Erfahrungsbericht von Schmusetiger1706
Wie das Erfurt Massaker unser Leben verändert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hi@all!
Der Schock sitzt tief - und die Ratlosigkeit darüber, was in Erfurt am letzten Freitag im April geschah, weicht nur langsam. Was bleibt, ist die Trauer. Um die Opfer eines sinnlosen Blutbads an einer Schule, die für Lehrer und Schüler wie eine große Familie war. In die ein in seiner Einsamkeit und Hilflosigkeit gefangener 19-Jähriger einbrach. Ein Junge, der in einer Fantasiewelt lebte, sich in gewalttätigen Computerspielen auslebte, in einem Schützenverein den Umgang mit Waffen erlernte und diese brutal einsetzte. Auch gegen sich selbst.
Die Angst liegt wie ein dunkler Schatten über Deutschlands Schulen, über Lehrern, Schüler und Eltern, über uns alle. Die Furcht vor einer Wiederholung, dass ein neuer Robert Steinhäuser heranwächst, sich präzise vorbereitet, um einem ähnlich sinnlosen Verbrechen eine gleichermaßen finstere Berühmtheit zu erlangen.
Seit Erfurt ist vielen Lehrern und Schülern klar geworden, dass der Ausleseprozess vielleicht viel zu gnadenlos ist. Jetzt sollte jeder gefordert werden - Eltern, Lehrer und Schüler - sich um diejenigen zu kümmern, die sich schwer tun und Gefahr laufen, auf der Strecke zu bleiben.
Nur weil jemand etwas "dümmer" ist, sollte man einen nicht einfach ausgrenzen. Jeder verdient eine Chance. Erfurt hat gezeigt, dass wenn die Schüler unbeachtet bleiben, nicht mehr klar kommen und denken, dass es keinen Ausweg gibt, sie in einen Teufelkreis geraten, in welchem sie unüberlegtes tun.
Sie verschließen sich, sind nicht ansprechbar, sie leben ihre Aggressionen in einer eigenes Traumwelt aus und werden zu tickenden Zeitbomben und werden bessen davon, sich zu rächen.
Und noch etwas: Erfurt hat ganz deutlich gezeigt, dass Deutschland in Sachen Bildung in einer Trance ist. Jeder hatte geglaubt, dass in Deutschland sowas nicht möglich ist, weil wir doch so gut gebildet werden. Nach dem ersten Attentat in Deutschland sah man es nicht für Wichtig an, dieses Problem zu lösen.
Aber wie wir es aus Deutschland kennen, müssen erst Menschenleben gefordert werden, damit die Politiker aufwachen und etwas tun.
MFG
Made
Der Schock sitzt tief - und die Ratlosigkeit darüber, was in Erfurt am letzten Freitag im April geschah, weicht nur langsam. Was bleibt, ist die Trauer. Um die Opfer eines sinnlosen Blutbads an einer Schule, die für Lehrer und Schüler wie eine große Familie war. In die ein in seiner Einsamkeit und Hilflosigkeit gefangener 19-Jähriger einbrach. Ein Junge, der in einer Fantasiewelt lebte, sich in gewalttätigen Computerspielen auslebte, in einem Schützenverein den Umgang mit Waffen erlernte und diese brutal einsetzte. Auch gegen sich selbst.
Die Angst liegt wie ein dunkler Schatten über Deutschlands Schulen, über Lehrern, Schüler und Eltern, über uns alle. Die Furcht vor einer Wiederholung, dass ein neuer Robert Steinhäuser heranwächst, sich präzise vorbereitet, um einem ähnlich sinnlosen Verbrechen eine gleichermaßen finstere Berühmtheit zu erlangen.
Seit Erfurt ist vielen Lehrern und Schülern klar geworden, dass der Ausleseprozess vielleicht viel zu gnadenlos ist. Jetzt sollte jeder gefordert werden - Eltern, Lehrer und Schüler - sich um diejenigen zu kümmern, die sich schwer tun und Gefahr laufen, auf der Strecke zu bleiben.
Nur weil jemand etwas "dümmer" ist, sollte man einen nicht einfach ausgrenzen. Jeder verdient eine Chance. Erfurt hat gezeigt, dass wenn die Schüler unbeachtet bleiben, nicht mehr klar kommen und denken, dass es keinen Ausweg gibt, sie in einen Teufelkreis geraten, in welchem sie unüberlegtes tun.
Sie verschließen sich, sind nicht ansprechbar, sie leben ihre Aggressionen in einer eigenes Traumwelt aus und werden zu tickenden Zeitbomben und werden bessen davon, sich zu rächen.
Und noch etwas: Erfurt hat ganz deutlich gezeigt, dass Deutschland in Sachen Bildung in einer Trance ist. Jeder hatte geglaubt, dass in Deutschland sowas nicht möglich ist, weil wir doch so gut gebildet werden. Nach dem ersten Attentat in Deutschland sah man es nicht für Wichtig an, dieses Problem zu lösen.
Aber wie wir es aus Deutschland kennen, müssen erst Menschenleben gefordert werden, damit die Politiker aufwachen und etwas tun.
MFG
Made
21 Bewertungen, 2 Kommentare
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04.11.2003, 16:22 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLeider ein schockierendes Ereignis, welches noch immer Spuren hinterlassen hat, aber auch noch immer vorkommen kann ... Die Spitze des Eisberges einer gewaltbereiten Generation ... Nicht alle, aber zu viele ... Auch "Bowling For Columbine" macht
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19.05.2002, 12:45 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDie Politiker sind zu keinem Zeitpunkt aufgewacht, um etwas zu tun. Im Gegenteil, jetzt ist der Moment, in dem die Menschen alles mit sich machen lassen, was ihnen als "Garant für Sicherheit" verkauft wird. Man sehe sich doch nur mal die l&a
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