Konica DiMAGE Z1 Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 11/2003
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Summe aller Bewertungen
- Bildqualität:
- Ausstattung:
- Akkulaufzeit:
- Bedienkomfort:
- Verarbeitung:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von amgaida
ZOOM - ZOOM
Pro:
10-fach Zoom, Preis, Menüführung, Handling, Bildqualität, Geschwindigkeit
Kontra:
Wertigkeit, Lieferumfang, Fokussierung bei schlechtem Licht
Empfehlung:
Ja
Ich hatte bisher nicht viel mit Fotografieren am Hut und bin erst durch Zufall vor 3 Jahren dazu gekommen, dass mir Fotografieren großen Spaß macht.
Seit dieser Erkenntnis will ich mir eigentlich schon eine Kamera kaufen, wollte aber gerne \"richtig Fotografieren\" (lernen) können und zugleich die Vorteile einer Digitalkamera nicht missen. Ein 3x Zoom und Vollautomatik im Format einer Zigarettenschachtel, dafür aber schön metallisch glitzernd, war für mich nichts.
1. AUSWAHLKRITERIEN
Im persönlichen Lastenheft standen:
- ein großer optischer Zoombereich
- gute Makrotauglichkeit
- wenn möglich Videoaufnahme
- mind. 3 Mio. Pixel
- max. 500 eur inkl. allem Zubehör
- gutes Handling
Bei dem Anspruchsprofil auf die Dimage Z1 zu kommen war nicht allzu schwer. In diversen Internettests und Vergleichen war die Z1 die einzige Kamera, die einen so großen Zoombereich in bezahlbarem Rahmen bot. Preislich auch interessant und für mich anfangs in der Auswahl waren noch die Canon A80 und die Sony DSC-V1.
Die Sony bot viel Funktion, ein gutes Objektiv aber schlechtes Handling. Sie konnte ich kaum in der Hand halten, ohne mit mindestens 3 Fingern auf irgendwelchen Knöpfen zu liegen, was mir einfach lästig war. Dazu war sie im Endeffekt doch zu teuer, auch für die gebotenen 5 Mio. Pixel.
Die Canon punktet mit dem verstellbaren LCD und sehr guter Bildqualität. Dazu bietet sie eine größere max. Auflösung und bessere Qualitätsanmutung als die Minolta. Aber eben keinen anständigen Zoom...
2. KAUF
Gekauft habe ich die Minolta im Januar bei einem Internethändler für 355,- Eur. Verglichen mit dem MediaMarkt-Preis von 429,- und der UVP von 480,- Eur. ein gutes Angebot. Dazu gekauft habe ich gleich eine 256MB SD-Card (78,- Eur), 4x 2300AA Akkus (inkl. Ladegerät) und eine Universaltasche. Alles zusammen bin ich ca. 450,- Eur. los geworden, ein ganz schöner Batzen Geld.
Lieferumfang:
Nötig sind die Zusatzinvestitionen aus dem Grund, weil man ausser der Kamera selbst beim Kauf fast nichts geliefert bekommt. Im Einzelnen sind das:
- Dimage Z1 Kamera
- Standardbatterien
- 16 MByte Wechselspeicherkarte
- Audio/Video-Kabel AVC-200
- USB-Kabel USB-500
- Objektivdeckel LF-242
- Zubehörschuh-Abdeckung SC-1000
- Schulterriemen NS-DG5000
- Kamerasoftware Minolta Dimage Image Viewer Utility für Windows und für Macintosh
- Moviesoftware ArcSoft VideoImpression
Optional erhältlich sind darüber hinaus:
- Externer Akkupack EBP-100
- Standardakku
- 6 V-Netzteil AC-11
- Weitwinkel-Konverter-Kit ZCW-100
- Kameratasche CS-DG600
- Lederriemen NS-DG1000
Ausstattung:
Die gesamte Ausstattung der Z1 aufzuzählen will ich Euch ersparen, zumal es einfach bei Minolta nachzulesen ist. Meine Informationen habe ich alle von www.digitalkamera.de.
Das wichtigste in Kürze:
- 3.2 Mio. Pixel (höchste Auflösung: 2.048 x 1.536 Bildpunkte)
- Zoom: 10x optisch, 4x digital
- 1.5\" TFT LCD-Monitor mit 60 fps
- Speichermedien: SD-Card oder MM-Card (16MB SD-Card inkl.)
