Kegeln Testbericht

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Erfahrungsbericht von Malwina

Kegeln beim KSC 81 Hockenheim

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

*** Update vom 30. 04. 03
Wir sind jetzt seit neuestem auch onlien unter www.ksc1981hockenheim.de
Die Seite ist noch nicht ganz fertig, aber man kann ja trotzdem mal vorbei surfen ***

Nun gut, diese Kategorie kann ich nahezu perfekt dazu nutzen, um einmal Werbung für meinen Kegelclub, den KSC 1981 Hockenheim, zu machen! Zuallerst möchte ich einmal klarstellen, daß ich kein ergrauter, älterer Herr mit Bierbauch sondern eine knackige(?!), 20jährige Studentin bin, die den KegelSPORT vor mittlerweile fast 11 Jahren für sich entdeckt hat! Und nach einigen Jahren und Vereinswechseln bin ich dann vor 3 Jahren in Hockenheim beim KSC gelandet!
Zuerst einmal zu unserem Spielbetrieb:

Der KSC hat 3 Damen- und 4 Herrenmannschaften, wobei derzeit jeweils die ersten Mannschaften in der Badenliga spielen!
Naja, für Laien mag das ja nicht besonders hochklassig klingen, aber mit ein wenig Glück kann es die Damenmannschaft noch schaffen, nächstes Jahr in der 2. Bundesliga aktiv zu sein. Die 2. und die 3. Damenmannschaft stehen auf den vorderen Tabellenplätzen, was für die 2. Mannschaft die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Landesliga 2 bedeutet.
Die Herrenmannschaften dümpeln jedoch eher im Mittelfeld der jeweiligen Ligen herum, aber mit ein wenig Glück können alle Herrenmannschaften den Abstieg in den letzten Saisonspielen doch noch abwenden.
A propos Saison, die wurde letztes Jahr verlängert, nun gibt es in allen (oder zumindest in den oberen) Ligen 12 Mannschaften, also 22 Spieltage pro Spielzeit. Von September bis Mitte April sind wir fast jeden Sonntag im Einsatz, da zu den normalen Ligaspielen noch Pokalspiele sowie Einzelmeisterschaften dazu kommen. Um überall möglichst gut abzuschneiden, haben sowohl die Damen als auch die Herren einen Trainingstag, sowie an einem weiteren Tag die Möglichkeit zum Zusatztraining, was vor allem durch die Spielerinnen und Spieler der ersten Mannschaften wahrgenommen werden sollte.

Auch wenn es jetzt den Anschein haben mag, natürlich besteht unser Clubleben nicht nur aus Spieltagen und Training. Auch die Geselligkeit wird bei uns sehr groß geschrieben. So haben wir im Laufe des Jahres unser Faschings-, Pfingst- und Fischerfest und auch der letzte Spieltag wird gebührend gefeiert. Um diese Festivitäten finanzieren zu können, muß im Laufe des Jahres natürlich auch Geld in die Kasse geschafft werden, was in der Rennstadt Hockenheim natürlich am einfachstem am Motodrom in einem Kiosk während der Rennwochenenden geht!
Doch das absolute Highlight sind jedes Jahr unsere Clubmeisterschaften, die traditionell am 6. Januar stattfinden. Da geht es nicht darum, sich Pokale zu erspielen, sondern Spaß zu haben und nebenbei noch nützliche Preise wie zum Beispiel eine Espressomaschine, ein Fondueset oder eine Armbanduhr zu erkegeln. Doch alle 2 Jahre wird selbst die Clubmeisterschaft noch getopt: durch unseren Osterausflug! Da zieht es den ganzen Club von Karfreitag bis Ostermontag in die Ferne (naja, oder auch nicht so fern, letztes Jahr waren wir im Schwarzwald) und dann kann man so richtig schön zusammen feiern, lachen und einfach Spaß haben!

Also, ihr könnt sehen, bei uns geht es um mehr, als bei einem Bierchen ein paar Kugeln nach vorne zu rollen, es handelt sich um wirklichen Sport, bei dem jedoch auch das Clubleben nicht zu kurz kommen darf!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-15 21:03:29 mit dem Titel Asphaltbahnen - Abmessung und Kugelgrößen

Zuallererst einmal möchte ich klären, welche 4 Sektionen man innerhalb des DKB (Deutscher Kegler Bund), der Mitglied der FIQ (Fédération internationale des queilleurs) ist, unterscheidet:
* Classic (Asphaltbahnen)
* Bohle
* Bowling (DBU)
* Schere

Meine Bahnart, auf der ich seit fast 11 Jahren aktiv bin, ist die Aspahltbahn, also die Sektion Classic. Aber was genau sind diese Classic-Bahnen und wie sehen sie aus?!

