Der Menschenmacher (gebundene Ausgabe) / Cody McFadyen Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Aufmachung:  gut
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Wie ergreifend ist die Story?:  ergreifend
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von SeeHummel

Ich mache dich zum Übermenschen *Gürtel knall*

  • Aufmachung:  durchschnittlich
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Wie ergreifend ist die Story?:  ergreifend
  • Zielgruppe:  Männer
  • Stil:  ausschmückend
  • Seitenzahl:  über 400

Pro:

spannend, anrührend

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Lange war es mal wieder still, aber tada hier ist sie mal wieder. Und gehen soll es mir heute mal wieder um ein Buch und zwar um eines, was mir von einem Freund hier und auch von meiner Mutter empfohlen wurde und zwar um ‚Der Menschenmacher‘ von Cody McFayden.

Der Autor
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Widmete sich mit 16 Jahren nach Abschluss der Schule eher sozial engagierten Arbeiten und dem Web-Design, mit 35 jedoch entschied er sich komplett für die Schriftstellerei. Sein erster Roman hieß ‚Die Blutlinie‘ und erfreute sich weltweiter guter Kritiken.

Laut eigener Aussage schreibt er seine Bücher am liebsten in seiner stillen häuslichen Umgebung und veröffentlicht sie meist zuerst in Deutschland, da er die Kritiken der hiesigen Leser und allgemein der Europäer sehr schätzt. ‚Der Menschenmacher‘ erschien im Frühjahr 2011 und ist somit meines Wissens das bisher aktuellste Werk dieses Schriftstellers.
Mache Menschen!
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David lebt mit seiner Adoptivschwester und seinem Adoptivbruder bei Bob, welchen sie ‚Dad‘ nennen müssen, obwohl er sicher alles andere als ein liebender Vater ist. Bob sieht sich eher als Schöpfer dieser drei Kinder, denn durch grausame und brutale Gewalt will er die drei dazu bringen, sogenannte Übermenschen zu werden. Doch auch wenn er sie noch so sehr mit dem Gürtel, brennenden Zigaretten usw. züchtigen will, sie ergeben sich ihm nicht mit ihrer Seele und beschließen ihm zu entfliehen und dies können sie nur, indem sie ihn töten.
Dem Rummel nach dem Tod ihres Vaters entkommen, gehen die drei Kinder getrennter Wege. David wird ein großer Schriftsteller, welcher sich nebenbei für die Befreiung und Hilfe sexuell misshandelter Kinder einsetzt und Spenden sammelt. Doch wissen die Spender nicht, dass sein Bruder Charlie ihm dabei hilft und das die beiden die vielen Kinder meist nur durch brutales Morden befreien können. Doch das Blatt soll sich nochmals wenden, als David eines Tages eine Notiz mit dem Wort Evolviere erhält, was ihn mental wieder zurück in seine Kindheit wirft. Hat sein Vater überlebt?

Noch mit dieser Frage beschäftigt, wobei die Antwort nein lauten müsse, denn immerhin hat er seinem Vater den Schädel gewissermaßen zu Brei geschlagen, nimmt die Geschichte einen weiteren dramatischen Lauf, denn Davids Tochter wird entführt und es wird ihm und seinen Geschwistern eine unfassbar unmenschliche Aufgabe gestellt, um die Geliebten Menschen zu befreien. Die drei Geschwister von damals treffen sich nach über zwanzig Jahren wieder, um die grausamen Befehlte zu befolgen, aber auch um herauszufinden, wer hinter dieser Sache steckt, wo das Monster Bob doch schon lange unter der Erde vermodern sollte.
Aber tun sie wirklich alles was ihnen gesagt wird? Töten sie andere Unschuldige um ihre eigenen Lieben zu retten? Ist Bob doch noch am Leben? Und gibt es wirklich Übermenschen?
Das lest schön selbst!!!

