Magersucht Testbericht
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Erfahrungsbericht von Lachesis
Magersucht!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Die Magersucht (Anorexie) ist bekanntermaßen eine Essstörung mit den Anzeichen Hungern, Gewichtsverlust und extreme Gewichtskontrolle mit weitestgehend psychischen Ursachen.
URSACHEN:
Als Risikogruppe gelten Frauen zwischen 15 und 25, nur 5% der Erkrankten sind Männer. Wie kommt es aber nun zu dieser Erkrankung?
Die Risikogruppe sollte darüber schon einiges aussagen. Junge Frauen in der Pubertät oder Anfang 20, die ihren Platz in der Gesellschaft und ihre eigene Persönlichkeit noch nicht gefunden haben, sind besonders anfällig für äußere Einflüsse von anderen Personen oder der Gesellschaft. Und die Gesellschaft gibt heute ein Schönheitsideal vor, dass sich vor allem durch Schlankheit auszeichnet. Gleichzeitig gibt es heute in den westlichen Ländern einen Nahrungsmittelüberschuss, wodurch das Durchschnittsgewicht größer geworden ist. Vor allem bei Frauen wird schon leichtes Übergewicht als negativ gewertet. In Filmen, Zeitungen und der Werbung wird permanent der Eindruck vermittelt, dass nur ein schlanker Körper anerkannt und geliebt werden kann. Alle Zeitschriften sind voll von Diäten und dünnen Busenwundern. Vor allem junge Mädchen, die mit den neuen Entwicklungen ihres Körpers erst klar kommen müssen, sind dabei sehr leicht zu verunsichern.
Der Versuch, das Körpergewicht in jeder Weise zu kontrollieren, vermittelt ein Gefühl der Sicherheit.
Häufig spielt auch der familiäre Hintergrund eine wichtige Rolle. Viele der Betroffenen wachsen sehr wohl behütet auf und auf die Entwicklung zur Frau wird nicht entsprechend reagiert.
ANZEICHEN/SYMPTOME:
Betroffene sind immer stark untergewichtig, wiegen mindestens 15% weniger als ihr Normalgewicht wäre. Als Ziel sehen sie einen absolut perfekten Körper, keinen guten oder sehr schönen, sondern wirklich makellosen. Davor fett zu sein, haben sie wahnsinnige Angst und ihr Untergewicht und gefährlich dünnes Aussehen leugnen sie weil ihre Wahrnehmung gestört ist.
Der Lebensmittelpunkt von Betroffenen ist das Essen. Jedes bischen wird penibelst kontrolliert, mehrmals täglich wird gewogen. Sie waschen bestimmte Kleidungsstücke, mit denen sie ihr Gewicht kontrollieren, kalt oder nie, um eine Größenänderung durch das Waschen zu vermeiden. Jede Kalorie wird gezählt und Lebensmittel mit höherem Brennwert tunlichst vermieden. Einige Betroffene verweigern das Essen auch koplett. Hungergefühle werden mit großem Einsatz unterdrückt.
Selbst wenn sie krank oder müde sind, betreiben Betroffene übermäßig Sport, um weiter Gewicht zu verlieren.
Es gibt anhand des Essverhaltens zwei Gruppen von Magersüchtigen: etwas 50% halten reine Diät, die andere Hälfte zeigt zusätzlich bulimische Symptome mit Erbrechen und Essanfällen. Meist sind letztere besonders depressiv.
Und mit der Zeit beeinträchtigt die Unterernährung körperliche Funktionen, beispielsweise bleibt bei Frauen durch die Störung des Hormonhaushalts die Menstruation aus, oder männliche Kranke werden impotent, der Blutdruck sinkt, es kommt zu Hautproblemen, Absinken der Körpertemperatur, Haarausfall oder Muskelschwäche...
Viele Erkrankte verlieren im Laufe der Zeit die Hälfte ihres Körpergewichts. Einige magern bis auf 30kg ab, finden sich aber immernoch zu dick. Dann ist es kaum möglich noch zu helfen und es kann zum Tod kommen, was bei 10% der Patienten der Fall ist.
Nicht zuletzt sind auch biologische Ursachen nicht zu vernachlässigen. Es wird angenommen, dass die Region des Gehirns, die für das Essverhalten, die Sexuelle Aktivität und die Menstruation dient, gestört ist. Es ist aber auch möglich, dass diese Störung erst während der Krankheit auftritt.
BEHANDLUNG:
Zunächst wird bei einer Untersuchung der Zustand des Erkrankten erfasst und beurteilt, ob eine Einweisung ins Krankenhaus notwendig ist, oder auch ambulant behandelt werden kann.
Die Therapie erfolgt kombiniert mit Hilfe von Arzt, Psychotherapeut und Ernährungsberater, um sowohl den körperlichen Zustand zu normalisieren, als auch die psychische Wahrnehmungsstörung zu überwinden.
Zunächst steht eine Gewichtszunahme im Vordergrund. Dies muss meistens zunächst durch Infusion erfolgen, da sich die Betroffenen der Ernsthaftigkeit ihres Zustandes kaum bewusst sind. Möglichst bald sollen die Patienten aber selbst die Kontrolle über ihre Ernährung zurückerhalten. Nicht selten wird dabei mit Belohnungen gearbeitet für Erfolge in der Ernährungsumstellung. Langfristig ist es aber unumgänglich die psychischen Ursachen zu bekämpfen.
Immer eine große Hilfe bei der Therapie sind Freunde und Familie, oder auch Selbsthilfegruppen.
Nur etwa ein Drittel der Betroffenen zeigt nach der Therapie eine vollständige Besserung, erreichen ihr Normalgewicht und haben ihre Regel. Ein weiteres Drittel erreicht das Normalgewicht nicht mehr und bei 25% bleibt die Krankheit chronisch bestehen.
Ich hoffe ich konnte hier einmal einige Informationen zur viel diskutieren Magersucht aufzeigen.
32 Bewertungen, 8 Kommentare
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26.04.2002, 16:39 Uhr von zettikonfetti
Bewertung: sehr hilfreichWoher weißt du denn so viel darüber??? Nun, da bist du ja kurz vor dem Eintritt in die Risikogruppe...hoffe du überstehst die Zeit...und hoffe du hast diese Erfahrung nicht selber machen müssen....der zettikonfetti
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05.04.2002, 14:58 Uhr von TrAgIc
Bewertung: sehr hilfreichEine Krankheit die ich überhaupt nicht verstehen kann. Könnte mir nie passieren, esse doch dermassen gern und viel, und werde dabei nichtmal dick.
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28.03.2002, 13:01 Uhr von wilma
Bewertung: sehr hilfreichFürchterlich, wenn man sowas hat *zufriedenaufihrbäuchleinrunterschaut*
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28.03.2002, 12:57 Uhr von Netti1982
Bewertung: sehr hilfreich... und wo ist jetzt deine persönliche Erfahrung mit dieser Krankheit? MfG Netti
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28.03.2002, 12:50 Uhr von darkeye669
Bewertung: sehr hilfreichHab auch einen Bericht über Magersucht geschrieben, würd mich freuen, wenn du dir den auch mal anschaust.
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28.03.2002, 12:49 Uhr von kmayse
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht!
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28.03.2002, 12:47 Uhr von owesen
Bewertung: sehr hilfreichInteressanter Bericht über diese schlimme Krankheit !!! Gruß, Sönke ( owi13 )
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28.03.2002, 12:46 Uhr von xenophobe
Bewertung: sehr hilfreichMänner werden aber inzwischen auch zunehmend bulemisch oder annorektisch.
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