Chrysler PT Cruiser Testbericht

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Abbildung beispielhaft
ab 48,92
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  gut
  • Fahrkomfort:  gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  gut

Erfahrungsbericht von cwagner

Überzeugt nun mit einem Diesel-Motor

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Neulich hatte ich die Gelegenheit den Chrysler PT Cruiser Limited 2.2 CRD einmal probezufahren.
Schon vor drei Jahren, als der PT Cruiser erstmals in Detroit vorgestellt wurde, hat mir die Form dieses Wagens gefallen. Wie ein Stück aus der guten alten Zeit, zurück in die Dreißigerjahre, die Zeit von Al Capone und Bonnie und Clyde. Moderne Technik, verpackt in ein Design mit Anleihen an jene Zeit, als Autos noch Kotflügel hatten und markante Gesichter mit reichlich Chrom.
Innerhalb kürzester Zeit war der PT Cruiser Kult, seit Juni 2000 wird er auch in Deutschland verkauft. Doch der Zweiliter-Benziner mit immerhin 141 PS wirkte immer etwas schwach auf der Brust, vor allem da er einen cw-Wert wie ein Scheunentor hat. Ich bin ihn damals auch probegefahren, allerdings war ich von dem Motor überhaupt nicht überzeugt. Schon damals sagte man mir, dass ein Dieselmotor angepasst werden soll.

Seit März gibt es ihn nun mit einem Dieselmotor, aus dem Hause Mercedes-Benz. Chrysler bediente sich bei Konzernmutter Daimler-Chrysler, ein Common-Rail-Direkteinspritzer-Diesel der unter anderem in der C- und E-Klasse seinen Dienst tut. Allerdings war es nicht damit getan, einfach ins Teileregal zu greifen. Die Motorenentwickler mussten den Motor modifizieren, um ihn unter der Haube des PT Cruiser unterbringen zu können. In den Mercedes-Modellen ist der Vierzylinder längs eingebaut, im Chrysler musste er gedreht werden, weil er nur quer hineinpasst. Beim dabei fälligen Umbau etlicher Komponenten erhielt der 2,2-Liter-Motor unter anderem auch einen anderen Turbolader. Der mit zwei Ausgleichswellen bestückte Motor hat mit 130 PS etwa 20 PS weniger Leistung als in den Mercedes-Modellen mit 2,2-Liter-Cdi-Motor.
Aus dem Drehzahlkeller knapp über der Lehrlaufdrehzahl beschleunigt der Motor den immerhin knapp 1,5 Tonnen schweren Wagen ohne Murren, bei 1.600 Touren merkt man dann den deutlichen Kick von 300 Newtonmetern, erst jenseits der 3.000 Touren wird es dann wieder etwas mühsamer, und das Ganze bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 Liter (Herstellerangaben). Aber alles im allem ein wirklich gelungener Motor, den es in den USA übrigens gar nicht geben wird.
Gebaut wird der PT Cruiser auch nicht mehr im österreichischen Graz; die Produktion wird wieder komplett nach Mexiko verlegt, nachdem das dortige Werk eine weitere Fertigungsstraße erhalten hat.

Der PT Cruiser Limited 2.2 CRD kostet 26.000 Euro, das ist nicht gerade wenig und mein Händler wollte nicht über 7 Prozent Preisnachlass (das sind dann immer noch 24.180 Euro!) hinaus. Da ist dann allerdings auch fast alles drin, was das Herz begehrt, z.B. Dachreling, abgedunkelte Scheiben, Lendenwirbelstütze, Leder und verchromte Leichtmetallräder im 16-Zoll-Format... Und außer Metallic-Lackierung und elektrischem gibt es keine weitere Zusatzausstattung, zumindestens nicht bei Chrysler, denn viele Tuner haben Zusatzausstattung en Masse anzubieten.
Im Sommer 2002 gibt’s dann auch die Touring-Version, die auf einige Extras verzichtet aber immer noch einen Grundpreis von 23.500 Euro hat.

Das Ladevolumen des Kofferraums ist recht ordentlich und lässt sich variabel erweitern, die Sitze, sogar der Beifahrersitz lassen sich einzeln umklappen. Dank der hohen Karosserie finden selbst ausgesprochene grosse Menschen bequem Platz, und das auf allen Sitzen. Der Cruiser ist mit reichlich Staufächern und Cupholdern ausgestattet, neu sind übrigens lackierte Stossfänger vorne, die sahen in der ersten (Benziner-) Version immer ziemlich billig aus.
Die Karosserie ist allerdings nicht leicht zu überblicken und der Wagen hat einen Wendekreis von 12,1 Metern, beim Rangieren darf man also etwas öfter hin- und herschalten, aber das Fahren selbst ist angenehm und alles befindet sich dort, wo es auch hingehört, hier hat wohl Mercedes etwas geholfen.


Die einzige Sache, die mir gar nicht gefällt, ist die Farbwahl im Innenraum, es gibt nur eine Farbvariante und die ist beige-braun. Zwar sind Armaturenbrett und Beifahrerseite mit in Wagenfarbe lackierten Blechen verkleidet, aber insgesamt wird im Innenraum designmässig nicht fortgesetzt, was die schmucke Aussenhaut verspricht. Schade. Aber wenn man drin sitzt, schauen einen viel mehr Leute an woie in einem Golf oder was vergleichbarem...

Alles in allem ist der PT Cruiser Limited 2.2 CRD aber ein echter Hingucker, dessen motorischen Eigenschaften gegenüber dem Benziner deutlich gesteigert wurden.

Viel (Fahr-)Spass
Cwagner

26 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Allgäuer

    01.04.2003, 01:08 Uhr von Allgäuer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Was ist mit Fahrgeräusch, Verbrauch und Sitzkomfort?

  • Gabri

    08.05.2002, 12:05 Uhr von Gabri
    Bewertung: sehr hilfreich

    OK --- Gabri