Kosmos Herr der Ringe - Basisspiel Testbericht

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ab 41,21
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von winselwuermchen

Mae Govannen Mellon !!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich seit ca 5 Jahren ein absoluter Herr der Ringe Fanatiker bin, war es klar, das ich auch als einer der ersten im Jahr 2001 die Karten für \"die Gefährten\" in den Händen hielt. Nach der ersten Enttäuschung das der Film nicht huntertprozent nach dem Buch gefilmt war, folgte dann eigentlich nur Begeisterung, denn das Buch ist einfach nicht 1:1 verfilmbar. Also schreib ich hier jetzt auch mal meinen Bericht über den ersten Teil. Meine Berichte über \"die zwei Türme\" sowie \"die Special Extendet Edition\" folgen in den nächsten Tagen.

Und los gehts:

1.Die Story (worum es eigentlich geht)

2.Die Schauspieler

3.Die Umsetzung von Buch zu Film

4.Die Filmmusik

5. Hintergrundinformationen

6.Szenen die mich total begeisterten

7.Szenen die mir nicht gefielen

8. Kurze Erklärungen zu den ME Bewohnern

9.was ist so faszinierend an HDR?

10.Fazit

1. Die Story:
Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
den Menschen ewig dem Tode verfallen, neun,
einer dem dunklen Herrn auf dunklem Thron
im Lande Mordor wo die Schatten drohn
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden,
im Lande Mordor wo die Schatten drohn

Mit diesem Gedicht beginnt die weltberühmte Saga um Hobbit Frodo der mit Hilfe seiner ausgewählten Gefährten versucht den einen Ring der Macht, den Meisterring, zu zerstören.

