Euro Testbericht

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Erfahrungsbericht von gregorthebrain

Hurra, der Euro ist da ?!?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo Leute!

Auch wenn die Meinung vielleicht schon etwas älter ist, denke ich, dass doch noch ganz viele interessante Infos enthalten sind... also viel Spaß beim Lesen!

Da bin ich wieder, und mittlerweile habe ich nahezu die Hälfte meiner Zeit beim Bund rum (juhu). Leider ist aber auch mein Urlaub über Weihnachten und Silvester vorbei, so dass es nun wieder rund geht. Allerdings werden die letzten fünf Monate überhaupt nicht mit den ersten vier Monaten zu vergleichen sein, einen Vorgeschmack darauf habe ich schon in der ersten Januar- Woche bekommen. In dieser wurden uns zunächst sämtliche technischen Details der Lkw´s präsentiert, welche wir in Lippstadt zur Verfügung haben. So ist zum Beispiel der geländegängige Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 25 Tonnen in keinster Hinsicht mit den „Limo- Lastern“ aus der Fahrschule zu vergleichen.
Jetzt folgen die Einweisungsfahrten, und da nun mal nicht alle gleichzeitig fahren können, hat der Rest in der Zeit nicht all zu viel zu tun :-). Und dies wird sich dann in den kommenden Wochen wohl noch verstärken.

So, nun aber genug geredet, denn heute dreht sich in meiner Meinung alles um den Euro, mit welchem wir nun alle seit Anfang Januar bezahlen. Zugegeben, etwas ungewohnt ist es schon noch, aber ich glaube, so langsam werden wir uns alle dran gewöhnen, und auch die kleinen Vergleichspreise in der guten alten D- Mark werden in den kommenden Wochen mehr und mehr von den Preisschildern verschwinden. Und das ein Euro 1,95583 Deutsche Mark wert ist, sollte nun auch jedem bekannt sein, zumindest das ungefähre Umtauschverhältnis eins zu zwei.

Doch da dies ja ein Erfahrungsbericht sein (werden) soll, und kein bloßes Aufzählen von statischen Daten werde, ich mal so meine persönlichen Erfahrungen mit der Umstellung auf den Euro für Euch erzählen.

Zunächst muss ich sagen, dass ich Anfangs vollkommen gegen die Einführung des Euro gewesen bin, da ich einfach mit der D- Mark vollkommen zufrieden war (vielleicht auch ein wenig Nationalstolz, falls dieser heutzutage erlaubt ist). Auch konnte ich mir kaum vorstellen, dass wirtschaftlich wesentlich schwächere Länder als Deutschland (wie Griechenland und Portugal) die Stabilität der Währung nicht negativ beeinflussen würden, obwohl ich davon damals ehrlich gesagt noch keine große Ahnung hatte.

Mit der Zeit änderte sich meine Einstellung jedoch immer weiter zu einem Euro- Befürworter, und heute bin ich ganz froh darüber, dass wir das neue Geld endlich in den Händen halten können. Woran das lag?

Nun, zum einen bestimmt daran, dass ich seit ca. 2 Jahren ein bisschen mit Aktien handele, und diese ja schon längere Zeit in Euro gehandelt werden. Auch begann ich mich zu dieser Zeit für wirtschaftliche Zusammenhänge zu interessieren, und sah eine ganze Menge Vorteile für die Europäische Gemeinschaft.

Dass mit der Euroeinführung auch endlich der lästige und teure Umtausch der Währungen für den Urlaub, zum Beispiel in Spanien (Mallorca), Italien oder Griechenland, wegfallen wird, werden die meisten Bürger vermutlich erst in diesem Sommer als einen (oder sogar den) positiven Nebeneffekt des neuen Geldes realisieren.

Mit all diesen Überlegungen verschwand mein Bedenken gegenüber dem Euro immer mehr, und sehnte ich mir dann auch immer mehr die Euroeinführung herbei (unter anderem aber auch, weil mir das ganze Tam- Tam darum mittlerweile immer mehr auf die Nerven ging.).
Als dann am 17. Dezember die ersten Euromünzen in Form von Starterkits an die Bundesbürger ausgegeben wurden (die Holländer und Franzosen waren schon am Freitag zuvor soweit), begab ich mich natürlich auch sofort nach Dienstschluss zu einer Bank, und forderte zwei von den Tütchen an. Warum zwei? Ganz einfach, eines zum Aufreißen und Angucken, und das andere zum Aufbewahren, schließlich hatten sie schon im Radio gesagt, dass man von guten Wertsteigerungsmöglichkeiten bei verschlossenen Päckchen ausgehe.
Leider bekam aber jeder Kunde nur ein Starterkit zugeteilt. Da ich aber auch persönlich nicht von einem großen Wertzuwachs überzeugt war, schließlich wurden über 30 (50?) Millionen dieser Päckchen ausgegeben, beließ ich es bei dem einen , welches ich dann sofort zu Hause öffnete. Natürlich nahm ich mir die Münzen mit einem Gesamtwert von 10,23 Euro oder fast exakt zwanzig Mark umgehend etwas genauer unter die Lupe, und muss zugeben, dass sie mir auf Anhieb gut gefielen, was aber auch daran liegen kann, dass sie noch so neu waren und so schön funkelten :-).

