Grand Canyon Testbericht

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Erfahrungsbericht von XxLolaxX

Words are not precise enough

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Völlig entspannt saß ich auf dem Rücksitz des vollklimatisierten Mietwagens, nippte hin und wieder an einer eisgekühlten Dose Cola. Im Radio lief mal wieder “Lifehouse – Hanging by a moment”. Draußen: Landschaft, wie man sie aus den Wild-West-Filmen kennt. Endlose Weite, mal hin und wieder einige Bäume, teilweise verkohlte Waldstücke. Ein, zwei Hügel. Und weit und breit kein Anzeichen auf menschliches Leben. Nun gut, FAST keine Anzeichen. Denn irgendwer musste schließlich den Zaun zu meiner rechten errichtet haben, und irgendwer musste ja auch diese Straße, die nun schon seit Stunden immer nur geradeaus führte, gebaut haben... Zwischenstop. Wir hielten kurz am Straßenrand an, um eine Pause zu machen, neue Getränke aus der Kühlbox im Kofferraum zu holen, und um uns einfach mal die Beine zu vertreten. Ich erwartete, einen Hitzschlag zu bekommen, doch es wehte eine angenehme Brise. Kurze Zeit später fuhren wir auf der einsamen Straße weiter, und es trennten uns nur noch wenige Meilen vom Grand Canyon....

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Dies soll der 1. Teil meines USA-Reiseberichtes werden. Nachdem wir nach unserem Flug von Oklahoma nach Phoenix mit dem Auto bis nach Sedona gefahren waren wo wir übernachteten, fuhren wir aus diesem kleinen Örtchen am Morgen des 15.7.2001 wieder weg, erreichten gegen Nachmittag den Grand Canyon Nationalpark. Hier blieben wir drei Nächte, und sind am 18.07.2001 wieder abgefahren.

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.... nach einem weiteren Zwischenstop an einem indianischen Restaurant waren wir nur noch 3-4 Meilen von Grand Canyon Village entfernt, und hielten in der Nähe des Grand Canyon Airports. Hier (Tusayan) gab es eine Tankstelle, mehrere Einkaufsmöglichkeiten und ein Imax Kino. In diesem 3-D-Kino wurde ein etwa 30-45-minütiger Film (10 $ Eintritt pro Person) über die verborgenen Geheimnisse des Canyons, seine Entdeckung und Erforschung durch unter anderem Major John Powell und die Vielfalt der Natur gezeigt. Nachdem wir uns dann noch in den Souvenir-Shops umsahen, machten wir uns auf den Weg zum eigentlichen Nationalpark, welchem wir schon mit großen Erwartungen entgegensahen. Bevor wir jedoch rein durften, mussten wir für unseren Aufenthalt noch eine Gebühr von 20 $ bezahlen. Dann fuhren wir aber endlich im Schritttempo in den Park, wo wir uns gleich auf den Weg zu unserer Unterkunft (Bright Angel Lodge, South Rim) machten. Aber vorher: Wir erhaschten den lang ersehnten ersten Blick durch die Büsche und Absperrungen auf den Canyon. Viel war leider nicht zu erkennen – trotzdem konnten wir es dann wirklich kaum noch erwarten endlich mehr zu sehen. Nachdem wir also weiter durch den Park „tuckerten“, kamen wir auch an unserer Unterkunft an. Während unser männlicher Begleiter (Onkel von der Freundin, mit der ich da war) für uns drei eincheckte, liefen wir schon durch die Lobby auf die andere Seite, zu einer Aussichtsplattform. Und da war er dann endlich: Der sagenhafte Grand Canyon... Das Hauptgebäude der Unterkunft war wirklich keine 20-30 Meter von dem großen „Riss in der Erde“ entfernt. Und nun stand ich da, und mein erster Gedanke war „Wahnsinn...“. Höhen und Tiefen, geschweige denn Weiten, lassen sich nicht mehr einschätzen, das Ganze sieht aus wie auf eine Leinwand gepinselt. Ich hab’s wohl zunächst nicht ganz realisiert, was ich da direkt vor meinen Füßen hatte, aber die anderen Touristen, denen es scheinbar ähnlich ging, waren wohl einer der besten Beweise dafür, dass das der „echte“ Grand Canyon war. So haben wir dann auch bestimmt ein halbes Stündchen davor gestanden und gestaunt, bis wir dann unser Gepäck in unsere Zimmer geschafft hatten...
Abends erkundeten wir dann noch die Umgebung etwas, gingen im hoteleigenen Restaurant essen und früh schlafen. Da es am Grand Canyon schon sehr früh dunkel wurde und auch ordentlich abkühlte, ließ sich eh nicht mehr so viel unternehmen.