Um 1500 der Mittelerde Zeitrechnung erreichen die Schmiede der Elben den Gipfel ihres Könnens. Sie schmieden die drei Elbenringe Narya, Nenya und Vilya. Ringe von großer (guter) Macht. Die 16 Ringe die vorher geschmiedet und an Zwerge und Menschen verteilt wurden besaßen dagegen nur geringe Kräfte.
Um 1600 erhob sich der dunkle Herrscher Sauron wieder und schmiedete einen eigenen Ring. Den einen, den Meisterring. Auf ihn übertrug er auch ein Großteil seiner eigenen bösen Macht.
Sauron ermächtigt sich einiger der Zwergenringe. Die Träger der Neun Menschenringe verführte er mit seiner dunklen Kraft und machte sie zu seinen Dienern. Fortan ritten sie als Nazgûl, als Ringgeister, umher.
In der großen Schlacht der Elben und Menschen gegen Sauron kann ihm die Hand an der er den Ring trägt abgeschlagen werden. Der Ring wird von Isildur mitgenommen. Einem großteil seiner Macht beraubt zieht sich Sauron, sowie seine Nazgûl in sein Reich Mordor zurück.
Isildur verliert aber durch seltsame Umstände den Ring beim Schwimmen im Andurin und wird von Orks erschossen. Danach lag der Ring lange zeit auf dem Grund des großen Flusses bis er von dem Hobbitähnlichen Wesen Déagol gefunden wird. Sein Bruder Sméagol erschlägt aus Gier nach dem Ring seinen Bruder und zieht sich später allein in eine dunkle Berghöhle zurück.
In diese Berghöhle gerät Bilbo auf einer abenteuerlichen (für Hobbits unübliche) Reise und findet den Ring kurz nach er auch Sméagol vom Finger gerutscht war. So kam Bilbo an den Ring der den Träger unsichtbar machte.
Lange Jahre hatte Bilbo den Ring bis er ihn auf anraten des Zauberers Gandalf seinem Neffen Frodo hinterlässt. Bilbo verlässt daraufhin das Auenland für immer. 17 Jahre später hat sich Sauron wieder erhoben und trachtet nach seiner Macht. Gandalf hegt den Verdacht dass es sich bei Frodos Ring um den einen handeln könnte und nach einer „Feuerprobe“ bestätigt sich seine Vermutung als die Innschrift > Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden< in der Sprache Mordors darauf erscheint.
Gandalf drängt Frodo das Auenland zu verlassen und bei Dem mächtigen Elben Elrond Rat zu suchen. Elrond lebt in Bruchtal mehrere hundert Meilen vom Auenland entfernt.
Frodo und sein Freund Sam machen sich auf den Weg und unterwegs schließen sich ihre Freunde Merry und Pippin an. Auf dem Wag nach Bruchtal begegnen sie einem geheimnisvollen Menschen namens Aragorn der ihnen seine Mitreise und Hilfe anbietet. Er ist ein Freund Gandalfs und weiß über den Ring Bescheid. Unterwegs erweißt er sich als Retter in der Not als die Hobbits von einigen Nazgûl angegriffen und Frodo schwer verwundet wird.
Sie schaffen es bis nach Bruchtal und Frodo wird von Elrond gerettet. Bei einem Rat entscheiden alle dass der Ring wieder in die Klüfte des Schicksalsberges geworfen werden muss um Saurons Macht zu brechen. Das Schicksal teilt Frodo diese Aufgabe zu, gibt ihm aber acht Gefährten mit: den Zwerg Gimli, der Elbe Legolas, Gandalf selbst, die beiden Menschen Aragorn und Boromir sowie die drei Hobbits Merry, Pippin und Sam.
So machen sich die Gefährten auf in Richtung Mordor um den Ring in den Schicksalsklüften zu vernichten.
Allerdings haben sie es jetzt nicht nur mit einem Gegner zu tun..
Saruman der mächtige Zauberer ist zum Bösen übergelaufen und trachtet auch nach dem Ring. Er erschafft eine neue Ork Rasse- die Uruk Hai, die nun ihrerseits auch die Gefährten verfolgen um den Ring zu erlangen.
Schon auf dem ersten Abschnitt ihrer Reise werden die neun mit der großen Macht Sarumans konfrontiert, als sie versuchen den Berg Caradhras zu überqueren. Starke Schneestürme veranlassen die Gefährten den unheilvollen Weg durch die Höhlen Morias zu nehmen. Moria, auch Khazad-dûm genannt, war früher eine Zwergenstadt, doch ist sie schon lange nicht mehr bewohnt nachdem Orks und andere grauenvolle Wesen die Zwerge töteten und die Höhlen für sich beanspruchten.
Bei der Durchquerung werden die Ringgefährten entdeckt und entkommen den Orks nur mit knapper Not. Als sie die Brücke zum rettenden Tor überqueren wollen, werden sie von einem Balrog verfolgt, einem Dämon aus der Altvorderenzeit. Gandalf kann ihn solange aufhalten bis die Gruppe über die Brücke ist, beim Kampf mit dem Balrog wird er allerdings auch in die Schlucht mitgerissen.
Traurig über den Verlust des Freundes gelangen die verbleibenden acht nach Lothlorien, dem Land der Elbenkönigin Galadriel. Dort bekommen sie Unterschlupf, Rat und kleine Gaben die ihnen auf dem weiteren Weg helfen sollen.
Sie bekommen außerdem Boote um ihre Weiterreise zu beschleunigen und zu erleichtern.
Nachdem die Gemeinschaft in Parth Galen angekommen ist, müssen sie sich entscheiden ob sie mit dem Ringträger nach Mordor oder mit Boromir zur Verteidigung von Minas Tirith aufbrechen wollen. Doch auch hier nimmt das Schicksal die Entscheidung ab. Boromir erliegt der Versuchung des Rings und versucht, Frodo den Ring gewaltsam zu entreißen. Dieser kann sich nur retten indem er den Ring aufsetzt und flieht. Frodo weiß, dass er den weiteren Weg nur allein weitergehen kann. Er nimmt eines der Boote als die Gemeinschaft ihn sucht und will gerade verschwinden als Sam seinen Herrn findet und mit ihm geht.
Zu diesem Zeitpunkt weiß Frodo auch schon dass das Geschöpf Gollum ihnen seit ein paar Tagen auf den Fersen ist. Er will auch den Ring, seinen Schatz, wiederhaben.
Aragorn, Boromir, Legolas, Gimli und die zwei Hobbits Merry und Pippin werden von Uruk Hais angegriffen. Boromir wird getötet und die zwei Hobbits verschleppt. Da die drei verbleibenden einsehen, dass der Ringträger seinen weiteren Weg allein gehen wird, machen sie sich auf die Verfolgung der Uruk Hais um ihre beiden Freunde zu retten..

