vor allem aber habe ich einen Einblick in den Alltag eines Arbeitenden bekommen und wichtige Dinge, die zum reibungslosen Ablauf im Betrieb beitragen. Dazu zählt die Selbständigkeit. Es ist einfach notwendig Aufgaben eigenständig zu erfassen und zu übernehmen, damit ein Betrieb gut läuft. Auch was es heißt Verantwortung zu übernehmen ist mir, wenigstens in Ansätzen, klar geworden. Auch einiges an Erfahrung mit dem Kunden konnte ich während meines Praktikums sammeln. Sowieso ist der Umgang mit Mitmenschen bzw. Mitarbeitern und Teamfähigkeit einer der wichtigsten Punkte, um eine reibungslose Zusammenarbeit im Betrieb zu gewährleisten. Auch das Eingestehen und das daraus resultierende Lernen aus Fehlern sind sehr wichtig, um sich weiterzuentwickeln. Zusammengefassend kann ich sagen, dass ein Betriebspraktikum auf jeden Fall ein wichtiger Bestandteil der Schule ist, da es eine Möglichkeit bietet sich später besser im Berufsleben einzufügen.

Die Betreuung während meines Praktikums in der Struwwelpeter-Apotheke war vom Beginn an angenehm. Jeder Mitarbeiter war auf Anhieb freundlich und offen zu mir. So bekam ich auch sofort verantwortungsvolle Aufgaben zugeteilt, wie z.B. das Einlagern von Wareneingängen. Ich wurde immer mit einbezogen und hatte grundsätzlich nie das Gefühl außen vor zu sein oder andere Mitarbeiter zu stören. Natürlich gab es auch Aufgaben, die nicht so sehr Spaß machten, aber das gehört, denke ich, zu jedem Beruf. Durch die Freiheit beim Ausführen der Aufgaben konnte ich ohne Zeitdruck viel lernen. Selbst Fehler waren für die Mitarbeiter nie ein Grund sauer zu sein, sondern immer ein Grund mir es noch mal besser zu zeigen und mir zu helfen. Auch wichtigere Aufgaben, wie etwa das Kontrollieren von Lieferscheinen wurden mir anvertraut. Zum Schluss kann ich sagen, dass die Betreuung vorbildlich war und trägt einen Großteil zu meinem positiven Fazit, das ich aus dem Praktikum ziehen kann, bei.

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Für das Lesen, Bewerten und ggf. Kommentieren ein "Danke" im Voraus - auch für Kritik bin ich offen!
Gegenlesungen erfolgen!

Lieben Gruß,
Euer David

(veröffentlicht bei yopi.de & ciao.de)
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Ich war ein Suchender und bin es noch, aber ich suche nicht mehr auf den Sternen und in den Büchern, ich beginne die Lehren zu hören, die mein Blut in mir rauscht. Meine Geschichte ist nicht angenehm, sie ist nicht süß und harmonisch wie die erfundenen Geschichten, sie schmeckt nach Unsinn und Verwirrung, nach Wahnsinn und Traum wie das Leben aller Menschen, die sich nicht mehr belügen möchten.

- Hermann Hesse -
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Kommentare
Herr_Tom
Herr_Tom, 03.01.2008
sh
MasterT86
MasterT86, 03.01.2008
Wow, was für ein super Bericht, Schade das es keine bessere Bewertung als sh gibt. Liebe Grüße Tobias
tobbbbi
tobbbbi, 03.01.2008
Klasse Bericht!! Sehr ausfühlrich und inhaltsreich geschrieben. LG Tobias
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orfatis

Mein Betriebspraktikum bei KIK

ein Testbericht von 2007-06-11 17:12:19 vom 11.06.2007
Empfehlung:
Vorteile: Man kann mal in das Arbeitslöeben hinein schnuppern...
Nachteile/Kritik: Dagegen spricht nichts.
Ich besuche die 8. Klasse und im Mai habe ich das erste Mal ein Betriebspraktikum gemacht. Über den Ablauf des Praktikums und was ich so jeden Tag getan habe, habe ich einen Bericht geschrieben. Ich hoffe, es interessiert euch ein wenig.


Mittwoch, 02.05.2007


Heute war mein erster Praktikumstag bei KIK Textil-Discount in Pforzheim und ich bin ein bisschen aufgeregt.

Als ich ankam sagte mir Frau U. (Angestellte), das ich in eine andere Filiale müsse und zwar auf der Wilferdinger Höhe. Also tat ich das.
Zum Glück arbeitet meine Mutter in der Nähe, denn ich hatte kein Geld für den Bus dabei, weil ich ja nicht damit gerechnet hatte, woanders arbeiten zu müssen. Meine Mutter hat mich dann aber auf die Wilferdinger Höhe gefahren, denn mit dem Bus dauert das fast eine halbe Stunde.

Als ich in der anderen Filiale ankam wurde ich nicht begrüßt. Auch die anderen Kollegen wurden mir nicht vorgestellt. So ging das den ganzen Tag. Ich wurde auch nicht richtig angesprochen und wenn ich mal angesprochen wurde, dann nicht mit meinem Namen sondern mit „die da“! Als die Chefin dann auch noch begann mit ihren Angestellten über mich zu lästern, das ich doch so langsam sei und für ein T-Shirt 15 Minuten bräuchte, war mir klar, dass ich hier kein Praktikum absolvieren wollte.
Am selben Abend bin ich dann noch mal in die Filiale in der Nordstadt gegangen und habe nach der Telefon-Nummer von meiner mir zuerst zugewiesenen Betreuerin gefragt und sie dann auch bekommen. NIch rief sie an und schilderte die Vorgänge in der anderen Filiale. Sie sagte, ich solle mich morgen noch mal in der Filiale in der Nordstadt melden.


Donnerstag, 03.05.2007

Heute Morgen bin ich also noch mal in die Nordstadt Filiale gegangen und Frau U. hat noch mal mit ihrer Chefin geredet.

Die sagte, dass nur eine Praktikantin in der Filiale bleiben könne.Also entschieden sie, das meine Mitschülerin Patricia in eine andere Filiale und zwar in die Innenstadt gehen soll. Ich durfte in der Nordstadt bleiben.

Nun war alles geklärt und Frau U. zeigte mir, wie man Ware sichert und das tat ich dann den ganzen Vormittag über.

Nach meiner Mittagspause habe ich Paletten ausgepackt bis 18:00 Uhr.
Dann durfte ich gehen und mein erster richtiger Praktikumstag war zu Ende.


Freitag, 04.05.2007

Heute durfte ich 200 Karten reduzieren das hat total Spaß gemacht.Das ist meine Lieblingsaufgabe! Ich habe das bis zu meiner Mittagspause um 13:00 Uhr gemacht.

Um 14:00 Uhr kam ich wieder. Dann habe ich den Größenlauf gemacht, das heißt, die Klamotten
nach Größe, Farbe, und Warennummer sortieren. Das hat ca. 2 Stunden gedauert.

Zum Schluss habe ich noch die Tische aufgeräumt und den Laden gefegt. Um 17:30 Uhr hatte ich Feierabend.


Montag, 07.05.2007

Als ich heute zu meinem Betriebspraktikum gegangen bin habe ich erstmal meine Tasche eingeschlossen. Dann sagte meine Betreuerin, dass heute Putztag ist. Als erstes habe ich überall Staub gewischt danach den ganzen Laden gesaugt. Die Kleiderstangen mussten auch noch gereinigt werden, also habe ich das auch noch gemacht. Dann musste ich nur noch den Boden wischen. Das alles hat ganz schön lange gedauert!

In meiner letzten Arbeitsstunde habe ich noch eine halbe Palette Textilien aufgebügelt, das heißt auf Kleiderbügel gehängt.


Dienstag, 08.05.2007

Ich musste heute erst um 11:00 Uhr in den Laden kommen. Als ich ankam sagte mir Frau U. das meine Klassenlehrerin Frau S. schon dagewesen war. Leider haben meine Betreuerin und ich sie verpasst.

Ich habe das ganze Lager aufräumen müssen, Kartons zerschneiden und Müll entsorgen.
Dann noch Kleiderbügel sortieren saugen und wischen.

Dann durfte ich noch mal reduzieren weil alle andern sich davor gedrückt haben.


Mittwoch, 09.05.2007

Heute durfte ich noch mal reduzieren. dann habe ich 2 Stunden Schmuck sortiert. Gegen 15:00 Uhr kam dann neue Ware. Wir mussten 5 Paletten auspacken, das sind ungefähr 600 Kartons! Nur meine Betreuerin und ich waren da. Wir haben aber trotzdem „nur“ 3 Paletten geschafft und morgen kommen die anderen beiden.

Meine Betreuerin und ich haben immer gewechselt. Mal hat sie abgehakt und ich ausgepackt, mal hab ich abgehakt und sie ausgepackt.

Um 17:45 Uhr durfte ich gehen.


Donnerstag, 10.05.2007

Heute haben meine Betreuerin und ich die anderen beiden Paletten Ware aufgeräumt bzw. ausgepackt und kontrolliert.

Als ich gerade die Ware abgehakt hatte, ist meine Lehrerin Frau S. vorbei gekommen, um mit meiner Betreuerin zu sprechen. Sie hat zwei Fotos von mir bei der Arbeit gemacht. Dann haben die beiden sich noch fünf Minuten unterhalten.
Und dann ist sie wieder gegangen und wir haben es geschafft, die letzten zwei Paletten auszupacken.

Morgen wird aufgebügelt…


Freitag, 11.05.2007

Heute muss aufgebügelt werden, den ganzen Tag!

Als Frau J. und ich aufgebügelt hatten, ist ihr ein Fehler an der Kasse passiert.
Wir haben vierteilige Koffersets, wobei die Koffer einzeln verkauft werden. Als ein Mann einen großen Koffer gekauft hatte, ahnten wir nicht, dass die anderen drei Koffer noch im großen Koffer enthalten waren.
Das gab Ärger, weil jetzt ein Wert von ca. 40 € fehlte. Wir konnten die Telefonnummer von dem Kunden herausfinden, da er mal einen Umtausch gemacht hat, doch er sagte die Koffer sind weg. Pech!!!!!

Heute war mein letzter Praktikums tag und ich ging mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge.

Ich war einerseits glücklich wieder in die Schule gehen zu dürfen, andererseits hat es auch echt Spaß gemacht, mal zu sehen, wie es ist, einen 8-Stundentag zu haben. Aber im Nachhinein gehe ich lieber zur Schule.

Meine Betreuerin Frau U. war heute nicht da. Ich habe noch Ware einsortiert und reduziert.
Und noch einmal den ganzen Laden geputzt, das heißt Staub wischen, Kleiderstangen polieren und staubsaugen. Dann durfte ich gehen.

Ich bin froh dass ich ein zweiwöchiges Praktikum machen durfte. Es war anstrengend, aber es hat auch super viel Spaß gemacht.
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Kommentare
andrea30b
andrea30b, 11.06.2007
sh
antjeeule
antjeeule, 19.01.2008
Das war ein ganz interessanter Einblick in Dein Praktikum bei KIK. Meine Tochter hat seinerzeit in einem Musikalienhandel gearbeitet und auch viel Spaß gehabt, war aber auch froh, wieder in die Schule gehen zu können. LG, Antje
diana75
diana75, 19.06.2007
GRUSS
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Erwin1678

Werkstatt für Behinderte

ein Testbericht von 2007-05-12 21:53:36 vom 12.05.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: --------------------...
Nachteile/Kritik: -------------------------
Träger

Werkstätten für Behinderte Herne/ Castrop- Rauxel
Gesellschaft mit beschränkter haftung

Verein Werkstatt für Behinderte e.V.
Lebenshilfe e.V. Herne 1
Lebenshilfe e.V. Herne 2
Stadt Castrop-Rauxel, Herne und Wanne


Öffnungszeiten

7.20 Uhr bis 15.20 Uhr


Räumlichkeiten

Der Montage Raum, Speisesaal und Aufenthaltsraum, Sozialräume (Toiletten mit evt. Deckenliftern), Damen und Herren WC. Arztraum, Ruheraum für Notfälle, Besprechungszimmer, Maschinenraum, separat.

Handwerksbereich

In jeder Montagegruppe sind Gruppenleiter oft auch Zusatzkräfte beschäftigt. Die Gruppenleiter kommen aus den unterschiedlichsten Berufen.