Ich bin kein Macher!!!
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Aber McFayden – er ist ein genialer Geschichtenmacher. Mich hat dieses Buch wirklich gefesselt und auch wenn ich zu der Zeit eigentlich wenig Zeit hatte zu lesen, habe ich es jede freie Minute in die Hand genommen und weiter geschmökert. Nicht nur das die Geschichte selbst ungemein faszinierend ist, obwohl sie wirklich grausam daher kommt und man stellenweise das Bedürfnis hat die Augen zu schließen, denn dann sieht man das Elend ja nicht und man auch sehr berührt ist von dem Gelesenen und sich Trauer um und Hass (ja Hass) auf eine bestimmte Sorte Menschen regen, auch Mc Faydens Sc hreibstil trägt viel dazu bei, dass man das Buch nicht wieder weg legen möchte.
McFayden beschreibt bildhaft, aber auch nicht zu aufgeplustert. Er beschreibt nüchtern und nicht zu unglaubwürdig ausgeschmückt und vor allem er beschreibt einige Dinge, auch wenn sie eben grausam sind, direkt und ohne Umschweife.

Auch mag ich es, dass man in mehreren Zeiten der Hauptpersonen mit lebt. Man erfährt etwas über die Zeit, als David noch mit seiner richtigen Mutter zusammen gelebt hat, eine liebevolle und schöne Frau. Man erfährt so auch, wie brutal und tragisch diese Zweisamkeit endet (seinen Vater hat David nicht kennen gelernt, weil dieser im Krieg gefallen ist). Weiter lebt man kurzzeitig in der Zeit bei ‚Dad‘, dann in den Jahren als die drei Geschwister David, Charly und Alisson getrennter Wege gehen und eben den Zeitabschnitt, als sie wieder zusammen sind und vor allem wird der Leser so nach und nach zu dem heran geführt, was die Verbindung zwischen diesen ganzen einzelnen Geschichten ist, denn nichts ist zufällig passiert, sondern insgesamt gesehen ein ziemlich kranker und extrem tragischer Plan EINER Irren, oder besser gesagt, der Lebensverlauf der drei resultiert daraus, denn eigentlich war es auch nicht der Plan von ‚Dad‘ diese Kinder zu Evolvieren und damit zu Übermenschen zu machen.
Es war wie gesagt mein erster McFayden Roman und ich muss sagen ich bin schlichtweg begeistert. Er hat es geschafft sich auf eine spannende, nachdenklich stimmende und anrührende Weise einem sensiblen Thema wie Kindesmissbrauch zu widmen. Klar kommen einem auch so Gedanken wie ‚Die Schweine die sie gekillt haben, haben es nicht anders verdient‘ aber man denkt auch darüber nach, wie Menschen so werden können, denn ich weiß nicht, ich bin selbst der Überzeugung, dass ein Mensch doch nicht wirklich böse geboren worden sein kann. Insgesamt werden hier einige oft totgeschwiegene Sachen angesprochen und auf den Punkt gebracht, so dass man als Leser nicht nur stupide einer Geschichte folgt, sondern auch danach noch was zum Denken hat.

Ich empfehle dieses Buch eigentlich allen, welche sich vor solchen Themen nicht scheuen und vor allem, Lesern die auch mit Brutalität umgehen können, denn davon findet man in diesem Buch einige

32 Bewertungen, 8 Kommentare

  • morla

    19.12.2011, 21:53 Uhr von morla, Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir einen guten wochenstart lg. petra

  • austin77

    19.12.2011, 19:36 Uhr von austin77, Bewertung: sehr hilfreich

    sh... würde mich sehr über deine Gegenlesung freuen. lg

  • Lale

    19.12.2011, 18:36 Uhr von Lale, Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • Miraculix1967

    19.12.2011, 17:20 Uhr von Miraculix1967, Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe vorweihnachtliche Grüße aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • sigrid9979

    19.12.2011, 16:01 Uhr von sigrid9979, Bewertung: sehr hilfreich

    Lg und eine schöne Vorweihnachtzeit..

  • katjafranke

    19.12.2011, 15:06 Uhr von katjafranke, Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße. KATJA

  • uhlig_simone@t-online.de

    19.12.2011, 14:57 Uhr von uhlig_simone@t-online.de, Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe vorweihnachtliche Grüße v. Simone

  • Fossil79

    19.12.2011, 14:38 Uhr von Fossil79, Bewertung: sehr hilfreich

    ein sehr spezieller Autor, von dem ich auch schon einige Werke besitze....