Verbreitung
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Asphaltbahnen werden hauptsächlich im Süden Deutschlands, aber auch in Frankreich, Jugoslawien, Österreich und in der Schweiz bespielt.

Die Geschichte
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In den Industriegebieten von Baden, Südbaden, Würrtemberg, Bayern usw. verbreitete sich fast ausschließlich die Asphaltbahn. Der Bau fester Straßen mit Asphaltelag dürfte dabei eine große Rolle gespielt haben.
Man erkannte, daß sich der Asphalt vorzüglich als Belag für die Bahnfläche eignete. Der ursprüngliche Straßenasphalt mußte schließlich einem verfeinerten und geglätteten Asphalt weichen, da sonst eine zu große Abnutzung der damals verwendeten Holzkugeln sowie der Zubehörteile eingetreten wäre.
Die Holzbohle für den Ansatz der Kugel wurde zwar beibehalten, jedoch die Bahnfläche einschließlich der Kegelstandfläche bestand aus einem Material, dem Asphalt, der seit 1975 immer mehr durch Kunststoffbelag ersetzt wird.

Die Bahn selbst
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Die Kegelbahn beginnt einen Meter hinter dem Anlaufbereich. Durch einen weißen Strich muß dieser Abschluß gekennzeichnet sein.
Der Bewegungsbereich des Keglers ist hiermit nach hinten begrenzt.
Nach vorn ist die Kugellauffläche, der Asphaltkunststoff die Begrenzung.
In der Mitte des Bewegungsbereichs befindet sich die Aufsatzbohle, die nach vorne genau mit dem Anfang der Kugellauffläche abschließt.
Rechts und links neben der Aufsatzbohle ist das Bewegungsfeld ebenso begrenzt und durch rutschfesten Gummibelag gesichert. Zur Seite beträgt der Bewegungsbreich, die gummierte Anlauffläche plus zu beiden Seiten je 17,5 cm = insegesamt 1,70 m.
Der Bewegungsbereich ist durh weiße Streifen markiert, die zwar betreten, aber nicht übertreten werden dürfen.

Aufsatzbohle
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Die Aufsatzbohle ist 5,50 m lang, 0,35 m breit und zur Mitte der Kugellauffläche und dem Keglestand hin ausgerichtet. Sie ist aus 7 cm starkem Hartholz hergestellt und oben mit Linoleumbelag versehen.
Beim Kegeln darf die Kugel nur auf der Aufsatzbohle aufgelegt und nach vorn in Richtung Kegelstand hin in Bewegung gebracht werden. Kugeln, die außerhalb der Aufsatzbohle (davor oder daneben) aufgelegt werden, sind ungültig.

Kugellauffläche
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Die Kugellauffläche ist bei der Bahnart Asphalt aus einem Spezialasphalt oder -kunststoff, die etwa 3 bis 4 cm stark auf einer unveränderlichen Betonsohle aufgetragen sind. Die Kugellauffläche ist von der Aufsatzbohle bis zum vordersten Kegel 19,50 m lang und 1,50 m breit.
Sie wird seitlich von Banden oder Eurorinnen begrenzt. Ab 18,30 m verbreitert sich die Kugellauffläche zum Kegelstand hin auf 1,70 m.
Die Lauffläche ist in Längs- und Querrichtung waagerecht.

Kegelstand
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Die Kegel sind am Ende der Kegelbahn in symmetrischer Form aufgestellt. Im Sportkegeln beschränkt sich die Kegelbezeichnung ausschließlich auf die Nummerierung der Kegel.
Der Vorderkegel trägt die Nummer 1. Es wird von links nach rechts gezählt. Zur sicheren und zentrisch genauen Kegelstellung sind in die Kugellauffläche Standplatten oberflächengleich eingelassen.
Die Standlinie der Kegel 1-5-9 muß genau übereinstimmen mit der Mittellinie der Lauffläche und der Aufsatzbohlenmitte. Zur genauen Fleckstellung erhalten die Kegel Standbüchsen mit zentrierter federnder Stahlkugel und die Standplatten im Kegelstand eine Ausfräsung, die so sein soll, daß der Kegel fest aufsteht und seitlich höchstens eine Verschiebung von 2 mm möglich ist.

