Gyrotwister XBeam Hand- und Armmuskulaturtrainer Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Handhabung & Komfort:
- Funktionalität:
- Qualität & Verarbeitung:
Erfahrungsbericht von janet19
Das ist ja besser als ein Or....
Pro:
siehe bericht
Kontra:
wer aufmerksam ließt
Empfehlung:
Ja
...dentliches Trainingsgerät, das mehr Geld kostet.
..:: Vorwort ::..
Vor einigen Wochen habe ich im wöchentlichen Faltblatt unseres Supermarktes ein kleines, sehr handliches Trainingsgerät entdeckt, das als die Innovation beschrieben wurde und mit einem einzigartigen Prinzip zum Muskeltraining eingesetzt werde. Das klang schon mal nicht schlecht und auch die Optik und der Preis stimmten. Der Name: GyroTwister. Doch worum handelt es sich bei diesem Gerät?
..:: Der GyroTwister ::..
Der GyroTwister wurde – wie kann es anders sein – natürlich in den USA entwickelt. Anhand der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Bewegungstherapie wurde ein Trainingsgerät geschaffen, das die Gelenke und Muskeln der Hand und der Unter- und Oberarme trainieren sowie die Durchblutung anregen soll. Der GyroTwister hat einen ungefähren Durchmesser von 7 cm und wiegt insgesamt etwa 250 Gramm. Optisch kommt er derzeit in sechs verschiedenen Varianten daher. Diese unterteilen sich in 3 Farbvarianten des Gehäuses (grün, blau und orange) und zwei Varianten des Rotors (gelb und schwarz). Es dürfte also geschmacklich für jeden etwas dabei sein.
Beziehen kann man den GyroTwister entweder über seine Homepage www.gyrotwister.de oder im normalen Handel. Ich habe ihn, wie gesagt, im Supermarkt erstanden. Der Internetauftritt ist sehr gelungen, sowohl übersichtlich als auch informativ. Man kann sich nicht nur über das Produkt selbst informieren, sondern bekommt gleichzeitig noch Feedback von Benutzern und eine ungefähre Übersicht, für wen das Trainingsgerät geeignet ist. Die wichtigsten der oft gestellten Fragen werden auch gleich beantwortet (in den FAQ). Was die Online- Preise angeht, so liegen sie anfangs beim mehr als Doppelten des von mir bezahlten Preises, staffeln sich aber nach unten mit steigender Stückzahl. Sie starten bei knapp 20 Euro und enden bei knapp 14 Euro. Die Online- Bestellung ist obendrein versandkostenfrei. Bei einer Bestellung bis 17 Uhr geht diese noch am gleichen Tag heraus, außerdem werden 100%iger Support und 5 Jahre Garantie gegeben. Zusätzlich kann man sich auf der Homepage zwei kleine Programme herunterladen, einmal den Gyrometer, der, sofern man eine Soundkarte und ein Mikro hat, uns anzeigen soll, wie viele Umdrehungen wir schaffen. Das zweite ist der sogenannte GyroTwister- Breaktimer, eine Art Übungsprogramm für zwischendurch.
Im Handel erwartet uns der GyroTwister in einem kleinen quaderförmigen Kästchen, zusammen mit zwei Schwungbändern, einer Anleitung. Er selbst besteht aus hartem, transparenten Kunststoff. Zusätzlich befindet sich rundherum noch ein sogenanntes \"GyroGrip\"- Band aus Gummi, das den Handlingkomfort des GyroTwisters entscheidend verbessert, er liegt einfach viel besser und \"ruhiger\" in der Hand, ideal also auch für solche Benutzer, die leicht schwitzende und daher feuchte Hände bekommen. Ich hatte das Glück, das einzig verbliebene orange- schwarz- farbige Gerät zu ergattern, das man auf den ersten Blick eher für eine Dosierkugel für die Waschmaschine halten würde, als dahinter ein Trainingsgerät zu vermuten. Aber erst einmal ein bißchen damit trainiert, freundet man sich mit der Form und der Optik sehr schnell an.
