Euro Testbericht

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Erfahrungsbericht von batzen666

EURO = TEURO?? JA!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo liebe Leser und Leserrinnen!

Heute möchte ich mal meine Meinung über unsere neue Währung, den Euro darlegen. Fast ein halbes Jahr ist es her als der Euro endgültig die Mark ausstach und den Weg in unseren Geldbeutel fand. Die Startbeutelchen sind nunmehr eine schöne Erinnerung an eine längst vergangene Währungszeit. Doch von Gewöhnung keine Spur. Wer rechnet nicht noch im Kopf schnell die Euro-Preise in DM um, wenn er sich etwas Besonderes kaufen will? Das Gefühl für das neue Geld will sich nicht so recht einstellen. Von Euro-Euphorie keine Spur, stattdessen verunsicherte Verbraucher, enttäuschte Ladenbesitzer, kundenlose Gastwirte und maulende Taxifahrer. Wer früher großzügig eine D-Mark Trinkgeld gab, dem fällt es heute schwer einen halben Euro auf den Tisch zu legen.
Die Menschen beschleicht das Gefühl, weniger Geld im Geldbeutel zu haben als vorher. Das liegt meiner Meinung nach nicht nur an der groben Umrechnung „AUS-ZWEI-MACH-EINS“, die die einst schönen Gehälter nahezu halbiert. Aus der Angst übers Ohr gehauen zu werden geben die Leute automatisch weniger Geld aus. Jeder von uns hat so seine Geschichten von Unverschämtheiten bei der Euro-Umstellung: Bei einer Reinigung kostet ein Hemd nicht mehr als 3 DM, sondern 2 Euro, ein deutliches Plus von 33%. Woanders kostet wiederum die Säuberung des Mantels bin zu 66% mehr. Gehe ich Sonntag Nachmittag in die Stadt um eine Kugel Eis zu lecken werden doch unverschämte 1,20 EURO verlangt wo ich doch früher nicht mal eine Mark auf die Ladentheke werfen musste. Bei einigen T-Shirts und Pullis scheint man sich im Kaufhaus mit EURO und MARK vertan zu haben, vorne steht offenbar die gleiche Zahl, nur hinten hat sich die Währung geändert. Ähnliches zeigt der Blick in den Supermarkt, wo Gurken und Speiseöl bald unbezahlbar geworden sind. Da hilft beim Kochen nur der Griff ins Weinregal, wo der Preis Gerüchten nach sogar gesunken sein soll.
Selten langen Empfinden und Statistiken so weit auseinander wie heute. Die „gefühlten Preise“ sind deutlich stärker gestiegen, als die Statistiker vom Bundesamt ausgerechnet hat. Danach hat sich die offizielle Inflationsrate in den vergangenen zwölf Monate halbiert. Mittlerweile liegt sie unter 2 Prozent. Nur empfinden die Menschen anders. Sie halten sich mit ihrem Konsum zurück. Ob Wurstbude, Massagepraxis oder Modeboutique- die Leute bleiben aus. Zwar gilt die Klage zwar nicht ohne Grund als Gruß des Kaufmanns, aber selten hat man ihn aus so vielen Ecken gleichzeitig gehört. Der Einzelhandel ist so schlecht wie seit 50 Jahren nicht mehr in das Jahr gestartet. Dort rechnet man damit, dass Tausende für immer ihre Türen schließen werde, wenn nicht bald etwas in Sachen Preise geschieht.
Erklärungen für die Zukunft zwischen Schein und Sein gibt es nicht. Klar ist dass große Ausgabenposten wie Miete, Entgelte für Strom, Wasser, Gas und Telefontarife nicht mit dem Euro-Bargeld gestiegen sind. Das wirkt sich preisdämpfend in der Statistik des Bundesamtes aus. Und auch die Psychologie dürfe eine große Rolle spielen! Einzelne Preisausreißer fallen auf, darüber redet man und die merkt man sich. Aber insgesamt spielen die Ausgaben für Gurken oder Steaks nicht mehr die entscheidende Rolle für die Teuerungsrate. Was früher der Brot- bzw. Getreidepreis was ist heute dir tägliche Enttäuschung an der Zapfsäule. So geht mittlerweile auch unter, dass die Lebensmittelpreise in diesem Jahr auch mehr steigen, als die Lebenshaltungskosten. Doch wenn ich auf den Preis schauen muss, tut ich es in diesen Wochen mehr sonst. Die Discounter wie Aldi, Lidl oder Plus sind vermutlich die Gewinner der Vertrauenskrise.
Wenn die Kunden ausbleiben, weil ihnen der Kaffee samt Kuchen zu teuer ist, muss der Konditor seine Preise senken, wenn er nicht vorzeitig in Rente oder Ruhestand gehen will. Wenn der Euro nicht die Ausnahmestellung kraft Lage und Qualität hatte, wird er sie auch nicht haben, nur weil die Leute andere Scheine und Münzen im Portemonnaie haben. Nur wer vorher nicht schon deutlich seinen Preisspielraum ausgenutzt hatte, kann jetzt noch ordentlich zu langen ohne die Kunden zu verkraulen. Selten war es so wahr: Das Problem der Preiserhöhungen wird der Markt schon richten. Dies wird nur eine Frage der Zeit sein. Ärgerlich ist es nur wenn getan wird als wären die Preise gleich geblieben.
Die Preisfrage für alle müsste Lauten: Wie kann man die Leute wieder in die Geschäfte oder Restaurants locken? Hier ist viel Phantasie gefragt. Mein Vorschlag wäre, dass man an alle Preisetiketten den DM-Preis zusätzlich auf das Etikett drucken sollte. Damit wäre vor allem denen geholfen, die sich noch gar nicht mit Währung vertraut haben. Etwas anderes Wichtiges liegt allerdings nicht in den Händen der Ladenbesitzer und Firmen: die Konjunkturlage. Man wird kaum als kleiner Mann üppig in die Stadt fahren um einzukaufen wenn man dabei an die Gefährdung de Jobs denken muss.
Eines hat die Einführung doch noch positives gebracht: Man weiß nun dass Verbände-Vereinbarungen einen zweifelhaften Wert haben, da man doch vor der Umstellung schwor, dass die Preise konstant bleiben.
Auch ich als kleiner Schüler merke wie der Euro sich durch meine Geldbörse frisst. Bin ich doch mal mit 10DM über die Woche gekommen, schaffe ich es heute auf keinen Fall mehr, die Woche mit 5 EURO zu überstehen. Aber was willst du als kleiner Bürger machen???

