Minolta x-300 Testbericht

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Erfahrungsbericht von zzwergli

Oldie but Goldie _-_-_-_-_-_ oder warum es manchmal lohnt, gebraucht zu kaufen!

Pro:

+ Preiswertes Einsteigermodell + viel Zuberhör auch gebraucht erhältlich + sehr robust, ausgereifte Technik

Kontra:

wenn überhaupt- der etwas laute Auslöser

Empfehlung:

Ja

Minolta X-300 und Minolta X-370

Das Konzept dieser Spiegelreflexkameras ist mittlerweile schon an die 20 Jahre alt, trotzdem ist die X-370 als manuelle Einsteiger-Kamera immer noch mit die erste Wahl. Sie übernimmt von ihrer Vorgängerin X-300 die gesamte bewährte Technik, verpackt lediglich in ein etwas moderneres Gehäuse.


Beschreibung:

Die X-370 hat ein handliches schwarzes Metallgehäuse mit den Maßen 140 x 90 x 51.5 mm (B x H x T)und einem Gewicht von 490 gr.
Die Kamera verfügt über eine abschaltbare Zeitautomatik bei voreingestellter Blende mit den Zeiten 1/1000-4 sec. bei Automatik und 1/1000-1 Sec. bei manueller Einstellung, zusätzlich manuelle Langzeitbelichtung unter \"B\".
Der eingebaute Belichtungsmesser läßt sich für Filmempfindlichkeiten von 12-3200 Asa = 12-36 Din einstellen.
Der Tuchverschluß lauft Waagerecht, die Verschlußzeiten werden elektronisch gesteuert.
Focussiert wird nach altbewährte Methode mit der Hand, es gibt keinen Autofocus.
Das Gehäuse ist mit dem bewährten Minolta SR-Bajonett ausgestattet, Objektivwechsel gehen so zügig von der Hand. Es können sowohl Objektive von Minolta \"Rokkor\" oder auch Fremdherstellern benutzt werden, was eine große Auswahl bedeutet.
Der Blitzschuh ist ein Standarthotshoe mit einem zusätzlichen Kontakt für Minolta-Systemblitze, es können aber auch alle Standartblitze verwendet werden.
Das Gehäuse verfügt über einen sehr guten Sucher mit dreifacher Schärfeanzeige - Mattscheibe, Frenselring und Dreikantprismen, so daß auch bei schlechten Lichverhältnissen eine gute Focussierung möglich ist. Im Sucher werden über Leuchtdieoden auch die Verschlußzeiten angezeigt, weiterhin gibt es Anzeigen für Über- und Unterbelichtung
Natürlich gibt es auch Anschlußmöglichkeiten für mechanische Fernauslöser und es stehen zwei verschiedene Winder für den motorischen Filmtransport als Zubehör zur Verfügung.
Ein elektonischer Selbstauslöser ist im Gehäuse eingebaut, seine Funktion wird über Leuchtdioden an der Kameravorderseite angezeigt.
Zum Betrieb benötigt die Kamera zwei Alkali-Mangan-Knopfzellen mit 1,5 Volt. Da sich der Belichtungsmesser 15 Sekunden nach Loslassen des Auslösers selbst abschaltet, hält ein Batteriesatz sehr lange. Zusätzlich gibt es auf der Oberseite der Kamera noch einen Hauptschalter, damit läßt sich der Batteriestromkreis komplett unterbrechen.

Funktionalität und Ergonomie:

Die Bedienung der Kamera wird in der Gebrauchsanweisung hervoragend beschrieben, alle Funktionen sind in mehrere Einzelschritte zerlegt, reich bebildert und leicht nachvollziehbar. Fototografieren im Automatikbetrieb ist einfach, bei voreingestellter Blende zeigt die Kamera im Sucher nach leichtem Druck auf den Auslöser die Belichtungszeit, man braucht eigentlich nur noch die Schärfe einzustellen und abzudrücken. Das Focusieren ist aufgrund des guten Suchers kein Problem und ist nicht nur bei schlechten Lichtverhältnissen häufig schneller als mancher Autofocus. übrigens: im Vergleich zu guten schnellen Digicams mit Auslöseverzögerungen um 1-2 Sekunden(!!) ist die manuelle Einstellung mit etwas Übung weit überlegen.
Wie oben schon beschrieben, liegt die Kamera gut in der Hand, alles ist \"an seinem Platz\". Mit Standartobjektiv (bei mir ein lichtstarkes Zoom mit Brennweiten von 35-70mm) wiegt das Gerät knapp 900 Gramm, ist aber damit nicht zu schwer. (Man hat halt ordentlich was in der Hand!)
Im manuellen Betrieb lassen sich die Belichtungszeiten über ein kleines Rändelrad direkt unter dem Auslöser schnell und präzise einstellen, da die Zeiten im Sucher angezeigt werden, braucht man die Kamera dazu nicht vom Auge zu nehmen - wie ich finde eine sehr gute Lösung und nicht so fummelig wie die Einstellräder mancher anderen Hersteller an der Oberseite der Kamera!

