Tensistoria (Taschenbuch) / Jessica Oldach Testbericht

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Erfahrungsbericht
Summe aller Bewertungen
  • Aufmachung:  gut
  • Niveau:  durchschnittlich
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  • Humor:  durchschnittlich
  • Wie ergreifend ist die Story?:  berührt ein wenig
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von CyberQueeny

Mein tödliches Doppelleben

  • Aufmachung:  gut
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Wie ergreifend ist die Story?:  berührt ein wenig
  • Zielgruppe:  jedermann
  • Stil:  ausschmückend
  • Seitenzahl:  200 bis 300

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

==Mein tödliches Doppelleben==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Wie ihr wisst, liebe ich Bücher – Bücher jeglicher Art. Aus diesem Grund gebe ich immer wieder gerne unbekannten Autoren die Chance. Schließlich hat jeder große Autor mal klein angefangen. Dementsprechend sagte ich auch sofort zu, als mir die Autorin Jessica Oldach ihr Buch zur Rezension anbot. „Tensistoria“ heißt ihr Roman, der vor gut einem Jahr in den Buchläden Einzug erhielt. Es handelt sich um einen Fantasy-Roman, der düsteres erahnen lässt.

Fantasy-Bücher habe ich schon in meiner Jugend regelrecht verschlungen. Mit den Jahren sind meine Ansprüche jedoch etwas gestiegen. Viele gleiche Ideen oder Ansätze überschwemmen den Markt genauso wie Autoren, die auf einen Vampir- oder Werwolf-Zug aufzuspringen versuchen. Meine Erwartungen sind in meinen Augen jedoch normal. Ein guter Plot, lebendiger Stil, bildhafte Beschreibungen, gute Protagonisten, ein guter magischer Anteil, vielleicht etwas Liebe und ja gerne etwas Jugendlich. Also eigentlich nicht zu viel verlangt, oder?

Dieses Buch sprach interessant zu werden, und so machte ich mich schnell ans Lesen. Zwei Tage später hatte ich das Buch beendet, und wusste anfangs nicht was ich davon halten soll. Warum? Lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Jessica Oldach
Titel: Tensistoria
Verlag: Noel-Verlag
Erschienen: 05/2011
ISBN-10: 3942802023
ISBN-13: 9783942802024
Seiten: 261
Kosten: 14,90€
Serie: Tensistoria Band 1

===Leseinformationen===
Genre: Fantasy
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: ab 16
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Jessica Oldach, wurde am 16.09.1986 in Bingen am Rhein geboren.
Sie lebt in der Nähe von Koblenz.
Schon als Kind erzählte sie gerne Geschichten und mit 15 Jahren entdeckte sie schließlich ihr Interesse am Schreiben.

Fantasy ist ihr Leben. Sie wuchs damit auf und möchte es niemals missen.
Deshalb ist das Schreiben ihr auch so wichtig.
"Dort kann ich abschalten und mich richtig gehen lassen. Ich bin für einige Stunden mitten im Geschehen drin.", so die Autorin.
Ihr erstes Buch ist bereits am 01. Mai 2011 erschienen und es folgen noch zwei weitere Bände. (Quelle: Buch)

===Optischer Eindruck===
Genau mein Geschmack. Das einzelne Auge, dass aus diesem Astoch hervorschaut ist beängstigend, aber genial. Ich mag solche Cover. Zwar bin ich bei Fantasy eher der kitschigere Fan, mit Glitzer, farbenfroh und märchenhaft, aber auch diese Variante gefällt mir.

===Zitierter Klappentext===
Was würdest du tun, wenn sich dein Leben auf einmal komplett verändern würde? Wenn du aus deinem alltäglichen Leben herausgerissen und in eine völlig andere Welt gelangen würdest. Eine Welt, die deiner Meinung nach gar nicht existieren kann. Würdest du schreien, davonlaufen oder sogar töten? Als Mensch hätte ich es nie für möglich gehalten, jemanden umzubringen, doch jetzt ist es anders. Der Abend auf dem Friedhof hat alles verändert. Seitdem begann sich in meinem Körper etwas zu regen und zu entwickeln. Etwas Eigenartiges, das nicht von dieser Welt hier stammen konnte, setzte meinem menschlichen Dasein ein Ende und ich erwachte in meinem neuen Ich zum Leben. Stärker, schneller und gerissener als je zuvor. Ihr denkt, das ist unmöglich? Dann überzeugt euch vom Gegenteil. (Quelle: Klappentext)

===In eigenen Worten===
Jean, junge 19 Jahre, angehende Polizistin aus Leidenschaft kehrt nach Cunningham zurück. Der Grund dafür liegt ihm Geburtstag ihres besten Freundes Shay. Den kann und will sie um keinen Preis verpassen. Obwohl sie nach den Ereignissen im letzten Jahr keine große Lust hat. Verständlich, denn im letzten Jahr wurde sie Zeugin eines Verbrechens, welches auf dem Friedhof stattgefunden hat. Da die Geburtstagsparty ganz in der Nähe ist, sind ihre Gefühle eher mulmig, aber trotzdem ist Jean da. Doch dann hört sie wieder Schreie, und was sie diesmal sieht und erlebt, stellt ihr Leben auf den Kopf.

