Alanya Testbericht

Alanya
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Erfahrungsbericht von Countryfan

Zwar nicht gerade sauber; aber trotzdem empfehlenswert

Pro:

sehr preiswert, Viel Sonne

Kontra:

ziemlich schmutzige Straßen, kaotischer Verkehr. Wer nicht aufpaßt, wird schnell überrollt.

Empfehlung:

Ja

Quasi „über Pfingsten“ 2003 reiste ich mit unserer Handball-Mannschaft zum Saisonabschluß ins türkische Alanya, um dort eine Woche – zum Teil auch zwei Wochen lang – von der Sonne braten zu lassen und einfach mal auszuspannen.
Sonntags ganz früh morgens, wenn andere noch friedlich schlafen, traf man sich zur Abfahrt in Richtung Frankfurt und nachdem jeder sein „Ausflugs-T-Shirt“ erhalten hatte ging es auch schon los.
Zwar freute sich jeder der Teilnehmer auf die türkische Sonne, doch zunächst war da gar nicht so viel von dieser Sonne zu sehen; ganz im Gegenteil. Als die Truppe in ihrem Domizil ankam, regnete es in Strömen, was sich auch bis zum Morgen des nächsten Tages nicht änderte. Der Montag-Nachmittag konnte dann allerdings zum Erkunden der Strand-Promenade und des Marktes genutzt werden. Einkaufen wollte man hier eigentlich noch nicht! Eigentlich!.... „Nur mal schauen, was es alles so gibt...“ Für manche hielt dieser Vorsatz nicht lange an. Nach dieser „Enttäuschung“ vergnügte man sich bis spät in den Abend am Pool – und erntete prompt am nächsten Morgen die ersten Beschwerden der übrigen Gäste.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Swimmingpools. Jetzt war endlich relaxen BEI SONNE angesagt. In der mittlerweile herrschenden Hitze hielt man es nur selten lange am Ufer aus und mußte sich mehrmals abkühlen. Ansonsten vertrieb man sich mit Kartenspielen, Wasserball oder Tischtennis die Zeit. Am späten Nachmittag ließen sich einige unserer Männer vom nahegelegenen Friseur mal so richtig verwöhnen. Hier wird Service noch größer geschrieben, als bei uns. Denn nicht nur der einfache Haarschnitt gehört bei einem türkischen „kuaförü“ zur Selbstverständlichkeit. Außerdem wird man hier noch rasiert (nach herkömmlicher Art) und (zum Teil) auch noch von Kopf bis Arm massiert. Abends traf man sich dann auf der Terrasse zum gemeinsamen Hähnchen-Essen und ließ bei dem obligatorischen „gemütlichen Beisammensein“ den Tag ausklingen.
Am darauffolgenden Mittwoch war dann eine Bootstour angesagt. Zwar wurden uns die versprochenen Delphine an diesem Tag - aus welchem Grund auch immer – nicht gezeigt, aber dafür sollte uns eine Bauchtänzerin „entschädigen“. Die Henna-Tatoos, die man sich während dieser Fahrt auf diverse Körperteile malen lassen konnte, und die eigentlich drei Wochen halten sollten, waren bereits mehrere Tage später leider nur noch schwach zu erkennen. Wie auch immer. Die Helden waren an diesem Tag in unseren Reihen zwei, die mit anderen Bootsinsassen zunächst an das felsige Ufer schwammen, durch eine Höhle kletterten und an der anderen Seite dieser Höhle aus einer Höhe von über 10 Meter wieder ins erfrischende Naß zu springen. „Dies war ein unglaubliches Erlebnis!!“ So die beiden nach den Sprüngen. Man kann das sicher ohne Zweifel glauben. Ich kann mir die Begeisterung zwar vorstellen, aber mitgemacht hätt\' ich nie.
Nachdem am Donnerstag zunächst einmal wieder sich alles am oder im Pool versammelte, nutzten einige den Nachmittag zum Einkauf oder zum Besichtigen der größten Moschee in ganz Alanya, die nur einen Steinwurf weit entfernt war.
Da für manche der Donnerstag-Abend doch etwas länger wurde, verbrachte die Truppe den Freitag zunächst wieder am Pool, bevor man sich dann am Abend zu einem Besuch einer Karaoke-Bar traf. Zwar war nur einer der Anwesenden zu einer Gesangseinlage zu bewegen (nämlich ich!!), doch die „Happy-Hour“, die unser Torwart kurzerhand bis auf 1 Uhr heraushandelte, sorgte dafür, daß es erneut für einige sehr spät wurde.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des am Abend stattfindenden türkischen Abends. Den ganzen Tag über liefen die Vorbereitungen hierfür, welche sich aus Einkauf und Zubereitung der verschiedenen Salate und Gerichte zusammensetzte.
Gegen 19.00 Uhr war es dann soweit. Zunächst stärkte man sich mit Steaks und Würsten für das, was da noch kommen sollte. Der Höhepunkt des Abends war allerdings eine Darbietung einer Bauchtänzerinnen-Gruppe, die unserOrganisator engagieren konnte. Im Gegensatz zu der Tänzerin auf dem Boot konnten die beiden Tänzerinnen und ihr Partner die Truppe richtig begeistern und so wechselte das eine oder andere türkische Millönchen an Lira an diesem Abend den Besitzer. Einige unserer Männer, aber auch die eine oder andere Frau bekam an diesem Abend einen kostenlosen „Crash-Kurs“ in Sachen Bauchtanz – und stellten sich nicht einmal so schlecht an...!!!
Am letzten „offiziellen“ Tag stand dann noch ein Ausflug zur Burg auf dem Programm, die über Alanya thronte. Das Mittag-Essen nahm man bei einem herrlichen Blick auf die Bucht der türkischen Bade-Metropole in einer Gartenlaube ein. „Gösleme“ nannte sich das Pfannenkuchen-artige Gebäck, was entweder mit einer Kräuter-Mischung oder mit Kartoffeln gefüllt und zusammengerollt zu genießen war und sehr gut schmeckte.
Nachdem man am Abend dann noch die Reste des Vortages verspeiste, waren für einige von uns die schönen Tage bereits wieder vorbei und man mußte die Heimreise antreten.

Wären die Straßenverhältnisse und der darauf fließende Verkehr nicht so caotisch, könnte ich mir sicherlich vorstellen, dort öfters Urlaub zu machen. Doch diese Tatsache, zusammen mit vielen anderen Dingen (aufdringliche Gastwirte und Verkäufer, etc.) schreckt den einen oder andern dann doch schon ab. Positiv muß man natürlich anmerken, daß man mit einem sehr geringen Buget dort überleben kann.

Alles in allem kann man dann noch ein positives Resume ziehen und jedem viel Spaß wünschen, der seine schönsten Tage im Jahr in Alanya verbringen will.

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