Emirates Airlines Testbericht

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  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  schlecht
  • Empfehlenswert:  nein

Erfahrungsbericht von Arapahoe

In 10.000 Meter Höhe gibts fast nix Besseres

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im April 2002 wollten mein Freund und ich für 3 Wochen nach Indien fliegen, um dort mit dem Rucksack herumzureisen. Weil ich mich für Fluggesellschaften interessiere, hab ich gleich mal auf verschiedenen Internetseiten gestöbert, wie es denn mit Flügen aussieht.

Bei Traveloverland hab ich dann zwei sehr günstige Flüge für die Strecke München-Bombay(Mumbai) zu jeweils ca. 500 Euro gefunden. Zum einen mit Gulf Air mir Stopover in Bahrain beim Hinflug und Mascat im Oman beim Rückflug, und zum anderen mit Emirates Airlines mit Stopover in Dubai.

Wir haben uns Emirates ausgesucht, weil man zu einem sehr günstigen Preis einen Stopover in Dubai einlegen konnte. Auf dem Hinflug nach Bombay haben wir also für 2 Tage Station gemacht, um uns Dubai am persischen Golf mal anzusehen.

Die Airline Emirates wurde 1985 gegründet und hat eine sehr junge Flotte, die vorwiegend aus Widebody Maschinen des Typs Boeing 777 und Airbus A330 besteht. Auch einige A310 werden eingesetzt.

Das Streckennetz von Emirates ist besonders im arabischen Raum sehr dicht, auch nach Afrika, nach Australien und besonders gut nach Asien kann mit EK fliegen. Direkte Flüge in die USA gibt’s noch nicht, aber meinen Informationen zu Folge steht ein sogenanntes Open Sky Abkommen zwischen den Vereinigten arabischen Emiraten und den USA kurz vor dem Abschluss, so dass diese Lücke im Streckennetz bald geschlossen werden kann.

Eigene Erfahrung:

Flugzeugtyp, Sauberkeit,
Wir hatten auf allen Teilstrecken ein Flugzeug vom Typ Airbus A330-200 in Drei-Klassen-Auslegung. Die Kabine war in Economy im 2-4-2 bestuhlt, in Business 2-3-2.
Dieses Flugzeug machte einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck. Die Sitze waren weder durchgesessen noch abgewetzt. Die Toiletten waren ebenso sehr rein.

Weil ich von Emirates nicht nur die Economy Class kenne, sondern auch die Business Class, werde ich meine Eindrücke vom Service, Bordunterhaltung und Komfort ab hier unterteilen. Beginnen werde ich mit Economy.

Der Service in der Holzklasse ist auf jeden Fall mal überdurchschnittlich. Ich hatte zu jeder Zeit den Eindruck, dass die Crew sehr motiviert, und auch der Wille zum Service vorhanden war. Ich wollte während des Fluges mal einen Nachschlag von diesen kleinen Knabbereien, die man normalerweise zur Begrüßung an Bord erhält. Auf meine Nachfrage hin erhielt ich nicht nur ein oder zwei kleine Päckchen, sonder 2 Hände voll davon. Die Stewardess war sehr freundlich und hat mir mit einem Zwinkern angeboten, dass ich es auf jeden Fall sagen soll, falls mir das nicht reicht. Auch bei Getränkewünschen außerhalb der Mahlzeiten wurde einem jeder Wunsch sofort erfüllt.

Der Komfort an Bord war durchschnittlich. Es ist ausreichend Beinfreiheit vorhanden, auch für meine 1,88m, aber luxuriös ist es natürlich nicht. Auch der seitliche Sitzabstand ist ok. An jedem Sitz waren zudem Fußstützen angebracht, die ich aber nicht benutzt habe, da ich meine langen Beine eh nur grade so unterbringen konnte. Jeder Sitz ist zudem mit einer etwas ausfahrbaren Kopfstütze ausgestattet, deren Ohren man zusätzlich noch etwas nach innen klappen kann, um den Kopf besser anlehnen zu können. Das ist schon praktisch.