Am nächsten Tag standen wir beiden Mädels in aller Frühe auf – 5.30 Uhr um genau zu sein. Frühstück konnten wir um diese Uhrzeit nicht bekommen, daher packten wir uns unsere Rucksäcke mit viel gesundem Essen und reichlich Getränken voll und setzten unseren Plan, den Canyon „runterzuklettern“, in die Tat um. Vorher mussten wir uns noch über die Risiken des Canyon-Hikings informieren (siehe Infos über Hikes unten) . Dann, so gegen 6.10 Uhr, begannen wir den Abstieg über den Bright Angel Trail. Wenn von einem Canyon-Hike die Rede ist, ist damit gemeint, dass man einen sehr schmalen Pfad den Canyon runterläuft, der nicht in irgendeiner Form abgesichert ist (was zunächst etwas angsteinflößend ist). Dieser führt dann in das Innere bzw. zum Fluss (Colorado River). Wenn man bis zum Fluss möchte, sollte man zwei Tage für Ab- und Aufstieg einplanen, ohne Übernachtung schafft man diese Strecke auf keinen Fall.
Wenn man dann so den Canyon runterklettert, kommt man durch mehrere unterschiedliche Vegetationsstufen, was sogar für jemanden, der mit Natur und Biologie sonst nix am Hut hat, faszinierend ist. Je tiefer man in das Innere kommt, desto weniger andere Touristen trifft man, bis man schließlich fast allein ist. Ein Canyon-Hike ist sehr anstrengend, viele sind dabei schon ums Leben gekommen, da sie ihre Kraft überschätzt haben. Auf den ersten Kilometern kommt man an einigen Ranger-Stationen vorbei, wenn man jedoch eine bestimmte Sicherheitszone verlässt und tief im Canyon ist, trifft man nur noch auf vereinzelte Camper, die im Canyon übernachtet haben. In dieser Zone kann es unter Umständen 20 ° C wärmer sein als oben, denn die Temperaturen steigen hier auf 40-45°C (im Extremfall sogar 50°C).
Ein solcher Hike ist ein unvergessliches Erlebnis, und wir waren mit den Kräften total am Ende, als wir nach etwa 7 Stunden wieder oben ankamen (3 Stunden Abstieg bis kurz vor „Indian Gardens“, 4 Stunden Aufstieg, mit regelmäßigen Pausen, insgesamt ca. 16 km zurückgelegt).

Mittags erholten wir uns dann hauptsächlich von der Kletter-und-Wanderaktion, nachdem wir den ganzen roten Staub von unseren Klamotten entfernt hatten. Abends sind wir wieder früh ins Bett gegangen – nach dem Tag kein Wunder.

Am nächsten Tag frühstückten wir erst mal ausgiebig und machten anschließend Fotos, als wir mit dem Auto einige Aussichtspunkte am South Rim abfuhren. Mittags nutzten wir die Gelegenheit, mit einer Art Shuttle-Bus bequem die anderen Aussichtspunkte, die nicht so nah an unserer Unterkunft lagen, aufzusuchen. Besonders beeindruckend waren dabei der „Hopi Point“. Auf unserer mittäglichen Tour konnte man dann auch zum ersten Mal den Colorado-River erkennen – wenn auch nur von weitem. Später gönnten wir uns noch einen Besuch im „Hopi-House“ . Abends waren wir dann im „El Tovar“ essen, bevor wir dann am nächsten Morgen abreisten. Bevor man den Grand Canyon verlässt, sollte man aber auf jeden Fall noch einen Sonnenuntergang dort erlebt haben – wunderschön. Insgesamt war der Grand Canyon ein Wahnsinns-Erlebnis, und ich kann immer noch nicht so ganz glauben, was ich gesehen habe. Aber unsere Reisepläne führten uns weiter – Richtung Lake Powell.... (Bericht Teil 3).


