Breakdown (Xbox Spiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht
Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  durchschnittlich
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Suchtfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von sinfortuna

Ungewöhnlicher Cyber-Trip

  • Grafik:  durchschnittlich
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Suchtfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  gut
  • Altersbeschränkung:  ab 16 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Fortgeschrittene

Pro:

Abgefahrene Egoansicht, unterschiedliche Kampfelemente, gelungene Steuerung, nette Zwischensequenzen spannende und mysteriöse Story überrascht sehr positiv

Kontra:

Tristes Leveldesign, detailarme Texturierung der Umgebung, einige spielerische Längen, kein Multiplayer, nervige Sprungpassagen

Empfehlung:

Ja

Im Fall von „Breakdown“ für die X-Box fällt die Bestimmung des Genres leicht: wir befinden uns mittendrin in einem Egoshooterspektakel. Dies hat zur Folge, dass die zu definierende Zielgruppe ebenso wenig Kopfzerbrechen bereiten dürfte, so dass völlig klar ist, wer sich von Anfang an für dieses Game interessieren könnte und wer sogleich dankend ablehnt. Damit haben wir dann auch sogleich geklärt, dass eine Beurteilung dieses Ballerspiels fernab jeglicher Subjektivität liegen muss, was im Klartext heißen soll: es wird nicht durch die rosarote Brille eines Egoshooter-Veteranen geschaut. Sind wir demzufolge grundehrlich bzw. möglichst objektiv, so müssen wir leider festhalten, dass es sich mitnichten um ein sonderlich beeindruckendes Ballerspiel handelt, sondern vielmehr um ein solches, dass sich – wenn überhaupt – nur mit Hängen und Würgen im oberen Mittelfeld festsetzen kann. Ein Grund für diese Einschätzung ist zweifelsohne unter anderem auch die komplette Nichtberücksichtigung des Mehrspielerspaßes, lediglich Solisten dürfen sich in dieses Abenteuer stürzen. Doch es gibt noch ein paar Dinge mehr, die missfallen, allerdings auch das ein oder andere gute Element, was letztlich dazu führt, dass ausschließlich ausgehungerte (oder nimmersatte) Genre-Fans zugreifen.


Unser Held hört auf den Namen Derrick Cole und ist gleich zu Beginn des Abenteuers übelster Laune. Unter erheblichen Kopf- und Gliederschmerzen leidend, fragt er sich kurz nach dem Aufwachen zudem, wo er sich denn überhaupt befinde. Die nähere Umgebung kommt ihm nämlich gänzlich unbekannt vor und das ist noch nicht alles: er weiß noch nicht einmal, wer er selber ist. Totale Amnesie, so oder so ähnlich sieht es aus, was für unseren Protagonisten verständlicherweise einen horrenden Alptraum bedeutet, der leider für ihn – und somit auch uns – bittere Realität geworden zu sein scheint. Alles um uns herum sieht erschreckend düster aus, offensichtlich scheinen wir uns in einem groß angelegten Forschungszentrum bzw. Laboratorium zu finden, was uns aber grundsätzlich egal ist, Hauptsache nichts wie weg. Dass dieses Bestreben nicht kinderleicht in die Tat umgesetzt werden kann, merken wir nach wenigen Minuten, denn zu allem Unglück scheinen die Ausmaße des Horrors noch größer zu sein als ursprünglich befürchtet, denn Heerscharen an Söldnern scheinen es auf uns abgesehen zu haben, soll heißen, dass diese bei Kontakt keine Sekunde zögern, das Feuer auf uns zu eröffnen. Dass es hier primär um Action geht und eigentlich um sehr wenig andere Dinge, registrieren wir spätestens gegen Ende der ersten Stunde: labyrinthartig angelegte Gebäudekomplexe mit kleinen Schalterrätseln und unentwegten Ballereinlagen in Egoansicht, damit wäre die Beschreibung des gesamten Spielverlaufs nahezu komplett.