===Leseprobe===
http://www.schnupperbuch.de/9783942802024/leseprobe

===Sarahs Meinung===
Nachdem mein letztes Fantasy-Buch ein absoluter Reinfall war, und ich nach vielen Pleiten seitens Wolfgang Hohlbein, hab ich mich in den letzten Wochen etwas von diesem Genre distanziert. Aber trotzdem brauch ich ab und an mal etwas fantasievolles.

Der Einstieg in die Welt von Tensitoria ist ungewöhnlich gewählt. Die ersten Seiten hatte ich das Gefühl einen Krimi zu lesen. Mich verwirrte dies so, dass ich sogar im Internet noch einmal nachlesen musste, dass es sich auch wirklich um einen Fantasy-Roman handelt. Doch bald wird klar, welch Hintergrund hinter diesen Anfängen verbirgt. Tensistoria ist eine leicht düstere Welt mit übersinnlichen Wesen, die immer wieder ihre Kräfte messen oder aus anderen Gründen die schlimmsten Kämpfe ausfechten. Die Welt die sie entstehen lässt ist sehr interessant und auch die Wandlung der Protagonistin und die zarte Liebesgeschichte passen perfekt hinein. Eine Idee, wie es sich für ein Buch dieses Genres gehört. Man merkt, dass sich die Autorin wirklich Gedanken gemacht hat und mit Liebe zum Detail diese fremde Welt erschaffen hat.

Neben dieser magischen Welt setzt die Autorin auf Spannung und moderne Protagonisten. Beide Aspekte finde ich für diese Grundidee gut. Allerdings kann sie diese Punkte nicht so gut umsetzen, was am Stil liegt. Dieser ist das Hauptproblem in dem Buch. Man erkennt deutlich, dass die Autorin wirklich ihr Bestes gibt. Kurze, leichte Sätze, Wiederholungen werden vermieden und anschauliche Beschreibungen. Klingt auf den ersten Blick sehr gut. Doch Jessica Oldach versucht in meinen Augen einfach zu sehr eine gute Sprache zu wählen. Dadurch ergibt sich ein Mix aus hölzern, poetisch und übertrieben beschrieben. Zu viele Adjektive sorgen für einen Überschuss an Informationen. Und dies in Kombination mit dem leichten Stil und dem Versuch Abwechslung zu bieten, gibt mir oft das Gefühl, einen unausgereiften Stil, der mich leider an einigen Stellen an einen sehr guten Schulaufsatz erinnert hat. Ich lese so viele Bücher, und ich weiß, dass Erstlingswerke nicht so ausgereift sind, wie der zweite oder dritte Roman. Das Potenzial ist vorhanden, und wenn die Autorin dies ausbaut, werden ihre Ideen noch mehr leser erreichen.

Wie oben erwähnt ist der Stil das Hauptproblem. Die Protagonistin ist 19, und eigentlich ein Alter, mit dem ich mich noch so halbwegs identifizieren kann, einfach weil ich mich an diese Zeit noch gut erinnere. Durch die vielen Adjektive wird sie zwar bis in die Haarspitze beschrieben, aber oberflächlich. Obwohl ich sie mir vorstellen konnte, blieb Jean für mich eine Fremde. Handlungen oder Gedanken zogen an mir vorbei, aber obwohl sie greifbar waren, hatte ich das Gefühl sie als Außenstehende zu betrachten und nicht wirklich zu verstehen. Etwas tiefgründiger beschrieben, und auf die wesentlichen Merkmale beschränkt, und die Protagonistin hätte genügend Pepp gehabt und wäre besser gelungen, um sich in sie hineinzuversetzen.

So wie es mir mit der Protagonistin aussah, war es auch im Bereich Spannung. Außreichend vorhanden. Zumindest in der Theorie. Es sind die poetischen, leicht kitschigen Beschreibungen, die die aufkommende Spannung oft minimieren. Zum Schluss hin geht dies jedoch unter, und dieser ist nicht nur logisch, und ideal gewählt, sondern wirklich ein spannender Höhepunkt. Abgerundet durch die attraktive Liebesgeschichte, wo der poetische Anteil passt.

Dieser Ausgang macht Lust auf mehr und man möchte wissen, wie es weitergeht. Das lässt mich hoffen, dass die Autorin im zweiten Band, an dem sie aktuell arbeitet, ihren Stil verbessert und den letzten Feinschliff verpasst, denn dann wird sie mit ihrer Tensistoria-Idee bei den Lesern noch mehr punkten.

===Abschließendes Fazit===
Interessanter Fantasy-Plot, der durch einen unausgereiften Stil nicht perfekt umgesetzt wurde.

Pro: Plot, Schluss
Contra: Stil
Empfehlung: Bedingt



~*~ Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~


© Eure CQ für Sarahs Bücherwelt
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.

30 Bewertungen, 3 Kommentare

  • morla

    25.04.2012, 00:47 Uhr von morla, Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • Miraculix1967

    24.04.2012, 22:13 Uhr von Miraculix1967, Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Dienstagabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • sigrid9979

    24.04.2012, 20:50 Uhr von sigrid9979, Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche dir einen schönen Dienstag