Zubehör und Objektive:

Da die Kamera Teil der X-Serie von Minolta ist (eigentlich der letzte noch gebaute Vertreter diese Typs) kann man auf reichlich Zubehör zurückgreifen, Objektive gibt es sowohl von Minolta selbst, als auch von vielen anderen Herstellern (Soligor, Tamron, um nur Einige zu nennen) Durch die Lange Bauzeit diese Kameratyps gibt es einen großen Gebrauchtmarkt (Ebay) auf dem fast alles Zubehör ständig zu sehr moderaten Preisen zu finden ist.
Wem eine neue X-370 mit Preisen um 190-200 Euro (nur das Gehäuse) zu teuer ist, der bekommt dort auch die ältere (und technisch baugleiche) X-300 zu Preisen ab 1.- Euro, komplette Sets dieser Kamera mit Objektiven und Zubehör werden um ca 100-120 Euro gehandelt. Aufgrund der robusten Bauart kann man mit so einem Gebrauchtkauf wenig verkehrt machen.

Randbemerkung:

Welche Daseinsberechtigung gibt es eigentlich für eine analoge Spiegelreflex ohne Autofocus in Zeiten qualitativ guter Modelle mit Autofocus oder gar Digitalkameras?
Zunächst mal kann man gerade mit so einer Kamera handwerkliches Knowhow erwerben: man lernt im Umgang mit ihr den Zusammenhang von Belichtungszeit und Blende, kann selbst entscheiden, welcher Teil des Motives scharf abgebildet sein soll.
----(Beispiel zum Schmunzeln: Man versuche mit einer Digicam eine Blüte zu fotografieren....oft ist das Ergebnis so, daß der Hintergrund scharf, das eigentliche Motiv aber unscharf abgebildet ist)----
Durch die geringen Preis gerade für gebrauchtes Zubehör kann man sich zu erschwinglichen Preisen seine \"Wunschausstattung\" zusammenstellen, wobei die fotografischen Ergebnisse denen wesentlich teurerer Autofocus-Systeme ebenbürtig sind, in teilbereichen eventuell sogar überlegen.
Im Vergleich zu Digitalkameras mit hochauflösenden CCDs ist die Qualität anloger Fotos bei großformatigen Vergrößerungen immer noch überlegen, eine wirklich gute Digitale kostet zudem auch eine Menge Geld, ebenso wie das Zubehör dazu.

Da ich selbst beide Systeme benutze, (digtal Fuji S602 zoom) möchte ich bemerken, daß jedes System natürlich auch seine Vorzüge oder Nachteile hat.
Für eine Digitale spricht insbesondere die schnelle Verfügbarkeit der gemachten Bilder und die Möglichkeit die Bilder direkt digital zu bearbeiten, gegen sie spricht die größere Auslöseverzögerung und die hohen Preise für Zubehör (Speichermedien, Converter usw.)
Für die Analoge (in diesem Fall unsere Minolta) spricht vor allem die große Systemvielfallt zu erschwinglichen Preisen -aber das hatte ich glaube ich schon erwähnt- und die Möglichkeit, \"handwerklich\" gute Fotos machen zu können, ohne von irgendwelchen Automatiken bevormundet zu werden. Gegen die Analoge gibts eigentlich nur das Argument, daß die meisten Labore beim Vergrößern die guten Ergebnisse wieder ruinieren. (Die Preis für Filmmaterial und Entwicklung mal ausser acht gelassen) Um analoge Fotos selbst bearbeiten zu können, muss man diese zunächst digitalisieren, was zusätzliche Zeit (und auch etwas Geld) kostet. Kleiner Tip an Rande: Will man seine Fotos selbst bearbeiten, beim Entwickeln der Filme gleich die Foto-CD bestellen und die Abzüge weglassen. Nach dem Bearbeiten die Fotos online an einen Printservice schicken und dort ausbelichten lassen. Die Qualität der Bilder ist deutlich höher als beim Schlecker um die Ecke und ihren etwas höheren Preis mit Sicherheit wert!

Fazit:

Für den, der mit preiswertem Equipment gute Fotos machen will und dabei auf Automatiken verzichten kann (oder wie ich: VERZICHTEN WILL !), ist die X-370 (oder eine gebrauchte X-300) ein sehr empfehlenswertes Modell. Durch die lange Bauzeit diese Typs ist die Kamera sehr ausgereift und vielfach erprobt. Ihre Bauweise ist robust, die Bedienung ist einfach zu erlernen. Durch die Vielzahl des erhältlichen Zubehörs sind dem Fotografen handwerklich fast keine Grenzen gesetzt.

