Sri Lanka Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Marlene
Hier war einmal der Garten Eden
Pro:
paradiesisch
Kontra:
vorsicht - touri-fallen
Empfehlung:
Ja
\"Ein Kaleidoskop wechselnder Impressionen aus tropischer Vegetation, Kultur und Geschichte\" erwartet uns - so zumindest beschreibt es der TUI-Katalog. Und weil das alles so faszinierend klang, habe ich auch gleich bei denen gebucht ... und um das Maß voll zu machen gleich ein ganze Rundreise mit anschließendem Badeurlaub. Richtig oder gar nicht!
Um erst mal eine Übersicht über meinen Reisebericht zu geben, hier erst mal ein \"Inhaltsverzeichnis\":
1. Landung in Colombo und Weiterfahrt nach Hendala
2. Dambulla - Höhlentempel
3. Sigiriya - Fresken der Wolkenmädchen
4. Polonnaruwa - Königspalast, Lotusbad, größte Dagoba, \"Riesen\"buddhas
5. Matale - Besuch eines Gewürzgartens
6. Kandy - Besuch des Zahntempels, Folkloreschau
7. Kandy - botanischer Garten im Vorort Peradeniya
8. Pinnawela - Elefantenwaisenhaus
9. Besuch einiger Fabriken und Fertigungsstätten einheimischen Handwerks
10. Flussfahrt durch Mangrovenwälder
11. endlich Urlaub - Tips & Tricks
So-ihr fleissigen Leser ... hangelt Euch zu dem Punkt, der Euch interessiert oder druckt es am besten aus *zwinker*
1. Landung in Colombo und Weiterfahrt nach Hendala
Nach dem ca. 9 1/2 Stunden langen LTU-Flug landeten wir endlich, wenn auch bis dahin gut versorgt, auf dem Airport von Colombo - der Hauptstadt Sri Lankas. Nachdem wir innerhalb kürzester Zeit unser Gepäck in den Händen hielten, stürzten gleich die einheimischen Kofferträger auf uns zu. Dieser Service kostet natürlich ein Trinkgeld, aber wer hat schon \"kleines Geld\" in der Tasche oder gar die Landeswährung \"Rupies\"?? Also hier sei schon mal vermerkt: Unbedingt ein-Dollar-Scheine einstecken .. ansonsten seid ihr gleich DM 10 los, denn Münzen werden von denen nicht akzeptiert und sie behandeln Euer Gepäck entsprechend ... und aus den umliegenden Büschen müßt ihr es dann selbst heraussuchen. Also kleine Scheine in USD mitnehmen!
Danach stand auch gleich der TUI-REiseleiter mit einem strahlendem Lächeln vor uns und hiess uns aufs allerherzlichste willkommen. Also hin zum Shuttle-Bus. Der einzige Gedanke in meinem Kopf war nur noch \"SCHLAFEN\". Doch daran war noch nicht zu denken .. schwüle, feuchtwarme Luft ließ die Kleidung am Körper kleben und erste \"Urwaldeindrücke\" drangen auf mich ein. Wer hatte jemals so ein grün gesehen? Nach dem Einchecken mußte man ja auch erst mal in den Hotel Pool springen .. udn überhaupt - was machten diese Echsen über der Gardinenstange? Na, was schon? Mücken fressen .. Gekkos lieben Mücken und ich liebe Gekkos!
Am nächsten Tag weckte uns der Reiseleiter recht früh und auf ging es nach
2. Dambulla - Höhlentempel
Auf dem Hinweg über eine holprige Straße sahen wir die ersten Elefanten .. hui .. echte Elefanten .. wow - hier gefällts mir.
Nach ca. einer Stunde kamen wir an den Fuß einer Treppe, die steil nach oben führte. Der Aufstieg, vorbei an kleinen aufdringlichen Äffchen, führte uns direkt zu den Höhlen von Dambulla. Statuen und Wandmalereien, von Mönchen über die Jahrhunderte in fünf Felsenhöhlen gearbeitet.
