Ali (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Kuschelwuschel
Ali - die lebende LEGENDE
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am Montag abend war ich mal wieder zu einer Preview im Metropolis Kino in Frankfurt. Zusehen gab es diesmal „Ali“ eine Verfilmung über die berühmte Box Legende und seine erfolgreichsten Jahre. Dieser Film startet am Donnerstag (15.08.2002) in den deutschen Kinos.
Allgemeines:
Ali
Drama, USA 2001
ca. 159 Minuten
Start: 15.08.2002
FSK ab 12 Jahre
Regie: Michael Mann
Darsteller: Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight, Mario Van Peebles, Ron Silver, Jeffrey Wright, Mykelti Williamson, Jada Pinkett Smith, Nona Gaye, Michael Michele, Joe Morton, Paul Rodriguez
Drehbuch: Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson, Eric Roth, Michael Mann
Kamera: Emmanuel Lubezki
Produzenten: Jon Peters, James Lassiter, Paul Ardaji, Michael Mann, A. Kitman Ho
Koproduzenten: Heather Juergensen, Jennifer Westfeldt
Schnitt: William C. Goldenberg, Stephen Rivkin, Lynzee Klingman
Musik: Lisa Gerrard, Pieter Bourke
Ton: Lee Orloff
Inhalt:
1964, ein junger schwarzer Boxer namens Cassius Clay (Will Smith) trainiert, denn er hat die Chance erhalten gegen den amtierenden Boxweltmeister im Schwergewicht Sonny Liston (Michael Bentt) zu boxen. Trotz seiner voherigen Erfolge, seiner grossen Klappe und der provozierenden Art werden Cassius Clay aber keinerlei Chancen (seitens der Fachwelt) gegen Sonny Liston eingeräumt - auch nur die ersten Runden zu überstehen. Nach einer überragenden Leistung schlägt der 22jährige Ali Liston k.o. und wird zum ersten Mal Boxweltmeister im Schwergewicht. Diesen Titel verteidigte er neunmal hintereinander erfolgreich.
Nach diesem Sieg wird er zum Idol der schwarzen Bevölkerung in Amerika, auch bedingt durch die Freundschaft mit Malcolm X (Mario Van Peebles) konvertiert er zum Islam und unterstützt die Nation of Islam. Der zu bekannt und erfolgreich gewordene Malcolm X wird durch den Führer der Nation Elijah Muhammad (Albert Hall) suspendiert und gleichzeitig wird Cassius Clay der Name Muhammad Ali verliehen. Seit diesem Zeitpunkt besteht er darauf mit diesem Namen und nicht mehr mit seinem Sklavennamen angeredet zu werden.
Dieser junge Champ ist anders, er sag was er denkt und nimmt dabei auch keine Rücksicht auf andere, z.B. auf den bekannten Sportreporter Howard Cosell (Jon Voight). Diese beiden liefern sich auch in den zukünftigen Jahren Wortschlachten und eine Art Hass/Lieb entsteht.
Anscheinend gibt es Leute in der Regierung, die den Kontakt von Ali zu Malcolm X überhaupt nicht gerne sehen, zumal Malcolm X immer bekannter wird, trotz Auschluss aus der Nation of Islam. Außerdem hat Malcolm auch Kontakt mit Martin Luther King.
Ali heiratet ein Barmädchen - Sonji (Jada Pinkett Smith), die zwar zum Islam übertritt und sich allen Regeln, bis auf die Kleidungsvorschriften, unterwirft. Nach einiger Zeit geht diese Ehe in die Brüche.
1967, Ali bekommt seinen Einberufungsbescheid, dem er aber nicht folgen will und auch nicht wird. Aufgrund seiner pazifistischen Einstellung und seines religiösen Glaubens will er nicht nach Vietnam und dort töten. Dies ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Regierung und die Presse. Und auch mit seinen Äusserungen, wie z.B. „... die Vietcong haben mir nichts getan, aber die weißen Amerikanern haben mich und mein Volker immer unterdrückt und gedemütigt“ machen er sich wenig Freunde. So wird er vom Gericht wegen Kriegsdienstverweigerung verurteilt und erhält die Höchststrafe – 5 Jahre Gefängnis und 10.000 Dollar Strafe! Gleichzeitig bekommt er vom Boxverband seinen Weltmeistertitel aberkannt und bekommt seine Boxlizenz entzogen. Da er auch seinen Pass abgeben musste darf er jetzt weder im Ausland noch in Amerika boxen. Gegen Kaution bleibt er allerdings auf freiem Fuß.
