Die Maske des Zorro (VHS) Testbericht

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ab 4,79
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Erfahrungsbericht von bigmanu

Heißblütig und verwegen - Zorro Antonio Banderas

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Schon immer habe ich mir gerne die alten Mantel- und Degenfilme von Errol Flynn, Tyrone Power und Douglas Fairbanks angesehen. Als ich also hörte, das die neue Zorro-Verfilmung genau in diesem Stil gedreht wurde, war es keine Frage, diesen Film mußte ich sehen. Natürlich hätte ich mir diesen Film schon alleine wegen Antonio Banderas angesehen *gg*, aber wenn er auch noch gut gemacht ist, um so besser. Also kaufte ich mir die DVD, und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Maske des Zorro ist ein sinnliches und aufregendes Abenteuer, und weckt tatsächlich die Erinnerung an die wundervollen alten Kostümschinken, die während der Glanzzeit der Hollywood-Studios gezeigt wurden. Die Figur des Zorros bot schon Hauptrollen für Douglas Fairbanks und Tyrone Power, und auch Stoff für viele erfolgreiche TV-Serien der 50er und 90er Jahre und Dutzende weiterer Serien und Filme. Zorro lebt!

Zorro ist eine Figur, die 1918 von Johnston McCulley erschaffen wurde. Er wird in dieser mitreißenden Fassung von Steven Spielberg nicht nur zu neuem Leben erweckt, sondern ist sogar als direkte Fortsetzung zu den Geschichten der Fairbanks-Powers-Saga zu sehen.


Zur Handlung:
Don Diego de la Vega (sehr souverän gespielt von Sir Anthony Hopkins) ist der mexikanische Freiheitskämpfer Zorro. Sein größter Feind, der Gouverneur Don Rafel Montero (sehr boshaft Stuart Wilson) fordert ihn noch einmal zu einer Rettungsaktion herraus, kurz bevor Spanien Kalifornien an Santa Ana übergeben muß. Zorro kann zwar entkommen, wird aber von Montero erkannt und in seinem Haus gestellt. Dabei kommt die Frau von de la Vega ums Leben und er selber wird gefangengenommen. Montero entführt die Tochter von de la Vega (Zorro) und wirft diesen in den Kerker, wo er 20 Jahre lang dahin vegietiert.

Doch Montero kehrt nach 20 Jahren zurück und überprüft, ob sein alter Feind noch am Leben ist. Er erkennt ihn nicht, und hält ihn für tot, aber de la Vega gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Er sinnt auf Rache und will Montero schon bei seiner Landung in Kalifornien töten, als er seine Tochter Elena (wundervoll Catherine Zeta-Jones) sieht. Montero ist zurückgekehrt, um Kalifornien von Santa Ana zu kaufen, mit Gold das er heimlich aus einer Mine abbauen läßt, und dafür die Bauern der Gegend nimmt, die dort unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen.

Da de la Vega selbst zu alt ist, um den Bauern der Gegend zu helfen und Montero`Pläne aus zu kundschaften, trainiert er den Banditen Alejandro Murrieta (super Antonio Banderas), damit dieser seinen Platz übernehmen kann. Murrieta ist zerfressen von Haß, ein Handlanger Montero`s (Goldlöckchen *gg*) hat vor seinen Augen seinen Bruder getötet.

Es folgen viele phantastisch choreographierte Fechtkämpfe (Errol Flynns alter Fechtlehrer hat Antonio Banderas unterrichtet), Murrieta umwirbt Elena, einmal als Zorro, einmal als spanischer Edelmann. Im Laufe des Filmes wird er ein besserer Mensch und befreit schließlich in einer atemberaubenden Schlußszene zusammen mit Elena und de la Vega die enteigneten Bauern. Dem Regisseur Martin Campbell ist es bestens gelungen, sehr viel Erotik in die auf Tempo choreografierten Actionszenen einzubauen, während er aber auch im richtigen Moment ernste Untertöne einfließen lässt.

Die Maske des Zorro ist ein im besten Sinne altmodischer Mantel- und Degenfilm. Die Guten sind edel, selbstlos und kämpfen für Gerechtigkeit. Die Bösen sind niederträchtig, gemein und tragen Kinnbärte. Und wie in jedem guten Manetel- und Degenfilm siegt natürlich die Gerechtigkeit. Dieser Film bietet zwei Stunden Spannung, Dramatik, eine gehörige Portion Komik und natürlich auch Erotik. Dazu ist der Film noch wunderschön fotografiert und die Musik von James Horners allein ist schon ein Genuß.

Sir Anthony spielt seinen Zorro mit Herz und Noblesse. Antonio Banderas `s Zorro ist eigenwillig, komisch und unglaublich sexy (schmacht), ein großer Erfolg. Dazu kommt noch Catherine Zeta-Jones, die mit Sicherheit eine der schönsten Frauen auf der Leinwand ist. Die von ihr gespielte Elena sieht aber nicht nur wirklich atemberaubend aus, sondern steht auch ihren Mann/Frau. Der ganze Film ist sehr flüssig gespielt, ohne einen einzigen dramaturgischen Einbruch, von der turbulenten Eröffnungsszene bis zum explosiven Showdown. Leider bekommen solche Filme zwar keine Oscars, nehmen aber einen besonderen Platz in der Filmgeschichte und in meiner DVD Sammlung ein.


Hier noch einige Einzelheiten zur DVD:
Diese DVD-Collector\'s Edition hat diesen Namen auch wirklich verdient. Sie enthält beinahe alles, was man von einer sorgfältig gemachten DVD erwarten kann: einen Audio-Kommentar des Regisseurs Martin Campbell, ein sehr langes Making of, das außergewöhnlich gut produziert und geschnitten ist, eine neue Szene, ein paar aufregende Publicity-Photos und das sehr schöne Video zu Tina Arenas und Mark Anthonys Song \"I want to spend my Lifetime loving You\".

Die Sprachen: Deutsch, Englisch
Die Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Icelandic, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch.
Natürlich in Dolby Surround Sound, Laufzeit 132 Minuten.

Also, wer mal wieder einen richtig guten und farbigen Film sehen will, der sollte sich diese DVD schnellstens kaufen und es sich so richtig damit gemütlich machen.

Gruß von BigManu

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