Kugelfang und Schlagwände
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Der Kegelstand ist seitlich durch Schalgwände begrenzt, die von der Mitte der Kegel 4 und 6 genau 35 cm entfernt sein müssen.
Die Schlagwände dürfen mit Hartgummi oder Kunststoffplatten belegt sein. Hinter der Kugellauffläche befindet sich die Kugelgrube.
Den Abschluß der Kegelbahn bildet ein starkes Prellpolster, an dem die Kugeln ihren Lauf beenden und sicher in die Kugelgrube fallen müssen.
Die Grube fällt seitlich zum Kegelheber hin ab, damit die Kugeln in die Transportmechanik einrollen können.

Kugelrücklauf
~~~~~~~~~~~~~
Der Kugelrücklauf besteht aus dem Kugelheber, der Rücklaufbahn und der Kugelablage am Anfang der Kegelbahn.
Durch den Kugelheber wird die Kugel aus der Kugelgrube aufgenommen, hochtransportiert und auf die schiefe Ebene der Rücklaufbahn aufgelegt.
Die Rücklaufbahn ist so gestaltet, daß die Kugel sicher zur Kugelablage am Anfang der Kegelbahn, neben dem Bewegungsbereich des Keglers gelangt.

Kegel und Kugel
~~~~~~~~~~~~~~~
Kugelnummerierung:
9
7 8
4 5 6
2 3
1
Die Kegel sind für Asphalt/Kunststoff-, Bohle- und Scherenbahnen gleich. Sie sind aus Kunststoff oder Hartholz (Weißbuche)hergestellt.
Die Form und die Gewichte sind genormt.
Das Gewicht der Kegel im einzelnen Satz ist unterschiedlich. Für Meisterschaftskämpfe und Leistungswettbewerbe sind folgende Kegelgewichte vorgeschrieben:
Kegel 1, 2, 3 : 1750 - 1770 g
Kegel 4, 6, 7, 8, 9 : 1750 - 1800 g
Kegel 5 : bis 50 g mehr
Es ist nicht gestattet, diese Gewichte künstlich durch Ausbohren oder Einfügen eines schweren Kerns zu verändern. Der Schwerpunkt der Kegel muß einheitlich sein. Die drei Vorderkegel (1, 2, 3) sollen keinen Gewichtsunterschied von mehr als 30 g aufweisen.
Die Kugeln sind aus einer Kunststoffmasse hergestellt. Für Asphalt- und Scherenbahnen sind Kugeln mit einem Durchmesser von 16 cm und einem Gewicht von 2818 - 2871 g vorgeschrieben. Jugenspieler bis 14 Jahre spielen mit einer Kugel vom Durchmesser 14 cm bei einem Gewicht von 1890 - 1920 g.
Auf Asphaltbahnen sind sowohl Voll- als auch Lochkugeln zugelassen, wobei für Jahrgänge ab 1933 in Sportwettkämpfen nur Vollkugeln erlaubt sind.

Kegelstelleinrichtung
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Die Kegelstelleinrichtungen bestehen aus elektrisch gesteuerten Stellmaschinen und dem Kommandopult. Die Maschinen heben die Kegel an den Seilen hoch, zentrieren sie und stellen sie punktgenau in die Standplatten im Kegelstand ab.
Erfordert das Kegelspiel, daß Kegel nicht wieder aufgestellt werden sollen, hält die Maschine diese in der oberen Lage fest.
Mit dem Kommandopult werden der elektrischen Steuereinrichtung alle Stellaufgaben eingegeben, die nach dem Kegelfall die Stellmaschine selbständig ausführt.

Anzeigevorrichtung
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Anzeigenvorrichtungen bestehen aus einem Lichtfeld, in dem entsprechend des Kegelstandes jeder Kegel mit einer Lampe dargestellt wird. Durch Lampen werden die gefallenen Kegel sichtbar angezeigt. Darüberhinaus ist durch die Totalisatoren udn die Totasschreiber die Erfassung der Wurfzahlen, die Ergebnisanzeige des Einzelwurfs und die rechnerische Addition der Gesamtleistung mit ihrer Zahlendarstellung möglich.


