Dr. Oetker Ristorante Pasta Testbericht

Dr-oetker-ristorante-pasta
ab 6,45
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Zubereitung:  schwierig

Erfahrungsbericht von dirtybeautytom

Please don't mix it, baby!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Wie sich der zart schmelzende Mozzarella über die feinen Nüdelchen legte, wie am Rand das saftige Tomatenmark hervorschaute, wie der frische Spinat hier und da hervorlugte und über dem ganzen die feinen Kräuter verstreut waren – DIESE Pizza musste ich haben! Das Bild auf der Verpackung sah sehr vielversprechend aus.
Zum ersten Mal in der Werbung gesehen, habe ich mich natürlich beim nächsten Einkauf danach erkundigt. Enttäuscht musste ich jedoch feststellen, dass mein Supermarkt diese Pizza noch gar nicht führte – so neu muss sie also gewesen sein. Nach ein paar Tagen Wartezeit landete sie schließlich beim erneuten Einkauf in meinem Einkaufswagen. Und zu Hause habe ich sie dann verputzt.


>Diese „Pizza Pasta“ der Serie Ristorante von Dr. Oetker schien mir auf den ersten Blick sehr appetitlich zu sein. Sie war belegt mit Tomatengewürzketchup, zusätzlich zerkleinerten Tomaten und Mozzarella sowie Edamer Käse. Also durchaus variationsreich. Desweiteren – und als Hauptzutat – mit Gabelspaghetti, die sehr fein und zart ausschauten. Spinat, Paprika, Oregano, Worcestersauce, Basilikum, Knoblauch, Cayennepfeffer, Zitronensaft und eine ominöse Gewürzaromazubereitung, die nicht näher erläutert wurde, kamen dazu.

Nun, das ganze hatte ich erst zu Hause gelesen und ob es mir missfiel oder nicht – ich hatte keine andere Wahl, als die Pizza in den Backofen zu schieben und sie anschließend zu essen. Aber es machte einen gar nicht mal so schlechten Anschein, vielmehr klang es sehr schmackhaft zu sein.
So heizte ich den normalen Backofen auf 220°C vor und stellte überrascht fest, dass die Pizza in dem Ofen zwei Minuten länger verbleiben soll, als man es von sonstigen ihrer Art gewohnt ist (demnach 14-16 min.).

Auf der Verpackung sah alles sehr nett angerichtet aus und auch die Qualität der Backvorschriften und sonstigen Informationen ließ nichts zu wünschen übrig. Die Instruktionen waren sogar in neun verschiedenen Sprachen aufgeführt (alle „west“europäischen). Allein eine Perforation oder ähnliches, das dem leichteren Öffnen der Pappschachtel zu Gute kommen würde, wünscht man sich beim fummeligen Aufreissen der Seitenkante.
Es erwartet einen eine in Klarsichtfolie eingeschweißte Pizza, die gefroren hart wie ein Brett ist.

Bei meinem Exemplar war dieser Umstand ein wenig verfremdet. Denn die Pizza war nicht wie üblich fest eingeschweißt, sondern an der Unterseite bereits aufgerissen. Ich habe mir anfangs keine Gedanken darüber gemacht, sondern war eher noch erleichtert, dass ich die Folie nicht mit der Schere erst aufschneiden musste. So landete die Pizza kurzum in meinem Backofen.

Noch bevor sie jedoch im Backofen war, habe ich erstmal den Käse, der auf der Oberseite ganz lose war, abgeschüttet. Normalerweise ist selbst der Käse sehr fest auf der Pizza. Hier jedoch schien verdächtig viel Käse auf der Pizza zu sein, so dass er sich kaum hätte halten können. Desweiteren ist mir die grünliche Färbung der Nudeln aufgefallen. Sie waren nicht von Schimmel so grün, sondern schienen die Farbe ihrer Beilagen und Gewürze – ich nehme an, vor allem die des Spinates – übernommen zu haben.

Als die Pizza fristgerecht aus dem Backofen geholt wurde, waren die Nudeln immer noch grün; der Käse war jedoch schön zerlaufen und auch sonst alles sah überaus schmackhaft aus, so wie man es von Ristorante-Pizzen gewohnt ist.

