Hamburger SV Testbericht

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Erfahrungsbericht von JHetfield

Der Absteiger des Jahres 2006

Pro:

Modernes Stadion, eigentlich ein guter Kader

Kontra:

Harmloser Sturm, der Verein ist mitten im Abstiegskampf

Empfehlung:

Ja

Herzlich willkommen zu meinem letzten Bericht in diesem tollen Sportjahr 2006.

Die olympischen Spiele waren für das deutsche Team ein voller Erfolg, die Eishockey-Nationalmannschaft hat den Wiederaufstieg geschafft, die Hockey-Herren sind Weltmeister geworden, die Fußball-WM in Deutschland begeisterte die Massen weltweit, aber trotzdem gibt es ein großes Sorgenkind in Deutschland – den Hamburger Sportverein.

Ich hab mir überlegt, ob ich zuerst „Hitradio FFH“ in die Pfanne hauen oder den derzeitigen Niedergang des HSV beschreiben soll und entschied mich für letzteres, da die Zeit vor Silvester ein schöner Zeitpunkt ist für ein Resümee. Außerdem wird sich FFH nicht innerhalb von einem Monat verbessern. (Ihr wisst also schon das Thema für den Januar).

So ist der Bericht aufgebaut:

Kader
Trainer und Präsidium
Stadion
Homepage
Geschichte
Mainz 05 – Hamburger SV
Hinrunde 2006
Resümee

Wie immer bei meinen Sportberichten mache ich mit den Plus- und Minuszeichen deutlich, wie gut oder schlecht der angesprochene Punkt ist.

Kader
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Torwart:
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Bei den aktuellen Torhütern gibt es nicht viel zu erzählen, aber bei einem, der vielleicht in der Winterpause verpflichtet wird schon.

In der Hinrunde wechselten sich Stefan Wächter (28) und Sascha Kirschstein (26) im Tor ab. Viele Fehler machten beide nicht und der HSV kassierte auch wenige Gegentore, aber trotzdem sind sie soweit weg von der Nationalmannschaft weg wie ich :-)

Wenn man nur diese beiden bewerten müsste, würde ich drei Sterne verteilen, da sie guter Durchschnitt sind, doch es gibt ja mehr zu erzählen und da meine ich nicht Nachwuchstorwart Wolfgang Hesl (20), sondern den Schalker Frank Rost.

Der 33jährige Rost, der in Schalke Kapitän war und den Trainer Mirko Slomka vor dem Spiel gegen die Bayern auf die Bank setzte und stattdessen den jungen Manuel Neuer einsetzte, ist anscheinend wechselwillig. Was man so gelesen hat in den letzten Tagen, bietet der HSV knapp 3 Millionen Euro Ablöse für Rost, der angeblich Slomka als „Co-Trainer“ angesprochen hat.

Für mich ist es sehr fraglich, ob der HSV wirklich einen neuen Torwart braucht, ein Stürmer wäre sinnvoller. Falls der Wechsel nicht klappt hat man u.U. ein Torwartproblem, denn man hat Wächter und Kirschstein zu verstehen gegeben, dass man einen Ersatz für beide sucht.


Abwehr:
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Letzte Saison kassierte der HSV gerade mal 30 Gegentore, jetzt sind es nach der Hälfte der Spiele schon 22. Das ist zwar immer noch ein guter Wert, aber man bemerkt eben doch das Fehlen von Boulahrouz (Nach Chelsea) und van Buyten (Für 8 Mio. zum FC Bayern). Zwar wurde mit Vincent Kompany (20) vom RSC Anderlecht wieder ein junger belgischer Nationalverteidiger verpflichtet, doch er konnte wegen zahlreichen Verletzungen die Lücke nicht schließen. Als sein Partner ist Joris Mathijsen vorgesehen, der von AZ Alkmaar an die Alster wechselte. Der 26jährige holländische Innenverteidiger spielte bis jetzt hinten solide, ist allerdings nicht torgefährlich. Dritter Innenverteidiger ist Bastian Reinhardt (31), der mit seinem Eigentor per Flugkopfball in Aachen das Sinnbild von Pleiten, Pech und Pannen des HSV abgeliefert hat.

