Azrael (Taschenbuch) / Wolfgang Hohlbein Testbericht

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ab 11,12
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Erfahrungsbericht von mickey73

Der Engel des Todes geht um!

Pro:

spannend, fesselnd, fantastisch, viel Blut

Kontra:

anfangs schleppend

Empfehlung:

Ja

Nach wie vor bin ich auf dem Hohlbein-Tripp! Nicht mehr lange und ich habe alle geliehenen Bücher (alles nur Hohlbein-Bücher) von einer Freundin durchgeackert. Nun war "Azrael" von Wolfgang Hohlbein dran. Dieses Buch wurde mir auch von jemandem wärmstens empfohlen. Na, was hatte ich da noch für eine Wahl?

Einband

Bei dem Buch handelt es sich um einen festen Einband mit einem Schutzumschlag. Auf der Vorderseite des Schutzumschlages ist neben dem Titel des Buches und den Namen der Autoren eine Abbildung von zwei steinernen Gesichtern zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich eine kurze Inhaltsangabe und Anmerkungen zum Buch.

Die Autoren

Wolfgang Hohlbein wurde am 11.08.1953 in Weimar geboren und lebt mit seiner Frau und sechs Kindern in der Nähe von Neuss/Düsseldorf. Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlangte er 1982 mit dem Kinderbuch "Märchenmond". Von da an schrieb er eine Vielzahl von Fantasy-, Science-Fiction-, Horror-Romanen und Kinderbüchern. Seine Bücher schafften es oftmals auf die Bestseller-Liste und wurden riesige Erfolge.
Seit 1974 ist Wolfgang Hohlbein mit Heike Hohlbein, geboren in Neuss, verheiratet. Mit ihrem Mann schrieb sie einige Werke, darunter Märchenmond. Die beiden zählen heute zu den erfolgreichsten Fantasy-Schriftstellern.

Inhalt

In Berlin geschehen eine Vielzahl von eigenartigen Selbstmorden und unerklärliche Todesfälle, unter anderem begeht der angesehene Chemiker Dr. Löbach Selbstmord und der Chef der psychiatrischen Klink St.-Eleonor-Stift stirbt an plötzlichem Herzversagen. Die örtliche Polizei kann sich diese mysteriösen Todesfälle nicht erklären. Dr. Löbachs Wohnung ist stark verwüstet und alles ist mit einer dicken schwarzen Farbe überzogen. Außerdem ist groß an die Wand mit Blut das Wort "Azrael" geschrieben. "Azrael", der Todesengel? Oder hat das Wort etwas ganz anderes zu bedeuteten. Es stellt sich heraus, dass Dr. Löbach eine lange Zeit in der pharmazeutischen Chemiefabrik Sillmann gearbeitet hat und dort dann letztlich gefeuert wurde. Der Sohn von Sillmann senior, Mark Sillmann, taucht überraschend in Berlin auf. Er feiert seinen 18. Geburtstag und hat genug von dem Internat, auf dem er sechs Jahre lang war. Endlich möchte er sein eigenes Leben führen, was zu starken Diskrepanzen zwischen Vater und Sohn führt. Die Mutter von Mark befindet sich seit Jahren als Patientin im St.-Eleonor-Stift.
Marks Vater und Dr. Petri, der Hausarzt der Sillmann, konfrontieren Mark mit der Vergangenheit, als dieser seinem Vater Vorwürfe macht, dass er Schuld ist an der Krankheit seiner Mutter. Dr. Petri und Marks Vater klären ihn jedoch auf, dass alles ganz anderes war. Mark und seine Mutter waren vor Jahren drogensüchtig und haben an einer Versuchsreihe des Sillmann-Instituts teilgenommen, in der es darum ging eine Ersatzdroge (gleichzusetzen mit Methadon) zu produzieren, die die Menschen von ihrer Drogenabhängigkeit heilen sollte. Dabei entstand jedoch eine weitaus stärkere Droge namens "Azrael", welche eine extrem bewusstseinserweiternd Wirkung hat. Bereits bei dieser Versuchsreihe kamen mehrere Menschen ums Leben und Marks Mutter trug einen psychischen Schaden davon.
Marks Vater und Dr. Petri sorgten mit Hilfe von Medikamenten dafür, dass Mark diese Episode seiner Vergangenheit vergaß und schickten ihn in das Internat.
Mark ist geschockt und will diese Offenbarung seines Vaters nicht glauben. Er wird von furchtbaren Albträumen heimgesucht, die ihn immer wieder mit der Vergangenheit konfrontieren und es wird ihm bewusst, dass sein Vater und alle die an dem Projekt mitgewirkt haben aus ihm ein Monster gemacht haben, dass immer wenn Mark schläft zum Vorschein kommt.

