Kreta Testbericht

Kreta
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Erfahrungsbericht von mibod

Bisschen wenig Kultur...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort:
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Da meine Frau und ich Vielflieger sind, war es nur eine Frgae der Zeit, wann wir den ersten Freiflug von der Lufthansa erhalten würden. Im September 2001 war es dann endlich soweit, unser Ziel – die Insel Kreta in der Ägäis.

Allgemeines zur Insel:
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Kreta ist die größte Insel Griechenlands. Die Einwohner nennen sie selber megáli nisí – was soviel wie „die große Insel“ heißt.
Auf der Insel herrscht das typische mediterrane Klima, was man aus dem gesamten Mittelmeerraum gewohnt ist, wir hatten zu unserer Reisezeit im September 2001 keinen Regentag und immer Temperaturen jenseits der 30°C Marke.
Kreta ist pflanzlich nahezu tot. Natürlich gibt es Olivenhaine und kleinere Weingebiete, aber insgesamt wirkt die Insel eher karg und schroff. Markantestes Markenzeichen sind die monströsen Gesteinsgebilde, die mit dem rotbraunen Lehmboden überzogen sind.

Historischer Überblick:
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Kreta wird als die Wiege Europas bezeichnet, da von hier alle europäischen Kulturen ausgegangen und entstanden sind. Der Sage/Legende nach wurde der Göttervater Zeus auf der Insel geboren und fand auch hier seine Frau Europa. In der späteren Geschichte mussten die Kreter immer wieder erobernden Horden trotzen, da die Insel über eine ideale Handels- und Militärlage im Mittelmeer verfügt.

6000 v. Chr. kamen die ersten Einwanderer auf die Insel, sie lebten in Höhlen und fertigten rohe Werkzeuge und Töpferwaren an.
3000-1900 v. Chr. Begann die minoische Zivilisation. Sie war die „Vorgänger“-Kultur der späteren Griechen.
1900-1700 v. Chr. die ersten Paläste von Knossos, Festos und Malia erlebten ihre Blütezeit.
1700 v. Chr. Ein Erdbeben zerstörte die Paläste
1700-1450 v. Chr. die Blütezeit der minoischen Kultur und Neubau der zerstörten Paläste im noch pompöseren Zustand.
1500 v. Chr. Explosion der Vulkaninsel Santorini
1450 v. Chr. Invasion der Mykener und Zerstörung der Paläste
1100 v. Chr. Einfall der Dorer, Untergang der minoischen Kultur
69 v. Chr. Invasion der Römer

395 nach der Teilung des Römischen Reiches fällt Kreta an Byzanz
824 Eroberung durch die Araber
961 Rückeroberung durch die Byzantiner
1204 Nach dem 4. Kreuzzug fällt die Insel an Venedig
1645 Invasion der Türken
1770 Aufstand
1821 Unabhängigkeit Griechenlands, Kreta fällt erst an Ägypten, danach an die Türken
1866 Tragödie im Kloster von Arkadi
1897 Besetzung durch europäische Großmächte
1898 Unabhängigkeit Kretas
1908 Vereinigung mit Griechenland
1941 Der Luftkrieg tobt über Kreta und deutsche Fallschirmjäger besetzen die Insel
1945 Befreiung

Die Minoer und ihr Name:
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Warum heißen die Minoer – Minoer. Der Entdecker dieser alten Kultur Sir Arthur Evans benannte diese frühe Zivilisation nach dem legendären König Minos. Wen man so will, ist die Bezeichnung eine Erfindung des Archäologen, da niemand irgendwelche Hinweise auf den Originalnamen des Volkes gefunden hat. Ich würde also in dem Fall eher von einem Namen für eine Dynastie, als vom Namen eines Volkes reden...

Sehenswürdigkeiten:
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Kreta ist sicherlich nicht mit Ägypten, Mexico oder Athen zu vergleichen und wer diese Orte/Länder bereits gesehen hat wird hier sicherlich einen kleinen Kulturschock erleben.

Der wohl wichtigste geschichtliche Besuch ist ein Abstecher in dem rekonstruierten Palast von Knossos (1500 Drs.). Sir Arthur Evans hat die Anlage teilweise mit Beton rekonstruiert um dem Besucher eine Vorstellung der Lebensweise zu geben. Es gibt verschiedene Meinungen über sein Vorgehen, ich persönlich finde es schade, da die Meinung vorgesetzt ist und der eigenen Fantasie somit Grenzen gesetzt werden. Zusätzlich ist es verwunderlich warum teilweise auf den Felsen nicht „gekrakzelt“ werden darf, wo sowieso alles entstellt und rekonstruiert ist. Der Eintrittspreis ist schon ziemlich heftig, aber wenn man Glück (so wie wir...) hat sitzt niemand an der Kasse ;-))

Der wohl zweitwichtigste Ausflug führt zur Westküste der Insel. Hier liegen die schönsten Städte Rethimnon und Chania. In beiden Städten haben die Besetzerkulturen der Venezianer und Türken ihre eigenen Spuren hinterlassen. Während Chania am Hafen starke Vergleiche mit Venedig zeigt, so ist Rethimnon mit türkischem Flair geprägt. So sind die Untergeschosse der Altstadt zwar venizianisch aber das Obergeschoss mit türkischen Balkons – interessant. In Rethimnon gibt es auch die stolze Fortezza. Diese Festungsanlage erhebt zurecht den Anspruch, die größte jemals erbaute venizianische Festung zu sein. Dummerweise hat sie gegen die Invasion der Türken nichts gebracht, da diese das Gebäude umgingen und die Stadt an einem Tag eroberten.

Die weiteren Ausflüge halte ich persönlich für nicht so wichtig. Einen besonderen Ausflug kann man aber zur Insel Santorini unternehmen. Mit einem Kreuzfahrtschiff (zumindest bezeichnet es sich selber so...) fährt man 4 Stunden zu der wohl meistfotografiertesten Mittelmeerinsel. Im Preis ist aber eine Inselrundfahrt NICHT enthalten. Diese muss zusätzlich anbord gebucht werden.

Ein Tip von mir: vermeidet die Tourenanbieter der großen Reiseveranstalter, diese sind völlig überteuert, wir haben ALLE unsere Touren am Straßenrand organisiert und hatten KEINE Probleme damit.

Sonstiges zur Insel:
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Es gibt vereinzelt Badestrände, diese sind aber Europatypisch sehr stark überlaufen, standardmäßig sind Sonnenliegen und Sonnenschirme am Strand kostenpflichtig.

Fazit:
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Alles in allem ist Kreta sehr schön. Kulturell waren meine Frau und ich eher etwas enttäuscht. Mit den Badestränden hatten wir nicht so das primäre Problem, da wir ohnehin keinen Badeurlaub vorhatten.
Obacht sei mit der griechischen Mentalität auf der Insel geboten, sie sind häufig sehr unfreundlich.

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