Was die Bordunterhaltung angeht, dürfte sich Emirates im Spitzenfeld bewegen. Jeder Sitz ist mit einem LCD Bildschirm und einer Art Joystick ausgestattet, mit dem man die Video-, Radio- und Videospielfunktionen steuern kann, und der zudem auch als Telefon hergenommen werden kann. Auf den Teilstrecken München-Dubai und Dubai-München standen jeweils 4 oder 5 mehr oder weniger aktuelle Kinofilme zur Auswahl. Unter anderem Harry Potter. Die Videos waren in verschiedenen Sprachen zu empfangen, auch in Deutsch. Das Radioprogramm umfasste ca. 20 verschieden Stilrichtungen, inklusive eines Hindipop Kanals und eines arabischen Kanals. Außerdem stehen ca. 18 Videospiele zur Auswahl. Angefangen vom Klassiker Tetris über Trivial Pursuit bis hin zu Schach. Ich habe mir die Zeit damit vertrieben, gegen andere Passagiere Schach und Trivial Pursuit zu spielen. Im Schach hab ich jedes Mal gegen einen Inder verloren, der 3 Reihen vor mir saß, im Trivial Pursuit hab ich es einmal geschafft, die Rangliste im Flieger anzuführen.

Das Teilstück Bombay-Dubai auf dem Rückflug sind wir in der Business Class geflogen. Na ja, wir hatten beim Einchecken Glück. Das Flugzeug war wohl bis zum letzten Platz ausgebucht und wir checkten wegen Verspätung beim Sicherheitscheck des Gepäcks recht spät ein.

Der Service in Business ist nicht so wahnsinnig viel besser als in Economy, aber weil da weniger Passagiere auf eine Stewardess kommen, wird man natürlich individueller betreut, und die Crew hat versucht, die Passagiere mit dem Namen anzusprechen. Das hörte sich recht lustig an, wie eine Purserette aus den Emiraten versucht hat, meinen doch schon sehr bayerischen Nachnamen auszusprechen. Aber der Gedanke zählt ja...
Auf diesem Streckenstück hatte ich mal ne Frage zu meinem Sitzplatz, denn die Lehne und Fußstütze ließ sich nicht mehr einstellen. Dem Problem nahm man sich nach meiner Nachfrage gleich zu zweit an, und ich war wieder in der Lage, fast Liegeposition einzunehmen.

Ein großer Unterschied zwischen Economy und Business ist beim Sitzkomfort festzustellen. Der Abstand zum Vordersitz ist so groß, dass man nicht aufzustehen braucht, wenn der Sitznachbar aufs Klo muss. Außerdem lassen sich die Sitze vielseitiger verstellen. Mann kann eine Fußstütze ausfahren und die Lehne fast in die Horizontale bringen, na ja, nicht ganz, aber 45 Grad sind’s bestimmt.

Die Bordunterhaltung unterscheidet sich im Vergleich zur Economy dadurch, dass der LCD Bildschirm an jedem Platz etwas größer ist, und dass in jedem Sitz eine Art Videorecorder eingebaut ist. Um der Nachfrage vorzubeugen: Es waren keine DVD-Player, das Speichermedium schien eher Bandkassetten zu ähneln. Man kann aus einer Filmbibliothek mit ca. 50 Filmen auswählen, darunter auch einige in deutscher Sprache.

Ich sollte wohl auch erwähnen, dass alle angegebenen Abflug und Landezeiten pünktlich eingehalten wurden.

Auch das Frequent Flyer Programm soll genannt werden: Skywards!
Wer bereits Mitglied in einem Vielfliegerprogramm bei United, Continental, Singapore, Air Lanka, British Airways ist, braucht sich nicht auch noch bei Skywards anmelden, denn die genannten arbeiten zusammen.


Fazit:
Emirates ist eine Fluggesellschaft, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Vor allem für Flüge nach Asien und Australien. Wer nicht unter Zeitdruck steht, wird die vielen Stopovermöglichkeiten zu schätzen wissen. Emirates bietet sehr viel fürs Geld. Ich würde jederzeit wieder mit EK fliegen.


Arapahoe


(PS: Ich bin auch bei Dooyoo und Ciao unter Arapahoe angemeldet)

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