Mit dem 30 jährigen Juan Pablo Sorin, der vom FC Villareal nach Hamburg wechselte, hat der HSV noch einen WM-Spieler verpflichtet. Der ehemalige argentinische Nationalmannschaftskapitän spielt hauptsächlich als linker Außenverteidiger oder im linken Mittelfeld. Auch er war lange verletzt und spielte nur wenige Spiele. Mit ihm wollte der HSV in der Champions League glänzen, doch stattdessen wirkte er auch verunsichert.

Außerdem hat der HSV noch zwei Nationalspieler auf den Außenpositionen der Viererkette. Konkurrent von Sorin auf der linken Seite ist Thimothee Atouba (24), der in der 2005/2006 durch seine technisch einwandfreie Ballbehandlung auffiel, aber jetzt auch in einem Loch ist. Der Ausraster im Spiel gegen Moskau ist bezeichnend für den Frust des Kameruners. Auf der rechten Seite ist Mehdi Mahdavikia (29) seit Jahren beim HSV gesetzt. Der kleine Iraner ist aber auch nicht so stark im Moment.

Mit René Klingbeil (25) und Oliver Hampel (21) stehen dem HSV noch zwei Deutsche in der Abwehr zur Verfügung, wobei Klingbeil schon einige Male zum Einsatz kam in dieser Saison.

Das liest sich soweit ja ganz gut und die Leistung der Abwehr ist für mich nicht der Grund für den momentanen Tabellenplatz, aber man sieht doch schon eine gewisse Verunsicherung. Es wird wichtig sein, dass Kompany dauerhaft fit ist und seinen Nebenleuten Stabilität gibt. Sicher ist es viel verlangt von einem 20jährigen, aber die Innenverteidigung muss kompakt stehen.


Mittelfeld:
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Der HSV spielt mit einem 4-4-2 System mit einem offensiven, einem defensiven und je einem Außenspieler.

Zentrale Gestalt soll Rafael van der Vaart (23) sein, doch der junge Holländer wurde auch von einigen Verletzungen zurück geworfen. Neben seiner hübschen Frau fällt er immer wieder durch Unsportlichkeiten auf. Letzte Saison fing er nach dem Spiel in Wolfsburg eine Rangelei an, was eine Strafe nach sich zog und diese Saison flog er wegen groben Foulspiels in Bochum vom Platz und fehlte seinem Team. Seine Lücke als Regisseur konnte Piotr Trochowski (22) nicht schließen. Der schussstarke Halbpole, der im erweiterten Kreis der Nationalelf ist, ist zwar bemüht, aber ihm fehlt noch die Abgeklärtheit in gewissen Situationen.

Trochowski kann auch auf der linken Seite spielen, wo der HSV mit Nigel de Jong (22) einen weiteren holländischen Nationalspieler hat. Allerdings blieb er in dieser Saison auch den Beweis seiner Klasse schuldig.

Auf der rechten Seite spielt David Jarolim (27), selbstverständlich hat er auch schon in der tschechischen Nationalelf gespielt.

Die Position im defensiven Mittelfeld können mehrere Spieler übernehmen. Guy Demel (25) ist einer dieser Spieler. Der ivorische Nationalspieler wurde bei Borussia Dortmund auch schon als Innenverteidiger eingesetzt. Sein Rivale ist Raphael Wicky (29), der der erfahrenste Spieler im Kader ist. Der Schweizer kann auch auf der Außenbahn eingesetzt werden. Natürlich hat er auch in der Nationalelf gespielt. Außerdem kann Collin Benjamin (28, Namibia) dort spielen.

Weitere Mittelfeldspieler sind Benny Feilhaber (21) und Mario Fillinger (22), die wegen der vielen Verletzten zu mehr Einsätzen kamen, als vor der Saison gedacht. Allerdings entwickeln sie noch zu wenig Torgefahr, vor allem Fillinger versemmelte einige Großchancen.

Alexander Laas (22) kommt häufig als Einwechselspieler zu Einsätzen und erlangte letzte Saison im Spiel gegen Köln zu Berühmtheit als er von einem Trommelstock eines Kölner Anhängers am Kopf getroffen wurde. Der Hüne van Buyten trug ihn wie sein Baby auf seinen Armen aus der Gefahrenzone wo der stark blutende Laas behandelt werden konnte.

