Der Herr der Ringe. Das offizielle Filmbuch (gebundene Ausgabe) / Brian Sibley Testbericht

Klett-cotta-verlag-der-herr-der-ringe-das-offizielle-filmbuch-gebundene-ausgabe Produktfotos & Videos
Leider kein Preis
verfügbar
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Produktübersicht
5 Sterne
(0)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Meinung schreiben
Verdienen Sie bis zu 5,00 € pro Erfahrungsbericht! Als Community-Mitglied erhalten Sie für Ihren Erfahrungsbericht einmalig 5 Cent und zusätzlich 0,5 Cent pro positiver Bewertung innerhalb der nächsten 6 Monate.
Erfahrungsbericht
Summe aller Bewertungen

Erfahrungsbericht von venus

Mehr Infos und Hintergründe zum Film

Pro:

tolle Fotos von Personen und Landschaften, liebevolle Illustrationen

Kontra:

so teuer wie das Buch selbst, etwa 15 EUR

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich zuerst das offizielle Filmbuch mit dem Roman verwechselt hatte, stand ich nun mit zwei Berichten zu diesem Thema hier im Netz. Schöne Sch....!

Man riet mir, einen Bericht löschen zu lassen.
Darum hatte ich jedoch CIAO selbst schon gebeten,
als mir mein Maleur aufgefallen ist, aber nun habe ich eine bessere Idee. Ich schreibe einfach noch eine Meinung zu dem offiziellen Filmbuch zum Herr der Ringe.


Brian Sibley, der das Buch geschrieben hat, ist ein international anerkannter Kenner Tolkiens. Er überwacht die Dreharbeiten, dass alles nach dem Willen und Wesen Tolkiens im Film dargestellt wird.
Wer sich für Fotoaufnahmen der Drehorte in Neuseeland, der original Schauplätze, der Ungeheuer und der Schauspieler interessiert, der ist mit diesem Buch richtig beraten. Es geht allerdings nur um den ersten Teil „Die Gefährten“.

Der Regisseur des Filmes „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ selbst hat an diesem Buch zum Film mitgearbeitet. Interessante Details und Kommentare kommen also sozusagen aus erster Hand. Was vielen anderen vor ihm, vor Peter Jackson, nicht gewagt haben zu verfilmen, setzt er um. Dieser Fantasyklassiker galt bisher als unverfilmbar. Jemand hatte es schon einmal versucht. Der Film floppte kläglich. Gerne gab man die Filmrechte an die heute Produktion ab. Jetzt ärgert sich die ehemalige Produktion grün und schwarz und würde am liebsten etwas von der heutigen Tolkien-Euphorie profitieren. Aber umsonst.

John Ronald Reuel Tolkien kann sich dazu nicht mehr äußern. Er starb am 2.September 1973 in Bournemouth. 81 Jahre vorher, man schrieb den 3. Januar 1892, wurde der kleine Ronald in Südafrika geboren.

Das Filmbuch setzt seinen Schwerpunkt auf die Entstehung des Filmes. Auch die Mitwirkenden bleiben nicht unerwähnt.

Der erste Teil heißt „Der Weg nach Mittelerde“.
Es wird eine Beziehung hergestellt zwischen der Entstehung des Buches und dem Regisseur, der dafür der einzig Richtige sein kann. Was zeichnet nun Peter Jackson als solchen aus? Erfahrung mit Spezialeffekten aus seinen Horrorfilmen, Erfahrungen mit Filmlogistik und seinem Anspruch, den Film so originalgetreu wie möglich auf die Leinwand zu bringen, zeichnen ihn aus.

Das Vorhaben, alle 6 Bücher in einen Film unterzubringen, war nicht zu realisieren. Die Einzelfilme über drei Jahre zu ziehen ist aber ähnlich grausam, denn die Kinobesucher halten es so lange vor Spannung gar nicht aus. Produziert wurden natürlich alle Teile an einem Stück in Neuseeland. Es ist wohl auch ein PR-Trick, die Teile so auseinander klaffen zu lassen, um die Tolkien-Euphorie lang lebendig zu halten.