Der Weg durch die unterschiedlichen Instanzen belastet nicht nur Ali und seine Angehörigen, auch die Nation of Islam suspendiert ihn und sein ganzes Vermögen (zumindest der Teil, der ihm noch verblieben ist, nachdem sich andere bereichert haben) geht für die Gerichtskosten drauf.
Nebenbei hält sich Ali fit und schafft es einen Boxkampf mit Ernie Terrell (Alfred Cole) in Atlanta zu organisieren, dort braucht man keine Lizenz zum Boxen. Da Ernie ihn immer wieder mit Cassius Clay anspricht wird dieser unglaublich wütend und beweist ihm im Ring, dass dieser ihn besser nicht so provoziert hätte.
Zwischenzeitlich heiratet Ali erneut, diesmal eine Schulkameradin und bekennende Muslimin – Belinda (Nona Gaye). 1970, nach etwas mehr als zwei Jahren wird er vom Obersten Bundesgericht freigesprochen, erhält seine Lizenz zurück und kann endlich wieder boxen. Auch die Nation of Islam meldet sich wieder bei Ali. Somit steigt der Kampf gegen den mittlerweile amtierenden Boxweltmeister Joe Frazier (James N. Toney).
Später wird Frazier von George Foreman (Charles Shufford) geschlagen. Durch Don King erhält Ali die Möglichkeit gegen George Foreman in Afrika zu kämpfen. In Zaire hat er auch erneut eine Affäre mit einer hübschen Frau - Veronica Porche (Michael Michele), die er auch später heiratet. 1974, die Vorbereitung zum legendären \"Rumble-in-the Jungle\" in Kinshasa, Zaire laufen auf Hochtouren. Schwergewichtsweltmeister George Foreman personifiziert genau all diese Konventionen und Einschränkungen, denen er permanent und meist durch Außenstehende unterworfen war. Über Foreman sagt Ali: „Er redet schwarz, lebt weiß und denkt (Dollar)-grün.“ Die Bevölkerung von Zaire ist klar auf Alis Seite, da dieser sein Leben lang gegen die Unterdrückung der Schwarzen gekämpft hat und sie rufen Bumaye Ali (Töte ihn Ali)!
Nun habe ich ja schon recht viel über den Inhalt des Films erzählt, trotzdem habe ich einige Dinge ausgespart und erst recht den Ausgang des Kampfes gegen Frazier und Foreman, obwohl der Ausgang allgemein bekannt sein dürfte.
Wie geht es weiter? Gewinnt Ali seine Kämpfe gegen Frazier und gegen Foreman? Was passiert mit seinem Freund Malcolm X? Welche anderen Charaktere spielen in Alis Leben noch eine große Rolle?
Rollen:
Cassius Clay/ Muhammad Ali - Will Smith
Drew \"Bundini\" Brown - Jamie Foxx
Howard Cosell - Jon Voight
Malcolm X - Mario Van Peebles
Angelo Dundee - Ron Silver
Howard Bingham – Jeffrey Wright
Don King - Mykelti Williamson
Sonji - Jada Pinkett Smith
Belinda - Nona Gaye
Veronica Porche - Michael Michele
Chancy Eskridge - Joe Morton
Dr. Ferdie Pacheco - Paul Rodriguez
Bradley - Bruce McGill
Herbert Muhammad - Barry Henley
Cassius Clay Sr. - Giancarlo Esposito
Luis Sarria - Laurence Mason
Martin Luther King Jr. - LeVar Burton
Elijah Muhammad - Albert Hall
Joe Smiley - Ted Levine
Robert Lipsyte - David Cubitt
Odessa - Candy Brown Houston
Sam Cooke - David Elliott
Sängerin - Shari Watson
Joseph Mobutu - Malick Bowens
Sonny Liston - Michael Bentt
Joe Frazier - James N. Toney
Ernie Terrell - Alfred Cole
George Foreman - Charles Shufford
Zum Film:
Dieser Film ist keine komplette Biographie über das Leben von Muhammad Ali, sondern beleuchtet lediglich die Zeit von 1964 bis 1974. Im Film von Michael Mann werden nicht nur die Boxkämpfe gezeigt, sondern auch seine Beziehung zum Nation of Islam, seine Freundschaft zu Malcolm X, seine Frauen, seine Beziehung zum Reporter Cosell, zu seinem Trainer Angelo und zum restlichen Umfeld. Zu sehen ist der Aufstieg, der Fall und der erneute Aufstieg der lebenden Legende. Auch ein paar negative Seiten von Ali werden ganz kurz angerissen (Affären und die Vernachlässigung von Frau und Kind).
