USA Testbericht

ab 469,67
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(14)
4 Sterne
(4)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von NorthPole76

Autofahren in den USA....das und andere "Tips"

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auch diesen Sommer wird Amerika wieder ein beliebtes Urlaubsziel sein. Egal wann man wegfährt, es gibt einige Dinge die man immer beachten sollte. Ich möchte euch hier ein paar \"Sicherheitstipps\" (dummer Ausdruck, denn gefährlich ist das Reisen ja prinzipiell nicht) geben. Bei vielen Tipps werdet Ihr sagen \"eh klar, logisch\", aber vielleicht ist auch der eine oder andere Tipp dabei, der euch neu ist.

Und noch was:
ca. 80% des Berichts beziehen sich auf das Autofahren. Die restlichen 20% sind \"allgemeine\" Tips. Ich hoffe ihr könnt noch mal Nachsicht walten lassen und es ist doch der eine oder andere Tip dabei!

Thema Auto(fahren):
Amerika ist nun mal ein riesiges Land und am besten kommt man mit einem Auto oder Camper voran. Aber gerade beim Thema Auto gibt es einige Sachen die man beachten sollte:

-Führerschein:
die meisten europäischen Führerscheine sind in Amerika nicht gültig, da kein gegenseitiges Übereinkommen herrscht. Aus diesem Grund muss man im Besitz eines Internationalen Führerscheins sein. Dieser ist zwar auch nur für eine bestimmte Zeit gültig (1 Jahr ab Ausstellung), aber für einen normalen Urlaub reicht ja 1 Jahr. Diesen Int. Führerschein bekommt man nach Vorlage seines nationalen Führerscheins beim ADAC, OeAMTC oder seinem respektiven Autoclub.

-Versicherung:
in vielen amerikanischen Staaten gilt wie bei uns (Österreich) eine Versicherungspflicht. Das heißt das Auto muss haftpflichtversichert sein. Bei Autos die man mietet muss man sich kaum selbst darum kümmern, die Wagen sind versichert, man kann aber noch zusätzliche Versicherungen erwerben. Sollte man aber einen längeren Aufenthalt planen und sich ein eigenes Auto kaufen (das geht ja sehr billig) dann muss man auf jeden Fall darauf achten. (hier gibt es aber auch ein paar Tricks: ein Freund, der in Utah wohnte, versicherte seinen Wagen nicht, und zeigte ganz einfach seine österreichische Sozialversicherungskarte. Dies mag jetzt nicht sehr realistisch klingen, aber es funktionierte. Bei mir in California hätte dies leider nicht geklappt, da dort das Auto lokal versichert sein muss)

-Tempolimits:
Aus meiner eigenen Erfahrung, vor allem in N.C., Georgia und CA, sollte man die lokalen Tempolimits wirklich beachten. Dies gilt auch für die Highways. Am strengsten wir in der Umgebung von Schulen kontrolliert und überwacht. Also mein Tipp, generell die Limits einhalten und gerade bei Schulen wirklich langsam unterwegs sein. Eine Geschwindigkeits-Übertretung kann nämlich recht teuer kommen und wenn man in den Staaten wohnt, kommt man kaum darüber, die Strafe auch zu bezahlen.

-Alkohol am Steuer:
Wie bei uns wird gegen Alkohol am Steuer sehr streng vorgegangen. Die Alko-Limits sind von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Touristen sollten aber prinzipiell mit 0,0 unterwegs sein. Meine Erfahrung in CA hat ergeben, dass gerade bei Touristen oder Ausländern (das ist nicht negativ behaftet) sehr genau kontrolliert wird, wenn sie in eine Kontrolle geraten.
Und da Polizeikontrollen schon daheim nicht gerade als angenehm empfunden werden, sollte man gerade im Ausland topfit sein.


-Polizeikontrollen:
Dies ist vielleicht eines der heikleren Themen. Denn wer weiß schon wirklich wie man sich richtig bei einer Polizeikontrolle verhält. Was bei uns relativ üblich, aussteigen und mit den Beamten sprechen, kann in Amerika sehr kritisch werden. Was also tun:
wird man aufgehalten, auf jeden Fall die Ruhe bewahren, das Auto wird bereits per Computer überprüft (dies ist tatsächlich so und nicht nur in den Filmen).
Im Wagen sitzen bleiben und warten bis der Polizist am Wagen ist. Man sollte die Hände auch sichtbar, am besten am Lenkrad, haben (ich weiß, das klingt sehr drastisch, aber es ist wirklich so, ich spreche, leider aus eigener Erfahrung).
Der Polizist sagt dann wie\'s weiter geht, und man tut am besten das was er/sie sagt. Verhandeln hat in den wenigsten Fällen Sinn.
(BITTE: mir ist klar, dass dies das Worst Case Szenario ist, und klar 99% der Polizisten sind freundlich und merken es dass man Tourist ist, aber auch Polizisten können einen schlechten Tag erwischen. Oder gerade wenn man in großen Städten ist, wird es für die Polizei schwerer zu urteilen).