Ich hoffe, das waren jetzt nicht zu viele langweilige Informationen für euch, aber so sieht nunmal eine Asphaltkegelbahn aus.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-19 14:25:44 mit dem Titel Und Kegeln ist doch SPORT!

Ich möchte heute einmal dieses Meinungsforum dazu nutzen, meinen Sport der Allgemeinheit ein wenig näher zu bringen, selbst auf die Gefahr hin, daß ich erstmal nur Kopfschütteln dafür ernte!

Um hier mal eines klar zu stellen: Kegeln ist NICHT nur ein Kneipenzeitvertreib, es gibt genug Sportkegler, die ernsthaft gegen diese Vorurteile ankämpfen.

Ich bin 21 Jahre alt, kegle nun schon seit knapp 11 Jahren und habe mich mittlerweile unter anderem durch einige Vereinswechsel in die Badenliga vorgearbeitet (entspricht sozusagen der Regionalliga im Fußball). Ich trainiere zwei mal wöchentlich auf der Kegelbahn, habe fast jeden Sonntag ein Spiel (vor allem zwischen September und März) und konnte mich durch meine Leistungen auch schon für den Landeskader (oder D4-Kader, wie es mittlerweile korrekt heißt) empfehlen.
Bin ich somit ein "typischer Kegler", wie man ihn sich so im allgemeinen vorstellt?!? Ich würde sagen nein! Ich denke einigen anderen Sportlern wird der Begriff "Cooper-Test" sicherlich etwas sagen - für die, die das nicht kennen, dabei handelt es sich um eine "Fitnesskontrolle", bestehend aus 1 Minute Seilspringen und 12 Minuten Laufen - und eben die Abfrage ist bei Nationalmannschaftssichtungen und ähnlichem mittlerweile Usus!

Falls man Informationen zum Thema Kegeln sucht, eignet sich dafür am besten das Internet, da alle anderen Medien unseren Sport schlichtweg zu ignorieren scheinen. Natürlich kann man in regionalen Zeitungen die einen oder anderen Ergebnisse nachlesen, aber von einer Deutschen Meisterschaft oder Weltmeisterschaft nimmt hierzulande doch nur der Aktive Kegler eventuell Notiz. Meinen Favoriten bei den Internetseiten sind www.kegeln-dkbc.de, auf der man alle Neuigkeiten des DKBC finden kann, sowie Informationen aus den einzelnen Landesverbänden; www.kegelsport.de, diese Seite ist besonders für die Kegler im Landesverband Baden empfehlenswert; auch www.kegelergebnisse.de ist für die Sportkegler im BKBV dehr empfehlenswert; und eine neue Seite, die hoffentlich demnächst alle Informationen in Baden näherbringt: www.bkv-sandhausen.de!

Gerade hier bei uns ist eine Art Kegelhochburg mit etlichen Bundesligavereinen, wie Blau-Weiß Hockenheim, DSKC Eppelheim und Viernheim bei den Damen, sowie Sandhausen und 2 mal Eppelheim bei den Herren.

Übrigens wurde das Kegeln ebenso wie Bowling bereits 1979 als Olympiawürdig befunden, es ist als hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis man es auch bei den olympischen Wettberweben dieser Welt antrifft.

13 Bewertungen, 4 Kommentare

  • vinn21

    08.05.2002, 11:01 Uhr von vinn21
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sportkegeln hat wenig mit Gesellschafts-Kegeln zu tun und ist deswegen eine durchaus sportliche Betätigung.

  • wilma

    03.04.2002, 11:30 Uhr von wilma
    Bewertung: sehr hilfreich

    ist mir noch ein wenig zu dürftig. Ein paar eigene Eindrücke (was macht für dich den Sport aus) dürften ruhig dabei sein.

  • PrinceofLies

    19.03.2002, 15:28 Uhr von PrinceofLies
    Bewertung: sehr hilfreich

    ist zwar nicht mein Sport,aber da meine Eltern dies auch bereits ein Vierteljahrhundert betreiben kann ichs nachvollziehen

  • AliAsAliAs

    19.03.2002, 15:23 Uhr von AliAsAliAs
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich ziehe da da bowling vor. gruß vom alias