Mit dem roten Schwungband hat es Folgendes auf sich: Es wird mit einem Ende in das Loch eingeführt, welches sich im Rotor befindet. Danach wickelt man es bis auf ein kleines Stück auf. Das kleine Stück sollte man festhalten. So weit, so gut, doch was ist der Zweck? Ganz einfach, das Schwungband dient dazu, den GyroTwister erst einmal anzutreiben, bevor man ihn dann selbst richtig in Schwung bringt. Zu diesem Zweck wird das Schwungband im aufgerollten Zustand einmal ruckartig gezogen, um das Gerät in Bewegung zu versetzen. Wenn sich der innere Rotor erst mal bewegt, hält man die Öffnung nach unten und führt mit der Hand kreisende Bewegungen durch, die aus dem Handgelenk kommen sollten. Wer das jetzt nicht auf Anhieb verstanden oder geschafft hat, der wird natürlich nicht auf weiter Flur allein gelassen, denn die beigefügte Anleitung beschreibt alles sehr gut und bildlich. Wie heißt es so schön: Übung macht den Meister und irgendwann geschieht das dann wie im Schlaf. Auch mir ist es nicht auf Anhieb gelungen, ich habe ungefähr 10 Minuten gebraucht, eh ich den Willen des GyroTwisters soweit gebrochen hatte, daß er sich freiwillig drehte.
Irgendwann braucht man auch das Band nicht mehr, sondern kann das Gerät mit den Fingern in Bewegung setzen, ein Verlust des Bandes ist dann also nicht mehr tragisch. Die manuelle Inbetriebnahme empfehle ich aber nur Fortgeschrittenen. Je öfter man trainiert, desto schneller schafft man es, das Trainingsgerät in Schwung zu setzen.
..:: Das Prinzip und Training ::..
Der GyroTwister arbeitet ohne Strom oder Batterie (es entstehen also von daher schon mal keine Folgekosten), sondern basiert einzig und allein auf dem Prinzip der Eigenrotation der Kugel, die sich im Inneren des Gerätes befindet. Das heißt also, je höher die Rotation der Kugel, desto höher auch die Fliehkräfte, die auf die Kugel wirken und auch das daraus resultierende Gewicht! Bei richtigem Einsatz erreicht der GyroTwister bis zu 10000 Umdrehungen/Minute, weiter bin ich mit dem Zählen nicht hinterher gekommen. Bei der 200g schweren Kugel entspricht dies einer Kreiselkraft bzw. einem Gewicht von 15 kg (!), also ein wirklich beachtliches Stück Technik. In der Praxis äußert sich das nun so, daß die hier wirkenden Kräfte immer versuchen werden, die Kugel der Umklammerung der Hand zu entreißen. Und so wird aus dem GyroTwister ein Muskeltrainer, denn der Trainingseffekt kommt dadurch zustande, daß man einerseits mit den Muskeln der Hand bzw. des Arms beständig gegen diese Fliehkräfte ankämpft und die Kugel weiter festzuhalten versucht – was logischerweise bei höheren Rotationszahlen und steigendem Gewicht immer schwieriger wird – und sich andererseits auf die Erhöhung der Rotation konzentriert.
Am Anfang liegt das noch in einem akzeptablen Rahmen, doch mit fortschreitenden Übungen bekommt man irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes den Dreh raus und kann den GyroTwister bis in die höchsten zu erreichenden Gewichtsdimensionen zwingen. Die dabei trainierten Gruppen von Muskeln beschränken sich größtenteils auf die Hände und Arme, sprich den Unterarm, das Handgelenk und die Handmuskeln selbst. Bei geschickter Anwendung ist es auch möglich, dabei zusätzlich noch die Oberarme und die Brustmuskeln einem Training zu unterziehen.