Insgesamt gibt es acht verschiedene Münzen, angefangen beim 1- Cent- Stück, und dann weiter über die 2- Cent- Münze hin zur 5- Cent Münze. Diese ersten Drei Geldstücke haben alle einen kupfernen Glanz, während die 10-, 20- und 50- Cent- Münzen ehr goldig sind. Die Ein- Euro- Münze besteht ebenso wie die Zwei- Euro- Münze aus einem Bi- Metall, das heißt, aus zwei verschiedenen Metallen. Während das Ein- Euro- Stück in der Mitte silbern und außen Gold ist, wurde bei der Zwei- Euro- Münze die goldene Mitte silbern umrandet.

Ok, zugegeben, ich denke, es wird noch eine Zeit lang dauern, bis man sich endgültig an die neuen Münzen gewöhnt hat, und sie nicht jedes Mal doppelt und dreifach angucken muss, bevor man beim Einkaufen damit bezahlt, aber das wird schon, da bin ich guter Hoffnung.

Soweit, so gut. Kommen wir zu Silvester, oder besser gesagt Neujahr. Dem Tag, an dem man sich dann auch endgültig am Automaten die neuen Scheine ziehen konnte, und in den Geschäften damit bezahlen konnte. So machte ich dann auch kurz nach Mitternacht, so gegen halb eins, auf den Weg zur Bank, um als einer der Ersten im Besitz der neuen Scheinchen zu sein :-). Zwar war die Schlange vor dem Automaten nicht ganz so groß wie befürchtet, doch eine Viertelstunde musste ich schon warten, bis ich endlich an der Reihe war. Doch zuvor machten sich schon einige Zweifel an der Echtheit der Scheine bei den Leuten breit. Während nämlich der Fünfer, Zehner und Zwanziger noch einen silbernen Streifen am Rand haben, fehlt dieser beim Fünfziger. Statt dessen ist hier nur ein kleiner, silbernen „Fleck“. Von den ersten Blüten war die Rede, ... :-).

Um möglichst viele verschiedene Euro- Scheine zu erhalten, dachte ich mir ich nehme mal so 125 Euro, auch wenn ich eigentlich überhaupt nicht so viel brauchte. Und zu meiner Verwunderung musste auch ich mich erstmal mit den neuen Scheinen zu Recht kommen, diese sahen nämlich auf den ersten Blick wie Spielgeld aus. Und mit den Sicherheitsmerkmalen kam ich auch nicht mehr klar, obwohl ich mich doch vorher darüber schlau gemacht hatte :-). Aber das wird schon, denke ich mal.

So, was gibt es sonst noch wichtiges? Ach ja, während die Scheine im ganzen Euro- Land gleich aussehen, wird es mit den Münzen wahrscheinlich noch so manche Verwunderung bei den Bürgern geben. Jeder der Euro- Teilnehmerstaaten hatte nämlich die Möglichkeit, die Rückseite der Euro- Münzen individuell zu gestalten. Einige Länder haben dabei für alle acht Münzen ein einheitliches Design gewählt, andere für jede Münze ein unterschiedliches, und wieder andere jeweils ein Motiv für zwei, drei Münzen. Zu letzteren gehören übrigens wir Deutschen. Aber wer weiß hier schon, was die Spanier, Portugiesen oder Luxemburger auf den Münzen haben? Nun gut, wir werden sehen, wie wir damit zu Recht kommen.

Das soll´s dann aber auch fast schon wieder gewesen sein für heute. Zum Schluss allerdings noch eine kleine Anekdote am Rande. Wie ich bereits oben erwähnt hatte, wollte ich mir anfangs zwei Starterkits besorgen. Nachdem ich aber zunächst nur eins bekommen hatte, gab ich dies erst einmal auf. Als ich dann zwei Tage später doch nochmal zugreifen wollte, waren diese aber zu meiner Enttäuschung schon alle vergriffen. Umso größer war natürlich meine Freude, als das Christkind dann doch noch ein Starterkit unter den Weihnachtsbaum gelegt hatte. Und, siehe da, mittlerweile hat das kleine Päckchen schon erheblich an Wert gewonnen, bei Ebay wurden vor kurzem bereits über 50 DM dafür geboten.

Also dann, eine schöne neue Woche wünscht Euch
GregTheBrain