Tod an heiliger Stätte (Taschenbuch) / P. D. James Testbericht
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Erfahrungsbericht von CyberQueeny
Ich könnte Heulen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
==Ich könnte heulen==
Hallo lieber Leser, liebe Leserin.
Auch heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich mir 2008 in einem Buchpaket bei Ebay ersteigert habe. Der Autor P.D. James wurde von allen Seiten so gelobt, dass ich mir dieses Buch unbedingt aufbewahren wollte. Nun wurde es jedoch von meinem Sohn herausgesucht, als ich ihn bat mir mein nächstes Leseabenteuer auszuwählen. Voller Vorfreude machte ich mich ans Lesen.. „Tod an heiliger Stätte“... begleitet mich doch an diesen Ort und klärt den Mordfall mit mir zusammen auf.
===Buchdaten===
Autor: P. D. James
Titel: Tod an heiliger Stätte
Originaltitel: Death in Holy Orders
Verlag: club Taschenbuch
Erschienen: 2004
ISBN-10: 3426624028
ISBN-13: 9783426624029
Seiten: 544
Kosten: 6,95€
===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 8 Tage
===Autor/in===
P. D. James, die eigentlich Phyllis White heißt, schrieb unter ihrem Mädchennamen. Die 1920 in Oxford geborene Schriftstellerin war mit einem Arzt verheiratet und lange Zeit in der Krankenhausverwaltung tätig. Nach dem Tod ihres Mannes arbeitete sie in der Kriminalabteilung des britischen Innenministeriums. Mit ihren Kriminalromanen erwarb sie sich international große Anerkennung. (Quelle: Amazon.de)
===Optischer Eindruck===
Optisch wurde ein Durchgang, der wie zu einer Kirche aussieht, ausgewählt. Alt und passend. Im Vergleich zu den Covers anderer Auflagen, gefällt mir dies mit am Besten.
===Zitierter Klappentext===
In St. Anselm, einem elitären Priester-seminar an der sturmzerfressenen Küste East Anglias, säen rätselhafte Todesfälle Misstrauen und Angst. Das bisher so wohl geordenete Leben in der der einsamen viktorianischen Klosteranlage gerät aus dem Gleich-gewicht. Commander Dalgliesh von Scotland Yard, zur diskreten Ermittlung angereist, wird schon in der ersten Nacht mit einem grässlichen Mord konfrontiert. Jetzt ist klar: Die frommen Zielen gewidmete Gemeinschaft beherbergt einen Menschen, der Böses will - und tut. (Quelle: Klappentext)
===In eigenen Worten===
Ein anonymer Brief sorgt an der richtigen Stelle dafür, dass sich Scotland Yard dem abgeschlossenen Unfalltod von Ronald Treves annimmt. Commander Dalgliesh nimmt sich des Falles an und beginnt mit verdeckten Ermittlungen in der Klosteranlage. Doch so leicht, wie er es sich vorgestellt hat, wird es nicht, denn schon in der ersten Nacht, kommt es zu einem rätselhaften Mord. Der Archidiakon wurde in der Kirche brutal ermordet. Ein Außenstehender ist auf Grund der Lage des Klosters auszuschließen. Doch wer soll das Verbrechen begangen haben. Neben der eigentlichen Gemeinschaft sind noch eine Lehrerin, ein Polizist und ein Forscher vor Ort, die als Fremde vielleicht eher ein Motiv haben. Schnell wird klar, dass es überall Motive gibt. Commander Dalgliesh wird es nicht leicht haben, den Täter dingfest zu machen, bevor die nächste Leiche auftaucht.
===Leseprobe===
http://www.droemer-knaur.de/buecher/Tod+an+heiliger+Stätte.181592.html?ansicht=leseprobe
===Sarahs Meinung===
Nach all den löblichen Hinweisen, wenn bekannte Krimi- und Thriller Autoren mit P. D. James verglichen werden, hatte ich richtig Lust auf dieses Buch. Für mich sollte es mein erster Roman dieser Autorin werden.
Der Einstieg begann mit einem Brief, der sofort meine Neugierde weckte. Geheimnisse und ungeklärte Morde liebe ich. Doch schon mit dem ersten richtigen Kapitel war ich überfordert. Die Protagonisten werden einfach so eingeworfen. Ein Bild oder auch nur ein Verständnis für die Figuren konnte gar nicht richtig entstehen. Dazu wurde ich mich Details bombardiert, die es erst einmal zu sondieren galt. Was war relevant, was einfach nur unwichtig. Wie man bald merkt, ist über die Hälfte irrelevant. Statt zu Beginn die wichtigen Protagonisten zu schildern und somit zumindest eine Verbindung herzustellen, fühlte ich mich gänzlich ins kalte Wasser geworfen. Auch im Verlauf bleiben die Protagonisten unscheinbare graue Klötze, deren Gedanken und Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte.