Ohne Chancen auf Einsätze sind die jungen Änis Ben-Hatira (18) und Markus Karl (20), die zumeist bei den Amateuren spielen. Stattdessen kam völlig überraschend Volker Schmidt (28) zu einigen Einsätzen, wo er sogar noch zu den besseren Spielern gehörte.

Im Mittelfeld war der Aderlass außer Stefan Beinlich nicht so groß, aber es ist der wurm drin. Trochowski versprüht Torgefahr, ist aber häufig auf sich gestellt.


Angriff:
--------+


Kommen wir nun zum Sorgenkind des Teams, dem Angriff. Vor der Saison durften Barbarez, Takahara und Ailton gehen, dafür wurden Boubacar Sanogo, Paolo Guerrero der unbekannte Besart Berisha geholt. Dabei schwebten solche Namen wie Patrick Kluivert durch die Gazetten, aber es wurde nichts daraus.

Wo Ailton ist weiß ich ehrlich gesagt nicht, Barbarez, der letzte Saison überragend war, hat in Leverkusen noch nicht überzeugt und Takahara hat in Frankfurt seine Ladehemmung überwunden.

Der Ivorer Sanogo (24) traf letzte Saison 10 Mal für Kaiserslautern, aber seine ganze Torgefährlichkeit ist weg. Genau wie bei Benni Lauth (25), der anscheinend zuviel Nutella genascht hat. Er ist so ungefährlich wie eine Litfaßsäule, dabei war er bei 1860 München sogar zum Nationalspieler geworden. Dann gibt es da noch meinen „Lieblingsspieler“ Danijel Ljuboja. Der 28jährige Serbe kann nur schießen, er hat keine Schnelligkeit, keine überragende Technik und sein Kopfballspiel ist auch verbesserungswürdig. Das so jemand in der Bundesliga spielt ist ein Armutszeugnis. Der VfB Stuttgart kann froh sein, dass man ihn abgegeben hat und sogar noch Knete dafür bekommen hat. Durch übertriebene Gehaltsforderungen hat er seinen Wechsel provoziert und der VfB hat mit Mario Gomez einen Topstürmer aus dem eigenen Nachwuchs, der die Lücke schließen konnte.

Der gefährlichste Angreifer ist Paolo Guerrero (22), der auch zwei Tore zum einzigen Sieg in Leverkusen beisteuerte. Doch der Peruaner ist kein internationaler Topstürmer, was die Bayern wohl auch zum Verkauf bewog. Hinter Podolski, Makaay und Pizarro wäre er auf der Bank versauert.

Der Albaner Berisha (21) sowie die jungen Mustafa Kucukovic (20), Rouwen Hennings (19) und Sidney Sam (18) kommen zumeist nur bei den Amateuren zum Zug. Lediglich Berisha kann sich zum erweiterten Kreis der Profis zählen.

Der Sturm ist eindeutig das Sorgenkind, denn Stürmer werden an Toren gemessen und die erschreckende Ausbeute von Ljuboja (4), Lauth (0), Guerrero (2), Sanogo (4) und Berisha (1) sagt alles aus. Deswegen bin ich der Meinung, dass man lieber zwei Stürmer verpflichten sollte statt einem Torwart.



Trainer und Präsidium
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Trainer Thomas Doll (40) hatte maßgeblichen Aufschwung am Höhenflug des HSV in der Saison 2005 / 2006. Bei seinem Amtsantritt am 18.10.2004 lag der Verein auf einem Abstiegsplatz und es sah ähnlich bedrohlich aus wie heute. Doch der HSV stieg nicht ab und der Vertrag mit „Dolli“ wurde verlängert. In der letzten Saison lag der lange Zeit auf Platz 2 und vergeigte erst am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft.

Als Spieler war er zunächst in der DDR Oberliga bei Hansa Rostock und dem Vorzeigeklub BFC Dynamo Berlin aktiv bevor er zum Hamburger SV wechselte. Von dort ging es zu Lazio Rom, Eintracht Frankfurt und AS Bari, wo er seine aktive Karriere beendete. Auch für die Nationalmannschaften der DDR und später der BRD war er aktiv.