- Videoaufnahme mit bis zu 640x480 und 30 fps (NTSC!) ohne Zeitbegrenzung und mit Sound
- Dateiformate: ,jpg oder .mov
- kein optischer Sucher sondern Spiegelbild des Displays
- sehr starker eingebauter Blitz, Blitzschuh vorhanden
- Serienbildfunktion mit 5 bzw. 10 Bilder pro Sekunde
- verschiedene Belichtungsprogramme (Porträt, Sport/Action, Landschaft, Sonnenuntergang, Nachtporträt)
- Abmessungen B x H x T 110 mm x 77 mm x 80 mm
- Gewicht ca. 389 g (betriebsbereit)
3. FUNKTIONEN
Schaltet man die Kamera ein, eröffnen sich zwei Möglichkeiten. Man kann sich entweder auf dem Display die Motive anzeigen lassen oder schaut in den Sucher, in den das Displaybild gespiegelt wird. Es gibt also keinen optischen Sucher. Das mag Hardcore-Fotografen stören, mir ist es egal. Angeschaltet wird die Kamera durch einen silbrigen (Plastik-) Druckknopf. Um diesen herum ist ein Hebel, mit dem man einfach einstellt in welchem Modus die Kamera sich einschaltet bzw. ob gespeicherte Bilder angeschaut oder ob über Sucher bzw. LCD fotografiert werden soll. Die Einschaltzeit gibt Minolta mit 2 Sekunden, die Ausschaltzeit mit 2.4 Sekunden an.
Der Sucher verfügt über einen Dioptrinausgleich. Ich habe gelesen, dass manche ihn als schwergängig bezeichnen. Das ist er auch, dadurch verstellt er sich aber auch nicht. Neben dem Ein-/Aus-Knopf gibt es noch 3 weitere Knöpfe (einen für Menü, einen mit einem Papierkorb und einen mit \"i\" gekennzeichneten Knopf) sowie ein Navigationskreuz mit einem mittigen Knopf, der in den Menüs meist zur Bestätigung da ist.
Die Bedienung der Menüs ist kinderleicht und ohne Studium der Betriebsanleitung möglich. Durch den Papierkorb-Knopf lassen sich Bilder bei der Ansicht leicht löschen ohne in die Tiefen des Menüs einsteigen zu müssen. Über den i-Knopf wählt man z.B. aus, ob man zusätzliche Bildinformationen (Auflösung, Datum, Uhrzeit etc.) angezeigt haben will und ob man den Inhalt der Speicherkarte Bild pro Bild oder als Bildfolge zur Übersicht betrachten möchte. Erwähnen möchte ich noch die Möglichkeit in die Darstellung der Aufnahmen auf dem LCD über die Zoom-Wippe reinzuzoomen und Details in Originalgröße zu betrachten. Das gibt oft Aufschluss darüber, ob ein Bild wirklich gut geworden ist oder lieber ein weiterer Versuch gemacht wird.
Weiterhin gibt es das Menürad an der rechten Oberseite, das sich in beide Richtungen drehen und sicher justieren lässt. Darunter und in Position für den Daumen liegt der Wippschalter für den Zoom. Auf der rechten Oberseite gibt es noch je eine Taste für die Blitzeinstellung und für Makroaufnahmen. Dass man diese Einstellungen auch nicht im Menü machen muss sondern so schnell im wahrsten Sinne griffbereit hat, finde ich überaus praktisch.
Die Blitzeinstellungen im Einzelnen sind Automatik, Automatik mit Verringerung des Rote Augen-Effekts, Aufhellblitz und Langzeitblitzsynchronisation, um Blitz- und Umgebungslicht anzugleichen.
Auf der Oberseite befindet sich der Blitz, den man zur Verwendung aufklappen muss. Insofern relativiert sich die Einstellung \"Auto\" auch etwas. Dort befindet sich auch der Blitzschuh, auf den bei Bedarf Minolta-Blitze aufgeschoben werden können. Es ist leider kein Universal-Schuh.
