Kosmos Herr der Ringe - Basisspiel Testbericht

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ab 41,21
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Ghostface

Warum dauert es so lange bis zum 2. Teil???

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergesherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron,
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.


Mit der Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“ hat sich Regisseur Peter Jackson eine große Last auf die Schulter geladen.
Eine große Fangemeinde und weltweit über 100 Millionen Leser setzen hohe Erwartungen an die Leinwandumsetzung.
Ob es Jackson gelungen ist diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden möchte ich in meinen folgenden Bericht schildern.
Da ich persönlich noch keines der drei Bände gelesen habe (was sich aber bald ändern wird) kann ich jedoch lediglich über den Film an sich schreiben und keinen Vergleich zu den Bücher liefern.


Zu Beginn möchte ich kurz die wichtigsten Charaktere vorstellen:

*Charaktere*

Frodo Beutlin (Hobbit): Neffe von Bilbo Beutlin, Ringträger, Anführer der Ringgemeinschaft

Sam Gamdschie, Peregrin Tuk, auch Pippin genannt und Meriadoc Brandybock, auch Merry genannt (Hobbits): Treue Freunde Frodos, die ihn auf seiner Reise nach Mordor begleiten

Gandalf der Graue (Zauberer): alter, mächtiger Zauberer, Mentor Frodos, Mitglied der Ringgemeinschaft

Aragorn, auch Streicher genannt (Mensch): Thronerbe von Gondor, Mitglied der Ringgemeinschaft

Legolas (Elb): Mitglied der Ringgemeinschaft, Vertreter des Elbenvolkes

Gimli (Zwerg): Mitglied der Ringgemeinschaft, Vertreter des Zwergenvolkes

Boromir (Mensch): Fürstensohn, Mitglied der Ringgemeinschaft

Saruman (Zauberer): Oberhaupt aller Zauberer, steht im Bann der dunklen Mächte Saurons und will den Ring in seinen Besitz bringen


*Story*

Die ganze Geschichte dreht sich um einen kleinen Ring. Dieser Ring gehörte einst Sauron, dem mächtigen Fürsten aus Mordor, mit dessen Hilfe er ganz Mittelerde unter seine Herrschaft zwang.
In einer letzten großen Schlacht jedoch gelang es einem tapferen Menschen Sauron den Ring (inklusive Hand) zu entwenden und somit die Macht des dunklen Herrschers zu brechen.
Doch brachte der Ring dem Helden nur Verderben und Tod.
So geschah es, dass der Ring über Jahrhunderte verloren ging, bis er von einem Wesen namens Gollum gefunden wurde.
Der Ring verlieh Gollum ein unwahrscheinlich langes Leben und blieb über 500 Jahre in dessen Besitz, bis Bilbo Beutlin, ein kleiner Hobbit, durch Zufall an den Ring gelangte (nachzulesen in „Der kleine Hobbit“ von J.R.R. Tolkien).

Auch Bilbo brachte der Ring ein, für Hobbits relativ hohes Alter, doch ergriff der Ring nach und nach Besitz von ihm.
Auf seinem 111. Geburtstag beschließt Bilbo das Auenland (dort wohnen die Hobbits) zu verlassen und wieder durch Mittelerde zu ziehen, wie er es einst getan hatte.
Er benutzt den Ring, um sich von der Feier zu stehlen, wird aber bevor er Beutelsend (sein Haus) verlassen kann, von seinem alten Freund Gandalf abgefangen.
Gandalf rät Bilbo sich vor seiner Abreise von dem Ring zutrennen und ihm Frodo zu überlassen, was Bilbo nach einem kurzen, eindringlichen Gesprächs auch schweren Herzens tut.

Gandalf, der von der bösen Macht die von dem Ring ausgeht schon ahnt, macht sich auf den Weg zu Saruman um mehr über den Ring in Erfahrung zu bringen, muss aber leider feststellen, dass Saruman sich auf die Seite Saurons geschlagen hat.
Nach einem harten Kampf unterliegt Gandalf der größeren Macht Sarumans und kann mit Mühe und Not flüchten.
Sein erster Weg führt ihn zu Frodo. Er berichtet dem jungen Hobbit, von der Geschichte des Ringes und der Gefahr die er mit sich bringt.
Er erzählt Frodo des weiteren, dass Sauron schon seine neun Ringgeister ausgesandt hat, um den Ring zufinden und dass Frodo im Auenland nicht mehr sicher ist.
Frodo beschließt das Auenland zu verlassen und den Ring ins Bruchtal zu den Elben zu bringen, wo er vor den Schergen Saurons in Sicherheit ist.
Begleitet wird er von seinem treuen Freund Sam Gamdschie und später stoßen auch noch Merry und Pippin zu der Gruppe.