Nach Karriereende war er zunächst Trainer der HSV-Junioren, dann der Amateurmannschaft und jetzt ist er Trainer der ersten Mannschaft.

Doll wird oft als „nett“ und Kumpeltyp beschrieben, denn so kommt er in Interviews auch rüber, allerdings kann er nach eigenem Bekunden auch anders. Seine Trainerkarriere begann steil und so eine schwierige Situation wie jetzt hat er noch nicht erlebt. Alle seine bisherigen Maßnahmen haben nichts gebracht und ich bezweifele auch, dass das Vertrauen des Vorstandes und der Fans in ihn gerechtfertigt ist. Nach so vielen Enttäuschungen am Trainer festzuhalten ist mutig, kann allerdings ein Sargnagel sein

Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Vorsitzender Bernd Hoffmann sollen die Arbeit Dolls unterstützen und bei Transfers mitentscheiden. Hatten die Verantwortlichen letzte Saison noch Glück mit van Buyten, van der Vaart und Boulahrouz, so schlugen die Neuzugänge diese Saison nicht so recht ein.

Torwart-Trainer ist Ronny Teuber, der mit zwei gleich starken (?) Torhütern zusammenarbeitet und Co-Trainer ist Ralf Zumdick, früher jahrelang beim VfL Bochum im Tor.

Ein weiteres negatives Beispiel für die derzeitige Situation des Traditionsvereins war die Mitgliederversammlung im Dezember, als zunächst die Pressevertreter des Saals verwiesen wurden und später der Vorstand nicht entlastet wurde. Als ob die Presse etwas für die Misere kann.


Stadion
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Zwar war ich noch nie in der AOL-Arena oder in Hamburg, aber ich beschreibe euch trotzdem mal etwas das Stadion. Die Eindrücke, die man am Fernsehen gewinnt täuschen eigentlich nur selten. Die Stimmung ist ausgezeichnet wenn die Mannschaft gut spielt, aber es ist kein Hexenkessel wie Aachen oder St. Pauli.

An der Alster fanden auch vier WM-Spiele statt, aber es erinnert sich kaum jemand an Höhepunkte der Spiele Ecuador – Costa Rica oder Saudi – Arabien – Ukraine. Lediglich die Auftritte der Italiener gegen Tschechien und die Ukraine verbreiteten WM-Stimmung. Übrigens gab es während der WM 45.442 Sitzplätze, bei Spielen des HSV sind es 10.000 Steh- und 45.000 Sitzplätze, natürlich alle überdacht im ehemaligen Volksparkstadion, das ein richtiges Schmuckkästchen geworden ist.

Das Stadion wurde übrigens von der UEFA mit der Höchstzahl von 5 Sternen ausgezeichnet und braucht sich nicht vor anderen Stadien zu verstecken. Zusammen mit der ColorLineArena der Hamburg Freezers verfügt die Stadt Hamburg über zwei tolle Sportstätten in unmittelbarer Nähe, die sich positiv auf meine Bewertung auswirken.


Geschichte
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Deutscher Meister: 1922, 1923, 1928, 1960, 1979, 1982 und 1983
Deutscher Pokalsieger: 1963, 1976 und 1987
Ligapokalsieger: 1973 und 2003
Europapokalsieger der Pokalsieger: 1977
Europapokalsieger der Landesmeister: 1983


Die Höhepunkte in der Geschichte des HSV liegen also schon lange zurück und sind vor allem mit den Namen Uwe Seeler, Horst Hrubesch und Felix Magath verbunden.

Doch alles begann schon viel früher, denn der SC Germania Hamburg wurde am 29.09.1887 gegründet und durch eine Fusion mit zwei weiteren Vereine am 01.06.1919 zum HSV.