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Grand Canyon – FACTS:

- 277 Meilen lang
- durchschnittlich 10 Meilen breit
- fast eine Meile tief
- Weltwunder
- Offizieller Status eines Nationalparks in 1919 (durch President Woodrow Wilson)
- Fast die Hälfte der 4.6 Billionen Jahre alten Geschichte der Welt spiegelt sich hier wider ( die ganze Geschichte der Entstehung des Canyons hier zu erklären, das wäre wohl zu viel)

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-- Lodging / Dining --

Unterkünfte gibt es hier zahlreiche – für jeden wird wohl das richtige dabei sein. Für echte Naturfreunde gibt es Camping-Plätze, unter anderem im Inneren des Canyons, wo man aber nicht so leicht hinkommt (aber ist bestimmt ein Abenteuer, da zu schlafen).
Das „El Tovar“ ist ein Hotel für etwas gehobenere Ansprüche, ein Luxus-Hotel kann man hier jedoch auch nicht erwarten. Wir haben in der „Bright Angel Lodge“ übernachtet. Dabei werden einem hauptsächlich Holzhütten geboten, die mit dem Nötigsten ausgerüstet sind. Diese passen aber klasse in die natürliche Atmosphäre, und wer am Grand Canyon Urlaub macht, braucht bestimmt keinen Luxus. Ich persönlich war sehr zufrieden mit der rustikalen Übernachtungsmöglichkeit. Das Hauptgebäude der Lodge ist sehr gut ausgerüstet – freundliches Personal die einem gerne alles zehnmal erklären, Internetzugang, gutes Restaurant, kleines Museum,... Leider ist die Bright Angel Lodge nicht ganz billig (im Vergleich mit dem Hotel in Las Vegas usw.), sie liegt aber auch direkt an dem Naturphänomen und ist nahezu ideal.

Essen kann man hier auch sehr gut. Ich kann den Bright Angel Dining Room und das Restaurant im El Tovar empfehlen. Hier gibt es von klassischen Burgern bis zu mexikanischem Essen fast alles.



-- How to get there --

Eine Möglichkeit ist sicherlich, mit dem Auto zu fahren, man kann jedoch auch Flüge von Las Vegas buchen, die aber nicht ganz billig sind. Für nähere Infos meldet euch bitte emailtechnisch bei mir.


-- Things to do – (Tips)

Hier kann man wandern, die Natur genießen und ordentlich Fotofilme verknipsen.
Ob man den Canyon selbst runterstapft, auf dem Rücken eines Maultieres oder das ganze lieber gleich von oben betrachtet – ein Abenteuer ist es auf jeden Fall. Tips fürs Hiking zu Fuß: Mindestens 4 Liter Wasser pro Person und Tag mitnehmen, viele Kohlenhydrate zu sich nehmen, nicht in der prallen Mittagssonne laufen, Sonnencreme einpacken und die Strecke und die Macht der Natur innerhalb des Canyons nicht unterschätzen. Hier sind schon viele gestorben und jährlich gibt es über 300 Unfälle bzw. Zwischenfälle. Fotos machen nicht vergessen! Achja: Lasst euch nicht von den frechen Squirrels (Eichhörnchen?) beißen, die sind hier mehr als zutraulich!
Auch um den Canyon herum gibt es viel zu entdecken. Die Geschichte der Indianer bzw. der Anasazi in diesem Gebiet ist unter anderem sehr interessant. Wer möchte, kann mit einem Hubschrauber durch den Canyon fliegen oder mit einem Floß über den Colorado-River fahren.
Mich hat der Grand Canyon sehr beeindruckt und wer die Möglichkeit hat, sollte sich dieses Naturwunder einmal ansehen. Ich staune heute noch....



“The ages have been at work on it and man can only mar it. What you can do is to keep it for your children, your children’s children and for all who come after you…”
(President Theodore Roosevelt)



Eure Lola

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