Es gibt eine Schreinerei, Kfz- Meisterwerkstatt, Floristik, Schneiderei, Gärtnerei mit Geflügelwirtschaft, Elektrobereich, Metallbereich, Wäschrei mit Mangel, Druckerei.

Im Schwer- mehrfach- Behindertenbereich arbeiten ausgebildete Pflegekräfte, so wie pädagogische Kräfte. Ein Medizinischer Dienst betreut die Arbeitskräfte. Die Bereiche psychische Erkrankung und geistige Behinderung sind von einander getrennt.
Die Behinderungen der Mitarbeiter sind unterschiedlichster Art, zum Beispiel das Downsyndrom, andere Syndrome, Spastisch gelähmte Menschen, unterschiedliche geistige Behinderungen, viele minderbegabte Menschen, Gehörlose Menschen zum Teil in den Montage Gruppen, aber auch in einer speziellen gehörlosen Gruppe, Menschen mit Autismus, Menschen die erst im späteren Leben erkrankt sind, zum Beispiel nach Hirnmassenblutungen oder Schlaganfällen.

Es gibt kleine so wie auch größere Gruppen.

Tagesablauf

Um 7.20 Uhr ist Arbeitsbeginn, bei Verzögerung der Buslinien kann es sich um einige Minuten verspäten. Zur Beförderung stehen große Busse sowie kleine Busse mit Rampen zur Verfügung. Um 8.00 Uhr sollten alle Mitarbeiter in ihrer Gruppe befinden. Die Anwesenheit wird dann überprüft. Die Mitarbeiter setzten sich auf ihre Plätze und fangen mit ihrer Arbeit an.

Gruppenleiter und Betreuungspersonal arbeiten mit den Mitarbeitern zusammen. Die Arbeit wird erklärt, vorgeführt und so lange begleitet, bis der Mitarbeiter die Aufgabe verstanden hat und beherrscht. Wenn die Arbeit erledigt ist oder keine Arbeit vorhanden ist können die Mitarbeiter spielen oder sich anders unterhalten. Psychosoziale Betreuung tritt in den Vordergrund. Dies bedeutet Einzel- oder Gruppengespräche. Gesellschafts- und Lernspiele werden durchgeführt um das Gruppengefühl zu stärken und damit keine Langeweile auftritt.

Um 9.00 Uhr beginnt für die Mitarbeiter die Frühstückspause und endet um 9.15Uhr. Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte werden einige Minuten früher in den Speisesaal gebracht. Die Speisen, die sie mitgebracht haben, werden von uns zubereitet, darunter fällt das schneiden von Obst. Das Essen wird dann griffbereit hingestellt.

Nach dem Frühstück kehrt jeder zu seinem Arbeitsplatz zurück und fängt wieder mit seiner Arbeit an. Toilettengänge werden zu bestimmten Zeiten durchgeführt, Toilettentraining ist sehr wichtig, für alle Mitarbeiter die, die nicht alleine zu Toilette gehen können, oder
nicht daran denken.

Um 11.45 Uhr werden die gehbehinderten Mitarbeiter und Rollstuhlfahrer in den Speisesaal gebracht. Auch hier wird das Mittagessen vorbereitet. Darunter fällt Fleisch klein schneiden, Obst schneiden ect. Da die Behinderung der Mitarbeiter es bei manchen nicht zulässt, ihre Speisen alleine zu essen, bekommen sie Hilfe vom Personal. Das Essen wird ihnen gereicht. Die restlichen Mitarbeiter
kommen dann um 12.05 Uhr in den Speisesaal. Die Mittagspause endet um 12.35 Uhr. Danach wird die arbeit wieder aufgenommen.

Die Rollstuhlfahrer werden um 14.40 Uhr aus der Gruppe abgeholt. Die anderen Mitarbeiter werden in Begleitung von Zivis und jeweils zwei Angestellten um 15.00 Uhr zu ihren Bussen begleitet. Das offizielle Ende der Arbeitszeit beträgt 15.20 Uhr.
Information zum eigenen Arbeitsansatz

Schwerpunkt meiner Arbeit sind 2 sehr unterschiedliche behinderte Frauen.

Mitarbeiterin 1 Frau S. ist spastisch gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Auf Grund ihres Alters ist sie noch nie in einer Schule gewesen.
Frau S. ist 57 Jahre alt und kann nur mit der linken Hand agieren.
Das Essen muss von mir zerkleinert werden. Die Speisen werden in Reichweite gestellt.

Sie benötigt Hilfe bei Toilettengängen. Frau S. wird mit Hilfe eines Deckenlifters aus dem Rollstuhl gehoben und auf die Toilette gesetzt, diese Arbeiten mache ich mit einer pflegerischen Kraft. Es gehört auch zu meinen Aufgaben das holen und bereitstellen von Arbeitsmaterialen. Therapeutische Möglichkeiten müssen möglichst ausgenutzt werden. Resursen erhalt ist das oberste Ziel, die Sprache ist stark eingeschränkt, undeutlich durch Spastische Lähmung im Rachenbereich, deswegen kann sie nicht so gut Artikulieren. Das tägliche Sprechen ist von Nöten, um die Sprache zu üben.

Mitarbeiterin 2, Frau W. hat das Downsyndrom. Es muss ein tägliches Toilettentraining von mindestens 15 Minuten umfassen. Frau W. hat dann Zeit in Ruhe zu verdauen. Das Toilettentraining ist bei ihr ganz wichtig, da sie sonst inkontinent wäre. Das ist eine therapeutische Möglichkeit, mit deren Hilfe sie ein nahezu normales Leben im Tagesablauf führen kann. Sie müsste sonst eine Windel tragen, das mit dem Toilettentraining nicht nötig ist. Das Einüben von selbständigen Anziehen, sowie das Hände waschen ist sehr wichtig Frau W. kann nur sehr wenige Arbeit erledigen, auf Grund dessen, helfe ich ihr beim Zählen und verpacken der Ware und fordere sie auf Materialien zu holen. Das Essen muss ich ihr holen und Speisen müssen zerkleinert werden. Zum Trinken muss sie ständig ermutigt werden, dies ist wichtig damit sie genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Meine Aktion

Thema: Nasenspülung verpacken

Vorbereitung:
Ich habe mir die Aktion ausgesucht, weil einige sehr schwache Mitarbeiter immer wieder motiviert werden müssen und nicht zählen können.
Aus einem Karton habe ich einen Zahlenstreifen mit je 15 Feldern aufgezeichnet, damit sie nicht zählen brauchen, sondern nur die Nasenspülung in die Felder legen brauchen um sie hinterher ein zu packen. Dann habe ich ihnen das Material zur Verfügung gestellt, Nasenspülung, Verpackungen, Gebrauchsanweisung, Kartons und Zahlenstreifen.

Aktion:
Ich habe den Mitarbeitern erklärt, wie man die Arbeit erledigen werden muss. Dies konnte ich am Besten machen, indem ich ihnen die Arbeit einmal vorgemacht habe. Nasenspülung auf den Zahlenstreifen legen, bis alle Felder voll sind. Als der Zahlenstreifen voll war und man keine Zahlen mehr sehen konnte, habe ich in Gedanken nachgezählt ob es genau 15 sind und ihnen gesagt das es zu viel, zu wenig sind oder sie gelobt, wenn es genau 15 waren. Dann habe ich ihnen gezeigt wie man die Verpackung faltet und ihnen erklärt das sie die 15 Nasenspülung in die Verpackung mit Gebrauchsanweisung einpacken sollen. Kontrolliert habe ich die Verpackung, ob auch wirklich 15 Nasenspülung und eine Gebrauchsanweisung in der Verpackung war. Die fertig eingepackten Nasenspülungen wurden dann in eine Kiste gestapelt.

Abschluss:
Die Aktion verlief sehr gut. Manchen Mitarbeitern musste man es öfters erklären, weil sie vergesslich sind. Manche Mitarbeiter wussten was sie tun sollten.

Gesamtreflexion

Für mich war dieses Praktikum eine wichtige Erfahrung, da ich einiges über das Verhalten von Behinderten gelernt habe. Manchen Behinderten konnte man es gar nicht vom Äußeren ansehen das sie eine Behinderung haben.
Ich bin eigentlich mit allen Mitarbeitern gut zurechtgekommen, manchmal gab es schon Komplikationen mit ihnen, weil sie sich weigerten zu arbeiten und lieber schlafen wollten oder sich anders beschäftigen wollten.

Am Anfang konnte ich manche Mitarbeiter nicht so gut verstehen, da sie nicht sprechen können oder schwer zu verstehen sind. Mit der Zeit habe ich auch gelernt sie zu verstehen, da ich noch mal nachgefragt habe und sie mit einem ja oder nein geantwortet haben. Dieses Praktikum gefiel mit besser als das Praktikum im Kindergarten, weil man es da mit Erwachsenen zu tun hat. Im normal Fall konnten alle viel mehr verstehen und nicht wegrennen, wenn man ihnen was sagt, als Kinder im Kindergarten.
...
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Kommentare
campimo
campimo, 13.05.2007
.quot SH LG quot.
topfmops
topfmops, 13.05.2007
Jetzt soll ich auch noch Kot eingeben . . . Aber was tut man nicht alles, um einen lesenswerten und informativen Bericht entsprechend zu bewerten??
NancyNoack
NancyNoack, 13.05.2007
SH
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hasenpupsi2189

Erste Fragen

ein Testbericht von 2007-01-06 10:33:26 vom 06.01.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: ....
Nachteile/Kritik: .
Fragen zum Kindergarten

* Jungen - Mädchen Verhältniss?

* Welches Konzeption?

* Gibt es ein Spizelles Arbeitsprinzip? (Montesuri)

* Wie lange gibt es den Kindergarten?

* Wie viele Mitarbeiter gibt es?

* Ausländeranteil?

* Gibt es Logo-Montopäden?

* Wie viele Gruppen gibt es?

* Wie viele Praktikanten nehmen sie?

Seit 28 Jahre gibt es den Kindergarten. Die Arbeitszeit beginnt für die 2 Mitarbeiter und 2 Praktikanten um 6 Uhr. Der Kindergarten betreut insgesammt 15 Kinder, 9 Mädchen und 6 Jungen in einem Alter von 1 bis 6 Jahren. 7 Kinder sind unter 3 Jahren.

Der morgentliche Tag fängt mit einem Stuhlkreis an, dort werden Rytmische Spiele und Gesänge gemacht. Was für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig ist. Es fördert das Miteinander. Aus diesem Grunde wird das Frühstück und Mittagessen gemeinsam eingenommen. Das Essen wird im Krankenhaus zubereitet und geliefert.

Die Freizeitgestaltung wird individuell gestaltet. So wird den Kindern montags ein Aquarell-Maltag angeboten. Auch Bewegung und Natur ist sehr wichtig in dieser Einrichtung. Aus diesem Grund wird jeden Dienstag ein Waldspaziergang durchgeführt.

Auch eine Ruhephase ist sehr wichtig, besonders für die kleineren Kinder. Aus diesem Grunde hat man ein Schlafecke eingerichtet, wo geschlafen werden kann.

Für Kinder mit Sprachprobleme befindet sich im Krankenhaus eine Logopädie.

Der Kindergarten schließt um 16 Uhr.

Erste Aufgabe eine Geschichte vorlesen.

In Deutschland können wir Waren aus ganz Europa kaufen. Es gibt Käse aus Holland und Oliven aus Griechenland. Die Nudeln aus Italien schmecken lecker. Das ganze Jahr gibt es Tomaten aus dem sonnigen Spanien. Mit den ausländischen Zutaten können wir leckere Gerichte kochen. Es gibt aber nicht nur Lebensmittel. Wir finden auch moderne Jeans aus Amerika und Parfüm aus Frankreich. Einkaufen ist fast wie eine Reise durch Europa. Aber halt! Ein Produkt ist nicht aus Europa. Weißt du welches?

Mit den kindern erarbeiten welche Länder zu Europa gehören und welche nicht. Gegenstände malen.

