Philips BDP3280 Testbericht

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Erfahrungsbericht
Summe aller Bewertungen
  • Ausstattung:  durchschnittlich
  • Bedienkomfort:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Amilorid

Guter Bluray-Player mit Schwächen in der B-Note

  • Ausstattung:  durchschnittlich
  • Bedienkomfort:  durchschnittlich
  • Bedienungsanleitung:  sehr gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

Gute Bildqualität, 3D, USB für Wiedergabe von externen Medien, hohe Kompatibilität

Kontra:

Relativ lautes Wiedergabegeräusch, noch lauteres, hochfrequentes Standby-Geräusch

Empfehlung:

Ja

Ich habe diesen Bluray-Player bei einer Aktion meines Händlers kostenlos zu meinem neuen Fernseher, dem Philips 50PFL7956K, erhalten. Normalerweise ist er ab ca. 90€ im Handel erhältlich, zählt also eher zu den preisgünstigeren Exemplaren seiner Sorte. Trotz seines geringen Anschaffungspreises kann das Gerät neben Blurays und DVDs auch 3D-Blurays wiedergeben und liefert eine ansehnliche Bildqualität.


== Bildqualität ==

Ich habe den BDP3280 inzwischen mit zahlreichen Blurays getestet. Als "Referenzen" benutze ich hier gerne "The Dark Knight" als 2D- und James Camerons "Avatar" als 3D-Film.

Bedenkt man das Preissegment in dem dieser Player mitspielt, so lässt sich an der Bildqualität absolut nichts aussetzen - wobei diese natürlich auch sehr stark vom verwendeten Fernseher abhängt. Blurays werden in der nativen Framerate mit 24p wiedergegeben, es gibt keine Hänger, vertikales Stuttern, sonstige Bildfehler oder gar Unterbrechungen durch das Nachladen von Inhalten. Deutlich teurere Geräte sind teilweise in der Lage gerade bei der Bildschärfe noch etwas mehr aus den blauen Scheiben herausholen zu können. Wer sich als Pixelenthusiast bezeichnet, der sollte vielleicht etwas tiefer in die Tasche greifen. Für den Standardbenutzer ist die Qualität aber mehr als zufriedenstellend.

Das 3D-Bild überzeugt ebenso auf ganzer Linie. Ich nutze den Player an meinem Philips Cinema 21:9 Fernseher und bin mit der Wiedergabe des passiven 3Ds sehr zufrieden. Das Bild läuft weiterhin flüssig, es kommt zu keinen Doppelbildern und auch der Ton bleibt absolut synchron.

Auch bei der Wiedergabe von DVDs schlägt sich der BDP3280 ganz gut. Da Filme auf DVDs ja noch im SD-Format vorliegen, muss der Inhalt bei FullHD-fähigen Fernsehern auf 1920x1080 Pixel hochgerechnet werden. Der BDP3280 liefert hierbei durchaus sehenswerte Ergebnisse, wobei die Bildqualität aber natürlich niemals an natives HD-Material herankommt. Die Ecken wirken manchmal sehr weich und gerade bei Farbverläufen ist ein deutliches "colour banding" zu sehen - das heißt man hat keine weichen Farbübergänge, sondern abgestufte "Farbblöcke". Nichtsdestotrotz liefert das Gerät auch hierbei eine durchaus zufriedenstellende Qualität.


== Tonqualität ==

Ich betreibe den Philips BDP3280 an einem Teufel Concept E300 Digital über einen optischen Toslink-Anschluss. Zu beachten ist, dass der Player selbst keinen optischen Ausgang besitzt, man muss also den Ton zunächst über den HDMI-Ausgang beispielsweise an den Fernseher senden und dann mittels des dortigen Toslink-Ausgangs das Signal zum Receiver weiterleiten. Trotz der verlängerten Laufzeit (nicht Player -> Toslink -> Receiver, sondern Player -> HDMI -> Fernsher -> Toslink -> Receiver) konnte ich bisher keine Versetzung von Bild und Ton bemerken. Somit ist dieser Kritikpunkt einfach unter "fehlender Schnittstelle" abzuhaken und stellt kein Tonmanko dar.

Aber zurück zum eigentlich interessanten: der Tonqualität. An dieser habe ich ähnlich wie beim Bild absolut nichts auszusetzen. Neben DolbyDigital unterstützt der BDP3280 auch das deutlich höher aufgelöste DTS-Format. Das heißt dem uneingeschränkten Ton-Genuss steht absolut nichts im Wege. Das Signal kommt sauber am Receiver an, Explosionen klingen gewaltig, die Stimmen sind klar, es gibt keine Versetzungen von Ton und Bild - ich persönlich kann hier nichts kritisieren.