(Ob Mark das Monster in sich besiegen kann und wie die Geschichte zu Ende geht: selber lesen!).

Meine Meinung

Als ich die ersten paar Seiten des Hohlbein-Romans "Azrael" gelesen habe, dachte ich zuerst, dass ich mal wieder einen von Hohlbein produzierten Reinfall in der Hand halten würde. Alles wirkte auf mich verwirrend, kaum nachvollziehbar und einfach extrem suspekt. Es juckte mich in den Fingern, den Roman zu nehmen und ihn in die Ecke zu pflastern, doch wie ich bereits von anderen Hohlbein-Büchern gewohnt war, sollte man bei diesem Autor nicht unbedingt nach den ersten paar Seiten die Hoffnung aufgeben, dass der Roman nicht doch noch besser werden könnte. Und so war es dann auch. Im Laufe der Geschichte wurde die Handlung immer nachvollziehbar und wirkte auch nicht mehr so konfus wie zu Anfang. Man fühlte sich regelrecht an das Buch gefesselt.
Hohlbein steigt sofort am Anfang des Buches mehr oder minder voll in die Geschichte ein und springt zwischen einzelnen Personen und Szenarien hin und her. Mit der Zeit werden dem Leser dann auch die wirklich wichtigen Personen des Buches und die einzelnen Orte, an denen sich die Szenen vollziehen, sehr gut näher gebracht. Die Personen sind sehr detailliert in ihrer Persönlichkeit und in der Entwicklung ihrer Emotionen dargestellt.
Überhaupt arbeitet Hohlbein, wie schon in anderen seiner Werke wie zum Beispiel "Dunkel" sehr stark mit den Emotionen der Hauptprotagonisten als auch mit den Emotionen des Lesers. Angst ist dabei das alles überragende, welche den ganzen Roman hindurch vorherrscht.
"Azrael" entpuppt sich als extrem blutiger und schockender Roman, der nicht gerade etwas für Menschen mit schwachen Nerven ist.
Hohlbein spielt sehr gern mit dem Leser. Er lockt ihn auf eine falsche Fährte und plötzlich schlägt er dann einen ganz anderen Weg ein. So wie er es auch in "Azrael" probiert. Anfangs lenkt er den Leser auf Azrael, den Todesengel, und dann wird Azrael plötzlich zu einer Droge. Schade fand ich dabei, dass Hohlbein nicht viel über den Todesengel preisgibt. Der Leser erhält leider viel zu wenig Informationen über diesen sogenannten Würgeengel, dafür später jede Menge fantastisches über diese neu entwickelte Droge.
Hohlbein bedient sich in seinem Roman eines sehr ausschmückenden Schreibstils und ist sehr detailliert in seinen Darstellungen und Schilderungen.

Sonstiges

Buch-Nr. 002089
erschienen im Wilhelm Heyne-Verlag GmbH & Co. KG, München
Preis: 19,95 EUR

Weitere Romane von Wolfgang

Unterland
Märchenmonds Kinder
Druidentor
Die Zauberin von Märchenmond
Drachenfeuer
Schattenjagd
Midgard
Wyrm
Dunkel
und viele, viele mehr!

