Deutsche Bahn Testbericht

Deutsche-bahn
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Erfahrungsbericht von Malwina

Fahrn, fahrn, fahrn mit der Bahn, Bahn, Bahn....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das war für mich am Wochenende angesagt! Wie vielleicht einige von euch schon aus anderen Beiträgen von mir herauslesen konnten, habe ich eine Fernbeziehung, und dieses Wochenende war ich mal wieder dran, meinen Süßen zu Hause zu besuchen! Ich muß zugeben, das hab ich auch schon wieder einige Monate vor mir hergeschoben und seinen Eltern wußten schon fast nimmer wie ich aussehe ;-).

Also, am Samstag früh um 8:13 Uhr stieg ich bei mir zu Hause in den Zug, um mich auf den Weg zu ihm zu machen! Die Strecke ist so ganz grob von Karlsruhe bis Nürnberg, ich wohn ein Stückchen vor Karlsruhe und er nicht ganz in Nürnberg, aber die Entfernung sollte der geneigte Leser so ja schon einschätzen können - zumindest grob! Jedenfalls braucht mein Freund, um diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen knappe 2 Stunden, während ich immerhin 4:17 Stunden mit dem Zug unterwegs war! Nein, ich bin nicht mit dem Schönen-Wochenende-Ticket in verschiedenen Bummelzügen gefahren, von Karlsruhe bis Ansbach war ich mit einem Interregio unterwegs! Denn als Bahnmitarbeiter-Kind ist das die mit Abstand günstigste Alternative! 8 Fahrten innerhalb Deutschlands darf ich pro Jahr kostenfrei antreten, und die Hin- und Rückfahrt am Wochenende waren für 2002 Nummer 1 und 2!

Kurz nach 9 Uhr ging jedenfalls mein Interregio ab Karlsruhe in Richtung Nürnberg über Stuttgart los, und da ich das Glück hatte, daß der Zug ja erst in Karlsruhe eingesetzt wird, konnte ich mir auch ein schönes ruhiges Nichtraucherabteil erobern, das nicht reserviert war! Für alle diejenigen, die nicht so häufig mit dem Zug unterwegs sind, am Interregio gefallen mir besonders gut die Kindersitze, die sich in jedem Abteil befinden, und das gleich aus mehreren Gründen:

  • Für kleine Fahrgäste (also etwa bis zu einem Alter von 5 Jahren)ist der höherangesiedelte, schmalere Sitzplatz durchaus optimal! Direkt neben dem Fenster angesiedelt, können die lieben Kleinen auch einfach mal ein wenig draußen die Landschaft genießen und rausschauen, ohne daß sich jemand ständig um sie kümmern muß!
  • Dank des Kindersitzes befinden sich in jedem Abteil nur noch 5 Erwachsenen-Sitzplätze - das bedeutet also mehr Beinfreiheit und generell mehr Platz!
  • Da ich endlich im Zug mal wieder das Glück hatte, nicht mit Kleinkindern ein Abteil teilen zu müssen, konnte ich den Kindersitz als Ablage für meine Handtasche, Getränke und sonstigen Kleinkram nutzen!


Dies war also ein kurzer Abstecher zum Thema "Vorzüge eines Interregios", aber zurückkehrend zum Ausgangsthema "Meine 9 Stunden in der Bahn am Wochenende" bin ich samstags noch voll des Lobes gewesen! Keine Verspätung, selbst der Übergang von nur 5 Minuten in Ansbach hat mir locker gereicht, und das obwohl der Anschlußzug ebenfalls absolut pünktlich war!

Doch ehrlich gesagt, hatte ich mir schon zuvor wegen der Verbindung sonntags mehr Sorgen gemacht, denn da hatte ich sage und schreibe 3 Minuten Zeit, um vom Nahverkehrszug in den Interregio umzusteigen! Und dann blieb der Nahverkehrszug sage und schreibe 10 Minuten an einem Bahnhof stehen! Ich sah meinen Anschlußzug gedanklich schon abfahren ohne mich, und rechnete schon damit, erst 2 Stunden später nach Hause zu kommen, da die Verbindungshäuigkeit doch nicht die allerbeste ist!

Aber meine Ängste waren vollkommen unbegründet! Der Schaffner funkte den Interregio an, daß wir ein wenig Verspätung hatten, und daß der Interregio doch bitte ein wenig warten sollte! Ich kann mir da zwar vorstellen, daß einige andere Reisenden innerlich geflucht haben, aber wenn man einmal ehrlich ist, ist man selbst doch auch erleichtert, wenn der Anschlußzug wartet!

Somit komme ich auch zur Kernaussage meines Berichtes:
Die Bahn wird schlechter gemacht, als sie ist! Der Großteil der Verspätungen entsteht dadurch, daß Anschlußzüge warten! Jeder flucht darüber, aber wenn der eigene Anschlußzug einmal nicht wartet, dann ist die Empörung riesengroß! Eben dieser Tatsache sollte sich jeder das nächste Mal bewußt sein, wenn er genervt stöhnt, weil der Zug 5 Minuten länger an einem Bahnhof verweilt! Als Straßenbahn- und Zug-Pendlerin zwischen Uni und Wohnort habe ich selbst schon oft genug geflucht, weil eben Straßenbahn und Zug nicht optimal aufeinander abgestimmt sind! Also, seid froh, wenn der Zug einmal wartet, denn ihr könntet das nächste Mal derjenige sein, dem der Zug vor der Nase wegfährt!

23 Bewertungen, 3 Kommentare

  • mjk25

    03.04.2004, 18:29 Uhr von mjk25
    Bewertung: sehr hilfreich

    netter schöner bericht.grüße aus dresden mario

  • cwagner

    06.05.2002, 19:26 Uhr von cwagner
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht, ich habe auch schon einige Erfahrungen mit der DB gemacht, meistens waren sie eher schlecht... Zumindestens erinnert man sich an diese Erlebnisse einfacher. Grüße Cwagner

  • mystery_delusion

    06.05.2002, 14:56 Uhr von mystery_delusion
    Bewertung: sehr hilfreich

    na ja, und es war ja auch umsonst! *g* Gruß Mysty