Um nun mit dem GyroTwister zu trainieren, stecke ich das einem Schnürsenkel sehr ähnlich sehende Schwungband in das Loch der inneren Kugel, wickle das Band auf und ziehe dann ruckartig daran. Nachdem sich der Rotor nun bewegt, beginne ich, mit der ihn haltenden Hand (je nachdem, welche Hand gerade trainiert werden soll) kreisende Bewegungen zu machen, die es mir bei richtiger Durchführung ermöglichen, den Trainingseffekt beliebig einzustellen. Das heißt, beim Versuch, den sich im Inneren befindlichen Rotor zu kippen, um ihn in Bewegung zu versetzen, führt dieser eine Gegenbewegung aus, er möchte wieder die Ausgangsstellung einnehmen. Der so in Gang gebrachte Kreiseleffekt bewirkt die Rotation im Inneren. Es ist jedoch unerläßlich, die Bewegungen ruhig und konzentriert auszuführen. Wie schon gesagt, dauert es ein bißchen, bis man den Dreh raus hat, aber mit der Zeit verinnerlicht man es.
Ich mache schon seit einigen Jahren gezieltes Krafttraining und kann daher sagen, daß zu Beginn des Trainings mit dem GyroTwister – wie bei fast jedem anderen Trainingsgerät auch – unnötige Kraftakte unterlassen werden sollten, denn die Gelenke werden doch sehr beansprucht. Außerdem sollte man zu trainieren aufhören, wenn die eigene Kraft nachläßt. Dadurch wird einerseits die Wohnung geschont, und andererseits auch Verletzungen vorgebeugt, die durch plötzliches Loslassen des GyroTwisters entstehen könnten. Sobald man das Training beenden will, hört man einfach auf, motorisch auf das Trainingsgerät einzuwirken, und läßt die Kugel im Inneren wieder zur Ruhe kommen, was ganz automatisch durch die sich aufbrauchende Reibungsenergie bewerkstelligt wird.
Obwohl ich durch mein Krafttraining eigentlich Entsprechendes gewöhnt bin, hat der GyroTwister auch bei mir, als ich ihn das erste Mal benutzte, einen Muskelkater hinterlassen, da es doch eine völlig andere Art von Kraft ist, der man seine Muskulatur hier aussetzt. Bei regelmäßigem Training verschwindet der anfangs auftretende Muskelkater aber und später kann man eine eindeutig festere und stärkere Muskulatur sein Eigen nennen, nicht nur im Bereich der Unterarme und Hände, sondern auch an den Oberarm- und Brustmuskeln. Als Fortgeschrittener kann man dann beginnen, den Schwierigkeitsgrad langsam, aber ganz kontinuierlich zu steigern, indem man die Rotation der Kugel im Innern und die daraus resultierenden Kräfte steigert. Zwar nimmt die Muskulatur nicht zu, wird aber auf jeden Fall belastbarer und fester.
Was die Zielgruppe angeht, so ist der GyroTwister für alle Altersgruppen geeignet, sollte meiner Meinung nach Kindern bis zu einem gewissen Alter jedoch nur eingeschränkt, wenn überhaupt, als Trainingsgerät dienen, da sonst das sich noch im Wachstum befindliche Gewebe wie Nerven, Gelenke und Muskeln aufgrund der zum Teil großen auftretenden Kräfte irreparabel geschädigt werden kann. Einmal richtig in Schwung gebracht, ist der GyroTwister nur schwer zu bändigen.
Auch Personen, die lange am Computer sitzen (müssen), oder alte Menschen können den GyroTwister benutzen, um so die motorischen Fähigkeiten aufrecht zu erhalten oder zu verbessern und die Muskulatur nebenbei zu festigen. Außerdem sollte das Gerät wirklich nur so gehalten, daß die Öffnung von der Hand weg zeigt, da sonst aufgrund der hohen Geschwindigkeit unter Umständen leichte Verbrennungen auftreten, sollte man mit dem Rotor in Kontakt kommen.
