Blutspende Testbericht

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Erfahrungsbericht von Pumpe69

Warum auch Egoisten Blut spenden sollten

Pro:

man lernt mehr über sein eigenes Blut

Kontra:

Schwindelgefühl direkt nach der Spende möglich

Empfehlung:

Ja

Um es vorweg zu nehmen: ich bin kein Mediziner und hab auch nie Latein in der Schule gehabt. Ich möchte daher über den Ablauf einer Blutspende berichten und warum ich keine Gelegenheit verpassen möchte.

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Eine Randbemerkung vorweg: es gibt eine Menge Leute, die einfach nicht Blut spenden dürfen oder deren Blut nicht akzeptiert wird. Ich möchte mit diesem Bericht diese personengruppe auf keinen Fall an den Pranger stellen, sondern diejenigen aufwecken, die noch nicht daran gedacht haben.
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Wo kann man Blut spenden ?
Ich spende meist über das Rote Kreuz. Das ist zwar ein riesengroßer von außen schwer durchschaubarer Haufen, und es gibt auch Berichte darüber, dass Blutkonserven verkauft werden. Mir ist es relativ egal, ob mit meinem Blut einem Verkehrsopfer in Deutschland oder im Kosovo geholfen wird. Denn ich sehe für mich entscheidende Vorteile.
Das Rote Kreuz hat eine Website www.blutspende.de eingerichtet, von der man zunächst zu den einzelnen Lanesverbänen hingelangt. Jeder dieser Verbände hat eine eigene Seite. Man kann vor Ort Argumente für das Blutspenden einsehen und – was ich viel wichtiger finde – die nächsten Termine abfragen. Man kann dort nach Orten sortiert die nächsten Blutspendetermine ansehen und sich dann entsprechend im Kalender markieren.

Ablauf der Blutspende
Zunächst wird man registriert. Dies geschieht dadurch, dass man im Empfangsbereich seinen Blutspendepass vorlegt. Wenn man keinen hat, genügt der Ausweis.
Als nächstes erhält man einen Fragebogen über das gesundheitliche Befinden. Es empfiehlt sich, diese Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, denn vielleicht werden auch gesundheitliche Risiken erkannt.
Danach wird Temperatur gemessen, aus einem Finger oder dem Ohr ein Tropfen Blut entnommen und der Hämoglobin-Gehalt gemessen. Bei einem zu geringen Wert wird man nicht zur Blutspende zugelassen, zum eigenen Schutz. Ferner wird auch noch der Blutdruck gemessen. Der obere Wert sollte über 100, der untere unter 100 liegen.
Dann geht’s zum Arzt. Hier sollte man unbedingt Unsicherheiten klären, wie z.B. „ich kann kein Blut sehen:“ oder „mir wird schnell schwarz vor Augen“ oder „ich habe gerade noch einen halben Liter Bier hinter die Binde gekippt.“
Schließlich geht es zur Vergabe der Utensilien, lauter Plastik-Kram. Ich habe davon keine Ahnung, warum welche Aufkleber worauf kommen. Das machen die vom Roten Kreuz aus dem Effeff.
Schließlich geht es auf ein Feldbett. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass die Blutentnahme auf meiner linken Seite unproblematisch ist, deshalb warte ich lieber ein Sekündchen, bis eine entsprechene Pritsche frei ist.
Ein ausgebildeter Krankenpfleger oder Arzt desinfiziert meinen Arm, und sticht eine Kanüle in meinen Ellbogen. Ich schau dabei lieber weg. Nachdem er die ersten Tropfen in mehrere kleinere Reagenzgläschen gepackt hat, kommt der Rest in einen Plastiksack. Die Pfleger geben hier Hilfestellung.
WICHTIG: wenn einem hier schlecht wird, Bescheid sagen. Die nehmen einem ½ Liter Blut ab. Das sollte nur bei guter Gesundheit erfolgen und nicht in einer Ohnmacht enden.
Die Blutentnahme dauert meist 10 bis 30 Minuten (bei mir meist sehr schnell). Danach wird die Wunde abgebunden und man ruht sich noch ein paar Minuten auf einer Pritsche aus.
WICHTIG: ruhig und langsam aufstehen, besonders als Erstspender. In der Ruhe liegt auch hier die Kraft.
Danach ist die Prozedur zu Ende und man kann zum Snack. Endlich mal satt essen ! Mein Tipp: auf Kaffee verzichten, der entzieht dem Körper Flüssigkeit. Lieber Saft oder Mineralwasser.