Nach unzähligen Gefahren und Abenteuern gelangen die vier Hobbits mit der Hilfe des Waldläufers Aragorn endlich nach Bruchtal.
Doch müssen sie dort erfahren, dass auch hier der Ring vor Saurons Macht nicht geschützt werden kann.
Und so beschließt der, auf Grund dieses Problems (was eher nett ausgedrückt ist) einberufene Rat, dass der Ring zerstört und somit Sauron entgültig vernichtet werden soll.
Dazu muss der Ring in den Schicksalsberg in Mordor geworfen werden, jener Berg in dem er geschmiedet worden ist.
Für diese schwere Aufgabe wird eine neunköpfige Gruppe, die Ringgemeinschaft, zusammen gestellt, die sich sofort auf den, von Orks, Uruk-Hais und anderen Gefahren bestückten Weg macht.


Wie ihr sicherlich fest gestellt habt, ist es fast unmöglich die Handlung von Herr der Ringe kurz und knapp wiederzugeben.
Deswegen soll dies nur ein kleiner Einblick in die vielfältige und komplexe Welt von Mittelerde sein.


*Was mir gefallen hat*

Ein schöner Prolog zu Beginn des Filmes erleichterte Nicht-Lesern wie mir den Einstieg und half mir mich schnell in der Welt der Hobbits, Elben, Orks und wie sie alle heißen zurecht zufinden.
Gedreht wurde in Neuseeland, da dies erstens kostengünstiger war und zweitens die Landschaft am besten zu der im Buch beschriebenen Welt passte.
Dies beschert dem Zuschauer einige atemberaubende Landschaftsaufnahmen der schönen Natur Neuseelands.
Nach 274 Tagen (!) waren alle drei Teile der Fantasy Saga im Kasten und kommen nun mit einem Abspann von einem Jahr in die Kinos.

Da Herr der Ringe nun mal keine reiner Naturdokumentation ist, hat der Film noch einiges mehr zu bieten als schöne Landschaftsaufnahmen.
Eine wirklich eindrucksvollen Kulisse gepaart mit beeindruckenden Spezialeffekten stellen sogar die schaurig-schöne Welt von Harry Potter in die Besenkammer.
Rasante Kamerafahrten von der Spitze des Turmes Sarumans bis in die Tiefen der dunklen Bergwerke Mordors lassen einem das Atmen vergessen.
Riesige Trolle, Dämonen, Horden von Orks und Uruk-Hais und die imposanten Schauplätze welche Neuseeland nicht bieten kannte (wie z.B. das Labyrinth Moria) lassen erkennen, dass ein Großteil des 190 Millionen $ Budget in die Spezialeffekte, Kostüme und Masken geflossen ist.

Neben wirklich ausgezeichneten Effekten, gibt es noch spannende, actionreiche und gut inszenierte Kämpfe, die durch pulsbeschleunigende Musik unterstützt werden.
In den etwas ruhigeren Passagen erfahren wir dann etwas mehr Hintergründe des Ringes und die einzelnen Helden, die eigentlich gar keine richtigen Helden sind, jedenfalls keine von der Sorte „Das-Wort-Angst-kommt-in-meinem-Wortschatz-nicht.vor“.
Denn Frodo, der nur durch eine Reihe unglücklicher Zufälle an den Ring gelangt ist, würde nichts lieber tun als den Ring abzugeben und in seine geliebte Heimat zurück zukehren.