Ganz schön anstrengend, da die kinder ja noch kleine sind.
...
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Kommentare
Annna13
Annna13, 07.01.2007
sh
MarkusH18
MarkusH18, 06.01.2007
Toller und informativer Bericht, deshalb ein quotsehr hilfreichquot von mir!! Weiter so!! Gruß Markus!!
Schattenesserin
Schattenesserin, 06.01.2007
hä?
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autobus5769

Praktikum im Kindergarten

ein Testbericht von 2006-12-12 07:40:58 vom 12.12.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: xx...
Nachteile/Kritik: xx
Beschreibung der Einrichtung

Der Träger der Einrichtung ist die Krankenhausgemeinschaft des Kirchenkreises Herne. Die Anmeldung für diese Tageseinrochtung kann man sofort nach der Geburt und das ganz unabhängig von Konfession oder Herkunft. Die Öffnungszeiten sind Montags bis Freitags von 6.00 – 16.00 Uhr. Es konnten früher 21 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 6 Jahren die Einrichtung besuchen. Da aber die Einrichtung über kleine Räumlichkeiten verfügen, haben sie die Kinderanzahl auf 15 reduziert. Zur Zeit besuchen auch 15 Kinder im Alter von 14 Monaten bis zu 5 Jahren die Gruppe. Das Jungen - Mädchen Verhältniss ist ausgewogen. Es sind 6 Jungen und 9 Mädchen. 7 Kinder sind unter 3 Jahren.

Als Räumlichkeiten dient 1 Gruppenraum, 1 Spielraum, der auch gleichzeitig als Schlafraum genutzt wird. Im Badezimmer befindet sich 1 Toilette und 1 Waschbecken. An der Wand befinden sich 15 Haken mit Handtücher für die Kinder. Im Regal haben die Kinder mit Namen beschriftete Zahnputzbecher mit Zahnbürste. Maximal 2 Kinder dürfen das Badezimmer gleichzeitig benutzen. In einem extra Raum befinden sich die Gadroben der Kinder. Dort können sie ihre Jacke, Matschhose aufhängen und das Schuhwerk abstellen. Im Raum befinden sich auch Fächer mit Wechselsachen für die Kinder. Diese sind auch mit Namen der Kinder versehen.

Im oberen Geschoss befindet sich die Toilette der Erzieherinnen, der gleichzeitig auch als Wickelraum genutzt wird. In Regalen befinden sich die Pampers der Kinder. Diese müssen von den Eltern mitgebracht werden.

Zur Bewegung im Freien verfügt der Kindergarten über ein Außengelände. Auf dieser Wiese befinden sich Spielgeräte wie Sandkasten, Baumstämme zum balancieren. Unter anderem können sich die Kinder mit Bobby Cars und Dreirädern fortbewegen. Außerdem werden noch verschiedene Aktionsfelder angeboten. Bei gutem Wetter wird dienstags ein Waldspaziergang angeboten. Zur Beaufsichtung der Kinder stehen 4 pädagogische Mitarbeiterinnen zur Verfügung.

Tagesablauf in der 2. Praktikumswoche

Einige Eltern nutzen die Möglichkeit ihre Kinder um 6 Uhr in die Tageseinrichtung zu bringen. Es kann dann sofort gefrühstückt oder gespielt werden. Um 9 Uhr wenn alle Kinder da sind, wird ein Stuhlkreis gestellt. Dort werden ein Paar Lieder gesungen. Im Gruppenraum wird dann gemeinsam gefrühstückt. Jeden Tag gibt es etwas anderes zum Frühstück. Mal Müsli, Milchreis, Brote mit Wurst, Käse, Marmelade, Butter und ect. Dieses Frühstück wird von den Erzieherinnen vorbereitet. Am Essenstisch wird nochmal zusammen ein Frühstücksretual durchgeführt. Es wird gesungen und gebetet. Wenn alle Kinder fertig sind werden die Tische abgeräumt und abgewischt. In dieser Zeit können die Kinder sich selbst beschäftigen.

Danach wird die Zeit sinnvoll genutzt, indem sich mit den Kindern individuelle beschäftigt werden. So wird gemalt, gebasteln, Geschichten vorgelesen, in der Bauecke bauen oder in der Puppenecke gespielt. Wenn das Wetter draußen trocken ist, dürfen die Kinder auch in dem Außengelände spielen.

Um 12 Uhr wird der Essenswagen vom Krankenhaus abgeholt. Eine Erzieherin bereitet dieses gemeinsame Mittagessen schon mal vor, indem die Tische gedeckt werden. Die anderen Erzieherinnen kümmern sich um die Kinder und helfen ihnen beim umziehen und waschen. Wenn die Kinder fertig sind mit waschen müssen sie sich an den Essenstisch setzten. Es wird dann das Essen ausgeteilt. Wie bei dem Frühstück wird auch hier ein Ritual durchgeführt. Das Besteck wird verteilt und die Kinder fangen an zu essen, bis sie gesättigt sind. Wenn alle Kinder das Mittagessen beendet haben, gibt es noch einen kleinen Nachtisch. Dieser Nachtisch besteht aus Obst. Eine erzieherin bereitet diesen Nachtisch auch vor. Das Obst wird gewaschen und geschnittenund in eine großen Schüssel gepackt. Ein Kind darf dann von Tisch zu Tisch gehen. Dieser Nachtisch ist bei den Kindern sehr beliebt und es kann immer wieder nachgenommen werden.

Kinder unter 3 Jahren werden nachdem Mittagessen im Schlafraum hingelegt. die Betreuung übernimmt eine Erzieherin. Die übrigen räumen die Tische ab und reinigen sie. Auch der Boden wird von Mittagsresten befreit. Nebenbei wird auf die Kinder geachtet, die sich selber beschäftigen. Für die Arbeiten in der Küche ist eine Erzieherin zuständig. Die Spühlmaschine wird be- und entladen. Wenn alle Aufgaben erledigt sind, wird wieder ein Stuhlkreis gestellt und ein Geschichten vorgelsen, zum Beispiel: Lars, der kleine Eisbär oder es werden Spiele gespielt. Unteranderem mein rechter, rechter Platz ist frei. Dann werden die ersten Kinder abgeholt. Zum Schluss wird der Kindergarten für den nächsten Tag vorbereitet.

Meine Aktion

Thema: Sternenbilder mit Aquarellfarbe

Vorbereitung:
Ich habe mir diese Aktion ausgesucht, damit ich sehe wie konzentriert und kreativ die Kinder sind. Auch weil nicht oft mit Aquarellfarben gearbeitet wird und da noch ein Paar Bilder zum aufhängen zur Weihnachtszeit fehlten. Deswegen habe ich 2 Tische zusammengestellt, damit wir mehr Platz zum malen haben und ich einen besseren Überblick über die Kinder habe. So brauch man nicht von Tisch zu Tusch laufen, wenn es Probleme gibt. Damit die Tische nicht beschmutzt werden, habe ich eine abwaschbare Tischdecke über die Tische gelegt. Die gelbe Wachsmalstifte aus Bienenwachs, blaue Aquarellfarbe, Aquarellblätter und die Pinsel habe ich in die Mitte des Tisches gelegt. Aquarellblätter sind übrigens von einer Seite glatt und auf der anderen Seite rauh.

Aktion: 4 Kinder habe ich mir dann aus der Gruppe rausgesucht und sie zum aquarellmalen angefordert. Es waren nur 4 Kinder, weil es sonst schwierig wäre, alle Kinder auf einmal beim malen zu beaufsichtigen. Auch kann ich bei Schwierigkeiten nicht jedem Kind sofort helfen. Das hätte die Kinder dazu animiert, den tisch zu verlassen. Als erstes habe ich ihnen erklärt, was sie malen sollen. Also zuerst die Sterne und den Mond mit den gelben Wachsmalstiften. Bei Schwierigkeiten habe ich ihnen geholfen. Die etwas älteren Kinder bekamen bon mir noch die Aufgabe einen Engel zu malen. Das fand ich sehr passend zur Weihnachtszeit. Mit der blauen Aquarellfarbe wurde dann das ganze Aquarellblatt übergemalt. Das führte dazu, das die Sterne, Engel und der Mond leuchten. Wenn ein kind fertig war, wurde das Bild auf ein malbrett zum trocknen gelegt und ein weiteres Kind kam zum malen an den Tisch. Meine Aktion war beendet, als alle Kinder ein Bild gemalt hatten.

Abschluss:
Diese Aktion verlief sehr gut. Den kinder hat diese Aktion sehr viel Spass gemacht, weil es nicht sehr oft gemacht wird. Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, war das manche Kinder auf ihre Aufgabe konzentriert haben und sich schnell von anderen kindern aus der Gruppe ablenken lassen haben.

Gesammtreflektion

Für mich war dieses Praktikum eine wichtige Erfahrung, da ich einiges über das Verhalten von Kindern in einer Gruppe und als Einzelperson erfahren konnte. Auch war es gut zu sehen, wie man mit mehreren Kindern umgehen muß, ohne einen hervorzuheben oder zu vernachlässigen. Ich habe gelernt, das es wichtig ist, Kindern Regeln zu erklären und sich auch an diese Regeln zu halten. Auch war es für mich eine wichtige Erfahrung, mit verschiedenen Materialien zu arbeiten. Neue Beschäftigungen habe ich kennengelernt, wie man Kinder mit Spiele und Musik beschäftigt. Dies war auch sehr interessant zu sehen. Da die meisten Kinder zuhause oft mit dem Fernseher oder dem PC beschäftigt werden. im Großen und Ganzen war das Praktikum sehr lehrreich und wird mir sicher in mancher Situation im weiteren Leben hilfreich sein.
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
M@tze

Famulatur in Mazedonien!!!

ein Testbericht von 2006-04-18 11:06:25 vom 18.04.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: die Kultur, das Essen, die unvergesslichen Erfahrungen, das Land und die Leute Mazedoniens, ...
Nachteile/Kritik: schwierige politische Lage
Famulatur auf dem Balkan in der Republik Mazedonien –„Matze goes to Mazedonia“!!!

Innere Medizin im Unikrankenhaus Skopje März 2006




Die Entscheidung meine zweite Famulatur in Mazedonien zu machen war eher eine spontane Entscheidung, als eine wohl durchdachte geplante Idee. Ganz nach dem Motto „Ab ins Unbekannte“, habe ich mich etwa ein halbes Jahr vor meinem Aufenthalt in Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, beim DFA (Deutscher Famulanten Austausch) für eine Famulatur in Mazedonien beworben. Trotz vieler Resentiments gegenüber dem Balkan, die hier in Deutschland herumgeistern ,war ich immer der Überzeugung, daß die Famulatur sicherlich gut werden wird. Mazedonien hat mich nicht enttäuscht und ich bin froh dieses Land gewählt zu haben, auch wenn die Famulatur manchmal nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat.

Die Bewerbung:

Etwa ein halbes Jahr vor meinem Aufenthalt in Mazedonien habe ich mich beim DFA für die Famulatur beworben. Ich mußte 100€ anzahlen, ein Englischsprachzeugnis bei der Uni machen und das Bewerbungsformular des DFA korrekt ausgefüllt an die Vertretung in Bonn senden. Eigentlich kein großer „Act“, aber es gibt ja immer Verzögerungen, v.a. Wenn man als Mediziner ein Zeugnis von einem Englischdoktor braucht. Naja, aber das ist eine andere Geschichte.

Nach meiner Bewerbung bekam ich relativ schnell eine Zusage vom DFA und auch die verantwortlichen Studenten in Skopje meldeten sich sehr schnell. Schon im Vorfeld der Famulatur entstand eine nette Korrespondenz mit den mazedonischen Studenten und ich fühlt mich im Vorhinein schon gut Aufgehoben und betreut.

Anreise und Unterkunft:

Am 27.2. ging es für mich los. Den Flug nach Skopje hatte ich schon 2 Monate vor Abflug bei Alitalia gebucht. Zwar war dieser Flug kein Non-Stop-Flug, dafür kostete er aber nur 250€ für hin und zurück! Im Vergleich zu anderen Fluggesellschaften ist das echt billig! Etwa 50% billiger als ein vergleichbarer Flug mit der Lufthansa!




Angekommen am Airport Skopje erwarteten mich schon die beiden Studenten, die während meines Austauschs in Mazedonien für mich verantwortlich sein würden. Sie brachten mich in meine Wohnung in der ich die nächsten 5 Wochen untergebracht war. Die Wohnung gehörte einer Familie die Zimmer an Studenten vermietet. Um es kurz auszudrücken - Die Wohnung war klein, aber fein und ich hatte familiären Anschluß. Prima eben! Mazedonisches Familienleben live erleben – was will man mehr!