Die Batterien/Akkus befinden sich in der rechten, sehr griffgünstig ausgeformten Seite der Kamera. Hier ist nur das dünne Plastikdeckelchen zu bemängeln. Wenn man die Klappe schließt, steht das Ganze gut unter Druck und wirkt etwas billig und man zweifelt etwas an der Langzeitstabilität. Gleiches gilt für die Klappe auf der linken Seite. Darunter verbirgt sich Anschluss für USB-Kabel und auch die SD-Card. Diese Klappe schiebt man nach vorne und sie ist aus dünnstem Plastik und hinterlässt ebenfalls keinen sehr stabilen Eindruck. Funktionieren tut jedoch alles gut und zuverlässig.
4. FOTOGRAFIE
Meine ersten fotografischen Gehversuche mit der Kamera waren relativ ernüchternd. Das Wählrad blieb auf \"Auto\" und ich hab einfach am Abend zuhause auf alles drauf gehalten. Doch die Bilder waren teils unscharf und schlecht beleuchtet. Mit Blitz wurde es besser, mit dem Fokussieren tut sich die Z1 aber allgemein etwas schwer, sobald es düster oder gar dunkel ist, was ich auch in der weiteren Praxis festgestellt habe. Über ein Fokussierlicht wie z.B. die Canon A80 verfügt die Z1 leider nicht.
Nach den ersten Rumknipsereien im Alltag kam der Härtetest im Skiurlaub. Im Alpenpanorama versprach ich mir besonders vom Zoom eine Menge. Um es vorweg zu nehmen: es wurden alle Erwartungen erfüllt!
Es ist einfach genial, was man sich mit der Kamera alles aus der Nähe ansehen kann. Selbst z.B. Gipfelkreuze, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen waren, hat die Z1 gut sichtbar gemacht. Wenn man dem optischen Zoom noch den digitalen zur Seite stellt, ist zwar manchmal die Fixierung des Objektes ohne Stativ etwas mühsam, bei ruhiger Hand bekommt man jedoch durchaus scharfe Bilder zustande. Klar muss jedoch sein, dass gestochen scharf nur im Bereich des optischen Zooms fotografiert werden kann.
Die Bildqualität finde ich insgesamt sehr zufriedenstellend, einzig die Farbbrillianz kommt mir bei weniger peppigen Farben (z.B. Landschaftsaufnahmen) einen Hauch blass vor. Die Kontraste sind im Automatikprogramm schon sehr gut. Wählt man z.B. das Portrait-Programm, gelingen wirklich sehr schöne Aufnahmen, mit Verstärkung der Hautfarbenen Farbanteile und leicht verschwommenem Hintergrund. Auch das Gegenlicht-Programm macht einen gelungenen Eindruck, es gibt gute Kontraste, und die Belichtung ist meist genau richtig. Auch sind die Bilder fast immer sehr scharf, wobei ich bei Unschärfen durchaus auch fotografisches Ungeschick als Grund sehen würde. ;-) Überragend ist auch die Tiefenschärfe. Ein Zoom-Bild über 1000 Höhenmeter zeigte dies sehr eindrucksvoll.
An die manuellen Programme habe ich mich nur zum Spielen herangetraut, kann darüber also nicht viel sagen. Es gibt insgesamt vier verschiedene Programme, in denen jeweils entweder Belichtungszeit, Blende oder gleich sämtliche Einstellungen von Hand gemacht werden können.
Sehr schön ist wie schnell die Z1 bei guten Lichtverhältnissen fokussiert und auch die Auslösegeschwindigkeit empfinde ich als praxisgerecht und wirklich angenehm schnell. Der Hersteller gibt eine Auslöseverzögerung von 0.06 Sekunden und eine Bildfolgezeit von 1.2 Sekunden an. Ihre Schnelligkeit kann die Z1 auch bei der Serienbildfunktion unter Beweis stellen. Die Möglichkeit 10 Bilder pro Sekunde aufzunehmen (bis max. 1.280 x 960 Pixel) ist bei Tieraufnahmen oder z.B. beim Skifahren sehr angenehm und absolut scharf. Gut ist auch, dass man innerhalb der Serienbildfunktion über das Navigationskreuz zwischen der hochaufgelösten 5-Bildersequenz und den 10 Bildern umschalten kann.