Teil 2 – Die Reise
Frodo, Gandalf, Elrond, Saruman und wie sie alle heissen werden hier vorgestellt. Mit Fotos wird untermalen, wie sich der Regisseur die Charaktere vorgestellt hat.

Das Kapitel „Vom Buch zum Skript“ hat mich besonders gefesselt. Es wird klar, dass Jacksons sich immer wieder auf den Originaltext beruft und nah am Tolkien-Original bleiben möchte, was bestimmt nicht immer einfach war. Er möchte praktische einen historischen Film drehen; eine Geschichte die so einmal in grauer Vorzeit geschehen ist.

„Ein Blick in Tolkiens Welt“ erlaubt uns der Regisseur indem er auf Land und Leute von Mittelerde eingeht. Anhand der einfach gestalteten Karten, die ich in meinem Sammelband vorfinde, kann ich mir ein Bild machen von Frodo und seinem Weg durch Mittelerde nach Mordor. Es wird auch beschrieben, wie die Kulissen enstanden sind und wer daran mitgewirkt hat.

Das Kapitel \"Die Gefährten, Freunde und Feinde\" erzählt vom Casting der jeweiligen Schauspieler und davon was sie alles in der Zeit der Filmentstehung erlebt haben und wie sie es erlebt haben.

\"Von der Phantasie zur Realität\"
Dan Hennah musste sich Filmarchitekt für das Mittelerde-Projekt gedanken machen, wie man zum Beispiel die verschiedenen Größen der Zwerge, Hobbits und Menschen im Film darstellt. Der einfachste Trick war noch, sich mit kleineren und rößeren Schauspielern zu behelfen; aber das war noch lange nicht alles. Ich möchte natürlich nicht alles verraten.

Für mich sehr spannend war der Teil, der vom Equipement erzählt. Im Buch heißt er „Eine Werkstatt des Phantastischen“. Für so eine große Produktion müssen viele Köstüme, Masken (Elbenohren, Orkgesichter) und Accessoires (Phiole der Elben) hergestellt werden. Besonders witzig finde ich die großen behaarten Hobbitfüße. Das ist eine teuere Angelegenheit.

Einen Text in einer fremden Sprache zu lernen, stelle ich mir besonders schwer vor und doch haben es einige der Schauspieler fertig gebracht. Mit Hilfe eines Trainers wurden die speziellen Charaktere gefestigt, dass zum Beispiel der Elb in seiner Leichtfüßigkeit und Gewandtheit mit dem Bogen auch glaubhaft rüberkommt. Aus einer Zeitschrift weiß ich sogar, dass sich die Hobbit-Schauspieler während der Dreharbeiten mit ihren Hobbitnamen anredeten.


Die „Hobbits“ und „Gandalf“ müssen am längsten am Set verbleiben. Sie haben sich richtig angefreundet. Es sind „Die wirklichen Gefährten“, wie das Buch titelt. Die Figuren im Film sind nach Erreichen des Höhepunkts erschöpft, was man genauso von den Schauspielern sagen kann. Erschöpft und erleichtert.

Fotos und liebevolle Skizzen in dem Buch zum ersten Film sind wirklich sehenswert. New Line Cinema, die Produktionsfirma und Pierre Vinet sind dafür verantwortlich.


Meine persönliche Meinung
Wer sich für tiefergehende Infos und Hintergründe interessiert, ist mit diesem Buch also gut beraten. Für sein Geld bietet es tolle Fotos auf vielen Seiten und liebevolle Skizzen. Ich für meinen Teil habe es mir von einer Freundin ausgeliehen, angeschaut. Ich werde es aber nicht kaufen. Den Fantasy-Roman von Tolkien fand ich sehr gut, im Film wurde alles sehr gut umgesetzt. Wie es umgesetzt wurde, erfährt man in diesem Buch. Ob man es als eingefleischter Tolkien-Fan nun in seinem Regal stehen haben muß, darüber kann man geteilter Meinung sein. Gefallen hat es mir trotzdem.

Eure venus

3 Bewertungen