2. Die Schauspieler:

Meiner Meinung nach sind alle Rollen sehr gut belegt. Jedem nimmt man seine Rolle voll und ganz ab, einige scheinen direkt für diese Rolle bestimmt zu sein. Im einzelnen sind das:

Elijah Wood als Frodo Beutlin
Ian McKellen als Gandalf
Viggo Mortensen als Aragorn
Sean Astin als Sam Gamdschie
Dominic Monaghan als Meriadoc Brandybock
Billy Boyd als Peregrin Tuk
Orlando Bloom als Legolas
John Rhys Davies als Gimli
Sean Bean als Boromir
Christopher Lee als Saruman
Liv Taylor als Arwen Undomiel
Cate Blanchett als Galadriel
Ian Holm als Bilbo Beutlin
Hugo Weaving als Elrond
Andy Serkis als Gollum


3. Die Umsetzung von Buch in Film

Entgegen der Befürchtungen der Fans ist der Film eine Erfüllung des Buches. Die Personen, Gebäude, Landschaften und Bedrohungen werden alle Kinobesucher (ob Fan oder nicht) begeistern. Leider mussten einige Stellen aus dem Buch der Schere zum Opfer fallen.
So wurde alles was mit der Figur Tom Bombadils zu tun hat herausgeschnitten. Auch wurden einige Szenen stark verkürzt oder abgewandelt. Einzig die Rolle der Elbin Arwen ist umstritten, da sie im Buch zu diesem Zeitpunkt nicht erwähnt wird und im Film eine größere Rolle erhält.
Wenn man allerdings von diesen kleinen Mankos absieht, ist der Film eine Ommage an das Buch. Tolkien würde ihn mögen.



4. Die Filmmusik

Komponiert von Howard Shore, erfüllt sie alle Erwartungen. Die Kampfszenen werden gewaltig umgesetzt, die Szenen im Auenland sind mit fröhlicher, unbeschwerter Musik untermalt. Zwei Lieder wurden von der Sängerin Enya vorgetragen.


5. Hintergrundinformationen

Kürzlich zum >Buch des 20. Jahrhunderts< gewählt, galt Tolkien Fantasie Roman bisher als unverfilmbar. Kein Regisseur traute sich zu ein derartiges Projekt zu starten. Schließlich hatte Tolkien nicht nur eine Story, sondern auch gleich eine komplett neue Welt mit allen dazugehörigen Lebewesen entworfen. Dies glaubte man nicht verwirklichen zu können ohne den Geist des Buches zu zerstören.
Erst Peter Jackson entschied sich für „den Sprung ins kalte Wasser“. Er ist selbst ein großer Herr der Ringe Fan und erbaute, nach 3 jähriger Vorbereitungszeit, in Neuseeland Landschaft um Landschaft. Auch holte er sich Rat bei einigen der geschätzten 100 Millionen HDR Anhänger um ihre Vorstellung von Mittelerde Wirklichkeit werden zu lasse. Diese enge Mitarbeit von Fans zu Filmmacher war bis dato einzigartig.
Einzigartig auch die Drehkosten von ca 600 Millionen DM, die Anzahl der Statisten und Requisiten, und die Tatsache das gleich alle drei Teile der Trilogie zusammen in rund 15 Monaten gedreht wurden.
Das Buch selbst wurde 17 Jahre nach Erscheinen seines Vorgängers „Der kleine Hobbit“ aufgelegt und entwickelte sich schnell zum internationalen Bestseller.
In 17 Jahre erschuf Tolkien eine komplett neue Welt inklusive Landkarten, Sprachen, Stammbäumen, neuer Lebewesen und gleichzeitig ein neues Genre: Fantasy

Wer noch mehr Informationen erhalten möchte, oder sich mit Fans unterhalten will bzw. Produkte rund um den Film erwerben möchte, kann dies unter der URL: www.elbenwald.de tun.

6. Szenen die mich total begeisterten:

Eigentlich alle, da ich mir ganz Mittelerde so vorgestellt hatte wie es auf der Leinwand erschien. Glanzlichter des Films sind aber wohl Bilbos Abschiedsfest, die Nazgûl, die Verwundung Frodos auf der Wetterspitze, Bruchtal, Lothlorien, Moria und die Darstellung der Königsstatuen bei Parth Galen.
Gut gefallen hat mir (so doof sich das anhört), daß der verletzte Frodo auf der Wetterspitze nach Sam ruft.
Genial war es, daß Jackson auf Kleinigkeiten geachtet hat. Legolas etwa, geht wie im Buch immer leichtfüßig und sinkt im Schnee nicht ein (nciht gesehen? Dann nochmal gucken und aufpassen)
Ebenso gut fand ich den Anfang des Films. Für ein paar Minuten ist die Leinwand schwarz und es wird die Geschichte des Ringes erzählt.