Dies soll im Grunde ja nicht weiter schlimm sein, denn schließlich soll es im Actiongenre derbe zugehen, so dass der Schwerpunkt auf Level- und Gegnerdesign, Waffenarsenal und Präsentation liegen dürfte, nicht zu vergessen eine möglichst intelligente und saubere Handhabung, versteht sich. Hierbei gibt es reichlich Licht und Schatten, so dass es nicht immer leicht fällt, eine bestimmte Rubrik abschließend zu beurteilen. Konsequent durchgeführt wird jedenfalls die Egoperspektive und dies in einer interessanten Art und Weise: jedes Mal, wenn wir Leitern erklimmen, Felsvorsprünge hochkraxeln, niederknien, Munition aufsammeln oder eine 180-Grad-Drehung vollziehen: die Perspektive schwingt förmlich mit und sorgt somit für ein erstaunlich realistisches Gefühl und eine nicht zu verachtende dichte Spielatmosphäre. Darüber hinaus sehen wir des Öfteren die Gliedmaßen unserer Hauptfigur, so insbesondere auch beim Betätigen der Waffe, bei dem wir nicht nur die Waffen, sondern regelmäßig auch Hände oder sogar Unterarme erkennen. Letzteres ist speziell bei den Verteidigungsmanövern sehr deutlich zu erkennen, denn nicht selten reißt Mr.Cole beide Arme zur Deckung hoch. Das Gefühl, mittendrin in der Action zu sein, ist hier bei „Breakdown“ auf jeden Fall allgegenwärtig und somit durchweg positiv anzusehen. Lästig und größtenteils auch überflüssig sind die nervigen Sprungeinlagen, die – wie so oft – ungenau und somit haarig ausfallen, hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen, aber anscheinend war man auf Seiten des Entwicklerteams Namco krampfhaft bemüht, möglichst viele verschiedene Elemente ins Gameplay mit einzubauen, um für ein abwechslungsreiches Gameplay sorgen zu können. In dem Fall ging der Schuss leider eindeutig nach hinten los, denn die Hüpferei ist nahezu durchweg ein echtes Ärgernis.


Den erwähnten Söldner-Truppen, die uns durch die Bank weg feindlich gesinnt sind, geben wir per Pistole, MG und Laserwumme ordentlich Saures, bei den sich uns später in den Weg stellenden Aliens sieht die Sache da schon ganz anders aus: mit den eben erwähnten Knarren ist kein Blumentopf zu gewinnen, vielmehr ist echte Handarbeit gefragt, soll heißen Kung-Fu-Fighting. Es liegt in erster Linie am Schutzschild der außerirdischen Kreaturen, welches uns das Leben schwer macht und welches per blitzschnellem Faustschlag und nicht minder flottem Tritt zum Bersten gebracht werden muss, um dann zur Exekution des Gesocks voranschreiten zu können. Der Steuerung gebührt hierbei ein Sonderlob, denn die Tastenbelegung ist gut durchdacht, erlaubt eine automatische Anvisierung des Feindes und bequemes Auslösen des anschließenden Manövers. Große Mängel sind mir in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht aufgefallen, sowohl Kollisionsabfrage als auch Tempo stimmen bei der Ausführung der Eingabebefehle. Schließlich kommt als ein den Spielverlauf belebendes Element hinzu, dass unser guter Derrick Cole offensichtlich doch ein paar kleine aber feine extraterrestrische Gene in sich zu tragen scheint: anders sind die Spezialmanöver basierend auf geheimnisvollen Superkräften nicht zu erklären, welche allerdings erst nach und nach erlernt werden müssen: das Versprühen von Energiekugeln, beherzte Doppelsprungattacke sowie das Auslösen von Schockwellen gehören später zu unserem Standardrepertoire. Jene Specials benötigen allerdings einen nicht geringen Vorrat an Magiepunkten, diesen wieder aufzufrischen, ist allerdings nicht sonderlich schwer, denn besiegte Gegner hinterlassen brav magische Energiequellen. Etwas mit jenem Vorrat haushalten sollten wir natürlich trotzdem, versteht sich.


Wie bereits erwähnt, belästigen uns leider Hüpfsequenzen, wobei die Ursache das Bestreben der Vermengung zahlreicher unterschiedlicher Spielelemente zu gewesen sein scheint. Bei der Verwendung der anderen „Zutaten“ kommen wir glimpflicher davon, auch wenn ich zugeben muss, dass die Rätsel und Suchereien nach bestimmten Objekten nicht sonderlich anspruchsvoll ausgefallen sind. Aber immerhin erfüllen sie insofern ihren Zweck, als dass sie uns vom normalen Actionprügel-Alltag ablenken. Zu begrüßen sind hingegen ausdrücklichen die mitunter geführten Gespräche mit den uns freundlich gesinnten Charakteren in diesem Abenteuer. Ganz besonders die junge Amazone Alex kommt dabei stark zur Geltung, sie hilft uns nicht selten aus der Patsche, ist nicht selten über einen längeren Zeitraum unsere treue Weggefährtin, startet von ganz alleine Angriffe auf Feinde in der Nähe und zeigt sich uns in vereinzelten Zwischensequenzen von ihrer romantischen Seite, was der Handlung bitter benötigtes Leben einhaucht. Überhaupt ist es fast schon überraschend, dass ausgerechnet in diesem Genre die Story nicht zu den Negativpunkten zählt, ganz im Gegenteil, sie ist interessant und kommt regelmäßig mysteriös rüber. Ein überraschender Pluspunkt sozusagen.