Die Famulatur:

Am 1. März wurde ich einem meinem persönlichen Assistenten auf der Gastroenterohepatologie vorgestellt. Nach kurzer Einweisung konnte ich auch schon den ersten Koloskopien beiwohnen. Ich habe so ziemlich alle endoskopischen Eingriffe auf dieser Abteilung mitverfolgen können. Mithelfen konnte ich aber leider nicht sehr viel. Wie mir schnell auffiel, ist die Aufgabe der Ärzte hier in Mazedonien beschränkt auf invasive Untersuchungen. Stationsarbeit war stets Sache der Schwestern und so konnte ich leider fast nie den Stationsalltag miterleben. Trotzdem habe ich viele interessante Dinge gesehen. Krankheiten die bei uns so selten sind, daß man Glück haben muß sie einmal im Studium zu sehen sind hier teilweise häufige Krankheiten und auch die Methoden und Techniken die in Mazedonien angwendet werden sind nicht mit Deutschland zu vergleichen. Koloskopie mit Narkose ist z.B. hier ein Fremdwort. Das Gesundheitssystem und die Patienten haben für so etwas einfach kein Geld. Die Medizin ist z.T. Echt archaisch, aber sie funktioniert trotzdem.


In der zweiten Woche wechselte ich auf die Pulmologie. Eine der best ausgerüsteten

Abteilungen in der Inneren Medizin hier hier Skopje. Die Abteilung wird vom japanischen Staat gesponsert, deswegen auch das neue und gute Equipment! Auch hier bekam ich einen persönlichen Mentor. Auf der „Pulmo“ habe ich ebenfalls vor allem endoskopische Untersuchungen gesehen und durfte manchmal auch Pleurapunktionen vornehmen. sonographische Untersuchungen und Ambulanzarbeit ergänzten meinen einwöchigen Aufenthalt auf der „Pulmo“! Aber auch hier war mir die Stationsarbeit nicht vergönnt. Naja, die Arbeit ist hier eben anders aufgeteilt wie in Deutschland.

Nach einer echt lehrreichen Woche auf der Pulmologie wechselte ich auf die Endokrinologie. Diese Abteilung war für mich die wohl am langweiligsten, denn außer ständigen Diskussionen über Blutbefunde und dem Hormonstatus von Patienten konnte ich hier relativ wenig sehen. Doch die für mich abgestellte Mentorin Dr. Katerina versuchte mir viel zu erklären und schickte mich oft in die Ambulanz, auf der ich dann doch einiges gesehen und gelernt habe. Bis zum Ende meiner Famulatur bin ich auf der Endokrinologie geblieben, denn hier hatte ich neben der Pulmologie wohl den besten sozialen Anschluß an die Ärzteschaft!

Famulaturumstände:

Di e Innere Klinik in Skopje war für mich echt erst einmal ein Schock als ich sie zum ersten mal gesehen habe. Das Gebäude ist heruntergekommen und wirkt marode. Doch die Arbeit die hier von den Ärzten verrichtet wird ist echt gut. Es wird mit primitiven Mitteln das best Mögliche für den Patienten erziehlt. Die Ärzte haben noch viel Ahnung über konventionelle Untersuchungsmethoden und brauchen nicht für alles Geräte und Maschinen. Nichts desto trotz sind die Arbeitsbedingungen nicht besonders berauschend. Der Lohn für die Ärzte ist sehr schlecht und trotz sehr guter Ausbildung, die auf dem neusten Stand der Wissenschaft beruht, können die Ärzte hier vieles nicht machen. Mazedonien ist ein kleines Land und alles zentriert sich auf Skopje, doch leider wird kein Geld in die Uniklinik investiert und so dümpelt das Gesundheitssystem in Mazedonien nur so vor sich hin. Es herrscht kein Klima für Innovationen und Arbeitswillen und so bin ich in meiner Famulatur oft mit den Ärzten in einem Kaffee auf dem Campus herumgesessen um die Zeit totzuschlagen. Trotzdem will ich den Ärzten hier meinen Dank aussprechen, die mir trotz aller widriger Umstände immer geholfen haben und mir viel erklärt und beigebracht haben.


Land, Leute und Politik:

Mazedonien ist ein sehr armes Land und leider sind viele Menschen noch immer im Sozialismus hängengeblieben. Vieles wirkt für einen Deutschen chaotisch und unkoordiniert und das ist es auch. Überall in Mazedonien sticht einem die Armut ins Auge. Bettelnde Kinder und Pferdekarren sind in Skopje Alltag und wenn man man die Hauptstadt verläßt verstärkt sich dieses Bild auch noch. Trotzdem sind die Menschen sehr herzliche Menschen die sehr gastfreundlich sind. Eines sollte einem aber klar sein. Politisch gesehen ist Mazedonien echt eine Katastrophe. Korruption an allen enden, ethnische Konflikte im Inland zwischen Slawen und Albanern und außenpolitische Zankereien mit den Nachbarn sind hier Alltag. Mazedonien existiert erst seit 1991 und wird eigentlich von keinem seiner Nachbarn akzeptiert und so sind die Menschen in Mazedonien sehr empfindlich wenn es um ihr Land geht. Orient und Okzident prallen hier aufeinander. Manchmal friedlich, manchmal eben nicht friedlich. Vor allem der Konflikt zwischen den Albanern und den slawischen Makedoniern ist ein echt großes Problem in Mazedonien. 2001 wäre dieser Konflikt ja fast zu einem waschechten Bürgerkrieg ausgeartet und so kann man im Klinikalltag auch gelegentlich auf Patienten treffen die in einer bewaffneten Auseinandersetzung verletzt wurden. Als Student der nach Mazedonien reist muß einem klar sein, daß dieser Konflikt echt emotional ausgetragen wird und deswegen sollte man sich am besten aus zu politischen Diskussionen raushalten. Zwar ist mir dies auch nicht ganz gelungen, aber mit etwas Diplomatie kommt man da schnell wieder raus und es schadet auch nicht, wenn die Menschen in Mazedonien auch einmal eine andere Sichtweise kennenlernen. Trotzdem steht es mit nicht zu über die Probleme Mazedoniens zu Urteilen zu einfach ist es Pauschalurteile abzugeben, wenn man so sorgenfrei wie in Westeuropa lebt.

Zum Land kann ich nur sagen, daß es traumhaft ist. Berge, Wälder und Seen laden ein entdeckt zu werden. Da Mazedonien so gut wie keine Industrie hat findet man selten Tiere und Pflanzenarten. Die Fauna und Flora ist sehr ursprünglich und es gibt viel zu Entdecken.


Moscheen und Kirchen aus einem Jahrtausend laden zur Besichtigung ein. Von römischen, griechischen über osmanischen und slawischen Kulturschätzen wird man alles in Mazedonien finden. Überall kann man sich noch ein bißchen als Pionier fühlen, denn Touristen gibt es kaum.

Auch das Essen in Mazedonien ist eine Mischung aus slawischem und türkischem Geschmack. Die Preise sind so moderat, daß man für ein komplettes Menue etwa nur 3-4€ zahlen muß und so sollte man viel Appetit nach Mazedonien mitbringen, denn sonst verpasst man ein Teil der Kultur. Essen und Trinken ist hier nämlich ein wichtiger gesellschaftlicher Akt!


Nach der Arbeit:

Skopje bietet Annehmlichkeiten wie in jeder westlichen Hauptstadt. Wer in einen Technoclub gehen will, kann dies genauso tun wie derjenige der einen Kulturabend in der Oper verbringen will. Alles natürlich zu sehr günstigen Preisen.

Wer das Land entdecken will kann sehr billig mit Bussen und Bahn das Land bereisen. Auch Taxis sind relativ günstig, wenn man vorher den Preis aushandelt.

Das Leben pulsiert in der Hauptstadt und als Westeuropäer fühlt man sich wie im Schlaraffenland, weil alles so günstig ist.

Mit Mazedoniern kann man viel Spaß haben. Antialkoholiker sollte man allerdings nicht sein. Den Wein, Bier und Schnaps wird in rauhen Mengen getrunken. Einen Turbo-Folk-Abend in einem „Kaffana“ sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Traditioneller und lustiger kann man wohl glaube ich kaum feiern. Hier wird man den Spirit des Balkan spüren!

Ach ja, Mazedonien ist ein Land mit ausgeprägter Kaffeekultur. Man sollte sich nicht wundern wenn man 2-3mal täglich zum Kaffee eingeladen wird. Allerdings gebietet es der Anstand, daß man gelegentlich auch Leute zum Kaffee einlädt.

Insgesamt kann ich nur sagen, daß man viel Spaß haben kann. Die Leute sind meist sehr nett und manchmal fühlt man sich geradezu beschämt, wenn man an die „Gastfreundlichkeit“ in Deutschland denkt. Auch die Ärzte behandeln einen wie einen lange bekannten Freund nicht nur wie einen dummen Studenten.

Wer Ausflüge in die Nachbarländer machen will kann dies ohne Probleme mit dem Bus tun. Serbien ist nur 25km entfernt von Mazedonien. Albanien und Bulgarien erreicht man in 2 Stunden Busfahrt und Griechenland erreicht man in knapp 3 Stunden. Besonders empfehlenswert sind in Mazedonien der Ohrid- und der Prespasee die mehr einem Meer gleichen als einem See und v.a. Sind sie beide relativ gut touristisch erschlossen.





Fazit:

Trotz vieler Probleme, ist Mazedonien eine Reise wert. Nicht nur weil man viele Dinge in der Famulatur lernen kann und sieht wie andere Ärzte auf der Welt arbeiten müssen, sondern auch um eine andere Kultur kennenzulernen. Man wird vieles Ähnliches, aber auch viel Andersartiges entdecken können. Vor allem freuen sich die Mazedonier sehr, wenn jemand aus Westeuropa ihr vergessenes Land kennenlernen will. Leider war ich in der Prüfungszeit in Mazedonien und deswegen hatten die Studenten kaum Zeit für mich, aber im Sommer ist das sicherlich anders. Trotzdem habe ich auch auf eigene Faust viel gesehen und entdeckt und deswegen kann ich jedem Mazedonien als Famulaturziel empfehlen.

Tipps:

Bevor ihr nach Mazedonien reist, solltet ihr euch ein wenig über Mazedonien informieren. Das beste Buch auf dem Markt ist aus dem Trescher Verlag. Es heißt:

Makedonien entdecken. Unterwegs auf dem südlichen Balkan
ISBN 3897940671 für 16,95€

Wer ambitioniert ist und ein wenig mazedonisch lernen will, den kann ich das folgende Buch empfehlen:

Kauderwelsch, Makedonisch Wort für Wort
ISBN 3894164948 für 7,90€

Außerdem kann ich euch folgende Homepages ans Herz legen:

http://www.skopjeonline.com.mk/
http:// www.exploringmacedonia.com/
http://www.ukim.edu.m k/
und natürlich die Hompage des BVMD http://bvmd.de/!

Ach ja, und nicht zu vergessen, die Homepage des Deutschen Famulantenaustausch http://www.dfa-germany.de

So far, so good! Ich hoffe ich habe euch mit diesem Bericht das Land Mazedonien ein wenig näher bringen können und falls ihr euch entscheiden solltet nach Mazedonien zu gehen, dann grüßt doch alle aus dem Austauschprogramm von mir und scheut euch nicht mich zu kontaktieren falls ihr fragen habt!
...
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Kommentare
SeriousError
SeriousError, 18.04.2006
Ein quotsehr hilfreichquot von mir für diesen tollen Beitrag. :o Gruß SeriousError!
Rym2210
Rym2210, 18.04.2006
sh
Power_Surfer
Power_Surfer, 18.04.2006
sehr hilfreich... lg patrick
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Universitätsklinikum Skopje Abteilung Innere MedizinSkopje vom Berg  VodnoSkopje bei SonnenscheinDie "bunte Moschee"  in TetovoStruga am Ohridsee
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anjabr

Morgens früh um sechs kommt die kleine Hex'

ein Testbericht von 2005-02-09 20:19:07 vom 09.02.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Erfahrungen die ich nicht missen möchte...
Nachteile/Kritik: ----
VORWORT

Bei der Anmeldung für das zweimonatige Praktikum, welches ich im Rahmen meines Grundstdiums der Erziehungswissenschaften abolvieren muss, habe ich mich für ein Praktikum im Kindergarten entschieden.
Der Grund für diese Entscheidung war, dass ich bisher kaum direkten Kontakt mit Kindern hatte und ich es für wichtig halte, mich während der Studienzeit auch mit Kindern zu beschäftigen.. Auf diese Weise kann ich lernen, das Wesen der Kinder besser zu begreifen, mich auf sie einzustellen und mich selber in dieser Situation zu beobachten.