Die guten Schauspieler unterstützen zusätzlich mit ihren hervorragenden Leistungen die tolle
Atmosphäre des Filmes, was bei so erfahren Akteuren wie Christopher Lee und Ian McKellen auch zu erwarten war.
Ob die Schauspieler den Vorlagen des Buches gerecht werden kann ich nicht beurteilen, doch ich fand sie waren alle gut ausgesucht und passten in ihre Rolle.
Besonders angetan haben es mir aber die drei Hobbits, Sam, Merry und Pippin mit ihrer etwas trotteligen und unbeschwerten Art, wie sie für „normale“ Hobbits üblich ist, und der Zwerg Gimli, der durch herrliche Situationskomik einige Lacher auf sich zu vereinigen weiß.


*Was ich nicht so toll fand*

Das größte Manko, welches die weibliche Bevölkerung eher stören wird als die männliche, ist
die fehlende Präsenz femininer „Heldinnen“!
Die komplette Ringgemeinschaft besteht aus neun tapferen, männlichen Recken und lediglich die schöne Elbin Arwen darf kurz demonstrieren, dass es jenseits aller Mäuschen und Täubchen auch Frauen gibt, die es mit ihren männlichen Kollegen durchaus aufnehmen können.
Hinzu kommen die kleinen (eigentlich nicht nennenswerten) Logikfehlern, wie sie zuweilen in allen Filmen solcher Größe vorkommen können. Besonders beeindruckend fand ich den Elbenköcher, mit seiner schier unendlichen Kapazität an Pfeilen.


*Mein Urteil*

Der wahrscheinlich beste Film des Jahres 2001 und ein heißer Oskaranwärter (besonders was Spezialeffekte, Kostüme und Maske anbelangt).
Auch wenn man kein Fantasy Fan ist, sollte man sich dieses Leinwandspektakel nicht entgehen lassen.
Fazit: Erwartungen mehr als erfüllt!


*Allgemeine Daten*

OT.: Lord of the Rings – The Fellowship of the Ring
Laufzeit: ca. 180 min.
Regisseur: Peter Jackson
Darsteller: Frodo Beutlin – Elijah Wood
Gandalf – Ian McKellen
Aragorn – Viggo Mortensen
Boromir – Sean Bean
Arwen – Liv Tyler
Sam Gamdschie – Sean Austin
Merry Brandybock – Dominic Monaghan
Pippin Tuk – Billy Boyd
Gimli – John Rhys-Davies
Elrond – Hugo Weaving
Galadriel – Kate Blanchett
Bilbo Beutlin – Ian Holm
Saruman – Christopher Lee
Web-Site: www.derherrderringe-film.de/


*Kleine Anmerkung zum Schluss*

Da J.R.R. Tolkien, Professor für germanische Philologie in Oxford, mit verschiedenen Sprachen vertraut war und wusste wie Sprache „funktioniert“, entwarf er allein für sein Herr der Ringe eine komplette Elbensprache, mit allem was dazu gehört: Vokabeln, eigener Grammatik und eigenen Schriftzeichen (elbische Runen)!
Sicherlich nicht nur für Sprachwissenschaftler eine interessante Sache.

14 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Avengelina

    25.05.2002, 14:41 Uhr von Avengelina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Bericht ist schon sehr nützlich! Allerdings gibt es auch hier einige Fehler! Frodo war nie der Anführer der 9 Gefährten, sondern Gandalf und dann Aragorn! Cu Avengelina P.S. Die elbische Sprache hat er nicht alleine und komplett entw

  • FenHollen

    19.05.2002, 23:03 Uhr von FenHollen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Find ich echt klasse den Bericht bin ein Großer Herr der Ringe Fan!

  • Southgirl

    13.02.2002, 15:13 Uhr von Southgirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    So unendlich sind die Pfeile nicht. Ist ja klar, was Legolas macht, wenn seine verschossen sind: Sie wieder aufsammeln. Wird aber nur im Buch deutlich. ;o)

  • hderichs

    12.02.2002, 17:57 Uhr von hderichs
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab den Film noch nicht gesehen *heul*, abba 9€50 hätt ich dafür nicht ausgegeben. Lohnt sich ja bald auf die DVD zu warten...

  • MichaelW97614

    12.02.2002, 17:04 Uhr von MichaelW97614
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super meinung zu super film! J, die "Schweine" sitzen ja schon auf allen drei filmen und lassen uns über 2 Jahre lang zappeln. Bye, man liest sich! Michael