Hewlett Packard HP Apollo 1200 Testbericht

Apollo-serie
ab 169,66
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Erfahrungsbericht von schraddel

Apollo P-1200: Geschenkt ist noch zu teuer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich hasse es, ein Produkt verreissen zu müssen. Wirklich. Aber bei diesem Drucker kann ich nach langer, leidvoller Erfahrung einfach nicht anders. Doch lest selber.

Beim Apollo P-1200 handelt es sich um einen auf Hewlett-Packard-Technologie basierenden Billig-Nachbau des DeskJet 500C. Dies zeigt sich daran, dass der P-1200 erstens mit HP-Patronen arbeitet, die für den 500C geeignet sind (und keinen Vierfarb-, sondern nur Dreifarb-Druck unterstützt, wobei zwischen Schwarz- und Farbpatrone gewechselt werden muss), und dass er zweitens mit dem Treiber für den DeskJet 500C besser läuft als mit dem mitgelieferten.

Der P-1200, den ich "persönlich" kenne, wurde vor ca. 2 Jahren im Bundle mit PC, Monitor und Scanner gekauft. Es gab ihn also sozusagen als "Dreingabe"; aber auch von einer solchen Dreingabe sollte man ein reibungsloses Funktionieren erwarten dürfen.

Nun ja, weil wir gerade von Reibung reden: Das Fremdwort dafür heißt Friktion, und die Technik, bei der Papier von unten aus einem Einzugschacht über Andruckrollen nach oben transportiert wird, bezeichnet man als Friktionsantrieb. Und an der haperte es beim P-1200 von Anfang an.

In den Einzugschacht passen nur wenige Blatt Papier, ca. 20 bis 25. Man kann zwar etwas höher stapeln, aber dann passiert bei diesem Drucker gar nichts mehr: Der Friktionsantrieb greift ins Leere.

Bei einem Drucker für den "Hausgebrauch" wäre das zu verkraften; aber auch, wenn man nur wenige Blatt einlegt, verursacht dieser Drucker immer wieder Probleme.

Obwohl man am Einzugsfach über einen Schieber das Papier exakt platzieren kann, so dass es eigentlich schnurgerade eingezogen werden müsste, verkantet es sich gelegentlich in der Zuführung. Die Folge ist ein Papierstau.

Trotz der geringen Papiermenge, die maximal ins Einzugsfach passt, hat der P-1200 bei "Restmengen" von 2-3 Blatt erneut Probleme und zieht den gesamten Rest auf einmal ein. Diese Menge staut sich dann hinter bzw. unter dem Druckkopf. Der wiederum ist - da das Gerät mit "HP-Technologie" arbeitet - in Form einer Kupferfolie in die Patrone integriert und wurde dadurch einmal so stark beschädigt, dass streifenfreies Weiterdrucken nicht mehr möglich war. Glücklicherweise war die Patrone fast leer und ein Wechsel sowieso bald fällig; es hätte aber jederzeit auch bei einer neuen Patrone passieren können.

Papier, das dicker ist als normales Schreibmaschinenpapier (80 g/qm), sollte man diesem Drucker gar nicht erst zumuten. Als ich es vor zwei Tagen notgedrungen trotzdem tat - beim "Standarddrucker" war die Patrone alle -, geschah Folgendes:

Zunächst zog der P-1200 drei der dickeren Bögen auf einmal ein. Da dies nicht in meinem Sinne war, brach ich den Druckvorgang ab.

Ich entschied, das Papierfach als Einzelblatteinzug zu verwenden, und "fütterte" dem P-1200 ein Blatt nach dem anderen. Das ging drei Seiten lang gut.

Das vierte Blatt wurde schräg eingezogen und verkantete sich bereits unter dem Einzugsmechanismus. Nachdem ich den Drucker ausgeschaltet und das Blatt vorsichtig rückwärts herausgezogen hatte, stellte ich fest, dass es ein kleines Loch hatte.

Da Tintenstrahldrucker normalerweise keine Blätter lochen, sah ich genauer nach.

Der P-1200 hatte es tatsächlich geschafft, sich teilweise selbst zu zerstören! Eine der insgesamt fünf Andruckrollen war - samt der zugehörigen Plastikhalterung - herausgefallen und lag nun im Drucker hinter dem Einzugschacht.

Die beiden Teile ließen sich wieder einsetzen; aber ein Probedruck mit nur noch vier vorhandenen Andruckrollen brachte auch keine schlechteren Ergebnisse, als sie der Drucker bisher ohnehin schon geliefert hatte.

Vielleicht sind meine Erfahrungen ein Ausnahmefall; aber dieser Drucker machte von Anfang an keinen soliden Eindruck auf mich.

Ich würde daher kein Komplettpaket mehr kaufen, in dem ein P-1200 als Drucker enthalten ist, und falls mir jemand ein solches Gerät schenken möchte, würde ich das Angebot dankend ablehnen

10 Bewertungen