Da das Ganze eine heilige Stätte ist, sind selbstverständlich lange Hosen
vorgeschrieben, also KEINE NACKTEN KNIE! Weiterhin sind die Schuhe vor Betreten der Anlage auszuziehen. Man betritt die Höhlen barfuss.
Die wirklich zahlreichen Figuren sind farbenfroh und mit Liebe zum Detail gearbeitet - ein Besuch lohnt sich wirklich!
Dann ging es weiter nach
3. Sigiriya - Fresken der Wolkenmädchen
Nachdem man uns im Hotel \"Sigiriya Village\" einquartiert hatte, ging es an den Aufstieg zum grossen Felsen, den man übrigens vom Hotel genau betrachten konnte, ebenso wie die Touristen, die sich hinaufschlängelten. Also auf ins Gewühl.
Doch bis man die Gärten durchquert hatte und endlich am Fusse des Berges stand, war schon eine Stunde vergangen. Dann ging es die niemals endenden Treppen hinauf. Manchmal blickte man hinunter und stellte immer wieder voller Erstaunen die Schönheit der Natur fest. Die Hälfte endlich hinter uns, ich sage hier besser nicht, wielange es gedauert hat, erreichten wir über eine Wendeltreppe die \"Wolkenmädchen\". Auf halber Höhe an der senkrechten Felswand erwarteten uns auf der kleinen luftigen Platform die faszinierenden Farbfresken. Wie wir erfuhren, sind diese um 485 n. Chr. auf den Stuck gemalt. Doch leider sind nur noch 21 von über 500 Zeichnungen erhalten. Geht hin - seht sie Euch an - und stellt Euch dann vor, wie sie damals an genau diese Stelle gezeichnet wurden - beeindruckend!
Dann ging es weiter hinauf .. denn nach der Hälfte macht man ja nicht schlapp. Ganz oben auf dem Kopf des Felsens erwartete uns ein mit Worten nicht zu beschreibender Ausblick auf den umliegenden Dschungel. Man konnte von oben wilde Elefanten sehen, wie sie das Dickicht teilen oder wilde Geräusche wahrnehmen .. allein wegen dieses Ausblicks lohnt sich der Weg - allerdings nur bei klarem Wetter!
Doch auf zu unserer nächsten Station...
4. Polonnaruwa - Königspalast, Lotusbad, größte Dagoba, \"Riesen\"buddhas
Diese Station fand ich eigentlich ein bißchen langweilig, was aber vielleicht auch an meiner eigenen Kondition gelegen haben mag. Hier gibt es jede Menge \"Ruinen\" des Königspalastes. Na ja .. muss man nicht wirklich gesehen haben .. das Lotusbad: Ein kleines Steinbad in stilisierter Lotusblattform .. ist eben doch nur ein verwitterter Tümpel.
Die Rankoth Vihara ist die grösste Dagoba Polonnaruwas. Sie hat einen Umfang von 180 m und sieht aus wie Mama´s Busen - entschuldigt den Vergleich, aber das kam der ganzen Reisegruppe sofort in den Sinn.
Während ihr durch die \"Bruchlandschaft\" geht, schaut unbedingt auf den Boden - hier tummeln sich allerlei Warane, Echsen und Schlangen. Allerdings alle ungefährlich, sie haben mehr Angst vor Euch, als ihr vor denen. Aber es ist interessant diese Tiere mal in freier Wildbahn zu erleben.
Doch weiter zu den Riesenbuddhas. Direkt aus einer Granitwand wurden hier vier Buddhas geschlagen. Schaut Euch den ganz rechten genauer an, den liegenden Buddha, er hat eine Länge von 14 m. Unter seinen Fußsohlen findet ihr Lotusblumen ein\"graviert\". Das bedeutet, daß er im Sterben liegt und gerade ins Nirwana eintritt - er ist also erleuchtet. Schaut Euch um und geniesst die Atmosphäre - es ist beeindruckend.
Auf dem Weg nach Kandy kommt ihr in Matale vorbei ...
5. Matale - Besuch eines Gewürzgartens
Hier lohnt sich ein Stop auf jeden Fall! Der Ort ist bekannt für die hochwertigen Gewürze, vor allem Pfeffer, Muskatnuss, Gewürznelken und Ingwer. Haltet an einem der zahlreichen Gewürzgärten und macht eine Führung mit. Wir alle kennen doch nur die abgepackten Pfefferkörner oder gemahlene Muskatnuss, doch wer weiss schon, wie Pfeffer wächst, wenn er nicht dahin verwünscht wird? .. Wie sieht die Pflanze dazu aus, und wie die unreife Frucht? In diesen Führungen - auch deutsch sprachig - darf man riechen, schmecken und anfassen ... seid neugierig! Aber kauft nichts!! Gewürze könnt ihr später noch woanders viel günstiger kaufen!
Nun zur Hauptattraktion ...
6. Kandy - Besuch des Zahntempels, Folkloreschau
Hier will ich gar nicht viel Worte machen .. die Stimmung im Allerheiligsten der Insel, dem Zahntempel, ist atemberaubend. Hier wird der Zahn Buddhas aufbewahrt, der seinerzeit von einer Prinzessin im Haar versteckt übers Meer transportiert wurde. Schaut Euch in den verschachtelten Gemäuern um ... schaut zur Decke .. überall gibt es unerwartetes .. hört auf die Trommeln und seht Euch den Zahnschrein an. Versucht dieses Unternehmen gegen 16.00 Uhr. Wenn ihr aus dem Tempel kommt, ist es bereits dunkel und ihr könnt den weissen Tempel im Glanz der tausenden von Lichtern sehen.
Wenn ihr dann noch Zeit und Lust habt, gönnt Euch hier eine Folkloreshow.In Kandy werden die Originaltänze traditioneller Art aufgeführt und man erlebt nicht den unerfreulichen Hotel-Touristen-Nepp!
Am nächsten Tag .. ausgeruht mit gutem Frühstück .. macht einen Bummel durch den ...
7. Kandy - botanischer Garten im Vorort Peradeniya
In der Presse wird dieser Garten als einer der schönsten der Welt bezeichnet. Meiner Meinung nach zurecht. Hier könnte ihr duch Palmenalleen gehen, ebenso wie durch Bambuswälder. Am meisten beeindruckt hat mich der Ficcus Benjamin, den ich ja selbst im Blumentopf im Wohnzimmer habe. Doch hier .. tz ... das Blätterdach hat eine Spannweite von 35 m ... stellt Euch da mal drunter! Da könnt ihr daheim düngen, wie ihr wollt - da kommt ihr nie hin.
Für den Botanischen Garten braucht ihr Zeit - mindestens einen ganzen Vormittag!
Am Nachmittag könnt ihr gleich durchfahren nach ...
8. Pinnawela - Elefantenwaisenhaus
Hier werden Elefanten gross gezogen, notfalls mit der Flasche. Solltet ihr her tatsächlich einen Nachmittag gewählt haben, kommt ihr in das Vergnügen den Tieren beim Bad zuzusehen... es ist eine wahre Freude gerade 3-Wochen-alten Tieren beim plantschen zuzusehen!
Im Anschluß könnt ihr Euch noch die Vorführung ansehen, die sehr, sehr, sehr tierfreundlich von statten geht. Ein Ritt auf einem grossen Tier ist ebenso erlaubt, wie auch erwünscht. Doch Vorsicht: Sollte man Euch auffordern, die Tiere mit einer Kokosschale im Wasser stehend, abzureiben um sie zu putzen, um dann nach getaner Arbeit aufzusitzen, sagt NEIN. Der Elefant ist darauf trainiert, sich den Rüssel vollzusaugen und über seinem Rücken wieder zu entleeren. Ihr befändet Euch dann zwischen Rüssel und Rücken. Nicht weiter schlimm? Na ja, nicht wenn ihr gegen Typhus geimpft seid und euch die auf 10 grad eingestellte Klimaanlage im Bus nichts ausmacht - ansonsten FINGER WEG!
9. Besuch einiger Fabriken und Fertigungsstätten einheimischen Handwerks
Auf Eurer Tour über die Insel kommt ihr an zahlreichen handwerklichen Stätten vorbei, Batik, Holzschnitzereien, etc. Hier könnt ihr halten und den Herstellungsprozess genau ansehen. Man wird Euch sehr gastfreundlich und hilfsbereit begegnen. Doch kauft hier bitte nichts ein. Es sind überteuerte Preise, da man euch bereits beim Eintreten als Touris entlarvt hat.
Um die Seele baumeln zu lassen macht eine ...
10. Flussfahrt durch Mangrovenwälder
Chartert Euch ein Boot samt einheimischen Studenten und lasst Euch durch die obskure Welt der Mangroven schippern. Entdeckt Komorane, Flughunde, Vögel aller Art .. die Geheimnisse der Mangroven sind zahlreich.
Fragt den Bootsmann nach einer \"Krokodilsfarm\"! Dort habt hier Gelegenheit die Tiere mal anzufassen ... die Babies sogar auf den Arm zu nehmen und mal angstfrei ins Maul zu schauen. Diese Farmen werden meistens im Familienbetrieb geführt, deshalb macht man für ein kleines Trinkgeld einen Affentanz.
11. endlich Urlaub - Tips & Tricks
Wenn ihr das alles hinter Euch habt, braucht ihr unbedingt Erholung .. legt Euch an den Strand, esst viele Früchte des Landes! Die Einheimischen zeigen Euch sehr gerne, wie diese Früchte geschält oder verzehrt werden.
Weiterhin bleibt noch zu sagen, daß ihr VOR dem Urlaub zum Impfen müsst, und zwar mindestens drei Monate vor Reiseantritt - vom Arzt bekommt ihr das ganze Rundum-Sorglos-Paket. Da ihr in den Dschungel, abseits der Touristengebiete reist (Sigiriya!), ist das auch unbedingt nötig.
Zum Einkaufen bleibt noch zu sagen, daß es nirgendwo billiger ist als in einem der Dörfer abseits der Touristrecken. Feilscht mit Händen und Füssen, was das Zeug hält. Als Mittbringsel empfehle ich unbedingt Gewürze in rauhen Mengen. Bei der Rückreise müßt ihr allerdings darauf achten, sie ins Handgepäck zu legen, weil die Hunde vom Zoll auch auf die Gewürze anspringen. Damit die Zöllner also nicht euren ganzen Koffer wieder auspacken müssen, packt lieber gleich richtig.
Wenn Euch irgendwo eine Massage angeboten wird - nehmt sie an! Es gibt nichts wohltuenderes!
Bananen werden nicht größer als ein Streifen Whigleys Spearmint! Eßt sie - sie sind tatsächlich reif!
Achtet auf den Verkehr! Reisebus überholt Lieferwagen, Lieferwagen überholt PKW, PKW überholt Elefant, Elefant überholt Eselskarren, Eselskarren überholt Handkarre .. und alles auf einer Straße *lach*
Wenn ihr Euch über die hygienischen Verhältnisse an einem Ort nicht sicher seid, trinkt eine Kokosnuß. Ihr wird nur mit einem Messer der \"Kopf\" abgeschlagen und ein Strohhalm hineingesteckt - sauberer und gesünder geht es kaum.
Das soll es nun gewesen sein .. falls noch Fragen sind, mailt mir ruhig .. zu Impfungen kann euch das Tropeninstitut in Hamburg mehr sagen .. ansonsten .. gute Reise .. auf das ihr so zufrieden zurückkommt, wie ich von meiner Tour mit der TUI!
Um erst mal eine Übersicht über meinen Reisebericht zu geben, hier erst mal ein \"Inhaltsverzeichnis\":
1. Landung in Colombo und Weiterfahrt nach Hendala
2. Dambulla - Höhlentempel
3. Sigiriya - Fresken der Wolkenmädchen
4. Polonnaruwa - Königspalast, Lotusbad, größte Dagoba, \"Riesen\"buddhas
5. Matale - Besuch eines Gewürzgartens
6. Kandy - Besuch des Zahntempels, Folkloreschau
7. Kandy - botanischer Garten im Vorort Peradeniya
8. Pinnawela - Elefantenwaisenhaus
9. Besuch einiger Fabriken und Fertigungsstätten einheimischen Handwerks
10. Flussfahrt durch Mangrovenwälder
11. endlich Urlaub - Tips & Tricks
So-ihr fleissigen Leser ... hangelt Euch zu dem Punkt, der Euch interessiert oder druckt es am besten aus *zwinker*
1. Landung in Colombo und Weiterfahrt nach Hendala
Nach dem ca. 9 1/2 Stunden langen LTU-Flug landeten wir endlich, wenn auch bis dahin gut versorgt, auf dem Airport von Colombo - der Hauptstadt Sri Lankas. Nachdem wir innerhalb kürzester Zeit unser Gepäck in den Händen hielten, stürzten gleich die einheimischen Kofferträger auf uns zu. Dieser Service kostet natürlich ein Trinkgeld, aber wer hat schon \"kleines Geld\" in der Tasche oder gar die Landeswährung \"Rupies\"?? Also hier sei schon mal vermerkt: Unbedingt ein-Dollar-Scheine einstecken .. ansonsten seid ihr gleich DM 10 los, denn Münzen werden von denen nicht akzeptiert und sie behandeln Euer Gepäck entsprechend ... und aus den umliegenden Büschen müßt ihr es dann selbst heraussuchen. Also kleine Scheine in USD mitnehmen!
Danach stand auch gleich der TUI-REiseleiter mit einem strahlendem Lächeln vor uns und hiess uns aufs allerherzlichste willkommen. Also hin zum Shuttle-Bus. Der einzige Gedanke in meinem Kopf war nur noch \"SCHLAFEN\". Doch daran war noch nicht zu denken .. schwüle, feuchtwarme Luft ließ die Kleidung am Körper kleben und erste \"Urwaldeindrücke\" drangen auf mich ein. Wer hatte jemals so ein grün gesehen? Nach dem Einchecken mußte man ja auch erst mal in den Hotel Pool springen .. udn überhaupt - was machten diese Echsen über der Gardinenstange? Na, was schon? Mücken fressen .. Gekkos lieben Mücken und ich liebe Gekkos!
Am nächsten Tag weckte uns der Reiseleiter recht früh und auf ging es nach
2. Dambulla - Höhlentempel
Auf dem Hinweg über eine holprige Straße sahen wir die ersten Elefanten .. hui .. echte Elefanten .. wow - hier gefällts mir.
Nach ca. einer Stunde kamen wir an den Fuß einer Treppe, die steil nach oben führte. Der Aufstieg, vorbei an kleinen aufdringlichen Äffchen, führte uns direkt zu den Höhlen von Dambulla. Statuen und Wandmalereien, von Mönchen über die Jahrhunderte in fünf Felsenhöhlen gearbeitet.
Da das Ganze eine heilige Stätte ist, sind selbstverständlich lange Hosen
vorgeschrieben, also KEINE NACKTEN KNIE! Weiterhin sind die Schuhe vor Betreten der Anlage auszuziehen. Man betritt die Höhlen barfuss.
Die wirklich zahlreichen Figuren sind farbenfroh und mit Liebe zum Detail gearbeitet - ein Besuch lohnt sich wirklich!
Dann ging es weiter nach
3. Sigiriya - Fresken der Wolkenmädchen
Nachdem man uns im Hotel \"Sigiriya Village\" einquartiert hatte, ging es an den Aufstieg zum grossen Felsen, den man übrigens vom Hotel genau betrachten konnte, ebenso wie die Touristen, die sich hinaufschlängelten. Also auf ins Gewühl.
Doch bis man die Gärten durchquert hatte und endlich am Fusse des Berges stand, war schon eine Stunde vergangen. Dann ging es die niemals endenden Treppen hinauf. Manchmal blickte man hinunter und stellte immer wieder voller Erstaunen die Schönheit der Natur fest. Die Hälfte endlich hinter uns, ich sage hier besser nicht, wielange es gedauert hat, erreichten wir über eine Wendeltreppe die \"Wolkenmädchen\". Auf halber Höhe an der senkrechten Felswand erwarteten uns auf der kleinen luftigen Platform die faszinierenden Farbfresken. Wie wir erfuhren, sind diese um 485 n. Chr. auf den Stuck gemalt. Doch leider sind nur noch 21 von über 500 Zeichnungen erhalten. Geht hin - seht sie Euch an - und stellt Euch dann vor, wie sie damals an genau diese Stelle gezeichnet wurden - beeindruckend!
Dann ging es weiter hinauf .. denn nach der Hälfte macht man ja nicht schlapp. Ganz oben auf dem Kopf des Felsens erwartete uns ein mit Worten nicht zu beschreibender Ausblick auf den umliegenden Dschungel. Man konnte von oben wilde Elefanten sehen, wie sie das Dickicht teilen oder wilde Geräusche wahrnehmen .. allein wegen dieses Ausblicks lohnt sich der Weg - allerdings nur bei klarem Wetter!
Doch auf zu unserer nächsten Station...
4. Polonnaruwa - Königspalast, Lotusbad, größte Dagoba, \"Riesen\"buddhas
Diese Station fand ich eigentlich ein bißchen langweilig, was aber vielleicht auch an meiner eigenen Kondition gelegen haben mag. Hier gibt es jede Menge \"Ruinen\" des Königspalastes. Na ja .. muss man nicht wirklich gesehen haben .. das Lotusbad: Ein kleines Steinbad in stilisierter Lotusblattform .. ist eben doch nur ein verwitterter Tümpel.
Die Rankoth Vihara ist die grösste Dagoba Polonnaruwas. Sie hat einen Umfang von 180 m und sieht aus wie Mama´s Busen - entschuldigt den Vergleich, aber das kam der ganzen Reisegruppe sofort in den Sinn.
Während ihr durch die \"Bruchlandschaft\" geht, schaut unbedingt auf den Boden - hier tummeln sich allerlei Warane, Echsen und Schlangen. Allerdings alle ungefährlich, sie haben mehr Angst vor Euch, als ihr vor denen. Aber es ist interessant diese Tiere mal in freier Wildbahn zu erleben.
Doch weiter zu den Riesenbuddhas. Direkt aus einer Granitwand wurden hier vier Buddhas geschlagen. Schaut Euch den ganz rechten genauer an, den liegenden Buddha, er hat eine Länge von 14 m. Unter seinen Fußsohlen findet ihr Lotusblumen ein\"graviert\". Das bedeutet, daß er im Sterben liegt und gerade ins Nirwana eintritt - er ist also erleuchtet. Schaut Euch um und geniesst die Atmosphäre - es ist beeindruckend.
Auf dem Weg nach Kandy kommt ihr in Matale vorbei ...