Während des Praktikums habe ich greifbare Erfahrungen gemacht und mich selbst in einer anderen, neuen Situation erlebt. Mit diesen Erfahrungen im Hinterkopf werde ich die theoretische Beschäftigung an der Uni mit Pädagogik, Erziehung ... besser verarbeiten und für mich umsetzen können.
Rückblickend gesehen, ist das Praktikum für mich eine wichtige und wertvolle Bereicherung geworden.

Im Bericht habe ich hauptsächlich meine Erlebnisse und Erfahrungen mit den Kindern, ihren Tagesablauf und ihre Umgebung beschrieben. Auf Kritik am Kindergarten und auf Beschreibungen des Verhältnisses zwischen den Mitarbeitern habe ich verzichtet, weil mir persönlich die Erfahrungen mit den Kindern wichtiger sind. Alles andere wäre mir in diesem Bericht nur als Pflichtübung erschienen.




AUFBAU DES KINDERGARTENS
(Kindergruppen / Mitarbeiter / Einrichtung der Gruppenräume / Spielplatz)

Zu Beginn des Berichts möchte ich den Kindergarten Hohwisch samt seinen 'Bewohnern' beschreiben.
Der Kindergarten umfasst drei Kindergruppen mit je 20 Kindern, die zwischen 3 und 6 Jahre alt sind. Ebenso sind drei Hortgruppen vorhanden, die Kinder dort sind zwischen 7 und 10 Jahre alt und kommen immer zwischen 12 und 13 Uhr. Diese Kinder essen gemeinsam mit den ca. 35 'Nachmittagskindern' zu Mittag, einige erledigen ihre Hausaufgaben (zum Teil mit Hilfestellungen durch die Erzieher) und spielen danach im Gruppenraum oder auf dem Spielplatz gemeinsam mit den jüngeren Kindern.

Jede der drei Gruppen wird von einer Erzieherin sowie 1 - 2 Jahrespraktikantinnen bzw. Springkräften betreut. Insgesamt sind im Kindergarten 5 Erzieherinnen tätig (davon ist eine ganztägig, drei teilzeit und eine halbtags beschäftigt), weiterhin 2 Springkräfte und 2 Jahrespraktikantinnen,(beide machen eine Ausbildung zur Sozialassistentin) die den ganzen Tag im Kindergarten bleiben. Zusätzlich kommen zeitweise auch Monatspraktikanten. Sowie einmal in der Woche eine Logopädin und eine Integrationshelferin.

Die fünf GRUPPENRÄUME (einen Gruppenraum teilen sich die Halbstagsgruppe und eine Hortgruppe), zu denen jeweils auch ein Waschraum gehört, sind in verschiedene Bereiche gegliedert:

die Puppenwohnung,den Bauteppich,den Maltisch,den Basteltisch,die Leseecke,den Spieltisch.

Außerdem gibt es einen größeren Tisch, der je nach Situation und Bedarf unterschiedliche Aufgaben hat: für gemeinsame Basteleien, zum Essen, Malen, Spielen usw.
Die einzelnen Bereiche wirken in dem Gruppenraum wie Zimmer einer Wohnung, in kindgerechter Größte, mit kleinen Möbeln und teilweise heruntergezogener Decke.
Jeder der Gruppenräume wird gemeinsam mit den Kindern sehr unterschiedlich und individuell aufgeteilt und gestaltet. Ständig wird etwas verändert: die Fensterbilder werden umgestaltet, neue Mobiles angebracht, Wandbilder gestaltet ...
Der Raum ist wie etwas Lebendiges, das sich den Jahreszeiten durch Schmuck und Farben anpasst. Der Wechsel der Jahreszeiten wird den Kindern auf diese Weise näher gebracht, Feste wie Weihnachten und Ostern übertragen sich so ebenfalls auf ihren Lebensraum.


Um den Kindergarten herum liegt ein großer Spielplatz, in dem sich in einer Ecke ein eingezäuntes Gärtchen befindet. Dort hat jede Gruppe ein Beet, auf dem Blumen, Erdbeeren , Gemüse (je nach Vorschlag und Geschmack) gepflanzt werden. Auf diese Weise können auch Kinder, die zu Hause keinen Garten haben, das Säen, Pflanzen, Wachsen und Ernten miterleben.
(Leider geschieht es manchmal, dass die liebevoll gepflegten Erdbeeren fremden Kindern zum Opfer fallen!)

Auf dem Spielplatz befindet sich außerdem eine Art Gartenhaus, in dem die Kinder bei regnerischem Wetter spielen können und in dem auch Bälle, Schaufeln, Springseile und anderes Spielzeug aufbewahrt werden. Weiterhin gibt es Sandkästen, Recks, eine Schaukel, Balken zum Sitzen und Blancieren und einen großen Berg, der sich großer Beliebtheit erfreut und der außer zum Klettern auch manchmal zum 'Picknicken' (mit Decke und Obst) gebraucht wird.
Die meisten Kinder spielen ausgesprochen gerne draußen, weil sie sich dort ohne räumliche Einschränkung austoben können.





GESICHTSPUNKTE ZUR PLANUNG EINES MONATS

Der Ablauf der Woche bzw. des Monats wird von den Erziehern und Praktikanten gemeinsam ausgearbeitet und geplant.

Jeder Monat steht unter einem bestimmten Thema. Während meines Praktikums beispielsweise unter dem Thema 'Der Sommer geht, der Herbst kommt’. In diesem Plan werden verschiedene Gesichtspunkt berücksichtigt, die die Kinder auf den unterschiedlichsten Gebieten fördern sollen:

Diese Bereiche sind:

Bildnerisches Gestalten:basteln, malen, falten, kleben -zur Förderung der Feinmotorik und der Phantasie

Sport + Rhythmik:Entspannung, Konzentration, Geschicklichkeit, Sozialverhalten

Natur- und Sachbegegnung:säen, pflanzen, Beobachtungsgänge -Sensibilisierung für die Natur/Jahreszeiten

Musische Erziehung:kennenlernen und einüben von neuen Liedern


Sprachpflege:beschreiben und erraten von Tieren, Gegenständen, Rätsel, Kasper- und Marionettentheater, Rollenspiele,vorstellen von Bilderbüchern

Spielpflege: Konzentrationsfähigk eit, Gleichgewichtsschulung (Hüpfspiele)

Diese einzelnen Bereiche bilden im Kindergartenleben eine Einheit. Sie ergänzen sich und gehen ineinander über.

Nach dem Erzählen einer Geschichte oder dem Vorstellen eines Bilderbuches wird beispielsweise mit den Kindern über dieses Thema gesprochen, Kinder berichten über eigene Erlebnisse, häufig werden Bilder dazu gemalt, Spiele gespielt und Lieder gesungen, die dieses Thema ergänzen.
Einmal pro Woche turnen die Kinder in der Turnhalle der nahegelegenen Grundschule.. In Gruppen zu jeweils etwa 10 Kindern werden Übungen mit den Reifen, Bällen, Luftballons, auf dem Schwebebalken, auf Matten usw. gemacht. Mit Musikbegleitung auf dem Tamburin oder mit Klanghölzern wird das rhythmische Empfinden geschult.

In jeder zweiten Woche gehen jeweils 6 - 10 Kinder in ein nahegelegenes Hallenbad zum Schwimmen. Dort lernen sie unter Anleitung einer Schwimmlehrerin, sich im Wasser zu bewegen, zum Teil die noch vorhandene Angst zu überwinden, im und mit dem Wasser zu spielen.
Die unterschiedlichen Möglichkeiten, sich beim Turnen, Schwimmen und Spielen auf dem Spielplatz zu bewegen, sind für die Kinder ungeheuer wichtig. Schon nach einigen Tagen Regenwetter merkt man, wie unruhig, unzufrieden und aggressiv die Kinder werden, weil sie nicht die Möglichkeit haben, im Freien zu spielen und zu toben.
Sie haben einen starken Bewegungsdrang, den sie ausleben können müssen. Durch geleitete Übungen lernen sie zusätzlich, ihren Körper zu lenken und gezielt zu bewegen.

Auf den verschiedenen Gebieten lernen die Kinder im Spiel und machen Erfahrungen. Das Spiel und das Spielerische steht dabei im Vordergrund. Das Resultat der Spiele sind immer wieder neu hinzugewonnene Fähigkeiten.





DER ABLAUF DES TAGES IM KINDERGARTEN

Die ersten Kinder werden morgens um kurz vor acht gebracht. Zu dieser Zeit hat bereits eine Erzieherin Frühdienst. Um ca. halb neun Uhr kommt der Großteil der Kinder.
Sie beginnen den Tag sehr unterschiedlich: einige stürzen sich gleich ins 'Gewühl', spielen, erzählen den Freunden vom vergangenen Tag und von ihren Erlebnissen, andere, stillere, setzen sich erst eine Weile zu einer Betreuerin, spielen etwas mit ihr, ein anderes Kind kommt dazu, fragt zum Beispiel: "Kommst du mit in die Puppenwohnung? Soll ich die Mutter sein und du das Kind? Schon beginnt das Spiel.
Bei wieder anderen bleibt der Vater oder die Mutter noch eine Weile, sieht zu, lässt sich etwas zeigen. Auf diese Weise vollzieht sich der Übergang vom stillen Aufstehen und Alleinsein zu Hause zum oft sehr lebhaften Spiel im Kindergarten weniger abrupt.

Zu diesem Zeitpunkt haben die Kinder 'Freispiel'. Einige malen mit Buntstiften, Wachsmalkreide oder Wasserfarbe, spielen Gesellschaftsspiele, bauen mit Lego, Constri ..., spielen in der Bauecke oder der Puppenwohnung usw.

Um halb zehn wird gemeinsam gefrühstückt: Tee, Kakao und Geschirr wird aus der Küche geholt, die mitgebrachten Butterbrote ausgepackt. Bevor allerdings mit dem Essen begonnen wird, wird sich an den Händen gefasst und gemeinsam „Guten Appetit“ gewünscht. Nach dem Frühstück müssen sich alle Kinder die Zähne putzen.
Nun beginnt die 'geführte' Tätigkeit. Die Erzieherin oder Praktikantin bastelt oder malt jetzt häufig gemeinsam mit einigen Kindern. In der Zeit vom Sommer zum Herbstübergang, wurde viel mit Kastanien gebastelt, neue Fensterbilder mit Transparentpapier und Fingerfarben gestaltet. Wer nicht basteln mag, kann je nach Wetterlage draußen spielen.
Etwa um elf Uhr wird aufgeräumt und der Stuhlkreis gemacht. Jetzt sitzen alle Kinder zusammen im Kreis, singen, spielen Kreisspiele, ein neues Bilderbuch wird vorgestellt, eine Geschichte erzählt, die Herbstblumen gezeigt oder etwas besprochen. Danach spielen die Kinder im Freien, bis sie um zwölf Uhr abgeholt werden.

Die Nachmittagskinder essen jetzt zu Mittag und spielen dann auf dem Spielplatz oder im Gruppenraum. Besonders gerne spielen die Kinder zu zweit in der Vorhalle(dort befindet sich ein großes Weidezelt in dem sich die Kinder wunderbar verstecken können) Manchmal tanzen und bewegen sie sich dort auch nach Musik. Musik und rhythmische Geräusche z. B. von Klanghölzern haben auf die Kinder einen ungeheuren Einfluss, den man besonders beim Turnen beobachten kann. Sie sind konzentrierter und bewegen sich mit mehr Eifer. Die Musik 'juckt ihnen in den Füßen`. Besonders an regnerischen Nachmittagen ersetzt den Kindern das Bewegen zur Musik das Herumtoben auf dem Spielplatz.

Im Laufe des Nachmittags werden die Kinder abgeholt. Einige dürfen zu ihrem großen Stolz manchmal schon allein gehen. Um fünf gehen die letzten Kinder, die Gruppenräume sind aufgeräumt und bereit für den nächsten Tag.