Auf der anderen Seite erwartet den Leser ein fesselnder Plot, der jedoch nicht im Ansatz ausgebaut wurde. Eine authentische Stimmung oder gar ein brillanter Stil werden lange gesucht, stattdessen findet man über zahlreiche Seiten, langatmige Beschreibungen, die sich hauptsächlich mit der Religionsfrage beschäftigen. Zum Beispiel wird immer wieder darauf eingegangen, warum in England, aber auch in Good old Germany die Kirchen immer leerer werden. Mit diesen Ausführungen wird sämtliche Spannung, die auf Grund der Handlung hätte aufkommen können, gen null minimiert. Das Buch besteht aus 544 Seiten, wobei auf rund 400 Seiten die Kirche im Vordergrund steht. Klar, ist diese Hauptbestandteil des Plots, aber die Religionsfrage muss nicht so ausführlich auseinandergenommen werden, nur weil der Mordfall in einem Kloster spielt.
Dazu kommen die beliebten Wiederholungen, welche Langatmigkeit dieses Krimis noch verstärken. Ob es am Originaltext oder an der Übersetzung liegt kann ich jedoch nicht beurteilen.
Spannung kommt trotz ausführlicher Ermittlungsarbeit, kleineren Wendungen und Indizien nicht auf. Es dümpelt in meinen Augen alles sehr flach dahin. Zumindest erwartete ich einen krönenden Abschluss. Schließlich muss das Loblied auf die Autorin von irgendwoher kommen. Doch auch hier kann mich das Ergebnis nicht überzeugen. Als hätte die Autorin plötzlich bemerkt: Oh, ich schreibe eine Krimi. Trickkiste auf, Standard-Auflösung auswählen, einbauen und hoffen, dass niemand etwas merkt. Man merkt es aber. Weder kreativ, noch bahnbrechend, sondern einfach Zufall. Mit Können und vor allen Dingen kriminalistischem Hochgenuss hat es wenig zu tun. Logisch, aber schwach.
Nach dieser Pleite, graut es mich schon jetzt vor einem weiteren Werk der Autorin, welches noch in meinem Stapel ungelesener Bücher auf mich wartet. Langweiliger und schlechter hätte dieser Plot nicht umgesetzt werden können. Mit dem angepriesenen „Krimikunst, wie sie heute selten geworden ist“ hat das nichts zu tun, denn ich liebe diese alte Schule. Und diese sind im Längen besser. Selbst neuere Werke können mich da mehr überzeugen.
===Abschließendes Fazit===
Krimikunst, wie man sie nicht braucht
Pro: Plot
Contra: Umsetzung
Empfehlung: Nein
~*~ Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~
© Eure CQ für Sarahs Bücherwelt
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.
Hallo lieber Leser, liebe Leserin.
Auch heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich mir 2008 in einem Buchpaket bei Ebay ersteigert habe. Der Autor P.D. James wurde von allen Seiten so gelobt, dass ich mir dieses Buch unbedingt aufbewahren wollte. Nun wurde es jedoch von meinem Sohn herausgesucht, als ich ihn bat mir mein nächstes Leseabenteuer auszuwählen. Voller Vorfreude machte ich mich ans Lesen.. „Tod an heiliger Stätte“... begleitet mich doch an diesen Ort und klärt den Mordfall mit mir zusammen auf.
===Buchdaten===
Autor: P. D. James
Titel: Tod an heiliger Stätte
Originaltitel: Death in Holy Orders
Verlag: club Taschenbuch
Erschienen: 2004
ISBN-10: 3426624028
ISBN-13: 9783426624029
Seiten: 544
Kosten: 6,95€
===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 8 Tage
===Autor/in===
P. D. James, die eigentlich Phyllis White heißt, schrieb unter ihrem Mädchennamen. Die 1920 in Oxford geborene Schriftstellerin war mit einem Arzt verheiratet und lange Zeit in der Krankenhausverwaltung tätig. Nach dem Tod ihres Mannes arbeitete sie in der Kriminalabteilung des britischen Innenministeriums. Mit ihren Kriminalromanen erwarb sie sich international große Anerkennung. (Quelle: Amazon.de)
===Optischer Eindruck===
Optisch wurde ein Durchgang, der wie zu einer Kirche aussieht, ausgewählt. Alt und passend. Im Vergleich zu den Covers anderer Auflagen, gefällt mir dies mit am Besten.
===Zitierter Klappentext===
In St. Anselm, einem elitären Priester-seminar an der sturmzerfressenen Küste East Anglias, säen rätselhafte Todesfälle Misstrauen und Angst. Das bisher so wohl geordenete Leben in der der einsamen viktorianischen Klosteranlage gerät aus dem Gleich-gewicht. Commander Dalgliesh von Scotland Yard, zur diskreten Ermittlung angereist, wird schon in der ersten Nacht mit einem grässlichen Mord konfrontiert. Jetzt ist klar: Die frommen Zielen gewidmete Gemeinschaft beherbergt einen Menschen, der Böses will - und tut. (Quelle: Klappentext)
===In eigenen Worten===
Ein anonymer Brief sorgt an der richtigen Stelle dafür, dass sich Scotland Yard dem abgeschlossenen Unfalltod von Ronald Treves annimmt. Commander Dalgliesh nimmt sich des Falles an und beginnt mit verdeckten Ermittlungen in der Klosteranlage. Doch so leicht, wie er es sich vorgestellt hat, wird es nicht, denn schon in der ersten Nacht, kommt es zu einem rätselhaften Mord. Der Archidiakon wurde in der Kirche brutal ermordet. Ein Außenstehender ist auf Grund der Lage des Klosters auszuschließen. Doch wer soll das Verbrechen begangen haben. Neben der eigentlichen Gemeinschaft sind noch eine Lehrerin, ein Polizist und ein Forscher vor Ort, die als Fremde vielleicht eher ein Motiv haben. Schnell wird klar, dass es überall Motive gibt. Commander Dalgliesh wird es nicht leicht haben, den Täter dingfest zu machen, bevor die nächste Leiche auftaucht.