Persönliches Urteil: Frechheit!

Mit freundlichen Grüßen batzen666!

52 Bewertungen, 7 Kommentare

  • enibas

    06.02.2003, 12:09 Uhr von enibas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auch wenn dein Bericht schon älter ist, möchte ich mich dazu äußern: Ich komme gerade vom Einkaufen und hab mich mal wieder auf den A.... gesetzt! Für sein Geld bekommt man z.Zt. rein gar nichts, selbst im WSV. Ich habe beschlosse

  • grashopper

    17.06.2002, 12:18 Uhr von grashopper
    Bewertung: sehr hilfreich

    Richtig. In diese Kerbe können wir gar nicht oft genug hauen. Sicher können etliche Händler in einigen Branchen bei den niedrigen Kalkulationen nicht mehr genügend Gewinn erwirtschaften, die Taschen machen sich aber die voll, die nie ge

  • *fabian*

    09.06.2002, 15:12 Uhr von *fabian*
    Bewertung: sehr hilfreich

    zum selben Thema habe ich auch einen Beitrag verfasst. Würde mich freuen, wenn du mal vorbeischaust. Gruß! *fabian*

  • anonym

    13.05.2002, 23:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ja.. und endlich hat es der Gerd dem ZDF gegenüber zugegeben. Aber seine Schuld war dasschon mal gar nicht,denn die Läden hatten es ihnen ja "versprochen", dass die Preise gleich bleiben. Hat der Gerd wohl vergessen, dass wir in einer Z

  • charlyG

    13.05.2002, 23:01 Uhr von charlyG
    Bewertung: sehr hilfreich

    Stimmt das ist eine Frechheit was die mit uns machen CharlyG

  • traxdata

    13.05.2002, 22:58 Uhr von traxdata
    Bewertung: sehr hilfreich

    das ist schon bewiesen das einiges teurer geworden ist, aber auch ich hab den Eindruck, das der handel 1:1 Umgerechnet hat ;-)))

  • vollonator

    13.05.2002, 22:37 Uhr von vollonator
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich glaube, Du stehst mit Deinen Empfindungen nicht alleine da.