KINDER - ERWACHSENE

Ich habe während des Praktikums viele, für mich wichtige Erfahrungen gemacht. Durch den ständigen Kontakt mit den Kindern habe ich gelernt, sie aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Kinder wirken auf der Straße, an der Hand der Eltern (allein schon durch die Körpergröße) sehr klein und hilflos. Die Eltern stehen meist im Vordergrund, verfügen oft völlig über die Kinder ('Komm jetzt endlich mit'). Ich sehe so oft Situationen, in denen die Kinder gegen ihren Willen auf den Arm genommen, weitergetragen, ausgeschimpft werden, weil sie mit ihren kurzen Beinen noch nicht so schnell laufen können wie die Erwachsenen und häufig fallen. Auch später noch, wenn sie bereits im Schulalter sind, stehen sie unter der 'Befehlsgewalt' der Eltern. Mich hat immer gewundert, wie klein mir die Kinder erschienen, wenn ich sie abends außerhalb des Kindergartens traf, auf dem Dreirad, an der Hand der Eltern oder der älteren Geschwister.
Mir sind zu dem Stichwort 'Befehlsgewalt' noch einige Szene eingefallen, die sich zwischen Eltern und ihren Kindern abgespielt haben:

Mehrere Kinder hatten sich draußen mit Sand beworfen. Die Reaktion eines Vaters auf sein sandiges Kind: "Um Himmels willen, wie siehst du denn aus?! Kannst du denn nicht auf deine Sachen aufpassen?" ... Den Wortschwall begleitet energisches Abklopfen. Der Junge schleicht mit hängendem Kopf hinter seinem Vater her nach Hause. ------ Larissa berichtet strahlend: "Mama guck mal, wir haben uns mit Matsche beschmissen!" Die Mama guckt auch. Die wenig erschütterte Antwort: "Na, so siehst du auch aus." Larissa erzählt die anderen Ereignisse des Tages; beide gehen Hand in Hand nach Hause. ------ Ein anderer Junge (völlig verdreckt, was bei ihm aber jeden Tag vorkommt) geht, kurz bevor er abgeholt wird, in den Waschraum, wäscht sich die Hände und fragt einen Betreuer: "Sind meine Hände jetzt sauber?" (seine Hände sind einwandfrei sauber, fallen aber als einzige nicht verkrustete Körperteile nicht besonders auf)! Die Mutter lässt mit schöner Regelmäßigkeit ein Donnerwetter beim Abholen auf ihn niederprasseln, was aber an seiner Sauberkeit bzw. an der Schlammschicht, die ihn überzieht, nichts ändert.

Im Kindergarten, außerhalb der Welt der Erwachsenen, bewegen sich die Kinder in einer mehr auf sie zugeschnittenen Umgebung. Sie stehen im Vordergrund und treten aus dem Schatten der Eltern heraus. Plötzlich erkennt man, wie stark die Persönlichkeit und der Charakter des Kindes bereits mit drei Jahren ausgebildet ist, wie individuell sich jedes Kind bewegt, spielt, seine Sprache mit Mimik und Gestik begleitet, wie stark die Kinder mit 4/5 Jahren bereits aufeinander eingehen, wie wach sie ihre Umgebung beobachten, ständig lernen und Neues sehen. Es ist nicht 'lernbar', durch pädagogische Grundsätze erklärbar, wie 'man' sich gegenüber Kindern verhält. (Genauso wenig, wie es Regeln über den Umgang mit Erwachsenen gibt, dadurch stellt man sich über andere.) Meiner Ansicht nach muss man jedes einzelne Kind in seiner Persönlichkeit kennenlernen, muss es als Mensch (nicht unbedingt als Kind) sehen, um mit ihm spielen und arbeiten zu können. Aufeinander zugehen, nicht von einer höheren Warte aus hoffen, dass da das Kind jetzt nach Paragraph soundso sich auf die und die Art verhalten hat, die Verständigung eigentlich klappen müsste.

Ich möchte mit dieser Ansicht jedoch nicht alle pädagogischen Grundsätze über den Haufen werfen, sondern nur der Erfahrung Ausdruck geben, dass ich Offenheit und Spontaneität gegenüber Kindern als sehr wichtig erlebt habe.

Allerdings darf diese Spontaneität nur in bestimmten Grenzen gehandhabt werden. Eine Art von Spontaneität habe ich oben in der Reaktion der Eltern auf ihre (sandigen) Kinder beschrieben. Einige der Eltern haben sich in dieser wie auch in anderen Situationen völlig unüberlegt verhalten. Durch ihren unreflektierten Gefühlsausbruch (die Strafpredigt), der sich oft täglich wiederholte, wurden die Kinder ängstlich, litten beim Spielen immer unter einem schlechten Gewissen. Der Sandkasten übt eine magische Wirkung auf das Kind aus, andererseits warnt ständig der kleine Mann im Ohr': wenn du spielst und dich schmutzig machst, schimpft Mutti wieder. Eine zwiespältige Situation, die sich entweder im ängstlichen Trippeln um die Sandkästen herum äußert oder in einer beabsichtigten Bauchlandung in der größten Schlammpfütze. In solchen Situationen ist das überlegte Verhalten der Eltern ungeheuer wichtig, da es das Verhältnis des Kindes zu seiner eigenen Person trüben kann. Diese Art von Spontaneität, als unüberlegtes Ausleben der Gefühle und Gedanken, halte ich nicht für richtig. Im Spiel mit Kindern ist gerade spontanes, gefühlsorientiertes Verhalten sehr positiv, da es dem Erwachsenen ein Stück Kindlichkeit zurückgibt, er durch das Spiel in die Welt der Kinder miteinbezogen wird.
Ich habe im Kindergarten diese Welt miterlebt. Häufig wurde ich von den Kindern gefragt: Kommst du mit in die Puppenecke? Meist sollte ich dann die Rolle des Kindes übernehmen, während die Kinder die Mutter, den Vater, Krankenschwester ... spielten. Ich wurde liebevoll gefüttert, ins Bett gebracht, getröstet. Dabei war es für mich unwahrscheinlich interessant, im Verhalten der Kinder und in ihren Gesprächen meine eigene Kindheit wieder zu erleben, in ihrer Ausdrucksweise die Eltern gespiegelt zu sehen.
Natascha hat besonders begeistert Mutter - Kind gespielt.
Eine Szene:
Natascha: "Jetzt ist mal nachts. So, ich deck dich schön zu. Gute Nacht." Nach einer Weile (die 'Mutter' ist noch in der 'Küche' beschäftigt): "Wein' jetzt mal!" Auf mein Weinen hin kommt sie ins 'Kinderzimmer': "War ein Gespenst da? Du brauchst doch keine Angst zu haben, ich bin doch bei dir! Außerdem gibt es gar keine Gespenster. Möchtest du etwas zu trinken?" Natascha geht in die Küche und rührt im Kochtopf. Ronald und Christian kommen mit Tüchern um Kopf und Oberkörper gewickelt herein. "Huuuuuh" Natascha (einen Kopf kleiner als die Jungen) stürzt fuchsteufelswild auf die beiden los: "Raus hier" Es gibt doch gar keine Gespenster!!!" Die Jungen geben auf und spielen ohne Tücher mit.
An diesem, wie auch an vielen anderen Rollenspielen, ist deutlich das Verhältnis zwischen den Kindern und ihren Eltern erkennbar. Natascha zum Beispiel verhält sich ihren 'Kindern' gegenüber immer tröstend, beschützend, liebevoll. Andere Kinder schimpfen und drohen häufig: "Bist du jetzt endlich still!" oder "Wenn du jetzt nicht artig bist, kommst du sofort ins Bett!" Die Spiele der Kinder untereinander sind Spiegelbilder der häuslichen Atmosphäre. Dieser Standpunkt kann jedoch nicht als allgemein gültig aufgefasst werden. Ich habe einen Jungen kennengelernt, dessen Verhalten ein krasses Gegenbeispiel zu dieser Auffassung darstellt. Das Verhältnis zwischen Mutter und Kind ist in diesem Fall von sehr großem Verständnis, liebevollem einander zuwenden und Rücksichtnahme geprägt. Im Kontakt mit anderen Menschen ist dieser liebevolle Junge nicht wiederzuerkennen. Er ist aggressiv und bockig, schreit, tobt herum und schlägt andere.
Ich habe den Eindruck, dass der Junge in seinem Verhältnis zur Mutter nur einen Teil seiner Wesenszüge ausleben kann (die liebevoll-zärtlichen). Seiner Wildheit setzt die Mutter nichts entgegen. Daher lebt er sie im Kindergarten aus.

Es ist ungeheuer wichtig, sich einem Kind gegenüber 'normal' zu benehmen, es als gleichberechtigt zu behandeln. Einerseits den eigenen Gefühlen eine Existenzberechtigung zugestehen, andererseits den Kindern die gleichen Rechte einzuräumen, die man auch für sich selbst in Anspruch nimmt. Ein Kind weder wie eine Seifenblase (oder ein Zuckerpüppchen) zu behandeln, noch es als 'zu bearbeitendes Rohmaterial' in Angriff zu nehmen. Es ist doch eigentlich ganz einleuchtend, ein Kind ganz einfach als Mensch zu sehen, wie sich selbst. Merkwürdig, dass man immer wieder sieht, welche Konflikte und Kämpfe zwischen beiden 'Parteien' ausgetragen werden.


ENTWICKLUNG MEINER BEZIEHUNG ZU DEN KINDERN UND DER KINDER ZU MIR

Am ersten Praktikumstag wusste ich nicht so recht, wie ich auf die Kinder zugehen sollte, wie ich mich überhaupt verhalten sollte. Dieses Problem löste sich jedoch von selbst. Die Kinder kamen sofort auf mich zu, fragten: "Wer bist du denn?", "Kommst du morgen wieder"" und zu Michael "Ist das deine Schwester?". ich wurde in die Spielecken mitgenommen, in alle Spiele miteinbezogen und habe mitgespielt. Eine direktere Einflussnahme auf die Kinder entwickelte sich erst im Laufe der Zeit, nachdem ich die Gruppenleiterin, die Praktikantin und die Kinder besser kannte. Zu Beginn der zweiten Woche habe ich zum Beispiel Bastelarbeiten mit den Kindern übernommen. Mein eher passives Verhalten wurde aktiver.
Während des Praktikums wurde sehr deutlich, wie unterschiedlich sich die Kinder zu mir verhielten. Am ersten Tag kamen gleich einige Kinder, setzten sich zu mir, kamen auf den Schoß, baten mich, vorzulesen. Im Laufe der Zeit konnten sie mich besser einschätzen, lernten mich kennen und begannen, Vertrauen zu fassen. Sie baten mich um Hilfe, erzählten morgens die Ereignisse des vergangenen Tages, bastelten und malten mit mir. Wir lernten uns gegenseitig kennen und gingen aufeinander zu. Meine anfängliche Unsicherheit schwand einem selbstverständlichen Umgang mit den Kindern. Ich merkte, dass eigentlich keine Schwierigkeit bestand, mit den Kindern zu leben, da sie einfach Menschen sind, die man gar nicht unter den Oberbegriff 'Kind' zu fassen braucht. Ihre Gewöhnung an mich, ihre Beziehung zu mir, wuchs von Tag zu Tag, genauso, wie meine zu ihnen. Die Eindrücke, die ich von den Kindern hatte, wurden vielgestaltiger, lebendiger, bekamen mehr Struktur. Ich konnte mein Verhalten auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten einstellen.
Es war schön zu erleben, wie vertrauensvoll die Kinder in den letzten ein oder zwei Wochen auf mich zukamen, wie die stille, ängstliche Inga, an mich geklammert, doch mit ins Wasser kam, nach einiger Zeit juchzend mit dem Wasserball spielte, wie Larissa, mit der ich in der ersten Zeit wenig Kontakt hatte, eines morgens zu mir kam, wir uns lange und ausgiebig unterhielten, herumalberten und uns dabei prima verstanden, wie die kleine Claudia morgens an der gläsernen Eingangstür auf mich wartete und strahlend 'Anja, Anja' rief, sobald ich in Sichtweite kam. Ein ausgiebiges Begrüßen und durch-die-Luft-wirbeln folgte darauf. Die Zuneigung, die die Kinder mir entgegenbrachten, hat mir gut getan. Ich habe die Kinder während der Zeit richtig liebgewonnen. Es ist schade, dass gerade zu der Zeit, als dieses Verhältnis zueinander sehr offen, selbstverständlich und vertrauensvoll wurde, das Praktikum sich seinem Ende zu neigte.
Auch für die Kinder ist es meiner Ansicht nach schwierig, sich so oft umzustellen, sich von neugewonnenen Bezugspersonen wieder zu lösen.




Ich hatte bsehr viel Spass an meinem zweimonatigen Praktikum und möchte diese Zeit nicht missen. Ich bekam für das Praktikum keinen einzigen Cent, musste aber in der Bewertung unten etwas angeben, daher bis 250€.
Die Namen der Kinder in diesem Bericht habe ich selbstverständlich geändert.



