Magersucht Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von maybe1987
Auszüge meiner GK-Arbeit über Essstörungen,besonders Magersucht
Pro:
gibt es nicht
Kontra:
man bezahlt einen schrecklich hohen preis, den man nichtmehr ersetzen kann
Empfehlung:
Nein
Essstörungen
Was sind Essstörungen? Was bezweckt der/die Betroffene damit? Wie kann man sie heilen? Was sind Essgestörte für Personen? … All das sind Fragen die zwar häufig in Statistiken beantwortet werden oder zumindest der Versuch einer Beantwortung unternommen wird, aber ist das immer die Wahrheit? Ich denke man muss unterscheiden können, denn so verschieden die Essstörungen an sich sind, so verschieden sind auch die Erfahrungen mit der Krankheit.
Es ist ein aktuelles Thema ,da die Gradwanderung zwischen gesundem und krankhaftem Essverhalten immer schwerer wird, durch gertenschlanke Models und den Diäten-Boom in Zeitschriften bekommen viele das Gefühl das die Welt für schlanke Menschen geschaffen ist, das man als normal gebauter oder auch übergewichtiger Mensch nichts taugt. Diese Einflüsse aus der Umwelt können krank machen, auch wenn viele Leute davon ausgehen das es sie nie treffen könnte- diese Einstellung kann leicht zum Verhängnis und somit zur Eintrittskarte in „die Hölle des Essens oder auch Nicht-Essens“ werden!
Um zu verdeutlichen wie schwerwiegend die Folgen sein können, auch wenn man sich selbst auf dem Weg der Besserung wähnt , möchte ich euch die selbstgeschriebene Erfahrungsgeschichte einer leider verstorbenen Freundin zu lesen geben...
„Bis zu meinem 12.Lebensjahr war ich ein sehr aufgewecktes und glückliches Kind-so behaupten es zumindest andere.Ich nahm nie ein „Blatt vor den Mund“,wenn mir was nicht passte.Eigentlich hatte ich immer irgendwas zu erzählen-doch das sollte sich bald ändern,denn im gleichen Jahr starb mein großer Bruder bei einem Autounfall.Dieser Tag sollte mein Leben schlagartig verändern.Dieses Ereignis nahm mir meine Unbeschwertheit , plötzlich sah ich alles viel ernster ,als andere Kinder in meinem Alter.Mit der Zeit wurde ich immer einsamer-zumindest fühlte ich mich so.Das diese Zeit schon der Anfang von meinem Ende war, war damals noch keinem bewusst,doch jetzt weiß man das es so war.Ich wurde immer unglücklicher und zerbrach innerlich an meinem Schmerz, ich wollte mir Hilfe suchen und mit jemanden über meine Gefühle sprechen, doch das konnte ich irgendwie nichtmehr.An diesem Punkt angelangt ,bemerkte ich zum erstenmal richtig wie sehr ich mich doch verändert hatte.Ich blieb weitgehend stumm, und vertraute alles meinem Tagebuch an-sonst keinem.Meine schulischen Leistungen wurden immer schlechter.Dann fing die Essstörung an,ich aß immer weniger,meist nur noch einen Apfel am Tag.Innerhalb weniger Wochen wurde ich Magersüchtig,wog letztendlich nur noch 35kg und war 1,65m groß.Meine Eltern bemerkten vorerst nichts,nur durch einen dummen Zufall bekamen sie meinen knochigen Körper zu Gesicht.Sie handelten sofort und brachten mich in eine Klinik,in der mein Zustand aber vorerst unverändert blieb.In dieser Zeit waren meine Eltern sehr emotional und weinten auch oft,doch ich nicht.Ich setzte weinen einer Schwäche gleich, und schwach wollte ich ganz gewiss nicht sein!Nach ein paar Wochen in der Klinik stabilisierte sich mein Zustand und ich wurde entlassen.Ich lebte dann bis zu meinem 15.Lebensjahr auch gesund weiter,aß normal und nahm zu,sodass man nichtmehr sah wie ich krank ich einmal war.
Dann kam der Rückfall, ein Tief aus dem ich keinen Ausweg sah und schon schlug die Sucht wieder zu.Ich aß wieder weniger,oft gar nichts.Von den 56kg die ich mittlerweile bei einer Größe von 1,70cm auf die Waage brachte blieben nach diesem Rückfall nur noch bedrohliche 37kg übrig!Man brachte mich auf eine Intensivstation in der man mich soweit aufpäppelte wie es ging und mich dann in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie überwies in der ich wieder lernte zu essen.Sie stellten gemeinsam mit mir einen Essensplan auf,was ein nicht grade einfaches Unterfangen darstellte ,da ich mittlerweile nicht „nur“ magersüchtig war sondern auch noch bulimisch.Dieser Plan machte mich fertig ich war am Ende denn Essen war etwas was mir innerlich weh tat und ich hatte zum zweiten Mal in meinem noch recht kurzen Leben das Gefühl innerlich zu zerbrechen.Ich wuchs über mich selbst hinaus und kämpfte gegen meine Sucht so dass ich irgendwann entlassen werden konnte und jetzt-einige Monate später - mein Gewicht von 49kg(zwar immer noch zu wenig ,aber nicht mehr lebensbedrohlich)halte.
Die ganzen Folgen meiner Krankheit werden erst jetzt richtig sichtbar, denn vor ein paar Jahren noch war ich kerngesund,mein Herz arbeitete gut und mein Körper war belastbar,doch das gehört der Vergangenheit an,denn durch mein starkes Untergewicht Bekam ich eine Herzrhythmusstörung und auch meine Belastbarkeit hat stark nachgelassen.