Seinen ersten Meistertitel errang der Verein auf spektakuläre Art und Weise. Das Finale gegen den 1. FC Nürnberg ging beim Stand von 2:2 in die Verlängerung, wo es allerdings zu keiner Entscheidung kam, da niemand beim „Sudden death“ ein Tor erzielen konnte. Also wurde das Spiel nach 190 Minuten abgebrochen und wiederholt. Beide Spiele wurden sehr hart geführt und so standen beim Wiederholungsspiel wegen Platzverweisen und Verletzungen nur noch sieben Nürnberger auf dem Platz, so dass das Spiel abgebrochen und der HSV zum Meister erklärt wurde. Nach einigen Gerichtsverhandlungen verzichtete der HSV auf seinen Anspruch als Meister, so dass es 1922 offiziell keinen deutschen Meister gab. Den verpassten Titel holten die Hamburger 1923 durch ein 3:0 gegen Union Oberschöneweide nach. 1924 verlor der HSV das Finale gegen Nürnberg 0:2, doch 1928 errang die Elf um Otto „Tull“ Harder durch ein 5:2 gegen Hertha BSC Berlin wieder den Meistertitel.

Doch dann wurde es lange still und erst 1957 und 1958 stand der Verein wieder im Finale um die Meisterschaft, verlor jedoch beide Endspiele. Allerdings wurde der HSV zwischen 1945 und 1963 15 x Meister der Oberliga Nord! Nur in der Endrunde reichte es nur drei Mal fürs Endspiel. Das dritte Mal war 1960 wo „Uns Uwe“ Seeler zwei Tore beim 3:2 gegen den 1.FC Köln erzielte.

Seit 1963 gehört der HSV ununterbrochen der Bundesliga an und stellte mit Uwe Seeler auch den ersten Torschützenkönig. Mit 137 Toren ist er noch immer der erfolgreichste Torschütze des HSV vor Horst Hrubesch, der 136 x traf. Im selben Jahr schoss Seeler mit 3 Toren beim Finalerfolg über Borussia Dortmund den HSV erstmalig zum DFB-Pokalsieger.

In den Anfangsjahren der Liga fand sich der Klub oft nur zwischen Platz 4 und 14 wieder. 1975/1976 wurde man dann Zweiter und gewann in derselben Saison noch den DFB-Pokal. Durch den Finalsieg gegen Kaiserslautern qualifizierte man sich für den Europapokal der Pokalsieger, wo der Verein auf dem Weg ins Finale u.a. Atletico Madrid ausschaltete und in Amsterdam den RSC Anderlecht mit 2:0 besiegte. Hier traf oben erwähnter Felix Magath ebenso Georg „Schorsch“ Volkert.

1979 holte sich der HSV wieder die Meisterschaft dank Manager Günther Netzer, der Trainer Branco Zebec und Spielmacher Kevin Keegan verpflichtet hatte. In der folgenden Saison erreichte man durch ein 5:1 und 0:2 gegen Real Madrid das Finale im Landesmeisterpokal, was allerdings gegen Nottingham Forest 0:1 verloren wurde.

Nach zwei Vizemeisterschaften gewann die Mannschaft 1982 und 1983 seine letzten Meisterschaften mit so illustren Namen wie Uli Stein, Dietmar Jakobs, Manfred Kaltz, Horst Hrubesch und dem jungen Thomas von Heesen, der mittlerweile Trainer bei Arminia Bielefeld ist. Trainer war der legendäre Ernst Happel, der den HSV auch in das Endspiel des UEFA-Pokals 1982 führte (0:3 und 0:1 gegen IFK Göteborg verloren) und 1983 einen seiner größten Triumphe mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister feierte. Gegen Favorit Juventus Turin reichte der Siegtreffer von Felix Magath zum Titelgewinn, den der HSV allerdings nicht verteidigen kann und sich über Jahre aus der Spitzengruppe der Liga verabschiedet. 1987 gelingt der letzte Pokalgewinn durch ein 3:1 gegen Zweitligist Stuttgarter Kickers.

Seitdem wechseln sich gute und schlechte Jahre beim HSV ab.


Mainz 05 – Hamburger SV
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Dieses Spiel, dass ich am 18.11.2006 im Mainzer Bruchwegstadion gesehen habe, war einer der Gründe warum ich diesen Bericht geschrieben habe. Anscheinend ist jedes zweite Spiel, dass ich persönlich im Stadion sehe, absoluter Mist. 25,00 € habe ich für eine der wenigen unüberdachten Karten bezahlt und ich bereue jeden einzelnen Euro. Aber wenn ich schon leide, dann nicht alleine. Die anderen 20.000 Zuschauer haben schon gelitten und ihr alle sollt auch einen Eindruck von diesem Spiel haben.