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Kommentare
diana75
diana75, 09.02.2005
Ich arbeite selbst in einer Kita,altergesmischte Gruppe und finde das dein Bericht den Ablauf des Kindergartens gut beschreibt. Ich wuumlnsche Dir noch viel Spaszlig und Erfahrung im Umgang mit Kindern.
ciao Diana75
pjuk
pjuk, 12.07.2005
ein sehr sehr toller Bericht, hat Spass gemacht Ihn zu lesen!

danke
Oli33DUI
Oli33DUI, 21.04.2006
sh
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mbumr

von Kindern lernen

ein Testbericht von 2004-06-04 13:04:36 vom 04.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: ....
Nachteile/Kritik: .
Praktikum im Kindergarten

Ein Praktikum ist immer was besonderes, egal ob man es aufgedrückt bekommt oder es freiwillig macht.
Seine Erfahrungen sammelt man immer und am Ende hat jeder was gelernt und Spaß daran gehabt.

Mein Praktikum liegt schon ein bisschen zurück .. mal überlegen, ja fast auf Datum genau 1 Jahr aber es ist noch wie gestern in meinem Kopf.

Einstieg:

Ich musste bei der Ausbildung zur Erzieherin natürlich ein Praktikum im Spezifischen Bereich machen, das heißt entweder, Altenpflege, Kindergarten, Kinderkrippe oder Jugendheim.
Da meine Mutter Erzieherin in einem Kindergarten ist wählte ich das Praktika im Kindergarten.

Die Platzsuche:

Bei mir war es so, das ich selbst los musste und mir den Platz suchen.
Das heißt ab in die Schuhe und marsch marsch alle Kindergärten abklappern.
Ja es ist in der Tat nicht so einfach ein Praktikumsplatz zu bekommen, man soll sich doch wundern. Denn ein Praktika erfolgt immer ohne Vergütung.
Na ja ich nun los mit einer Liste die ich mir vorher gemacht habe über alle Kindergärten in meiner Nähe.
Dazu nutze man das Telefonbuch oder den Kopf in dem man vielleicht weiß wo welcher Kindergarten ist.

Ja wer nun Glück hat braucht nur in einen Kindergarten zu Stiefeln und wird dort angenommen, der andere aber muss echt einige Kilometer auf sich nehmen um das Ziel eines Praktika Platzes zu erreichen.

Das Gespräch mit dem/der Kindergartenleiter / in:

Man marschiere also in ordentlicher Kleidung in den Kindergarten und wagt sich vorsichtig voran.
Dabei bitte ganz ruhig und nicht erschrecken... in einem Kindergarten sind viele laute Kinder.
Die Wahl der Uhrzeit muss gut gewählt sein, so sollte man nicht unbedingt zum Mittag dort auftauchen denn da wird gegessen und danach geschlafen, das heißt die Erzieher und dazu kann auch die Leiterin gehören sind sehr beschäftigt.

Hat man sich nun zur Leiterin durchgefragt, so stelle man sich höflich vor und erkundige sich ob der Kindergärten Praktikaplätze vergebe und ob eventuell ein Platz frei wäre, da man sich in der Ausbildung zum Erzieher oder Co befinde und ein Praktika in dieser Einrichtung deiner Meinung nach die Beste Wahl dafür ist.

Dabei sollte man darauf achten, das man sich nicht beim reden überschlägt und so einen ruhigen aber auch zielstrebigen Eindruck hinterlässt.

Meist entscheidet die Leitung vor Ort ob man zum Praktika antreten darf oder nicht.

In meinem Fall ja!!!!!! Klasse


Der erste Tag:

Ich glaub das war der schlimmste und der schönste Tag in meinem Leben so viel neues und amüsantes sowie schwieriges auf einmal hatte ich bis Dato noch nie erlebt.

Mitzubringen ist hier ein Paar Wechelschuhe und lockere Kleidung. In der Regel wünschen die Einrichtungen komplette Wechselklammoten das ist aber nicht immer so.

Dienstbeginn war 9 Uhr, das heißt alle Kinder der Gruppe waren anwesend :-)

Die Vorstellung in der Gruppe.

Na ja, man kommt in den Raum und wird erstmal von der ganzen Rasselbande umringt und erforscht, dazu gehören Berührungen und eine ganze menge Fragen.

In meinem Fall hatte ich Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren das war schon recht angenehm, da die Erzieherin mich vorstellte und die Kinder dann einzeln Fragen stellen durften und zu meiner Verblüffung, das klappte sogar.

Da prasselten dann erstmal Fragen auf mich wie:

Wo wohnst du?
Wie alt bist du?
Warum bist du hier?
Wie lange bleibst du hier.
Warum bist du hier.
Spielst du mit uns.
Hast du auch Kinder.
Magst du Kinder.

und und und.....

Als dann alle wichtigen Fragen geklärt waren ging es auch schon los mit der Beschäftigung.
Die Kinder haben im Kindergarten sozusagen einen Ablaufplan der sich jeden Tag wiederholt, das heißt eine Stunde spielen, Frühstück, dann kreatives Gestalten, wie malen oder basteln, Mittag essen, Mittagsruhe, Kaffee und spielen bis sie angeholt werden.

Dienstschluss allgemein ist 17.30 Uhr ... ich durfte bis 15 Uhr verweilen.

Das Spielen:

Hier Muss man doch deutlich unterscheiden, von spielen im Raum und spielen draußen.

Drinnen ist es wirklich arbeiten, denn die Kinder beschäftigen sich nicht alle sofort alleine und sind manchmal doch recht hilflos was das beschäftigen betrifft. So muss man doch das eine oder andere Kind dazu "überreden" mit Bausteinen zu spielen oder sich einer spielenden Gruppe Kinder anzuschließen.

Dabei gibt es natürlich auch Streit. Dabei geht es um Spielzeug oder Platzanweisungen untereinander.
Man mag es nicht glauben, aber es gibt meist in jeder Gruppe einen Chef der Kinder. Nicht immer der Größte aber meistens doch.
Hier muß man natürlich versuchen ruhe zu bewahren und versuchen die Kinder allesamt zu integrieren und das so das kein Kind auf die Idee kommt man es lieber hat als andere oder umgekehrt .. ich sage euch, das ist gar nicht so einfach.

Draußen sieht das anders aus, hier sind die Kinder eher unkompliziert und doch schon sehr selbstbewusst. Sie wissen eben draußen mehr mit sich anzufangen und bis auf wenige Stürze ist in meiner Zeit auch kein größerer Streit entfacht der zu schlichten gewesen wäre.

Frühstück:

Hier hat jedes Kind sein Frühstück von zu Hause mitgebracht und wird auf einen Teller ausgepackt und zusammen verspeist. Getränke gibt es vom Kindergarten, mal Milch mal Kakao und auch mal Tee .. jeden Tag was anderes aber wiederholend.
Am Anfang wenn die Kinder anfangen zu Essen ist es doch recht ruhig im Raum, aber ist der erste Hunger gestillt, dann wird es auch schon lauter und man muß Maßnahmen ergreifen um Ruhe in den Raum zu bringen. Das ist nicht immer einfach wenn man bedenkt das eine Gruppe aus 12 Kindern besteht. Zumal man erst richtig merkt das es zu laut ist, wenn der Geräuschpegel schon fast bei 100 % steht :-)
Ansonsten ruhig und angenehm auch für den Erzieher .. auch hier ein bisschen Pause.

Kreatives Gestalten:

Hier wie gesagt sind verschiedene und immer wieder Neue Aktivitäten erforderlich um nicht zu langweilen mit Dingen die die Kinder schon können.
Es wird hier gemalt und gebastelt aber auch experimentiert.
Es handelt sich dabei um Bilder die zu bestimmten Themen gewählt werden, so Bäume oder Häuser aber auch Familie und Lieblingstiere.
Gebastelt wird alles was nicht zu schwer ist von Faltentechnik bis Kneten, dazu gibt es Bücher als Hilfestellung für die Erzieher die ich persönlich auch dringend brauchte um mit den Kindern mithalten zu können :-)
Bei der Arbeit mit den Kindern in diesem Bereich ist es erforderlich zu helfen aber nicht zu befehlen, da die Kinder sonst schnell die Lust verlieren und aufgeben. Dazu ist natürlich schöner wenn man die Charaktere der Kinder kennt und einschätzen kann ob sie Hilfe brauchen oder nicht. Ob man zusehen darf oder nicht.
Wichtig ist am Ende das jedes Ergebnis gezeigt wird und gelobt wird, damit das Kind Selbstvertrauen aufbaut und stolz auf das eigene Ergebnis ist, egal wie es aussieht.
Das kreative gestalten mit den Kindern ist eine wahre Freude da die Kinder alles neue richtig in sich aufsaugen und die Konzentration zu 100 % bei jedem Kind besteht und der Wille zum Ergebnis zu gelangen ist unbrechbar und somit für mich ein kleines Wunder was Kinder so alles drauf haben.

Mittag:

Mittag gibt es von der Einrichtung, in meinem Kindergarten wurde das Essen geliefert und in der Hauseigenen Küche erwärmt und in Gruppenportionen aufgeteilt und dann von den Kindern abgeholt und mit einem Wagen zum Raum gefahren.
Diese Aufgabe ist für die Kinder sehr wichtig und wird täglich von einem anderen Kind erledigt. Selbstvertrauen durch eigene Aufgaben fördern nannte das die Erzieherin.
Auch das aufdecken ist zugeteilt und wird mit Pflichtbewusstsein erledigt.
Wenn alle Kinder sitzen füllt die Erzieherin die Teller und wenn alle Essen haben wird noch ein kleiner Tischspruch zusammen aufgesagt und dann wird geschaufelt.
Für die Eltern gibt es einen Essensplan an dem sie sehen können was die Kinder leckeres Essen dürfen .. gemein:-)
Das Essen verläuft ruhig und sittig. der eine oder andere Zappelphillip gibt schnell auf weil kein anderes Kind reagiert da alle wahnsinnigen Hunger haben.
Schön und was zu essen für mich :-)

Mittagsruhe:

Ja nun werden die Betten von den Erziehern aufgestellt und jedes Kind stellt seinen Stuhl daneben und fängt an sich auszuziehen. Alle Kinder konnten das alleine so das hier keine Hilfe nötig war.
Wenn alle ihre Schlafanzüge anhaben geht es in den Waschraum .. Zähneputzen.
Die Erzieherin macht die Zahnpaste auf die Zahnbürsten und beobachtet genau .. sollen ja alle Beißerchen sauber werden.
Wenn alle fertig sind geht es ab ins Bett.
Jetzt gibt es verschiedene Rituale, mal wir deine CD gehört, mal ein Buch vorgelesen aber manchmal dürfen die Kinder aber auch über die Tageserlebnisse sprechen. Das ist Klasse denn man hört mal was Kinder denken und vor allem wie sie denken und wie genau sie Ihre Umwelt wahrnehmen .. faszinierend sag ich nur.
Meistens schlafen alle wenn das Ritual zu ende ist.

Kaffee:

Nach dem schlafen ziehen sich alle Kinder an und räumen Ihre Stühle wieder an die Tische die die Erzieherin wieder aufgestellt hat und die Betten weg geräumt hat.
Nun sitzen auch schon wieder alle Racker am Tisch und warten auf Brot oder Kekse aber auch mal Kuchen.
das stellt auch der Kindergarten sowie Getränke.
Hier ist es wie beim Frühstück .. die Kinder sind eben ausgeschlafen und wollen spielen und somit ist das Essen hier schon fast eine Qual für die Kinder weil sie einfach nur ihrem Spieltrieb nachkommen wollen.

Ja und nach dem Kaffee wird dann wieder gespielt bis die Eltern die Kinder abholen und nach Hause bringen und dort über den Erlebten Tag noch mal berichten können und dann später davon träumen .......

Vorraussetzungen:

Gibt es eigentlich keine, vielleicht sollte man Kinder mögen, das ist vielleicht wichtig aber bestimmt nicht Voraussetzung. Geduld muß man schon haben und einen gewissen Satz an Selbstvertrauen um sich auch durchsetzen zu können. Ansonsten lernt man echt alles beim Praktika was man wissen muß und die Erzieher zeigen einem Unbewusst bewusst alles was einem noch an wissen fehlt. Also immer Augen und Ohren offen halten und dann klappt das auch.