..:: Fazit ::..
Schaut man sich andere Trainingsgeräte an, so hat der GyroTwister einen unschlagbaren Vorteil: Er ist nicht nur handlich, nimmt also kaum Platz weg, sondern er ist auch mehr als preiswert. Ich habe für mein Trainingsgerät knapp 8 Euro bezahlt, aber auch schon von einigen gehört, die dafür das Doppelte bis 3-fache oder nur die Hälfte hingeblättert haben.
Auch was den Trainingsumfang angeht, kann sich der GyroTwister mit den Großen messen, obwohl er nicht dazu geeignet ist, Problemzonen wie Beine, Po oder Bauch zu trainieren. Für den Preis eine wirklich lohnende Investition. Er ist nicht nur alltagstauglich, sondern auch ganz leicht zu handhaben. Das einzige Manko, was man leider doch anmerken muß, sind die von der Umgebung und dem Trainingsfortschritt, sprich: der Höhe der Umdrehungen, abhängigen Geräusche, die bei der Benutzung auftreten können. Dadurch wird die Trainingsintensität unter Umständen beeinträchtigt, denn wenn man den GyroTwister wie ich auf dem Weg zur Uni (mit dem Zug zwischen 15 und 20 Minuten) oder beim Fernsehen benutzt (in der Kombination wahrscheinlich nicht, aber auch sonst), kann das teilweise ziemlich störend wirken. Irgendwann achtet man auch gar nicht mehr darauf.
Mich jedenfalls hindert das nicht daran, das Gerät zu benutzen. Auch nach zwei Monaten, in denen ich ihn nun jeden zweiten Tag benutze (ein Tag Ruhepause ist für mich obligatorisch), läuft der GyroTwister rund wie beim ersten Mal, ist also sehr gut verarbeitet. Nicht umsonst gibt die Firma eine Garantie von 5 (!) Jahren. Er gibt mir ein gutes Training, vom sehr günstigen Preis ganz zu schweigen. Selbst hier am Computer, beim Surfen im Internet oder beim Lesen von Berichten bei Ciao, habe ich ihn oft am Laufen. Man sollte aber, wie man sieht, eine gewisse Disziplin mitbringen, und nicht nur alle paar Wochen mal trainieren. Dann wäre es rausgeschmissenes Geld. Dadurch kommt dann unter Umständen auch der Frust auf, daß das Gerät angeblich nichts taugt und man seine Muskeln nicht trainieren kann.
Aufgrund der spezifischen Machart ist er nur auf eine bestimmte Gruppe von Muskeln zugeschnitten und nicht dazu geeignet, Problemzonen wie Beine, Po oder Bauch zu trainieren. Ansonsten ist es ein sehr gutes Trainingsgerät für den kleinen Geldbeutel. Schon einige Minuten am Tag genügen, um eine entsprechende Wirkung zu erhalten. Der GyroTwister stärkt nicht nur die Muskeln und die Gelenke, sondern sorgt auch für eine gesteigerte und verbesserte Durchblutung derselben, also auch ein gutes Gerät für Leute mit Durchblutungsstörungen in Händen und Armen. Wie schon gesagt, habe ich keinen Muskulaturaufbau verzeichnen können, aber meine Arme und Hände sind wesentlich belastbarer geworden. Dies kommt mir nicht nur beim Krafttraining zugute – die Greifkraft und Belastbarkeit mit Gewichten wurde deutlich gesteigert – sondern auch bei den familiär bedingten Belastungen, da ich meinem Vater ziemlich häufig beim Transport seiner Plastiken behilflich sein muß, die auch nicht gerade leicht sind.
