Kapuzinerkresse Tipps & Tricks Testbericht

No-product-image
ab 4,03
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(17)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von godjul

DAS HÄTTE ICH VON DIESEM KLEINEM BLÜMCHEN NIE GEDACHT!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Jedes Jahr wächst in unserem Garten ein Blümchen, von dem ich eigentlich gar nichts wusste, nur das es schön und niedlich aussieht, es in vielen Farben blüht und jedes Jahr wieder neu ausgesät wird!
Irgendwie gehört es in die bunte Blütenpracht des Gartens mit hinein, als kleines rankendes Blümchen in Beeten, Balkonkästen und Pflanzkübeln.

Neu war es für mich, was man eigentlich alles mit der Kapuzinerkresse anfangen kann, sogar essen kann man sie. Na ich weiß nicht, soll das wirklich schmecken?

Nun aber erst einmal zu dem Anbau und der Aussaat, denn von alleine kommt bekanntlich nicht viel!

Die Kapuzinerkresse, lateinisch wird sie Tropaeolum majus genannt, bekommt man in jedem Gartenfachmarkt als Samen in kleinen Tütchen zu kaufen.
Wer hätte es gedacht, das sie einst aus Peru und Bolivien stammte um 1600 gelangte sie nach Spanien, von dort aus ging es weiter nach Großbritanien, bis sie bei uns angelangte.
Wer hätte das gedacht, das sie einen so weiten Weg hinter sich gelassen hat, bis sie bei uns ein beliebtes Gartenblümchen wurde?

Aussähen kann man sie etwa März/April, wenn draußen etwas wärmer wird und keine Nachtfröste mehr auftreten, sie mag nämlich keine Temperaturen unter 4°C.
Sie ist recht anspruchslos, braucht nur ganz normalen Boden und keine besondere Düngung, man braucht sie also nur aussäen und alles andere geschieht von alleine.
Sie wächst wie viele Pflanzen einjährig, sät sich aber durch eigene Samen wieder selber aus.

Die Keimzeit beträgt etwa zwei bis drei Wochen und dann kommen die kleinen Pflänzchen zum Vorschein.
Im laufe des Sommer (Juni bis Oktober) entwickelt sie sich dann zu einer prächtigen rankenden und kletternden Pflanze. Die Ranken erreichen eine Länge bis zu drei Metern, also eine ganz beträchtliche Länge. An diesen Ranken befinden sich eine Vielzahl der kleinen trompetenförmigen Blüten und das meistens in den Farben gelb, rot orange oder sogar gemischt.
Groß pflegen und düngen brauche ich dieses Pflänzchen überhaupt nicht, sie ist schon zufrieden, wenn sie ab und zu gegossen wird, mehr braucht sie nicht.

Wie sieht sie eigentlich aus?
Die Blätter sind fast rund und sternförmig wie mit kleinen Blattadern geteilt, die Blüte setzt sich aus fünf einzelnen Blütenblättern wie eine Trompete (trichterförmig) zusammen.
Wie schon geschrieben setzen sich die Farben aus rot, gelb und orange zusammen.

Ich persönlich verwende sie eigentlich größtenteils als Gartenblume oder in kleinen Blumensträußen.
Irgendwann sah ich sie als Dekoration bei einem kalten Büffet, konnte mich aber nicht mit dem Gedanken anfreunden, sie tatsächlich zu essen.
Wer isst schon seine Gartenblumen?
Irgendwann probierte ich ganz vorsichtig aus Neugier so eine kleine Blume, na gut ich beschreibe Euch jetzt mal so etwas den Geschmack.


Sie enthält Senfölglykoside sowie Eisen und ist reich an Vitamin C, sie wird gerne zu Salaten verwendet und als Dekoration, beides sind aber echt Geschmack- bzw Gewöhnungssache.

Der Geschmack der Blüte ist etwas nussig und scharf. Für manche Leute sicher sehr interessant und bekömmlich. Ich kann mich jedoch nicht so richtig dafür begeistern.
Die Knospen können in der Küche sogar als Kapernersatz verwendet werden.

Anders und interessant ist der Einsatz in der Heilkunde!
Das die Kapuzinerkresse antibakteriell wirkt, wird sie bei Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Angina, Grippe, Nieren-und Blasenentzündung eingesetzt. Hier jedoch als Aufguss, Tinktur und eine Art Tee verwendet.
Bei einer Erkältung bzw Grippe probierte ich selber schon die Kapuzinerkresse als Tee, ich muß jedoch gestehen, als gekauften Tee aus der Apotheke. Dieser wirkte sehr wohltuend und lösend. Der Geschmack ist auch angenehm und erträglich.

Selbst den frischen Saft kann man einsetzen. Das kann ich mir schon besser vorstellen, als das Pflänzchen zu verspeisen!

Es geht aber weiter, denn diese Kapuzinerkresse stärkt das Immunsystem, ist ein Blutreiniger, desinfiziert Wunden und wirkt gegen Bakterien!

Wer hätte gedacht, das so ein Wunderblümchen so einfach in unserem Garten wächst?
Hier sehen wir wieder, das es nicht immer teure Medikamente sein müssen, welche bei Bedarf zum Einsatz gebracht werden können.
Die besten Heilmittel finden wir immer wieder in der Natur, wir müssen nur wissen, WAS und WIE zum Einsatz gebracht werden kann.

Die Kapuzinerkresse ist also eine total dekorative, nützliche und viel verwendbare Pflanze.
Wer einen Garten oder Balkon besitzt, sollte auf diese Pflanze nicht verzichten. Als Salatblume sage ich jedoch weiterhin „NEIN\", als Heilmittel ist sie für mich jedoch sehr interessant.
Das hätte ich von diesem kleinen Blümchen nie gedacht, das es so vielseitig verwendbar ist!

Na, habt Ihr ein wenig über die ganz normale Pflanzenwelt dazu gelernt? Es würde mich freuen!

Eure godjul

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • willibald-1

    18.10.2007, 17:49 Uhr von willibald-1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich mag sie gerade auch zum Salat, und neuerdings sogar einfach so, als Brotbelag usw.