Die Belichtungsmessung erfolgt in den Automatikprogrammen je nachdem, wie es im Menü eingestellt wurde. Zur Verfügung stehen Mehrfeldmessung (Standardeinstellung), Mittenbetonte Messmethode und die Spotmessung bei starken Belichtungsunterschieden innerhalb des Motivs.
Die Fokussierung erfolgt durch ein so genanntes Spot AF Messfeld. Dieses erscheint automatisch in der Bildmitte. Durch Drücken des mittleren Knopfes im Navigationskreuz ergibt sich jedoch die Möglichkeit, das Messfeld nach aussen/mitte/aussen zu verschieben.
Wie anfangs bereits angedeutet bekommt die Z1 Probleme mit schlechtem Licht. Teilweise kann der AF dann keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Zusätzlich werden die Bilder sehr warm und rotlastig, wenn man ohne Blitz fotografiert. Diesen Punkt würde ich allerdings als einziges Minus, was die Fotografie mit der Z1 angeht, ansehen.
Der Blitz selbst ist sehr leistungsstark und nach Aussage des Herstellers hat er eine Reichweite von 6.10m. Für diejenigen, die etwas damit anfangen können: der Blitz hat die Leitzahl 12, was - soweit ich gelesen habe - wohl ziemlich hoch ist und für einen starken internen Blitz spricht. Mein Eindruck deckt sich durchaus mit dieser Einschätzung, auch wenn ich meist bei Tageslicht fotografiert habe.
5. VIDEOS
Die Videofunktion hatte ich schon bei anderen Kameras gesehen und die Resultate meist bedauert. Was da mit 15 Bildern pro Sekunde und oft mit max. 30 oder 90 Sekunden Maximallänge an \"Videos\" erzeugt werden konnte, war meist bedauerlich. Anders mit der Z1. Nicht nur die doppelte, herkömmliche Auflösung ist möglich, sondern auch noch die doppelte Bildfrequenz. Das heißt ganz einfach, dass man Videos aufnehmen kann, die sonst nur von Videokameras erzeugt werden können. Die Videos werden als .mov-Datei erzeugt und können mit der mitgelieferten Software oder z.B. dem Apple Quicktime Movieplayer abgespielt werden. Das einzige was auffällt, ist die nicht vorhandene Beruhigung des Bildes. Man braucht für ein ruhiges Videobild also auch eine ruhige Hand und sollte sich behutsam bewegen.
Es gibt auch Sound zu den Videos und der kann sich sogar sehen lassen. Bei extremem Lärm (z.B. auf dem Schießstand mit Großkalibern) kam es nicht zu Übersteuern oder Verzerrungen. Der Ton ist immer ausgewogen und für eine Digitalkamera wirklich hervorragend. Einzig eine Art \"Laufgeräusch\" stört ein wenig als Hintergrundklickern, damit kann ich aber leben.
6. PRAXIS
Die Kamera ist vom Format her etwas größer als die anfangs erwähnten \"Pocket-Glitzerkameras\". Sie ist in der von mir gekauften Universaltasche mit Gürtelclip jedoch auch z.B. beim Skifahren gut mitzuführen und stört nicht. Das Handling durch die ausgeformte rechte Gehäuseseite ist ausgezeichnet. Man kann die Kamera gut mit einer Hand bedienen, findet alle Bedienknöpfe dort vor, wo man sie braucht und hat nicht ständig die Finger auf irgendwelchen Tasten, auf die man besser nicht fassen sollte.
Die von mir dazu gekauften 2300mAh AA-Akkus haben im Urlaub ca. 450 Bilder und 5 Minuten Videoaufnahme mit häufigerem Betrachten und Bearbeiten der Bilder gehalten, was ca. 10 Tagen mit täglichem Gebrauch entspricht. Die 256MB-Karte ist wirklich komfortabel und wenn man nicht gerade nur Videos aufnehmen will, ist man damit gut bedient.
Ich bin auch nach dem Urlaub von der Kamera absolut begeistert. Sie ist genau das was ich wollte und ich würde sie jederzeit wieder kaufen. Vielleicht kann ich ja noch einige Erfahrungen, speziell was die manuellen Einstellungen angeht, im Laufe der Zeit nachtragen.
