Civilization II: Call to Power (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 8,93
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Erfahrungsbericht von Dobby

Die billige Civilisation-Version: Call to power

Pro:

Das perfekte PC-Spiel

Kontra:

Civ III ist noch besser

Empfehlung:

Ja

Für viele Spiele-Süchtigen und solche, die es mal werden wollen, war schon beim Erscheinen der ersten Version von Civilization klar: Dieses Spiel ist das Beste, was es auf dem Strategiesektor für Geld zu kaufen gibt. Und dieses Spiel wurde dann nach und nach weiter entwickelt, über Civilization II bis hin zu Civilization: Call to Power. Die Idee ist ebenso einfach wie genial: Man fängt als einsame Siedlung 4000 v. Chr. mit einem kleinen Dorf an und soll daraus möglichst bis 2000 n.Chr. eine Weltmacht werden bzw. die Weltherrschaft erringen (Call to Power geht sogar bis 3000 n.Chr.). Dazu muss man mit Hilfe seiner Wissenschaftler nach und nach neue Technologien entwickeln, was nach einer sehr ausgeklügelten Tabelle geschieht (Beispiel: Man muß erst die Schrift entdeckt haben, bevor man sich an Buchdruck oder noch modernerem versucht). Mit Hilfe neuer Technologie hat man dann viele neue Möglichkeiten: Man kann zunächst z.B. Schiffe entdecken und die Meere erforschen und andere Zivilisationen kennen lernen, man kann modernere Waffen bauen (ganz wichtig, denn man möchte schließlich nicht 1955 mit Pfeil und Bogen gegen Panzer kämpfen müssen), neue Gebäude in den eigenen Städten errichten (z.B. erhöht ein Marktplatz in einer Stadt das Handelseinkommen, eine Recycling-Anlage verhindert Umweltschäden) und eventuell kann man, wenn man schnell entwickelt hat, ein Weltwunder bauen, welches einem bestimmte Vorteile bringt. Natürlich kann jedes Weltwunder nur einmal gebaut werden. Soweit das Prinzip aller Civilization-Versionen. Die Neuheit bei Call-to-Power liegt zum großen Teil in der hinterhältigen Kampfführung: Es gibt eine ganze Reihe von Einheiten, die für den Feind auch auf dessen Gebiet nicht zu sehen sind und die enormen Schaden anrichten können. Ein Ökö-Terrorist kann zum Beispiel alle Gebäude einer Stadt vernichten, auch wirtschaftlich geführte Attacken wie ein Handelsembargo oder religiöse Angriffe, die das Geld einer Stadt teilweise falschen Predigern in die Tasche füllen, sind möglich und manchmal ganz nützlich. Die Verhinderung von Umweltkatastrophen steht bei Call-to-Power sowieso mehr im Mittelpunkt als bei den früheren Versionen. Eine weitere entscheidende Neuerung ist die Möglichkeit, bei entsprechender Technologie Städte im Weltraum und auf dem Meeresboden errichten zu können. Besonders Unterwasserstädte bingen eine Zivilisation oft entscheidend nach vorne, da sie sehr schnell wachsen und sehr viel produzieren können. Allein durch diese neuen Möglichkeiten verbunden mit der Verlängerung des Spieles in das 21. Jahrhundert hat das Spiel noch zusätzlichen Reiz gewonnen. Einen kleinen Nachteil des Spieles entdeckt man besonders dann, wenn man das neue Spiel von Civilizationerfinder Sid Meier, Alpha Centauri, spielt: Die Möglichkeiten in der Diplomatie wurden zwar verbessert, sind aber immer noch sehr dürftig, hier wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen.
Fazit: Die Weiterentwicklungen bei Call to Power sind insgesamt ganz witzig und machen mir wirklich Spaß. (Die Stunden vor dem Computer zähle ich besser nicht) Ein Kauf ist für Freunde von Civilization II sicherlich empfehlenswert, da das Spiel noch mehr Möglichkeiten (auch was Länge und Größe der Welt angeht) bietet. Für Spieler, die noch nie Civilization gespielt haben, ist Call to power die preiswerte Version.

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