Kasseler Testbericht

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Erfahrungsbericht von dreamweb

Kasseler mit Sauerkraut nach Bernser Art

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eines meiner Lieblingsgerichte ist Sauerkraut mit Kasseler. Bei dem Gericht, das ich hier vorstelle, handelt es sich um ein altes Familienrezept. Ich selbst mache es mir nur bei der Beilage Stampfkartoffeln einfach und verwende hier die Fertig-Produkte, da es sich für mich alleine nicht lohnt, Stampfkartoffeln zu kaufen.


WAS WIRD BENÖTIGT?

Ich selbst kaufe für mich zwei Kasslerstücke (Meistens hole ich mir eine Doppelpackung im Norma)
Daneben braucht man genügend Sauerkraut. Für mich (das heißt, eine Portion zum Einfrieren) hole ich mir 500 g milden Weinsauerkraut.
Ebenfalls zum Würzen benötigt man noch eine ganze geschälte Zwiebel.
Wasser - für genügend Flüssigkeit
Zum Würzen des Sauerkrauts und des Kasslers braucht man noch Wacholderbeeren (ca. 15 bis 20 Stück bei 500 g Sauerkraut)
Zum Würzen des Kartoffelpürrees Muskatnuss (ich selbst habe Muskatnusspulver im Haus)


ZUBEREITUNG

Die ist hier sehr einfach, aber nicht schnell. Ich nehme hier das Sauerkraut und schütte es in einen relativ breiten Topf. Dahinein kommen dann auch die Wacholderbeeren. Man schüttet einfach die ganzen Beeren mit hinein. Jetzt kommt auch das Wasser dabei. Keine Angst, es verwässert nichts. Auf 500 g Sauerkraut kommen bei mir ca. 300 ml Wasser dabei. Wer mehr Flüssigkeit mag, kann ruhig 500 ml Wasser dabei geben. Die Zwiebel wird geschält, sofern noch nicht geschehen und kommt ebenfalls mit in den Topf. Danach nehme ich das Fleisch und gebe alle Fleischscheiben mit hinein. Das leicht salzige Kassler würzt hier das Sauerkraut noch mit und sorgt dafür, dass dieses am Ende auch sauer genug ist. Man braucht also kein Salz zum Würzen hinzugeben.

Diese Mischung muss jetzt nur eines, nämlich eine Stunde immer köcheln, also leicht kochen. Dann ist das Kasseler gar und das Sauerkraut auch verdaulicher als jetzt. Zwischendurch sollte man hier immer wieder umrühren, so dass das Kasseler-Fleisch nicht nur oben am Rand liegen bleibt.

Wer sich Stampfkartoffeln selbst machen will, muss diese rechtzeitig kochen und zerstampfen. Ich selbst nehme wie oben schon genannt hier die normalen Fertigprodukte, die noch mit einer Milch-Wasser-Mischung angerührt werden. Das mache ich 5 Minuten bevor meine Kassler-Sauerkraut-Mischung fertig ist. Wichtig bei der Verwendung von den Fertig-Kartoffeln ist, dass man möglichst viel Milch verwendet und die Stampfkartoffeln mit Muskat hinterher geschmacklich noch verfeinert. Dann schmeckt es fast wie selbst gemacht.

Wenn jetzt alles fertig ist, nimmt man die Zwiebel heraus, meistens läßt sie sich noch gut herausfischen und ist nicht zerkocht. Die Wacholderbeeren herauszusuchen, wäre zu lästig. Bei uns Zuhause ist es schon normal, dass sich jeder aus seiner Portion auf seinem Teller die Beeren herausholt. Denn die Wacholderbeeren ergeben zwar einen guten Geschmack beim Kasseler und beim Sauerkraut, aber sie schmecken nicht gut, wenn man darauf beißt. Also am besten ein kleines Tellerchen mit auf den Tisch stellen, auf das die Beeren dann kommen. Je Portion kommt dann ein Stück Kasseler auf den Teller, dazu dann genügend Sauerkraut und Stampfkartoffeln.

Was übrig bleibt, kann übrigens ohne Probleme auch eingefroren werden. Daher lohnt sich dieses Rezept auch für Singels. Ich selbst mache mir das Sauerkraut immer für mindestens zwei mal.


GESCHMACK

Das Sauerkraut nach diesem Rezept ist angenehm sauer-würzig, das Kasseler hat etwas von dem säuerlichen Geschmack abbekommen, schmeckt aber immer noch salzig-würzig und ist ein guter Kontrast zu dem Sauerkraut und dem Pürree. Für Freunde von Saucen bzw. Flüssigkeit ist es ebenfalls geeignet, man hat hier sehr viel saure Brühe.


FAZIT

Wer Sauerkraut und Kassler mag, wird dieses Rezept auch mögen. Anfangs gewöhnungsbedürftig ist vielleicht das Heraussuchen der Wacholderbeeren, aber man kann es fast als Spiel gestalten. Das Rezept ist sehr leicht und das Teuerste ist mittlerweile das Kasseler. Man kann es gut auch Samstags machen, wenn man nicht so viel Zeit zum Kochen hat, da der Zeitaufwand hier beim Köcheln liegt und man da nicht viel machen muss.

Ich habe das Rezept von meiner Mutter, diese von ihrer. Nur mache ich mir die Mühe mit dem Kartoffelpürree nicht, ansonsten ist es gleich.

Liebe Grüße - Miara

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