Michael Manns Umsetzung der 10 erfolgreichsten Jahre von Ali gefällt, da er nicht den roten Faden verliert uns sich an wahre Gegebenheiten hält. Außerdem schafft er immer wieder einen Spannungsaufbau bei den Kämpfen, auch wenn man den Ausgang des Kampfes schon kennt. Vor allem gefällt mir auch die Verbindung des Soundtracks mit den Kamerabildern. Allerdings nimmt ihn der ersten Hälfte des Films Malcolm X einen großen Platz ein.
Will Smith trainierte sich für die Rolle als Muhammad Ali über 15 Kilo Muskelmasse an, um sie anschließend für den Film „Men in Black 2“ (siehe auch meinen dazu veröffentlichten Bericht) wieder abzutrainieren. Angeblich soll Will Smith bei der Vorbereitung auf diesen Film auch teilweise wie ein Boxer gelebt haben und ein Jahr lang keinen Sex gehabt haben, dies halte ich persönlich aber für ein Gerücht! Dafür konnte er sich mit der Rolle als Großmaul bestimmt gut identifizieren. Will spielt seine Rolle durchaus glaubwürdig und hat nicht zu unrecht dafür eine Oscar Nominierung erhalten. Einzig am Ende fand ich lässt seine Haltung und Deckung beim Kampf gegen Foreman zu wünschen übrig. Mit dieser Rolle ist es Will Smith gelungen sein schauspielerisches Talent in einer ernsten Rolle zu zeigen, nachdem er ja schon sehr erfolgreich als Serienkomödiant („Prinz von Bel Air“) und als Action-Komödiant („Independence Day“ und „MiB“) Erfolge gefeiert hat.
Auch die anderen Rollen finde ich gut besetzt, selbst die Rollen der anderen Boxer, die fast nichts sagen sind durchaus gelungen.
Eine kurz Biographie und weitere Links könnt ihr auf folgender Internetseite finden: http://www.kontaktrunde.de/boxen-weltmeister-schwergewicht/alistart.html
Kuschelwuschel\'s Fazit:
„Ali“ ist ein gut gemachter und interessanter Film, in dem Will Smith auf hervorragende Art und Weise die 10 erfolgreichsten Jahre des Boxers verkörpert. Die Highlights sind eindeutig die Boxkämpfe, aber auch die restlichen Aktivitäten von Ali in dieser Zeit werden mehr oder weniger umrissen. Auch wenn immer wieder versucht wird auf die Emotionen von Ali einzugehen gelingt dieses leider nicht immer ganz so gut. Ich hätte mir gern etwas mehr über die Hintergründe gewünscht. Was trieb den Boxer und Menschen Ali an?
Der Film ist eine Mischung aus Biographie, Drama, Dokumentation und Boxkämpfen. Meist ein ernster Film hat er durchaus auch ein paar Beziehungs-, Erotik- und einige Witzmomente.
Auch finde ich gut, dass einige der markanten Sprüche/Reime von Ali mit aufgenommen wurden. Der Film ist eine gute Umsetzung der Biographie von Muhammad Ali und eine Mischung von „Malcolm X“ und „Rocky“.
Trotz der knapp 160 Minuten habe ich mich nicht gelangweilt. Allerdings hätte man dem Film eine fünfminütige Einführung über die Kindheit bis zum ersten Profikampf und einen fünfminütigen Abspann über das restliche Leben von Ali spendieren können.