- und Nichts geht über das satte \"chlunck\" beim Auslösen...Ich liebe diese Geräusch!-





+++++ Prädikat: sehr empfehlenswert! ++++





Hier noch die Technischen Daten (von der Minolta Webseite):


X-370s

Die seit vielen Jahren unveränderte Minolta X-300s wird jetzt durch die neue X-370s abgelöst. Die technische Ausstattung wurde beibehalten. Das neue ergonomische Design der Minolta X-370s wurde der klassischen Minolta X-700 angeglichen. Damit bietet Minolta im Bereich der manuellen Spiegelreflexkameras auch weiterhin ein attraktives Einsteigermodell für alle MD-Objektive an.

Technische Daten X-370s:

Typ: Elektronisch gesteuerte Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Belichtungsautomatik und manueller Nachführeinstellung.

Objektivbajonett: Minolta SR-Bajonett (54° Eindrehwinkel). Kupplungselemente für Offenblende-lnnenmessung und Springblendensteuerung mit Minolta MD- und MC-Objektiven.

Scharfeinstellung: Manuell auf Mikrowabenlinsen-Einstellscheibe mit Schnittbildindikator und Mikroprismenring.

Belichtungssteuerungen: Zeitautomatik mit Blendenvorwahl und Meßwertspeicher. Arbeitsbereich der Belichtungsautomatik von Belichtungswert EV 1 bis 18 (entsprechend Blende 1,4 und 1 5 bis Blende 16 und 1/1000 s) bei ISO 100/21°. Manuelle Nachführeinstellung.

Verschluß: Quarzgesteuerter, horizontal ablaufender Schlitzverschluß mit stufenlosen Automatik-Zeiten von 1/1000 s bis 4 s (bei Zeitautomatik). Dazu stufige manuelle Zeiteinstellung 1/1000 5 bis 1 s plus \"B\" in Manuell-Funktion. Bei zu geringer Batterieleistung reagiert die Auslösung nicht.

Belichtungsmessung: Integral-mittenbetonte Innenmessung )TTL) mit Silizium-Fotodiode an der Rückseite des Dachkantspiegels.

Bedienungselemente: Hauptschalter, Funktionswähler für Belichtungsfunktion und Verschlußzeiten, Auslöser, Meßwertspeicher/Selbstauslöser-Schalter, Rückspulentsperrknopf.

Filmempfindlichkeiten: ISO 12/12° bis lSO 3200/36°. Einstellring rastet in 1/3 Belichtungsstufen.

Filmtransport: Manuell mit einer Hebelbewegung über 130° nach 30° Leerlauf. Motorisch mit Motor-Drive-1 oder Auto-Winder-G (Zubehör). Rückspulentsperrknopf am Kameraboden. Addierendes Bildzählwerk.

Sucher: Fest eingebauter Dachkantspiegel mit Einblick in Augenhöhe. Sucherbild zeigt 95 % des Filmformats 24 x 36 mm. Vergrößerung; 0,84x mit 50 mm-Standardobjektiv in Unendlichstellung.

Sucher-Datenanzeige: Funktionsanzeige A oder M, Verschlußzeitenskala mit LED-Anzeigen für gemessene und manuell eingestellte Zeiten, Warn-LEDs bei Bereichsüber-/-unterschreitung, Anzeige der B-Einstellung, Blitzbereitschaftssignal, automatische Batteriekontrolle. Meß- und Anzeigeschaltung wird aktiviert durch Andrücken des Auslösers oder Drucken der Speichertaste und bleibt automatisch 15 s nach dem Wegnehmen des Fingers eingeschaltet.

Energieversorgung: Zwei Alkali-Mangan-Batterien 1,5 Volt oder zwei Silberoxid-Batterien 1,55 Volt oder eine Lithium-Batterie 3 Volt. Hauptschalter mit den Positionen ON und OFF. Funktionsanzeige-LED im Sucher blinkt bei schwachen Batterien. LEDs leuchten nicht, und Kamera läßt sich nicht auslösen, wenn die Batteriespannung zu niedrig für die einwandfreie Funktion ist.

Selbstauslöser: Elektronisch gesteuert; 10 s Vorlaufzeit. Selbstauslöserlauf kann abgebrochen werden. LED an Kameravorderseite blinkt 8 s mit 2 Hz, 1 s mit 8 Hz und leuchtet dann ständig bis zur Auslösung.

Weitere Ausstattung: Vier-Schlitz-Filmaufwickelspule.

Abmessungen und Gewicht: 140 x 90 x 51.5 (B x H x T); 490 g (ohne Batterien und Objektiv).

Zusätzliches Zubehör: Auto-Electroflash-Geräte, Motor-Drive-1, AutoWinder-G, Minolta SR-Wechselobjektive MD; entsprechendes Zubehör des Minolta Spiegelreflex-Systems.

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