Bereits vor dem Spiel hatte ich ein komisches Gefühl. Die Mainzer Zuschauer waren nicht so euphorisch wie sonst und im Bus standen zwei HSV-Fans neben mir, die sich über die überfüllten Busse und die angeblich amateurhaften Verhältnisse rund ums Stadion beschwerten. Ich hätte diese Pappnasen zu gerne mal nach dem Spiel gehört, aber sie werden wohl wie viele andere auch schweigend heim gefahren sein.

Das einzige positive an dem Spiel war sicherlich das hübsche Mädel neben mir, ansonsten kann man das Spiel in wenigen Sätzen abhaken. Das Wetter war kalt, das Spiel verdient die Note 6 und meiner Meinung nach habe ich zwei Absteiger gesehen. Mainz ist jede Saison ein Abstiegskandidat, aber was der HSV als Champions-League Teilnehmer ablieferte war hilfs- und ideenlos. Zwar konnte Rafael van der Vaart wieder mitspielen, aber er war nicht der erhoffte Heilsbringer. Die Stürmer Sanogo und Ljuboja fielen nicht auf, lediglich der eingewechselte Berisha hatte eine große Torchance. Ansonsten gab es wenige Torschüsse und viel Ballgeschiebe.

Am Ende brachte das 0:0 keinen Verein weiter und ich machte mich durchgefroren und enttäuscht auf den Heimweg.


Hinrunde 2006
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Enttäuschend, grauenvoll, miserabel sind nur einige Worte für diese prekäre Lage. Mit hohen Ansprüchen war man in die Saison gestartet und nachdem die ersten Spiele verloren wurden, wurde das als Fehlstart abgehakt.

Zwar erreichte man durch zwei Unentschieden dank des Auswärtstors von de Jong in Osasuna die Gruppenphase der Champions League, doch im DFB-Pokal war in der ersten Runde Schluss. Regionalligist Stuttgarter Kickers war einfach zu stark für pomadig spielende Hamburger. Auch in der Bundesliga lief es nicht rund und der HSV steckte von Anfang an im Abstiegskampf.

Am achten Spieltag gelang durch ein 2:1 in Leverkusen der erste und bis heute einzige Sieg in der Bundesliga. Aber selbst nach diesem Sieg ging kein Ruck durch die Mannschaft, es gelang einfach nichts. In der Champions League verlor man die ersten fünf Spiele ehe man zumindest gegen ZSKA Moskau mit 3:2 die Oberhand behielt. Allerdings hatte auch dieses Spiel einen faden Beigeschmack, denn Atouba wurde von den Fans rassistisch beleidigt und zeigte diesen schließlich den Mittelfinger, was ihm die rote Karte und dem Verein weitere negative Presse brachte.

Nach dem oben beschriebenen Grottenkick in Mainz lieferten die Hamburger gegen die Bayern ihre beste Saisonleistung ab – zumindest eine Halbzeit. Doch nach der 1.0 Führung verlor der HSV noch 1:2 und auch das so wichtige Spiel in Bochum wurde verloren. Außerdem flogen van der Vaart die Sicherungen raus bei einem brutalen Foul an Bechmann, für das er 4 Spiele gesperrt wurde. Ohne ihren etatmäßigen Kapitän spielte der HSV zum Abschluss der Hinrunde Remis gegen Nürnberg und Aachen. Das Aachen-Spiel war auch ein typisches Beispiel für den Zustand der Mannschaft. Sie führten 3:1 im Tivoli und es reichte doch nur zu einem 3:3 durch ein Eigentor von Reinhardt kurz vor Schluss.

Mit 13 Punkten und 16:22 Toren geht die Mannschaft als 17. in die Winterpause. Die Abwehrleistung ist ja halbwegs in Ordnung (Tabellenführer Bremen hat auch 22 Gegentore kassiert), aber nur 16 geschossene Tore sind absolut inakzeptabel.