98 Bewertungen, 27 Kommentare

  • Django006

    22.04.2006, 21:36 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan :o))))

  • schnuckie1983

    16.04.2006, 16:21 Uhr von schnuckie1983
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg Tanja =)

  • Zuckermaus29

    13.04.2006, 14:26 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    "sh" von mir für Dich :o) <br/>Liebe Grüße <br/>Jeanny

  • sape26

    07.04.2006, 00:04 Uhr von sape26
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich mag den Hohlbein-Stil irgendwie-..ist zwaqr gewöhnngsbedürftig,aber wenn man sich mal drauf eingestellt hat, kann man ganz gut damit umgehen ;)lg,Sandra

  • kakaue

    28.03.2006, 13:54 Uhr von kakaue
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh lg chris

  • iii

    20.03.2006, 16:24 Uhr von iii
    Bewertung: sehr hilfreich

    freue mich über Gegenbewertungen-anna

  • swissflyer

    17.03.2006, 22:12 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-) SH (-:

  • Ilka123

    17.03.2006, 20:51 Uhr von Ilka123
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, Ilka123

  • WreckRin

    02.03.2006, 01:58 Uhr von WreckRin
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH!!! ...freu mich über Gegenlesungen <br/>LG Sandra

  • Sarah1509

    21.02.2006, 12:48 Uhr von Sarah1509
    Bewertung: sehr hilfreich

    Freue mich immer über gegenlesungen.Gruß Sarah

  • Fee

    18.02.2006, 17:42 Uhr von Fee
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht

  • angie1977

    18.02.2006, 15:28 Uhr von angie1977
    Bewertung: sehr hilfreich

    super informativ, lg angie

  • FetteKugel

    18.02.2006, 10:33 Uhr von FetteKugel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wie immer eine hervorragende Buchvorstellung

  • AngelikaBS

    17.02.2006, 17:38 Uhr von AngelikaBS
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine supertolle Buchbeschreibung von Dir! Es ging mir auch schon mit so manchem Buch so...lach. Durchhaltevermögen am Anfang wird dann doch noch belohnt! Ich glaube dieses Buch könnte mir auch gefallen! Liebe Grüße von Angelika :-)

  • anonym

    16.02.2006, 22:54 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Marianne ;-)

  • pyragoon

    16.02.2006, 16:01 Uhr von pyragoon
    Bewertung: sehr hilfreich

    bist du auch bei ciao?

  • Düsseldorf

    16.02.2006, 15:42 Uhr von Düsseldorf
    Bewertung: sehr hilfreich

    hey cooler bericht, freue mich über gegenlesungen

  • apfel71

    16.02.2006, 00:09 Uhr von apfel71
    Bewertung: sehr hilfreich

    hört sich gut an - Gruß Susann

  • henna82

    16.02.2006, 00:04 Uhr von henna82
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, greetz henna82!

  • Venezianerin_2005

    16.02.2006, 00:01 Uhr von Venezianerin_2005
    Bewertung: sehr hilfreich

    muss ich mir unbedingt besorgen. sh + lg, ina <br/>

  • sascha6525

    15.02.2006, 23:00 Uhr von sascha6525
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, Sascha6525

  • anonym

    15.02.2006, 18:45 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Birgit :-)

  • bubbelchen05

    15.02.2006, 16:47 Uhr von bubbelchen05
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH <br/>Liebe Grüße <br/>Marina

  • barfisch

    15.02.2006, 15:01 Uhr von barfisch
    Bewertung: sehr hilfreich

    informativ und ssh - LG Marco

  • Sternenhimmel

    15.02.2006, 13:27 Uhr von Sternenhimmel
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • topfmops

    15.02.2006, 13:19 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sorry, aber ich bleib' dabei: 'Hohlbein' ist ein Pseudonym von 'Hohlkopf'.

  • morla

    15.02.2006, 13:02 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich