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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Lautlose_Steppdecke
ROM SEHEN UND STERBEN
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
?Alle Wege führen nach Rom?, ?Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden?. Ich denke mal, dass jeder von (oder zumindest ein Teil) euch diese Sprichwörter schon einmal gehört hat.
Irgendwann musste es kommen... ich war gezwungen, mit meiner Klasse auf Studienfahrt nach Rom zu fahren. All zu glücklich war ich nicht, da dies bedeuten sollte, dass ich meine nervigen Mitschüler 24 Stunden am Tag sehen sollte... und 46 Stunden pro Woche sind mir schon zuviel.
Mit vollem Gepäck und Reisetasche stand ich geputzt und gestriegelt vor dem Bus und habe auf die wilde Meute gewartet. Grauenhafte 18 Stunden Busfahrt hatte ich vor mir und war bereit, mein Testament zu schreiben.
Den lieben langen halben Tag düsten wir Richtung München und irgendwann Abends war es soweit und wir hielten in einer kleinen Tanke in Österreich. Mit einer handvoll Österreichischer ?uromünzen verlies ich die Tanke und wir reisten Richtung Brenner weiter.
Wenn man vom Sauerstoffmangel, einem bestialisch stinkenden Klo (vor dem ich saß...) und diverser Reisekranken (die netterweise ihren Mageninhalt im Papierkorb entleerten) absieht, so war die Fahrt doch nicht so schlimm, wie ich gedacht hab.
Gegen 6 Uhr erwachte die Klasse aus dem Schlaf und der Bus hielt ein weiteres Mal, diesmal an einer italienischen Tanke. Und schon gab es das 1. Problem: Keiner von uns konnte Italienisch... keiner von denen konnte Englisch oder Deutsch. Nach einer katastrophalen Verständigung mit Händen, Füßen und Gestik (schon mal probiert, das Wort ?Briefumschlag? so umschreiben, dass nicht jeder denk, du willst einen Briefkasten?) traten wir unsere letzten 2 Stunden Richtung Rom an.
Ca. 9 Uhr früh kamen wir im ?Camping Tiber? an, einer Art ?Zeltplatz? mit Bungalows etwas außerhalb von Rom. Meinen ersten Eindruck des Camps erspar ich euch, da er vor allem negativ ausfiel, da es manche Leute nicht gepackt haben, richtig zu planen. Anstatt, dass man den eh schon geplagten Schülern erlaubt, sich auszuruhen, frisch zumachen oder etwas essen zu lassen, sollte es auch gleich in die Innenstadt von Rom gehen. Ich erspar euch an dieser Stelle unsere 7tägige Romtour und erzähl lieber etwas über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und meinen Eindruck.
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------------------- Forum Romanum ----------------------
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ein bisschen Geschichte
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Anfangs war der große Forumsplatz ein sumpfiges, unbebaubares Tal zwischen 2 der 7 Hügel Roms. Nach der Besiedelung der Latiner wurden ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. die ersten Tempel gegründet, hauptsächlich zu Ehren von bedeutenden Römern oder Göttern.
Die Hauptfunktionen des Forums waren, dass sich dort die Leute zwecks Reden, Handel, Wirtschaft und/oder Rechtssprechung treffen konnten. Aber auch Hinrichtungen, Wahlen, Versammlungen, religiöse Zeremonien, sowie die Nutzung als Marktplatz waren üblich.
Wer heute einmal über das Forum läuft wird denken, dass er in einem Trümmerfeld lang läuft. Überall Staub, Steine und zerfallene Bauwerke. Wer einen guten Reiseführer besitzt, sollte sich glücklich schätzen, denn nun kann er die Reste der einst historischen Bauwerke mittels Reiseführer wieder erkenntlich machen.
So richtig kann ich auf dem Forum nur den Titusbogen, der zu Ehren des siegreichen Titus Flavius Vespasianus erbaut wurde, empfehlen. Es ist auch der einzige ?Gegenstand? auf dem Forum, von dem ich so einigermaßen Wissen besitze.
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----------------------- Colosseum --------------------------
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Ein bisschen Geschichte
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Gleich hinter dem Forum Romanum sticht einem das runde Bauwerk ins Äuglein. Das ehemalige Theater wurde mitten ins Stadtzentrum gebaut und erfreut heutzutage viele Besucher.
Zu Kaiserszeiten wurden vor allen Dingen Gladiatorenspiele abgehalten. Der Eintritt war für die blutgierige Menge frei und fast jeder Sitzplatz war besetzt, wenn sich Mensch und Tier gegenseitig zerfleischten. Vor allem Diebe, Sklaven oder sonstige Straftäter konnten hier ein grausames Ende, wenn sich der Kaiser dafür entschied, ihre Strafe als Gladiator oder Schauspieler, der im Stück zu Tode kommt, einzudämmen. Nach Ende der Kaiserzeit wurde das Colosseum häufig als Festung, Steinbruch (man sieht ja, wie viel fehlt) und als Märtyrerstätte benutzt.
Steht man heute vor dem Colosseum, wird man gleich von Trödelhändler rangezogen, die ihre Plaste-Colosseen wirklich zu Wucherpreisen verhökern wollen. Mein Tipp: Gar nicht erst stehen bleiben und gucken. Aber auch sonst sieht man vor dem Colosseum viel. Da laufen Römer aus alten Zeiten rum, die für ein Foto mit ihnen glatte 1? verlangen oder man sieht davor viele Leute (Studenten, ältere Frauen/Männer), die sich die Arbeit machen und das Colosseum abzeichnen, um diese farbigen Bilder dann für 5 ?uro (oder auch saftige 40 ?uro!) zu verkaufen.
Im Colosseum ist nicht mehr allzu viel zu sehen. Eigentlich fast gar nichts. Auf alle Fälle, ist es einen Besuch wert! Ich war so begeistert, dass man mich zum Schluss hinausschleifen durfte ;o)
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------------------------ Pantheon ---------------------------
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Ein bisschen Geschichte
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Das Pantheon wurde von einem gewissen Marcus Agrippa zu Ehren der Götter erbaut. Damals diente es hauptsächlich als Begräbnis- und Bekenntnisstätte und die Menschen konnte ihre Ehrfurcht und Opfergaben bringen.
Das Pantheon, wie es heute in Rom steht, geht auf den Kaiser Hadrian zurück. (Fragt bitte nicht, was mit dem Urbau passierte. Das konnte uns meine Lateinlehrerin nicht erzählen). Über die Kuppelgröße war vor allem der Vatikan verärgert, da diese größer war, als die vom Petersdom.
Als ich das 1. Mal vor dem Pantheon stand, war ich baff. Es ist von all den Bauwerken, die ich bisher in Rom gesehen hatte, das wirklich besterhaltendste. Innen gibt es zwar nur einen runden Raum und sehr viele Touristen, dennoch ist es der Treffplatz für Musikanten, Jugendliche und Gaukler, die übrigens nicht so platte Witze haben, wie manche in Deutschland.
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--------------------- Petersdom/Vatikan ------------------
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Ein bisschen Geschichte
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Der Vatikan ist ein eigenständiger autonomer Staat seit 1929 mit ca. 419 Einwohner. Es ist von einer Befestigungsmauer umgeben. Innerhalb der Mauer gibt es Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Peterskirche, den Petersplatz, die Vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und den Vatikanpalast. Zum Schutz des Papstes und zuständig für die Bewachung des Palastes gibt es die Schweizer Garde. Der Vatikan besitzt eine eigene Rundfunkanstalt, Zeitung, Post und Bahnhof. Alle Achtung :o)
Der Petersdom befindet sich im Vatikan und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Er ist eine der römischen Pilgerkirchen und weltweit größter Kirchenbau. Zum Aufbau sei soviel gesagt, dass sich
- der Kuppel ein Altar und das Apostelgrab befindet
- im Untergeschoss des Domes die Vatikanischen Gärten mit den Papstgräbern befinden.
Konstantin der Große lies die erste Basilika über dem Grab des heiligen Petrus bauen. Aus dieser Grabkirche entwickelte sich ein Wallfahrtsort des Frühchristentums. Die Basilika diente um ca. 1000 als Gotteshaus, bis diese zerfiel. Nach dem Beschluss des Neubaus, begann ein sogenannter Bramante mit den Arbeiten, die schließlich von Raffael und Michelangelo zu Ende geführt wurden.
Auf dem Petersplatz hält der Papst jährlich sein ?Urbi et Orbi?.
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------------------------- Italiener ---------------------------
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Die Menschen dort sind, so hab ich es jedenfalls erlebt, sehr offen. Vor allem die jungen Italiener pfeifen jedem Rock und jedem Mädchen hinterher. Hier sei vor allem gesagt, dass man sich als Ausländer auf keinen Fall auf sie einlassen soll. Wer denkt, dass sich diese Leute wirklich in einen verliebt haben, der irrt gewaltig. Diese Jungs suchen nur nach einem Erlebnis, auch wenn viele naive Mädels das nicht glauben wollen (In diesem Sinne einen Gruß an eine Mitschülerin, die das wirklich nicht gemerkt hat).
Was mir dort vor allem aufgefallen ist, ist, dass dort das Handy an 1. Stelle steht. Ich habe keine/n Italiener/in gesehen, die nicht lauthals in ihr Mobiltelefon geschrieen hat. Auf den Strassen reden dich viele offen an und laden dich (sofern du weiblich bist ;o)) auch mal auf ein 2 ?uro-Eis ein.
Dennoch sind nicht viele Italiener von diesem Schlag. Als ich aus der U-Bahn kam und in Richtung Plaza del Populo (nahe des Capitols) ging, bot sich mir ein Anblick von Armut, den ich zuvor noch nie gesehen hab: 2 ältere Frauen in Plastiktüten und einer zerlausten, zerrissenen und verdreckten Decke, die ihren Einkaufswagen mit ihrer Notdurft verteidigten. Sie blieben die ganze Zeit auf 2 Steinbanken, welche ihr ?trautes Heim? darstellen sollten. Ich persönlich hätte ihnen lieber eine kleine Spende erbracht, als diese zu fotografieren, wie es ja manche Touristen einwandfrei darstellten. Als ich ihnen einen 20 ?uroschein hinhielt, konnte man richtig die Tränen in ihren Augen sehen und merken, wie glücklich sie sich über soviel Menschlichkeit zeigten.
Dennoch gilt in ganz Italien: Vorsicht vor Dieben und Händlern!
Diebe sind in Rom ziemlich dreist. Vor allem die Kinder. Ich laufe mit einer Freundin beim Colosseum lang, als ich auf einmal eine kleine Mädchenbande, die so um die 10 ?12 Jahre alt waren, sah. Da ich im Allgemeinen nicht viel von Vertrauen in andere halte, hab ich mich entschieden, um diese einen großen Bogen zu laufen, was ich auch nicht bereut hab. Ein typischer Deutscher (Bermudashorts mit Stachelbeerbeinen, lustiges Mützchen und Fotoapparat um die Schulter) lief gemütlich mit seiner Frau den Platz lang, als ihn plötzlich eines der Mädchen ansprach und irgendetwas auf italienisch antwortete. Der Tourist erwiderte ein paar Wörter in Deutsch, wollte weitergehen, als ihn das Mädel plötzlich festhielt. Er riss sich los, ging weiter und war um sein Portemonnaie erleichtert. Eine Frau schrie aus dem Bus, stieg aus, hielt ihn auf und zeigte auf die kleinen Kriminellen und stammelte auf englisch ein paar Sätze, die beinhalteten, dass seine Brieftasche geklaut wurde. Die Mädchen taten unschuldig und schon gleich gab es eine wilde Diskussion auf der Strasse.
Das gleiche gilt in U-Bahnen. Hier sollte man sich auch wieder von Kindern und Jugendlichen in Acht nehmen. Da aber gerade hier ein Gedränge wie in einer Sardinenbüchse herrscht, ist das so ziemlich unmöglich. Mit wurde Gott sei Dank nichts geklaut, dafür aber einem aus der Parallelklasse (Man sollte seinen Rucksack beim herumtollen nicht auf der Wiese liegen lassen...).
Wer nicht auf ein Souvenir verzichten möchte, sollte diese auf keinen Fall von Händlern vor den jeweiligen Sehenswürdigkeiten kaufen, es sei denn, er möchte schnell mal 5 ? 10 ?uro mehr zahlen. Hier empfehle ich die wirklichen Souvenirshops (?Tabbacco?).
Das wären meine eigentliche Eindrücke und Erfahrungen vom Rom. Alles in allem empfehle ich jedem, wenigsten 1x diese Stadt zu besuchen. Wer sich an manche Sicherheitsvorkehrungen (Diebe,....) hält, wird schnell seinen Spaß finden. Da ich und meine Klasse die Kultur so sehr lieben, wie die Katze die Maus, so waren wir diesmal jedoch ziemlich eifrig und interessiert bei der Sache.
Rom wird mich eines Tages wiedersehen :o)
Irgendwann musste es kommen... ich war gezwungen, mit meiner Klasse auf Studienfahrt nach Rom zu fahren. All zu glücklich war ich nicht, da dies bedeuten sollte, dass ich meine nervigen Mitschüler 24 Stunden am Tag sehen sollte... und 46 Stunden pro Woche sind mir schon zuviel.
Mit vollem Gepäck und Reisetasche stand ich geputzt und gestriegelt vor dem Bus und habe auf die wilde Meute gewartet. Grauenhafte 18 Stunden Busfahrt hatte ich vor mir und war bereit, mein Testament zu schreiben.
Den lieben langen halben Tag düsten wir Richtung München und irgendwann Abends war es soweit und wir hielten in einer kleinen Tanke in Österreich. Mit einer handvoll Österreichischer ?uromünzen verlies ich die Tanke und wir reisten Richtung Brenner weiter.
Wenn man vom Sauerstoffmangel, einem bestialisch stinkenden Klo (vor dem ich saß...) und diverser Reisekranken (die netterweise ihren Mageninhalt im Papierkorb entleerten) absieht, so war die Fahrt doch nicht so schlimm, wie ich gedacht hab.
Gegen 6 Uhr erwachte die Klasse aus dem Schlaf und der Bus hielt ein weiteres Mal, diesmal an einer italienischen Tanke. Und schon gab es das 1. Problem: Keiner von uns konnte Italienisch... keiner von denen konnte Englisch oder Deutsch. Nach einer katastrophalen Verständigung mit Händen, Füßen und Gestik (schon mal probiert, das Wort ?Briefumschlag? so umschreiben, dass nicht jeder denk, du willst einen Briefkasten?) traten wir unsere letzten 2 Stunden Richtung Rom an.
Ca. 9 Uhr früh kamen wir im ?Camping Tiber? an, einer Art ?Zeltplatz? mit Bungalows etwas außerhalb von Rom. Meinen ersten Eindruck des Camps erspar ich euch, da er vor allem negativ ausfiel, da es manche Leute nicht gepackt haben, richtig zu planen. Anstatt, dass man den eh schon geplagten Schülern erlaubt, sich auszuruhen, frisch zumachen oder etwas essen zu lassen, sollte es auch gleich in die Innenstadt von Rom gehen. Ich erspar euch an dieser Stelle unsere 7tägige Romtour und erzähl lieber etwas über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und meinen Eindruck.
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------------------- Forum Romanum ----------------------
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Ein bisschen Geschichte
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Anfangs war der große Forumsplatz ein sumpfiges, unbebaubares Tal zwischen 2 der 7 Hügel Roms. Nach der Besiedelung der Latiner wurden ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. die ersten Tempel gegründet, hauptsächlich zu Ehren von bedeutenden Römern oder Göttern.
Die Hauptfunktionen des Forums waren, dass sich dort die Leute zwecks Reden, Handel, Wirtschaft und/oder Rechtssprechung treffen konnten. Aber auch Hinrichtungen, Wahlen, Versammlungen, religiöse Zeremonien, sowie die Nutzung als Marktplatz waren üblich.
Wer heute einmal über das Forum läuft wird denken, dass er in einem Trümmerfeld lang läuft. Überall Staub, Steine und zerfallene Bauwerke. Wer einen guten Reiseführer besitzt, sollte sich glücklich schätzen, denn nun kann er die Reste der einst historischen Bauwerke mittels Reiseführer wieder erkenntlich machen.
So richtig kann ich auf dem Forum nur den Titusbogen, der zu Ehren des siegreichen Titus Flavius Vespasianus erbaut wurde, empfehlen. Es ist auch der einzige ?Gegenstand? auf dem Forum, von dem ich so einigermaßen Wissen besitze.
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----------------------- Colosseum --------------------------
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Ein bisschen Geschichte
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Gleich hinter dem Forum Romanum sticht einem das runde Bauwerk ins Äuglein. Das ehemalige Theater wurde mitten ins Stadtzentrum gebaut und erfreut heutzutage viele Besucher.
Zu Kaiserszeiten wurden vor allen Dingen Gladiatorenspiele abgehalten. Der Eintritt war für die blutgierige Menge frei und fast jeder Sitzplatz war besetzt, wenn sich Mensch und Tier gegenseitig zerfleischten. Vor allem Diebe, Sklaven oder sonstige Straftäter konnten hier ein grausames Ende, wenn sich der Kaiser dafür entschied, ihre Strafe als Gladiator oder Schauspieler, der im Stück zu Tode kommt, einzudämmen. Nach Ende der Kaiserzeit wurde das Colosseum häufig als Festung, Steinbruch (man sieht ja, wie viel fehlt) und als Märtyrerstätte benutzt.
Steht man heute vor dem Colosseum, wird man gleich von Trödelhändler rangezogen, die ihre Plaste-Colosseen wirklich zu Wucherpreisen verhökern wollen. Mein Tipp: Gar nicht erst stehen bleiben und gucken. Aber auch sonst sieht man vor dem Colosseum viel. Da laufen Römer aus alten Zeiten rum, die für ein Foto mit ihnen glatte 1? verlangen oder man sieht davor viele Leute (Studenten, ältere Frauen/Männer), die sich die Arbeit machen und das Colosseum abzeichnen, um diese farbigen Bilder dann für 5 ?uro (oder auch saftige 40 ?uro!) zu verkaufen.
Im Colosseum ist nicht mehr allzu viel zu sehen. Eigentlich fast gar nichts. Auf alle Fälle, ist es einen Besuch wert! Ich war so begeistert, dass man mich zum Schluss hinausschleifen durfte ;o)
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------------------------ Pantheon ---------------------------
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Ein bisschen Geschichte
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Das Pantheon wurde von einem gewissen Marcus Agrippa zu Ehren der Götter erbaut. Damals diente es hauptsächlich als Begräbnis- und Bekenntnisstätte und die Menschen konnte ihre Ehrfurcht und Opfergaben bringen.
Das Pantheon, wie es heute in Rom steht, geht auf den Kaiser Hadrian zurück. (Fragt bitte nicht, was mit dem Urbau passierte. Das konnte uns meine Lateinlehrerin nicht erzählen). Über die Kuppelgröße war vor allem der Vatikan verärgert, da diese größer war, als die vom Petersdom.
Als ich das 1. Mal vor dem Pantheon stand, war ich baff. Es ist von all den Bauwerken, die ich bisher in Rom gesehen hatte, das wirklich besterhaltendste. Innen gibt es zwar nur einen runden Raum und sehr viele Touristen, dennoch ist es der Treffplatz für Musikanten, Jugendliche und Gaukler, die übrigens nicht so platte Witze haben, wie manche in Deutschland.
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--------------------- Petersdom/Vatikan ------------------
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Der Vatikan ist ein eigenständiger autonomer Staat seit 1929 mit ca. 419 Einwohner. Es ist von einer Befestigungsmauer umgeben. Innerhalb der Mauer gibt es Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Peterskirche, den Petersplatz, die Vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und den Vatikanpalast. Zum Schutz des Papstes und zuständig für die Bewachung des Palastes gibt es die Schweizer Garde. Der Vatikan besitzt eine eigene Rundfunkanstalt, Zeitung, Post und Bahnhof. Alle Achtung :o)
Der Petersdom befindet sich im Vatikan und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Er ist eine der römischen Pilgerkirchen und weltweit größter Kirchenbau. Zum Aufbau sei soviel gesagt, dass sich
- der Kuppel ein Altar und das Apostelgrab befindet
- im Untergeschoss des Domes die Vatikanischen Gärten mit den Papstgräbern befinden.
Konstantin der Große lies die erste Basilika über dem Grab des heiligen Petrus bauen. Aus dieser Grabkirche entwickelte sich ein Wallfahrtsort des Frühchristentums. Die Basilika diente um ca. 1000 als Gotteshaus, bis diese zerfiel. Nach dem Beschluss des Neubaus, begann ein sogenannter Bramante mit den Arbeiten, die schließlich von Raffael und Michelangelo zu Ende geführt wurden.
Auf dem Petersplatz hält der Papst jährlich sein ?Urbi et Orbi?.
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------------------------- Italiener ---------------------------
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Die Menschen dort sind, so hab ich es jedenfalls erlebt, sehr offen. Vor allem die jungen Italiener pfeifen jedem Rock und jedem Mädchen hinterher. Hier sei vor allem gesagt, dass man sich als Ausländer auf keinen Fall auf sie einlassen soll. Wer denkt, dass sich diese Leute wirklich in einen verliebt haben, der irrt gewaltig. Diese Jungs suchen nur nach einem Erlebnis, auch wenn viele naive Mädels das nicht glauben wollen (In diesem Sinne einen Gruß an eine Mitschülerin, die das wirklich nicht gemerkt hat).
Was mir dort vor allem aufgefallen ist, ist, dass dort das Handy an 1. Stelle steht. Ich habe keine/n Italiener/in gesehen, die nicht lauthals in ihr Mobiltelefon geschrieen hat. Auf den Strassen reden dich viele offen an und laden dich (sofern du weiblich bist ;o)) auch mal auf ein 2 ?uro-Eis ein.
Dennoch sind nicht viele Italiener von diesem Schlag. Als ich aus der U-Bahn kam und in Richtung Plaza del Populo (nahe des Capitols) ging, bot sich mir ein Anblick von Armut, den ich zuvor noch nie gesehen hab: 2 ältere Frauen in Plastiktüten und einer zerlausten, zerrissenen und verdreckten Decke, die ihren Einkaufswagen mit ihrer Notdurft verteidigten. Sie blieben die ganze Zeit auf 2 Steinbanken, welche ihr ?trautes Heim? darstellen sollten. Ich persönlich hätte ihnen lieber eine kleine Spende erbracht, als diese zu fotografieren, wie es ja manche Touristen einwandfrei darstellten. Als ich ihnen einen 20 ?uroschein hinhielt, konnte man richtig die Tränen in ihren Augen sehen und merken, wie glücklich sie sich über soviel Menschlichkeit zeigten.
Dennoch gilt in ganz Italien: Vorsicht vor Dieben und Händlern!
Diebe sind in Rom ziemlich dreist. Vor allem die Kinder. Ich laufe mit einer Freundin beim Colosseum lang, als ich auf einmal eine kleine Mädchenbande, die so um die 10 ?12 Jahre alt waren, sah. Da ich im Allgemeinen nicht viel von Vertrauen in andere halte, hab ich mich entschieden, um diese einen großen Bogen zu laufen, was ich auch nicht bereut hab. Ein typischer Deutscher (Bermudashorts mit Stachelbeerbeinen, lustiges Mützchen und Fotoapparat um die Schulter) lief gemütlich mit seiner Frau den Platz lang, als ihn plötzlich eines der Mädchen ansprach und irgendetwas auf italienisch antwortete. Der Tourist erwiderte ein paar Wörter in Deutsch, wollte weitergehen, als ihn das Mädel plötzlich festhielt. Er riss sich los, ging weiter und war um sein Portemonnaie erleichtert. Eine Frau schrie aus dem Bus, stieg aus, hielt ihn auf und zeigte auf die kleinen Kriminellen und stammelte auf englisch ein paar Sätze, die beinhalteten, dass seine Brieftasche geklaut wurde. Die Mädchen taten unschuldig und schon gleich gab es eine wilde Diskussion auf der Strasse.
Das gleiche gilt in U-Bahnen. Hier sollte man sich auch wieder von Kindern und Jugendlichen in Acht nehmen. Da aber gerade hier ein Gedränge wie in einer Sardinenbüchse herrscht, ist das so ziemlich unmöglich. Mit wurde Gott sei Dank nichts geklaut, dafür aber einem aus der Parallelklasse (Man sollte seinen Rucksack beim herumtollen nicht auf der Wiese liegen lassen...).
Wer nicht auf ein Souvenir verzichten möchte, sollte diese auf keinen Fall von Händlern vor den jeweiligen Sehenswürdigkeiten kaufen, es sei denn, er möchte schnell mal 5 ? 10 ?uro mehr zahlen. Hier empfehle ich die wirklichen Souvenirshops (?Tabbacco?).
Das wären meine eigentliche Eindrücke und Erfahrungen vom Rom. Alles in allem empfehle ich jedem, wenigsten 1x diese Stadt zu besuchen. Wer sich an manche Sicherheitsvorkehrungen (Diebe,....) hält, wird schnell seinen Spaß finden. Da ich und meine Klasse die Kultur so sehr lieben, wie die Katze die Maus, so waren wir diesmal jedoch ziemlich eifrig und interessiert bei der Sache.
Rom wird mich eines Tages wiedersehen :o)
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