Außerdem finde ich die Sequenz vor dem letzten Kampf gegen Foreman, in der Ali minutenlag durch Zaire läuft, viel zu lange. Die zeiht wie Kaugummi. Diese Zeit hätte man gute für etwas detailiertere Beschreibung der anderen Charaktere aufwenden können. Zum Beispiel: Howard Cosell liefert z.B. nur Stichworte für Ali, in Wirklichkeit waren es richtige Wortgefechte. Howard Binghams Bedeutung in diesem Film bleibt ziemlich unklar!
Leider gab es nach der ersten halben Stunde ein Film Problem (der Film war falsch auf die Spule aufgespielt worden, so dass der Film kopfüber und rückwärts abgespielt wurde), für das der Filmverleiher verantwortlich war. Also musste der Film zweimal umgespult werden, da dies etwas mehr als eine halbe Stunde dauerte bekam jeder auf Kosten des Hauses einen Softdrink und eine Tüte Popcorn. Eine schöne Geste vom Kino!
Den Film kann ich trotz ein paar kleiner Schwächen auf jeden Fall empfehlen, zumindest für die, die das Leben von Muhammad Ali interessiert. Auch Boxfreunde kommen auf ihre kosten, obwohl die Kämpfe bei weitem nicht ganz so spektakulär und blutig gezeigt werden, wie in anderen Filmen (z.B.: „Rocky IV“, „Fight Club“ usw.). Aufgrund der von mir genannten Schwächen tendiere ich bei der Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen. Mit ein wenige mehr Mühe hätte der viel noch besser werden können.
Für die Kämpfe und für die Atmosphäre lohnt sich der Gang ins Kino, ich finde der Film ist 5 bis 6 Euro wert.
Viel Spaß beim Ansehen dieses Films, wünscht euch Kuschelwuschel! ;)
Ps: Für alle interessierten am 13.08.02 gibt es ein Porträt über Muhammad Ali im Fernsehen. ARD 23.00 bis 23.45 Uhr.
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Die Eröffnung der Kategorie \"Ali\" hat bei Yopi trotz wiederholter Vorschläge fast 4 Wochen gedauert, daher auch Infos die schon vergangen sind!Aktuelle/Neu Kino Filme sollten jeden Woche seitens Yopi eingepflegt werden (wie auch bei anderen Meinungsforen)!
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Allgemeines:
Ali
Drama, USA 2001
ca. 159 Minuten
Start: 15.08.2002
FSK ab 12 Jahre
Regie: Michael Mann
Darsteller: Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight, Mario Van Peebles, Ron Silver, Jeffrey Wright, Mykelti Williamson, Jada Pinkett Smith, Nona Gaye, Michael Michele, Joe Morton, Paul Rodriguez
Drehbuch: Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson, Eric Roth, Michael Mann
Kamera: Emmanuel Lubezki
Produzenten: Jon Peters, James Lassiter, Paul Ardaji, Michael Mann, A. Kitman Ho
Koproduzenten: Heather Juergensen, Jennifer Westfeldt
Schnitt: William C. Goldenberg, Stephen Rivkin, Lynzee Klingman
Musik: Lisa Gerrard, Pieter Bourke
Ton: Lee Orloff
Inhalt:
1964, ein junger schwarzer Boxer namens Cassius Clay (Will Smith) trainiert, denn er hat die Chance erhalten gegen den amtierenden Boxweltmeister im Schwergewicht Sonny Liston (Michael Bentt) zu boxen. Trotz seiner voherigen Erfolge, seiner grossen Klappe und der provozierenden Art werden Cassius Clay aber keinerlei Chancen (seitens der Fachwelt) gegen Sonny Liston eingeräumt - auch nur die ersten Runden zu überstehen. Nach einer überragenden Leistung schlägt der 22jährige Ali Liston k.o. und wird zum ersten Mal Boxweltmeister im Schwergewicht. Diesen Titel verteidigte er neunmal hintereinander erfolgreich.