-Cruisen:
Cruisen, also einfach herumfahren, um sich die Gegend anzusehen ist in einigen Städten verboten (LA zum Beispiel, klingt krank, ist aber leider so, kann aber auch nicht richtig kontrolliert werden!).
Man sollte also immer ein \"Ziel\" parat haben, sollte man tatsächlich aufgehalten werden und nach dem Grund der \"Reise\" gefragt werden.
Und noch was zum Cruisen:
Da es nun mal Gegenden gibt, die weniger sicher sind als andere, sollte man achten wo man hinfährt. Mein genereller Tipp ist, dass man sich an Hauptstrassen hält. Außerdem ist es kein Fehler, wenn man die Türen versperrt. Car-jacking ist zwar nicht die große Gefahr und allgegenwärtig, aber sicher ist sicher.

Thema Verhalten:
Klar, wenn man auf Urlaub ist, will man Spaß haben und auch mal ausgiebig feiern. Ist alles schön und gut, und man hat es sich auch redlich verdient, aber auch hier ist einiges zu beachten.

- Wenn man auf Shopping Tour ist, oder sich gerade die Sehenswürdigkeiten ansieht, ist es nicht gerade von Vorteil, wenn man \"Tourist\" überall über einen stehen hat. Was ich meine ist folgendes:
auch im Urlaub sollte man versuchen, sich normal zu präsentieren und nicht versuchen aus der Menge heraus zu stechen. Es ist nicht gerade dienlich mit seinen Dollarscheinen zu winken, oder die goldene Rolex so zu tragen, dass man sie gar nicht übersehen kann. Denn tut man dies, ist klar, dass man am ehesten zu den Zielen der Straßendieben zählt.
Man hört des Öfteren, dass Amerika so gefährlich sei, dass man oft Gefahr läuft überfallen zu werden. Ich denke das ist Nonsens. Es kommt einfach darauf an, wie man sich präsentiert. Je normaler, je einheimischer man wirkt, desto weniger wird man auffallen.

- Oft verbindet man seinen Urlaub logischer Weise auch mit Strandbesuchen (Gerade in LA, oder auch S.C. Myrtle Beach)
Man sollte aber auf keinen Fall seine Sachen frei und unbeaufsichtigt herumliegen lassen. Geht man also ins Wasser, sollte zumindest einer auf die Sachen aufpassen, oder man kann sie irgendwo absperren. Man mag gar nicht glauben, wie viele Touristen in LA schon die Polizeistationen am Strand kennen lernten, weil sie ihre Sachen für \"nur eine Minute\" aus den Augen ließen.

Generelle Tipps:

-Bitte nehmt euch zu Herzen, dass das offene hantieren mit Alkohol verboten ist. Das heißt, dass man Alkohol nur verpackt, so dass man nicht sieht dass es Alkohol ist, hantieren soll. Die Polizei ist da sehr streng. Also die Bierdosen oder Flaschen in ein Papiersackerl wickeln. In manchen Bundesstaaten darf Alkohol nicht mal offen, sprich sichtbar, im Auto transportiert werden. Ich würde also empfehlen, Alkohol nicht im Wageninneren, sondern im Kofferraum zu transportieren.

- Noch etwas:
Prostitution ist in vielen Bundesstaaten verboten. Man sollte es sich also sehr gut überlegen, ob man zu einer Prostituierten am Straßenrand fährt. Diese kann sehr wohl ein Lockvogel sein. Es ist also keine Geschichte aus den Movies, sondern Tatsache. Leider wissen, das immer noch nicht alle Touristen, und daher werden jedes Jahr einige Hundert von der Polizei festgenommen, wegen der käuflichen Liebe.

Vielleicht konnte ich euch den einen oder andern Tipp geben, den Ihr bei eurem nächsten Urlaub auch brauchen könnt. Wie gesagt, das meiste klingt logisch, nur leider sind es meist die logischen Sachen, die man am schnellsten vernachlässigt

20 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Sedad

    11.06.2002, 17:45 Uhr von Sedad
    Bewertung: sehr hilfreich

    ....Auch wenn die meisten der Tipps auch für Europa gelten und eher ein Grundverhalten beschreiben.

  • kenam

    08.06.2002, 11:37 Uhr von kenam
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wie? Ich darf dort nicht mit meiner goldenen Rolex winken? Schade... ;-))