„Bitter benötigt“ werden die Sequenzen im Übrigen in erster Linie deswegen, weil vieles doch sehr steril wirkt, allen voran die sehr detailarme Umgebung, durch die wir stapfen. Mögen die Größe der Figuren, auch deren Modellierung, die netten Zwischensequenzen und nicht zuletzt nette Spezialeffekte (imposante Schutzschilder der Aliens, leuchtende Energiekugeln unseres Helden) die Optik insgesamt aufwerten, so missfallen vor allem die Hintergrundtexturen, welche eine triste Atmosphäre verbreiten. Langweiliges Fabrikgelände, Lagerhallen, ewig lange Labyrinthgänge und unzählige Büroräume sind langweilig gestaltet, etwas besser sieht es in den groß angelegten Außenbereichen aus. Dass das 16:9-Breitbildformat keine Berücksichtigung fand, ist nicht ganz so tragisch, immerhin finden wir deutsche Bildschirmtexte und einen 60-Hertz-Modus vor, auch wenn letzterer die Grafik nicht so richtig auf Touren zu bringen scheint. Solide und durchschnittlich, so in etwas darf man die grafische Darstellung in „Breakdown“ bezeichnen, was für einen X-Box-Actiontitel, dann doch eine zumindest leichte Enttäuschung darstellen dürfte, schätze ich. Bei der Soundkulisse sieht es etwas besser aus, denn die Beats im Hintergrund und auch angenehm abwechslungsreichen Soundeffekte in Digi-Qualität können sich wirklich hören lassen, sie verstärken das futuristische Ambiente spürbar. Echte Ohrwürmer oder über alle Maßen mitreißende Melodien sind aber nicht mit von der Partie.


Insgesamt ist es schade, dass „Breakdown“ für die X-Box letztlich ins Mittelfeld absumpft, denn hier war deutlich mehr drin. Insbesondere deswegen, weil diesem Titel ein hohes Potential innewohnt: eine (für ein Actionspiel) überraschend spannende und geheimnisvolle Story, gelungene Zwischensequenzen, eine abgefahrene sehr real rüberkommende Egoansicht, eine gute Steuerung und nicht zuletzt ein interessanter Kampf-Mix bestehend aus Kung Fu, fetten Wummen und Magie hätten eine wesentlich höhere Endbewertung möglich machen können. Doch unübersehbare spielerische Längen – trotzdem dauert ein Durchgang (und bei dem bleibt es in vielen Fällen wahrscheinlich auch) höchstens zehn bis zwölf Stunden, die sich phasenweise wie Kaugummi ziehen (manche Level dauern einfach ewig), zudem ein meistens langweiliges Leveldesign und verhauene Hüpfeinlagen dämpfen die Spielfreude. Dass ein Multiplayerteil nicht mit dabei ist, kann zudem nicht gerade von Vorteil sein, schätze ich, des Weiteren langweilt ein spätestens nach dem ersten Drittel sich ewig wiederholendes Prozedere und ein auf Dauer nervendes Anrollen des Nachschubs an Alien-Gesocks. Eine Empfehlung gibt es für dieses innovative X-Box-Spiel, daran darf es generell keinen Zweifel geben, doch es wurde leider viel Potential verschenkt, schade. Spielspaßwertung:71%.

27 Bewertungen, 10 Kommentare

  • Gina87

    24.07.2007, 12:11 Uhr von Gina87, Bewertung: sehr hilfreich

    lg Gina

  • Clarinetta2

    22.07.2007, 13:01 Uhr von Clarinetta2, Bewertung: sehr hilfreich

    nichts für mich

  • Baby1

    16.07.2007, 17:35 Uhr von Baby1, Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anita

  • strubbine

    16.07.2007, 13:35 Uhr von strubbine, Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht, liebe Grüße aus dem heißen Franken

  • swissghostly

    15.07.2007, 14:45 Uhr von swissghostly, Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht

  • gerrhosaurus1978

    15.07.2007, 13:42 Uhr von gerrhosaurus1978, Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Daniela

  • viertelvordrei

    15.07.2007, 12:02 Uhr von viertelvordrei, Bewertung: sehr hilfreich

    grins - Ich gehöre zu den -dankend Ablehnern-

  • gloriaforever

    15.07.2007, 11:18 Uhr von gloriaforever, Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • Mondlicht1957

    15.07.2007, 01:11 Uhr von Mondlicht1957, Bewertung: sehr hilfreich

    SH LG pet

  • Puenktchen3844

    14.07.2007, 23:25 Uhr von Puenktchen3844, Bewertung: sehr hilfreich

    Ist ja ein tolles Spiel. ‹(-¿•)› Liebe Grüße aus Berlin, Wilfriede