Ich hoffe Euch hat der Bericht interessiert und informiert. Bei Verbesserungsvorschlägen zum Bericht oder dessen Inhalt, schreibt mir einfach einen Kommentar oder Eintrag ins Gästebuch.
PS: Der Bericht erscheint so unter gleichem Usernamen auch bei Ciao.de!
Seit dieser Erkenntnis will ich mir eigentlich schon eine Kamera kaufen, wollte aber gerne \"richtig Fotografieren\" (lernen) können und zugleich die Vorteile einer Digitalkamera nicht missen. Ein 3x Zoom und Vollautomatik im Format einer Zigarettenschachtel, dafür aber schön metallisch glitzernd, war für mich nichts.
1. AUSWAHLKRITERIEN
Im persönlichen Lastenheft standen:
- ein großer optischer Zoombereich
- gute Makrotauglichkeit
- wenn möglich Videoaufnahme
- mind. 3 Mio. Pixel
- max. 500 eur inkl. allem Zubehör
- gutes Handling
Bei dem Anspruchsprofil auf die Dimage Z1 zu kommen war nicht allzu schwer. In diversen Internettests und Vergleichen war die Z1 die einzige Kamera, die einen so großen Zoombereich in bezahlbarem Rahmen bot. Preislich auch interessant und für mich anfangs in der Auswahl waren noch die Canon A80 und die Sony DSC-V1.
Die Sony bot viel Funktion, ein gutes Objektiv aber schlechtes Handling. Sie konnte ich kaum in der Hand halten, ohne mit mindestens 3 Fingern auf irgendwelchen Knöpfen zu liegen, was mir einfach lästig war. Dazu war sie im Endeffekt doch zu teuer, auch für die gebotenen 5 Mio. Pixel.
Die Canon punktet mit dem verstellbaren LCD und sehr guter Bildqualität. Dazu bietet sie eine größere max. Auflösung und bessere Qualitätsanmutung als die Minolta. Aber eben keinen anständigen Zoom...
2. KAUF
Gekauft habe ich die Minolta im Januar bei einem Internethändler für 355,- Eur. Verglichen mit dem MediaMarkt-Preis von 429,- und der UVP von 480,- Eur. ein gutes Angebot. Dazu gekauft habe ich gleich eine 256MB SD-Card (78,- Eur), 4x 2300AA Akkus (inkl. Ladegerät) und eine Universaltasche. Alles zusammen bin ich ca. 450,- Eur. los geworden, ein ganz schöner Batzen Geld.
Lieferumfang:
Nötig sind die Zusatzinvestitionen aus dem Grund, weil man ausser der Kamera selbst beim Kauf fast nichts geliefert bekommt. Im Einzelnen sind das:
- Dimage Z1 Kamera
- Standardbatterien
- 16 MByte Wechselspeicherkarte
- Audio/Video-Kabel AVC-200
- USB-Kabel USB-500
- Objektivdeckel LF-242
- Zubehörschuh-Abdeckung SC-1000
- Schulterriemen NS-DG5000
- Kamerasoftware Minolta Dimage Image Viewer Utility für Windows und für Macintosh
- Moviesoftware ArcSoft VideoImpression
Optional erhältlich sind darüber hinaus:
- Externer Akkupack EBP-100
- Standardakku
- 6 V-Netzteil AC-11
- Weitwinkel-Konverter-Kit ZCW-100
- Kameratasche CS-DG600
- Lederriemen NS-DG1000
Ausstattung:
Die gesamte Ausstattung der Z1 aufzuzählen will ich Euch ersparen, zumal es einfach bei Minolta nachzulesen ist. Meine Informationen habe ich alle von www.digitalkamera.de.
Das wichtigste in Kürze:
- 3.2 Mio. Pixel (höchste Auflösung: 2.048 x 1.536 Bildpunkte)
- Zoom: 10x optisch, 4x digital
- 1.5\" TFT LCD-Monitor mit 60 fps
- Speichermedien: SD-Card oder MM-Card (16MB SD-Card inkl.)