== Kompatibilität ==

Lange Zeit war bei einem Bluray-Player eine kaufentscheidende Frage, ob er überhaupt mit jedem Kopierschutz umgehen kann. Inzwischen hat sich dies zum Glück ein bisschen gebessert. Und ich kann zu diesem Thema auch nur Positives berichten, ich hatte bisher noch keine Scheibe, bei dem der BDP3280 das Abspielen verweigert hätte. Sollte eine Bluray wegen eines neuartigen Kopierschutzes einmal nicht abgespielt werden können, so empfehle ich erst einmal zu überprüfen, ob die aktuellste Firmware installiert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so sollte man ein Firmwareupdate durchführen. Hierfür lädt man sich die neue Software direkt von der Philips-Seite auf einen USB-Stick herunter. Diesen schließt man an den auf der Vorderseite angebrachten USB-Anschluss an. Der Updateprozess läuft dann vollautomatisiert ohne weiteres Eingreifen oder schwierige Hürden.


== Benutzung ==

Hier merkt man dem BDP3280 doch an, dass er preislich im Einsteigersegment mitspielt. Der Startvorgang dauert relativ lange (bis zu 30 Sekunden) , die Navigation im Menu wirkt manchmal sehr träge und das Laden von Blurays kann mitunter 15-25 Sekunden in Anspruch nehmen. Auch die Fernbedienung bzw. das Infrarot-Empfangselement des Player scheint recht billig gewählt worden zu sein. Es ist teilweise recht schwierig die Signale auch bis zum Gerät durchdringen zu lassen, man drückt auf den Tasten herum und verbiegt sich, aber nichts passiert. Ob dies nun an der spiegelnden Front oder der Fernbedienung selbst liegt, da kann ich nur spekulieren.

Das Wiedergabegeräusch ist verhältnismäßig laut, gerade wenn der Player offen und ohne schalldämpfende Umgebung (z.B. Regal, andere elektronische Geräte) aufgestellt ist. Ich finde es gerade noch akzeptabel. Vor allem am Anfang des Filmes fällt es doch sehr stark auf, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.

Das größte Manko dieses Geräts offenbart sich aber ausgerechnet dann, wenn es nicht in Betrieb ist. Am Stecker ist ein deutlich hörbares, dauerhaftes Fiepen zu vernehmen. Es handelt sich hierbei nicht um einen spezifischen Fehler bei meinem Gerät, denn ich habe hiervon schon mehrfach im Internet gelesen und auch Garantieanfragen bei Philips werden zurückgewiesen. Ich nehme den Player aus diesem Grund nach der Benutzung immer vom Netz, da mich das Geräusch ansonsten wirklich stört. Ich finde das durchaus nervig und hätte den Player wohl auch, wenn ich ihn nicht kostenlos bekommen hätte, zurückgeschickt. Aber wie sagt man so schön: einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

An den integrierten USB-Anschluss auf der Vorderseite kann man Peripheriegeräte wie einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen. Von diesen lassen sich neben Foto-Slideshows auch Videodateien abspielen, wobei der BDP3280 hierbei erfreulich viele Formate akzeptiert (wie MKV und DivX mit H.264-Codec). Sehr ärgerlich ist hierbei aber, dass der Player nur FAT32 lesen kann. Da bei FAT32 die maximale Dateigröße auf 4 Gb beschränkt ist, lassen sich in erster Linie HD-Filme nicht wiedergeben, da hierbei schlicht und ergreifend das Dateisystem des Datenträgers an seine Grenzen stößt. Darüber hinaus scheint der Player bei MKVs zu vergessen, dass er eigentlich in der Lage ist mit dem DTS-Tonformat umzugehen. Zumindest hat er bei Blurays keine Probleme damit. Das finde ich persönlich schon etwas seltsam. Vielleicht bessert Philips hier ja eines Tages mit einem Softwareupdate nach.
Positiv hervorheben sollte man auch die von Philips benutzte Easy Link Technologie. Ist der BDP3280 an einen hierzu kompatiblen Fernseher angeschlossen, so schaltet er sich automatisch ein, wenn man den entsprechenden HDMI-Kanal aktiviert. Dann kann auch die Fernbedienung des Hauptgeräts genutzt werden um des Bluray-Players zu steuern. Das finde ich persönlich sehr komfortabel, spart man sich hiermit doch zumindest eine weitere Fernbedienung auf dem Wohnzimmertisch.