Ich persönlich kann den GyroTwister jedenfalls uneingeschränkt empfehlen. Die Geräusche sind zwar anfangs etwas lästig, aber nach gewisser Zeit achtet man gar nicht mehr darauf, weshalb die Aufnahme in die Bewertung ohne Konsequenzen bleibt: 5 Sterne.
eure janet
..:: Vorwort ::..
Vor einigen Wochen habe ich im wöchentlichen Faltblatt unseres Supermarktes ein kleines, sehr handliches Trainingsgerät entdeckt, das als die Innovation beschrieben wurde und mit einem einzigartigen Prinzip zum Muskeltraining eingesetzt werde. Das klang schon mal nicht schlecht und auch die Optik und der Preis stimmten. Der Name: GyroTwister. Doch worum handelt es sich bei diesem Gerät?
..:: Der GyroTwister ::..
Der GyroTwister wurde – wie kann es anders sein – natürlich in den USA entwickelt. Anhand der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Bewegungstherapie wurde ein Trainingsgerät geschaffen, das die Gelenke und Muskeln der Hand und der Unter- und Oberarme trainieren sowie die Durchblutung anregen soll. Der GyroTwister hat einen ungefähren Durchmesser von 7 cm und wiegt insgesamt etwa 250 Gramm. Optisch kommt er derzeit in sechs verschiedenen Varianten daher. Diese unterteilen sich in 3 Farbvarianten des Gehäuses (grün, blau und orange) und zwei Varianten des Rotors (gelb und schwarz). Es dürfte also geschmacklich für jeden etwas dabei sein.
Beziehen kann man den GyroTwister entweder über seine Homepage www.gyrotwister.de oder im normalen Handel. Ich habe ihn, wie gesagt, im Supermarkt erstanden. Der Internetauftritt ist sehr gelungen, sowohl übersichtlich als auch informativ. Man kann sich nicht nur über das Produkt selbst informieren, sondern bekommt gleichzeitig noch Feedback von Benutzern und eine ungefähre Übersicht, für wen das Trainingsgerät geeignet ist. Die wichtigsten der oft gestellten Fragen werden auch gleich beantwortet (in den FAQ). Was die Online- Preise angeht, so liegen sie anfangs beim mehr als Doppelten des von mir bezahlten Preises, staffeln sich aber nach unten mit steigender Stückzahl. Sie starten bei knapp 20 Euro und enden bei knapp 14 Euro. Die Online- Bestellung ist obendrein versandkostenfrei. Bei einer Bestellung bis 17 Uhr geht diese noch am gleichen Tag heraus, außerdem werden 100%iger Support und 5 Jahre Garantie gegeben. Zusätzlich kann man sich auf der Homepage zwei kleine Programme herunterladen, einmal den Gyrometer, der, sofern man eine Soundkarte und ein Mikro hat, uns anzeigen soll, wie viele Umdrehungen wir schaffen. Das zweite ist der sogenannte GyroTwister- Breaktimer, eine Art Übungsprogramm für zwischendurch.
Im Handel erwartet uns der GyroTwister in einem kleinen quaderförmigen Kästchen, zusammen mit zwei Schwungbändern, einer Anleitung. Er selbst besteht aus hartem, transparenten Kunststoff. Zusätzlich befindet sich rundherum noch ein sogenanntes \"GyroGrip\"- Band aus Gummi, das den Handlingkomfort des GyroTwisters entscheidend verbessert, er liegt einfach viel besser und \"ruhiger\" in der Hand, ideal also auch für solche Benutzer, die leicht schwitzende und daher feuchte Hände bekommen. Ich hatte das Glück, das einzig verbliebene orange- schwarz- farbige Gerät zu ergattern, das man auf den ersten Blick eher für eine Dosierkugel für die Waschmaschine halten würde, als dahinter ein Trainingsgerät zu vermuten. Aber erst einmal ein bißchen damit trainiert, freundet man sich mit der Form und der Optik sehr schnell an.