- Videoaufnahme mit bis zu 640x480 und 30 fps (NTSC!) ohne Zeitbegrenzung und mit Sound
- Dateiformate: ,jpg oder .mov
- kein optischer Sucher sondern Spiegelbild des Displays
- sehr starker eingebauter Blitz, Blitzschuh vorhanden
- Serienbildfunktion mit 5 bzw. 10 Bilder pro Sekunde
- verschiedene Belichtungsprogramme (Porträt, Sport/Action, Landschaft, Sonnenuntergang, Nachtporträt)
- Abmessungen B x H x T 110 mm x 77 mm x 80 mm
- Gewicht ca. 389 g (betriebsbereit)
3. FUNKTIONEN
Schaltet man die Kamera ein, eröffnen sich zwei Möglichkeiten. Man kann sich entweder auf dem Display die Motive anzeigen lassen oder schaut in den Sucher, in den das Displaybild gespiegelt wird. Es gibt also keinen optischen Sucher. Das mag Hardcore-Fotografen stören, mir ist es egal. Angeschaltet wird die Kamera durch einen silbrigen (Plastik-) Druckknopf. Um diesen herum ist ein Hebel, mit dem man einfach einstellt in welchem Modus die Kamera sich einschaltet bzw. ob gespeicherte Bilder angeschaut oder ob über Sucher bzw. LCD fotografiert werden soll. Die Einschaltzeit gibt Minolta mit 2 Sekunden, die Ausschaltzeit mit 2.4 Sekunden an.
Der Sucher verfügt über einen Dioptrinausgleich. Ich habe gelesen, dass manche ihn als schwergängig bezeichnen. Das ist er auch, dadurch verstellt er sich aber auch nicht. Neben dem Ein-/Aus-Knopf gibt es noch 3 weitere Knöpfe (einen für Menü, einen mit einem Papierkorb und einen mit \"i\" gekennzeichneten Knopf) sowie ein Navigationskreuz mit einem mittigen Knopf, der in den Menüs meist zur Bestätigung da ist.
Die Bedienung der Menüs ist kinderleicht und ohne Studium der Betriebsanleitung möglich. Durch den Papierkorb-Knopf lassen sich Bilder bei der Ansicht leicht löschen ohne in die Tiefen des Menüs einsteigen zu müssen. Über den i-Knopf wählt man z.B. aus, ob man zusätzliche Bildinformationen (Auflösung, Datum, Uhrzeit etc.) angezeigt haben will und ob man den Inhalt der Speicherkarte Bild pro Bild oder als Bildfolge zur Übersicht betrachten möchte. Erwähnen möchte ich noch die Möglichkeit in die Darstellung der Aufnahmen auf dem LCD über die Zoom-Wippe reinzuzoomen und Details in Originalgröße zu betrachten. Das gibt oft Aufschluss darüber, ob ein Bild wirklich gut geworden ist oder lieber ein weiterer Versuch gemacht wird.
Weiterhin gibt es das Menürad an der rechten Oberseite, das sich in beide Richtungen drehen und sicher justieren lässt. Darunter und in Position für den Daumen liegt der Wippschalter für den Zoom. Auf der rechten Oberseite gibt es noch je eine Taste für die Blitzeinstellung und für Makroaufnahmen. Dass man diese Einstellungen auch nicht im Menü machen muss sondern so schnell im wahrsten Sinne griffbereit hat, finde ich überaus praktisch.
Die Blitzeinstellungen im Einzelnen sind Automatik, Automatik mit Verringerung des Rote Augen-Effekts, Aufhellblitz und Langzeitblitzsynchronisation, um Blitz- und Umgebungslicht anzugleichen.
Auf der Oberseite befindet sich der Blitz, den man zur Verwendung aufklappen muss. Insofern relativiert sich die Einstellung \"Auto\" auch etwas. Dort befindet sich auch der Blitzschuh, auf den bei Bedarf Minolta-Blitze aufgeschoben werden können. Es ist leider kein Universal-Schuh.
Die Batterien/Akkus befinden sich in der rechten, sehr griffgünstig ausgeformten Seite der Kamera. Hier ist nur das dünne Plastikdeckelchen zu bemängeln. Wenn man die Klappe schließt, steht das Ganze gut unter Druck und wirkt etwas billig und man zweifelt etwas an der Langzeitstabilität. Gleiches gilt für die Klappe auf der linken Seite. Darunter verbirgt sich Anschluss für USB-Kabel und auch die SD-Card. Diese Klappe schiebt man nach vorne und sie ist aus dünnstem Plastik und hinterlässt ebenfalls keinen sehr stabilen Eindruck. Funktionieren tut jedoch alles gut und zuverlässig.