Resümee
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Für mich fällt das Fazit alles andere als positiv aus. Aufgrund der starken Vorsaison und der Teilnahme an der Champions League waren die Erwartungen sehr hoch und Platz drei war wieder das angestrebte Ziel.

Positiv zu nennen sind die moderne AOL-Arena und auch die Geschichte des einzigen Bundesliga-Vereins, der seit der Gründung der Bundesliga 1963 dabei ist. Man kann sich davon zwar nichts kaufen, aber die Hoffnung stirbt sicher zuletzt.

Was allerdings gegen den Klassenerhalt spricht ist zum einen die Harmlosigkeit des Sturms und die Formschwäche des gesamten Kaders. Die vielen Verletzten als Ausrede zu benutzen ist sicher teilweise richtig, aber mit so vielen gestandenen Profis im Kader kann man Platz 17 auf diese Art und Weise nicht rechtfertigen. Es ist für mich auch das falsche Zeichen Frank Rost zu holen statt einem torgefährlichen Stürmer. Mir Barbarez, Ailton, Beinlich, van Buyten und Boulahrouz gingen fünf Stammspieler der letzten Saison, die bis jetzt nicht ersetzt werden konnten.

Ich denke, dass der HSV zwar nicht absteigt, aber die guten Vorsätze aus der Vorsaison mit der Etablierung in Europa sind ein Fall für den Papierkorb. Man kann auch Parallelen zur Saison 1999/2000 ziehen, als der HSV als 3. die Champions League erreichte und in der folgenden Saison nur 13. wurde.

Von mir gibt es drei Sterne für das Stadion, die Geschichte und die Hoffnung auf bessere Zeiten.

Mit freundlichen Grüßen

J.Hetfield

(Der Bericht erscheint auch bei Ciao.de als J.Hetfield.)

139 Bewertungen, 52 Kommentare

  • catmum68

    14.07.2010, 10:05 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • tk7722

    24.11.2008, 14:10 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Prima Bericht, liebe Grüße

  • ingoa09

    24.07.2008, 02:47 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die waren extrem nahe am Abgrund, doch mit Hub Stevens wehte ein anderer Wind... Liebe Grüße, Ingo

  • Baby1

    21.07.2008, 13:53 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Puppekaa

    19.07.2008, 10:59 Uhr von Puppekaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schöner Bericht - LG Karsta

  • Jerry525

    17.07.2008, 01:15 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße sh Jerry

  • anonym

    29.01.2008, 16:59 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • paula2

    30.12.2007, 15:08 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • oxalife

    15.10.2007, 01:25 Uhr von oxalife
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße,oxalife

  • anonym

    13.10.2007, 12:38 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön gegliedert und beschrieben. sh und lg

  • anonym

    15.07.2007, 18:35 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • Meyerhoffsche

    14.07.2007, 18:13 Uhr von Meyerhoffsche
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüße von M. :)

  • mrwong

    26.06.2007, 20:44 Uhr von mrwong
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh.........................ich freu mich auch über jede GEGENLESUNG von euch viele und liebe grüße Felix :-)

  • evafl

    25.06.2007, 11:30 Uhr von evafl
    Bewertung: sehr hilfreich

    *** SH! lg Eva ***

  • evaachenbach

    28.04.2007, 18:22 Uhr von evaachenbach
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab dich in meinem Abo

  • Estha

    25.03.2007, 14:52 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    supi :-)

  • mercury24

    19.03.2007, 23:18 Uhr von mercury24
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und liebe Grüße Micha

  • Mareike22

    12.03.2007, 09:10 Uhr von Mareike22
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Mareike :o)

  • Sabate

    11.03.2007, 22:49 Uhr von Sabate
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Todd

  • LadySimara

    08.03.2007, 02:06 Uhr von LadySimara
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~°~Lieben Gruß Steffi~°~

  • Siobhan1980

    09.02.2007, 23:50 Uhr von Siobhan1980
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab zwar keinen Plan von Fussball, aber dein Bericht ist sehr ausführlich und darum ein sh von mir. GLG Miriam

  • Maxima24

    07.02.2007, 01:25 Uhr von Maxima24
    Bewertung: sehr hilfreich

    ✰ ~ SH ~ ✰

  • sigrid9979

    04.02.2007, 15:47 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasss lg sigi