Ich hoffe das es mein letzter Rückfall war!“
(dies waren Auszüge meine GK-Arbeit vom Dez.2002)
Was sind Essstörungen? Was bezweckt der/die Betroffene damit? Wie kann man sie heilen? Was sind Essgestörte für Personen? … All das sind Fragen die zwar häufig in Statistiken beantwortet werden oder zumindest der Versuch einer Beantwortung unternommen wird, aber ist das immer die Wahrheit? Ich denke man muss unterscheiden können, denn so verschieden die Essstörungen an sich sind, so verschieden sind auch die Erfahrungen mit der Krankheit.
Es ist ein aktuelles Thema ,da die Gradwanderung zwischen gesundem und krankhaftem Essverhalten immer schwerer wird, durch gertenschlanke Models und den Diäten-Boom in Zeitschriften bekommen viele das Gefühl das die Welt für schlanke Menschen geschaffen ist, das man als normal gebauter oder auch übergewichtiger Mensch nichts taugt. Diese Einflüsse aus der Umwelt können krank machen, auch wenn viele Leute davon ausgehen das es sie nie treffen könnte- diese Einstellung kann leicht zum Verhängnis und somit zur Eintrittskarte in „die Hölle des Essens oder auch Nicht-Essens“ werden!
Um zu verdeutlichen wie schwerwiegend die Folgen sein können, auch wenn man sich selbst auf dem Weg der Besserung wähnt , möchte ich euch die selbstgeschriebene Erfahrungsgeschichte einer leider verstorbenen Freundin zu lesen geben...
„Bis zu meinem 12.Lebensjahr war ich ein sehr aufgewecktes und glückliches Kind-so behaupten es zumindest andere.Ich nahm nie ein „Blatt vor den Mund“,wenn mir was nicht passte.Eigentlich hatte ich immer irgendwas zu erzählen-doch das sollte sich bald ändern,denn im gleichen Jahr starb mein großer Bruder bei einem Autounfall.Dieser Tag sollte mein Leben schlagartig verändern.Dieses Ereignis nahm mir meine Unbeschwertheit , plötzlich sah ich alles viel ernster ,als andere Kinder in meinem Alter.Mit der Zeit wurde ich immer einsamer-zumindest fühlte ich mich so.Das diese Zeit schon der Anfang von meinem Ende war, war damals noch keinem bewusst,doch jetzt weiß man das es so war.Ich wurde immer unglücklicher und zerbrach innerlich an meinem Schmerz, ich wollte mir Hilfe suchen und mit jemanden über meine Gefühle sprechen, doch das konnte ich irgendwie nichtmehr.An diesem Punkt angelangt ,bemerkte ich zum erstenmal richtig wie sehr ich mich doch verändert hatte.Ich blieb weitgehend stumm, und vertraute alles meinem Tagebuch an-sonst keinem.Meine schulischen Leistungen wurden immer schlechter.Dann fing die Essstörung an,ich aß immer weniger,meist nur noch einen Apfel am Tag.Innerhalb weniger Wochen wurde ich Magersüchtig,wog letztendlich nur noch 35kg und war 1,65m groß.Meine Eltern bemerkten vorerst nichts,nur durch einen dummen Zufall bekamen sie meinen knochigen Körper zu Gesicht.Sie handelten sofort und brachten mich in eine Klinik,in der mein Zustand aber vorerst unverändert blieb.In dieser Zeit waren meine Eltern sehr emotional und weinten auch oft,doch ich nicht.Ich setzte weinen einer Schwäche gleich, und schwach wollte ich ganz gewiss nicht sein!Nach ein paar Wochen in der Klinik stabilisierte sich mein Zustand und ich wurde entlassen.Ich lebte dann bis zu meinem 15.Lebensjahr auch gesund weiter,aß normal und nahm zu,sodass man nichtmehr sah wie ich krank ich einmal war.
Dann kam der Rückfall, ein Tief aus dem ich keinen Ausweg sah und schon schlug die Sucht wieder zu.Ich aß wieder weniger,oft gar nichts.Von den 56kg die ich mittlerweile bei einer Größe von 1,70cm auf die Waage brachte blieben nach diesem Rückfall nur noch bedrohliche 37kg übrig!Man brachte mich auf eine Intensivstation in der man mich soweit aufpäppelte wie es ging und mich dann in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie überwies in der ich wieder lernte zu essen.Sie stellten gemeinsam mit mir einen Essensplan auf,was ein nicht grade einfaches Unterfangen darstellte ,da ich mittlerweile nicht „nur“ magersüchtig war sondern auch noch bulimisch.Dieser Plan machte mich fertig ich war am Ende denn Essen war etwas was mir innerlich weh tat und ich hatte zum zweiten Mal in meinem noch recht kurzen Leben das Gefühl innerlich zu zerbrechen.Ich wuchs über mich selbst hinaus und kämpfte gegen meine Sucht so dass ich irgendwann entlassen werden konnte und jetzt-einige Monate später - mein Gewicht von 49kg(zwar immer noch zu wenig ,aber nicht mehr lebensbedrohlich)halte.
Die ganzen Folgen meiner Krankheit werden erst jetzt richtig sichtbar, denn vor ein paar Jahren noch war ich kerngesund,mein Herz arbeitete gut und mein Körper war belastbar,doch das gehört der Vergangenheit an,denn durch mein starkes Untergewicht Bekam ich eine Herzrhythmusstörung und auch meine Belastbarkeit hat stark nachgelassen.
Ich hoffe das es mein letzter Rückfall war!“
(dies waren Auszüge meine GK-Arbeit vom Dez.2002)
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