4. FOTOGRAFIE
Meine ersten fotografischen Gehversuche mit der Kamera waren relativ ernüchternd. Das Wählrad blieb auf \"Auto\" und ich hab einfach am Abend zuhause auf alles drauf gehalten. Doch die Bilder waren teils unscharf und schlecht beleuchtet. Mit Blitz wurde es besser, mit dem Fokussieren tut sich die Z1 aber allgemein etwas schwer, sobald es düster oder gar dunkel ist, was ich auch in der weiteren Praxis festgestellt habe. Über ein Fokussierlicht wie z.B. die Canon A80 verfügt die Z1 leider nicht.
Nach den ersten Rumknipsereien im Alltag kam der Härtetest im Skiurlaub. Im Alpenpanorama versprach ich mir besonders vom Zoom eine Menge. Um es vorweg zu nehmen: es wurden alle Erwartungen erfüllt!
Es ist einfach genial, was man sich mit der Kamera alles aus der Nähe ansehen kann. Selbst z.B. Gipfelkreuze, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen waren, hat die Z1 gut sichtbar gemacht. Wenn man dem optischen Zoom noch den digitalen zur Seite stellt, ist zwar manchmal die Fixierung des Objektes ohne Stativ etwas mühsam, bei ruhiger Hand bekommt man jedoch durchaus scharfe Bilder zustande. Klar muss jedoch sein, dass gestochen scharf nur im Bereich des optischen Zooms fotografiert werden kann.
Die Bildqualität finde ich insgesamt sehr zufriedenstellend, einzig die Farbbrillianz kommt mir bei weniger peppigen Farben (z.B. Landschaftsaufnahmen) einen Hauch blass vor. Die Kontraste sind im Automatikprogramm schon sehr gut. Wählt man z.B. das Portrait-Programm, gelingen wirklich sehr schöne Aufnahmen, mit Verstärkung der Hautfarbenen Farbanteile und leicht verschwommenem Hintergrund. Auch das Gegenlicht-Programm macht einen gelungenen Eindruck, es gibt gute Kontraste, und die Belichtung ist meist genau richtig. Auch sind die Bilder fast immer sehr scharf, wobei ich bei Unschärfen durchaus auch fotografisches Ungeschick als Grund sehen würde. ;-) Überragend ist auch die Tiefenschärfe. Ein Zoom-Bild über 1000 Höhenmeter zeigte dies sehr eindrucksvoll.
An die manuellen Programme habe ich mich nur zum Spielen herangetraut, kann darüber also nicht viel sagen. Es gibt insgesamt vier verschiedene Programme, in denen jeweils entweder Belichtungszeit, Blende oder gleich sämtliche Einstellungen von Hand gemacht werden können.
Sehr schön ist wie schnell die Z1 bei guten Lichtverhältnissen fokussiert und auch die Auslösegeschwindigkeit empfinde ich als praxisgerecht und wirklich angenehm schnell. Der Hersteller gibt eine Auslöseverzögerung von 0.06 Sekunden und eine Bildfolgezeit von 1.2 Sekunden an. Ihre Schnelligkeit kann die Z1 auch bei der Serienbildfunktion unter Beweis stellen. Die Möglichkeit 10 Bilder pro Sekunde aufzunehmen (bis max. 1.280 x 960 Pixel) ist bei Tieraufnahmen oder z.B. beim Skifahren sehr angenehm und absolut scharf. Gut ist auch, dass man innerhalb der Serienbildfunktion über das Navigationskreuz zwischen der hochaufgelösten 5-Bildersequenz und den 10 Bildern umschalten kann.
Die Belichtungsmessung erfolgt in den Automatikprogrammen je nachdem, wie es im Menü eingestellt wurde. Zur Verfügung stehen Mehrfeldmessung (Standardeinstellung), Mittenbetonte Messmethode und die Spotmessung bei starken Belichtungsunterschieden innerhalb des Motivs.
