Hengstenberg Roressa Apfelrotkohl Testbericht

Hengstenberg-roressa-apfelrotkohl
ab 11,70
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut

Erfahrungsbericht von jozeil

Jetzt nur nicht rot werden ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

... und zwar deshalb, weil es Jetzt mich auch mal erwischt hat, was meine hartnäckige Meinung gegenüber aus dem Glas etwas lockerer werden lässt. Nachdem es nun ja anscheinend schon zum guten Ton gehört und in den meisten Haushalten so Sitte geworden ist, Gemüse anstatt frisch vom Markt, wie ich es bevorzuge, aus der Dose, dem Glas oder dem Kühlregal zu kredenzen, bin auch ich, neugierig, wie ich nun mal bin, in den Supermarkt gegangen und hab mal so ne Dose gesundes Rotkraut, lieber erst die Kleine zu 300 g mit 285 g Abtropfgewicht, in meine Küche geholt, um selbst zu probieren, wie denn das vielfach gelobte Notessen so mundet.

Dampfender Rotkohl, geleert in einen weißen Teller und gepiesackt von einer Gabel, zeigt mir das Etikett der Dose, das Innenleben schon von außen. Ganz in Blaukraut-lila gehalten, genau jenes, das so schöne unwiderrufliche Flecken am weißen T-Shirt hinterlässt.

Tafelfertig soll es sein, also sofort damit, nach Zusetzen von etwas Wasser und 5 minütigem Erwärmen im Topf, oder, leichter und schneller wie ich es handhabe, in der Mikrowelle, wobei das Kraut vorher in ein geeignetes Gefäß zu füllen ist, auf den Teller.

Dank dem beigesetzten Essig schön in der Farbe, dunkelblau, etwas Zucker und Salz für den Geschmack, Gewürze, Nelke müsste drin sein aber ansonsten schwer zu definieren, sowie natürlich der Kohl selber, fein geraspelt, und ohne Konservierungsstoffe haltbar gemacht, so bring ich ihn zu Tisch.

Selbstverständlich nicht alleine, denn nur von diesen 300 g Rotkohl wird wohl keiner satt, weshalb ich mir zuvor noch Buletten und Salzkartoffeln in die Pfanne bzw. in den Topf geworfen habe. Auch als Beilage kann ich mir nicht vorstellen, dass an dieser seeeehr knapp bemessenen Portionsgrößen, wie von Hengstenberg angegeben, 2 Personen das Auslangen finden, weshalb ich da mal mindestens ein großes Behältnis vorschlage, wenn man Blaukraut so mag wie ich und etwas mehr als ein kleines Häufchen genießen möchte.

Geschmacklich bin ich merklich überrascht. Ohne Inanspruchnahme zusätzlicher Aromageber, na gut, etwas Rotwein würde nicht schaden, trägt er doch eine recht angenehme und gut harmonierende Blaukrautnote zum Mahl bei. Leicht süßlich, sparsam aber ausreichend gesalzen und mit einer leichten Säure ist er noch knackig zwischen den Zähnen, natürlich nur, wenn er zuvor nicht stundenlang am Herd von euch vergessen wurde, und lässt meine Bedenken gegenüber Fertigfutter schwinden.

46 kcal in 100 Gramm hab ich da also in fast dreifacher Ausführung für Euro 0,69 bei Spar erworben. Geschnitten, verkocht, überraschend gut gewürzt und abgefüllt von der Firma Hengstenberg aus 73726 Esslingen, die ihr auch auf deren Homepage www.hengstenberg.de besuchen könnt, wird es auch noch in einer 710 g Dose angeboten.

Fazit:

Tja, ich war wirklich überrascht über die Qualität und den Geschmack dieses Doseninhalts. Aber so gut sie auch ist, ein weiteres mal wird die Dose nicht in meinem Einkaufskorb landen. Is doch ein Unsinn, wo ich rund um Linz so viele Bauern habe, Rotkohl aus Deutschland zu importieren und damit der Umwelt so rein gar nix Gutes tun. Zudem ist der Preis, gemessen an den Kosten eines Kopfes Blaukraut doch sehr gewaltig und mir einfach zu teuer.

An die Umwelt denkend und in Zukunft wieder selber schnippselnd bedank ich mich fürs Lesen,

ad rem
euer Jörg

© by Jozeil 2/2003

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