Hase Testbericht

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Erfahrungsbericht von kalli46

Da platzte mir fast die Hose: Hasenmedaillons in Pfifferlingsahne

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo Yopi-Freunde!

Heute möchte ich euch mal wieder ein Supergericht vorstellen, es heißt: HASENMEDAILLONS IN PFIFFERLINGSAHNE.

Vorgeschichte:
Wie ihr ja schon aus einem meiner früheren Berichte erfahren habt, wurde vor einiger Zeit bei uns zu Hause ein gigantischer Hausputz veranstaltet, unter Mitwirkung meiner Wenigkeit. Unter anderem fanden wir Großmutters Rezeptsammlung, alte Aufzeichnungen und auch einige Schulbücher meiner Frau.

Neugierig, wie ich nun einmal bin, blätterte ich durch einige Hefte und erspähte dort einige handgeschriebene Rezepte aus ihrer Schulzeit, unter der Rubrik Haushaltshilfe.

Ich las mir mal einige Rezepte durch und fand einige vielversprechende Gerichte, die ich nun wiederum in meinen PC übertrug. Beim Abschreiben fiel mir besonders dieses Gericht auf. Nach Angaben meiner Frau wurde es zu ihrer Schulzeit sehr häufig zu Hause zubereitet, da sie Kaninchen und Stallhasen im Garten hielten.

Früher vielleicht ein Arme-Leute-Essen, aber heute sicherlich eine Delikatesse. Ich bat nun (ist jetzt schon ca. 2 Monate her) meine Frau, das Gericht irgendwann einmal zuzubereiten. Diers geschah nun am letzten Wochenende. Ich kann nur sagen: es war ein Genuß, ein Hochgenuß.

Zunächst einmal die Zutaten:
600 g Hasenrücken
250 g Pfifferlinge
200 g Möhren
200 g Leidener Bauernkäse (kann auch ein anderer kräftiger Käse sein, wir hatten gerade diesen im Hause)
2 Zwiebeln
75 g Butter
125 ml Rotwein, trocken
1-2 Eßl. Weinbrand
125 ml süße Sahne
125 ml Fleischbrühe
2 Teel. Johannisbeergelee
1 Teel. gefriergetrocknete grüne Pfefferkörner
1 Stange Lauch
Salz und weißer Pfeffer.

Die Zubereitung ist etwas mit Arbeit verbunden, aber dafür wird man entschädigt.

Zubereitung:
Lauch oder Porree von den grünen Blatteilen befreien, putzen und waschen. Anschließend werden die Zwiebeln und Möhren geschält. Zwiebeln fein würfeln, Möhren und Lauch in dünne, lange Streifen schneiden. Pfifferlinge nachputzen, größere Pilze dabei halbieren.

Fleisch mehrfach abspülen, trockentupfen und die eventuell noch vorhandenen Sehnen und Häute abziehen. Fleisch dann in 2 cm dicke Scheiben schneiden. In der heißen Butter kurz anbraten (innen noch rosa). In eine feuerfeste Form legen, schwach salzen, pfeffern und mit Pergamentpapier bedeckt warm stellen. In der Bratbutter die Zwiebeln glasig werden lassen.

Möhren und Lauch zufügen und 2 Minuten mitdünsten. Pfifferlinge dazugeben und noch 1 Minute dünsten. Rotwein und Fleischbrühe angießen, das Gemüse zugedeckt 3 Minuten schmoren. Sahne, Gelee und Weinbrand unterrühren und leicht zerdrückte Pfefferkörner zufügen. Die Mischung mit Salz abschmecken und über die Medaillons verteilen.

Käse reiben, darüber streuen und das Gericht im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 20 Minuten überbacken. Dazu Herzoginkartoffeln oder frische Baguette servieren.

Ich hoffe, ihr könnt euch vorstellen, daß von den Medaillons nichts, aber rein garnichts, übriggeblieben war. Allein die süß-herbe Soße war schon ein Gedicht. Die restlichen Baguettescheiben habe ich dann zum Schluß in die übriggebliebene Soße getunkt. Anschließend mußte ich den Gürtel meiner Hose ein Loch weiter stellen.

Der einzige Nachteil fand ich, daß der Braten während der Garzeit bzw. Bratenzeit etwas streng roch. Meine Frau sagte nur, daß das bei fast allen Wildgerichten der Fall sei.

So, nun wünsche ich euch nur noch guten Appetit und vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten, euer kalli46

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