Hundesport Testbericht

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Erfahrungsbericht von ypsel

Hundeausbildung mit Abschluß

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser /in, heute ist mal der Hundesport an der Reihe, denn auch ich habe und bilde meine Hunde im DVG (Deutscher Verein für Gebrauchshunde) bzw. im SV (Schäferhundverein) aus.
Da ich zur Zeit einen Schäferhund (der andere liegt noch bei der Mutter, da er erst ca. 4 Wochen alt ist)von fast neun Jahren habe kann ich auch bei der Hundeausbildung mitreden. Denn es ist nicht mein erster Hund den ich bis zu den Prüfungen und Wettkämpfen gebracht habe.
Zulassungsbestimmungen:
Vereinsveranstaltungen sind für alle Mitglieder der dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angeschlossenen Vereine/Verbände offen.

Vor der ersten Teilnahme an einer Schutzhundeprüfung ist für den Hund eine bestandene Begleithundprüfung nachzuweisen, die innerhalb eines Verbandes abgelegt sein muß.
Wenn der Hund 12 Monate alt ist darf man beim SV die Begleithundprüfung ablegen. Dieses ist der erste große Auftritt des Hundes und der Hundeführer, man ist bekanntlich etwas rappelig, warum weiß ich auch nicht.
Auch Halsband und Leine sind genau vorgeschrieben, z.B darf eine Prüfungsleine nicht länger als 1,20m sein, das Halsband darf keine Stacheln, Krallen oder Haken haben, auch keine Leder oder Zeckenhalsbänder sind erlaubt. Lediglich eine grobe Kette darf der Hund tragen.

Bevor man den Hundeplatz betreten darf wird der Hund erst einmal eine sogenannte Wesensprobe (Unbefangenheitsprobe) unterzogen. Geprüft wird ob der Hund bei normalem täglichen Ablauf - Begrüßung auf der Straße - böse ist.
Hier wird die Identitätskontrolle (Überprüfung der Tätowier-Nummer beim SV) oder aber eben ein anderer Nachweis über Alter und Geschlecht des Hundes noch kontrolliert.
Auch muß der Hund geimpft und versichert sein, ansonsten darf man den Platz erst gar nicht betreten.
Wenn jemand eine Hündin hat und diese ist in der Hitze, wird diese Hündin ganz zum Ende der Prüfungen geführt, damit die anderen Hunde vor allem die Rüden nicht abgelenkt werden.
Mit dem angeleinten Hund geht man auf dem Platz und macht nach Richteraufforderung seine erlernten Übungen - wie geht der Hund bei Fuß, er muß sich auf Kommando setzen, legen und kommen. Hat er dieses geschafft muß der Hund noch durch eine Gruppe von Menschen laufen. Dann folgt der gesamte Teil nochmal aber ohne Leine. Hat man dieses geschafft, kommt der sogenannte Straßenteil. Dort kommt z.B. ein Jogger, ein Fahrradfahrer, jemand mit einem anderen Hund oder eine Horde lärmender Kinder auf den Hund zu, dieser muß sich ruhig und nicht böse verhalten, er darf nicht böse knurren oder gar böse bellen. Hat er auch dieses gemeistert ist die Begleithundeprüfung geschafft. Aber ich sage Euch dieses ist ein ganzes Stück arbeit. Denn Herrchen oder Frauchen laufen ja auch in den Übungsstunden die gleichen Wege wie unser Vierbeiner, da ist man manchmal ganz schön geschafft.

Wenn Ihr dann Gefallen an dem Hundesport gefunden habt kann man ja auch noch weiter ausbilden, denn dann kommt noch der Schutzdienst und die Fährtenarbeit dazu. Auch wird bei den einzelnen Abteilungen der Prüfung, jedesmal eine neue Aufgabe hinzugenommen. In welchen Abteilungen der Hund geprüft werden kann reiße ich hier mal kurz an.

Fährtenarbeit:
Hier muß der Hund bei Schutzhund 1 eine Spur von 350 - 400 m die vorher von Herrchen oder Frauchen abgegangen ist den Tritten nach absuchen, auf der gesamten Strecke werden 2 kleine Gegenstände aus Leder , Holz oder Textilien hinterlegt. Hat der Hund den Gegenstand gefunden muß er sich hinlegen und so lange warten bis Herrchen oder Frauchen ihm den Gegenstand abgenommen haben, erst dann darf er auf Kommando weitergehen. Alter des Hundes 18 Monate.

Bei Schutzhund 2 sind es etwa 600m und auch 2 Gegenstände. Alter des Hundes 19 Monate.

Bei Schutzhund 3 sind es 800m und 3 Gegenstände. Alter des Hundes 20 Monate.

Dann gibt es noch den Fährtenhund 1 und 2, hierbei sind verschiedene Bodenarten zwingend, z.B. Wiese, Straße, Acker und Waldboden. Auch muß der Hund 16 bzw. 20 Monate alt sein.

Bei der sogenannten Unterordnung auf dem Hundeplatz gelten die selben mindest Altersstufen des Hundes, er darf nicht jünger sein.
Auch bei der Unterordnung werden mit jeder Prüfungsstufe die Anforderungen größer, der Hund muß über eine Kletterwand springen, einen Klotz bringen und auf Kommando eine bestimmte Strecke nach vorne laufen.
Zum Schutzdienst:
Hierbei muß der Hund einen Scheintäter suchen. Auf dem Hundeplatz sind 6 sogenannte Verstecke aufgebaut, in einem der Verstecke befindet sich dann der sogenannte Täter. Diesen muß der Hund verbellen wenn er ihn aufgespürt hat. Wenn der \"Täter\" sich bewegt darf der Hund beißen, denn der Scheintäter ist gut geschützt. Auf Befehl muß der Hund aufhören zu beißen und muß den Helfer nur beobachten, aber sobalt dieser sich bewegt muß der Hund erneut zubeißen, was diese sehr gerne machen.
Bei allen Prüfungskategorien werden Punkte vergeben, die bei allen Abteilungen eine bestimmte Zahl haben mußen um die Prüfung uberhaupt zu bestehen, bei der Fährte sind es 70, bei der Unterordnung ebenfalls, beim Schutzdienst sind es 80 Punkte. Die höchstzahl der zu erreichenden Punkte sind 100 in allen Spaten. Dieses wäre ein Traumergebnis so eine Prüfung hinzulegen - in allen 3 Spaten 100 Punkte.
Dieses muß ich noch lange üben - was ich nun auch machen werde.
Aber auch so habe ich einen gut erzogenen Hund der mich auf alle Fälle beschützen kann wenn es denn mal sein müßte. Hoffentlich hat Euch der Bericht gefallen und Ihr findet einen guten Hundeplatz mit verständnisvollen tollen Helfern, dieses wünsche ich Euch. Schreibt mir doch mal ob ich etwas vergessen habe, oder ob etwas unverständlich ist. Ansonsten danke fürs lesen

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