Mit dem roten Schwungband hat es Folgendes auf sich: Es wird mit einem Ende in das Loch eingeführt, welches sich im Rotor befindet. Danach wickelt man es bis auf ein kleines Stück auf. Das kleine Stück sollte man festhalten. So weit, so gut, doch was ist der Zweck? Ganz einfach, das Schwungband dient dazu, den GyroTwister erst einmal anzutreiben, bevor man ihn dann selbst richtig in Schwung bringt. Zu diesem Zweck wird das Schwungband im aufgerollten Zustand einmal ruckartig gezogen, um das Gerät in Bewegung zu versetzen. Wenn sich der innere Rotor erst mal bewegt, hält man die Öffnung nach unten und führt mit der Hand kreisende Bewegungen durch, die aus dem Handgelenk kommen sollten. Wer das jetzt nicht auf Anhieb verstanden oder geschafft hat, der wird natürlich nicht auf weiter Flur allein gelassen, denn die beigefügte Anleitung beschreibt alles sehr gut und bildlich. Wie heißt es so schön: Übung macht den Meister und irgendwann geschieht das dann wie im Schlaf. Auch mir ist es nicht auf Anhieb gelungen, ich habe ungefähr 10 Minuten gebraucht, eh ich den Willen des GyroTwisters soweit gebrochen hatte, daß er sich freiwillig drehte.
Irgendwann braucht man auch das Band nicht mehr, sondern kann das Gerät mit den Fingern in Bewegung setzen, ein Verlust des Bandes ist dann also nicht mehr tragisch. Die manuelle Inbetriebnahme empfehle ich aber nur Fortgeschrittenen. Je öfter man trainiert, desto schneller schafft man es, das Trainingsgerät in Schwung zu setzen.
..:: Das Prinzip und Training ::..
Der GyroTwister arbeitet ohne Strom oder Batterie (es entstehen also von daher schon mal keine Folgekosten), sondern basiert einzig und allein auf dem Prinzip der Eigenrotation der Kugel, die sich im Inneren des Gerätes befindet. Das heißt also, je höher die Rotation der Kugel, desto höher auch die Fliehkräfte, die auf die Kugel wirken und auch das daraus resultierende Gewicht! Bei richtigem Einsatz erreicht der GyroTwister bis zu 10000 Umdrehungen/Minute, weiter bin ich mit dem Zählen nicht hinterher gekommen. Bei der 200g schweren Kugel entspricht dies einer Kreiselkraft bzw. einem Gewicht von 15 kg (!), also ein wirklich beachtliches Stück Technik. In der Praxis äußert sich das nun so, daß die hier wirkenden Kräfte immer versuchen werden, die Kugel der Umklammerung der Hand zu entreißen. Und so wird aus dem GyroTwister ein Muskeltrainer, denn der Trainingseffekt kommt dadurch zustande, daß man einerseits mit den Muskeln der Hand bzw. des Arms beständig gegen diese Fliehkräfte ankämpft und die Kugel weiter festzuhalten versucht – was logischerweise bei höheren Rotationszahlen und steigendem Gewicht immer schwieriger wird – und sich andererseits auf die Erhöhung der Rotation konzentriert.
Am Anfang liegt das noch in einem akzeptablen Rahmen, doch mit fortschreitenden Übungen bekommt man irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes den Dreh raus und kann den GyroTwister bis in die höchsten zu erreichenden Gewichtsdimensionen zwingen. Die dabei trainierten Gruppen von Muskeln beschränken sich größtenteils auf die Hände und Arme, sprich den Unterarm, das Handgelenk und die Handmuskeln selbst. Bei geschickter Anwendung ist es auch möglich, dabei zusätzlich noch die Oberarme und die Brustmuskeln einem Training zu unterziehen.
Um nun mit dem GyroTwister zu trainieren, stecke ich das einem Schnürsenkel sehr ähnlich sehende Schwungband in das Loch der inneren Kugel, wickle das Band auf und ziehe dann ruckartig daran. Nachdem sich der Rotor nun bewegt, beginne ich, mit der ihn haltenden Hand (je nachdem, welche Hand gerade trainiert werden soll) kreisende Bewegungen zu machen, die es mir bei richtiger Durchführung ermöglichen, den Trainingseffekt beliebig einzustellen. Das heißt, beim Versuch, den sich im Inneren befindlichen Rotor zu kippen, um ihn in Bewegung zu versetzen, führt dieser eine Gegenbewegung aus, er möchte wieder die Ausgangsstellung einnehmen. Der so in Gang gebrachte Kreiseleffekt bewirkt die Rotation im Inneren. Es ist jedoch unerläßlich, die Bewegungen ruhig und konzentriert auszuführen. Wie schon gesagt, dauert es ein bißchen, bis man den Dreh raus hat, aber mit der Zeit verinnerlicht man es.
Ich mache schon seit einigen Jahren gezieltes Krafttraining und kann daher sagen, daß zu Beginn des Trainings mit dem GyroTwister – wie bei fast jedem anderen Trainingsgerät auch – unnötige Kraftakte unterlassen werden sollten, denn die Gelenke werden doch sehr beansprucht. Außerdem sollte man zu trainieren aufhören, wenn die eigene Kraft nachläßt. Dadurch wird einerseits die Wohnung geschont, und andererseits auch Verletzungen vorgebeugt, die durch plötzliches Loslassen des GyroTwisters entstehen könnten. Sobald man das Training beenden will, hört man einfach auf, motorisch auf das Trainingsgerät einzuwirken, und läßt die Kugel im Inneren wieder zur Ruhe kommen, was ganz automatisch durch die sich aufbrauchende Reibungsenergie bewerkstelligt wird.
Obwohl ich durch mein Krafttraining eigentlich Entsprechendes gewöhnt bin, hat der GyroTwister auch bei mir, als ich ihn das erste Mal benutzte, einen Muskelkater hinterlassen, da es doch eine völlig andere Art von Kraft ist, der man seine Muskulatur hier aussetzt. Bei regelmäßigem Training verschwindet der anfangs auftretende Muskelkater aber und später kann man eine eindeutig festere und stärkere Muskulatur sein Eigen nennen, nicht nur im Bereich der Unterarme und Hände, sondern auch an den Oberarm- und Brustmuskeln. Als Fortgeschrittener kann man dann beginnen, den Schwierigkeitsgrad langsam, aber ganz kontinuierlich zu steigern, indem man die Rotation der Kugel im Innern und die daraus resultierenden Kräfte steigert. Zwar nimmt die Muskulatur nicht zu, wird aber auf jeden Fall belastbarer und fester.
Was die Zielgruppe angeht, so ist der GyroTwister für alle Altersgruppen geeignet, sollte meiner Meinung nach Kindern bis zu einem gewissen Alter jedoch nur eingeschränkt, wenn überhaupt, als Trainingsgerät dienen, da sonst das sich noch im Wachstum befindliche Gewebe wie Nerven, Gelenke und Muskeln aufgrund der zum Teil großen auftretenden Kräfte irreparabel geschädigt werden kann. Einmal richtig in Schwung gebracht, ist der GyroTwister nur schwer zu bändigen.
Auch Personen, die lange am Computer sitzen (müssen), oder alte Menschen können den GyroTwister benutzen, um so die motorischen Fähigkeiten aufrecht zu erhalten oder zu verbessern und die Muskulatur nebenbei zu festigen. Außerdem sollte das Gerät wirklich nur so gehalten, daß die Öffnung von der Hand weg zeigt, da sonst aufgrund der hohen Geschwindigkeit unter Umständen leichte Verbrennungen auftreten, sollte man mit dem Rotor in Kontakt kommen.
..:: Fazit ::..