== Design & Ausstattung ==

Der Bluray-Player ist mit Ausnahme der Front aus Metall gefertigt, solide verarbeitet und macht optisch einen hochwertigen Eindruck. Die Vorderseite mit dem Disc-Einzug und dem Diplay ist verspiegelt. Zum Glück befinden sich die Bedienelemente auf einer abgesetzen schwarzen Leiste unter dieser Spiegelfront, denn ansonsten könnte man das Gerät wohl nach jeder Benutzung erstmal einer Reinigung unterziehen, um die Fingerabdrücke wieder loszuwerden.

Ein netter Designaspekt ist das Display, von dem nur die Schrift sichtbar ist (kein schwarzes Feld als "Umrahmung"). Leider hat diese Fertigungsweise einen großen Nachteil: das Display weist aufgrund des geringen Kontrastverhältnisses und der verspiegelten Front bei hellen Lichtverhältnissen eine extrem schlechte Lesbarkeit auf. Man kann dann ab einem Meter Entfernung zum Gerät wirklich gar nichts mehr ablesen, was durchaus nervig ist.

Die Knöpfe am Gerät sind leider nur aus Plastik und wirken etwas billig, da der Druckpunkt recht seltsam gewählt wurde. Es ist verhältnismäßig viel Kraft nötig um den Mechanismus auszulösen, gleichzeitig bewegen sich die Knöpfe hierbei aber in ihrer Fassung. Das hinterlässt nicht gerade einen besonders wertigen Eindruck.

Von den Anschlüssen her ist der BDP3280 spartanisch, aber eigentlich ausreichend ausgestattet. Der USB-Anschluss ist positiv hervorzuheben. Wer ein externes Lautsprechersystem anschließen, dem stehen für Stereo zwei Cinch-Anschlüsse sowie ein Koaxialer Ausgang für Surroundsysteme zur Verfügung. Wer den Koaxialanschluss nicht nutzen kann oder will, der muss für sein 5.1- oder 7.1-System einen Umweg nutzen: man muss den Ton über HDMI an den Fernseher schicken und den Ton von hier z.B. via Toslink an einen Receiver senden. Ein direkter Anschluss über 5.1-Cinch oder Toslink ist leider nicht möglich. Schade, da gerade Toslink eigentlich inzwischen zum Standard geworden ist.
Darüber hinaus empfinde ich es persönlich als störend, dass das Netzkabel fest mit dem Gerät verbunden ist und nicht extra abgetrennt werden kann. Aber das ist zugegebenermaßen nur ein kleiner Abzug in der B-Note.


== Fazit ==

Betrachtet man die Wiedergabequalität und den Funktionsumfang des BDP3280, so kann ich sagen, dass ich ihn für durchgehend empfehlenswert erachte. Negativ hervorzuheben sind aber eindeutig das recht laute Betriebsgeräusch und vor allem das noch viel lautere, nervtötende Fiepen im Standby-Modus. Dies ist ein üblicher Fehler der Baureihe und Garantieanfragen an Philips werden leider auch zurückgewiesen. Schade eigentlich - das vermiest einem wirklich den Spaß an diesem eigentlich ziemlich schönen Gerät. Mal wieder muss ich feststellen, dass Philips in der A-Note (Technisches, in diesem Fall die Wiedergabequalität) voll und ganz überzeugen kann, in der B-Note aber leider deutliche Schwächen an den Tag legt (langsame Bedienung, pfeifendes Netzkabel). Aber ich habe die Hoffnung, dass die Niederländer daraus lernen und in Zukunft ein bisschen mehr Perfektion an den Tag legen können, trotzdem noch nicht aufgegeben. Ich persönlich bin trotzdem zufrieden mit dem Gerät. Das, was es tun soll, nämlich Blurays in guter Bild- und Tonqualität abspielen, tut es auch. Mit allen anderen Kleinigkeiten kann ich mich durchaus arrangieren.

17 Bewertungen, 2 Kommentare

  • XXLALF

    14.06.2012, 20:07 Uhr von XXLALF, Bewertung: sehr hilfreich

    ...und ganz liebe grüße

  • Baby1

    14.06.2012, 20:02 Uhr von Baby1, Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.