Vorteile der Blutspende:
• Man bekommt einen Blutspendepass. Darin ist die Blutgruppe enthalten. Das hilft besonders, wenn man mal selbst einen Unfall erleidet, denn aufgrund des Blutspendepasses können bei Blutverlust schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Blutgruppen-Tests können unterbleiben.
• Das Rote Kreuz honoriert Dauerspender mit Nadeln und Urkunden. Ist ganz nett.
• Durch die Blutentnahme wird das eigene Blut verdünnt, denn die Flüssigkeit ist nach kurzer Zeit wieder aufgebaut, während die weißen und roten Blutkörperchen erst nach Wochen wieder aufgebaut sind. Aderlässe sind bei Blutspendern wohl nicht erforderlich.
• Man erfährt viel über die Qualität des eigenen Blutes.

Nachteile:
• Wenn der Pfleger oder Arzt die Vene nicht findet, kann es schwierig werden. (Ist bei mir noch nicht vorgekommen)
• Man muss sich halt Zeit nehmen.
• In meinem Dorf kommen oft längere Wartezeiten vor.
• Leute mit schwachem Blutdruck vertragen die Blutspende manchmal nicht so gut, weil der Blutverlust zu einem noch geringerem Blutdruck führt. Die Rotkreuzler haben hier entsprechende Erfahrungen. Also ruhig fragen. Die haben nämlich keine Lust Ohnmächtige zu behandeln.

Fazit:
Ich hatte noch nie schlechte Erfahrungen mit der Blutspende gemacht und bin deshalb gern bereit, drei- bis viermal im Jahr ½l Blut abzugeben.


Bilder vom Piks gibt’s nicht.

23 Bewertungen, 14 Kommentare

  • panico

    28.06.2006, 12:20 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wichtiges Thema ! lg panico :-)

  • mami_online

    24.06.2006, 01:24 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde, Blutspende ist eine sehr wichtige Sache. Es kann schließlich jeden mal erwischen... dass man schnell Blut braucht. Ich durfte die letzten beiden Male leider nicht spenden, da mein Eisen-Wert zu niedrig war. LG, Nicole

  • jockel2001

    27.05.2006, 05:32 Uhr von jockel2001
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wirklich sehr hilfreich :) Jo

  • ochsenfrosch43

    24.05.2006, 15:07 Uhr von ochsenfrosch43
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht, hoffentlich konntest du ein paar Leute aufrütteln. Nur "Danach wird die Wunde abgebunden " ist nicht korrekt, abgebunden wird seit einigen Jahren gar nix mehr. Da kommt ein Pflaster drauf oder ein Tupfer der stramm mit einem Leuk

  • Mogry1987

    17.05.2006, 18:44 Uhr von Mogry1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    In meiner Schule war letztens Blutspendetag, ich wollte auch spenden, aber ich habe mitten drin eine Klassenarbeit geschrieben, also gings leider nich^^

  • topfmops

    17.05.2006, 14:18 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    Zu jeder Zeit und immer wieder, aber niemals über das 'Rote Kreuz'.

  • campimo

    17.05.2006, 13:53 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    (¯`´.¸.´´¯) Du hast einen wunderschönen Bericht geschrieben. Es würde mich freuen, auch weiterhin in den Genuß zu kommen, so tolle Testberichte von dir zu lesen. Falls du auch mal über Yopi, und dessen jüngeren Veränderungen diskutieren möchtest, komme doc

  • morla

    17.05.2006, 13:19 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Sommergirl

    17.05.2006, 12:16 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    mir wird schon beim Zusehen schlecht, beim Hinhalten falle ich in Ohnmacht....

  • Lotosblüte

    17.05.2006, 11:49 Uhr von Lotosblüte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und niemand sagt den Leuten, dass man beim Blutspenden die Mondphasen berücksichtigen sollte, damit es vertragen wird....oder noch besser die Aderlasstage (nach H. von B.). lg

  • Vamada

    17.05.2006, 11:17 Uhr von Vamada
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg

  • Estha

    17.05.2006, 11:14 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse geschrieben --- sh --- :-) ... lg susi ----->----->-----@

  • anonym

    17.05.2006, 11:11 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Chat für die User hier: Infos in meinem Profil! Liebe Grüße!

  • phobee

    17.05.2006, 10:46 Uhr von phobee
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super, dass Du Dich dafür einsetzt! LG, Pia