Die Fokussierung erfolgt durch ein so genanntes Spot AF Messfeld. Dieses erscheint automatisch in der Bildmitte. Durch Drücken des mittleren Knopfes im Navigationskreuz ergibt sich jedoch die Möglichkeit, das Messfeld nach aussen/mitte/aussen zu verschieben.
Wie anfangs bereits angedeutet bekommt die Z1 Probleme mit schlechtem Licht. Teilweise kann der AF dann keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Zusätzlich werden die Bilder sehr warm und rotlastig, wenn man ohne Blitz fotografiert. Diesen Punkt würde ich allerdings als einziges Minus, was die Fotografie mit der Z1 angeht, ansehen.
Der Blitz selbst ist sehr leistungsstark und nach Aussage des Herstellers hat er eine Reichweite von 6.10m. Für diejenigen, die etwas damit anfangen können: der Blitz hat die Leitzahl 12, was - soweit ich gelesen habe - wohl ziemlich hoch ist und für einen starken internen Blitz spricht. Mein Eindruck deckt sich durchaus mit dieser Einschätzung, auch wenn ich meist bei Tageslicht fotografiert habe.
5. VIDEOS
Die Videofunktion hatte ich schon bei anderen Kameras gesehen und die Resultate meist bedauert. Was da mit 15 Bildern pro Sekunde und oft mit max. 30 oder 90 Sekunden Maximallänge an \"Videos\" erzeugt werden konnte, war meist bedauerlich. Anders mit der Z1. Nicht nur die doppelte, herkömmliche Auflösung ist möglich, sondern auch noch die doppelte Bildfrequenz. Das heißt ganz einfach, dass man Videos aufnehmen kann, die sonst nur von Videokameras erzeugt werden können. Die Videos werden als .mov-Datei erzeugt und können mit der mitgelieferten Software oder z.B. dem Apple Quicktime Movieplayer abgespielt werden. Das einzige was auffällt, ist die nicht vorhandene Beruhigung des Bildes. Man braucht für ein ruhiges Videobild also auch eine ruhige Hand und sollte sich behutsam bewegen.
Es gibt auch Sound zu den Videos und der kann sich sogar sehen lassen. Bei extremem Lärm (z.B. auf dem Schießstand mit Großkalibern) kam es nicht zu Übersteuern oder Verzerrungen. Der Ton ist immer ausgewogen und für eine Digitalkamera wirklich hervorragend. Einzig eine Art \"Laufgeräusch\" stört ein wenig als Hintergrundklickern, damit kann ich aber leben.
6. PRAXIS
Die Kamera ist vom Format her etwas größer als die anfangs erwähnten \"Pocket-Glitzerkameras\". Sie ist in der von mir gekauften Universaltasche mit Gürtelclip jedoch auch z.B. beim Skifahren gut mitzuführen und stört nicht. Das Handling durch die ausgeformte rechte Gehäuseseite ist ausgezeichnet. Man kann die Kamera gut mit einer Hand bedienen, findet alle Bedienknöpfe dort vor, wo man sie braucht und hat nicht ständig die Finger auf irgendwelchen Tasten, auf die man besser nicht fassen sollte.
Die von mir dazu gekauften 2300mAh AA-Akkus haben im Urlaub ca. 450 Bilder und 5 Minuten Videoaufnahme mit häufigerem Betrachten und Bearbeiten der Bilder gehalten, was ca. 10 Tagen mit täglichem Gebrauch entspricht. Die 256MB-Karte ist wirklich komfortabel und wenn man nicht gerade nur Videos aufnehmen will, ist man damit gut bedient.
Ich bin auch nach dem Urlaub von der Kamera absolut begeistert. Sie ist genau das was ich wollte und ich würde sie jederzeit wieder kaufen. Vielleicht kann ich ja noch einige Erfahrungen, speziell was die manuellen Einstellungen angeht, im Laufe der Zeit nachtragen.
Ich hoffe Euch hat der Bericht interessiert und informiert. Bei Verbesserungsvorschlägen zum Bericht oder dessen Inhalt, schreibt mir einfach einen Kommentar oder Eintrag ins Gästebuch.
PS: Der Bericht erscheint so unter gleichem Usernamen auch bei Ciao.de!
13 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.12.2004, 12:34 Uhr von iceman89
Bewertung: sehr hilfreich...klasse Bericht von dir ! LG iceman89
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