===Leseprobe===
http://www.droemer-knaur.de/buecher/Tod+an+heiliger+Stätte.181592.html?ansicht=leseprobe
===Sarahs Meinung===
Nach all den löblichen Hinweisen, wenn bekannte Krimi- und Thriller Autoren mit P. D. James verglichen werden, hatte ich richtig Lust auf dieses Buch. Für mich sollte es mein erster Roman dieser Autorin werden.
Der Einstieg begann mit einem Brief, der sofort meine Neugierde weckte. Geheimnisse und ungeklärte Morde liebe ich. Doch schon mit dem ersten richtigen Kapitel war ich überfordert. Die Protagonisten werden einfach so eingeworfen. Ein Bild oder auch nur ein Verständnis für die Figuren konnte gar nicht richtig entstehen. Dazu wurde ich mich Details bombardiert, die es erst einmal zu sondieren galt. Was war relevant, was einfach nur unwichtig. Wie man bald merkt, ist über die Hälfte irrelevant. Statt zu Beginn die wichtigen Protagonisten zu schildern und somit zumindest eine Verbindung herzustellen, fühlte ich mich gänzlich ins kalte Wasser geworfen. Auch im Verlauf bleiben die Protagonisten unscheinbare graue Klötze, deren Gedanken und Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte.
Auf der anderen Seite erwartet den Leser ein fesselnder Plot, der jedoch nicht im Ansatz ausgebaut wurde. Eine authentische Stimmung oder gar ein brillanter Stil werden lange gesucht, stattdessen findet man über zahlreiche Seiten, langatmige Beschreibungen, die sich hauptsächlich mit der Religionsfrage beschäftigen. Zum Beispiel wird immer wieder darauf eingegangen, warum in England, aber auch in Good old Germany die Kirchen immer leerer werden. Mit diesen Ausführungen wird sämtliche Spannung, die auf Grund der Handlung hätte aufkommen können, gen null minimiert. Das Buch besteht aus 544 Seiten, wobei auf rund 400 Seiten die Kirche im Vordergrund steht. Klar, ist diese Hauptbestandteil des Plots, aber die Religionsfrage muss nicht so ausführlich auseinandergenommen werden, nur weil der Mordfall in einem Kloster spielt.
Dazu kommen die beliebten Wiederholungen, welche Langatmigkeit dieses Krimis noch verstärken. Ob es am Originaltext oder an der Übersetzung liegt kann ich jedoch nicht beurteilen.
Spannung kommt trotz ausführlicher Ermittlungsarbeit, kleineren Wendungen und Indizien nicht auf. Es dümpelt in meinen Augen alles sehr flach dahin. Zumindest erwartete ich einen krönenden Abschluss. Schließlich muss das Loblied auf die Autorin von irgendwoher kommen. Doch auch hier kann mich das Ergebnis nicht überzeugen. Als hätte die Autorin plötzlich bemerkt: Oh, ich schreibe eine Krimi. Trickkiste auf, Standard-Auflösung auswählen, einbauen und hoffen, dass niemand etwas merkt. Man merkt es aber. Weder kreativ, noch bahnbrechend, sondern einfach Zufall. Mit Können und vor allen Dingen kriminalistischem Hochgenuss hat es wenig zu tun. Logisch, aber schwach.
Nach dieser Pleite, graut es mich schon jetzt vor einem weiteren Werk der Autorin, welches noch in meinem Stapel ungelesener Bücher auf mich wartet. Langweiliger und schlechter hätte dieser Plot nicht umgesetzt werden können. Mit dem angepriesenen „Krimikunst, wie sie heute selten geworden ist“ hat das nichts zu tun, denn ich liebe diese alte Schule. Und diese sind im Längen besser. Selbst neuere Werke können mich da mehr überzeugen.
===Abschließendes Fazit===
Krimikunst, wie man sie nicht braucht
Pro: Plot
Contra: Umsetzung
Empfehlung: Nein
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Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.
25 Bewertungen, 3 Kommentare
-
24.03.2012, 13:11 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut geschrieben
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22.03.2012, 21:31 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht, schönen Frühlingsabend und lieben Gruß Nr. 1 für heute aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
-
22.03.2012, 20:29 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und einen schönen abend
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