Nach diesem Sieg wird er zum Idol der schwarzen Bevölkerung in Amerika, auch bedingt durch die Freundschaft mit Malcolm X (Mario Van Peebles) konvertiert er zum Islam und unterstützt die Nation of Islam. Der zu bekannt und erfolgreich gewordene Malcolm X wird durch den Führer der Nation Elijah Muhammad (Albert Hall) suspendiert und gleichzeitig wird Cassius Clay der Name Muhammad Ali verliehen. Seit diesem Zeitpunkt besteht er darauf mit diesem Namen und nicht mehr mit seinem Sklavennamen angeredet zu werden.
Dieser junge Champ ist anders, er sag was er denkt und nimmt dabei auch keine Rücksicht auf andere, z.B. auf den bekannten Sportreporter Howard Cosell (Jon Voight). Diese beiden liefern sich auch in den zukünftigen Jahren Wortschlachten und eine Art Hass/Lieb entsteht.
Anscheinend gibt es Leute in der Regierung, die den Kontakt von Ali zu Malcolm X überhaupt nicht gerne sehen, zumal Malcolm X immer bekannter wird, trotz Auschluss aus der Nation of Islam. Außerdem hat Malcolm auch Kontakt mit Martin Luther King.
Ali heiratet ein Barmädchen - Sonji (Jada Pinkett Smith), die zwar zum Islam übertritt und sich allen Regeln, bis auf die Kleidungsvorschriften, unterwirft. Nach einiger Zeit geht diese Ehe in die Brüche.
1967, Ali bekommt seinen Einberufungsbescheid, dem er aber nicht folgen will und auch nicht wird. Aufgrund seiner pazifistischen Einstellung und seines religiösen Glaubens will er nicht nach Vietnam und dort töten. Dies ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Regierung und die Presse. Und auch mit seinen Äusserungen, wie z.B. „... die Vietcong haben mir nichts getan, aber die weißen Amerikanern haben mich und mein Volker immer unterdrückt und gedemütigt“ machen er sich wenig Freunde. So wird er vom Gericht wegen Kriegsdienstverweigerung verurteilt und erhält die Höchststrafe – 5 Jahre Gefängnis und 10.000 Dollar Strafe! Gleichzeitig bekommt er vom Boxverband seinen Weltmeistertitel aberkannt und bekommt seine Boxlizenz entzogen. Da er auch seinen Pass abgeben musste darf er jetzt weder im Ausland noch in Amerika boxen. Gegen Kaution bleibt er allerdings auf freiem Fuß.
Der Weg durch die unterschiedlichen Instanzen belastet nicht nur Ali und seine Angehörigen, auch die Nation of Islam suspendiert ihn und sein ganzes Vermögen (zumindest der Teil, der ihm noch verblieben ist, nachdem sich andere bereichert haben) geht für die Gerichtskosten drauf.
Nebenbei hält sich Ali fit und schafft es einen Boxkampf mit Ernie Terrell (Alfred Cole) in Atlanta zu organisieren, dort braucht man keine Lizenz zum Boxen. Da Ernie ihn immer wieder mit Cassius Clay anspricht wird dieser unglaublich wütend und beweist ihm im Ring, dass dieser ihn besser nicht so provoziert hätte.
Zwischenzeitlich heiratet Ali erneut, diesmal eine Schulkameradin und bekennende Muslimin – Belinda (Nona Gaye). 1970, nach etwas mehr als zwei Jahren wird er vom Obersten Bundesgericht freigesprochen, erhält seine Lizenz zurück und kann endlich wieder boxen. Auch die Nation of Islam meldet sich wieder bei Ali. Somit steigt der Kampf gegen den mittlerweile amtierenden Boxweltmeister Joe Frazier (James N. Toney).
Später wird Frazier von George Foreman (Charles Shufford) geschlagen. Durch Don King erhält Ali die Möglichkeit gegen George Foreman in Afrika zu kämpfen. In Zaire hat er auch erneut eine Affäre mit einer hübschen Frau - Veronica Porche (Michael Michele), die er auch später heiratet. 1974, die Vorbereitung zum legendären \"Rumble-in-the Jungle\" in Kinshasa, Zaire laufen auf Hochtouren. Schwergewichtsweltmeister George Foreman personifiziert genau all diese Konventionen und Einschränkungen, denen er permanent und meist durch Außenstehende unterworfen war. Über Foreman sagt Ali: „Er redet schwarz, lebt weiß und denkt (Dollar)-grün.“ Die Bevölkerung von Zaire ist klar auf Alis Seite, da dieser sein Leben lang gegen die Unterdrückung der Schwarzen gekämpft hat und sie rufen Bumaye Ali (Töte ihn Ali)!
Nun habe ich ja schon recht viel über den Inhalt des Films erzählt, trotzdem habe ich einige Dinge ausgespart und erst recht den Ausgang des Kampfes gegen Frazier und Foreman, obwohl der Ausgang allgemein bekannt sein dürfte.
Wie geht es weiter? Gewinnt Ali seine Kämpfe gegen Frazier und gegen Foreman? Was passiert mit seinem Freund Malcolm X? Welche anderen Charaktere spielen in Alis Leben noch eine große Rolle?
Rollen:
Cassius Clay/ Muhammad Ali - Will Smith
Drew \"Bundini\" Brown - Jamie Foxx
Howard Cosell - Jon Voight
Malcolm X - Mario Van Peebles
Angelo Dundee - Ron Silver
Howard Bingham – Jeffrey Wright
Don King - Mykelti Williamson
Sonji - Jada Pinkett Smith
Belinda - Nona Gaye
Veronica Porche - Michael Michele
Chancy Eskridge - Joe Morton
Dr. Ferdie Pacheco - Paul Rodriguez
Bradley - Bruce McGill
Herbert Muhammad - Barry Henley
Cassius Clay Sr. - Giancarlo Esposito
Luis Sarria - Laurence Mason
Martin Luther King Jr. - LeVar Burton
Elijah Muhammad - Albert Hall
Joe Smiley - Ted Levine
Robert Lipsyte - David Cubitt
Odessa - Candy Brown Houston
Sam Cooke - David Elliott
Sängerin - Shari Watson
Joseph Mobutu - Malick Bowens
Sonny Liston - Michael Bentt
Joe Frazier - James N. Toney
Ernie Terrell - Alfred Cole
George Foreman - Charles Shufford
Zum Film:
Dieser Film ist keine komplette Biographie über das Leben von Muhammad Ali, sondern beleuchtet lediglich die Zeit von 1964 bis 1974. Im Film von Michael Mann werden nicht nur die Boxkämpfe gezeigt, sondern auch seine Beziehung zum Nation of Islam, seine Freundschaft zu Malcolm X, seine Frauen, seine Beziehung zum Reporter Cosell, zu seinem Trainer Angelo und zum restlichen Umfeld. Zu sehen ist der Aufstieg, der Fall und der erneute Aufstieg der lebenden Legende. Auch ein paar negative Seiten von Ali werden ganz kurz angerissen (Affären und die Vernachlässigung von Frau und Kind).
Michael Manns Umsetzung der 10 erfolgreichsten Jahre von Ali gefällt, da er nicht den roten Faden verliert uns sich an wahre Gegebenheiten hält. Außerdem schafft er immer wieder einen Spannungsaufbau bei den Kämpfen, auch wenn man den Ausgang des Kampfes schon kennt. Vor allem gefällt mir auch die Verbindung des Soundtracks mit den Kamerabildern. Allerdings nimmt ihn der ersten Hälfte des Films Malcolm X einen großen Platz ein.
Will Smith trainierte sich für die Rolle als Muhammad Ali über 15 Kilo Muskelmasse an, um sie anschließend für den Film „Men in Black 2“ (siehe auch meinen dazu veröffentlichten Bericht) wieder abzutrainieren. Angeblich soll Will Smith bei der Vorbereitung auf diesen Film auch teilweise wie ein Boxer gelebt haben und ein Jahr lang keinen Sex gehabt haben, dies halte ich persönlich aber für ein Gerücht! Dafür konnte er sich mit der Rolle als Großmaul bestimmt gut identifizieren. Will spielt seine Rolle durchaus glaubwürdig und hat nicht zu unrecht dafür eine Oscar Nominierung erhalten. Einzig am Ende fand ich lässt seine Haltung und Deckung beim Kampf gegen Foreman zu wünschen übrig. Mit dieser Rolle ist es Will Smith gelungen sein schauspielerisches Talent in einer ernsten Rolle zu zeigen, nachdem er ja schon sehr erfolgreich als Serienkomödiant („Prinz von Bel Air“) und als Action-Komödiant („Independence Day“ und „MiB“) Erfolge gefeiert hat.
Auch die anderen Rollen finde ich gut besetzt, selbst die Rollen der anderen Boxer, die fast nichts sagen sind durchaus gelungen.
Eine kurz Biographie und weitere Links könnt ihr auf folgender Internetseite finden: http://www.kontaktrunde.de/boxen-weltmeister-schwergewicht/alistart.html
Kuschelwuschel\'s Fazit:
„Ali“ ist ein gut gemachter und interessanter Film, in dem Will Smith auf hervorragende Art und Weise die 10 erfolgreichsten Jahre des Boxers verkörpert. Die Highlights sind eindeutig die Boxkämpfe, aber auch die restlichen Aktivitäten von Ali in dieser Zeit werden mehr oder weniger umrissen. Auch wenn immer wieder versucht wird auf die Emotionen von Ali einzugehen gelingt dieses leider nicht immer ganz so gut. Ich hätte mir gern etwas mehr über die Hintergründe gewünscht. Was trieb den Boxer und Menschen Ali an?
Der Film ist eine Mischung aus Biographie, Drama, Dokumentation und Boxkämpfen. Meist ein ernster Film hat er durchaus auch ein paar Beziehungs-, Erotik- und einige Witzmomente.
Auch finde ich gut, dass einige der markanten Sprüche/Reime von Ali mit aufgenommen wurden. Der Film ist eine gute Umsetzung der Biographie von Muhammad Ali und eine Mischung von „Malcolm X“ und „Rocky“.
Trotz der knapp 160 Minuten habe ich mich nicht gelangweilt. Allerdings hätte man dem Film eine fünfminütige Einführung über die Kindheit bis zum ersten Profikampf und einen fünfminütigen Abspann über das restliche Leben von Ali spendieren können.
Außerdem finde ich die Sequenz vor dem letzten Kampf gegen Foreman, in der Ali minutenlag durch Zaire läuft, viel zu lange. Die zeiht wie Kaugummi. Diese Zeit hätte man gute für etwas detailiertere Beschreibung der anderen Charaktere aufwenden können. Zum Beispiel: Howard Cosell liefert z.B. nur Stichworte für Ali, in Wirklichkeit waren es richtige Wortgefechte. Howard Binghams Bedeutung in diesem Film bleibt ziemlich unklar!
Leider gab es nach der ersten halben Stunde ein Film Problem (der Film war falsch auf die Spule aufgespielt worden, so dass der Film kopfüber und rückwärts abgespielt wurde), für das der Filmverleiher verantwortlich war. Also musste der Film zweimal umgespult werden, da dies etwas mehr als eine halbe Stunde dauerte bekam jeder auf Kosten des Hauses einen Softdrink und eine Tüte Popcorn. Eine schöne Geste vom Kino!
Den Film kann ich trotz ein paar kleiner Schwächen auf jeden Fall empfehlen, zumindest für die, die das Leben von Muhammad Ali interessiert. Auch Boxfreunde kommen auf ihre kosten, obwohl die Kämpfe bei weitem nicht ganz so spektakulär und blutig gezeigt werden, wie in anderen Filmen (z.B.: „Rocky IV“, „Fight Club“ usw.). Aufgrund der von mir genannten Schwächen tendiere ich bei der Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen. Mit ein wenige mehr Mühe hätte der viel noch besser werden können.
Für die Kämpfe und für die Atmosphäre lohnt sich der Gang ins Kino, ich finde der Film ist 5 bis 6 Euro wert.
Viel Spaß beim Ansehen dieses Films, wünscht euch Kuschelwuschel! ;)
Ps: Für alle interessierten am 13.08.02 gibt es ein Porträt über Muhammad Ali im Fernsehen. ARD 23.00 bis 23.45 Uhr.
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