5. Matale - Besuch eines Gewürzgartens
Hier lohnt sich ein Stop auf jeden Fall! Der Ort ist bekannt für die hochwertigen Gewürze, vor allem Pfeffer, Muskatnuss, Gewürznelken und Ingwer. Haltet an einem der zahlreichen Gewürzgärten und macht eine Führung mit. Wir alle kennen doch nur die abgepackten Pfefferkörner oder gemahlene Muskatnuss, doch wer weiss schon, wie Pfeffer wächst, wenn er nicht dahin verwünscht wird? .. Wie sieht die Pflanze dazu aus, und wie die unreife Frucht? In diesen Führungen - auch deutsch sprachig - darf man riechen, schmecken und anfassen ... seid neugierig! Aber kauft nichts!! Gewürze könnt ihr später noch woanders viel günstiger kaufen!
Nun zur Hauptattraktion ...
6. Kandy - Besuch des Zahntempels, Folkloreschau
Hier will ich gar nicht viel Worte machen .. die Stimmung im Allerheiligsten der Insel, dem Zahntempel, ist atemberaubend. Hier wird der Zahn Buddhas aufbewahrt, der seinerzeit von einer Prinzessin im Haar versteckt übers Meer transportiert wurde. Schaut Euch in den verschachtelten Gemäuern um ... schaut zur Decke .. überall gibt es unerwartetes .. hört auf die Trommeln und seht Euch den Zahnschrein an. Versucht dieses Unternehmen gegen 16.00 Uhr. Wenn ihr aus dem Tempel kommt, ist es bereits dunkel und ihr könnt den weissen Tempel im Glanz der tausenden von Lichtern sehen.
Wenn ihr dann noch Zeit und Lust habt, gönnt Euch hier eine Folkloreshow.In Kandy werden die Originaltänze traditioneller Art aufgeführt und man erlebt nicht den unerfreulichen Hotel-Touristen-Nepp!
Am nächsten Tag .. ausgeruht mit gutem Frühstück .. macht einen Bummel durch den ...
7. Kandy - botanischer Garten im Vorort Peradeniya
In der Presse wird dieser Garten als einer der schönsten der Welt bezeichnet. Meiner Meinung nach zurecht. Hier könnte ihr duch Palmenalleen gehen, ebenso wie durch Bambuswälder. Am meisten beeindruckt hat mich der Ficcus Benjamin, den ich ja selbst im Blumentopf im Wohnzimmer habe. Doch hier .. tz ... das Blätterdach hat eine Spannweite von 35 m ... stellt Euch da mal drunter! Da könnt ihr daheim düngen, wie ihr wollt - da kommt ihr nie hin.
Für den Botanischen Garten braucht ihr Zeit - mindestens einen ganzen Vormittag!
Am Nachmittag könnt ihr gleich durchfahren nach ...
8. Pinnawela - Elefantenwaisenhaus
Hier werden Elefanten gross gezogen, notfalls mit der Flasche. Solltet ihr her tatsächlich einen Nachmittag gewählt haben, kommt ihr in das Vergnügen den Tieren beim Bad zuzusehen... es ist eine wahre Freude gerade 3-Wochen-alten Tieren beim plantschen zuzusehen!
Im Anschluß könnt ihr Euch noch die Vorführung ansehen, die sehr, sehr, sehr tierfreundlich von statten geht. Ein Ritt auf einem grossen Tier ist ebenso erlaubt, wie auch erwünscht. Doch Vorsicht: Sollte man Euch auffordern, die Tiere mit einer Kokosschale im Wasser stehend, abzureiben um sie zu putzen, um dann nach getaner Arbeit aufzusitzen, sagt NEIN. Der Elefant ist darauf trainiert, sich den Rüssel vollzusaugen und über seinem Rücken wieder zu entleeren. Ihr befändet Euch dann zwischen Rüssel und Rücken. Nicht weiter schlimm? Na ja, nicht wenn ihr gegen Typhus geimpft seid und euch die auf 10 grad eingestellte Klimaanlage im Bus nichts ausmacht - ansonsten FINGER WEG!