7. Szenen die mir nicht gefielen:

Am Film gefiel mir nur nicht, dass einige Stellen umgeschreiben, verkürzt oder weggefallen waren. Tom Bombadil vermisste ich. Auch hätte die tiefe Freundschaft zwischen Sam und Frodo weiter herausgebracht werden können.

8.Kurze Erklärungen zu den ME Bewohnern

Für alle, die die Bücher nicht kennen, hier ein paar Erkärungen zu den verschiedenen Rassen in Mittelerde:

Hobbits (von anderen Völkern Halblinge genannt): Bis zu einem Meter groß, unbeschwert, fast kindlich, immer fröhlich, keinem Sauf oder Ess-gelage abgeneigt. Lieben eine gute Pfeife, sowohl ihre Ruhe und ihre Gärten. Hobbits tragen keine Schuhe und haben lederartige Füßsohlen sowie Haare auf den Füßen. In Zeiten der Not überraschen Hobbits die anderen Rassen und mitunter sich selbst mit ihrem Mut.

Elben: Hochgewachsen und wunderschön. Lange, entweder blonde oder dunkle Haare. Besitzen Zauberkräfte, sind reine Naturvölker und reden mit Tieren sowie mit Pflanzen. Ihre Schritte sind immer leichtfüßig und sie brauchen keinen Schlaf. Untereinander reden sie in der Elbensprache Quenya oder Sindarin.
Elben haben ein gutes Gehör, gute Augen und sind grandiose Schützen.

Zwerge: etwas größer als Hobbits. Bergarbeiter die mit Vorliebe nach dem kostbaren Mithril schürfen. Hervorragende Kämpfer, hohe Kraftreserven, dickköpfig mitunter starrsinnig. Alle Zwerge haben lange Bärte auf die sie sehr stolz sind. Die freundlichste Verabschiedung unter Zwergen ist: Auf das siech Eure Bärte niemals lichten werden..

Zauberer: In den Filmen kommen nur Gandalf der Graue und Saruman der Weiße vor. Die Zauberer kamen aus dem Westen in der ALtvorderen Zeit. SIe selbst sind unsterblich, aber ihre menschliche Hülle die sie in Mittelerde angenommen haben ist vergänglich. Zauberer besitzen große Macht, sind oftmals grimmig und in sich gekehrt.

Orks: Es hieß diese hässlichen, tagesscheuen Lebewesen waren früher Elben die von Sauron gefangen und verstümmelt wurden. Orks sind dumm und nicht immer mutig aber sehr brutal.

Menschen: Eine aufstrebende Rasse, die mit dem eigenen Machthunger zu kämpfen hat. Mitunter treu bis in den Tod lassen sich einige aber verführen und kämpfen mit Sauron.

(Hier sind nur die Lebewesen aufgeführt die von Bedeutung sind im ersten Teil von HDR)

9.Was ist so faszinierend an Der Herr der Ringe?

Die komplexität der eigens dafür Erschaffenen Welt, die Botschaft dass auch das unscheinbarste Geschöpf großes bewirken kann, die Freundschaft bis in den Tod, der Humor in den unmöglichsten Situationen und die Weisheiten die im Buch enthalten sind




9. Fazit

Hier wurde (und wird) eindeutig Kinogeschichte geschreiben. Nach diesem Erlebnis werden wir alle bemerken wie lange ein Jahr dauern kann bis im Dez 2002 der zweite und schließlich im Dez 2003 der dritte Teil in die Kinos kommt.
Natürlich sind die Bücher besser (schon allein aufgrund des dort stärker vertretenen Humors), aber bisher ist mit Sicherheit keine Verfilmung so detailgetreu erschaffen worden.
So schließe ich meinen Bericht mit einem meiner Lieblingszitate:

Viele die Leben verdienen den Tod, und viele die Sterben verdienen das Leben. Kannst Du es ihnen geben? – Dann sei auch nicht so schnell mit Deinem Todesurteil bei der Hand..

In diesem Sinne

Atenio (Elbische Verabschiedung)

3 Bewertungen