Hilfe suchen:

Wer Probleme hat beim Praktika mit Kindern aber auch mit Erziehern der kann und soll das ruhig sagen und sich helfen lassen, man wir nicht immer zum Erzieher geboren und muß gewiss noch ne ganze menge lernen um "perfekt" zu werden.
Hilfe annehmen und suchen ist nicht schlimm und zeigt eher stärke die man in diesem Beruf auch braucht.
Kein Mensch wird darüber böse sein, denn sie wissen das nicht aller Anfang leicht ist und man soll ja auch nicht die Lust an diesem Beruf verlieren weil ein Kind einem auf der Nase rumtanzt :-)

Meine Betreuung und Aufgaben:

Ich kann es kurz machen und sagen das ich in jedes Gebiet was ich oben beschrieben habe einbezogen wurde und versuchen musste auch Probleme allein zu lösen. Dabei stand die Erzieherin immer voll und ganz hinter mir und hat mich tatkräftig unterstützt.
Jedem ist solche Betreuung zuzusprechen und das ist auch die beste Art und weise zu lernen und zu erkennen wie wichtig der Kindergarten für die Entwicklung der Kinder ist.
Ich habe echt in einer Woche alle Aufgaben eines Erziehers mindestens einmal alleine durchstehen müßen und ich habe diese sehr gern und mit viel Freude getan und erlebt.

Kurz gesagt:

Man kann schwer beschreiben was man alles so in einem Praktikum in einem Kindergarten erleben kann, denn jeder wird auch andere Erfahrungen machen. Ich habe hier meinen Ablauf und die Situationen geschildert und denke das doch vieles sich in den eigenen Erfahrungen ähneln wird.
Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen zeigen wie der Tagesablauf in einem Kindergarten so ist und was auf euch zukommt wenn ihr so ein Praktika wählt.
Spaß gemacht hat es zu 100 % und gelernt habe ich 1000 mal mehr als aus Büchern , die Erfahrung mit Kindern muß man machen um sich diesem Beruf näher zu bringen. Was Kinder sagen und denken und an Zuneigung und Interesse geben kann und sollte in keinem Buch stehen. Die eigene Erfahrung machen steht im Vordergrund und ist es in jedem Fall wert erfahren zu werden.

Kinder sind die schönsten Geschenke, darum sollte man sie kennen lernen ... jedes kleine Individuum ist was besonderes und auf eigene art und weise eine kleine große Persönlichkeit !!!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
dieanke

Wichtige Erfahrungen im Berufsalltag

ein Testbericht von 2004-05-08 13:32:04 vom 08.05.2004
Empfehlung: ja
Meine Schulzeit geht diese Woche nun auch offiziell zu Ende, aber durch's Schülerpraktikum musste ich auch, sogar zweimal, durch. Einmal stand es in der Klasse 9 auf dem Programm, einmal in der Klasse 11 (jeweils 2 Wochen).

Wichtig war zunächst einmal die Frage, wie man an einen Praktikumsplatz kommt. Ich hatte beide Male Glück, und meine Mutter kannte jemanden, der mir eine Stelle verschafft hat. Hat man ein solches Glück nicht, sollte man einfach mal in den verschiedenen Betrieben nachfragen, die meisten machen das (gerade die Betriebe, die auch ausbilden!).

Nun zu meinen beiden Stellen:

1. In der Druckerei
°°°°°°°° ;°°°°°°°°°° ;°°°°°
In der Klasse 9 war noch mein großes Ziel, Grafikerin zu werden. Da meine Mama also jemanden kannte, der in der großen Dillenburger Druckerei arbeitet, die auch die lokalen Zeitungen druckt, kam ich dort im Anzeigensatz unter.

Ich musste auch eine Bewerbung schreiben, die allerdings nicht ausschlaggebend war, dass ich genommen werde. Sie war mehr obligatorisch für meine Unterlagen. Lebenslauf etc. musste in meine Praktikumsmappe. Eine wertvolle Erfahrung, muss man später bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz Bewerbungen ohne Ende schreiben.

Der erste Tag war schon ein wenig komisch, ich kam da schon etwas nervös hin, aber das hatte keinen Grund. Ich hatte großes Glück und konnte relativ selbständig arbeiten, Korrektur wurde sowieso noch gelesen. Das ganze hat also relativ viel Spaß gemacht.

Ich hab sehr viel über den Umgang mit den Graphikprogrammen gelernt und hab am Schluß fast schon zum "Team" gehört.


2. Labor
°°°°°°°°&de g;°°°°°°°°°
I n den zwei Jahren bis in die Klasse 11 hatte ich meine Meinung doch erheblich geändert. Ich wollte dann doch Biologie studieren. Und da lag es nahe, in einem Labor Praktikum zu machen.

Wir wurden schon wesentlich selbständiger an die Bewerbung geschickt, es gab im Unterricht kaum mehr Begleitung. Na, ja und wieder kannte meine Mama jemanden. Diesmal musste ich aber wirklich eine richtige Bewerbung schreiben, aber auch da wurde ich genommen.

Das Praktikum hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte diesmal nicht ganz so selbständig arbeiten, weil die Tests doch sehr wichtig waren, aber ich konnte gut helfen (Chemikalien holen, Proben sortieren etc.).

Ich bin auch immernoch an diesem Berufsbild interessiert und bewerb mich jetzt auch zum Studium.

Tipps & Tricks
°°°°°°°°&d eg;°°°°°°°°°
Jetzt will ich auch noch ein wenig näher auf die Kategorie eingehen! Allgemeine Tipps sind da ein bißchen schwierig zu geben...

1. Man darf sich nicht unterkriegen lassen. Was unter der eingenen Würde ist, muss nicht gemacht werden (Kloputzen etc.) Schließlich ist man Praktikant und nicht dafür da, das Geld für die Putzfrau zu sparen!

2. Wenn Probleme auftauchen, sollte man sich immer irgendwie an den Lehrer oder an die Schule wenden.

3. Die meisten Schulen führen nach den Praktika eine Befragung durch, die den nachfolgenden Schülern helfen kann, an welche Firmen man sich wenden kann, und welche die Praktikanten eher ausnutzen.

4. Man sollte immer einen Praktikumsplatz wählen, der einen auch interessiert. Will man Medizin studieren, bringt ein Praktikum bei einem Anwalt eher wenig!

5. Man sollte Interesse zeigen. Praktikanten die sich nicht interessieren landen zwangsläufig an der Kaffeemaschine (Beschäftigungstherapie).

6. Man sollte sich immer vorher über die Aufgaben informieren (am besten, in dem man mal vorher im Betrieb vorbeischaut!)

Wem noch was einfällt, einfach im Kommentar hinterlassen!


Fazit
°°°°° ;°°°°°°°°°° ;°°°
Die Berufspraktika können eine wirklich gute Erfahrung für das Berufsleben bergen. Ich finde es auch gerechtfertigt, ein Praktikum in der 9 zu veranstalten, weil sich danach auch auf dem Gymnasium einige entscheiden, nach der 10. Klasse eine Ausbildung zu machen.

Auch das Praktikum in der 11 ist prima. 2 Jahre später, man ist 17 und ist in seinen Vorstellung doch schon etwas weiter.

Leider gibt es aber auch Firmen, die die Schulpraktikanten ausnutzen zum Kaffeekochen etc. Man sollte schon vorher mal in der Firma vorbeigucken, sich am besten mit dem Chef unterhalten und nachfragen, welche Aufgaben man zu erfüllen hat!

Und wenn man wirklich zu leiden hat... es sind ja nur zwei Wochen, und in der Klasse 9 kommt ja auch der Lehrer noch vorbei und schaut nach dem Rechten!

In diesem Sinne

Eure Anke

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-05-08 13:32:04 mit dem Titel Wichtige Erfahrungen

Meine Schulzeit geht diese Woche nun auch offiziell zu Ende, aber durch's Schülerpraktikum musste ich auch, sogar zweimal, durch. Einmal stand es in der Klasse 9 auf dem Programm, einmal in der Klasse 11 (jeweils 2 Wochen).

Wichtig war zunächst einmal die Frage, wie man an einen Praktikumsplatz kommt. Ich hatte beide Male Glück, und meine Mutter kannte jemanden, der mir eine Stelle verschafft hat. Hat man ein solches Glück nicht, sollte man einfach mal in den verschiedenen Betrieben nachfragen, die meisten machen das (gerade die Betriebe, die auch ausbilden!).

Nun zu meinen beiden Stellen:

1. In der Druckerei
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
In der Klasse 9 war noch mein großes Ziel, Grafikerin zu werden. Da meine Mama also jemanden kannte, der in der großen Dillenburger Druckerei arbeitet, die auch die lokalen Zeitungen druckt, kam ich dort im Anzeigensatz unter.

Ich musste auch eine Bewerbung schreiben, die allerdings nicht ausschlaggebend war, dass ich genommen werde. Sie war mehr obligatorisch für meine Unterlagen. Lebenslauf etc. musste in meine Praktikumsmappe. Eine wertvolle Erfahrung, muss man später bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz Bewerbungen ohne Ende schreiben.

Der erste Tag war schon ein wenig komisch, ich kam da schon etwas nervös hin, aber das hatte keinen Grund. Ich hatte großes Glück und konnte relativ selbständig arbeiten, Korrektur wurde sowieso noch gelesen. Das ganze hat also relativ viel Spaß gemacht.

Ich hab sehr viel über den Umgang mit den Graphikprogrammen gelernt und hab am Schluß fast schon zum "Team" gehört.


2. Labor
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
In den zwei Jahren bis in die Klasse 11 hatte ich meine Meinung doch erheblich geändert. Ich wollte dann doch Biologie studieren. Und da lag es nahe, in einem Labor Praktikum zu machen.

Wir wurden schon wesentlich selbständiger an die Bewerbung geschickt, es gab im Unterricht kaum mehr Begleitung. Na, ja und wieder kannte meine Mama jemanden. Diesmal musste ich aber wirklich eine richtige Bewerbung schreiben, aber auch da wurde ich genommen.

Das Praktikum hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte diesmal nicht ganz so selbständig arbeiten, weil die Tests doch sehr wichtig waren, aber ich konnte gut helfen (Chemikalien holen, Proben sortieren etc.).

Ich bin auch immernoch an diesem Berufsbild interessiert und bewerb mich jetzt auch zum Studium.

Tipps & Tricks
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Jetzt will ich auch noch ein wenig näher auf die Kategorie eingehen! Allgemeine Tipps sind da ein bißchen schwierig zu geben...

1. Man darf sich nicht unterkriegen lassen. Was unter der eingenen Würde ist, muss nicht gemacht werden (Kloputzen etc.) Schließlich ist man Praktikant und nicht dafür da, das Geld für die Putzfrau zu sparen!

2. Wenn Probleme auftauchen, sollte man sich immer irgendwie an den Lehrer oder an die Schule wenden.

3. Die meisten Schulen führen nach den Praktika eine Befragung durch, die den nachfolgenden Schülern helfen kann, an welche Firmen man sich wenden kann, und welche die Praktikanten eher ausnutzen.

4. Man sollte immer einen Praktikumsplatz wählen, der einen auch interessiert. Will man Medizin studieren, bringt ein Praktikum bei einem Anwalt eher wenig!

5. Man sollte Interesse zeigen. Praktikanten die sich nicht interessieren landen zwangsläufig an der Kaffeemaschine (Beschäftigungstherapie).

6. Man sollte sich immer vorher über die Aufgaben informieren (am besten, in dem man mal vorher im Betrieb vorbeischaut!)

Wem noch was einfällt, einfach im Kommentar hinterlassen!
Fazit
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die Berufspraktika können eine wirklich gute Erfahrung für das Berufsleben bergen. Ich finde es auch gerechtfertigt, ein Praktikum in der 9 zu veranstalten, weil sich danach auch auf dem Gymnasium einige entscheiden, nach der 10. Klasse eine Ausbildung zu machen.

Auch das Praktikum in der 11 ist prima. 2 Jahre später, man ist 17 und ist in seinen Vorstellung doch schon etwas weiter.

Leider gibt es aber auch Firmen, die die Schulpraktikanten ausnutzen zum Kaffeekochen etc. Man sollte schon vorher mal in der Firma vorbeigucken, sich am besten mit dem Chef unterhalten und nachfragen, welche Aufgaben man zu erfüllen hat!

Und wenn man wirklich zu leiden hat... es sind ja nur zwei Wochen, und in der Klasse 9 kommt ja auch der Lehrer noch vorbei und schaut nach dem Rechten!

In diesem Sinne

Eure Anke
...
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