9. Besuch einiger Fabriken und Fertigungsstätten einheimischen Handwerks
Auf Eurer Tour über die Insel kommt ihr an zahlreichen handwerklichen Stätten vorbei, Batik, Holzschnitzereien, etc. Hier könnt ihr halten und den Herstellungsprozess genau ansehen. Man wird Euch sehr gastfreundlich und hilfsbereit begegnen. Doch kauft hier bitte nichts ein. Es sind überteuerte Preise, da man euch bereits beim Eintreten als Touris entlarvt hat.
Um die Seele baumeln zu lassen macht eine ...
10. Flussfahrt durch Mangrovenwälder
Chartert Euch ein Boot samt einheimischen Studenten und lasst Euch durch die obskure Welt der Mangroven schippern. Entdeckt Komorane, Flughunde, Vögel aller Art .. die Geheimnisse der Mangroven sind zahlreich.
Fragt den Bootsmann nach einer \"Krokodilsfarm\"! Dort habt hier Gelegenheit die Tiere mal anzufassen ... die Babies sogar auf den Arm zu nehmen und mal angstfrei ins Maul zu schauen. Diese Farmen werden meistens im Familienbetrieb geführt, deshalb macht man für ein kleines Trinkgeld einen Affentanz.
11. endlich Urlaub - Tips & Tricks
Wenn ihr das alles hinter Euch habt, braucht ihr unbedingt Erholung .. legt Euch an den Strand, esst viele Früchte des Landes! Die Einheimischen zeigen Euch sehr gerne, wie diese Früchte geschält oder verzehrt werden.
Weiterhin bleibt noch zu sagen, daß ihr VOR dem Urlaub zum Impfen müsst, und zwar mindestens drei Monate vor Reiseantritt - vom Arzt bekommt ihr das ganze Rundum-Sorglos-Paket. Da ihr in den Dschungel, abseits der Touristengebiete reist (Sigiriya!), ist das auch unbedingt nötig.
Zum Einkaufen bleibt noch zu sagen, daß es nirgendwo billiger ist als in einem der Dörfer abseits der Touristrecken. Feilscht mit Händen und Füssen, was das Zeug hält. Als Mittbringsel empfehle ich unbedingt Gewürze in rauhen Mengen. Bei der Rückreise müßt ihr allerdings darauf achten, sie ins Handgepäck zu legen, weil die Hunde vom Zoll auch auf die Gewürze anspringen. Damit die Zöllner also nicht euren ganzen Koffer wieder auspacken müssen, packt lieber gleich richtig.
Wenn Euch irgendwo eine Massage angeboten wird - nehmt sie an! Es gibt nichts wohltuenderes!
Bananen werden nicht größer als ein Streifen Whigleys Spearmint! Eßt sie - sie sind tatsächlich reif!
Achtet auf den Verkehr! Reisebus überholt Lieferwagen, Lieferwagen überholt PKW, PKW überholt Elefant, Elefant überholt Eselskarren, Eselskarren überholt Handkarre .. und alles auf einer Straße *lach*
Wenn ihr Euch über die hygienischen Verhältnisse an einem Ort nicht sicher seid, trinkt eine Kokosnuß. Ihr wird nur mit einem Messer der \"Kopf\" abgeschlagen und ein Strohhalm hineingesteckt - sauberer und gesünder geht es kaum.
Das soll es nun gewesen sein .. falls noch Fragen sind, mailt mir ruhig .. zu Impfungen kann euch das Tropeninstitut in Hamburg mehr sagen .. ansonsten .. gute Reise .. auf das ihr so zufrieden zurückkommt, wie ich von meiner Tour mit der TUI!
36 Bewertungen, 4 Kommentare
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04.02.2009, 08:15 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße sendet dir Stephan
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26.01.2009, 11:05 Uhr von werder
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! LG aus Hannover!
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08.01.2009, 16:00 Uhr von lahr2006
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße ! Lahr2006
-
06.10.2004, 13:36 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDein Reisebericht hat mir sehr gut gefallen. Es grüsst die Leseratee.
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