  • anonym

    29.01.2007, 11:07 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    GVLG und einen tollen Start in die Woche wünscht Dir Eva

  • kleenerknuffi

    28.01.2007, 19:08 Uhr von kleenerknuffi
    Bewertung: sehr hilfreich

    bh, wenns ginge

  • anonym

    18.01.2007, 14:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    naja ich mag meine hamburger jungs trotzdem :-)

  • crissy13

    11.01.2007, 11:43 Uhr von crissy13
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich (vor allem für mich als Schalker)

  • papaonline

    10.01.2007, 21:11 Uhr von papaonline
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin wieder da lg papaonline

  • Saska16

    07.01.2007, 18:37 Uhr von Saska16
    Bewertung: sehr hilfreich

    S.H. und liebe Grüßw, Saska

  • sudden23

    07.01.2007, 04:30 Uhr von sudden23
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gesundes Neues Jahr! LG Martin

  • diana75

    04.01.2007, 19:17 Uhr von diana75
    Bewertung: sehr hilfreich

    ** W*Ü*N*S*C*H*E** D*I*R** E*I*N** F*R*O*H*E*S** N*E*U*E*S** J*A*H*R** LG** D*I*A*NA** 75**

  • erdi13

    03.01.2007, 14:30 Uhr von erdi13
    Bewertung: sehr hilfreich

    wow, da hast du dir ja echt mühe gegeben. ein toller bericht. hoffe, du bist gut ins neue jahr gerutscht ;-) gruß erdi

  • *Jayn*

    03.01.2007, 13:09 Uhr von *Jayn*
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hier genausogut wie bei Ciao! ;o)

  • MichiStephan

    02.01.2007, 11:22 Uhr von MichiStephan
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh + lg

  • samatweb

    02.01.2007, 10:15 Uhr von samatweb
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße und ein schönes Jahr 2007!

  • bigmama

    02.01.2007, 03:18 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh + Gesundes, neues Jahr! LG Anett

  • Django006

    01.01.2007, 19:22 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    *** Prosit Neujahr 2007 *lg* Alan ;>))))

  • kreinsch2

    01.01.2007, 16:37 Uhr von kreinsch2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Frohes neues Jahr - LG

  • Nick_Neschi

    01.01.2007, 11:27 Uhr von Nick_Neschi
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich tippe der HSV schafft es am letzten spieltag die klasse zu halten...lg...jonny :o)

  • Nettiteddy

    31.12.2006, 22:49 Uhr von Nettiteddy
    Bewertung: sehr hilfreich

    *Einen* guten *Rutsch* ins* neue *Jahr* wünscht* Dir* Annette*

  • morla

    31.12.2006, 21:35 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche einen guten rutsch ins neue jahr. l. g. petra

  • LittleSparko

    31.12.2006, 21:33 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • anonym

    31.12.2006, 18:15 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • presscorpse

    31.12.2006, 17:59 Uhr von presscorpse
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh ! lg presscorpse

  • anonym

    31.12.2006, 17:57 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • Bunny84

    31.12.2006, 17:56 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht. Und einen guten Rutsch:-) Lg Anja

  • anonym

    31.12.2006, 16:38 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Biggi :-)

  • campimo

    31.12.2006, 16:21 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ╔╩╦╝ Ich wünsche dir einen guten Rutsch in's neue Jahr ╔╩╦╝

  • anundka_ki

    31.12.2006, 15:47 Uhr von anundka_ki
    Bewertung: sehr hilfreich

    "sh" - ich glaube der HSV wird sich in der Rückrunde besser präsentieren - einen "Guten Rutsch ins Neue Jahr" !!!

  • hjid55

    31.12.2006, 15:13 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & wünsch dir eine schöne Silvester Feier. lg Sarah

  • Nina1805

    31.12.2006, 14:51 Uhr von Nina1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht!!! Guten Rutsch, SH.

  • Sternenhimmel

    31.12.2006, 14:51 Uhr von Sternenhimmel
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich schoener bericht, wir sagen DANKE zu TAKAHARA = Eintracht Frankfurt tut gut = :-D