Beim ersten Bissen war ich natürlich sehr gespannt und zeitgleich auch sehr überrascht. Die Nudeln verliehen dem Belag nämlich eine ungewöhnliche Weichheit, was die Pizza sehr locker, luftig und nicht so schwerfällig erscheinen ließ. Dies ist sie jedoch keineswegs, wenn man an den fettigen Käse und sonstige Kalorien treibende Ingredienzen denkt. Der Käse war auch recht kross gebraten und bildete beim Beissen nur kleine Ansätze von Fäden, die sich jedoch nicht weiter zogen. Etwas weicher hätte der Käse ruhig sein können (und schließlich habe ich die reguläre, empfohlene Backzeit eingehalten). Hinzu kam ein fruchtiger Geschmack der Tomaten. Auf der Pizza waren Kleckse von Tomatenpürre verteilt, was sie angenehm frisch und geschmeidig im Mund zerlaufen ließ. Auch den Spinat schmeckte man, was durchaus positiv zu bewerten ist.

Drei gewichtige Geschmackspunkte an der Pizza, waren aber eine herbe Enttäuschung. Da wären zum einen die Nudeln, nach denen die Pizza schließlich benannt worden ist (Pasta). Sie wirken wie fehlplazierte Babynahrung, auf einem für Erwachsene erdachten Mahl. Die röhrenartigen, kleinen Halbkreise mögen sehr fein sein, aber man kommt sich beim Essen vor wie im Kindergarten. Ausserdem – und was gewichtiger ist – verhelfen sie kaum zu einem höheren Geschmackserlebnis. Man stellt einfach fest, dass man gerade eine Pizza mit Nudeln isst, aber einen besonderen, charakteristischen Eigengeschmack erhält die Pizza dadurch nicht. Und zu guter letzt fragt man sich, warum diese Nudeln überhaupt als „Spaghetti“ bezeichnet werden, so kurz wie sie sind?
Eine positive Eigenschaft kann man den Nudeln aber abgewinnen: Sie dienen nämlich als vorzüglicher Wärmespeicher, so dass die Pizza lange Zeit auch auf einem unbeheizten Teller warm bleibt.

Die eben schon angesprochene, von mir als „ominös“ bezeichnete Gewürzaromamischung, ist auch ein Fall für sich. Während die Nudeln der Pizza kein Aroma verleihen, tun dies die Gewürze dafür umso mehr. Sie stechen ziemlich intensiv hervor und irgendwie erinnert einen das Ganze an Kräuter der Provence. Doch was haben provenzialische Kräuter auf einer (anscheinend durch und durch italienischen) „Pizza Pasta“ verloren? Sie wollen so gar nicht zum sonstigen Geschmacksbild passen.

Schließlich wäre noch die besonders miserable „Grundlage“ der Pizza zu kritisieren. Der Pizzaboden scheint im Backofen jedwege Weichheit (Feuchtigkeit) verloren zu haben. Mag sein, dass dies bedingt durch die Dünnheit des Bodens ist, doch dann sollte man einen dickeren Boden wählen. Aber eine Pizza Mozzarella (ebenfalls Dr. Oetker Ristorante) zum Beispiel, hat auch keinen dickeren Boden, doch bei dieser Variante ist er immer viel weicher. Bei der Pizza Pasta hingegen, könnte man schon beinahe prusten und husten, wobei dies vor allem beim Rand ohne weiteres zu erwarten wäre, ist er doch so hart, als ob er noch tiefgefroren wäre.

Das zwar recht unauffällige, aber durchaus angenehme Geschmacksbild der „Pizza Pasta“ wird, durch die drei zuletzt genannten Punkte, in seiner Güte erheblich reduziert.
Schade, denn so bleibt mir zum Schluss nichts anderes übrig, als die Pizza sehr „mager“ zu bewerten.

Die ca. 2,50 € (je nach Geschäft) für 410 g Pizza kann man sich getrost sparen.

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • sondera181

    01.03.2002, 13:40 Uhr von sondera181
    Bewertung: sehr hilfreich

    wie immer super