Schaut man sich andere Trainingsgeräte an, so hat der GyroTwister einen unschlagbaren Vorteil: Er ist nicht nur handlich, nimmt also kaum Platz weg, sondern er ist auch mehr als preiswert. Ich habe für mein Trainingsgerät knapp 8 Euro bezahlt, aber auch schon von einigen gehört, die dafür das Doppelte bis 3-fache oder nur die Hälfte hingeblättert haben.
Auch was den Trainingsumfang angeht, kann sich der GyroTwister mit den Großen messen, obwohl er nicht dazu geeignet ist, Problemzonen wie Beine, Po oder Bauch zu trainieren. Für den Preis eine wirklich lohnende Investition. Er ist nicht nur alltagstauglich, sondern auch ganz leicht zu handhaben. Das einzige Manko, was man leider doch anmerken muß, sind die von der Umgebung und dem Trainingsfortschritt, sprich: der Höhe der Umdrehungen, abhängigen Geräusche, die bei der Benutzung auftreten können. Dadurch wird die Trainingsintensität unter Umständen beeinträchtigt, denn wenn man den GyroTwister wie ich auf dem Weg zur Uni (mit dem Zug zwischen 15 und 20 Minuten) oder beim Fernsehen benutzt (in der Kombination wahrscheinlich nicht, aber auch sonst), kann das teilweise ziemlich störend wirken. Irgendwann achtet man auch gar nicht mehr darauf.
Mich jedenfalls hindert das nicht daran, das Gerät zu benutzen. Auch nach zwei Monaten, in denen ich ihn nun jeden zweiten Tag benutze (ein Tag Ruhepause ist für mich obligatorisch), läuft der GyroTwister rund wie beim ersten Mal, ist also sehr gut verarbeitet. Nicht umsonst gibt die Firma eine Garantie von 5 (!) Jahren. Er gibt mir ein gutes Training, vom sehr günstigen Preis ganz zu schweigen. Selbst hier am Computer, beim Surfen im Internet oder beim Lesen von Berichten bei Ciao, habe ich ihn oft am Laufen. Man sollte aber, wie man sieht, eine gewisse Disziplin mitbringen, und nicht nur alle paar Wochen mal trainieren. Dann wäre es rausgeschmissenes Geld. Dadurch kommt dann unter Umständen auch der Frust auf, daß das Gerät angeblich nichts taugt und man seine Muskeln nicht trainieren kann.
Aufgrund der spezifischen Machart ist er nur auf eine bestimmte Gruppe von Muskeln zugeschnitten und nicht dazu geeignet, Problemzonen wie Beine, Po oder Bauch zu trainieren. Ansonsten ist es ein sehr gutes Trainingsgerät für den kleinen Geldbeutel. Schon einige Minuten am Tag genügen, um eine entsprechende Wirkung zu erhalten. Der GyroTwister stärkt nicht nur die Muskeln und die Gelenke, sondern sorgt auch für eine gesteigerte und verbesserte Durchblutung derselben, also auch ein gutes Gerät für Leute mit Durchblutungsstörungen in Händen und Armen. Wie schon gesagt, habe ich keinen Muskulaturaufbau verzeichnen können, aber meine Arme und Hände sind wesentlich belastbarer geworden. Dies kommt mir nicht nur beim Krafttraining zugute – die Greifkraft und Belastbarkeit mit Gewichten wurde deutlich gesteigert – sondern auch bei den familiär bedingten Belastungen, da ich meinem Vater ziemlich häufig beim Transport seiner Plastiken behilflich sein muß, die auch nicht gerade leicht sind.
Ich persönlich kann den GyroTwister jedenfalls uneingeschränkt empfehlen. Die Geräusche sind zwar anfangs etwas lästig, aber nach gewisser Zeit achtet man gar nicht mehr darauf, weshalb die Aufnahme in die Bewertung ohne Konsequenzen bleibt: 5 Sterne.
eure janet
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